Vorgestern habe ich wieder etwas außergewöhnlich Schönes erlebt:
Am Montag mußte ich mein Fahrrad in Reparatur geben, da der vordere Umwerfer nicht mehr umwerfend war.
Total eingerostet und von mir nicht mehr gangbar zu machen, der Winter verfolgt mich noch....
____________________________________________________________
Einige von Euch haben mir das auch im Schneethema prophezeit:
Ich werde es mir merken, Ihr hattet recht.
edeka hat geschrieben: Mo 12. Jan 2026, 10:31
Violetta, deshalb vermeide ich bei Schnee und vor allem bei Salz-gestreuten Straßen möglichst das radfahren.
Mit Schneeglätte kann man durch langsames fahren noch zurecht kommen. Schlimmer ist es, in der Salzlake zu fahren, das macht das Rad kaputt.
Jetzt muß ich Dich, edeka, noch fragen, vor einiger Zeit hast Du doch noch den Namen ascona getragen, erklärst Du mir bitte den Hintergrund der Namensänderung.
Mir ist das auch bloß anhand Deines Profilbildes aufgefallen.
____________________________________________________________
Ich tat dies nach meinem Vermessungs-Außendienst, den ich ja bisher noch in männlicher Optik bestreite (ich bin dran, an der Umsetzung der weiblichen Optik, ist aber nicht so einfach), in einer Allround Werkstatt in meinem Wohnort.
Ich dachte mir so, kannste ja mal antesten, Violetta, da ich dort noch nie gewesen bin.
Vorgestern war ich im Büro und hatte dann nachmittag Zeit, das Rad wieder abzuholen.
Ja, im Büro bin ich ja bekanntlich in weiblicher Optik und warf mir dann nach dem Nachhausekommen die Fahrradklammotten über, immer schön in
pink/rosa.
Fürs Radfahren hab ich auch eine extra alte Perücke, die schon etwas struwelig ist.
Hingelaufen, ach ja, da gab es auch eine Premiere. Ich hatte zum ersten Mal beim Laufen Turnschuhe, meine Radfahrschuhe an, da es mit schicken Stiefeln etwas gewöhnungsbedürftig wäre, hihi.
Ich klopfte an das Tor der großen Garage, nach kurzer Zeit öffnete sich der Sesam und die beiden Herren, von denen der Chef von beiden mich schon am Montag gesehen hatte, staunten nicht schlecht.
Ich sagte, ich bin es wirklich, da ich erstmal Verwirrung stiftete.
Der Chef nahm die Situation gleich für einen Gag auf und fragte mich:
"Fangfrage, wo hast Du die Sachen von Deinem Lenker hingetan", ich mußte gleich lachen und beantworte lächelnd seine Frage.

Wir sind uns vorher noch nie persönlich begegnet, jedenfalls nicht wissentlich.
Dann entspann sich zwischen uns eine äußerst angenehme Unterhaltung.
Zuerst die Feststellung: "Du siehst doch spitze aus" was mich schonmal mit großer Genugtuung erfüllte und danach dann gleich die Frage, ob meine Brüste natürlich oder... na ja, ich sagte dann unter lautem Lachen "Du willst es ja gleich ganz genau wissen und erklärte Ihm meine Hintergründe, so daß er dann viele Dinge verstand.
Meine lackierten Fingernägel fand er auch ganz toll.
Und ihm war durchaus bewußt, daß es in so einem Provinznest, wie unserem gar nicht so einfach, ist, als trans* Person öffentlich in Erscheinung zu treten.
Diesen Gedanken griff ich gleich auf.
Ich erzählte ihm von meinem ersten körperlichen Übergriff und fragte Ihn, ob er die Person kenne, die ich namentlich nannte.
Er bejahte es und sagte gleich, "Der ist schon immer ein alter Miesepeter " , was meine Meinung noch bestätigte

.
Nach diesen ganzen lieben Worten verabschiedete ich mich von Ihm, bezahlte noch den ausgemachten Preis und gab ihm 3 Euro Trinkgeld, einfach für alles.
Und die Schaltung funktioniert wieder tadellos.
Als ich mit meinem Rad dann draußen war, grüßte mich aus einiger Entfernung noch ein Angestellter vom Döner Imbiss, wo ich mir oft etwas hole, mit einem freundlichen Winken und Lächeln

, daß freute mich auch ungemein.
Er hatte mich am vergangenen Freitag beliefert, als mein bester Freund bei mir zu Gast war.
Und weil ich Menschen gerne eine kleine Freude mache, gab ich ihm ein Trinkgeld und er schenkte mir dafür einen zugehauchten Kuss.
Freundlichkeit bekomme ich wieder.
Ein Selfie konnte ich mir dann im Anschluß nicht verkneifen:
Quelle: https://i.ibb.co/SbWy5Ld/20260311.jpg
wieder einmal sehr glücklich

Eure Violetta
