Priester verweigerte einer Frau das christliche Begräbnis
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Anne-Mette
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Priester verweigerte einer Frau das christliche Begräbnis
... da sie zu Lebzeiten lesbisch war.
Danach bereute er seinen Entschluss.
Eine Tochter aus Nordjylland (Dänemark) nahm sprachlos zur Kenntnis, dass der Priester sich weigerte, ihre mit 74 Jahre verstorbene Mutter zu beerdigen. Diese hatte 30 Jahre mit einer anderen Frau zusammen gelebt.
Der Fall hat nicht nur in Dänemark für Entrüstung gesorgt.
Der Priester gab später an, er würde seine Entscheidung als "größten Fehler" bereuen; es wäre ein Kurzschluss gewesen.
In Dänemark kommt es immer mal wieder zu Entscheidungen, die man in dem Land nicht vermuten würde...
Gruß
CPG
Danach bereute er seinen Entschluss.
Eine Tochter aus Nordjylland (Dänemark) nahm sprachlos zur Kenntnis, dass der Priester sich weigerte, ihre mit 74 Jahre verstorbene Mutter zu beerdigen. Diese hatte 30 Jahre mit einer anderen Frau zusammen gelebt.
Der Fall hat nicht nur in Dänemark für Entrüstung gesorgt.
Der Priester gab später an, er würde seine Entscheidung als "größten Fehler" bereuen; es wäre ein Kurzschluss gewesen.
In Dänemark kommt es immer mal wieder zu Entscheidungen, die man in dem Land nicht vermuten würde...
Gruß
CPG
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exuser-2013-12-17
Re: Priester verweigerte einer Frau das christliche Begräbni
Intoleranz ist halt eine weit verbreitete KRANKHEIT, das mussten auch meine Eltern erfahren. Mein Urgrossvater hat, wie ich erfahren habe, nie die Kirche besucht. Doch er war ein normal gläubiger Mensch. Nach seinem Hinschied hat sich der katholische Pfarrer geweigert die Abdankung zu leiten und den Segen zu erteilen. Das hat dann ein protestantischer Geistlicher übernommen. Seit der Zeit ist unsere Familie allerdings zum Protestantismus übergetreten. Es ist wohl schon lange her, aber solche Sachen kommen immer wieder vor, denn gerade in letzter Zeit gab es in Folge solcher Intoleranzen oft heftigen Streit auch unter den Geistlichen in der Schweiz, also nicht nur in Dänemark. Intoleranz ist nicht nur eine Krankheit, sie ist sogar eine Seuche.
Herzliche Grüsse urock
Herzliche Grüsse urock
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Lina
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Re: Priester verweigerte einer Frau das christliche Begräbni
cpg hat geschrieben:... da sie zu Lebzeiten lesbisch war.
...
In Dänemark kommt es immer mal wieder zu Entscheidungen, die man in dem Land nicht vermuten würde...
Gruß
CPG
Warum nicht? In einem Land, wo in dem vergangenen Jahrzehnt eine Regierung sich von den Rechtsextremisten abhängig gemacht hat (die 10-12% der Wählerstimmen hat und immer wieder versuchen demokratische Grundrechte einzuschränken.), wo die Regierung das Land ein einen Krieg führt ohne das Parlament zu informieren - und wo es auffliegt werden niemand zur Verantwortung gezogen - ein Land dessen Soldaten wissentlich Gefangene zur Folter oder Ermordung ausliefern und Staatschef und Verteidigungsminister wissen davon ... usw. usw.
Ehrlich gesagt, bei einer Bevölkerung wo bis 12% eine rechtsextreme Partei gewählt hat, da würdest du nicht vermuten, dass ein Beamter jemand schikanieren würde weil sie lesbisch ist? (In Dänemark ist ein Pfarrer ein Beamter und Staatsdiener.)
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Anne-Mette
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Re: Priester verweigerte einer Frau das christliche Begräbni
Moin,
ich denke, es ist ein manchmal so, dass wir uns ein falsches Bild von anderen Ländern und Bevölkerungen machen. Die nordischen Länder werden oft mit Freiheit, Toleranz, Aufgeklärtheit, Gemütlichkeit, in Verbindung gebracht. Selbst Erwachsene schließen manchmal von "Pipi-Langstrumpf" und romantischen Büchern auf das tatsächliche Leben z.B. in Schweden und Dänemark.
Bei jedweder Gelegenheit wird auch betont (gestern wieder in einer Talkshow), dass dort "alles besser ist". Ich denke, man muss schon sehr genau hinsehen und sich ausführlicher mit Land, Leuten und Hintergründen befassen. So sind zwar in manchen nordischen Ländern die Arbeitsbedingungen für Ärzte wesentlich besser als bei uns, dafür wartet der "Normalpatient" auf Operationen so lange, dass einige sich lieber im Ausland behandeltn lassen.
So wie man einige Länder idealisiert, so hat man bei anderen sicherlich eine "negative Brille auf". So war ich ganz überrascht, über die Türkei hier im Forum einen so positiven Reisebericht zu lesen.
Sicherlich bleibt bei uns im Lande und auch vielen anderen Ländern noch viel zu tun, um Benachteiligungen und Diskriminierung weiter Bevölkerungsgruppen zu beseitigen.
Allerdings ist der geschilderte Fall aus Dänemark sicherlich in erster Linie ein bedauerlicher Einzelfall, der auch unter vielen dänischen Priesterkollegen keine Zustimmung gefunden hat.
Trotzdem sollte man hinzufügen, dass es auch dort Gruppen gibt, die "Amtshandlungen an homosexuellen Personen und Paaren" für sich selbst ablehnen und zumeist durch geschicktes Organisieren (z.B. Diensttausch wo es möglich ist) vermeiden, sodass es in der Öffentlichkeit nicht als Verweigerung verbucht wird und auch keine so hohen Wellen schlägt.
Gruß
Anne-Mette
ich denke, es ist ein manchmal so, dass wir uns ein falsches Bild von anderen Ländern und Bevölkerungen machen. Die nordischen Länder werden oft mit Freiheit, Toleranz, Aufgeklärtheit, Gemütlichkeit, in Verbindung gebracht. Selbst Erwachsene schließen manchmal von "Pipi-Langstrumpf" und romantischen Büchern auf das tatsächliche Leben z.B. in Schweden und Dänemark.
Bei jedweder Gelegenheit wird auch betont (gestern wieder in einer Talkshow), dass dort "alles besser ist". Ich denke, man muss schon sehr genau hinsehen und sich ausführlicher mit Land, Leuten und Hintergründen befassen. So sind zwar in manchen nordischen Ländern die Arbeitsbedingungen für Ärzte wesentlich besser als bei uns, dafür wartet der "Normalpatient" auf Operationen so lange, dass einige sich lieber im Ausland behandeltn lassen.
So wie man einige Länder idealisiert, so hat man bei anderen sicherlich eine "negative Brille auf". So war ich ganz überrascht, über die Türkei hier im Forum einen so positiven Reisebericht zu lesen.
Sicherlich bleibt bei uns im Lande und auch vielen anderen Ländern noch viel zu tun, um Benachteiligungen und Diskriminierung weiter Bevölkerungsgruppen zu beseitigen.
Allerdings ist der geschilderte Fall aus Dänemark sicherlich in erster Linie ein bedauerlicher Einzelfall, der auch unter vielen dänischen Priesterkollegen keine Zustimmung gefunden hat.
Trotzdem sollte man hinzufügen, dass es auch dort Gruppen gibt, die "Amtshandlungen an homosexuellen Personen und Paaren" für sich selbst ablehnen und zumeist durch geschicktes Organisieren (z.B. Diensttausch wo es möglich ist) vermeiden, sodass es in der Öffentlichkeit nicht als Verweigerung verbucht wird und auch keine so hohen Wellen schlägt.
Gruß
Anne-Mette
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Lina
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Re: Priester verweigerte einer Frau das christliche Begräbni
cpg hat geschrieben:Moin,
...
Trotzdem sollte man hinzufügen, dass es auch dort Gruppen gibt, die "Amtshandlungen an homosexuellen Personen und Paaren" für sich selbst ablehnen und zumeist durch geschicktes Organisieren (z.B. Diensttausch wo es möglich ist) vermeiden, sodass es in der Öffentlichkeit nicht als Verweigerung verbucht wird und auch keine so hohen Wellen schlägt.
Gruß
Anne-Mette
Klar, müssen die ja irgendwie diskret machen, denn sich einfach zu weigern wäre schlichthin rechtswidrig. Ich finde es jedoch schon schlimm genug, dass man Staatsdiener toleriert, die nicht bereit sind Amtshandlungen auszuführen, ungeachtet ihren persönlichen Empfindungen.
Soll ein Polizist sich auch weigern dürfen zu einem Einsatz zu fahren, wo ein Ehemann seine Frau schlägt. Es gab doch schon früher das Recht, die eigene Ehefrau zu züchttigen. Ein Polizist, der es immer noch so gerne hätte, würde bestimmt Gewissensbisse haben, wenn er gezwungen wäre, einzugreifen. Wäre es fair, wenn er statt dessen einen Kollegen schickt? Oder sollte man ihn ganz aus der Polizei raus schmeissen?
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Und ich verstehe gut, dass einige hier darüber staunen, dass Prister der protestantischen Kirchen in DK Staatsdiener sind. Ich findd auch diese Organisationsform sehr merkwürdig. Aber in der Tat gehören die unter "Kirkeministeriet" (Ü nötig?). Deshalb sind ja kirchliche Trauungen auch rechtlich gültig, und u.a. deshalb fahren ja auch viele extra nach DK und lassen sich dort in den Kirchen überwiegend im Grenzgebiet trauen.
Ich versthe aber nicht wo diese romantisierung der Skandinavischen oder Nordischen Länder her kommt. Dass man eine politische Mehrheit für die eingetragene Lebenspartnerschaft unter Gleichgeschlechtliche schließt doch keineswegs eine große Spaltung der Gesellschaft aus. Homophobie gibt es doch dort en masse. Und die Verteilung der Stimmen bei Parlamentswahlen in den letzten 10-15 Jahren sagen doch einiges aus. Und das sind doch Fakten, die jedem zugänglich sind.
Es gibt dort natürlich super coole Menschen, viele. Gibt es überall. In den USA auch. Auch wenn über die Hälfte kriegsgeile Idioten sind, sind die Restlichen es nicht. Also fast die Hälfte.
Und es ist nun mal ein politisches Faktum, dass offensichtlich eine ganze Menge Menschen in Dänemark es für richtig hielten, mit einer homophoben, ausländerfeindlichen und demokratievernichtenden Partei zusammen zu arbeiten. Das muss also die Haltung von ausreichend viele Menschen sein, dass die das Land eine lange Zeit regieren konnten. Was muss man noch dazu sagen?
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Innerhalb der EU war soweit ich weiß Spanien as erste Land mit einer regelrechten Eherecht für homosexuelle.
Die eingetragene Partnerschaft nach dänischem Recht ist keine Ehe.
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Olivia
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Re: Priester verweigerte einer Frau das christliche Begräbni
Hallo zusammen,
ja, das mit der Toleranz ist so eine Sache — aber: was erwartet man von einer Organisation wie der Kirche, deren Inhalte per Definition dogmatisch und — weil ja angeblich von Gott gegeben — unveränderlich sind. Kirchen, egal ob christliche (und auch hier egal ob katholisch, evangelisch oder sonstig), islamische (und auch hier egal ob schiitisch, sunnitisch, salafistisch oder sonstig) oder sonstige haben ihre "Wahrheiten" über Apostel, Propheten oder wen auch immer oder direkt von Gott bezogen und lassen deshalb nicht wirklich über Inhalte diskutieren. Fortschritt im eigentlichen Wortsinn gibt es hier nicht. Natürlich gibt es im Kleinen immer einige ansatzweise positive Ausnahmen, aber im Grundsatz ändert sich nichts. Es lohnt die Mühe, über Kirchengeschichte nachzulesen. Ich empfehle ausdrücklich den (christlichen) Kirchenkritiker Karl-Heinz Deschner zu lesen. Toleranz und Kirche geht nicht wirklich zusammen. Christliche Anschauung ist eben wie folgt:
"Das Wesen und der tiefere Sinn der Ehe ist darin zu erblicken, dass der Mensch durch die dem ehelichen Akt innewohnende Kraft zur Erweckung neuen Lebens an der Schöpfungsgeschichte Gottes teilhaben kann."
Christen sind zu dieser Anschauung quasi verpflichtet, die Schwulen- und Lesbenfeindlichkeit ist also Programm. Auch aus diesem Grund ist meiner Meinung nach Kirche und Glaube toleranzfeindlich. Ich kann aus zutiefst innerer Überzeugung sagen: Es gibt keinen Gott und Kirchen lehne ich als Institution oder moralische Instanzen ab. Gleichwohl gilt für mich auch hier Toleranz: Wer glauben will darf das selbstverständlich und uneingeschränkt. Aber wundern über Vorfälle wie "Priester verweigert Frau das christliche Begräbnis" muss man/frau sich nicht.
Liebe Grüße in die Runde von Olivia
ja, das mit der Toleranz ist so eine Sache — aber: was erwartet man von einer Organisation wie der Kirche, deren Inhalte per Definition dogmatisch und — weil ja angeblich von Gott gegeben — unveränderlich sind. Kirchen, egal ob christliche (und auch hier egal ob katholisch, evangelisch oder sonstig), islamische (und auch hier egal ob schiitisch, sunnitisch, salafistisch oder sonstig) oder sonstige haben ihre "Wahrheiten" über Apostel, Propheten oder wen auch immer oder direkt von Gott bezogen und lassen deshalb nicht wirklich über Inhalte diskutieren. Fortschritt im eigentlichen Wortsinn gibt es hier nicht. Natürlich gibt es im Kleinen immer einige ansatzweise positive Ausnahmen, aber im Grundsatz ändert sich nichts. Es lohnt die Mühe, über Kirchengeschichte nachzulesen. Ich empfehle ausdrücklich den (christlichen) Kirchenkritiker Karl-Heinz Deschner zu lesen. Toleranz und Kirche geht nicht wirklich zusammen. Christliche Anschauung ist eben wie folgt:
"Das Wesen und der tiefere Sinn der Ehe ist darin zu erblicken, dass der Mensch durch die dem ehelichen Akt innewohnende Kraft zur Erweckung neuen Lebens an der Schöpfungsgeschichte Gottes teilhaben kann."
Christen sind zu dieser Anschauung quasi verpflichtet, die Schwulen- und Lesbenfeindlichkeit ist also Programm. Auch aus diesem Grund ist meiner Meinung nach Kirche und Glaube toleranzfeindlich. Ich kann aus zutiefst innerer Überzeugung sagen: Es gibt keinen Gott und Kirchen lehne ich als Institution oder moralische Instanzen ab. Gleichwohl gilt für mich auch hier Toleranz: Wer glauben will darf das selbstverständlich und uneingeschränkt. Aber wundern über Vorfälle wie "Priester verweigert Frau das christliche Begräbnis" muss man/frau sich nicht.
Liebe Grüße in die Runde von Olivia
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conny
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Re: Priester verweigerte einer Frau das christliche Begräbni
@olivia,
bitte schere nicht die kirchen über einen kamm.
dir ist anscheinend entgangen, dass in der ev. kirche die ehe kein sakrament ist und schwule und lesben pfarrer sein können. die ekd hat ihren landeskirchen empfohlen, gleichgeschlechtlichen paaren (eingetragenen lebensgemeinschaften) auch das wohnen in pfarrhäusern zu genehmigen, was z.zt. umgesetzt wird. auch sonst ist sie nicht für einen strengen wortwörtlichen dogmatismus bekannt.
bitte schere nicht die kirchen über einen kamm.
dir ist anscheinend entgangen, dass in der ev. kirche die ehe kein sakrament ist und schwule und lesben pfarrer sein können. die ekd hat ihren landeskirchen empfohlen, gleichgeschlechtlichen paaren (eingetragenen lebensgemeinschaften) auch das wohnen in pfarrhäusern zu genehmigen, was z.zt. umgesetzt wird. auch sonst ist sie nicht für einen strengen wortwörtlichen dogmatismus bekannt.
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Joana_Lei
Re: Priester verweigerte einer Frau das christliche Begräbni
Stimmt Lina. Das Gesetz wurde 2005 unter der Regierung der spanischen Sozialdemokraten verabschiedet, allerdings können Standesbeamten sich weigern (mit Berufung auf ihr Gewissen) die Ehe zu schliessen. Das führte dazu, dass in vielen konservativ regierten Gemeinden die Eheschliessung praktisch unmöglich war bzw. ist. Einzige Möglichkeit ist dann nur noch die Änderung des Wohnsitzes. Das Thema ist übrigens in den letzten Monaten ein richtig heisses Eisen geworden, da die konservative Partei PP bereits 2005 beim spanischen Verfassungsgericht Einspruch gegen die Eheschliessung gleichgeschlechtilicher Paare eingelegt hat und bisher noch kein Urteil gefällt wurde, da man einen Aufschrei in der Bevölkerung erwartet. (Die ist wesentlich weltoffener als ihre Politiker). Allerdings geht man davon aus, dass das Verfassungsgericht die gleichgeschlechtiliche Eheschliessung wieder kippt, da die Richter von der konservativen Regierung ernannt werden und dieser das ganze Thema ein Dorn im Auge ist (Durch die Verbindung der PP mit der Opus Dei Vereinigung der katholischen Kirche). Richtig brenzlig könnte es für den Justizminister werden, der früher Bürgermeister von Madrid war und auch gerne Eheschliessungen gleichgeschlechtlicher Paare durchführte und sich nun ganz offen gegen die "Homo-Ehe" positioniert. Wie sagte schon Max Weber:"Es gibt zwei Arten, aus der Politik einen Beruf zu machen. Entweder: man lebt für die Politik, — oder aber von der Politik." Bei unserem Justizminister ist wohl eher das zweite...Lina hat geschrieben:Innerhalb der EU war soweit ich weiß Spanien as erste Land mit einer regelrechten Eherecht für homosexuelle.
Liebe Grüsse,
Joana
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Lina
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Re: Priester verweigerte einer Frau das christliche Begräbni
Und damit es nicht missverstanden wird: Ja, Dänemark war früher als 2005 mit einem Gesetz unterwegs - das dänische Gesetz geht aber immer nicht so weit wie das spanische Gesetz. In Dänemark gibt es keine gleichgeschlechtliche Ehe, sondern eine eingetragene Lebenspartnerschaft, die nicht mit den gleichen rechten wie eine Ehe verbunden ist.