Wie ich meinen weiblichen Namen wählte
Wie ich meinen weiblichen Namen wählte - # 3

Crossdresser, Transgender DWT... Plauderecke - was sonst nirgendwo passt
ExUserIn-2026-04-08
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Re: Wie ich meinen weiblichen Namen wählte

Post 31 im Thema

Beitrag von ExUserIn-2026-04-08 »

Sophia69 hat geschrieben: Fr 31. Okt 2025, 07:16 Dies hat natürlich nichts mit meinem Selbstbewusstsein zu tun, sondern mit meiner inneren Harmonie.
Ich muss meinen Ausdruck "Selbstbewusstsein" vielleicht noch etwas präzisieren. Damit meine ich, dass mir im Wortsinne selber bewusst werde. Vicky bin ich in ganz bewusster Weise. In meiner "männlichen Form" ist das nicht so. Trotzdem kann ich in beiden Fällen selbstbewusst auftreten. Es ist nur so, dass mir meiner männliche Form merkwürdig "fremd" und distanziert vorkomme. Vicky ist der Ausdruck meiner Weiblichkeit, den ich annehmen will. Ich habe lange gebraucht, dass zu akzeptieren. Nicht umsonst bedeutet Vicky oder Viktoria die Siegreiche. Und Rose ist für mich die Verkörperung von sich wehren können, da Rosen Stacheln haben. Darüber hinaus finden kleiner und schwächere Tiere Schutz in einer Rose ...
Viele Grüße
Vicky

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Olgy
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Re: Wie ich meinen weiblichen Namen wählte

Post 32 im Thema

Beitrag von Olgy »

Eine lange Zeit hatte ich kein Bedürfnis fur einen weiblichen Namen, ich war (und bin immer noch) ich in allen Hypostasen und brauchte mich selbs nicht zu nennen.
Es hat sich geändert als ich angefangen habe aus der femininer Seite mit den Menschen zu kommunizieren. Besonders blöd klingt es, wenn ich en femme bin und meine Begleitung mich in der Öffentlichkeit beim männlichen Namen ruft.
Da habe ich mir, wie viele hier, die weibliche Version meinen Gebursnamen angeschaut: Olga. Zu dem war ich als kleines Kind bon einigen Verwandten mit dem Koseform davon Olenka angesprochen worden. Wahrscheinlich hatten sie schon damals meine Weiblichkeit bemerkt. Mit diesem habe ich auch hier vor 2 Jahren angemeldet. Leider wurde das Konto inaktiv geschaltet.
Mein DGTI Ausweis habe ich für Olga ausstellen lassen.
Als ich hier mit dem zweiten Versuch angemeldet, habe ich die angelsächsische Aussprache Olgy genommen, da die ein wenig nonbinär klingt. Das passt auch zu meinem Spitznamen "Olchi", wie mich meine Kinder manchmal rufen.😃
Liebe Grüße von Olga aka Olgy
Anne-Mette
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Re: Wie ich meinen weiblichen Namen wählte

Post 33 im Thema

Beitrag von Anne-Mette »

Olgy hat geschrieben: Fr 31. Okt 2025, 14:51 Leider wurde das Konto inaktiv geschaltet.
Ja, wenn Nutzende nicht aktiv sind...
Was soll m/frau/d mit lauter Konten, die nicht genutzt werden?
Olgy
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Re: Wie ich meinen weiblichen Namen wählte

Post 34 im Thema

Beitrag von Olgy »

Anne-Mette hat geschrieben: Fr 31. Okt 2025, 15:38
Olgy hat geschrieben: Fr 31. Okt 2025, 14:51 Leider wurde das Konto inaktiv geschaltet.
Ja, wenn Nutzende nicht aktiv sind...
Was soll m/frau/d mit lauter Konten, die nicht genutzt werden?
War nur Anmerkung, kein Vorwurf.
Alles OK
Sophia69
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Re: Wie ich meinen weiblichen Namen wählte

Post 35 im Thema

Beitrag von Sophia69 »

Ich muss meinen Ausdruck "Selbstbewusstsein" vielleicht noch etwas präzisieren. Damit meine ich, dass mir im Wortsinne selber bewusst werde. Vicky bin ich in ganz bewusster Weise. In meiner "männlichen Form" ist das nicht so. Trotzdem kann ich in beiden Fällen selbstbewusst auftreten. Es ist nur so, dass mir meiner männliche Form merkwürdig "fremd" und distanziert vorkomme. Vicky ist der Ausdruck meiner Weiblichkeit, den ich annehmen will. Ich habe lange gebraucht, dass zu akzeptieren. Nicht umsonst bedeutet Vicky oder Viktoria die Siegreiche. Und Rose ist für mich die Verkörperung von sich wehren können, da Rosen Stacheln haben. Darüber hinaus finden kleiner und schwächere Tiere Schutz in einer Rose ...
[/quote]

Hallo Vicky,
deine, für mich, tiefsinnigen, feinen und“ zart-liebevollen“ Gedanken, zu deiner Namensgebung beeindrucken und berühren mich sehr.

Liebe Grüße
Sophia
Martina
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Re: Wie ich meinen weiblichen Namen wählte

Post 36 im Thema

Beitrag von Martina »

Vicky_Rose hat geschrieben: Fr 31. Okt 2025, 07:01
Marusha hat geschrieben: Fr 31. Okt 2025, 05:51 Nach ein wenig Übung mit diesem Namen aber stellte ich fest, dass der eine Phantasieperson in meinem Kopf bezeichnet, die ich nicht bin.
Ich finde es seltsam, wie ein Name mein Selbstbewusstsein berührt. Ich habe meinen Name vor über 10 Jahren gewählt und ich bin mit der Zeit immer mehr hinein gewachsen oder besser gesagt, ich habe ihn mit mir "gefüllt". Mein Geburtsname trat immer mehr in den Hintergrund. Er wird mir fremder ohne ganz zu verschwinden, denn er ist meine Vergangenheit. Sich einen Namen zu wählen, ist in meinen Augen ein ungeheurer Akt der Selbstermächtigung.
Hallo Vicky,

Deine Zeilen betreffend muss ich zugeben, sehr genau hinschauen zu müssen, um‘s nicht falsch zu verstehen. Da zitierst Du mich und fängst an mit „Ich finde es seltsam“. Wenn man besonders beruflich mit enorm viel und sehr wechselhaftem Lesestoff konfrontiert ist (ist bei mir so), liest man auch recht schnell und geht weiter zum nächsten. OK, Du hast mich ins Stolpern gebracht dabei, weil ich natürlich an Deinen Anfangswörtern hängengeblieben bin und mich gefragt habe, was jemand anders jetzt seltsam an mir finden könnte. Schließlich hab ich‘s dann doch auf die Kette bekommen.
Rein sprachlich fand ich „ungeheurer Akt der Selbstermächtigung“ ein schönes Gedankenspiel für mich, denn je nach Perspektive des Senders wie auch den Empfängers kann das Wort „ungeheuer“ sehr sehr unterschiedliche Bedeutung annehmen. Eine nette kleine Knobelei für den Humanisten. Am Ende der Knobelei bleibt aber übrig: Das Maß der Ungeheuerlichkeit der Selbstermächtigung, sofern der Begriff am anderen Ende der Skala überhaupt noch einschlägig ist, resultiert aus dem vorangegangenen Grad der Selbstentmündigung. Das ist sicher bei jeder / jedem anders und zugleich auch u.a. ein Merkmal dafür, wie schwierig der eigene Weg wirklich ist.

Immer offen für Gedankenspielerei und Sprache, liebe Grüße!
Martina
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Re: Wie ich meinen weiblichen Namen wählte

Post 37 im Thema

Beitrag von ExUserIn-2026-04-08 »

Hallo Martina,

schön, wenn Du Dich mit meinen Worten auseinandersetzt. Was Du über "schnell lesen" schreibst, ist mir schon oft begegnet, sowohl bei mir, wie auch bei anderen Menschen. Im Gespräch ist das manchmal fatal, weil es ungeheuer schwierig zu sein schein, von Worten oder Sätzen nicht in der Gestalt getriggert zu werden, die auf die eigenen, und nur die eigenen Gedankengänge hin zielen. Sich hiervon distanzieren zu können, und sei es nur um den anderen verstehen zu können, ist wohl psychologisch eine enormer Aufwand. Unser Gehirn denkt in Schemen, um sich die Arbeit zu erleichtern. Was sicher sinnvoll ist, wenn es darum geht eine Situation einzuschätzen. Aber beim Verfolgen von Gedankengängen anderer funktioniert das nicht. Da muss man mehrmals hinhören bzw. lesen. Toll, wenn Du das kannst.
Viele Grüße
Vicky

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Re: Wie ich meinen weiblichen Namen wählte

Post 38 im Thema

Beitrag von Violetta-TransFlower »

Vicky_Rose hat geschrieben: Fr 31. Okt 2025, 08:59 Und Rose ist für mich die Verkörperung von sich wehren können, da Rosen Stacheln haben. Darüber hinaus finden kleiner und schwächere Tiere Schutz in einer Rose ...
Für diese schönen Worte bekommst Du von mir eine Selbige. (flo)
Die hab ich neulich im Vermessungs Außendienst gesehen und mußte dieses Bild machen, weil ich sie so schön fand, Dir gefällt Sie bestimmt auch ?
Sie blüht noch so toll in der beginnenden dunklen Jahreszeit, ein kleiner Lichtblick, wie ich finde.

Externes Bild, es gelten die Datenschutz- und Nutzungsbestimmungen der ausgewählten Seite.Quelle: https://i.ibb.co/8nM6C50g/20251028.jpg


Liebt Blumen 🌹 Sonnenschein ))):s und andere schöne Dinge
Deine Violetta 💜
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Re: Wie ich meinen weiblichen Namen wählte

Post 39 im Thema

Beitrag von Reife Sandra »

Ich habe mir damals einige Namen für mich ausgesucht, habe auch einige Tage darüber nachgedacht wie ich mich als Frau nennen sollte, mein Auswahl waren damals Jennifer, Jessica, Hannelore, Sylvia, Ute und Sandra.....und irgendwie bin ich bei Sandra geblieben, ich fand das Sandra zu mir am besten gepasst hat als die anderen und seitdem nenne ich mich Sandra und die Sandra kennen, sprechen mich auch als Sandra an.
Den Name Sandra habe ich auch seit gute 40 Jahre.... (nurse)
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Re: Wie ich meinen weiblichen Namen wählte

Post 40 im Thema

Beitrag von Juliane »

Meine Frau und ich haben uns, vor nunmehr über 25 Jahren, als dieses unbekannte Wesen da plötzlich in unserem Leben auftauchte, recht schnell auf Juliane festgelegt.

Und dabei ist es geblieben! Und wenn wir gemeinsam unterwegs sind fällt an solchen Tagen auch nur dieser Name. Der Mann und sein Vorname sind dann immer sehr weit weg.

)))(: Juliane
Die mich kennen mögen mich. Die mich nicht mögen können mich. Frei nach Konrad Adenauer
Lea Michele
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Re: Wie ich meinen weiblichen Namen wählte

Post 41 im Thema

Beitrag von Lea Michele »

Bei mir kam zum Tragen, dass sich meine Eltern ein Mädchen gewünscht haben und meine liebe Großmutter sehr christlich war, fiel es auf den Namen Lea.
Mein Vater favorisierte Michele und somit stand der der Name fest.
Und ich bin sehr glücklich diese Geschichte erfahren zu haben und habe diesen schönen Doppelnamen übernommen❣️

GLG Lea Michele 💋
Auf dem Weg endlich so zu sein wie ich mich fühle❣️
Jutta Rambler
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Re: Wie ich meinen weiblichen Namen wählte

Post 42 im Thema

Beitrag von Jutta Rambler »

Juliane hat geschrieben: So 2. Nov 2025, 15:59 vor nunmehr über 25 Jahren, als dieses unbekannte Wesen da plötzlich in unserem Leben auftauchte
Hallo Juliane,
das hast du sehr nett ausgedrückt. Ich musste liebevoll schmunzeln. (smili)

Grüßle von Jutta
Das Leben ist wie zeichnen, nur ohne Radiergummi

Wer denkt, dass man Glück nicht kaufen kann, hat keine Ahnung und noch nie Damenkleidung gekauft.
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