Hallo Jaddy,
das ist mir auch in einem anderen Thread aufgefallen, und ich habe mich dazu geäußert. Es schenkt mir Sicherheit, dass du das auch so siehst.
Liebe Grüße
Michi
Im Chat: die ChatBotIn, aber keine natürlichen Personen (d/m/w)
Hallo Jaddy,
Das ist ein Phänomen, das in letzter Zeit recht häufig aufgeploppt ist. Auch hier im Forum, aber beileibe nicht nur.Michi hat geschrieben: Do 11. Dez 2025, 18:33Hallo Jaddy,
das ist mir auch in einem anderen Thread aufgefallen, und ich habe mich dazu geäußert. Es schenkt mir Sicherheit, dass du das auch so siehst.
Liebe Grüße
Michi
In gewisser Weise hast du recht, eigentlich gehen jene Beiträge am Thema vorbei.Jaddy hat geschrieben: Do 11. Dez 2025, 17:49 Ich nehme dies nur mal als Beispiel, es gab ja auch mehrere andere Beiträge in die Richtung "also iiiich hab das Problem nicht"
Ich hätte dieses Wissen auch nicht, wenn ich nicht in Selbsthilfegruppen verschiedener Art aktiv wäre, wo Menschen mit anderer Biografie und Umfeld auflaufen, die sich von meiner drastisch unterscheiden. Ich bin nämlich unglaublich privilegiert. Ü50, stabile 1,88 m, breite Schultern und vor allem genug Ressourcen, um mir meine Sozialkontakte sehr gut filtern zu können. Ich arbeite selbstständig, remote, wohne abgeschieden auf dem Land, fahre mit Auto oder Fahrrad auf meist leeren Strassen, habe eine überraschend offene Kleinstadt und dahinter Bremen, von denen ich nur die Einrichtungen für bürgerliche Mittelschichtsleute wie mich nutze. Meine Wahrscheinlichkeit auf Risiko-Begegnungen ist deshalb minimal. Trotzdem wurden mir auf dem Marktplatz schon Steine hinterher geworfen.Vesta hat geschrieben: Do 11. Dez 2025, 22:15 Allerdings halte ich es für kontraproduktiv, wenn hier nur über Probleme gesprochen wird, denn das könnte diejenigen, die hier mitlesen und die vor diesem Schritt stehen, davon abhalten, doch endlich mal ins Bad zu gehen. Deswegen halte ich ein paar Berichte, wo alles gut geht und es keine Probleme gibt, für hilfreich, Angst zu nehmen.
Ich will dabei nicht abstreiten, dass es die Negativerfahrungen, über die du berichtest, gibt. Ich sehe keinen Grund, dir dies nicht zu glauben. Ich denke aber, dass die positiven Erfahrungen in der Mehrzahl sind, habe aber keinerlei Quellen, das zu belegen, sondern das ist rein nach Gefühl.
Und nein, ich habe nicht den Eindruck, dass hier jemand was relativiert, wenn er von einem relativ problemfreien Leben berichtet.Vesta hat geschrieben: Do 11. Dez 2025, 22:15 Allerdings halte ich es für kontraproduktiv, wenn hier nur über Probleme gesprochen wird, denn das könnte diejenigen, die hier mitlesen und die vor diesem Schritt stehen, davon abhalten, doch endlich mal ins Bad zu gehen.
Das wäre sicherlich sinnvoll, aber ist es praktikabel? Du hast das im zitierten Beitrag getan. Da kommt einiges an Text zusammen.Jaddy hat geschrieben: Fr 12. Dez 2025, 00:04 Ich würde deshalb (inzwischen) immer den eigenen Kontext mit nennen und persönliche Erfahrungen nicht (mehr) verallgemeinern.
Wenn ich das mal mit meinem Leben abgleiche, dann ist bei mir bis auf die ersten beiden Punkte (Alter und Stadtgröße) das meiste ähnlich:Jaddy hat geschrieben: Fr 12. Dez 2025, 00:04 Die Negativerfahrungen, die ich mitkriege, kommen von trans und nichtbinären Menschen bis maximal 35, die sich in der Großstadt bewegen, viel ÖPNV und Fussweg nutzen, zwangsläufig viel Kontakt mit unglaublich vielen fremden Menschen haben, sich wegen weniger Geld und nicht so tollen Jobs nicht die Privatsphäre, den abgeschiedenen, gediegenen Wohnraum leisten können, und die viel mehr an Veranstaltungen, Clubs usw teilnehmen.
So wie es bisher aussieht, äußern sich hier eher Menschen, die keine oder nur wenig schlechte Erfahrungen gemacht haben.Vesta hat geschrieben: Do 11. Dez 2025, 22:15 Man könnte darüber diskutieren, was helfen könnte, damit diese Negativerfahrungen, nicht gemacht werden, aber die Diskussion müsste von den Betroffenen ausgehen, denn sonst wissen wir nicht, woran es gelegen hat.
Ich zweifle etwas, dass quasi ein verengter Fokus auf eine geringere Anzahl statistischer Faktoren wirklich helfen würde. Das sieht mir nach punktuellen "Pflastern" aus, während sich anderswo unter leicht anderen Bedingungen neue Verletzungen ereignen können.Lana hat geschrieben: Fr 12. Dez 2025, 00:58 Da würde mich interessieren, woran das liegt. Habe ich einfach mehr Glück, mache ich aufgrund meiner Privilegierung irgendwas anders, spielt das Alter eine Rolle, die Region, oder was sonst?
Ich weiß es nicht.
Ich glaube aber, wenn man es wüsste, dann wäre man der Lösung der Problematik einen Schritt näher.
Da bin ich voll bei dir, wobei ich da keine Reihenfolge sehen würde. Die beiden Punkte gehen Hand in Hand.Jaddy hat geschrieben: Fr 12. Dez 2025, 13:31 Ich möchte generell entspanntere, offenere Einrichtungen für alle, statt mehr EInkastelungen, Sonderregeln usw. plus Bekenntnis und aktive Achtsamkeit der Verantwortlichen für diese Ausrichtung. Danach kommt dann Ursachenarbeit bspw an Gender- und vor allem Männlichkeitsbildern.
Ja, volle Zustimmung, allerdings dürfte das bei Duschen noch lange dauern. In vielen Kommunen ist gerade mal die Aufrechterhaltung des Betriebs von öffentlichen Bädern möglich. Da ist kein Geld für Umbauten da, oftmals reicht es kaum für die nötigsten Wartungs- und Unterhaltungsarbeiten. Und das wird in den nächsten Jahren kaum besser, wenn die politischen Prioritäten sich nicht wider erwarten ändern.Jaddy hat geschrieben: Fr 12. Dez 2025, 13:31
Gar nicht erst zwei Türen, sondern eine gemeinsame Anzahl von Einzelkabinen oder wenigstens sinnvollen Sichtblenden wo Privatsphäre wichtig ist.