Ich bin Neokima und ganz frisch mit diesem weiblichen Charakter, in diesem magischen RPG namens „Leben“ unterwegs!
Bin zwar schon auf der Schwelle zu Stufe 58, aber noch immer auf der Suche nach den wahren Schätzen dieser Welt – und nach Antworten auf so viele Fragen. Vor allem nach der Frage: „Wer bin ich wirklich?“
Ich habe bislang einen männlichen Charakter gespielt, da dies meiner physischen Form entspricht. Doch irgendwie fühlte sich diese Rolle immer ein wenig … fremd an. Ein vertrautes Kostüm, das aber nicht ganz meine wahre Essenz widerspiegelte. In meinem Inneren wohnt eine „Magierin“, die darauf brennt, entdeckt zu werden! Doch diese Erkenntnis kam nicht einfach so vom Himmel gefallen.
Nein, der große Game Master (manche nennen ihn auch „Gott“ oder „das Universum“) hat mich mit einer Reihe epischer „Sidequests“ konfrontiert, die mein Leben ordentlich durcheinandergewirbelt haben.
Man könnte sagen: Beben der Stärke 10 rüttelten durch Körper, Geist und Seele! Und glaubt mir, solche Abenteuer hinterlassen ihre Spuren. So mancher Dungeon hat mich bis an meine Grenzen gebracht und meine Lebenspunkte beinahe auf Null sinken lassen.
Als ob das nicht schon genug gewesen wäre, kam dann noch eine zusätzliche Herausforderung: die Diagnose „AD(H)S im Erwachsenenalter“. Also, falls mein „neurodiverser“ Kopf mal wieder wie ein Zaubertrank aus Gedanken brodelt, seid bitte nachsichtig.
All diese Herausforderungen haben jedoch auch Türen geöffnet – Türen, hinter denen Gefühle, Sehnsüchte und eine verborgene Magie darauf warteten, ans Licht zu treten. Es hat lange gedauert, aber nach vielen Umwegen und der Erfahrung, dass nicht jeder Wink mit dem Zaunpfahl ausreicht, um Veränderungen zu bewirken, habe ich „es“ endlich kapiert und mein Coming-out meiner Frau gegenüber gewagt. Die – für mich - tollste Frau von allen (na ja, oder zumindest von allen, denen ich bisher begegnet bin und bei denen ein gegenseitiges Interesse bestand).
Nicht nur, weil sie wohl zu den anscheinend außergewöhnlichen Exemplaren von Frau gehört, die (bisher?) kein Problem mit diesen Veränderungen hat.
Seitdem wage ich mich immer mutiger an meine magischen Fähigkeiten heran, wenn auch noch zögerlich, und erforsche, wie es sich anfühlt, diese „Magierin“ in mir zu er-/leben.
Die ersten Schritte sind unsicher und die Grenzen zwischen den Welten verschwimmen oft. Besonders schwierig wird es, wenn man in der männlichen Rolle noch so einige reale Verpflichtungen und Verstrickungen hat, während die wahre Magie tief im Inneren darauf wartet, erweckt zu werden. Unsere Söhne und unser „Umfeld“ sind noch nicht "eingeweiht".
Ich möchte mir erst selbst klarer werden, was ich wirklich wie möchte und wie ich das dann in meinem/unserem Leben umsetzen kann/möchte.
Aber ich bin auf dem Weg – langsam, aber stetig.
Meine weiteren Ziele?
Nun, wie erwähnt, das schwebt noch ein wenig im Nebel – so wie der mystische Nebel, der eine neue Welt verheißt.
Doch ich weiß, dass ich mehr über das Leben und mich lernen möchte, aus einer Perspektive, die ich vorher nicht kannte.
Klarheit ist eines der Ziele: Will ich „nur“ Crossdressing oder ist da noch mehr, was entdeckt werden will?
Deshalb habe ich mich hier aufgemacht, um Teil einer Gemeinschaft zu werden, die diese magische Reise ebenfalls antritt.
Ich freue mich auf den Austausch und darauf, mit euch gemeinsam durch diese fantastische Welt zu ziehen.
Eines weiß ich ganz sicher: Der Zauber hat gerade erst begonnen …
Mit zauberhaften Grüßen,
Neokima
Ach, ja! Damit mir nicht „langweilig“ wird, beginne ich „nebenbei“ – immer mal wieder –, meine kreativen Fähigkeiten wiederzubeleben.
Neben dem Jonglieren zwischen den beschriebenen Charakteren wirke ich noch
– als digitale (2D/3D) Zauberkünstlerin. (Fotografieren, Bildbearbeitung, Malen/Zeichnen, Erstellen von 3D‑Objekten/‑Szenen)
– erlerne das Klavierspielen und das Komponieren cineastischer Trailer-Musik für epische Quests
– Und erkunde die Möglichkeiten einer persönlichen Artefakt-Schmiede. (Die Nutzung eines 3D-Druckers.)
Hm. Ich hab’ keine Ahnung, warum ein 24-h-Tag für mich viel, viel zu kurz ist.
So. Nun isses raus. Falls das zu viel war – sorry.