Geschlechterbilder von Jugendlichen
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Olivia
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Geschlechterbilder von Jugendlichen

Post 1 im Thema

Beitrag von Olivia »

rbb:
"Wie junge Männer durch Social Media in die Radikalisierung rutschen. ... Laut der Studie vertritt mittlerweile fast jeder zweite befragte junge Mann (42 Prozent) die Ansicht, dass Männer wieder mehr Rechte haben sollten als Frauen."

https://www.rbb24.de/panorama/beitrag/2 ... ugendliche
Michi
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Re: Geschlechterbilder von Jugendlichen

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Beitrag von Michi »

Ist doch kein Wunder! Reiche werden immer reicher und Arme immer ärmer. Feministinnen greifen das Patriarchat an. Beides verursacht ein Gefühl der Machlosigkeit und Hilflosigkeit. Positive Alternativen werden den jungen Männern nicht angeboten. Es bleibt eine große Lücke .. ein Fest für konservative Extremisten jeder Art.
Wenn dir jemand auf den Fuß tritt, schreist du "Aua" und erwartest eine Entschuldigung.
Mir treten andere dauernd auf die Füße und erwarten, dass ich mich dafür entschuldige, dass es mir weh tut.
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Re: Geschlechterbilder von Jugendlichen

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Beitrag von Alicia »

Michi hat geschrieben: Do 19. Feb 2026, 07:39 Ist doch kein Wunder! Reiche werden immer reicher und Arme immer ärmer.
... und Dumme immer dümmer. Den Algorithmen sei dank. Ein Hoch auf diese tolle Technik (die eigentlich niemand braucht).

Nix für ungut, Alicia. (ag)
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Re: Geschlechterbilder von Jugendlichen

Post 4 im Thema

Beitrag von conny »

Michi hat geschrieben: Do 19. Feb 2026, 07:39 Ist doch kein Wunder! Reiche werden immer reicher und Arme immer ärmer...
Aus dem Artikel:
"Ein gewöhnlicher Nachmittag in Berlin oder Brandenburg: Nach der Schule sitzt ein Jugendlicher in seinem Zimmer, den Blick starr auf das Smartphone gerichtet. Er sucht auf TikTok eigentlich nur nach Tipps für das nächste Krafttraining. Doch stattdessen sieht er Influencer den Feminismus verteufeln. Männer müssten sich ihre Dominanz zurückholen."
Sind das arme oder reiche Jugendliche?
Olivia
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Re: Geschlechterbilder von Jugendlichen

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Beitrag von Olivia »

Hallo,
ich denke, aus dem rbb24-Beitrag ist kein "arm/reich-Gegensatz" herauszulesen. Social Media wird von allen genutzt und beeinflusst auch alle...
lG
Olivia
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Re: Geschlechterbilder von Jugendlichen

Post 6 im Thema

Beitrag von conny »

So sehe ich das auch. (hs)
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Re: Geschlechterbilder von Jugendlichen

Post 7 im Thema

Beitrag von Michi »

Alicia hat geschrieben: Do 19. Feb 2026, 09:10
Michi hat geschrieben: Do 19. Feb 2026, 07:39 Ist doch kein Wunder! Reiche werden immer reicher und Arme immer ärmer.
... und Dumme immer dümmer. Den Algorithmen sei dank. Ein Hoch auf diese tolle Technik (die eigentlich niemand braucht).
Auf jeden Fall können sich die Dummen heutzutage gut vernetzen. Und die Dummen sind die Armee der Bösen.

Doch ob Dumme wirklich dümmer werden? Oder fällt Dummheit in der heutigen Online-Welt nur stärker auf? Das ist wie mit Straftaten: Obwohl diese tatsächlich schon länger rückläufig sind, haben wir dank der Medien, die uns schon länger als es "Social Media" gibt mit schlechten Nachrichten bombardieren, das ungute Gefühl, dass alles immer schlimmer wird. Und den Algorithmen verdanken wir eine weitere maximale Verstärkung von allem Schlechten.
Wenn dir jemand auf den Fuß tritt, schreist du "Aua" und erwartest eine Entschuldigung.
Mir treten andere dauernd auf die Füße und erwarten, dass ich mich dafür entschuldige, dass es mir weh tut.
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Re: Geschlechterbilder von Jugendlichen

Post 8 im Thema

Beitrag von Michi »

Olivia hat geschrieben: Do 19. Feb 2026, 14:10 Hallo,
ich denke, aus dem rbb24-Beitrag ist kein "arm/reich-Gegensatz" herauszulesen.
Dass rbb24 Ursachen nicht sieht oder nicht benennt, bedeutet nicht, dass sie nicht existieren. Und genau so wenig ist Wahrheit davon abhängig, wie viele davon überzeugt sind und es auch so sehen.
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Re: Geschlechterbilder von Jugendlichen

Post 9 im Thema

Beitrag von HeikeCD »

Michi hat geschrieben: Do 19. Feb 2026, 19:49 Das ist wie mit Straftaten: Obwohl diese tatsächlich schon länger rückläufig sind, haben wir dank der Medien, die uns schon länger als es "Social Media" gibt mit schlechten Nachrichten bombardieren, das ungute Gefühl, dass alles immer schlimmer wird. Und den Algorithmen verdanken wir eine weitere maximale Verstärkung von allem Schlechten.
Hallo,

dazu läuft zufällig gerade ein Bericht auf hr3, leider nur bis 21 Uhr, wird aber wohl in deren Mediathek auch zu sehen sein:

"Quarks, Bad News – sehen wir die Welt durch die falsche Brille?"

LG Heike
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Re: Geschlechterbilder von Jugendlichen

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Beitrag von Knäckebrötchen »

Michi hat geschrieben: Do 19. Feb 2026, 19:53
Olivia hat geschrieben: Do 19. Feb 2026, 14:10 Hallo,
ich denke, aus dem rbb24-Beitrag ist kein "arm/reich-Gegensatz" herauszulesen.
Dass rbb24 Ursachen nicht sieht oder nicht benennt, bedeutet nicht, dass sie nicht existieren. Und genau so wenig ist Wahrheit davon abhängig, wie viele davon überzeugt sind und es auch so sehen.
Naja, aber ob Armut ursächlich für das toxische Männlichkeitsbild ist, bzw. die hohe Anzahl an jungen Männern die solche Aussagen tätigen, ist halt nicht "selbstverständlich". Unter den Menschen, die sich mit Selbstoptimierung und den - laut Bericht - folgenden Schritten in die Radikalität der toxischen Männlichkeit begeben sind auch viele Wohlhabende. Die Motivation und der Weg mag im Einzelnen unterschiedlich sein, aber letztendlich finden sich alle in der Manosphere wieder.
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Re: Geschlechterbilder von Jugendlichen

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Beitrag von conny »

So ist es. Das Problem mit "Arm oder Reich" erklären zu wollen ist völlig absurd.
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Re: Geschlechterbilder von Jugendlichen

Post 12 im Thema

Beitrag von Claudia »

HeikeCD hat geschrieben: Do 19. Feb 2026, 20:46 "Quarks, Bad News – sehen wir die Welt durch die falsche Brille?"
Hab den gerade gesehen und fand ihn gefährlich. Äußerst manipulativ: "Schlechte Nachrichten ausblenden, dann erscheint die Welt gleich besser."

Erscheinen schon, werden nicht. Besser machen geht nur, wenn man weiß was schief läuft. Gefahren ignorieren war noch nie erfolgreich.

LG Claudia
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Re: Geschlechterbilder von Jugendlichen

Post 13 im Thema

Beitrag von Michi »

Knäckebrötchen hat geschrieben: Do 19. Feb 2026, 22:13 Naja, aber
Kein aber! Fürs Verständnis könnte es helfen, wenn man nicht immer wieder versucht, einzelne Sätze/Aussagen komplett isoliert zu betrachten. Was ich schrieb ist nämlich alles nicht losgelöst von dem, was ich ganz oben als erstes geschrieben habe.
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Re: Geschlechterbilder von Jugendlichen

Post 14 im Thema

Beitrag von HeikeCD »

Claudia hat geschrieben: Do 19. Feb 2026, 22:55 Hab den gerade gesehen und fand ihn gefährlich. Äußerst manipulativ: "Schlechte Nachrichten ausblenden, dann erscheint die Welt gleich besser."

Erscheinen schon, werden nicht. Besser machen geht nur, wenn man weiß was schief läuft. Gefahren ignorieren war noch nie erfolgreich.
Ist ja auch eine evolutionäre Sache, in der Beschreibung der Sendung: "Das Gehirn ist auf Gefahr eingestellt: Negative Emotionen wie Angst oder Wut werden im Hirn schneller verarbeitet und intensiver als positive Gefühle - ein evolutionäres Erbe, das einst das Überleben sicherte."
Das muß eben nur gefiltert werden. Wenn sich jemand durch die Algorithmen nur mit schlechten Meldungen vollballern läßt entsteht natürlich der Eindruck es herrscht nur Mord und Totschlag. An Bahnhöfen, in Innenstädten, Parks usw. Darum ging es wohl mMn auch hauptsächlich in dem Bericht. Hab aber auch nicht alles gesehen weil ich nachher auf "mareTV" umgeschaltet hab.

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Re: Geschlechterbilder von Jugendlichen

Post 15 im Thema

Beitrag von Knäckebrötchen »

Michi hat geschrieben: Fr 20. Feb 2026, 06:52
Knäckebrötchen hat geschrieben: Do 19. Feb 2026, 22:13 Naja, aber
Kein aber! Fürs Verständnis könnte es helfen, wenn man nicht immer wieder versucht, einzelne Sätze/Aussagen komplett isoliert zu betrachten. Was ich schrieb ist nämlich alles nicht losgelöst von dem, was ich ganz oben als erstes geschrieben habe.
Michi hat geschrieben: Do 19. Feb 2026, 07:39 Ist doch kein Wunder! Reiche werden immer reicher und Arme immer ärmer. Feministinnen greifen das Patriarchat an. Beides verursacht ein Gefühl der Machlosigkeit und Hilflosigkeit. Positive Alternativen werden den jungen Männern nicht angeboten. Es bleibt eine große Lücke .. ein Fest für konservative Extremisten jeder Art.
Ok, Gegensatz Armut und Reichtum plus Feministinnen.

Aus Monokausal wird Bikausal. Ist jetzt nicht so viel differenzierter. Das Gefühl der Hilflosigkeit hat aber deutlich mehr Ursachen, teils zusammen wirkend, teils für sich allein stehend. Du wirst diese Art der toxischen Männlichkeitsbilder genauso an einem Eliteinternat finden, wie auf einer Hauptschule in einem sozialen Brennpunkt. Die jeweilige Motivation dahinter mag unterschiedliche Färbungen haben, die Einstellung bleibt die gleiche.

Als reicher Mann kann ich mir Frauen "kaufen" - aber auch das wird umso leichter, je eher ich dem körperlichen Idealbild (Adonis) entspreche. Das heißt Du findest unter Reichen genauso junge Männer, die an einem digitalen Endgerät nach Wegen für Muskelaufbau und so suchen, die dann genau so in die Fänge der Manosphere geraten (können). Mit Geld kannst Du aber auch weniger gut aussehen und trotzdem noch hübsche Frauen finden. Diese Option hast du ohne Geld halt nicht. Da kannst du nur über deine Physis gehen.

Einer der wichtigsten (imho) Punkte ist - und da hast Du ja auch Recht - die fehlenden Vorbilder in Sachen positiv gestalteter Männlichkeit. So wie es im Artikel beispielhaft bei der Darstellung von Männern im Care-Bereich angesprochen wird. Genauso wie ich dir darin zustimme, dass es am Ende eine politische Machtstruktur ist, die hier versucht die Gesellschaft weiterhin in patriarchalen Bahnen zu halten. Absolut d'accor.

Es gibt halt doch immer noch diese Unterscheidung zwischen dem "Lover" und dem "Dad". Das eine ist die Idee vom virilen, muskulösen und dominanten Mann, der die Hormone so richtig durchwirbelt - und das andere die Realität, nach der diese Art Mann eben auf Dauer auch zu viel ist und kaum für die Familienplanung reicht. Das sind dann die Papas, die mit dem Wäschekorb unter einem Arm, das Kleinkind auf dem anderen den Staubsauger schwingt und autonom Haus- und Familienarbeit mit gestaltet. Das macht aber niemanden wuschig.
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