Das passiert schon durch die Standard-Medien, denn gute Nachrichten und "alles läuft" erzeugen eben keine Aufmerksamkeit und verkaufen weder Werbung noch Abos. Bei Medien mit bewusster Negativ-Agenda, Rage-bait und Empörungs-Algorithmen geht das Hirn endgütlig in Tilt - was ja erklärtes Ziel der Anbietenden ist.HeikeCD hat geschrieben: Fr 20. Feb 2026, 07:41 Ist ja auch eine evolutionäre Sache, in der Beschreibung der Sendung: "Das Gehirn ist auf Gefahr eingestellt: Negative Emotionen wie Angst oder Wut werden im Hirn schneller verarbeitet und intensiver als positive Gefühle - ein evolutionäres Erbe, das einst das Überleben sicherte."
Das muß eben nur gefiltert werden. Wenn sich jemand durch die Algorithmen nur mit schlechten Meldungen vollballern läßt entsteht natürlich der Eindruck es herrscht nur Mord und Totschlag. An Bahnhöfen, in Innenstädten, Parks usw.
Das allermeiste davon sind aber ständige Wiederholungen der gleichen Memes. In "social media" geliked, reposted, kommentiert, aufgebauscht, geranted, recycled. In journalistischen Medien aus allen Perspektiven beleuchtet ohne Mehrwert oder Erkenntnisgewinn. Ich denke, wenigstens das lässt sich weglassen. Es passiert auch nicht so viel aktuelles, was wir wirklich wissen müssten. Das meiste können wir eh nicht beeinflussen, aber es betrifft uns auch nicht unmittelbar. Denkt mal an drei Wochen Urlaub ohne Handy und Nachrichten. In 99,99% der Fälle wird währenddessen nichts in den Nachrichten gewesen sein, was wir wirklich wissen müssen oder worauf wir wirklich reagieren müssen. Oder schaut die "tagesschau vor 40 Jahren". Fast die gleichen Themen - nur ohne Handy und Internet. Wichtiger als tages- bzw stundenaktuelle Nachrichten - "Eilmeldung! Söder umarmt nen Baum! Trump erzählt wieder Unfug!" - sind mMn die langfristigen Trend, wo es sich auch lohnt, tiefer einzusteigen und die Zusammenhänge zu verstehen. Das macht gelassener und öffnet den Blick für tatsächliche, meist strukturelle Probleme, die durch Schlagzeilen verdeckt werden.
Der ganze Zirkus ist, das lässt sich einfach nicht anders beschreiben, ein extremer Auswuchs des (US-basierten) Kapitalismus. Bedürfnisse müssen geweckt werden, Unzulänglichkeit suggeriert, die Hirne in Konkurrenz- und Rattenrennen-Modus, denn Zufriedenheit, Genügsamkeit, Gelassenheit sind der Untergang der Bullshit-Ökonomie. Das ist der Teil, der über die Grundbedürfnisse (und einen kleinen Luxus) hinaus Produkte und Dienstleistungen verkaufen will, die tatsächlich kaum wer braucht. "Von dem Geld, das wir nicht haben, kaufen wir Dinge, die wir nicht brauchen, um Leuten zu imponieren, die wir nicht mögen".
Es wird uns weisgemacht, dass wir nur dann "dazu gehören", "cool" sind, usw. Diese Geschlechterbilder gehören dazu. Eine Weltsicht, die zutiefst USA-Konsumerismus und "be the best" Mentalität ist. "Sei ein Alpha". "Hol den Sieg". "Der Underdog wird zum Helden", usw. Dabei wird unterschlagen, dass zum einen nicht alle überhaupt die Möglichkeiten und Fähigkeiten zum "Alpha" haben - hallo Privilegien - zum anderen es eben immer nur eine Person an der Spitze geben kann.