denkt Ihr manchmal auch:"Was mache ich eigentlich da...?
denkt Ihr manchmal auch:"Was mache ich eigentlich da...? - # 3

Crossdresser, Transgender DWT... Plauderecke - was sonst nirgendwo passt
gabo
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Re: denkt Ihr manchmal auch:"Was mache ich eigentlich da...?

Post 31 im Thema

Beitrag von gabo »

Danke dir Alicia, sehr schön geschrieben
Lana
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Re: denkt Ihr manchmal auch:"Was mache ich eigentlich da...?

Post 32 im Thema

Beitrag von Lana »

gabo hat geschrieben: Mi 11. Mär 2026, 10:01 Freue mich sehr über Antworten.
Meine Antwort steht im Beitrag vor deinem:

Steh zu dir.

CD ist ein Teil von dir, der gelebt werden will. Sonst wären die letzten vier Jahre anders verlaufen. Also versuche dich so zu akzeptieren wie du bist, und erwarte das auch von anderen.

Eine Beziehung mit einer Lüge zu beginnen ist ganz sicher nicht zielführend. Und drin CD zu verschweigen wäre unehrlich. Sie hat ein Recht darauf zu wissen, mit wem sie sich einlässt. Nur dann kann sie sich für dich entscheiden.

Du wirst also um ein Coming Out nicht herum kommen. Je eher, desto besser.
Wie das funktionieren kann, findest Du in anderen Themen dieses Forums.

Ich wünsche dir viel Glück (flo)

LGL
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NicoleCH
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Re: denkt Ihr manchmal auch:"Was mache ich eigentlich da...?

Post 33 im Thema

Beitrag von NicoleCH »

gabo hat geschrieben: Mi 11. Mär 2026, 10:01
Freue mich sehr über Antworten.

Danke, dass du so offen über deine Gedanken und Gefühle schreibst. Ich kann richtig spüren, wie sehr dich das beschäftigt – und gleichzeitig sehe ich deine Sehnsucht nach Nähe, Geborgenheit und auch die Sorge, wie dein Crossdressing und deine Maniküre aufgenommen werden.

Vielleicht hilft es, die Ehrlichkeit Schritt für Schritt anzugehen. Du musst nicht alles sofort erzählen, sondern kannst nach und nach teilen, was dir wichtig ist. Zum Beispiel könntest du erst einmal ganz allgemein über deine Freude an Mode oder Nageldesign sprechen, bevor du dein Crossdressing ansprichst.

Denk daran: Dein Crossdressing ist ein Teil von dir, kein Makel. Menschen, die authentisch sind, wirken oft besonders selbstbewusst und anziehend – auch wenn es für andere ungewohnt sein mag.

Es ist vollkommen okay, wenn nicht jeder alles versteht oder akzeptiert. Wichtig ist, dass du dir selbst treu bleibst. Wer dich wirklich mag, wird dich mit all deinen Facetten schätzen.

Selbstakzeptanz ist dabei der Schlüssel: Du darfst dir erlauben, dein Crossdressing zu genießen. Das macht dich nicht weniger liebenswert – im Gegenteil, Menschen, die ihre Identität annehmen, strahlen oft noch mehr Wärme und Anziehungskraft aus.

Kurz gesagt: Du musst die Sache nicht abbrechen. Ehrlichkeit ist wichtig, aber sie darf behutsam und Schritt für Schritt geschehen.

Du darfst du selbst sein, und gleichzeitig kann eine neue Beziehung entstehen – wenn du sie langsam und sanft an dein wahres Ich heranführst.
Wally
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Re: denkt Ihr manchmal auch:"Was mache ich eigentlich da...?

Post 34 im Thema

Beitrag von Wally »

gabo hat geschrieben: Mi 11. Mär 2026, 10:01
Was soll ich machen.????
- Die Sache abbrechen?
o Dass sie sich nach einem normalen Mann umschauen kann.
o um ihr nicht weh zu tun.
o
- Mich als Crossdresser Outen?
o Ja/ Nein
o Wenn JA wie?
Liebe Gabo,

Seit meiner Psychotherapie, in der ich mir vor 35 Jahren meiner transsexuellen Veranlagung bewusst wurde, habe ich mich in JEDER neu entstehenden Intimbeziehung gleich zu Beginn - noch vor jeglicher Intimität - rückhaltlos verbal offenbart, und mich dann bei Gelegenheit auch so gezeigt.

Es hat dabei nur einen einzigen Fall gegeben, in dem eine neu kennengelernte Frau auf meine Erklärung zwar wörtlich "Kein Problem!" sagte, in den Wochen danach aber die sich erst anbahnende Beziehung wieder einschlafen ließ, ohne eine konkrete Begründung zu nennen. Mag sein, dass meine Offenheit der Grund war - es muss aber nicht so gewesen sein.

Ich habe zu dieser Zeit - nach einer fünfjährigen Ehe-Hölle mit einer krankhaft eifersüchtigen, gewalttätigen Frau - ziemlich verzweifelt nach einer Partnerin gesucht. Und ich machte dabei zu meiner Verblüffung zweierlei Erfahrungen:

1) Meine diesbezügliche Offenheit war - bis auf die eine, oben erwähnte, mögliche Ausnahme - nie ein Problem! Diejenigen Frauen, die überhaupt bereit waren, sich näher auf mich einzulassen, nahmen daran keinerlei Anstoß. Im Gegenteil: das machte sie sogar eher noch neugierig auf mich.

2) Seit ich mich so offen als der Mensch zeigte, der ich nun mal bin, hatte ich erstmals (!) Chancen bei dem Typ Frauen, für die ich schon immer am meisten geschwärmt hatte, bei denen ich aber bis zu diesem Zeitpunkt immer "abgeblitzt" war. Diese Frauen lernte ich nun auch erstmals spontan kennen, sie liefen mir einfach "über den Weg", ich musste dazu nicht mehr - wie in den Jahrzehnten zuvor - verkrampft Zeitungsannoncen bemühen. Und ich hatte mit ihnen dann auch erstmals wenigstens zeitweise wirklich harmonische, funktionierende und befriedigende Beziehungen. Meine Offenheit als transsexueller Mensch war nicht nur problemlos; sie war Voraussetzung dafür, überhaupt eine zu mir passende Partnerin zu finden!

Das ging dann 10 Jahre lang so, in denen ich drei kurzfristige (bis zu einem halben Jahr), aber intensive Beziehungen hatte, und eine langfristige Fernbeziehung quer durch Deutschland, die sich auf Wochenenden und Urlaube beschränkte. Keine von denen endete wegen meiner Transsexualität, es ging da jedes mal um andere Dinge. Und dann lief mir endlich meine liebe Ehefrau "über den Weg", mit der ich jetzt schon seit 20 Jahren glücklich liiert und alt geworden bin. Sie hat mich seitdem auch auf meinem transsexuellen Weg immer treu begleitet und aktiv unterstützt.

Mein Fazit dürfte damit klar sein.
Herzliche Grüße
Wally
Süßwasserperle
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Re: denkt Ihr manchmal auch:"Was mache ich eigentlich da...?

Post 35 im Thema

Beitrag von Süßwasserperle »

Liebe Gabo,

auch ich hatte große Angst davor, mich bei meinem Beziehungspartnerinnen mit meinem Crossdressing zu offenbaren. Tatsächlich war es bei meinem Partnerinnen nie ein Problem gewesen, sie sahen sogar weniger Probleme damit, als ich selber. Ich möchte dir damit Mut machen, mit ihr zu sprechen.

Ich kenne leider auch Fälle, wo das CD/TG Thema über viele Jahre versteckt wurde und dies von den Partnerinnen als Vertrauensbruch gewertet wurde. Das ist eine Situation, die ich dir nicht empfehle.

Ich wünsche dir viel Erfolg bei deiner Beziehungssuche.

Liebe Grüße
Süßwasserperle
Daniela04
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Re: denkt Ihr manchmal auch:"Was mache ich eigentlich da...?

Post 36 im Thema

Beitrag von Daniela04 »

Liebe Gabo
gabo hat geschrieben: Mi 11. Mär 2026, 10:01 Was soll ich machen.????
- Die Sache abbrechen?
o Dass sie sich nach einem normalen Mann umschauen kann.
o um ihr nicht weh zu tun.
o
- Mich als Crossdresser Outen?
o Ja/ Nein
o Wenn JA wie?
Ich weiss nicht ob eine von unsere Schwestern Dir eine Empfehlung abgeben können, jede kämpft mit ihrer Lage rum, das siehst Du an den Texten in diesem Thread z.B. von Vicky und Alicia.

Ich kann nur für mich sprechen:
Ich bin auch seit 2 1/2 Jahren alleine und habe kein Coming Out, das kann ich (und will ich) nicht, ich würde zu vielen vor dem Kopf stossen. Ich habe über 45 Jahren in Partnerschaften (2 Ehen) gelebt um mich sehr angepasst. Ich habe mir geschworen, mich nicht auf eine Partnerschaft einzulassen, bei der ich mich wieder anpasse (das ist eine Charaktereigenschaft, die ich habe: Ich nehme Rücksicht).
Etwas anderes habe ich mich geschworen, und das leitet sich auf dem vorhergehenden Satz auch ab: Wenn ich eine Freundschaft wieder aufbaue (mit einer Frau), dann ist Daniela ein Teil dieser Freundschaft.

Nun zurück zu Dir: Ich habe Fragen an Dich, die Du beantworten solltest, dann findest Du vielleicht die Antworten auf Deinen Fragen (@alle Schwestern: einfach Fragen ergänzen):
  • Warum treibst Du Crossdressing? (Spass am Tragen von weiblichen Kleidern? Weil Du Dich ausgewogener fühlst? Aus sexueller Fantasie? .....)
    Bist Du Deinen weiblichen Anteilen in Deinem Charakter nachgegangen? (Ich habe spezielle Fragebogen im Netz ausgefüllt um herauszufinden, wo ich stehe (Androgyn)
Wie gesagt, Du musst die Antworten auf Deine Fragen selber finden und ich weiss es, es ist nicht einfach.

In der Hoffnung, Dir etwas "geholfen" zu haben.

Lieber Gruss
Daniela
Ich will einfach der sein, der ich wirklich bin: ein Mann, der seine mittlerweile erkannte sehr bedeutende Weiblichkeit vertieft kennenlernen möchte.
Michi
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Re: denkt Ihr manchmal auch:"Was mache ich eigentlich da...?

Post 37 im Thema

Beitrag von Michi »

gabo hat geschrieben: Mi 11. Mär 2026, 10:01 Seit einigen Tagen chatte ich mit einer tollen Frau. Mit der ich es mir wünsche, eine Beziehung einzugehen (bin seit über 4 Jahren solo).
[...]
Was soll ich machen.????
[...]
Freue mich sehr über Antworten.
Hallo Gabo,

weil dir schon einiges dazu geschrieben wurde, verweise ich direkt mal auf meine persönlichen Erfahrungen:

Ich hatte ein Date ...

Was ich da geschrieben habe, ist wahrscheinlich vergnüglicher zu lesen als das, was/wie ich in meinem aktuellen Zustand schreibe .. wie das am Anfang dieses Threads, wofür du mir ein Danke gegeben hast.

Liebe Grüße (has-o)
Michi

PS: Auch wenn es mir aktuell schlecht geht, würde ich mich trotzdem freuen, wenn du irgendwas zu mir/meinen Erfahrungen zu sagen hast.
Wenn dir jemand auf den Fuß tritt, schreist du "Aua" und erwartest eine Entschuldigung.
Mir treten andere dauernd auf die Füße und erwarten, dass ich mich dafür entschuldige, dass es mir weh tut.
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Re: denkt Ihr manchmal auch:"Was mache ich eigentlich da...?

Post 38 im Thema

Beitrag von Michi »

Susi T hat geschrieben: Di 10. Mär 2026, 17:18 Vor allem bei Stress ist es wichtig das mein Schatz dringend zum Ausgleich en femme raus muss um positive Energie zu tanken.
[...]
Bei uns zeigt sich das halt dann, das auf alles Aufwändige gerne verzichtet wird, aufs Schminken(oder halt reduziert), vielleicht die Klamotten einfacher gewählt und evtl. der Ort angepasst wird wo wir hingehen.
Hallo Susi,

mir geht es so, wie wohl vielen andere auch, dass es eines gewissen Aufwands bedarf, damit ich mich in meiner Haut wohl fühlen kann, wenn ich explizit weiblich unter fremde Leute gehen will, um damit positive Energie tanken zu können. Der Aufwand besteht sowohl in langfristigen Vorbereitungen, als auch kurzfristigen. Langfristig muss ich mich regelmäßig komplett entfellen (1-2 Stunden spätestens alle 2 Wochen). Den Bart epilieren (2-3 Stunden pro Großaktion), was zeitlich einigermaßen zum geplanten Ausflugstermin passen muss, damit der Bartschatten erträglich bleibt und nicht so viel Makeup benötigt wird. Dazu kommen einige weitere Stunden für die manuelle Nacharbeit mit der Pinzette an den Tagen nach danach bis zum Ausflugstag. Am Ausflugstag dann noch mal 1-2 Stunden für Klamottenauswahl und Makeup, je nach dem wie gut es mir mental geht. Die Autofahrten von ca. 1 Stunde hin und 1 zurück kann ich auch nicht wegoptimieren. Und wenn ich irgendwann nachts zwischen 12 und 1 zurück bin, noch bissel Zeit um von der Autofahrt runter zu kommen und mich "abzudekorieren". Also bin ich dann nicht vor 2 bis 3 im Bett.

Wenn man dann in der Situation ist, dass man dringend wieder mal positive Energie bräuchte, weil man anderweitig überlastet ist, wird das zu einem richtig großen Problem, weil Zeit und Energie fehlen. Die Klamotten "einfacher" (also wie Alltag) zu wählen, ist aber ebensowenig eine Option, wie ich mir den Ort nicht aussuchen kann, wenn ich zu den Gruppentreffen (2 Freitage im Monat) fahren will. Und das sind eigentlich die einzigen Zeiten, die momentan für mich einigermaßen planbar sind. Und die sind in letzter Zeit auch noch öfter aus anderen Gründen (Arbeit, Wetter) ausgefallen, als wegen meines aktuellen Zustands.

Das nur, um dir mal ein Bild zu vermitteln, wie leicht es sich schreibt, und wie "leicht" es ist, das praktisch umzusetzen.

Liebe Grüße (has-o)
Michi
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Susi T
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Re: denkt Ihr manchmal auch:"Was mache ich eigentlich da...?

Post 39 im Thema

Beitrag von Susi T »

Ist schon klar Michi,
Und trotzdem gibt es manchmal nicht nur schwarz oder weiß.
Irgend einen Grund muss es geben warum mein Schatz manchmal auch ohne dem ganzen beim bam borium z.b nur mit Sillis unterwegs ist, das dauert nur 1 Minute zum anziehen.
Klar ist das nicht das gleiche wie ein weiblich gutes Passung zu haben. Genauso sind wir Alle unterschiedlich und was manchen manchmal reicht, oder zumindest für den Augenblick etwas bringt, hilft Anderen vielleicht überhaupt nix.
Ich selber stehe eh mehr staunend am Seitenrand und Versuche das beste für uns raus zu ziehen. Ich war halt nie so CD und hab meinen Weg so bestritten wie es für mich sich richtig angefühlt hat.
Geht's nicht gibt's nicht, nur ist es immer eine Frage des Preises und da zahlt ich auch nicht jeden. Kenne aber auch Menschen, die da extrem Konsequent waren und das mit entsprechenden Ergebnis. Und umgekehrt geht halt auch scheinbar.
Liebe Grüße, Susi (flo)
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Re: denkt Ihr manchmal auch:"Was mache ich eigentlich da...?

Post 40 im Thema

Beitrag von Michi »

Vicky_Rose hat geschrieben: Mi 11. Mär 2026, 06:45 Was bin ich also ? "Nicht-Mann" also eine Frau ? Aber ich kann auch nicht eine Frau sein, weil mir dafür zuviel fehlt, anatomisch, aber vor allem auch in der Sozialisation. Bin ich wegen "Nicht-Frau" also Mann ? Sind meine weiblichen GEfühle also nicht echt ? Ist das eine Chimäre ? Aber männliche Gefühle kann ich in der tradierten Form auch nicht spüren. Bin ich damit ein "Nicht-Mensch" ? Das ist natürlich Blödsinn.
Hallo Vicky,

ich sehe das Problem darin, dass du dir selbst Regeln machst bzw. diese vom Außen übernimmst, und auf Grund derer du eine mögliche Selbstwahrnehmung als Frau ausschließt.

Vicky_Rose hat geschrieben: Mi 11. Mär 2026, 06:45 Der Fehler liegt in der Zweiteilung des Geschlechts im "Entweder-oder". Wir wissen das auch, aber trotzdem fallen wir immer wieder darauf herein.
Der Fehler liegt meiner Meinung nach vielmehr darin, eine noch striktere, kategorische Trennung und einen großräumigen Abstand der Geschlechter zu denken, was zur Zeit auch wieder verstärkt aus dem Außen kommt, durch Propagieren eines Rollbacks und tradierter Rollenbilder in unsere Köpfe gedrückt wird, und damit unser Denken entsprechend negativ beeinfusst.

Vicky_Rose hat geschrieben: Mi 11. Mär 2026, 06:45 Und dann stellen sich Fragen nach der Sinnhaftigkeit des eigenen Tuns. Ist es nicht so, dass in meinem Leben mein Tun die Hauptrolle spielen sollte ? Aber nein, die verinnerlichten Werte ssagen mir, dass es nicht in Ordnung ist, wie ich bin und es kostet eine Menge Mühe, dies hinter mir zu lassen. Und es macht Angst, viel Angst, nicht so zu sein, wie man es von mir erwartet, weil Ausgrenzung einer der härtesten Strafen für "Fehlverhalten" ist. DIese Angst zu überwinden, kostet mich meine Lebenszeit, denn ich habe mein bisheriges Leben dafür gebraucht und bin noch immer nicht endgültig damit fertig.
All diese Fragen zeigen, dass man das Leben nur für die anderen lebt. Für uns bleibt nur sehr sehr wenig Lebenszeit übrig .. ganz am Ende unserer Zeit, wenn sich niemand mehr für uns interessiert. Und dann haben wir wegen fehlender Zukunftsperspektive auch nichts mehr davon, da wir physisch und psychisch bereits in der Auflösung sind.

Vicky_Rose hat geschrieben: Mi 11. Mär 2026, 06:45 Ist diese Lebenszeit gut investiert oder muss ich mich fragen, was ich hier eigentlich mache ?
Bestenfalls ist es mir grad völlig egal, denn sonst entsteht nur Selbsthass und das Gefühl, wertlos zu sein, und für alle anderen nur Ballast.

Vicky_Rose hat geschrieben: Mi 11. Mär 2026, 06:45 Oder ist es vielleicht anders herum ? Dass ich durch mein Tun, ein sinnvolles Leben generiere ? Wenn ich auf die Ausgangsfrage mit der Antwort um die Ecke komme: Ich lebe mein Leben...
Was ist denn dieses "sinnvolle Leben"? Weil wir nicht so sind, wie es erwartet wird, kommen wir doch ständig nur anderen in die Quere! Wäre ich normal, würde das sicherlich deutlich seltener passieren.


Sorry für meine harten Worte.
Michi
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Re: denkt Ihr manchmal auch:"Was mache ich eigentlich da...?

Post 41 im Thema

Beitrag von Fen »

gabo hat geschrieben: Mi 11. Mär 2026, 10:01
Seit einigen Tagen chatte ich mit einer tollen Frau. Mit der ich es mir wünsche, eine Beziehung einzugehen (bin seit über 4 Jahren solo). Und hier ist auch gleich mein Problem.
MEIN CROSDRESSING


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o Wenn JA wie?
Habe ihr schon geschrieben. Dass ich eine Modemuffel bin (was im Männermodus auch stimmt). Und deshalb noch nie eine Kreuzfahrt gemacht habe.
Vielleicht habt ihr Tipps wie ich mich verhalten soll. Oder noch besser: Jemand hat eine ähnliche Erfahrung.
Ihr seht mir dreht der Kopf

Freue mich sehr über Antworten.
Liebe Gabo,

Ich selber habe einige meiner Partner online kennen gelernt und zwar auch beim Chatten. Mein Schatz ist Crossdresser und ich wusste aufgrund des Profils von Anfang an Bescheid.

Ich weiß nicht, ob ihr euch real schon kennt.

Mein Grundsatz beim chatten war schon immer: wenn gegenseitiges Interesse besteht, möglichst schnell real treffen, Bevor sich ernsthafte Gefühle entwickeln. Denn wie leicht kann man reinfallen, und macht sich falsche Vorstellungen. Und dann tut es nachher nur umso mehr weh, enttäuscht zu werden.

Beim ersten Treffen an einem neutralen Ort, würde ich im Männermodus auftauchen. Oder auch so wie du dich wohl fühlst. Mir scheint jedoch, dass bei dir schon tiefere Gefühle oder ausführlichere Fantasien vorhanden sind. Das macht ein ehrliches Gespräch schwieriger. Denn du hast nun schon etwas zu verlieren. Aber ich als zukünftige Partnerin würde auf jeden Fall Offenheit und Ehrlichkeit wünschen.

Liebe Grüße und viel Glück, Fen
Life is short. Break the rules. Forgive quickly. Kiss slowly. Love truly. Laugh uncontrollably. And Never regret anything that made you smile. (James Dean)
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Re: denkt Ihr manchmal auch:"Was mache ich eigentlich da...?

Post 42 im Thema

Beitrag von Lana »

Michi hat geschrieben: Mi 11. Mär 2026, 21:14 Was ist denn dieses "sinnvolle Leben"?
Vielleicht helfen dir meine Gedanken aus dem anderen Thema bei der Suche nach einer Antwort, liebe Michi:
viewtopic.php?f=16&t=32358&p=420306#p420306

LGL
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Re: denkt Ihr manchmal auch:"Was mache ich eigentlich da...?

Post 43 im Thema

Beitrag von Michi »

Susi T hat geschrieben: Mi 11. Mär 2026, 21:10 Geht's nicht gibt's nicht, nur ist es immer eine Frage des Preises und da zahlt ich auch nicht jeden. Kenne aber auch Menschen, die da extrem Konsequent waren und das mit entsprechenden Ergebnis. Und umgekehrt geht halt auch scheinbar.
Vielleicht habe ich einfach zu wenig Plus (???) und zu viel auf der Minus-Seite (Aspi, trans*, depressiv, zu viel Arbeit und zu alt um da noch neu anzufangen), dass ich meine Rechnung immer nur durch Verzicht bei mir selbst ausgleichen kann. Ich weiß es grad selber nicht.

Trotzdem danke. (has-o)
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Re: denkt Ihr manchmal auch:"Was mache ich eigentlich da...?

Post 44 im Thema

Beitrag von Michi »

Ich sag jetzt einfach mal hier an dieser Stelle danke an alle, die mich gerade so ertragen wie ich bin, und die mich deswegen nicht vollmeckern. (has-o)
Wenn dir jemand auf den Fuß tritt, schreist du "Aua" und erwartest eine Entschuldigung.
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Re: denkt Ihr manchmal auch:"Was mache ich eigentlich da...?

Post 45 im Thema

Beitrag von Caroline 08 »

Liebe Svenja,

das kenne ich nur zu gut, denn über viele Jahre habe ich meine feminine Seite versteckt, verdrängt oder mich meistens schlecht damit gefühlt und geschämt. Mittlerweile und mit zunehmenden Alter kann ich aber immer mehr akzeptieren dass ich bin wie ich bin und damit zufrieden und glücklich lebe. Ich habe auch gelernt meine feminine Seite im Alltag und Beruf zu nutzen, denn Caroline ist deutlich geduldiger, netter und kann auch mit unbequemen Situationen besser umgehen.
Ich freue mich immer wenn ich mich in Caroline „verwandeln“ kann aber gerade in stressigen Zeiten bin ich manchmal dann etwas zu bequem.

Viele Grüße
Caroline
Antworten

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