Melissas Memoiren - # 12
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Caroline 08
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Re: Melissas Memoiren
Hallo Melissa,
vielen Dank für deine Berichte, ich konnte überhaupt nicht mehr aufhören mit lesen. Besonders spannend finde ich wenn Du über die Erlebnisse in und um München berichtest, da ich hier lebe und die Veranstaltungen und Orte von denen Du schreibest sehr gut kenne.
Viele liebe Grüße
Caroline
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manchmal_melissa
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Re: Melissas Memoiren
Hey Violetta,
Bei mir hat es rund zehn Jahre gedauert, meine Geschlechtsidentität zu verstehen und zuzulassen, und dann nochmal vier Jahre, bis ich mich nach draußen gewagt habe.
Wobei ich es schon komplexer empfinde als Eitelkeit im klassischen Sinn. Ja, das Äußere ist mir wichtig und ich prüfe etliche Male kritisch mein Spiegelbild, bevor ich die Wohnung verlasse. Aber es geht ja gerade nicht darum, den Menschen da draußen zu sagen: „Schaut her, wie toll ich das gemacht habe!“ Es soll sich in der Fußgängerzone niemand nach mir umdrehen.
Es ist immer noch der alte Traum, den ich mir manchmal erfüllen kann: als Frau gelesen zu werden. Dazu braucht es Publikum, auch wenn dessen beste Reaktion eine Nicht-Reaktion ist. Auch das ist irgendwie paradox, und ich habe noch nicht komplett verstanden, warum ich dieses Bedürfnis habe und diese Bestätigung brauche. Vermutlich suche ich andauernd nach Argumenten, um mir selbst in solchen Momenten abzukaufen, dass ich eine Frau bin. Denn ich bin wahrscheinlich mit Abstand am schwersten davon zu überzeugen. Als Frau gelesen und behandelt zu werden, ständig von meinem Umfeld gespiegelt zu bekommen: „Du bist eine Frau“, macht es deutlich einfacher, es selbst zu verinnerlichen. Und die Momente, in denen das klappt, sind so schön und euphorisch, dass vielleicht das meine primäre Motivation ist: Frau nicht nur darzustellen, sondern zu sein, mit Haut und Haaren, äußerlich und innerlich, selbstverständlich und ohne Zweifel.
Sobald meine Wirkung gefühlt passt, bin ich tatsächlich auch per Definition eitel. Wenn sich dann jemand nach mir umdreht oder ich ein Kompliment bekomme, fühle ich mich geschmeichelt und freue mich. Das mag oberflächlich sein, aber das gestehe ich mir in solchen Momenten zu. Weil ich weiß, wie lang der Weg dorthin war. Um überheblich zu werden, ist die Frau in mir ohnehin viel zu unsicher.
Liebe Grüße,
Melissa
Naja, machen wir uns nix vor, dein Tempo ist schon unnachahmlich.Violetta-TransFlower hat geschrieben: Mi 18. Feb 2026, 12:22 Ähnlich wie bei mir damals, innerhalb weniger Wochen von der Stubentranse zur selbstbewußten Violetta, die sich auch zeigt.
Ertappt!Violetta-TransFlower hat geschrieben: Mi 18. Feb 2026, 12:22Da kommt die liebe Eitelkeit, die uns Allen innewohnt, zum Vorschein.manchmal_melissa hat geschrieben: Mi 18. Feb 2026, 08:32 Irgendwie paradox, denn gleichzeitig hatte ich manchmal das Bedürfnis, mich nach dem ganzen Stylingaufwand auch sichtbar draußen zu zeigen,
Es ist immer noch der alte Traum, den ich mir manchmal erfüllen kann: als Frau gelesen zu werden. Dazu braucht es Publikum, auch wenn dessen beste Reaktion eine Nicht-Reaktion ist. Auch das ist irgendwie paradox, und ich habe noch nicht komplett verstanden, warum ich dieses Bedürfnis habe und diese Bestätigung brauche. Vermutlich suche ich andauernd nach Argumenten, um mir selbst in solchen Momenten abzukaufen, dass ich eine Frau bin. Denn ich bin wahrscheinlich mit Abstand am schwersten davon zu überzeugen. Als Frau gelesen und behandelt zu werden, ständig von meinem Umfeld gespiegelt zu bekommen: „Du bist eine Frau“, macht es deutlich einfacher, es selbst zu verinnerlichen. Und die Momente, in denen das klappt, sind so schön und euphorisch, dass vielleicht das meine primäre Motivation ist: Frau nicht nur darzustellen, sondern zu sein, mit Haut und Haaren, äußerlich und innerlich, selbstverständlich und ohne Zweifel.
Sobald meine Wirkung gefühlt passt, bin ich tatsächlich auch per Definition eitel. Wenn sich dann jemand nach mir umdreht oder ich ein Kompliment bekomme, fühle ich mich geschmeichelt und freue mich. Das mag oberflächlich sein, aber das gestehe ich mir in solchen Momenten zu. Weil ich weiß, wie lang der Weg dorthin war. Um überheblich zu werden, ist die Frau in mir ohnehin viel zu unsicher.
Liebe Grüße,
Melissa
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NicoleCH
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Re: Melissas Memoiren
Was du beschreibst, klingt für mich nicht nach klassischer Eitelkeit, sondern nach einem zutiefst menschlichen Bedürfnis nach Stimmigkeit. Danach, dass das Außen endlich mit dem Innen übereinstimmt. Dass dein Spiegelbild – und die Reaktionen der Welt – dir nicht widersprechen, sondern dich leise bestätigen.
Ich finde diesen Satz besonders berührend: dass die beste Reaktion eine Nicht-Reaktion ist. Das ist gar nicht paradox, sondern eigentlich sehr klar. Du willst nicht bewundert werden – du willst selbstverständlich sein. Nicht „auffallen“, sondern einfach passen. Und das ist etwas ganz anderes als „Schaut her!“.
Dass du Publikum brauchst, um als Frau gelesen zu werden, ist auch kein Makel. Wir alle spiegeln uns im Blick der anderen. Identität entsteht nicht im luftleeren Raum. Wenn dein Umfeld dir signalisiert „Du bist eine Frau“, dann wird es für dich leichter, es nicht nur zu hoffen, sondern zu wissen. Das ist keine Schwäche – das ist ein Prozess des Ankommens.
Und dass dich Komplimente freuen? Natürlich tun sie das. Gerade wenn der Weg dorthin lang war. Das ist kein oberflächliches Glänzen, sondern eher ein stilles Aufatmen: Ich werde gesehen. So, wie ich gemeint bin.
Was ich aus deinem Text vor allem lese, ist keine Überheblichkeit, sondern große Sensibilität. Eine Frau, die sich ihren Platz nicht selbstverständlich nimmt, sondern ihn sich vorsichtig, Schritt für Schritt, erarbeitet. Und die sich über die schönen Momente freut, weil sie weiß, was sie gekostet haben.
Vielleicht ist deine „Eitelkeit“ am Ende einfach Selbstfürsorge. Der Wunsch, dich so zu zeigen, dass du dich selbst aushalten – ja, sogar mögen – kannst.
Und ganz ehrlich? Das klingt sehr echt. Und sehr weiblich.
Ich finde diesen Satz besonders berührend: dass die beste Reaktion eine Nicht-Reaktion ist. Das ist gar nicht paradox, sondern eigentlich sehr klar. Du willst nicht bewundert werden – du willst selbstverständlich sein. Nicht „auffallen“, sondern einfach passen. Und das ist etwas ganz anderes als „Schaut her!“.
Dass du Publikum brauchst, um als Frau gelesen zu werden, ist auch kein Makel. Wir alle spiegeln uns im Blick der anderen. Identität entsteht nicht im luftleeren Raum. Wenn dein Umfeld dir signalisiert „Du bist eine Frau“, dann wird es für dich leichter, es nicht nur zu hoffen, sondern zu wissen. Das ist keine Schwäche – das ist ein Prozess des Ankommens.
Und dass dich Komplimente freuen? Natürlich tun sie das. Gerade wenn der Weg dorthin lang war. Das ist kein oberflächliches Glänzen, sondern eher ein stilles Aufatmen: Ich werde gesehen. So, wie ich gemeint bin.
Was ich aus deinem Text vor allem lese, ist keine Überheblichkeit, sondern große Sensibilität. Eine Frau, die sich ihren Platz nicht selbstverständlich nimmt, sondern ihn sich vorsichtig, Schritt für Schritt, erarbeitet. Und die sich über die schönen Momente freut, weil sie weiß, was sie gekostet haben.
Vielleicht ist deine „Eitelkeit“ am Ende einfach Selbstfürsorge. Der Wunsch, dich so zu zeigen, dass du dich selbst aushalten – ja, sogar mögen – kannst.
Und ganz ehrlich? Das klingt sehr echt. Und sehr weiblich.
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manchmal_melissa
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Re: Melissas Memoiren
CSD in Ebersberg
Durch unseren langen Sommerurlaub im Juni hatte ich zum ersten Mal, seit dieser Termin für mich wichtig geworden war, den CSD in München verpasst. Wir hatten im Freundeskreis überlegt, vielleicht zu einem kleineren CSD in Bayern zu fahren, aber das hatte sich leider nicht ergeben.
Bei der Recherche dazu fand ich allerdings heraus, dass es auch in Ebersberg, unserer Kreisstadt, einen CSD gibt. Er war sogar noch relativ neu und sollte erst zum zweiten Mal stattfinden. Also ergriff ich die Initiative und versuchte, ein paar meiner Freundinnen für diese Idee zu gewinnen. Am Anfang sah es gut aus, doch je näher das Event rückte, desto mehr Leute sagten aus unterschiedlichen Gründen ab, teilweise noch am gleichen Tag.
Die einzige Person, mit der ich noch verabredet blieb, war Kira, eine cis Frau in meinem Alter. Ich hatte sie erst eine Woche zuvor in einem ganz anderen Kontext kennengelernt, fand sie sympathisch und wusste, dass sie lesbisch war. Aber sie kannte Melissa noch nicht und war maximal eine flüchtige Bekanntschaft. Kurz überlegte ich, nicht nach Ebersberg zu fahren. Es war auch sehr heiß, ein weiteres Argument, Melissa im Schrank zu lassen. Aber ich wollte unbedingt diesen CSD unterstützen und mir die Freude am Frau-Sein nicht dadurch nehmen lassen, dass mich nur eine mir relativ unbekannte Person begleitete. Also beschloss ich, es durchzuziehen. Meine Frau, über die ich Kira kennengelernt hatte, warnte sie in geübter Manier per Chatnachricht vor, dass ich etwas anders aussehen würde als gewohnt. Und ich setzte mich ins Auto und fuhr, bewaffnet mit einer kleinen Progress Pride Flagge und meinem neuen Fächer für heiße Tage, allein nach Ebersberg.
An Polster jeder Art war bei dem Wetter nicht zu denken, also trug ich ein weißes T-Shirt und meinen weinroten Faltenrock, um wenigstens ein bisschen Taille zu erzeugen. Außerdem hatte ich aus dem letzten CSD gelernt und führte zum ersten Mal meine neuen, flachen Sandalen in roségold aus. Mit passendem Nagellack und neuem Schmuck fühlte ich mich angemessen herausgeputzt und unheimlich wohl in meiner Haut. Meine Füße fand ich in den neuen Sandalen sogar selbst ziemlich süß. Das war ein Gefühl, das ich mir nur selten zugestand, das mich aber umso glücklicher machte. Und die fehlenden Polster machten mich zwar zunächst etwas unsicher, ermöglichten mir aber erst das Freiheitsgefühl im sanft fallenden Rock. Ich hatte an heißen Sommertagen schon so oft andere Frauen bewundert und beneidet, mit ihrer glatten Haut, ihren hübschen Nägeln und luftigen Outfits. An diesem Tag fühlte ich mich wie eine von ihnen.
Am Bahnhof wartete ich auf Kira, die mit der Bahn kam. Allein auf dem leeren Vorplatz fühlte ich mich kurz unangenehm, aber das erledigte sich schnell, denn ich sah lauter bunte Menschen Richtung Zentrum laufen. Als Kira pünktlich aus dem Bahnhof kam, ging ich auf sie zu. Sie erkannte mich erst nicht und schaute noch kurz suchend umher. Doch dann wurde ihr klar, dass ich genau auf sie zusteuerte. Sie machte einen zaghaften Schritt auf mich zu, dann erkannte sie mich und begrüßte mich unbeeindruckt mit: „Hi, tolles Outfit!“ Wir kannten uns beide nicht gut aus, also liefen wir einfach den anderen Menschen hinterher und standen schnell vor einer kleinen Bühne, wo es bereits ein Vorprogramm gab. Zur Abkühlung kauften wir uns ein Eis in einem nahegelegenen Café, wo die Verkäuferinnen sich kurz uneinig waren, wer von ihnen „die beiden Damen“ bedienen sollte. Wir hatten noch nicht fertig gegessen, da formierte sich schon der Demozug.
Über den CSD im Allgemeinen und den Abend danach habe ich bereits hier berichtet: viewtopic.php?p=407837#p407837
Ein schönes Detail, das mir noch einfällt, war das Altenheim, an der unser Demozug vorbeiführte. Aus manchen Fenstern winkten uns Senior:innen zu, zeigten mit ihren Daumen nach oben, applaudierten. Das machte mich glücklich und traurig zugleich. Glücklich, weil sich die Demo mit der Unterstützung von so viel Lebenserfahrung noch richtiger anfühlte. Und traurig, weil ich das bedrückende Gefühl hatte, dass einige dieser Leute in der heutigen Zeit vielleicht ein leichteres Leben gehabt hätten. Ich konnte mir nicht vorstellen, dass sich hinter diesen jubelnden Alten ausschließlich „Straight Allies“ verbargen.
Gegen Ende der Demo fragte mich Kira dann, ob ich öfter als Frau unterwegs war. Ich glaube, sie hatte sich die ganze Zeit nicht getraut, mich das zu fragen. Ich gab ihr eine kurze Zusammenfassung, und sie verstand schnell. Auch sie gehörte vermutlich zu den Menschen, für die das alles nichts Neues war. Sie hätte es maximal mir persönlich nicht zugetraut, eine so ausgeprägte weibliche Seite zu haben. Nach der Demo gab es noch Musik und ein paar Infostände. Bei einem Kaltgetränk lernten wir uns noch ein wenig besser kennen, dann setzte sich sie in Grafing am Bahnhof ab und fuhr nach Hause.
Weil ich noch nicht genug hatte, blieb ich en femme und schlug meiner Frau vor, noch etwas essen zu gehen. Ich besserte mein Make-up aus, das von meiner Nase auf meine Sonnenbrille gewandert war, und spazierte zum Italiener. Selbst als wir wieder nach Hause kamen, war ich noch richtig euphorisch. Ich hatte mich den ganzen Tag über einfach nur wohl gefühlt. Ich war mutig gewesen, hatte trotz der Hitze Spaß gehabt und mich so feminin gefühlt wie vielleicht noch nie zuvor. So ging ein traumhafter Tag zu Ende und ich stellte glücklich fest, dass das Veranstaltungsjahr nun um einen Termin reicher geworden war.
Durch unseren langen Sommerurlaub im Juni hatte ich zum ersten Mal, seit dieser Termin für mich wichtig geworden war, den CSD in München verpasst. Wir hatten im Freundeskreis überlegt, vielleicht zu einem kleineren CSD in Bayern zu fahren, aber das hatte sich leider nicht ergeben.
Bei der Recherche dazu fand ich allerdings heraus, dass es auch in Ebersberg, unserer Kreisstadt, einen CSD gibt. Er war sogar noch relativ neu und sollte erst zum zweiten Mal stattfinden. Also ergriff ich die Initiative und versuchte, ein paar meiner Freundinnen für diese Idee zu gewinnen. Am Anfang sah es gut aus, doch je näher das Event rückte, desto mehr Leute sagten aus unterschiedlichen Gründen ab, teilweise noch am gleichen Tag.
Die einzige Person, mit der ich noch verabredet blieb, war Kira, eine cis Frau in meinem Alter. Ich hatte sie erst eine Woche zuvor in einem ganz anderen Kontext kennengelernt, fand sie sympathisch und wusste, dass sie lesbisch war. Aber sie kannte Melissa noch nicht und war maximal eine flüchtige Bekanntschaft. Kurz überlegte ich, nicht nach Ebersberg zu fahren. Es war auch sehr heiß, ein weiteres Argument, Melissa im Schrank zu lassen. Aber ich wollte unbedingt diesen CSD unterstützen und mir die Freude am Frau-Sein nicht dadurch nehmen lassen, dass mich nur eine mir relativ unbekannte Person begleitete. Also beschloss ich, es durchzuziehen. Meine Frau, über die ich Kira kennengelernt hatte, warnte sie in geübter Manier per Chatnachricht vor, dass ich etwas anders aussehen würde als gewohnt. Und ich setzte mich ins Auto und fuhr, bewaffnet mit einer kleinen Progress Pride Flagge und meinem neuen Fächer für heiße Tage, allein nach Ebersberg.
An Polster jeder Art war bei dem Wetter nicht zu denken, also trug ich ein weißes T-Shirt und meinen weinroten Faltenrock, um wenigstens ein bisschen Taille zu erzeugen. Außerdem hatte ich aus dem letzten CSD gelernt und führte zum ersten Mal meine neuen, flachen Sandalen in roségold aus. Mit passendem Nagellack und neuem Schmuck fühlte ich mich angemessen herausgeputzt und unheimlich wohl in meiner Haut. Meine Füße fand ich in den neuen Sandalen sogar selbst ziemlich süß. Das war ein Gefühl, das ich mir nur selten zugestand, das mich aber umso glücklicher machte. Und die fehlenden Polster machten mich zwar zunächst etwas unsicher, ermöglichten mir aber erst das Freiheitsgefühl im sanft fallenden Rock. Ich hatte an heißen Sommertagen schon so oft andere Frauen bewundert und beneidet, mit ihrer glatten Haut, ihren hübschen Nägeln und luftigen Outfits. An diesem Tag fühlte ich mich wie eine von ihnen.
Am Bahnhof wartete ich auf Kira, die mit der Bahn kam. Allein auf dem leeren Vorplatz fühlte ich mich kurz unangenehm, aber das erledigte sich schnell, denn ich sah lauter bunte Menschen Richtung Zentrum laufen. Als Kira pünktlich aus dem Bahnhof kam, ging ich auf sie zu. Sie erkannte mich erst nicht und schaute noch kurz suchend umher. Doch dann wurde ihr klar, dass ich genau auf sie zusteuerte. Sie machte einen zaghaften Schritt auf mich zu, dann erkannte sie mich und begrüßte mich unbeeindruckt mit: „Hi, tolles Outfit!“ Wir kannten uns beide nicht gut aus, also liefen wir einfach den anderen Menschen hinterher und standen schnell vor einer kleinen Bühne, wo es bereits ein Vorprogramm gab. Zur Abkühlung kauften wir uns ein Eis in einem nahegelegenen Café, wo die Verkäuferinnen sich kurz uneinig waren, wer von ihnen „die beiden Damen“ bedienen sollte. Wir hatten noch nicht fertig gegessen, da formierte sich schon der Demozug.
Über den CSD im Allgemeinen und den Abend danach habe ich bereits hier berichtet: viewtopic.php?p=407837#p407837
Ein schönes Detail, das mir noch einfällt, war das Altenheim, an der unser Demozug vorbeiführte. Aus manchen Fenstern winkten uns Senior:innen zu, zeigten mit ihren Daumen nach oben, applaudierten. Das machte mich glücklich und traurig zugleich. Glücklich, weil sich die Demo mit der Unterstützung von so viel Lebenserfahrung noch richtiger anfühlte. Und traurig, weil ich das bedrückende Gefühl hatte, dass einige dieser Leute in der heutigen Zeit vielleicht ein leichteres Leben gehabt hätten. Ich konnte mir nicht vorstellen, dass sich hinter diesen jubelnden Alten ausschließlich „Straight Allies“ verbargen.
Gegen Ende der Demo fragte mich Kira dann, ob ich öfter als Frau unterwegs war. Ich glaube, sie hatte sich die ganze Zeit nicht getraut, mich das zu fragen. Ich gab ihr eine kurze Zusammenfassung, und sie verstand schnell. Auch sie gehörte vermutlich zu den Menschen, für die das alles nichts Neues war. Sie hätte es maximal mir persönlich nicht zugetraut, eine so ausgeprägte weibliche Seite zu haben. Nach der Demo gab es noch Musik und ein paar Infostände. Bei einem Kaltgetränk lernten wir uns noch ein wenig besser kennen, dann setzte sich sie in Grafing am Bahnhof ab und fuhr nach Hause.
Weil ich noch nicht genug hatte, blieb ich en femme und schlug meiner Frau vor, noch etwas essen zu gehen. Ich besserte mein Make-up aus, das von meiner Nase auf meine Sonnenbrille gewandert war, und spazierte zum Italiener. Selbst als wir wieder nach Hause kamen, war ich noch richtig euphorisch. Ich hatte mich den ganzen Tag über einfach nur wohl gefühlt. Ich war mutig gewesen, hatte trotz der Hitze Spaß gehabt und mich so feminin gefühlt wie vielleicht noch nie zuvor. So ging ein traumhafter Tag zu Ende und ich stellte glücklich fest, dass das Veranstaltungsjahr nun um einen Termin reicher geworden war.
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NicoleCH
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Re: Melissas Memoiren
Danke, dass du das so offen und liebevoll geteilt hast. Beim Lesen hatte ich wirklich das Gefühl, ein kleines Stück dieses Sommertages miterleben zu dürfen.
Das klingt nach einem wirklich besonderen und sehr berührenden Tag. Ich finde es schön, wie du dich trotz aller kleinen Unsicherheiten und der vielen Absagen nicht hast entmutigen lassen. Gerade dieses „Ich ziehe es trotzdem durch“ zeigt so viel Mut und Selbstvertrauen. 
Am schönsten finde ich, wie zufrieden und euphorisch du am Ende des Tages warst – das liest man wirklich zwischen deinen Zeilen. Diese Leichtigkeit und Freude spürt man richtig beim Lesen.
Und seien wir ehrlich: Ich kenne dich nur aus en femme Bilder, aber auf diesem Foto (wie auch auf den anderen) ist wirklich kein Funken Männlichkeit zu erkennen. Da wäre ich wahrscheinlich genauso kurz sprachlos gewesen wie die Eisverkäuferin. Oder wäre an dir Vorbeigelaufen, wie Kira zuerst
Du wirkst einfach ganz natürlich und stimmig – genau so, wie jemand aussieht, die sich wirklich wohlfühlt.
Dieses Gefühl, einfach ganz bei sich zu sein und den Tag mutig gelebt zu haben, ist etwas unglaublich Wertvolles. Und dass du danach noch mit deiner Frau essen gegangen bist und der Tag so harmonisch ausgeklungen ist, macht die ganze Geschichte irgendwie besonders rund und warm.
Am schönsten finde ich, wie zufrieden und euphorisch du am Ende des Tages warst – das liest man wirklich zwischen deinen Zeilen. Diese Leichtigkeit und Freude spürt man richtig beim Lesen.
Und seien wir ehrlich: Ich kenne dich nur aus en femme Bilder, aber auf diesem Foto (wie auch auf den anderen) ist wirklich kein Funken Männlichkeit zu erkennen. Da wäre ich wahrscheinlich genauso kurz sprachlos gewesen wie die Eisverkäuferin. Oder wäre an dir Vorbeigelaufen, wie Kira zuerst
Dieses Gefühl, einfach ganz bei sich zu sein und den Tag mutig gelebt zu haben, ist etwas unglaublich Wertvolles. Und dass du danach noch mit deiner Frau essen gegangen bist und der Tag so harmonisch ausgeklungen ist, macht die ganze Geschichte irgendwie besonders rund und warm.
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Re: Melissas Memoiren
Liebe Melissa,
Lebe es, sei Du.
Ich habe das schon oft gesagt, Alle bekommen gerne Komplimente, das erhöht das eigene Selbstbewusstsein ungemein.
Daß das auch bei Dir so ist, ist bei Deinem langen Weg auch absolut normal, wie ich finde.
Ich habe das auch in der Vergangenheit ab und zu erlebt.
Wenn das häufiger vorkam, habe ich mich von diesen Menschen getrennt.

Sehr schön, alles richtig gemacht, sage ich mal.
Zeigst Du mir den Fächer mal, ich brauche sowas auch für den kommenden Sommer.
Da sagten mir auch sehr viele Freunde oder Bekannte, die sich mir gegenüber etwas mehr öffneten, das sie mir das niemals zugetraut hätten.
Und etliche sagten auch, das ich oft übertrieben männlich gewirkt habe.
Ich wollte da wohl etwas überspielen, was in mir schlummerte seit ich denken kann.
In Verbindung mit meiner Metal Leidenschaft, war das für die Meisten überhaupt nicht nachvollziehbar.
Auch aus diesen Gründen gebe ich heute "Vollgas ".
Welches Puder schafft es, daß zu verhindern ?
Ich habe noch keines gefunden, dabei habe ich schon sehr viele Produkte ausprobiert.
Das ist eine Frage an Alle hier.
Du hast eine tolle Art zu schreiben
zu formulieren und zu erzählen.
Bei Deinem letzten Bericht von heute, saß ich jetzt die ganze Zeit lächelnd und auch grinsend vor meinem Handy und freue mich einfach mit Dir.

Bis später
Deine Violetta

Das hast Du wunderschön geschrieben.manchmal_melissa hat geschrieben: So 22. Feb 2026, 11:06 Vermutlich suche ich andauernd nach Argumenten, um mir selbst in solchen Momenten abzukaufen, dass ich eine Frau bin. Denn ich bin wahrscheinlich mit Abstand am schwersten davon zu überzeugen. Als Frau gelesen und behandelt zu werden, ständig von meinem Umfeld gespiegelt zu bekommen: „Du bist eine Frau“, macht es deutlich einfacher, es selbst zu verinnerlichen. Und die Momente, in denen das klappt, sind so schön und euphorisch, dass vielleicht das meine primäre Motivation ist: Frau nicht nur darzustellen, sondern zu sein, mit Haut und Haaren, äußerlich und innerlich, selbstverständlich und ohne Zweifel.
Lebe es, sei Du.
Natürlich ist das so und das ist nichts, wofür Du Dich oberflächlich halten musst.manchmal_melissa hat geschrieben: So 22. Feb 2026, 11:06 Sobald meine Wirkung gefühlt passt, bin ich tatsächlich auch per Definition eitel. Wenn sich dann jemand nach mir umdreht oder ich ein Kompliment bekomme, fühle ich mich geschmeichelt und freue mich. Das mag oberflächlich sein, aber das gestehe ich mir in solchen Momenten zu. Weil ich weiß, wie lang der Weg dorthin war.
Ich habe das schon oft gesagt, Alle bekommen gerne Komplimente, das erhöht das eigene Selbstbewusstsein ungemein.
Daß das auch bei Dir so ist, ist bei Deinem langen Weg auch absolut normal, wie ich finde.
Das finde ich immer sehr enttäuschend, wenn Menschen aus eventuell auch nichtigen Gründen, Verabredungen oder andere Termine absagen.manchmal_melissa hat geschrieben: Sa 14. Mär 2026, 08:44 Am Anfang sah es gut aus, doch je näher das Event rückte, desto mehr Leute sagten aus unterschiedlichen Gründen ab, teilweise noch am gleichen Tag.
Ich habe das auch in der Vergangenheit ab und zu erlebt.
Wenn das häufiger vorkam, habe ich mich von diesen Menschen getrennt.
Hihi, da musste ich lachen. Vorwarnung per geübter...manchmal_melissa hat geschrieben: Sa 14. Mär 2026, 08:44 Meine Frau, über die ich Kira kennengelernt hatte, warnte sie in geübter Manier per Chatnachricht vor, dass ich etwas anders aussehen würde als gewohnt. Und ich setzte mich ins Auto und fuhr, bewaffnet mit einer kleinen Progress Pride Flagge und meinem neuen Fächer für heiße Tage, allein nach Ebersberg.
Sehr schön, alles richtig gemacht, sage ich mal.
Zeigst Du mir den Fächer mal, ich brauche sowas auch für den kommenden Sommer.
Ähnlich wieder, wie bei mir im letzten Jahr der ganzen Offenbarungen.manchmal_melissa hat geschrieben: Sa 14. Mär 2026, 08:44 Sie hätte es maximal mir persönlich nicht zugetraut, eine so ausgeprägte weibliche Seite zu haben.
Da sagten mir auch sehr viele Freunde oder Bekannte, die sich mir gegenüber etwas mehr öffneten, das sie mir das niemals zugetraut hätten.
Und etliche sagten auch, das ich oft übertrieben männlich gewirkt habe.
Ich wollte da wohl etwas überspielen, was in mir schlummerte seit ich denken kann.
In Verbindung mit meiner Metal Leidenschaft, war das für die Meisten überhaupt nicht nachvollziehbar.
Auch aus diesen Gründen gebe ich heute "Vollgas ".
Passiert mir auch immer.manchmal_melissa hat geschrieben: Sa 14. Mär 2026, 08:44 Ich besserte mein Make-up aus, das von meiner Nase auf meine Sonnenbrille gewandert war,
Welches Puder schafft es, daß zu verhindern ?
Ich habe noch keines gefunden, dabei habe ich schon sehr viele Produkte ausprobiert.
Das ist eine Frage an Alle hier.
manchmal_melissa hat geschrieben: Sa 14. Mär 2026, 08:44 Selbst als wir wieder nach Hause kamen, war ich noch richtig euphorisch. Ich hatte mich den ganzen Tag über einfach nur wohl gefühlt. Ich war mutig gewesen, hatte trotz der Hitze Spaß gehabt und mich so feminin gefühlt wie vielleicht noch nie zuvor. So ging ein traumhafter Tag zu Ende und ich stellte glücklich fest, dass das Veranstaltungsjahr nun um einen Termin reicher geworden war.
Weißt Du, ich lese immer gerne, auch bei Dir in Deinen Erinnerungen.
Du hast eine tolle Art zu schreiben
Bei Deinem letzten Bericht von heute, saß ich jetzt die ganze Zeit lächelnd und auch grinsend vor meinem Handy und freue mich einfach mit Dir.
Bis später
Deine Violetta
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Re: Melissas Memoiren
Hey Violetta,
So langsam dürfte es auch mal wärmer werden… Müssen ja nicht gleich 30 Grad sein.
Liebe Grüße,
Melissa
Gerne doch. Gibt es in verschiedenen Ausführungen: https://amzn.eu/d/0jaYDXOOVioletta-TransFlower hat geschrieben: Sa 14. Mär 2026, 11:05 Zeigst Du mir den Fächer mal, ich brauche sowas auch für den kommenden Sommer.![]()
So langsam dürfte es auch mal wärmer werden… Müssen ja nicht gleich 30 Grad sein.
Liebe Grüße,
Melissa
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Violetta-TransFlower
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Re: Melissas Memoiren
Danke liebe Melissa,manchmal_melissa hat geschrieben: So 29. Mär 2026, 17:39 Gerne doch. Gibt es in verschiedenen Ausführungen:
Der gefällt mir, so einen werde ich auch bestellen.
friert zur Zeit auch ständig
Deine Violetta
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Re: Melissas Memoiren
Vienna Calling
Nachdem ich in Hamburg bereits gute Erfahrungen gemacht hatte, war schon bald Zeit für meine nächste Reise en femme. Diese führte meine Frau und mich nach Wien. Sie musste spontan beruflich dorthin, und da sie wenig später Geburtstag hatte, machten wir einfach ein verlängertes Wochenende daraus. Meine Frau fuhr bereits ein paar Tage vor mir los, um zu arbeiten. Ich konnte relativ flexibel nachkommen und hatte natürlich sofort ein paar Optionen im Kopf, wie ich Melissa auf diese Reise mitnehmen konnte.
Während ich mir darüber Gedanken machte, fragte ich Desiree aus Wien, ob sie Lust auf ein Treffen hätte. Ich war zunächst verwundert, dass sie nicht antwortete, aber dann las ich in einem ihrer Posts, dass sie im Sommer eine Pause von ihrer weiblichen Seite machte. Also plante ich erst mal ohne Desiree. Schnell dachte ich mir, dass es blöd wäre, die gemeinsame Urlaubszeit damit zu verbringen, mich im Hotelzimmer zu schminken und fertigzumachen. Frühzeitig nachzureisen und Wien ganz allein zu erkunden, während meine Frau noch arbeitete, erschien mir ebenfalls nicht erstrebenswert. Und auch das Gepäck war ein Problem: Ich wollte für drei Nächte nicht mit dem großen Koffer anreisen. Kurz überlegte ich wieder, es der Einfachheit halber ganz sein zu lassen, aber den Kampf gegen meinen inneren Schweinehund konnte ich erneut für mich entscheiden. Ich war angefixt und irgendwann dachte ich mir: Warum nicht einfach en femme anreisen? Das würde viel Gepäck sparen, weil ich alle Schminkutensilien zu Hause lassen könnte. Und wertvolle gemeinsame Urlaubszeit verschwendete ich damit auch nicht. Ab diesem Zeitpunkt war es eigentlich entschieden. Obwohl mein Zug, den ich mittlerweile bereits gebucht hatte, schon um 7 Uhr morgens abfuhr und ich davor erst noch zum Hauptbahnhof musste, zog ich es durch.
Ich bereitete alles so gut wie möglich am Vorabend vor, denn ich musste um 5:30 schon aus dem Haus, um die S-Bahn zu erwischen. Also duschte ich schonmal, rasierte alles bis auf Brust und Gesicht (das musste beides frisch sein), zupfte meine Augenbrauen, klebte meine Nägel, stylte meine Perücke und legte mir mein Outfit zurecht. Es fühlte sich gut an, schon halb fertig schlafen zu gehen. Der Wecker klingelte um 3:30, und für den Bruchteil einer Sekunde verfluchte ich mich für diese Entscheidung. Aber mein frisch rasierter Körper und die langen Nägel erinnerten mich schnell an meine Mission. Ich war gedanklich sofort Melissa und freute mich auf den kommenden Tag. Also rasierte ich Brust und Gesicht, schminkte mich, zog mich an und setzte die Perücke auf. Beim Make-up lief leider nicht alles glatt und ich schaffte es gerade so, pünktlich zu sein. Ich schoss noch ein paar Fotos, dann machte ich mich auf den Weg. In Ballerinas, schwarzem Sommerkleid mit Polka Dots und einer kurzen Jeansjacke war es so früh noch viel zu kalt, aber in Wien sollten es mittags 29 Grad werden. Für die kurze Strecke zur S-Bahn nahm ich das in Kauf: Lieber kurz frieren als den Rest des Tages schwitzen.
Im Zug gab es dann eine Premiere, denn ich brauchte zum ersten Mal meinen DGTI-Ausweis. Ich wurde sogar gleich zweimal kontrolliert. Beim ersten Mal war der Schaffner schon am Weitergehen, als er sich plötzlich nochmal umdrehte und verdutzt (und für alle hörbar) nach meinem männlichen Namen fragte, auf den das Ticket ausgestellt war. Wortlos hielt ich ihm dann meinen Personalausweis und meinen DGTI-Ausweis hin, die ich in solchen Situationen immer schon beide in der Hand habe. „Ah, verstehe“, sagte er dann. Und zur Krönung fragte er noch etwas unnötig, ob seine Kolleg:innen mich dann mit Herr oder „schon Frau“ ansprechen sollten. „Schon Frau“, sagte ich, dann ging er weiter. Wirklich keine Glanzleistung seinerseits, aber ich unterstelle ihm mal wohlwollend, dass er es gut meinte und einfach nur maßlos überfordert war. Bei der zweiten Kontrolle hat es den neuen Schaffner nicht weiter interessiert, vermutlich war der schon vorgewarnt gewesen. Eine gute Stunde vor dem Ziel fiel mein Sitzplatz dann einer Reservierung zum Opfer (die Anzeige war natürlich kaputt) und ich zog ins Bordbistro um. Dort hatte ich ein paar kleinere Interaktionen, bekam aber keine weitere Reaktion bis auf das Lächeln einer anderen Passagierin, der ich mit einer Serviette aushelfen konnte.
In Wien war es dann schon ordentlich warm und ich kam trotz meines luftigen Outfits ganz schön ins Schwitzen. Der Weg zum Hotel führte mich durch eine Art Rotlichtviertel, aber am helllichten Tag fühlte ich mich sicher und war davon eher belustigt. Ich checkte ein, die junge Frau an der Rezeption verzog dabei keine Miene und war sehr freundlich. Dann ging ich aufs Zimmer zu meiner Frau und, weil die noch arbeiten musste, gleich wieder raus. So schnell sollte mein Ausflug noch nicht vorbei sein. Ich suchte mir einen schönen Schanigarten, trank einen Aperol, aß einen Snack und las in meinem Buch. Gerade als ich da saß, antwortete mir tatsächlich auch Desiree. Ein Treffen am gleichen Tag war für uns beide zu spontan, also verabredeten wir uns zwei Tage später. Weil mein Make-up zu diesem Zeitpunkt schon über zwölf Stunden drauf und ich beim Rasieren nicht so gründlich gewesen war, ging ich zurück ins Hotel und verwandelte mich schon vor dem Abendessen wieder zurück. Mein Melissa-Tag endete so zwar etwas früher als geplant, aber trotzdem sehr positiv. Die Anspannung während der Zugfahrt war einer gewissen Leichtigkeit gewichen. Als ich am späten Nachmittag im Sommerkleid durch Wien spazierte, fühlte ich mich unglaublich frei. Die fremde Umgebung und die Sonnenbrille gaben mir zusätzliches Selbstvertrauen und ich konnte die Zeit so richtig genießen. Obwohl ich Make-up und Haare auch schonmal besser hinbekommen hatte war ich mir sicher, dass die anderen Menschen auf der Straße mich als Frau wahrnahmen. Dieses seltene Gefühl kostete ich aus, so gut und so lange ich konnte. Fast hätte ich das Abendessen doch noch drangehängt, aber ein Blick in den Spiegel zeigte bei näherer Betrachtung schon erste Stoppeln in meinem Dekolleté. Also beendete ich meine Zeit en femme auf ihrem emotionalen Höhepunkt.
Das Treffen mit Desiree rundete diese schöne Erfahrung noch ab. Wir trafen uns am Samstagabend an der alten Donau, in einem Restaurant mit toller Terrasse über dem Wasser. Desiree und ich waren beide als Mann unterwegs. Ich hatte schließlich gar kein Make-up im Reisegepäck und Desiree war es bei knapp 30 Grad verständlicherweise zu warm. Meine Frau war am Anfang auch dabei, dann traf sie noch eine Freundin in der Innenstadt. Wir unterhielten uns erst zu dritt, dann zu zweit stundenlang über alles mögliche und hatten einen richtig schönen Sommerabend. Wenn eine von uns nochmal die Heimat der anderen besucht, werden wir das auf jeden Fall wiederholen.
Mit dem Treffen endete auch unser Kurzurlaub, denn schon am nächsten Morgen fuhr unser Zug zurück nach München. Ich hatte schöne Erinnerungen im Gepäck und war froh, dass ich mir die Reise en femme zugetraut hatte. Ich wurde immer besser darin, mich auch unter Zeitdruck zu schminken und dabei ein bisschen Ordnung in das Chaos zu bringen, das ich damit verursachte. Das machte mich zuversichtlich für zukünftige Ausflüge und Reisen, denn es reduzierte die Hemmschwelle deutlich und nahm mir die Angst vor weiteren Spontanaktionen und sonstigen verrückten Vorhaben.
Nachdem ich in Hamburg bereits gute Erfahrungen gemacht hatte, war schon bald Zeit für meine nächste Reise en femme. Diese führte meine Frau und mich nach Wien. Sie musste spontan beruflich dorthin, und da sie wenig später Geburtstag hatte, machten wir einfach ein verlängertes Wochenende daraus. Meine Frau fuhr bereits ein paar Tage vor mir los, um zu arbeiten. Ich konnte relativ flexibel nachkommen und hatte natürlich sofort ein paar Optionen im Kopf, wie ich Melissa auf diese Reise mitnehmen konnte.
Während ich mir darüber Gedanken machte, fragte ich Desiree aus Wien, ob sie Lust auf ein Treffen hätte. Ich war zunächst verwundert, dass sie nicht antwortete, aber dann las ich in einem ihrer Posts, dass sie im Sommer eine Pause von ihrer weiblichen Seite machte. Also plante ich erst mal ohne Desiree. Schnell dachte ich mir, dass es blöd wäre, die gemeinsame Urlaubszeit damit zu verbringen, mich im Hotelzimmer zu schminken und fertigzumachen. Frühzeitig nachzureisen und Wien ganz allein zu erkunden, während meine Frau noch arbeitete, erschien mir ebenfalls nicht erstrebenswert. Und auch das Gepäck war ein Problem: Ich wollte für drei Nächte nicht mit dem großen Koffer anreisen. Kurz überlegte ich wieder, es der Einfachheit halber ganz sein zu lassen, aber den Kampf gegen meinen inneren Schweinehund konnte ich erneut für mich entscheiden. Ich war angefixt und irgendwann dachte ich mir: Warum nicht einfach en femme anreisen? Das würde viel Gepäck sparen, weil ich alle Schminkutensilien zu Hause lassen könnte. Und wertvolle gemeinsame Urlaubszeit verschwendete ich damit auch nicht. Ab diesem Zeitpunkt war es eigentlich entschieden. Obwohl mein Zug, den ich mittlerweile bereits gebucht hatte, schon um 7 Uhr morgens abfuhr und ich davor erst noch zum Hauptbahnhof musste, zog ich es durch.
Ich bereitete alles so gut wie möglich am Vorabend vor, denn ich musste um 5:30 schon aus dem Haus, um die S-Bahn zu erwischen. Also duschte ich schonmal, rasierte alles bis auf Brust und Gesicht (das musste beides frisch sein), zupfte meine Augenbrauen, klebte meine Nägel, stylte meine Perücke und legte mir mein Outfit zurecht. Es fühlte sich gut an, schon halb fertig schlafen zu gehen. Der Wecker klingelte um 3:30, und für den Bruchteil einer Sekunde verfluchte ich mich für diese Entscheidung. Aber mein frisch rasierter Körper und die langen Nägel erinnerten mich schnell an meine Mission. Ich war gedanklich sofort Melissa und freute mich auf den kommenden Tag. Also rasierte ich Brust und Gesicht, schminkte mich, zog mich an und setzte die Perücke auf. Beim Make-up lief leider nicht alles glatt und ich schaffte es gerade so, pünktlich zu sein. Ich schoss noch ein paar Fotos, dann machte ich mich auf den Weg. In Ballerinas, schwarzem Sommerkleid mit Polka Dots und einer kurzen Jeansjacke war es so früh noch viel zu kalt, aber in Wien sollten es mittags 29 Grad werden. Für die kurze Strecke zur S-Bahn nahm ich das in Kauf: Lieber kurz frieren als den Rest des Tages schwitzen.
Im Zug gab es dann eine Premiere, denn ich brauchte zum ersten Mal meinen DGTI-Ausweis. Ich wurde sogar gleich zweimal kontrolliert. Beim ersten Mal war der Schaffner schon am Weitergehen, als er sich plötzlich nochmal umdrehte und verdutzt (und für alle hörbar) nach meinem männlichen Namen fragte, auf den das Ticket ausgestellt war. Wortlos hielt ich ihm dann meinen Personalausweis und meinen DGTI-Ausweis hin, die ich in solchen Situationen immer schon beide in der Hand habe. „Ah, verstehe“, sagte er dann. Und zur Krönung fragte er noch etwas unnötig, ob seine Kolleg:innen mich dann mit Herr oder „schon Frau“ ansprechen sollten. „Schon Frau“, sagte ich, dann ging er weiter. Wirklich keine Glanzleistung seinerseits, aber ich unterstelle ihm mal wohlwollend, dass er es gut meinte und einfach nur maßlos überfordert war. Bei der zweiten Kontrolle hat es den neuen Schaffner nicht weiter interessiert, vermutlich war der schon vorgewarnt gewesen. Eine gute Stunde vor dem Ziel fiel mein Sitzplatz dann einer Reservierung zum Opfer (die Anzeige war natürlich kaputt) und ich zog ins Bordbistro um. Dort hatte ich ein paar kleinere Interaktionen, bekam aber keine weitere Reaktion bis auf das Lächeln einer anderen Passagierin, der ich mit einer Serviette aushelfen konnte.
In Wien war es dann schon ordentlich warm und ich kam trotz meines luftigen Outfits ganz schön ins Schwitzen. Der Weg zum Hotel führte mich durch eine Art Rotlichtviertel, aber am helllichten Tag fühlte ich mich sicher und war davon eher belustigt. Ich checkte ein, die junge Frau an der Rezeption verzog dabei keine Miene und war sehr freundlich. Dann ging ich aufs Zimmer zu meiner Frau und, weil die noch arbeiten musste, gleich wieder raus. So schnell sollte mein Ausflug noch nicht vorbei sein. Ich suchte mir einen schönen Schanigarten, trank einen Aperol, aß einen Snack und las in meinem Buch. Gerade als ich da saß, antwortete mir tatsächlich auch Desiree. Ein Treffen am gleichen Tag war für uns beide zu spontan, also verabredeten wir uns zwei Tage später. Weil mein Make-up zu diesem Zeitpunkt schon über zwölf Stunden drauf und ich beim Rasieren nicht so gründlich gewesen war, ging ich zurück ins Hotel und verwandelte mich schon vor dem Abendessen wieder zurück. Mein Melissa-Tag endete so zwar etwas früher als geplant, aber trotzdem sehr positiv. Die Anspannung während der Zugfahrt war einer gewissen Leichtigkeit gewichen. Als ich am späten Nachmittag im Sommerkleid durch Wien spazierte, fühlte ich mich unglaublich frei. Die fremde Umgebung und die Sonnenbrille gaben mir zusätzliches Selbstvertrauen und ich konnte die Zeit so richtig genießen. Obwohl ich Make-up und Haare auch schonmal besser hinbekommen hatte war ich mir sicher, dass die anderen Menschen auf der Straße mich als Frau wahrnahmen. Dieses seltene Gefühl kostete ich aus, so gut und so lange ich konnte. Fast hätte ich das Abendessen doch noch drangehängt, aber ein Blick in den Spiegel zeigte bei näherer Betrachtung schon erste Stoppeln in meinem Dekolleté. Also beendete ich meine Zeit en femme auf ihrem emotionalen Höhepunkt.
Das Treffen mit Desiree rundete diese schöne Erfahrung noch ab. Wir trafen uns am Samstagabend an der alten Donau, in einem Restaurant mit toller Terrasse über dem Wasser. Desiree und ich waren beide als Mann unterwegs. Ich hatte schließlich gar kein Make-up im Reisegepäck und Desiree war es bei knapp 30 Grad verständlicherweise zu warm. Meine Frau war am Anfang auch dabei, dann traf sie noch eine Freundin in der Innenstadt. Wir unterhielten uns erst zu dritt, dann zu zweit stundenlang über alles mögliche und hatten einen richtig schönen Sommerabend. Wenn eine von uns nochmal die Heimat der anderen besucht, werden wir das auf jeden Fall wiederholen.
Mit dem Treffen endete auch unser Kurzurlaub, denn schon am nächsten Morgen fuhr unser Zug zurück nach München. Ich hatte schöne Erinnerungen im Gepäck und war froh, dass ich mir die Reise en femme zugetraut hatte. Ich wurde immer besser darin, mich auch unter Zeitdruck zu schminken und dabei ein bisschen Ordnung in das Chaos zu bringen, das ich damit verursachte. Das machte mich zuversichtlich für zukünftige Ausflüge und Reisen, denn es reduzierte die Hemmschwelle deutlich und nahm mir die Angst vor weiteren Spontanaktionen und sonstigen verrückten Vorhaben.
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NicoleCH
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Re: Melissas Memoiren
Da war der Schaffner wohl wirklich etwas überfordert und auch ein wenig indiskret. Natürlich wollte er vermutlich einfach seine Arbeit sehr korrekt machen und war mehr als verwirrt, weil er eine charismatische weibliche Person vor sich hatte, aber ein männlicher Name auf dem Ticket stand. Trotzdem hätte er sich die Bemerkung zur Anrede sparen können. Er war einfach durch deine ruhige, feminine Ausstrahlung so beeindruckt, dass er kurz den Faden verloren hat.
Zuletzt geändert von NicoleCH am Di 7. Apr 2026, 10:24, insgesamt 1-mal geändert.
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Daniela04
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Re: Melissas Memoiren
Liebe Melissa
Herzlicher Gruss
Daniela
Vielen Dank für Deine wiederum sehr spannende Berichterstattung Deines Ausfluges! Deine Bilder zeigen es ja, feminier geht's nicht, ich vermute, deshalb war der Schaffner so verwirrtmanchmal_melissa hat geschrieben: Mo 6. Apr 2026, 19:05 Ab diesem Zeitpunkt war es eigentlich entschieden. Obwohl mein Zug, den ich mittlerweile bereits gebucht hatte, schon um 7 Uhr morgens abfuhr und ich davor erst noch zum Hauptbahnhof musste, zog ich es durch.
Herzlicher Gruss
Daniela
Ich will einfach der sein, der ich wirklich bin: ein Mann, der seine mittlerweile erkannte sehr bedeutende Weiblichkeit vertieft kennenlernen möchte.
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Beatrixtg
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Re: Melissas Memoiren
Sehr schöne Fotos. Hat mir sehr gefallen, weiter so!manchmal_melissa hat geschrieben: Mo 6. Apr 2026, 19:05 Mit dem Treffen endete auch unser Kurzurlaub, denn schon am nächsten Morgen fuhr unser Zug zurück nach München. Ich hatte schöne Erinnerungen im Gepäck und war froh, dass ich mir die Reise en femme zugetraut hatte. Ich wurde immer besser darin, mich auch unter Zeitdruck zu schminken und dabei ein bisschen Ordnung in das Chaos zu bringen, das ich damit verursachte. Das machte mich zuversichtlich für zukünftige Ausflüge und Reisen, denn es reduzierte die Hemmschwelle deutlich und nahm mir die Angst vor weiteren Spontanaktionen und sonstigen verrückten Vorhaben.
Freue mich immer auf solche Berichte
Liebe Grüsse Beatrix
Ich bin nicht Mann, ich bin nicht Frau, ich bin einfach ich. Und das ist gut so.
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Re: Melissas Memoiren
Liebe Melissa,
vielen Dank für Deine Erzählung. Deinen Mut, mit der Bahn en femme zu verreisen, finde ich großartig.
> Aufgeregt zu Hause - Angespannt im Bordbistro - Glücklich im Hotelaufzug
Du siehst auf diesen Fotos wieder echt bezaubernd aus. Bei unserem nächsten Treffen müssen wir wirklich beide en femme ausgehen. Kleine Ausnahme: es ist wieder so heiß, wie bei unserem letzten Treffen, wo ich auf der Terasse ca. eine Stunde in der prallen Sonne saß. Ich wäre wohl 1.000 Tode unter meiner Perücke gestorben
Alles Liebe
Desiree
vielen Dank für Deine Erzählung. Deinen Mut, mit der Bahn en femme zu verreisen, finde ich großartig.
Vielen Dank liebe Melissa - dieses Kompiment kann ich nur erwidern. Das war wirklich ein toller, gemeinsamer Sommerabend.manchmal_melissa hat geschrieben: Mo 6. Apr 2026, 19:05 Das Treffen mit Desiree rundete diese schöne Erfahrung noch ab.
> Aufgeregt zu Hause - Angespannt im Bordbistro - Glücklich im Hotelaufzug
Du siehst auf diesen Fotos wieder echt bezaubernd aus. Bei unserem nächsten Treffen müssen wir wirklich beide en femme ausgehen. Kleine Ausnahme: es ist wieder so heiß, wie bei unserem letzten Treffen, wo ich auf der Terasse ca. eine Stunde in der prallen Sonne saß. Ich wäre wohl 1.000 Tode unter meiner Perücke gestorben
Alles Liebe
Desiree
"Wer den Hafen nicht kennt, in den er segeln will, für den ist kein Wind der richtige." (Seneca)