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Diese Frage habe ich mir so maches Mal gestellt; allerdings habe ich bei einigen Sachen früher auch mal "ich doch nicht" gesagt - und sie später für sehr gut tragbar befunden (in meinem Fall Leggings).
TV2 stellt auch die Frage nach den 10 Dingen, bei denen man sich kein Retro wünscht; ich denke die Fotos zeigen gute Beispiele, sodass man den Text nicht unbedingt genau verstehen muss
Da sind ja teilweise echt gruselige Bilder bei *schüttel*. In der Stadt sehen wir sehr häufig etwas breitere Damen die sich in enge Klamotten gezwängt haben, 120kg Wuchtbrummen, die offensichtlich vom Kleiderschrank in die Stretchjeans gesprungen sind oder Frauen mit dicken Beinen, die unbedingt nen kurzen Rock tragen müssen. Ich glaube, wir nehmen demnächst mal ne Kamera mit in die Stadt und fotografieren die schlimmsten Modesünden, hihi.
Die werden vor Veröffentlichung natürlich unkenntlich gemacht, is klar!
es ging eigentlich eher um die "Mode", die besser nicht wiederkommen sollte
Als eine Schuhverkäuferin in die Hocke ging, um bei unserem Sohn zu fühlen, ob der Schuh passend war, konnte ich "alles" sehen, da die tiefhängende Hose wohl doch nicht die richtige Berufsbekleidung war Vielleicht sollte man gucken, wo man was anzieht.
Manches ist ja noch unter "mutig" oder "ausgefallen zu verbuchen, aber manches ist doch an der Grenze...
Hallo zusammen,
über Mode und Geschmack kann man sicher streiten und ganz unterschiedlicher Meinung sein. Das ist das Eine. Etwas anderes ist es, sich über andere Menschen lustig zu machen, nur weil deren (Mode-)Geschmack nicht dem eigenen entspricht. Ich finde es ganz in Ordnung zu sagen, dieses oder jenes gefällt mir nicht und ich würde es nicht tragen. Aber ich finde es nicht in Ordnung, mich über das Aussehen anderer Menschen lustig zu machen. Warum soll nicht auch ein Mensch z.B. mit dicken Beinen einen kurzen Rock tragen? Genauso gut könnte man doch uns in Frage stellen und sagen, warum soll ein Mann einen Rock tragen?
Ich bin ein Mann und trage gerne Rock. Ob ich damit für andere "schön" bin weiß ich nicht, vielleicht sogar eher nicht. Ich bitte aber doch auch um Verständnis und Toleranz und um Akzeptanz für mich - und das muß man dann doch auch anderen Menschen mit anderen Vorstellungen ebenso entgegen bringen.
Also bitte: Mode kritisieren ja - andere Menschen mit anderem Geschmack und Schönheitsempfinden nein!!
Liebe Grüße von Olivia
ich ignorier einfach mal freundlich deinen Einwurf, dass es doch eigentlich um Mode ging. Klar versteh ich was du meinst, aber Mode (Kleidung, Haarschnitte, usw) ist doch immer auch Teil der Person die sie trägt. Getreu dem alten Spruch: Kleider machen Leute.
Wo würde das deutlicher als hier? Menschen, die von Aussenstehenden in aller Regel als Mann wahrgenommen werden, tragen Röcke, haben lange Haare und bunte Fingernägel.
Für diese "Mode-Nutzung" reklamieren sie dann mit Inbrunst die Toleranz der anderen für sich. Die sollen sie auch haben, finde ich. Aber sitzt da nicht vielleicht jemand im Glashaus? Und wirft mit Fotos...ähh..Steinen? Ich verstehe nicht, wie jemand der ganz offensichtlich selbst toleranzbedürftig ist, sich so verhalten kann.
Mir geht es durchaus auch ab und an so, dass ich denke "Oha, die Hose wirkt überfordert mit dem Hintern" Ich DENKE es; Nie würde ich es über eine bestimmte Person sagen oder gar versuchen sie in der Öffentlichkeit lächerlich zu machen. Dazu ist mir viel zu bewusst, dass die anderen über mich auch "denken"; Über uns alle "denken".
Es ist doch eigentlich auch ganz einfach: Mode hat einen großen Vorteil: Man sieht sie nur; Sie riecht idR nicht und man hört sie idR nicht. Wie wärs also mit einfach wegsehen anstatt auch noch Fotos machen zu wollen?
[/offTopic]
Gruss von der tropischen Ostsee
Marielle
As we go marching, marching, we bring the greater days
For the rising of the women, means the rising of the race
No more the drudge and idler ten that toil where one reposes
But the sharing of life's glories, Bread and Roses, Bread and Roses.
Es sind doch auch nicht immer die anderen Leute, bei denen man sagt: "Wie schrecklich!"
Man braucht nur Fotos von früher anzusehen, auf denen man zu sehen ist, wenn man gerade eine "Mode" mitgemacht hat.
Wenn jemand (wie ich selber) zu viele Kilos mit sich herum schleppt, so ist das eben so. Na und?
Aber frau kann sich entsprechend kleiden.....
Ich übersetz' das mal frei auf den Standpunkt meiner Mutter, meiner Nachbarin, meines Kollegen, ..........:
Wenn jemand irgendwie Trans ist, so ist das eben so; Na gut. Aber muss der das auch noch in der Öffentlichkeit zeigen?
Ich möchte darum bitten, dass weder meine Muddi die Regeln dafür macht, wer wie auf die Strasse darf, noch dass Heidi bestimmt was "entsprechende" Kleidung ist.
Marielle
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darialena hat geschrieben:
Allerdings muß es zum Typ passen und halbwegs stimmig sein. Und da gebe ich Heidi recht: wenn die Hüftjeans beim Bücken nicht nur den Blick auf einen ausgeleiert-ausgewaschenen Tanga, sondern auch auf überquellende fette Arschbacken, Speckröllchen und Schwangerschaftsstreifen (die meist gar nicht von der Schwangerschaft, sondern von der Fettleibigkeit herrühren) freigibt, spätestens da ist die Toleranzschwelle überschritten. So etwas möchte ich dann doch lieber nie wieder sehen (müssen). Das hat jedoch erst in zweiter Linie etwas mit Mode, sondern in erster Linie etwas mit den eigenen körperlichen Voraussetzungen und dem Stil der Trägerin zu tun. Es ist nicht Schuld der Mode, wenn sich jemand unpassend kleidet. Man kann ein bißchen molliger und trotzdem sehr modisch gekleidet sein.
Genau, das meine ich auch. Es geht auch nicht darum, irgendwelche Leute bloßstellen zu wollen. Ich schrob außerdem, ich würde Personen auf solchen Fotos unkenntlich machen!! Im übrigen habe ich selbst 30 Kilo abgenommen und kenne somit genau die Situation von Leuten mit zuviel auf der Hüfte. Trotzdem kann man sich auch als etwas stabilerer Mensch schön und ästethisch kleiden und muß Problemzonen nicht noch mit zu engen und zu kurzen Klamotten betonen. Ein fetter Arsch mit Stringtanga sieht nun mal nicht so toll aus, genausowenig wie ein bauchfreies Top mit Wampe. Lege ich ne Perlenkette um einen Hundehaufen, bleibt es trotzdem ein Hundehaufen, um es mal krass zu sagen.
Ich habe ein Weile überlegt, ob ich das hier schreibe oder nicht; Der Thread hat ja nun wirklich nichts mehr mit der Ausgangsfrage zu tun und ich habe auch kein Interesse an irgendwelchen fruchtlosen Streitereien. Aber ich habe das Gefühl etwas loswerden zu müssen:
Vordergründig redet ihr über Mode; OK, Geschmackssache, kann man drüber streiten oder nicht.
"Toleranzschwelle überschritten", "doch lieber nie wieder sehen (müssen)", "unpassend", "Problemzonen....betonen","sich ...lustig machen", "bleibt es trotzdem ein Hundehaufen"
Geht's noch? Merkt ihr eigentlich nicht, dass ihr in dieser Sache auf dem Weg zur Intoleranz seid? Das ihr einem massen-kompatiblen Konformitätsdenken nachlauft? Das ihr einer Definition das Wort redet, der ihr selbst nicht entsprecht?
Wer legt fest, was eine "Problemzone" ist? Wer bestimmt, wie diese zu kaschieren ist? Und vor allem: Wie halten wir diese allmächtige Instanz davon ab, Crossdresser für "über der Toleranzschwelle" zu erklären??
@cp: Ich bedaure daran mitgewirkt zu haben, dass dein Thema sich so entwickelt hat. Aber der "Hundehaufen" war mir dann echt zuviel. Wenn du Lust und Zeit hast, lade ich dich dafür am WE auf ein Eis am Strand ein. Dabei übergewichtige Menschen in Badesachen betrachten, dazu schweigen und denken, dass es gut ist das die so rumlaufen dürfen.
Marielle
As we go marching, marching, we bring the greater days
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No more the drudge and idler ten that toil where one reposes
But the sharing of life's glories, Bread and Roses, Bread and Roses.
ich bin der Meinung Marielle hat Recht. Wir sollten da wirklich vorsichtiger mit unseren Äußerungen sein.
Natürlich denke auch ich ab und zu: "Oha, diese Mode ist für diesen Menschen sicher nicht vorteilhaft." Was aber, wenn sich dieser Mensch ganz genau in dieser Kleidung wohlfühlt?
Wenn wir als Männer Damenkleidung tragen, dann mögen andere ganz genau das gleiche von uns denken. "Dieses Kleidungsstück sieht an dem Mann nicht gut aus." Dennoch tragen tragen wir gerade das Kleidungsstück ganz besonders gern und fühlen uns richtig wohl damit.
Sicher macht es Spaß in der Anonymität zu lästern. Wir sollten uns aber gut überlegen ob wir nicht im Glashaus sitzen.
Zurück zum Thema.
Was ich überhaupt nicht leiden mochte waren tailierte und bestickte Herren Hemden. Ich denke das war in den 70ern der Renner. Mit riesen Dackelohr Kragen. Das muss nicht noch einmal wieder kommen.
Liebe Grüße,
Regina
Die höchste Form des Glücks ist ein Leben mit einem gewissen Grad an Verrücktheit. (Erasmus von Rotterdam)
Wo Du schon gerade bei dem Thema bist: Nyltest Hemden fand ich immer schrecklich, obwohl "garantiert bügelfrei".
... genau so schlimm wie Socken aus relativ viel Kunsstoff.
Hallo zusammen,
ich bin ja nun auch noch ziemlich neu hier im Forum und habe lange überlegt, ob ich mich hier nochmals äußern soll. Ich habe mich entschlossen, es zu tun.
Ich weiß, dass das eigentliche Thema Mode war. Aber die Beiträge haben — zumindest (auch) für mich — die Wendung hin zum Thema Toleranz und Akzeptanz genommen. Was mir hier nochmals extrem wichtig ist:
Hier wurde in verschiedenen Beiträgen sehr verächtlich von anderen Menschen gesprochen. Verletzende Ausdrücke wie "Wuchtbrummen", "gruselig", "an der Grenze", "überquellende, fette Arschbacken", "Speckröllchen", "fetter Arsch", "Wampe" und der Vergleich mit dem Hundehaufen sind gefallen, von der überschrittenen Toleranzschwelle und unpassender Kleidung war die Rede, Forderungen nach "entsprechender Kleidung", nach "modischer Kleidung" wurden gestellt. Dazu kann ich nur sagen, ich bin entsetzt. Ich habe hier im Forum, seit ich dabei bin, viel gelesen, auch vieles was mir geholfen hat mit mir und meiner Situation klar zu kommen. Im Grundsatz habe ich hier im Forum Toleranz erfahren, Akzeptanz erlebt und Wohlwollen. Hier zu diesem Thema ist es umgekehrt. Menschen werden wegen ihrer Figur und wegen ihrem Kleidungsstil inakzeptabel verletzend beleidigt.
Ich frage: Warum darf ein dicker Mensch sich nicht so kleiden, wie er es mag? Ist manche Kleidung nur für dünne reserviert? Ist es nicht gerade umgekehrt lobenswert, wenn jemand die Kleidung, die er mag, selbstbewusst trägt? Gibt es nicht auch Menschen, deren Schönheitsideal nicht vom "mainstream" geprägt ist und denen dick gefällt? Oder anders ausgedrückt: Wer trotz breitem Hinterteil knallenge Jeans mag, darf und soll sie tragen — und ich finde es gut. Wer trotz "Speckröllchen" Hüftjeans und Bauchfrei gehen mag, darf und soll es — und ich finde es gut. Ich finde es immer gut, wenn selbstbewusste Menschen die Kleidung tragen, die sie mögen und in der sie sich wohlfühlen. Ob dünnes Model oder mit breitem Hintern. Ich bewundere auch diejenigen, die im Forum beschreiben, wie sie als Männer mit Frauenkleidern sich selbstbewusst in der Öffentlichkeit bewegen. Was für die einen gilt, gilt auch für die anderen.
Ich frage weiter: Wo ist die Grenze, bei Kleidergröße 36, 40, 44 oder?? Wer legt die Grenze fest? Fragen wir zur angemessenen Kleidung einen katholischen Pfarrer, dann wird uns der schon sagen, was Keuschheit und Kleidung miteinander zu tun haben. Oder sehen wir in islamische Länder, da ist angemessene Kleidung für Frauen die Burka und sonst gar nichts — und auf Homosexualität steht die Todesstrafe"¦
Damit ich nicht falsch verstanden werde: Ich möchte ausdrücklich niemanden absichtlich Bosheit oder Intoleranz oder schlimmeres unterstellen. Ganz sicher nicht. Ich weiß natürlich, dass man schnell mal in Gedankenlosigkeit sich äußert und es gar nicht so meint. Aber da natürlich Gedankenlosigkeit schlechthin kein Produkt der Denktätigkeit ist, bitte ich einfach darum, manchmal etwas sensibler zu sein — gerade wir (ich hoffe, ihr verzeiht einem Neuling, der sich als CD versteht, das wir) sollten das! Die Beiträge von Claudia, Marielle und Regina zeigen mir, dass meine Meinung nicht ganz "daneben" liegt.
In diesem positiven Sinn mit vielen lieben und auch versöhnlichen Grüßen
Olivia
P.S.: zum Thema: Flip-Flops sind für mich unvorstellbar und auch der Keilabsatz hätte wegen mir nicht erfunden werden müssen!
Das Problem ist doch nicht ob jemand etwas anziehendarf oder nicht. Ich vertrete aber sehr wohl die Meinung, das man sich etwas zum eigenem Typ passent kleiden sollte.
Ich kann durch aus einen kurzen und engen Lack Mini tragen - nur wenn ich damit auf die Straße gehe darf ich mich nicht über abfällige Komentare beschweren.
Alles zu seiner Zeit und an seinem Ort!
Zum Thema Toleranz nur soviel - ich wurde schon blöd angemacht nur weil ich lange Haare hab.
Liebe Grüße
Kerstin
Ich brauche Informationen - eine Meinung bilde ich mir selbst.
Meinetwegen darf es sich alles wiederholen - wenn es nur zum Gesamt look passt. Alles kann auch so getragen werden, dass es total Scheiße aussieht.
Und das meiste wird sich wiederholen. Vielleicht sogar die Reifröcke der Rokoko-Periode. Die Volants und die tiefen Decolletées aus der Zeit sind schon öfter recyclet worden. Die Schuhe gab es auch wieder - nur waren die Herrenschuhe plötzlich Damenschuhe.
Und in den 30ern gab es Looks, die sich so gut wie 1:1 in den 80ern wiederholten: Z.B. lange gewellte Haare, weiße Rüschenbluse, knielanger Rock und Pumps. Wer gerne spanische Soaps schaut, wird das öfter gesehen haben (Wer es genau wissen will: Amar en tiempos revueltos.)
Die Leggings und die Stiefel aus den 80ern gab es schon bei Robin Hood.
Meistens werden es jedoch nur Elemente aus einer Stilperiode, die man in einen neuen Zusammenhang bringt.