Kältebus der Berliner Stadtmission ausgebrannt | RBB - # 2
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Anne-Mette
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Helga
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Re: Kältebus der Berliner Stadtmission ausgebrannt | RBB
Solche Vorkommnisse machen mich wütend.
Wenn jemand der Meinung ist keine Hilfe zu benötigen, kann er diese verbal ablehnen oder ganz einfach nicht in Anspruch nehmen. Das Hilfsangebot mutwillig zu zerstören ist schon ein ausgeprägt assoziales Gebaren. Nicht nur den „Leidensgenossen“ gegenüber, sondern auch gegenüber denen, die hierfür Geld spenden und ihre Freizeit opfern.
Egal, ob die Kosten von der Versicherung oder der DB- Stiftung getragen werden: Die Versicherung kann nur bezahlen weil andere Menschen brav ihre (ständig steigenden) Versicherungsbeiträge überweisen, die DB- Stiftung ist nur flüssig weil die überwiegende Mehrheit der Bahnfahrer ihre (gefühlt zu teuren) Tickets kauft. Sprich: für den Schaden kommt die Allgemeinheit auf.
Leider wird dies für den Täter nicht einmal wirklich negative Konsequenzen habe. Er sitzt in Untersuchungshaft, was er bei der derzeitigen Witterung sicherlich billigend in Kauf genommen hat und mutmaßlich von früheren Aufenthalten kennt. Im Frühjahr wird er mangels Einkommen zu einer mehrmonatigen Haftstrafe verurteilt, die durch die U- Haft weitestgehend abgesessen sein wird. Spätestens zur Fliederblüte kann er wieder „ungesiebte“ Berliner- Luft atmen.
Wenn jemand der Meinung ist keine Hilfe zu benötigen, kann er diese verbal ablehnen oder ganz einfach nicht in Anspruch nehmen. Das Hilfsangebot mutwillig zu zerstören ist schon ein ausgeprägt assoziales Gebaren. Nicht nur den „Leidensgenossen“ gegenüber, sondern auch gegenüber denen, die hierfür Geld spenden und ihre Freizeit opfern.
Egal, ob die Kosten von der Versicherung oder der DB- Stiftung getragen werden: Die Versicherung kann nur bezahlen weil andere Menschen brav ihre (ständig steigenden) Versicherungsbeiträge überweisen, die DB- Stiftung ist nur flüssig weil die überwiegende Mehrheit der Bahnfahrer ihre (gefühlt zu teuren) Tickets kauft. Sprich: für den Schaden kommt die Allgemeinheit auf.
Leider wird dies für den Täter nicht einmal wirklich negative Konsequenzen habe. Er sitzt in Untersuchungshaft, was er bei der derzeitigen Witterung sicherlich billigend in Kauf genommen hat und mutmaßlich von früheren Aufenthalten kennt. Im Frühjahr wird er mangels Einkommen zu einer mehrmonatigen Haftstrafe verurteilt, die durch die U- Haft weitestgehend abgesessen sein wird. Spätestens zur Fliederblüte kann er wieder „ungesiebte“ Berliner- Luft atmen.
Was bin ich?- Zunächst einmal bin ich ein Mensch!
Meistens bin ich ein Mann.
Wenn mir danach ist bin ich eine Frau.
Ich muss mich nicht festlegen.
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Jaddy
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Re: Kältebus der Berliner Stadtmission ausgebrannt | RBB
Ich weiss nicht so recht. Bei jemandem, der es aus politischen Motiven gemacht hätte, wegen der Art der Hilfsorganisation oder so, würde ich auch mehr Rage empfinden. Egal ob sie*er was gegen die Arbeit für Wohnungslose hätte oder gegen ihren christlichen Background. Alle verwerflich.
Hier scheint es aber eine persönliche Vorgeschichte zu geben und ich bin sehr gespannt, ob wir die irgendwann erfahren werden. Kann total banal sein, so wie andauernd hoch alkoholisierte Leute irgendwas zerstören. Aber vielleicht deutet die Wiederholung auf auf eine Konfliktsituation mit der Org oder Leute dahin, bei der er keine andere Möglichkeit sah. Das soll nichts entschuldigen, sondern irgendwann vielleicht nachvollziehbar machen und falls es eine problematische Vorgeschichte gab, aufklären, warum es so eskaliert ist und nicht anders abgefangen wurde. Insofern bin ich bei der aktuell dünnen Informationslage etwas zurückhaltend mit derart heftiger Verurteilung. Vor allem, weil ich, wie wohl alle hier, in meinem warmen Wohnzimmer sitze, mit gefülltem Kühlschrank, gesund, mit Krankenversicherung und Ressourcen in der Hinterhand und einer ziemlich sicheren Zukunftsprognose. Das macht es leicht, Menschen in Ausnahme-Lebenslagen nach den eigenen Massstäben zu verurteilen.
Hier scheint es aber eine persönliche Vorgeschichte zu geben und ich bin sehr gespannt, ob wir die irgendwann erfahren werden. Kann total banal sein, so wie andauernd hoch alkoholisierte Leute irgendwas zerstören. Aber vielleicht deutet die Wiederholung auf auf eine Konfliktsituation mit der Org oder Leute dahin, bei der er keine andere Möglichkeit sah. Das soll nichts entschuldigen, sondern irgendwann vielleicht nachvollziehbar machen und falls es eine problematische Vorgeschichte gab, aufklären, warum es so eskaliert ist und nicht anders abgefangen wurde. Insofern bin ich bei der aktuell dünnen Informationslage etwas zurückhaltend mit derart heftiger Verurteilung. Vor allem, weil ich, wie wohl alle hier, in meinem warmen Wohnzimmer sitze, mit gefülltem Kühlschrank, gesund, mit Krankenversicherung und Ressourcen in der Hinterhand und einer ziemlich sicheren Zukunftsprognose. Das macht es leicht, Menschen in Ausnahme-Lebenslagen nach den eigenen Massstäben zu verurteilen.
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Val44721
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Re: Kältebus der Berliner Stadtmission ausgebrannt | RBB
Menschen, für die ins Gefängnis zu kommen eine Steigerung ihrer Lebensqualität darstellt, sind schon genug gestraft im Leben.Helga hat geschrieben: Sa 3. Jan 2026, 19:45 Leider wird dies für den Täter nicht einmal wirklich negative Konsequenzen habe. Er sitzt in Untersuchungshaft, was er bei der derzeitigen Witterung sicherlich billigend in Kauf genommen hat
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Michi
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Re: Kältebus der Berliner Stadtmission ausgebrannt | RBB
Es ist eigentlich bekannt, dass es Obdachlose gibt, die es darauf anlegen, bei der Witterung ins Gefängnis zu kommen. Das ist sicherer als ab und zu mal in einer der überfüllten Obdachlosenunterkünfte nächtigen zu dürfen.
Wie viel besser wäre es, wenn Menschen gar nicht auf der Straße leben müssten?! Finnland macht es vor:
https://kontrast.at/housing-first-finnland-obdachlose/
Wenn dir jemand auf den Fuß tritt, schreist du "Aua" und erwartest eine Entschuldigung.
Mir treten andere dauernd auf die Füße und erwarten, dass ich mich dafür entschuldige, dass es mir weh tut.
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Re: Kältebus der Berliner Stadtmission ausgebrannt | RBB
Verurteilt wird doch vor Gericht, irgendwann. Aber die Arbeit von Menschen zu zerstören nur weil jemand mit sich selbst nicht klarkommt finde ich ehrlich gesagt reichlich besch...eiden. Will ich die Motivation nachvollziehen? Glaub nicht.Jaddy hat geschrieben: Sa 3. Jan 2026, 21:32 Das macht es leicht, Menschen in Ausnahme-Lebenslagen nach den eigenen Massstäben zu verurteilen.
Ich war auch schon in Ausnahmelebenslagen, hab ich was angezündet oder zerstört? Mitnichten. Höchstens mit ausufernden Trinkgelagen mich selbst. Aber wir können ihn nun ja alle liebhaben und in den Arm nehmen, alles ist gut.
Der nächste in einer Ausnahmelebenslage zündet im Hausflur einen Kinderwagen an und ein Mehrfamilienhaus brennt nieder. Kann passieren, checken wir aber doch erstmal was seine Befindlichkeiten waren. Diese Haltung führt schon ewig zu Angriffen auf Feuerwehr, Rettungspersonal und auch Polizei. Vor drei Tagen erst wieder. Und ein Mann der seine Frau ersticht weil sie ihn verlassen hat oder will ist so gesehen ja auch in einer Ausnahmelebenslage. Das ist ja immer das, die Opfer solcher Taten sind dann immer in der 2.Reihe, fast unsichtbar.
"Es ist nicht die Zeit in deinem Leben, es ist das Leben in deiner Zeit." Bruce Springsteen
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Val44721
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Re: Kältebus der Berliner Stadtmission ausgebrannt | RBB
Zwischen der Gefahr auf der Straße zu sterben und der Gefahr bald Single zu sein ist schon noch einiges an Raum.
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Helga
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Re: Kältebus der Berliner Stadtmission ausgebrannt | RBB
Hallo Jaddy,
wo würdest du denn die Grenze ziehen, um einen Obdachlosen zu verurteilen?
Bei Personenschaden? Hat der Feuerteufel vorher nachgesehen, ob sich eventuell Personen in den Bussen befinden? Ich glaube es ist nicht ungewöhnlich, dass Obdachlose Zuflucht in unverschlossenen Fahrzeugen suchen.
Hätte er den Reichstag oder die Zentrale einer linksorientierten Partei anzünden müssen um einen Schaden in Millionenhöhe zu erzeugen?
Oder hätte er kritische Infrastruktur in Brand setzen müssen um Zehntausende von Menschen leiden zu lassen?
Wenn ich als durchschnittlicher Bürger dieses Staates fremdes Eigentum beschädige, dann muss ich den Schaden ersetzen, egal ob fahrlässig oder mutwillig. Darüber besteht völlig zu recht gesellschaftlicher Konsens, und eine Unzahl von Gesetzen und Paragrafen, die Details regeln.
Es mag sein, dass der betreffenden Person in der Vergangenheit Unrecht widerfahren ist. Aber seit wann rechtfertig dies selber Unrecht zu tun? Ich denke es gibt keinen Menschen auf der Welt, dem nicht irgendwann mal kleineres oder größeres Unrecht getan wurde. Wenn ich einige Geschichten im Forum lese, läuft es mir heiß und kalt der Rücken runter. Trotzdem steckt von uns niemand Autos in Brand.
Laut den Presseberichten ist der festgenommene Obdachlose nicht zum ersten Mal straffällig geworden. Im Laufe seiner Straftaten hat er vermutlich gelernt, dass immer wieder nach Entschuldigungen für sein Tun und Handeln gesucht wurde, was zum einen die schwere der Schuld relativiert und zum anderen eine gewisse „Narrenfreiheit“ impliziert.
Obdachlosigkeit ist sicherlich kein einfaches Schicksal, und die Ursachen dürften eher in der Psyche, als im Geldbeutel zu suchen sein. Aber der Kältebus ist im Grunde nur des letzte Glied in einer Kette von Hilfsangeboten, die zunächst einmal darauf abgestellt sind Obdachlosigkeit zu vermeiden. Wer die Schuld für Obdachlosigkeit nur bei anderen oder in der Gesellschaft sucht, macht sich das Denken zu einfach. Ein wenig Eigenverantwortung darf man den Betroffenen auch zugestehen.
Justizia ist zum Glück Blind. Es wäre fatal eine Straftat nicht angemessen zu sanktionieren, nur weil der Täter zu einer vermeintlich benachteiligten Gruppe gehört. Solche Ungleichbehandlung hält unsere Gesellschaft nicht aus. Dies würde den politischen Kräften Zulauf bringen, die Randgruppen lieber internieren möchten.
Liebe Grüße
Helga
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Jaddy
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Re: Kältebus der Berliner Stadtmission ausgebrannt | RBB
Das kam vielleicht nicht so klar rüber, wie es sollte. Es geht nicht um's ob verurteilen. Auch nicht, die Taten zu entschuldigen. Vielmehr wollte ich aufzeigen, dass ausser den Fakten des ersten Anscheins weitere Aspekte wahrscheinlich sein können, und ich deshalb eine knallharte Vorverurteilung hier ohne tiefere Kenntnis der Vorgeschichte für nicht angemessen halte.Helga hat geschrieben: So 4. Jan 2026, 20:53 Hallo Jaddy,
wo würdest du denn die Grenze ziehen, um einen Obdachlosen zu verurteilen?
Es geht mutmasslich um einen Menschen mit sehr wenigen Handlungsoptionen und Ressourcen. Wie wenig Alternativen er subjektiv oder objekt hat, können wir jedenfalls nicht sagen, denn dazu gehören eine Menge Wissen, Fähigkeiten und zB auch Geld, die wir nicht voraussetzen können. Bis dahin ist alles Spekulation und Vorurteil.
Es kann durchaus sein, dass der Mensch aus blossem Zerstörungswillen das erstbeste Ziel gewählt hat. Es kann auch sein, dass er sich von Leuten genau der Org ungerecht behandelt fühlte - was es objektiv nicht besser macht. Es kann sein, dass ihm von irgendwem dort wirklich übel mitgespielt wurde. Es kann sein, dass er sich nicht anders zu helfen wusste. Es kann sein, dass er schon länger dringend psychologische Betreuung braucht.
Es gibt da durchaus Abstufungen von Schuld, Schuldfähigkeit, usw. die Gerichte auch berücksichtigen. Nämlich in angemessenen Urtellen, nicht nach dem ersten Eindruck (aus den Medien). Deshalb, wie gesagt, halte ich Vorverurteilungen in dieser drastischen Art für nicht angebracht.
"Justizia" ist zum Glück nicht "blind", sondern urteilt im besten Falle nicht nach vermitlicher, sondern tatsächlicher Situation im Einzelfall. Etwas, was wir hier alle nicht können, weil wir die Details nicht kennen.
Aber zum Thema Ungleichbehandlung und politische Kräfte: So "Medien" wie Bild & Co arbeiten sich gerne an sowas ab und verkünden angeblichen Volkswillen. In der Regel auch unter Vernachlässigung wichtiger Details. Hauptsache Empörung, Hauptsache Rache. Sperrt sie weg für immer, etc. Genau das erzeugt sehr viel Zulauf zu jenen, die mit vermeintlich einfachen Lösungen auftreten, die praktisch immer irgendwen nach unten treten.
Es hilft uns nichts, genau das zu tun, was die Krakeelenden wollen. "Blind" und möglichst hart zu urteilen. Wir haben nichts gewonnen, wenn wir so werden wie sie es propagieren. Lasst uns lieber erst mal ruhig bleiben, mit eigenen Urteilen zurück halten, verlässliche Informationen zu Details abwarten.
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conny
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Re: Kältebus der Berliner Stadtmission ausgebrannt | RBB
Etwa so wie hier:Jaddy hat geschrieben: Mo 5. Jan 2026, 14:20 Aber zum Thema Ungleichbehandlung und politische Kräfte: So "Medien" wie Bild & Co arbeiten sich gerne an sowas ab und verkünden angeblichen Volkswillen. In der Regel auch unter Vernachlässigung wichtiger Details. Hauptsache Empörung, Hauptsache Rache. Sperrt sie weg für immer, etc. Genau das erzeugt sehr viel Zulauf zu jenen, die mit vermeintlich einfachen Lösungen auftreten, die praktisch immer irgendwen nach unten treten.
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