Queer und im Rollstuhl – doppelt im Abseits? | /community.paraplegie.ch/de/blog
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Anne-Mette
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Post 1 im Thema

Beitrag von Anne-Mette »

Ein Leben im Rollstuhl bedeutet physische und gesellschaftliche Hürden. Queer zu sein heisst, sich ausserhalb heteronormativer Erwartungen zu verorten. Wenn beides zusammentrifft, wird die «Aussenseiterrolle» verstärkt – und Betroffene werden oft an den Rand der Gesellschaft gedrängt. Oder doch nicht? Wir forschen nach …


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Claudia
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Re: Queer und im Rollstuhl – doppelt im Abseits? | /community.paraplegie.ch/de/blog

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Beitrag von Claudia »

Anne-Mette hat geschrieben: Mi 8. Okt 2025, 11:28 Ein Leben im Rollstuhl bedeutet physische und gesellschaftliche Hürden. Queer zu sein heisst, sich ausserhalb heteronormativer Erwartungen zu verorten. Wenn beides zusammentrifft, wird die «Aussenseiterrolle» verstärkt – und Betroffene werden oft an den Rand der Gesellschaft gedrängt. Oder doch nicht? Wir forschen nach
Dann forschen wir doch mal hier im Forum.

Ich kann da nur von meinen Erfahrungen berichten als trans Frau im Rollstuhl. Und die sind (fast) durchgehend positiv. In meinem persönlichen Umfeld werde ich voll und ganz akzeptiert und bin angenommen. Inwieweit die Menschen, mit denen ich zu tun habe, mein trans sein erkennen oder nicht, kann ich nicht beurteilen. Auf jeden Fall wurde ich darauf nie direkt angesprochen oder schräg behandelt. Das mache ich in manchen Fällen selbst. Die Behandler*innen meines Pflegedienstes, die sich nunmal intensiv mit meinem Körper befassen, habe ich gefragt: "Ihr merkt schon, dass ich nicht als Frau geboren bin?" Die Reaktion: "Ja. Und?" Das spielt im Umgang keine Rolle, da bin ich schlicht und einfach die Patientin Claudia.

Auch im Umgang im öffentlichen Bereich, beim Einkauf oder meinen Touren durch die Stadt erlebe ich keinerlei Ausgrenzung. Wenn ich unterwegs mit dem Rolli mal Probleme im Vorankommen habe, wird mir Hilfe angeboten. Angeboten, nicht aufgedrängt.

Ähnlich Erfahrungen habe ich auch in der queeren community hier gemacht. Bei der Pride Parade 2025 im September war ich mit dabei und habe dort auch Unterstützung bekommen, wenn sie nötig war. BTW: Die Bilder auf der verlinkten Seite habe ich gemacht.

Da stellt sich die Frage, ob ich nun in einem besonders offenen Umfeld lebe oder schlicht uns einfach nur viel Glück habe. Diese negativen Erfahrungen, wie sie in dem Artikel geschildert werden, habe ich nicht gemacht. Ach ja, es geht ja auch um den Umgang mit Behinderung hier im Forum. Wie ich schon mal erzählt hatte, habe ich hier im Forum einen sehr lieben Transmann kennengelernt und lange Zeit mit ihm zusammengelebt. Meine Behinderung hat ihn nicht gehindert, mit mir eine Beziehung einzugehen und mit mir zusammen zu leben.

Das Einzige, was ich bemängeln muss, ist der Treffpunkt der örtlichen trans Gruppe. Der ist (noch) nicht barrierefrei, aber auch da wird nach einer Lösung gesucht.

LG Claudia
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The greatest act of courage is to be & own all that you are. Without apology.
Without excuses & without any masks to cover the truth of who you truly are.
Anne-Mette
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Re: Queer und im Rollstuhl – doppelt im Abseits? | /community.paraplegie.ch/de/blog

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Beitrag von Anne-Mette »

Auch als Gastbeitrag bei los.ch

Queer und im Rollstuhl – doppelt im Abseits?

https://www.los.ch/2025/11/04/queer-und ... m-abseits/
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