denkt Ihr manchmal auch:"Was mache ich eigentlich da...?
denkt Ihr manchmal auch:"Was mache ich eigentlich da...? - # 5

Crossdresser, Transgender DWT... Plauderecke - was sonst nirgendwo passt
ExUserIn-2026-04-03
schau
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Re: denkt Ihr manchmal auch:"Was mache ich eigentlich da...?

Post 61 im Thema

Beitrag von ExUserIn-2026-04-03 »

Sollte ich bestimmte Formulierungen fehlinterpretiert haben, dann selbstverständlich sorry.
Meinungen lasse ich gerne stehen und denke mal darüber nach, und freue mich ebenfalls, wenn auch meine eigene Meinung stehengelassen und überdacht wird.
Mit generellen Abwertungen anderer Gruppen oder Verhaltensweisen allerdings komme ich nicht so wirklich klar - aber das passiert leider immer wieder, wenn unterschiedliche Meinungen aufeinander treffen, da es tatsächlich leider recht schwer ist, mit anderen Meinungen wertfrei umzugehen.

Aber ich glaube wir schaffen das.

In diesem Sinne - auf ein nettes und respektvolles Miteinander. (Das sollte doch hier viel einfacher sein, als "da Draußen" in der schrägen Welt.)

Svenja (Oder Sonja...;-) )
Lana
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Re: denkt Ihr manchmal auch:"Was mache ich eigentlich da...?

Post 62 im Thema

Beitrag von Lana »

Liebe Svenja,

ich habe weder den Beitrag von Knäckebrötchen noch den von Marie als abwertend empfunden. Beide sagen doch lediglich, dass es schöner wäre, wenn Männer auch "weibliche" Eigenheiten leben könnten ohne sich eine Rechtfertigung dafür zu basteln. Zugleich gestehen sie aber allen zu, dies trotzdem zu tun, wenn sie das brauchen oder wollen. Also zieh deinen Rock an und fühle dich wohl damit. Das mache ich auch, fast jeden Tag. Niemand hier hat ein Problem damit.

Es gibt aber einige, die es nicht nachvollziehen können, was dieses Kleidungsstück nun tatsächlich so besonders machen soll. Ist doch nur ein Stück Stoff. Das ist aber keine Abwertung. Nicht jeder muss alles verstehen. Das gilt im übrigen in beide Richtungen
)))(:

Wichtig ist doch nur, dass wir alle uns gegenseitig die Freiheit lassen, das zu tun, was uns jeweils gut tut. Und das ist hier im Forum ganz sicher der Fall, obwohl die Bandbreite (zwischen gelegentlichem Tragen von gegengeschlechtlicher Kleidung und GaOP) ziemlich groß ist.

LGL
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Michi
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Re: denkt Ihr manchmal auch:"Was mache ich eigentlich da...?

Post 63 im Thema

Beitrag von Michi »

Lavendellöwin hat geschrieben: Do 12. Mär 2026, 14:57 Und das ist einer der Punkte die ich meinem Vater vorwerfe, er war ein liebevoller Mensch, das weiss ich, konnte es aber kaum transportieren.
Ist dein Vater die richtige Adresse für deine Vorwürfe? Sollten die nicht eher an seine Eltern und die Gesellschaft gehen?
Wenn dir jemand auf den Fuß tritt, schreist du "Aua" und erwartest eine Entschuldigung.
Mir treten andere dauernd auf die Füße und erwarten, dass ich mich dafür entschuldige, dass es mir weh tut.
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Re: denkt Ihr manchmal auch:"Was mache ich eigentlich da...?

Post 64 im Thema

Beitrag von HeikeCD »

In den Jahren der Heimlichkeiten war das so, ging auch nicht anders. Das hab ich abgelegt. Ich weiß auch nicht ob dieses ständige sich-hinterfragen nicht auch blockieren kann, von daher nehme ich das jetzt gelassen so hin. Und an die Zeiten wo ich mich verstellen mußte will ich auch lieber nicht mehr denken. Und, für alles gibts ja auch immer lyrische Texte von Künstlern, und dieser beschreibt das am besten, bis Anfang der 2000er war das so, danach kam die Ruhe und mit dem Outing die Erlösung.

Lavendellöwin hat geschrieben: Do 12. Mär 2026, 14:57 Jeder Mensch hat die gleichen Gefühle, daher verstehe ich wirklich kein bisschen, das eine Hälfte der Menschheit damit hinterm Berg halten sollte
oder sich ein Alter Ego basteln muss um Gefühle leben zu dürfen, das ist eben die Klischeehaftigkeit.
Wäre es da nicht einfacher und schöner für alle, wenn Männer auch wären was sie sind, nämlich empfindende Wesen?
Wesen wo man spürt was wirklich Sache ist, eben authentisch sein, aber als Kerl? Darf das nicht sein?
Das ist richtig. Finde, da hat sich aber doch in den letzten Jahren vieles verbessert, sooo schwarz und weiss ist das nicht mehr, mMn. Es kann ja auch kein Zufall sein das in der heutigen Zeit sich viele zu sich bekennen. Wenn ich da an 30/40 Jahre früher denke... Und jahrtausendealte Prägungen werden nicht von heute auf morgen verschwinden. Aber bei abwertenden oder toxischen Verhaltensweisen z.B. mache ich da nicht mal einen geschlechtsspezifischen Unterschied, es gibt tatsächlich solche und solche, sicherlich bei Männern mehr, aber ich hab da auch schon Frauen getroffen für die Empathie, bzw. Mitfühlen/Empfinden Fremdwörter sind, daher halte ich mich da mehr an den jeweiligen Charakter und das Wesen des-/derjenigen. Und was die anderen angeht die einen runterziehen möchten, da muß eben man aussieben, die Inventur hab ich u.a. mal vor etlichen Jahren gemacht, "Tür zu, abschließen, Schlüssel entsorgen" (bildlich gesprochen). Die Zeit fehlt mir auch um mich mit solchen Menschen zu beschäftigen. Manche sind halt nicht zu ändern.

Liebe Grüße Heike
"Es ist nicht die Zeit in deinem Leben, es ist das Leben in deiner Zeit." Bruce Springsteen
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Re: denkt Ihr manchmal auch:"Was mache ich eigentlich da...?

Post 65 im Thema

Beitrag von ExUserIn-2026-04-08 »

Michi hat geschrieben: Do 12. Mär 2026, 20:06 So wie ich Vicky verstanden habe, ist ihr Problem, dass sie meint, sich nicht als Frau fühlen zu können oder zu dürfen, weil nicht die dazu passende Biologie hat, und die damit verbundene Pubertät nicht durchlaufen konnte.
Hi Michi,

nur zur Präzisierung: Ich kann und darf mich als Frau fühlen. Was ich nicht kann, ist eine Frau sein, da mir vieles hierfür fehlt. Ich bin nicht als Mädchen geboren und auch nicht so sozialisiert worden. Auch habe ich keinen weiblichen Körper mit allem was dazu gehört, kann keine Kinder bekommen und Säuglinge ernähren. Nicht mal ansatzweise. Ich will das nicht bewerten, denn das macht keinen Sinn. Was ich aber kann, ist mich als Frau zu fühlen, mir einen weiblichen Körper vorzustellen. Wenn ich ein Bild von mir manipuliere, dass ich diesen auch sehen kann, ist das stimmig für mich. Wenn ich Sillies trage, fühlt sich das real für mich an. Wie die berühmte Gummihand in dem Versuch der Psychologen. Auch das muss ich nicht bewerten, sondern sehe es als eine Fähigkeit eines flexiblen Gehirns.

Darüber hinaus wissen wir nicht wirklich, was in unserem Körper wirklich passiert. Seit ich neulich gelesen habe, dass bestimmte Mikroben in meinem Darm, die ihre eigene Lebensgrundlage schaffen, in dem sie mein Gehirn über Botenstoffe so manipulieren, dass ich Heißhunger auf Süßes bekomme, frage ich mich, wer ist hier die Chefin im eigenen Haus ? Oder anders gesagt, wie kann ich mich steuern ? Im genannten Beispiel ist es die Ernährung, mit der ich den Bestand dieser Bakterien reduzieren kann. Übertragen auf das Transsein frage ich mich, was steuert mich in dieser Frage und kann oder will ich darauf Einfluss nehmen ?

Was macht mich wirklich aus und was ist Beeinflussung durch Mikroben, Hormone, Botenstoffe, Genetik etc. ? Was ist mein Wille und meine wirkliche Identität oder bin ich nur ein Zellhaufen, der unter Kontrolle von irgendwelchen Einflüssen ist ? Irgendwie ist ja etwas an mir dran, denn ich habe Emotionen, Erkenntnisse etc. Doch bevor ich mich in solchen Gedanken verliere, postuliere ich einfach als eine Art Arbeitshypothese: Ich bin meine Emotionen. Ob es die allerdings in "Reinkultur" ohne Beeinflussung gibt, wage ich zu bezweifeln.

Zur aktuellen Diskussion: Merkt Ihr nicht, dass viele, wenn nicht gar alle Kriterien für das Mann-/Frausein gesellschaftlich determiniert sind ? Es ist genau das, was Simone de Beauvoir geschrieben hat. Aus meiner Sicht heißt das, dass wir alle um das ringen, was ich eine Essenz des Weiblichen nennen würde. Was soll das sein ? Offensichtlich ist das, was biologisch von Bedeutung ist, elementar. Wer von uns denkt denn über diese Aspekte nach ? Wieso diskutieren wir denn nicht hierüber, statt über Äußerlichkeiten ? Nicht falsch verstehen, Äußerlichkeiten sind wichtig, weil sie Kommunikation bedeuten. Das fängt mit dem Spiegel an. Ich sehe mich als Frau im Spiegel und fühle mich bestätigt. Gut so. Aber hat das etwas mit der Essenz des Weiblichen zu tun ? Der Gedanke Kinder zu bekommen und sie mit Milch aus meiner Brust zu ernähren, ist schon schön. Aber es ist auch gewagt, mich tief auf diesen Gedanken einzulassen.

Gibt es noch mehr, was als Essenz verstanden werden kann ? Da bin ich schon wieder unsicher. Klar machen die Hormone etwas mit uns und da ist ganz viel Genetik im Spiel. Ich habe im Zuge der Lektüre über Ernährung noch ein anderen Sachverhalt gefunden, der mich nachdenklich stimmt. Man hat einer Ratte im Darm das Mikrobiom entfernt und so keimfrei gemacht. Dann hat man ihr das Mikrobiom eines depressiven Menschen eingepflanzt. Daraufhin hat die Ratte depressives Verhalten gezeigt. ICh will mich nicht über die Ethik des Versuchs auslassen, aber die Wirkung ist doch beeindruckend. Was wäre, wenn irgendwo in meinem Körper ein Bakterium säße, dass über Botensoffe mein Gehirn dahingehend beeinflusst, dass ich mich weiblich fühlen könnte und ich es füttere, in dem ich durch mein Verhalten, z.B. mit Äußerlichkeiten wieder Stoffe produziere, die es füttern.

Warum tun wir Menschen Dinge, die völlig unvernünftig zu sein scheinen ? Ich kann mir zwei Dinge vorstellen. Das eine ist, dass die Natur immer eine Variation von Eigenschaften in unterschiedliche Individueen einpflanzt, um Resilienz und Anpassungsvermögen sicher zu stellen. Das kann man z.B. bei Fischen beobachten, die unterschiedlice Charaktere zu besitzen scheinen, wenn es darum geht, Neues zu entdecken. Manche sind mutig und bekommen die Chance als erste neue Nahrung zu finden, manche sind zurückhaltend für mehr Sicherheit. Das ist ein Baustein für die Evolution einer Art. Der andere Grund ist, dass wir soziale Wesen sind, die alleine nicht leben können. Durch die Interaktion bekommen wir viel bessere Möglichkeiten der Weiterentwicklung. Das macht es für mich erklärbar, dass wir existieren, egal, was uns gerade dazu bringt, so zu fühlen. Wir können eine Erweiterung für eine Gesellschaft sein, wenn sie es annimmt. Die Gesellschaft ringt ja auch darum, in dem es Beiträge gibt, die zeigen, dass sie uns tolerieren und sogar akzeptieren will. Auf lange Sicht wird sich davon viel auch gegen die aktuellen Widerstände durchsetzen, denn es ist ein Konzept, dass das Überleben der Menschheit möglich macht, während die radikalen Kräfte in Gefahr laufen, sich in ihrem Wahn selber auszurotten. Wer am Ende die Nase vorn hat, ist noch nicht ausgemacht.

Jetzt habe ich ein halbes Buch geschrieben und ich weiß nicht, ob die Gedanken helfen können. Für mich ist es entscheidend, wie ich Dinge bewerte. Die Zuckerbakterien kann ich nicht brauchen, also füttere ich sie nicht. Meine gefühlte Weiblichkeit kann ich aber zu meiner Freude und zum Nutzen einsetzen. Das finde ich gut, also lebe ich es, wie sich mir meine Möglichkeiten bieten. Meine Gefühle sind nicht mein Problem, wenn ich sie nicht zum Problem machen lasse oder sie mir selber zum Problem mache.
Viele Grüße
Vicky

Respekt ist nicht teilbar.
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Re: denkt Ihr manchmal auch:"Was mache ich eigentlich da...?

Post 66 im Thema

Beitrag von Val44721 »

Vicky_Rose hat geschrieben: Fr 13. Mär 2026, 11:22 Was ich nicht kann, ist eine Frau sein, da mir vieles hierfür fehlt. […] Auch habe ich keinen weiblichen Körper mit allem was dazu gehört, kann keine Kinder bekommen und Säuglinge ernähren.
Frau zu sein heißt nicht Gebärmaschine sein. Eine cis Frau die (z.b. wegen Krebs) ihre Gebärmutter verliert wird ja auch nicht am nächsten Tag an der Kasse als Herr X angesprochen. Pass auf, dass du dich nicht im Bioessenzialismus verlierst. Du bist nicht weniger Frau weil du keine Kinder hast oder kriegen kannst.

Kinder stillen kannst du übrigens. Jeder Mensch hat dafür das Gewebe (abgesehen von z.b. Mastektomiepatient:innen, etc). Es ist natürlich nach Östrogeneinwirkung einfacher zu aktivieren. Aber können tust dus.

Die Vorstellung, dass Frau nur die ist, die Kinder gebären kann, geht auf die Zeit zurück, wo Frauen nur als dafür nützlich gesehen wurden. Dabei sind wir so viel mehr.
Nature has made us intolerant to change but fortunately, we have the capacity to change our nature - Arcane
edeka
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Re: denkt Ihr manchmal auch:"Was mache ich eigentlich da...?

Post 67 im Thema

Beitrag von edeka »

Ich komme mal zurück auf das Ausgangsthema "was mache ich eigentlich da ?"
Dabei liefert mir der folgende Beitrag die passenden Stichworte
girlnamedliz hat geschrieben: Fr 6. Mär 2026, 17:59 Liebe Svenja,

Ja, diese Selbstzweifel kenne ich zu gut. Am Anfang habe ich mir regelmaessig genau die gleichen Fragen gestellt. Was mache ich hier eigentlich? Ist es das wert? Warum? Und diese Zweifel zerstoeren nicht nur die Freude am Augenblick, sondern sie verhindern auch, dass man seinen eigenen Frieden findet.

Fuer mich liegen diese Momente gluecklicherweise in der Vergangenheit - aber es war ein langer Weg dahin. In Momenten des Zweifelns hat es mir immer geholfen, mich an die eigene Wahrheit zu erinnern. Diese Wahrheit ist dieses Gefuehl des Gluecks, der Stimmigkeit, der inneren Balance, des Friedens, das ich als Frau erlebe.
Mir ging es ähnlich und gleichzeitig genau umgekehrt...
Früher hatte ich den starken Reiz mich als Frau zu verkleiden und so draußen rum zu laufen. Ja, ich weiß, das klingt jetzt despektierlich. Aber es ist ja nur auf mich selbst bezogen !
Ich fand es aufregend, manchmal auch angenehm, aber auch unangenehm weil ich mich als Mann in Frauenkleidern schief angesehen fühlte. Dann stellte ich mir genau die Frage dieses Themas. Die Antwort fiel anders aus als in den meisten Beiträgen hier. Ich hatte nie das Gefühl des Glücks, der Stimmigkeit, der inneren Balance "als Frau".
Im Gegenteil, ich empfand es eher als Mutprobe, Ich habe mich dem ausgesetzt. Die Rückverwandlung empfand ich dann als Befreiung - jetzt bin ich wieder in der äußeren Schale, die zu meinem inneren Wesen passt. Das war entspannend. Und Ich war froh, daß ich nicht wie andere die Verwandlung machen musste, um das innere Gleichgewicht zu erreichen.
Jetzt mache ich das nur noch bei Gelegenheit, wenn ich mich mit jemandem aus diesem Forum oder ähnlich gelagerten treffe. Das ist dann auch nicht unangenehm (smili)
Liebe Grüße edeka )))(:
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Re: denkt Ihr manchmal auch:"Was mache ich eigentlich da...?

Post 68 im Thema

Beitrag von Marlene »

Hallo edeka,

genauso sieht es auch bei mir mittlerweile aus. Wenn man älter wird macht das "sich verwandeln" immer mehr Arbeit um ein halbwegs stimmiges Bild zu erzeugen und das fällt mir irgendwie auch schwerer als noch vor 10-15 Jahren. Außerdem habe ich ständig irgendwelche Termine und Arbeiten, die das "sich verwandeln" schon von der Art der Arbeit verbieten, weil dreckig und mit Arbeitsschutzklamotten anziehen verbunden. Deswegen fühle ich mich nicht weniger schlecht in meinem Inneren, aber ich erspare mir einigen Streß den ich wirklich nicht brauche. Sich mit Gleichgesinnten zu treffen, funktioniert trotzdem genauso gut wie ehedem und das ist wichtig.
Leider ist der Treff nicht in unmittelbarer Umgebung meines Wohnortes und somit auch noch mit Autofahrten verbunden, die immer mehr nerven.

L.G. Marlene
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Re: denkt Ihr manchmal auch:"Was mache ich eigentlich da...?

Post 69 im Thema

Beitrag von girlnamedliz »

edeka hat geschrieben: Fr 13. Mär 2026, 13:05 Früher hatte ich den starken Reiz mich als Frau zu verkleiden
Liebe Edeka,

die Wahl Deiner Worte (verkleiden, verwandeln) laesst mich glauben, dass Du dieses Thema als "Aktivitaet" ansiehst. Das habe ich am Anfang meiner Reise vielleicht aehnlich empfunden, aber - durch das Gefuehl der Balance als Frau - ist mir sehr schnell klargeworden, dass es fuer mich um "Identitaet" geht. Und so habe ich mich dann als Mann verkleidet gefuehlt, ein Gefuehl, dass sich mit der Empfindung deckt, dass ich mich in typischen Maennerrunden schon immer schlecht aufgehoben gefuehlt habe.

Das war dann der Trigger fuer meine Transition, und die Entwicklung eines neuen Selbstverstaendnisses. Ich mag zwar nicht konventionell attraktiv sein - aber als ein Mann im Kleid sehe ich mich schon lange nicht mehr. Ich habe aufgehoert mich taeglich zu verwandeln. Ich bin, hier und jetzt, gestern, heute, und morgen auch. Gleichzeitig geht die Reise immer weiter, aber mit einer viel langsameren Geschwindigkeit. Das nimmt sehr viel Stress aus dem Leben.

LG, Liz
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Re: denkt Ihr manchmal auch:"Was mache ich eigentlich da...?

Post 70 im Thema

Beitrag von edeka »

Liebe Liz,
ich kann dich absolut verstehen (und du hast mich auch richtig verstanden) !
Es ist gut so wie du das machst , und du formulierst es gut mit dem nicht-verwandeln. (yes)
Es kommt darauf an zu erkennen, was für einen selbst das richtige ist.!
Und so wie oben Marlene schreibt - wenn es für einen selbst ein "verwandeln" ist, dann beginnt man auch pragmatisch zu denken: was für ein Aufwand ? Für andere stellt sich diese Frage nicht, bzw brauchen nicht so viel Aufwand, um "als Frau durch zu gehen" - sie sind es ja schon.
... aber manchmal mache ich es ja auch, als Aktivität, oder Hobby, natürlich auch aus Neigung. 8)
LG Edeka )))(:
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Re: denkt Ihr manchmal auch:"Was mache ich eigentlich da...?

Post 71 im Thema

Beitrag von Michi »

Vicky_Rose hat geschrieben: Fr 13. Mär 2026, 11:22 nur zur Präzisierung: Ich kann und darf mich als Frau fühlen. Was ich nicht kann, ist eine Frau sein, da mir vieles hierfür fehlt. Ich bin nicht als Mädchen geboren und auch nicht so sozialisiert worden. Auch habe ich keinen weiblichen Körper mit allem was dazu gehört, kann keine Kinder bekommen und Säuglinge ernähren. Nicht mal ansatzweise.
Hallo Vicky,

nimm es mir bitte nicht übel, wenn ich angesichts deiner Worte ausprechen möchte, dass ich immer mehr den Eindruck habe, dass sich diese transfeindliche biologistische Argumentations- und Denkweise wie ein Krebsgeschwür ausbreitet.

Auf deine weiteren Ausführungen, die zusammengefasst sagen, dass du eigentlich komplett manipuliert und fremdbestimmt bist, muss ich nicht im Detail eingehen. Es reicht ein Punkt, der das Ganze über den Haufen wirft: Was ist mit all dem, was dich fremdbestimmt? Warum soll das einen eigenen Willen, den du angeblich nicht hast?

Liebe Grüße (has-o)
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Re: denkt Ihr manchmal auch:"Was mache ich eigentlich da...?

Post 72 im Thema

Beitrag von girlnamedliz »

Michi hat geschrieben: Fr 13. Mär 2026, 18:56 deine weiteren Ausführungen, die zusammengefasst sagen, dass du eigentlich komplett manipuliert und fremdbestimmt bist
Autsch.

Der Mensch ist ein soziales Wesen - und ausserhalb seines Umfelds kaum lebensfaehig. Insofern ist es sehr schwer die Dinge, die aus uns selbst heraus kommen von denen zu trennen, die von aussen auf uns hereinprasseln.

Zugegeben - ich lehne die Definition des Frauseins auf Basis von biologischen Kriterien ebenfalls ab. Aber ob ich nun selbstbestimmt oder fremdbestimmt bin, kann ich kaum definieren. Ich bin - und das nicht in Isolationshaft, sondern innerhalb meines sozialen Umfelds.

Als Frau laufen meine sozialen Interaktionen komplett anders, als das frueher als Mann der Fall war. Und das war schon so, bevor ich irgendwelche medizinischen Massnahmen begonnen hatte. Aber bin das ich, oder ist das auf mich heraufprojiziert? Ich weiss es nicht so genau - und es ist fuer mich auch unerheblich. Was zaehlt ist meine persoenliche Wahrheit. Und die ist, dass ich mich als Frau besseer fuehle, als ich mich jemals als Mann gefuehlt habe. Ausgeglichener, ruhiger, friedlicher, liebevoller, sozialer, neugieriger, und gesuender. Oder wie Vicky so schoen schrieb:
Vicky_Rose hat geschrieben: Fr 13. Mär 2026, 11:22 Ich bin meine Emotionen.
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Re: denkt Ihr manchmal auch:"Was mache ich eigentlich da...?

Post 73 im Thema

Beitrag von Michi »

girlnamedliz hat geschrieben: Fr 13. Mär 2026, 19:45 Autsch.
Ach komm! Sie hat doch sehr viel mehr als nur das soziale Umfeld angeführt. DARUM ging es mir.
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Re: denkt Ihr manchmal auch:"Was mache ich eigentlich da...?

Post 74 im Thema

Beitrag von girlnamedliz »

Michi hat geschrieben: Fr 13. Mär 2026, 20:29 Ach komm! Sie hat doch sehr viel mehr als nur das soziale Umfeld angeführt. DARUM ging es mir.
Naja, aber die Frage, ob meine Darmflora vielleicht etwas mit meiner Identitaet zu tun hat ist dann ebenso abgehoben (mehr im Sinne von High-Level, als im Sinne von verrueckt), wie die Frage, ob es soetwas wie einen freien Willen ueberhaupt gibt, und ob Menschen dazu ueberhaupt faehig sind. Das ist dann abstrakt genug, dass es mir nicht mehr wehtut.

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Re: denkt Ihr manchmal auch:"Was mache ich eigentlich da...?

Post 75 im Thema

Beitrag von Michi »

girlnamedliz hat geschrieben: Fr 13. Mär 2026, 21:25 Naja, aber die Frage, ob meine Darmflora vielleicht etwas mit meiner Identitaet zu tun hat ist dann ebenso abgehoben (mehr im Sinne von High-Level, als im Sinne von verrueckt), wie die Frage, ob es soetwas wie einen freien Willen ueberhaupt gibt, und ob Menschen dazu ueberhaupt faehig sind. Das ist dann abstrakt genug, dass es mir nicht mehr wehtut.
Hallo Liz,

bitte denke nicht, dass ich mich über dich stellen will, wenn ich darauf verweise, dass ich Vickys Gedanken und Ausführungen schon einige Jahre länger erlebe, und nicht denke, dass sie das einfach nur so abstrakt daher schreibt. Vieles von dem, was sie schreibt, habe ich auch schon gehört/gelesen. Wenn ich das immer alles gegene ansehe und direkt auf meine Existenz beziehen würde, dann hätte es überhaupt keinen Sinn mehr, mein Leben weiter fortzusetzen, weil ich dann ja alles falsch an mir ist, ich immer nur meine Rollen für alle anderen spielen müsste und niemals die Chance hätte, überhaupt mal das sein zu dürfen, was ich bin.

Ich hoffe, ich konnte meine Gedanken einigermaßen verständlich machen.

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