Wie kann ich meinem Mann am besten helfen?
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Laro
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Wie kann ich meinem Mann am besten helfen?
Hallo,
Ich schildere erstmal meine Situation. Ich bin seit fast 5 Jahren mit meinem Partner zusammen und seit diesem Jahr auch mit Ihm verheiratet. Seit August ist unsere Tochter auf der Welt. Ich habe schon vor der Hochzeit gemerkt, dass ihn immer wieder etwas bedrückt. Er offenbarte mir dann, dass er CD ist. Er wollte keine Geheimnisse vor mir haben, wenn wir heiraten. Das fiel ihm sehr schwer. Davor hatte er heimlich meine Sachen angezogen wenn ich Nachtdienst hatte. Mir ist das egal. Ich liebe ihn mehr, als ich in Wort fassen kann. Aber es beschäftigt ihn sehr und er hat Angst, dass sich zwischen uns etwas verändert. Ich möchte nur, dass er sich wohl fühlt. Wie kann ich ihm da helfen? Mir ist es wirklich egal, ob er nur Zuhause oder auch draußen sich weiblich kleidet. Er hat Angst vor den Kommentaren anderer. Gibt es vielleicht einen Stil mit dem man anfangen kann? Also irgendwas womit er sich wohler fühlt am Anfang? Was hat denn vielleicht euch geholfen. Ich möchte nur, dass er sich wohlfühlt und glücklich ist.
Ich schildere erstmal meine Situation. Ich bin seit fast 5 Jahren mit meinem Partner zusammen und seit diesem Jahr auch mit Ihm verheiratet. Seit August ist unsere Tochter auf der Welt. Ich habe schon vor der Hochzeit gemerkt, dass ihn immer wieder etwas bedrückt. Er offenbarte mir dann, dass er CD ist. Er wollte keine Geheimnisse vor mir haben, wenn wir heiraten. Das fiel ihm sehr schwer. Davor hatte er heimlich meine Sachen angezogen wenn ich Nachtdienst hatte. Mir ist das egal. Ich liebe ihn mehr, als ich in Wort fassen kann. Aber es beschäftigt ihn sehr und er hat Angst, dass sich zwischen uns etwas verändert. Ich möchte nur, dass er sich wohl fühlt. Wie kann ich ihm da helfen? Mir ist es wirklich egal, ob er nur Zuhause oder auch draußen sich weiblich kleidet. Er hat Angst vor den Kommentaren anderer. Gibt es vielleicht einen Stil mit dem man anfangen kann? Also irgendwas womit er sich wohler fühlt am Anfang? Was hat denn vielleicht euch geholfen. Ich möchte nur, dass er sich wohlfühlt und glücklich ist.
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NB-Sabine
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Re: Wie kann ich meinem Mann am besten helfen?
Hallo Laro,
meiner Frau und mir hat es sehr geholfen nicht "mit der Tür ins Haus zu fallen", sondern zuerst immer mal nur einzelne Details zu verändern, so dass z.B. für meine Frau immer genug Vertrautes geblieben ist und sie Zeit hatte sich an die neuen Dinge zu gewöhnen. Für mich selbst war es natürlich auch einfacher mich an einzelne Dinge heran zu tasten, anstatt "Frauen kopieren zu wollen".
meiner Frau und mir hat es sehr geholfen nicht "mit der Tür ins Haus zu fallen", sondern zuerst immer mal nur einzelne Details zu verändern, so dass z.B. für meine Frau immer genug Vertrautes geblieben ist und sie Zeit hatte sich an die neuen Dinge zu gewöhnen. Für mich selbst war es natürlich auch einfacher mich an einzelne Dinge heran zu tasten, anstatt "Frauen kopieren zu wollen".
Jede(r) ist anders bzw. einzigartig... ;)
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Shoshana
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Re: Wie kann ich meinem Mann am besten helfen?
Hallo Laro,
erstmal herzlich Willkommen im Forum.
Partnerinnen sind hier zwar in der Minderheit aber ganz besonders gerne gesehen.
Zu deiner Frage: Denke praktisch jede(r) hier kann nachvollziehen wie schwer die Beichte deinem Mann gefallen ist. Das er es gemacht hat ist ein großer Vertrauensbeweis.
Aus dem Schneckenhaus muss er sich selber raus arbeiten und nur mal ein paar Ideen wie du helfen eventuell kannst. Ob das passen kann musst du selber einschätzen.
- Bitte ihn dir. seine Lieblingsstücke aus deinem Kleiderschrank zu zeigen. Eventuell lässt er sich auch zum Anziehen motivieren.
- Ein Kilt wäre ein typischer Männerrock und ggf. ein Einstieg.
- Beim nächsten Kleidungskauf könntet ihr zusammen die Damenabteilung besuchen. Was gefällt dir? Was ihm?
Bitte nicht drängeln sondern nur Offenheit zeigen. Sonst könnte er verschreckt reagieren und das wäre doch zu schade.
Liebe Grüße, Shoshana
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Zu deiner Frage: Denke praktisch jede(r) hier kann nachvollziehen wie schwer die Beichte deinem Mann gefallen ist. Das er es gemacht hat ist ein großer Vertrauensbeweis.
Aus dem Schneckenhaus muss er sich selber raus arbeiten und nur mal ein paar Ideen wie du helfen eventuell kannst. Ob das passen kann musst du selber einschätzen.
- Bitte ihn dir. seine Lieblingsstücke aus deinem Kleiderschrank zu zeigen. Eventuell lässt er sich auch zum Anziehen motivieren.
- Ein Kilt wäre ein typischer Männerrock und ggf. ein Einstieg.
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Bitte nicht drängeln sondern nur Offenheit zeigen. Sonst könnte er verschreckt reagieren und das wäre doch zu schade.
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Slothorpe
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Re: Wie kann ich meinem Mann am besten helfen?
Hallo Laro,
Es ist toll, dass Du zu Ihm stehst und offen dafür bist, dass er seine Gefühle und Befürfnisse ausleben kann, das ist nicht so selbstverständlich. Ich habe/hatte auch dieses Glück, meine Frau hat mich sogar bestärkt darin, als ich mich Ihr offenbart habe…
Vermutlich kennen alle Crossdressee diese Angst am Anfang, ausgelacht, ausgestoßen oder verbal angegriffen zu werden.
Die ist unbegründet, aber das kann man sich nicht vorstellen.
Mein erstes Kleidungsstück war auch ein Kilt, der hat den „Vorteil“ als männliches Kleidungsstück assoziiert zu werden. Damit habe ich die ersten „Gehversuche“ gemacht, ist natürlich etwas unehrlich, weil ich mich eigentlich gerne „weiblicher“ gekleidet hätte, aber es hat mir Sicherheit gegeben, dass das - wenn überhaupt - positiv wahrgenommen wird.
Dann habe ich angefangen Abends/Nachts in geschützten oder „bunten“ Umgebungen (im KitKat-Club, bei Vernissagen etc.) Röcke und hohe Schuhe zu tragen…
Mit jedem Schritt draußen bekommt man mehr Selbstbewusstsein und lernt, dass die anderen Menschen darauf gar nicht negativ reagieren, eher im Gegenteil, man bekommt manchmal sehr schöne Komplimente.
Sicher kann es auch helfen, mal zu einem CD Stammtisch zu gehen oder sich mal mit jemandem z.B. hier aus dem Forum zu treffen, einfach um gemeinsam zu erleben, dass CD weder peinlich ist noch etwas „verbotenes“ oder „perverses“, sondern einfach nur das Recht, die eigenen Emotionen auszudrücken… man tut ja niemandem was zuleide…
Ich finde es jedenfalls toll, dass Du Deinen Mann unterstützen willst und wünsche Euch dass Ihr da zusammen einen Weg findet, der Euch als Paar und jedem als Mensch gut tut!
Liebe Grüße
Es ist toll, dass Du zu Ihm stehst und offen dafür bist, dass er seine Gefühle und Befürfnisse ausleben kann, das ist nicht so selbstverständlich. Ich habe/hatte auch dieses Glück, meine Frau hat mich sogar bestärkt darin, als ich mich Ihr offenbart habe…
Vermutlich kennen alle Crossdressee diese Angst am Anfang, ausgelacht, ausgestoßen oder verbal angegriffen zu werden.
Die ist unbegründet, aber das kann man sich nicht vorstellen.
Mein erstes Kleidungsstück war auch ein Kilt, der hat den „Vorteil“ als männliches Kleidungsstück assoziiert zu werden. Damit habe ich die ersten „Gehversuche“ gemacht, ist natürlich etwas unehrlich, weil ich mich eigentlich gerne „weiblicher“ gekleidet hätte, aber es hat mir Sicherheit gegeben, dass das - wenn überhaupt - positiv wahrgenommen wird.
Dann habe ich angefangen Abends/Nachts in geschützten oder „bunten“ Umgebungen (im KitKat-Club, bei Vernissagen etc.) Röcke und hohe Schuhe zu tragen…
Mit jedem Schritt draußen bekommt man mehr Selbstbewusstsein und lernt, dass die anderen Menschen darauf gar nicht negativ reagieren, eher im Gegenteil, man bekommt manchmal sehr schöne Komplimente.
Sicher kann es auch helfen, mal zu einem CD Stammtisch zu gehen oder sich mal mit jemandem z.B. hier aus dem Forum zu treffen, einfach um gemeinsam zu erleben, dass CD weder peinlich ist noch etwas „verbotenes“ oder „perverses“, sondern einfach nur das Recht, die eigenen Emotionen auszudrücken… man tut ja niemandem was zuleide…
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Liebe Grüße
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Frieda
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Re: Wie kann ich meinem Mann am besten helfen?
Guten Morgen und herzlich willkommen liebe Laro

Kurz zu mir .. Ich bin ebenso eine Partnerin, wie du. Wenn du im Forum hier und dort mal rumlesen wirst, wirst du auf den Begriff "Cisfrau" treffen. So werden die Frauen bezeichnet die bei der Geburt als eindeutig weiblich identifiziert worden sind.
Ganz grob von mir zu eurer Situation die du uns hier schilderst ... bravo
alles supi ihr seid auf einem guten Weg
Nun ja, so einfach scheint es dann doch nicht zu sein.
Aber für eure Beziehung sehe ich da (aktuell) keine großen Probleme, nur eher das Thema der gesellschaftlichen Akzeptanz auch womöglich der Akzeptanz im Rest eurer Familie!?
Meine Gedanken gehen da erstmal nur in eine Richtung die da lautet Geduld und Sicherheit, nichts anderes wird dein Partner in der nächsten Zeit brauchen

Für mich ist es immer wichtig mir in Erinnerung zu bringen, dass ich es niemals nachempfinden, nachfühlen kann, was Michi für Gedanken, Gefühle, Erlebnisse in ihrem Leben bisher bzgl ihres Seins hatte. Und deswegen sind niemals wir die Taktgeber, sondern immer sie
Das Thema Trans wird noch nicht vollumfänglich in der Gesellschaft akzeptiert, und das darf in unserem Umgang miteinander einfach nicht vergessen werden, denn daher rührt die Angst und Unsicherheit. Sei einfach da mit Liebe und Zuversicht und geht euren Weg Schritt für Schritt GEMEINSAM


Ich wünsche euch alles Liebe auf eurem Weg

Kurz zu mir .. Ich bin ebenso eine Partnerin, wie du. Wenn du im Forum hier und dort mal rumlesen wirst, wirst du auf den Begriff "Cisfrau" treffen. So werden die Frauen bezeichnet die bei der Geburt als eindeutig weiblich identifiziert worden sind.
Ganz grob von mir zu eurer Situation die du uns hier schilderst ... bravo
Nun ja, so einfach scheint es dann doch nicht zu sein.
Aber für eure Beziehung sehe ich da (aktuell) keine großen Probleme, nur eher das Thema der gesellschaftlichen Akzeptanz auch womöglich der Akzeptanz im Rest eurer Familie!?
Meine Gedanken gehen da erstmal nur in eine Richtung die da lautet Geduld und Sicherheit, nichts anderes wird dein Partner in der nächsten Zeit brauchen
Für mich ist es immer wichtig mir in Erinnerung zu bringen, dass ich es niemals nachempfinden, nachfühlen kann, was Michi für Gedanken, Gefühle, Erlebnisse in ihrem Leben bisher bzgl ihres Seins hatte. Und deswegen sind niemals wir die Taktgeber, sondern immer sie
Das Thema Trans wird noch nicht vollumfänglich in der Gesellschaft akzeptiert, und das darf in unserem Umgang miteinander einfach nicht vergessen werden, denn daher rührt die Angst und Unsicherheit. Sei einfach da mit Liebe und Zuversicht und geht euren Weg Schritt für Schritt GEMEINSAM
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•Liebe & Mitgefühl sind die höchsten Formen von Intelligenz.
•Du musst selbst zu der Veränderung werden, die du in der Welt sehen willst. Mahatma Gandhi
•Irgendwo ist Jemand glücklich mit weniger als du hast!
*Wer mag, ich bin gerne da mit 💖,👂und📝*
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Laro
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Re: Wie kann ich meinem Mann am besten helfen?
Erstmal vielen Dank für die lieben Antworten. Mein Mann und ich haben gestern Abend noch sehr viel miteinander gesprochen. Ich habe das Gefühl, dass er mir nicht glaubt, wenn ich ihm sage, dass es für mich nichts schlimmes oder komisches an CD gibt. Für mich ändert sich nichts. Er denkt vielleicht, dass es ihn unattraktiv für mich macht? Ich werde mich aber hier ganz bestimmt nochmal melden
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sbsr
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Re: Wie kann ich meinem Mann am besten helfen?
Hallo Laro,
zum Anfang möchte ich Dich auf diesen Thread aufmerksam machen. Es wäre schön, wenn sich mehr Partnerinnen zusammenfinden.
Ich finde es ehrlich sehr wertvoll und alles andere als selbstverständlich, wenn Partnerinnen respektvoll mit dem Thema umgehen
Nur zu Deinen Fragen.
Insofern kann ich Dir nur sagen, wie ich es mir von meiner Frau wünschen würde. Ob das für Euch passt, müsst Ihr selbst herausfinden. Ich würde mir eine Haltung wünschen, wie es beste Freundinnen untereinander haben. Man mag sich, egal was der andere anzieht, und die meiste Zeit sind Klamotten kein großes Thema. Wenn man etwas neues entdeckt hat, kann man den anderen darauf hinweisen und ein wenig motivieren. Für schöne Outfits gern ein angemessenes Kompliment anbringen. Im Gegenzug auch mal offen sagen, wenn etwas daneben oder übertrieben aussieht. Eben ganz natürlich so, wie Frauen das bei anderen Frauen machen, sozusagen völlig außer Acht lassen, dass da eigentlich gerade ein Mann vor einem steht.
Ich hoffe, Du verstehst was ich meine.
Ein etwas intimeres Thema, wo zunächst fraglich ist, wie Dein Mann in dem Zusammenhang tickt, kann Unterwäsche sein. Der Klassiker schlechthin ist die Feinstrumpfhose unterm Anzug, damit haben wahrscheinlich >90% aller CD/Trans*frauen/... angefangen, oder ein leichtes Bustier zur Arbeit, statt Unterhemd ein hübscher Body. Mir hat das alles gut geholfen, da ich so gelernt habe innerlich zu mir selbst zu stehen, dass es OK ist in "Frauensachen" rum zu laufen, ohne Gefahr, dass jemand etwas erkennen konnte. Später sozusagen von innen heraus gefestigt wurde auch die Oberbekleidung dann Schritt für Schritt mutiger.
Selbstverständlich, und da wären wir wieder bei der ersten Frage, all das nur soweit und erst sobald Dein Mann überhaupt die Absicht hat, öffentlich Damenkleidung zu tragen. Manche wollen diesen Schritt nie gehen, manche trauen sich nie.
zum Anfang möchte ich Dich auf diesen Thread aufmerksam machen. Es wäre schön, wenn sich mehr Partnerinnen zusammenfinden.
Ich finde es ehrlich sehr wertvoll und alles andere als selbstverständlich, wenn Partnerinnen respektvoll mit dem Thema umgehen
Nur zu Deinen Fragen.
Das Schlimme ist, Du kannst es fast nur falsch machen. Wir hatten schon Berichte von Partnerinnen, die nach anfänglicher Euphorie doch gemerkt haben, dass es ihnen doch nicht so ganz recht ist. Wir hatten Partnerinnen, die so Feuer und Flamme waren, dass sie ihre Männer versehentlich mehr verschreckt als unterstützt haben. Wir hatten auch Partnerinnen, deren Männer sich darüber beklagt haben, dass das Thema zu egal ist, der CD Mann hätte sich mehr Aufmerksamkeit von der Partnerin gewünscht als nur ein ist egal was du anziehst. Wir hatten es auch schon anders herum, dass die Partnerin den Mann als Konkurrenz wahrgenommen hat und fast ein Styling Kampf entstanden ist.Laro hat geschrieben: Mi 10. Dez 2025, 20:19 Ich möchte nur, dass er sich wohl fühlt. Wie kann ich ihm da helfen?
Insofern kann ich Dir nur sagen, wie ich es mir von meiner Frau wünschen würde. Ob das für Euch passt, müsst Ihr selbst herausfinden. Ich würde mir eine Haltung wünschen, wie es beste Freundinnen untereinander haben. Man mag sich, egal was der andere anzieht, und die meiste Zeit sind Klamotten kein großes Thema. Wenn man etwas neues entdeckt hat, kann man den anderen darauf hinweisen und ein wenig motivieren. Für schöne Outfits gern ein angemessenes Kompliment anbringen. Im Gegenzug auch mal offen sagen, wenn etwas daneben oder übertrieben aussieht. Eben ganz natürlich so, wie Frauen das bei anderen Frauen machen, sozusagen völlig außer Acht lassen, dass da eigentlich gerade ein Mann vor einem steht.
Ich hoffe, Du verstehst was ich meine.
Es wird ja gerne behauptet, bei vielen Kleidungsstücken fällt es gar nicht auf, dass sie aus der Damenabteilung sind. Das reden sich CD gerne ein, es stimmt aber meistens nicht. Wer aufmerksam hinschaut, wird es bemerken. Trotzdem gibt es Sachen, bei denen es nicht gleich aus der Ferne auffällt. Damit kann man anfangen und sich langsam daran gewöhnen. Das kann eine unauffällige Jeans sein, Jacken und Sneaker bieten eine gute Auswahl, Pullover und T-Shirts sind schon etwas schwieriger.Laro hat geschrieben: Mi 10. Dez 2025, 20:19 Gibt es vielleicht einen Stil mit dem man anfangen kann? Also irgendwas womit er sich wohler fühlt am Anfang? Was hat denn vielleicht euch geholfen.
Ein etwas intimeres Thema, wo zunächst fraglich ist, wie Dein Mann in dem Zusammenhang tickt, kann Unterwäsche sein. Der Klassiker schlechthin ist die Feinstrumpfhose unterm Anzug, damit haben wahrscheinlich >90% aller CD/Trans*frauen/... angefangen, oder ein leichtes Bustier zur Arbeit, statt Unterhemd ein hübscher Body. Mir hat das alles gut geholfen, da ich so gelernt habe innerlich zu mir selbst zu stehen, dass es OK ist in "Frauensachen" rum zu laufen, ohne Gefahr, dass jemand etwas erkennen konnte. Später sozusagen von innen heraus gefestigt wurde auch die Oberbekleidung dann Schritt für Schritt mutiger.
Selbstverständlich, und da wären wir wieder bei der ersten Frage, all das nur soweit und erst sobald Dein Mann überhaupt die Absicht hat, öffentlich Damenkleidung zu tragen. Manche wollen diesen Schritt nie gehen, manche trauen sich nie.
LG, Svenja
Erinnerungen sind das einzige Paradies, aus dem wir nicht vertrieben werden können.
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Re: Wie kann ich meinem Mann am besten helfen?
es ist wirklich bewundernswert, wie sehr du dich um das Wohl deines Mannes kümmerst und ihn in seiner Identität unterstützen möchtest. Es scheint, als hättest du bereits eine große Offenheit und Akzeptanz für ihn, was eine wichtige Grundlage für den weiteren Weg ist.
Was deine Frage betrifft, wie du ihm helfen kannst: Du hast schon recht, dass solche tief verwurzelten Ängste und Scham nicht einfach in kurzer Zeit überwunden sind. Es braucht Zeit, Geduld und vor allem viel Kommunikation. Es ist auch wichtig, dass du ihm das Gefühl gibst, dass du für ihn da bist, egal welchen Weg er geht.
Vielleicht wäre es hilfreich, ein Gespräch darüber zu führen, wie er sich Schritt für Schritt wohler fühlen könnte. Es muss nicht gleich ein radikaler Schritt sein, wie das Einkaufen oder öffentliche Auftreten. Ihr könntet zusammen überlegen, was er zu Hause tragen möchte und in welchen Situationen er sich sicher genug fühlt, etwas auszuprobieren. Ein guter Anfang könnte auch sein, in geschützten Umfeldern – etwa bei gemeinsamen Ausflügen oder Treffen mit vertrauten Freunden – kleine Schritte zu gehen.
Vielleicht wäre es auch gut, die Themen rund um seine CD (Crossdressing) nicht ständig im Fokus zu haben. Manchmal kann es helfen, es "normal" zu lassen, als etwas, das einfach dazugehört, ohne ständig darüber zu sprechen. So kann sich eine gewisse Normalität einstellen, ohne dass der Druck zu groß wird.
Wenn er äußert, dass er sich in der Öffentlichkeit noch nicht traut, kannst du ihm vielleicht helfen, mit kleinen Schritten zu starten. Zum Beispiel könnte er mit etwas weniger auffälligen femininen Elementen anfangen – vielleicht etwas, das nur er und du wissen, wie z. B. ein feminineres Oberteil oder ein leichteres Make-up. Allmählich kann er sich dann vielleicht auch in der Öffentlichkeit wohler fühlen.
Das Wichtigste ist, dass du ihm das Gefühl gibst, dass er immer über seine eigenen Wünsche und Grenzen entscheiden kann. Der Schlüssel ist Vertrauen und Akzeptanz. Und wie du sagst: Es ist egal, ob er sich nur zu Hause oder auch draußen feminin kleidet – das ist seine Entscheidung, und du unterstützt ihn dabei.
Ich finde es auch gut, wenn du ihm die Möglichkeit gibst, zu entspannen und nicht immer über das Thema nachzudenken. Vielleicht könntet ihr regelmäßig Zeit miteinander verbringen, ohne dass es um CD geht, um einfach die Beziehung und die gemeinsame Zeit zu genießen.
Du hast bereits sehr viel richtig gemacht, indem du für ihn da bist und ihn in seiner Identität akzeptierst. Deine Unterstützung ist schon ein riesiger Schritt in die richtige Richtung.
Ich hoffe, das hilft dir weiter und du findest noch mehr Wege, ihm zu helfen, sich wohler zu fühlen.
Was deine Frage betrifft, wie du ihm helfen kannst: Du hast schon recht, dass solche tief verwurzelten Ängste und Scham nicht einfach in kurzer Zeit überwunden sind. Es braucht Zeit, Geduld und vor allem viel Kommunikation. Es ist auch wichtig, dass du ihm das Gefühl gibst, dass du für ihn da bist, egal welchen Weg er geht.
Vielleicht wäre es hilfreich, ein Gespräch darüber zu führen, wie er sich Schritt für Schritt wohler fühlen könnte. Es muss nicht gleich ein radikaler Schritt sein, wie das Einkaufen oder öffentliche Auftreten. Ihr könntet zusammen überlegen, was er zu Hause tragen möchte und in welchen Situationen er sich sicher genug fühlt, etwas auszuprobieren. Ein guter Anfang könnte auch sein, in geschützten Umfeldern – etwa bei gemeinsamen Ausflügen oder Treffen mit vertrauten Freunden – kleine Schritte zu gehen.
Vielleicht wäre es auch gut, die Themen rund um seine CD (Crossdressing) nicht ständig im Fokus zu haben. Manchmal kann es helfen, es "normal" zu lassen, als etwas, das einfach dazugehört, ohne ständig darüber zu sprechen. So kann sich eine gewisse Normalität einstellen, ohne dass der Druck zu groß wird.
Wenn er äußert, dass er sich in der Öffentlichkeit noch nicht traut, kannst du ihm vielleicht helfen, mit kleinen Schritten zu starten. Zum Beispiel könnte er mit etwas weniger auffälligen femininen Elementen anfangen – vielleicht etwas, das nur er und du wissen, wie z. B. ein feminineres Oberteil oder ein leichteres Make-up. Allmählich kann er sich dann vielleicht auch in der Öffentlichkeit wohler fühlen.
Das Wichtigste ist, dass du ihm das Gefühl gibst, dass er immer über seine eigenen Wünsche und Grenzen entscheiden kann. Der Schlüssel ist Vertrauen und Akzeptanz. Und wie du sagst: Es ist egal, ob er sich nur zu Hause oder auch draußen feminin kleidet – das ist seine Entscheidung, und du unterstützt ihn dabei.
Ich finde es auch gut, wenn du ihm die Möglichkeit gibst, zu entspannen und nicht immer über das Thema nachzudenken. Vielleicht könntet ihr regelmäßig Zeit miteinander verbringen, ohne dass es um CD geht, um einfach die Beziehung und die gemeinsame Zeit zu genießen.
Du hast bereits sehr viel richtig gemacht, indem du für ihn da bist und ihn in seiner Identität akzeptierst. Deine Unterstützung ist schon ein riesiger Schritt in die richtige Richtung.
Ich hoffe, das hilft dir weiter und du findest noch mehr Wege, ihm zu helfen, sich wohler zu fühlen.
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Shoshana
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Re: Wie kann ich meinem Mann am besten helfen?
Hallo Laro,
Mann wird halt von klein auf beigebracht, dass Mädchensachen verboten sind. Ein Mädchen das gerne Holzfällerhemd und Cargohose anzieht - kein Ding. Ein Junge der Rock oder Kleid anziehen möchte - Katastrophe.
LG, Shoshana
Damit hast du ziemlich sicher recht und ich würde fast jede Wette eingehen, dass er mit allen möglichen Reaktionen gerechnet hat außer dieser.Laro hat geschrieben: Do 11. Dez 2025, 09:42 Ich habe das Gefühl, dass er mir nicht glaubt, wenn ich ihm sage, dass es für mich nichts schlimmes oder komisches an CD gibt.
Mann wird halt von klein auf beigebracht, dass Mädchensachen verboten sind. Ein Mädchen das gerne Holzfällerhemd und Cargohose anzieht - kein Ding. Ein Junge der Rock oder Kleid anziehen möchte - Katastrophe.
So negativ sehe ich das nicht aber einfach ist was anderes. Reden und Zeit lassen ist immer gut. Erst muss er mal deine völlig unerwartete Reaktion verdauen und dann schaut ihr zusammen weiter. Na klar kann man viele Teile aus der Damenabteilung ohne wirklich aufzufallen auch im Mannmodus tragen. Wichtig ist dabei aber, dass Mann sich wohl fühlt und nicht das Gefühl hat etwas verbotenes zu tun. Die Aufregung, Unsicherheit wird auch bei flüchtigen Begegnungen registriert und löst dann irritierte oder gar negative Reaktionen aus.
LG, Shoshana
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Nachtfee
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Re: Wie kann ich meinem Mann am besten helfen?
Ohhhh. Wie süß bist du?!sbsr hat geschrieben: Do 11. Dez 2025, 10:43 Hallo Laro,
zum Anfang möchte ich Dich auf diesen Thread aufmerksam machen. Es wäre schön, wenn sich mehr Partnerinnen zusammenfinden.
Danke dir.
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Marcia V
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Re: Wie kann ich meinem Mann am besten helfen?
Herzlich Willkommen Laro,
ich kann Shoshana im Post vor mir nur recht geben. Es wird vom Umfeld, egal Medien ,Freunde oder Familie von klein auf beigebracht du musst stark sein, der Ernährer die starke Schulter zum anlehnen usw. da passt ein Kleidchen oder Nylons nicht richtig dazu.
Meine Frau weiß von meiner weiblichen Seite aber sie will nichts damit zu tun haben und auch nicht darüber reden.
Für mich und da kann ich dir nur aus eigener Erfahrung erzählen, hätte mir gewünscht das sie mir hilfreich zur Seite steht. Ich denke das man aus Unerfahrenheit Makeup technisch in das ein oder andere Fettnäpfen tritt. Auch bei der Kleiderauswahl kann man danebenliegen. Für mich ist auch der Gang ganz wichtig den ich will ja, wenn ich meine weiblichen Freiräume nutze in diesen Aspekten nicht als Clown sondern als Frau wahrgenommen werden.
Wo sollte ich noch an mir arbeiten also ein Feedback wie ist meine Gesamterscheinung als Frau.
Das sind für mich Punkte die mir Freude gemacht hätten und eventuell eine neue Ebene der Vertrautheit oder Verbundenheit mit meiner Frau eröffnet hätte.
Es ist toll wie du dazu stehst, warum dein Mann dir nicht glaubt weiß ich nicht aber wenn ihr Schritt für Schritt diese Situation angeht wird er deiner Offenheit auch vertrauen.
Liebe Grüße
Marcia
ich kann Shoshana im Post vor mir nur recht geben. Es wird vom Umfeld, egal Medien ,Freunde oder Familie von klein auf beigebracht du musst stark sein, der Ernährer die starke Schulter zum anlehnen usw. da passt ein Kleidchen oder Nylons nicht richtig dazu.
Meine Frau weiß von meiner weiblichen Seite aber sie will nichts damit zu tun haben und auch nicht darüber reden.
Für mich und da kann ich dir nur aus eigener Erfahrung erzählen, hätte mir gewünscht das sie mir hilfreich zur Seite steht. Ich denke das man aus Unerfahrenheit Makeup technisch in das ein oder andere Fettnäpfen tritt. Auch bei der Kleiderauswahl kann man danebenliegen. Für mich ist auch der Gang ganz wichtig den ich will ja, wenn ich meine weiblichen Freiräume nutze in diesen Aspekten nicht als Clown sondern als Frau wahrgenommen werden.
Wo sollte ich noch an mir arbeiten also ein Feedback wie ist meine Gesamterscheinung als Frau.
Das sind für mich Punkte die mir Freude gemacht hätten und eventuell eine neue Ebene der Vertrautheit oder Verbundenheit mit meiner Frau eröffnet hätte.
Es ist toll wie du dazu stehst, warum dein Mann dir nicht glaubt weiß ich nicht aber wenn ihr Schritt für Schritt diese Situation angeht wird er deiner Offenheit auch vertrauen.
Liebe Grüße
Marcia
Ich bin gerade wie ich bin, weil ich mich jetzt genau so brauche.
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Michi
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Re: Wie kann ich meinem Mann am besten helfen?
Hallo Laro,
zuerst einmal ein herzliches Willkommen hier im Forum.
Meine liebe Frieda hat dir ja bereits reagiert, was mich direkt zu einer Frage bringt: Hat sich dein Partner auch hier angemeldet? Es könnte ihm sicherlich helfen, wenn er liest, was andere denken, tun und welche Fragen sie umtreiben, und vielleicht entstehen auch Kontakte. Denn es könnte auf Dauer schwierig werden, wenn ihr/er kaum Input ha(b)t, und ihr dadurch womöglich in eine Phase der Stagnation kommt.
Michi
zuerst einmal ein herzliches Willkommen hier im Forum.
Meine liebe Frieda hat dir ja bereits reagiert, was mich direkt zu einer Frage bringt: Hat sich dein Partner auch hier angemeldet? Es könnte ihm sicherlich helfen, wenn er liest, was andere denken, tun und welche Fragen sie umtreiben, und vielleicht entstehen auch Kontakte. Denn es könnte auf Dauer schwierig werden, wenn ihr/er kaum Input ha(b)t, und ihr dadurch womöglich in eine Phase der Stagnation kommt.
Das kann ich vollkommen verstehen. So habe ich früher auch gedacht, bevor ich mich getraut habe, mich mit anderen auszutauschen. Wir alle bekommen von klein auf eingetrichtert, dass viele Verhaltensweisen falsch/verboten und dementsprechend mit Scham und Schande belegt sind .. auch Crossdressing. Da muss man erst einmal das Gefühl/Vertrauen entwickeln, dass Menschen wirklich so denken und fühlen, wie sie reden. Ich weiß nicht, ob es an meinem Autismus liegt, dass es mir so sehr auffällt oder ob es anderen genau so bewusst ist, dass Menschen oft etwas sagen, aber nicht wirklich so meinen .. diese permanenten Gefälligkeit-Lügen im Alltag. Das zu wissen kann auch zur Verunsicherung beitragen.Laro hat geschrieben: Do 11. Dez 2025, 09:42 Ich habe das Gefühl, dass er mir nicht glaubt, wenn ich ihm sage, dass es für mich nichts schlimmes oder komisches an CD gibt.
Stimmt schon irgendwie. Aber das gilt genau so auch für andere Bereiche und Situationen im Leben .. etwa den Umgang mit Menschen, die eine Behinderung haben. Also nicht verrückt machen und krampfhaft versuchen, absolut jeden Fehler vermeiden zu wollen. Das macht es am Ende nur noch schlimmer.
Michi
Wenn dir jemand auf den Fuß tritt, schreist du "Aua" und erwartest eine Entschuldigung.
Mir treten andere dauernd auf die Füße und erwarten, dass ich mich dafür entschuldige, dass es mir weh tut.
Mir treten andere dauernd auf die Füße und erwarten, dass ich mich dafür entschuldige, dass es mir weh tut.
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Joo
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Re: Wie kann ich meinem Mann am besten helfen?
Hallo Lora (oder Laura?),
schön, dass du zu uns gefunden hast.
Du schreibst:
Praktische Tipps und Ratschläge kann und will ich dir keine geben, wichtig finde ich aber, dass du seine wahre Identität akzeptierst und auch die Auseinandersetzung damit für dich selbst zulässt. Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass die Erkenntnis des Transseins mit großer Scham behaftet ist. Mir jedenfalls fällt es nicht immer leicht, mit meiner Frau über meine Befindlichkeit als Transmensch zu reden. Umso wichtiger ist es, diese Gespräche immer wieder zu führen, auch wenn es sein kann, dass sie ab und an sehr schmerzlich sind.
Die größte Hilfe für mich ist aber die Akzeptanz und die wohlwollende Empathie, mit der mir meine Frau begegnet. Damit gibt sie mir ein Gefühl von Normalität und Sicherheit, nach dem ich mich in meinem Innern sehne. Dennoch weiß ich um die Zerrissenheit ihrer Seele, um die Trauer über den Verlust meiner eindeutigen Männlichkeit und ihr Gefühl des manchmal verzweifelten Nichtwahrhabenwollens meiner Transidentität.
Darum empfinde ich unsere Gespräche, in denen wir uns immer wieder sehr nahekommen und zueinander finden, als sehr hilfreich. Für uns sind sie die Brücke, auf denen sich unsere Seelen begegnen und sich unsere Gefühle berühren können.
Das Wesen meines Transseins wird nicht dadurch bestimmt, wie ich mich kleide, oder ob ich mich schminke, eine Perücke trage oder meine Fingernägel lackiere, sondern durch die innere Stimmigkeit meines Bewusstseins. Dieses Bewusstsein ist wiederum abhängig von der „kommunizierenden Röhre“ des sozialen Umfeldes. Dieses Umfeld ist keine statische Größe, sondern befindet sich in permanenter Veränderung. Umso wichtiger ist für mich meine Partnerin als Fixpunkt. Sie ist mir Ankerplatz und Heimat. Auch wenn das Geständnis meines Transseins unsere Beziehung verändert hat, so fühlen wir doch eine große Nähe.
Das Wichtigste ist, finde ich, dass ihr im Gespräch bleibt und offen zueinander seid.
Liebe Laura, ich wünsche euch beiden auf eurem Weg alles erdenklich Gute.
LG Joo
schön, dass du zu uns gefunden hast.
Du schreibst:
Diese seine Angst kann ich gut nachvollziehen. Sie ist einer der Gründe, warum ich meiner Frau erst nach über 40 Jahren Partnerschaft (davon 38 Jahre Verheiratet) meine wahre Identität offenbart habe. Durch mein Schweigen und Verstecken habe ich ihr damals die Wahl genommen, was ich heute sehr bedauere. Das ist bei euch anders, daher finde ich, dass ihr Zwei auf einem guten Weg seid.Laro hat geschrieben: Mi 10. Dez 2025, 20:19 Er offenbarte mir dann, dass er CD ist. Er wollte keine Geheimnisse vor mir haben, wenn wir heiraten. Das fiel ihm sehr schwer. Davor hatte er heimlich meine Sachen angezogen wenn ich Nachtdienst hatte. Mir ist das egal. Ich liebe ihn mehr, als ich in Wort fassen kann. Aber es beschäftigt ihn sehr und er hat Angst, dass sich zwischen uns etwas verändert. Ich möchte nur, dass er sich wohl fühlt. Wie kann ich ihm da helfen?
Praktische Tipps und Ratschläge kann und will ich dir keine geben, wichtig finde ich aber, dass du seine wahre Identität akzeptierst und auch die Auseinandersetzung damit für dich selbst zulässt. Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass die Erkenntnis des Transseins mit großer Scham behaftet ist. Mir jedenfalls fällt es nicht immer leicht, mit meiner Frau über meine Befindlichkeit als Transmensch zu reden. Umso wichtiger ist es, diese Gespräche immer wieder zu führen, auch wenn es sein kann, dass sie ab und an sehr schmerzlich sind.
Die größte Hilfe für mich ist aber die Akzeptanz und die wohlwollende Empathie, mit der mir meine Frau begegnet. Damit gibt sie mir ein Gefühl von Normalität und Sicherheit, nach dem ich mich in meinem Innern sehne. Dennoch weiß ich um die Zerrissenheit ihrer Seele, um die Trauer über den Verlust meiner eindeutigen Männlichkeit und ihr Gefühl des manchmal verzweifelten Nichtwahrhabenwollens meiner Transidentität.
Darum empfinde ich unsere Gespräche, in denen wir uns immer wieder sehr nahekommen und zueinander finden, als sehr hilfreich. Für uns sind sie die Brücke, auf denen sich unsere Seelen begegnen und sich unsere Gefühle berühren können.
Das Wesen meines Transseins wird nicht dadurch bestimmt, wie ich mich kleide, oder ob ich mich schminke, eine Perücke trage oder meine Fingernägel lackiere, sondern durch die innere Stimmigkeit meines Bewusstseins. Dieses Bewusstsein ist wiederum abhängig von der „kommunizierenden Röhre“ des sozialen Umfeldes. Dieses Umfeld ist keine statische Größe, sondern befindet sich in permanenter Veränderung. Umso wichtiger ist für mich meine Partnerin als Fixpunkt. Sie ist mir Ankerplatz und Heimat. Auch wenn das Geständnis meines Transseins unsere Beziehung verändert hat, so fühlen wir doch eine große Nähe.
Das Wichtigste ist, finde ich, dass ihr im Gespräch bleibt und offen zueinander seid.
Liebe Laura, ich wünsche euch beiden auf eurem Weg alles erdenklich Gute.
LG Joo
Mein Name ist Mensch.
Die Toleranz der Anderen ist meine Freiheit.
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Lina
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Re: Wie kann ich meinem Mann am besten helfen?
OMG, was lese ich denn hier alles - von a bis z - weil es im Grunde ein Männerkleidungs-Stück und auch ein Rock ...
Vielleicht erst mal fragen, ist es einfach ein Fetisch - ein Vehikel für erotische Gefühle - oder ist es die weibliche Seite der Persönlichkeit, die raus muss?
Und dann von da entschieden ...
Vielleicht erst mal fragen, ist es einfach ein Fetisch - ein Vehikel für erotische Gefühle - oder ist es die weibliche Seite der Persönlichkeit, die raus muss?
Und dann von da entschieden ...
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Violetta Arden
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Re: Wie kann ich meinem Mann am besten helfen?
Ich kann nur sagen, Dein Mann müsste sich überglücklich schätzen, ein solch verständnisvolle und unterstützende Frau zu haben..
..aber vielleicht steht er sich momentan noch etwas selbst im Weg. Du kannst mal versuchen, ihm seine wohl vorhandene Unsicherheit zu nehmen.
Alles Gute für Euch
Violetta
Alles Gute für Euch
Violetta
Mein weibliches Ich ist ein Teil von mir und lässt sich nicht mehr unterdrücken. Ungenützte Zeit lässt sich nie mehr zurückholen.
Lebe Dein Leben.
Mein Blog:
https://violettaarden9.blogspot.com/
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