Wir starten am 5. Januar, 19 Uhr, gemeinsam in das neue Jahr! Anmeldung per E-Mail unter anmeldung@dielinke-queer.de! Der Link zum Stream wird eine halbe Stunde vor Beginn versandt.
Die Bundesregierung plant die Reform des sogenannten Prostituiertenschutzgesetzes (ProstSchG) und hat dafür eine Expert*innenkommission eingesetzt, der keine Sexarbeitenden angehören. Die politische Debatte um Sexarbeit ist derweil von Mythen und Vorurteilen durchsetzt. Die Linke queer startet deshalb eine mehrteilige (Online-)Gesprächsreihe, in der Expert*innen aus der Sexarbeit, Politik, Wissenschaft oder Beratungsstellen das Thema Sexarbeit in seinen unterschiedlichen Facetten diskutieren. Für die Auftaktveranstaltung zum Thema „Einführung in das Thema Sexarbeit und in die Kritik am Nordischen Modell“ konnten wir Cornelia Möhring, ehemaliges Mitglied des Deutschen Bundestags und langjährige frauenpolitische Sprecherin der Fraktion Die Linke sowie die Sexarbeitsaktivistin Anne Bonny gewinnen.
Einführung in das Thema Sexarbeit und in die Kritik am Nordischen Modell | Die Linke
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Anne-Mette
- Administratorin
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- Registriert: Sa 24. Nov 2007, 18:19
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- Wohnort (Name): Ringsberg
- Forum-Galerie: gallery/album/1
- Hat sich bedankt: 183 Mal
- Danksagung erhalten: 2025 Mal
- Gender:
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Re: Einführung in das Thema Sexarbeit und in die Kritik am Nordischen Modell | Die Linke
Moin,
ich fand die Veranstaltung gestern ausgewogen und gelungen - auch weil Anwesende dabei waren, die direkt mit dem Thema "Sexarbeit" zu tun haben ("Betroffene" will ich sie nicht nennen).
Sehr gelobt wurden die Begleitungs- und Beratungsverhältnisse in Schleswig-Holstein. Es ist das einzige Bundesland mit einer sehr guten und freiwilligen Beratungseinrichtung:
cara*SH
Fachberatungsstelle für Prostituierte
in 24534 Neumünster
Es wurde gestern gesagt, dass das "Nordische Modell" keine Eindämmung der Sexarbeit bringen würde, sondern dass es ein Verbergen in einem Schattenbereich wäre.
Damit verbunden wären viele Nachteile.
Es wurde allerdings nicht alles als schlecht eingestuft, z.B. ist eine Ausstiegsberatung sinnvoll und gut.
Den Ablehnenden des Nordischen Modells geht es um Unterstützung und nicht um Verbote.
Ein "Sexkaufverbot" und eine Verlagerung in einen Schattenbereich könnte und würde zu einschneidenden Verschlechterungen führen, z.B. auch zu Wohnungslosigkeit und/oder prekären Wohnverhältnissen.
Angesprochen wurde, dass SexarbeiterInnen viele Anfeindungen erfahren. In früheren Gesprächen erfuhr ich, dass diese auch von den VerfechterInnen des Nordischen Modells ausgehen. Ich denke, das haben wir auch schon mal angesprochen und entsprechende Informationen verlinkt. Siehe dazu auch den "Einsatz" der Bundestagspräsidentin Julia Klöckner: Deutschland sei der "Puff Europas", sagt sie. Man müsse anstreben, Prostitution vollständig zu beenden. Freier sollten bestraft werden. Anders lasse sich Zwangsprostitution nicht in den Griff kriegen. (Quelle: WDR)
In der Veranstaltung gestern wurde noch einmal deutlich, dass zwischen Sexarbeit (aus welchem individuellen Grund auch immer) und Zwangsprostitution unterschieden werden muss.
Soweit eine kurze Zusammenfassung
ich fand die Veranstaltung gestern ausgewogen und gelungen - auch weil Anwesende dabei waren, die direkt mit dem Thema "Sexarbeit" zu tun haben ("Betroffene" will ich sie nicht nennen).
Sehr gelobt wurden die Begleitungs- und Beratungsverhältnisse in Schleswig-Holstein. Es ist das einzige Bundesland mit einer sehr guten und freiwilligen Beratungseinrichtung:
cara*SH
Fachberatungsstelle für Prostituierte
in 24534 Neumünster
Es wurde gestern gesagt, dass das "Nordische Modell" keine Eindämmung der Sexarbeit bringen würde, sondern dass es ein Verbergen in einem Schattenbereich wäre.
Damit verbunden wären viele Nachteile.
Es wurde allerdings nicht alles als schlecht eingestuft, z.B. ist eine Ausstiegsberatung sinnvoll und gut.
Den Ablehnenden des Nordischen Modells geht es um Unterstützung und nicht um Verbote.
Ein "Sexkaufverbot" und eine Verlagerung in einen Schattenbereich könnte und würde zu einschneidenden Verschlechterungen führen, z.B. auch zu Wohnungslosigkeit und/oder prekären Wohnverhältnissen.
Angesprochen wurde, dass SexarbeiterInnen viele Anfeindungen erfahren. In früheren Gesprächen erfuhr ich, dass diese auch von den VerfechterInnen des Nordischen Modells ausgehen. Ich denke, das haben wir auch schon mal angesprochen und entsprechende Informationen verlinkt. Siehe dazu auch den "Einsatz" der Bundestagspräsidentin Julia Klöckner: Deutschland sei der "Puff Europas", sagt sie. Man müsse anstreben, Prostitution vollständig zu beenden. Freier sollten bestraft werden. Anders lasse sich Zwangsprostitution nicht in den Griff kriegen. (Quelle: WDR)
In der Veranstaltung gestern wurde noch einmal deutlich, dass zwischen Sexarbeit (aus welchem individuellen Grund auch immer) und Zwangsprostitution unterschieden werden muss.
Soweit eine kurze Zusammenfassung