Die Grote Mandränke: Schicksalhafte Fluten 1362 und 1634 | NDR
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Anne-Mette
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Die Grote Mandränke: Schicksalhafte Fluten 1362 und 1634 | NDR

Post 1 im Thema

Beitrag von Anne-Mette »

Das könnte natürlich auch im Thema "Geschichte/Erinnerungen" stehen.

Sturmfluten begleiten die Geschichte Schleswig-Holsteins seit jeher. 1362 und 1634 verwüsten zwei verheerende Sturmfluten die Nordseeküste,
bekannt als Grote Mandränke - das große Ertrinken. Sie formen den Küstenverlauf neu.


https://www.ndr.de/geschichte/chronolog ... ke101.html
Claudia
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Re: Die Grote Mandränke: Schicksalhafte Fluten 1362 und 1634 | NDR

Post 2 im Thema

Beitrag von Claudia »

Moin, (moin)

mit Sturmfluten sind wir hier in Holstein ja leider vertraut, trotzdem gibt es kein schöneres Bundesland.

Eine große Sturmflut (1962) habe ich selbst als Kind erlebt, ich war gerade 6 Jahre alt. Damals gab es das Sperrwerk an der Krückau nicht, so kam das Wasser von der Elbe ungehindert in die Stadt. In unserem Keller stand das Wasser 1,5m hoch, die Kartoffeleinlagerung für Monate war vernichtet. Wir hatten zwei Wochen lang keinen Strom, Frischwasser gab es nur einmal am Tag für eine Stunde, das musste dann irgendwie aufgespart werden.

Meine Schule war auch überflutet, was sich zunächst schön anhört, extra Ferien im Winter. (ap) Aber nein, die hatten wir nicht, sondern Unterricht am Nachmittag in einer anderen Schule.

Solche Ereignisse prägen sich tief ein in die Erinnerung. Ich habe immer noch die Bilder im Kopf von dem Wasser, das zwei Tage um das Haus waberte. Und dieses Erlebnis verstärkt die Demut vor der Macht der Natur, die wir als unseren geschenkten Lebensraum achten sollten. Bei allem was wir beherrschen, sie ist letztlich stärker, das erleben wir gerade auf anderer Ebene mit dem Klimawandel.

LG Claudia
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Without excuses & without any masks to cover the truth of who you truly are.
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Re: Die Grote Mandränke: Schicksalhafte Fluten 1362 und 1634 | NDR

Post 3 im Thema

Beitrag von Juliane »

Moin,

mir geht es da sehr ähnlich wie Claudia, zumal wir ja ähnlich alt sind.

Auch ich habe die Sturmflut 1962 noch immer in tiefer Erinnerung. Und jedesmal wenn ein Sturm tobt, dann schlafe ich sehr schlecht. Und obwohl es nun über 64 Jahre her ist, höre ich tief in mir drin noch immer das rutschen der Dachziegel, unseres damals gerade einmal gut ein Jahr alten Hauses. Sehe die vom Regen durchfeuchte Zimmerdecke über meinem Bett und sehe mich mit meiner Mutter am Küchentisch Drahtklammern biegen, mit denen Vater von innen her versuchte soviele Dachziegel wie möglich festzuklammern.

Ich erinner auch, dass wir dann einige Tage Schulfrei hatten und ich weiß es noch wie heute, als ich mit einer Spende nach Hause kam, obwohl wir doch keinen Schaden durch das Hochwasser erlitten hatten. Der Hausmeister hatte in jeder Klasse einen großen Karton abgeliefert, der 25 Kilo gepresste Korinthen enthielt, die aufgeteilt wurden. Selbst das damals nun wirklich nicht reiche Griechenland hatte, im Rahmen seiner Möglichkeiten, Spenden geschickt, was mich tief beeindruckt hat.

Das sogar so sehr und nachhaltig, dass ich seit ich volljährig bin, also seit über 50 Jahren ehrenamtlich tätig bin.

1976 dann die nächste Sturmflut, bei der Verwandte in der Marsch beinahe abgesoffen wären. Meine beiden Cousins wurden ausgeflogen, von uns am Bahnhof abgeholt und für einige Zeit bei uns in der Familie aufgenommen.

Und immer an diesen Schicksalstagen im Kalender, oder bei Orkan, denke ich daran zurück. Gegen die Kräfte der Natur sind wir nahezu machtlos, das sollten wir uns stets in Erinnerung rufen.

Juliane
Die mich kennen mögen mich. Die mich nicht mögen können mich. Frei nach Konrad Adenauer
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