Das erste Mal - # 74
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Céline
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Re: Das erste Mal
Heute geht’s mal wieder alleine aufs Konzert zu Liebknecht und Spark!
Natürlich gibt’s wieder signierte Scheiben
Natürlich gibt’s wieder signierte Scheiben
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Violetta-TransFlower
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Re: Das erste Mal
Liebe Céline,
Ich gehe morgen Abend auch wieder zum Metal Konzert.
Und:
Wunderschön bist Du.

Begeistert
Deine Violetta
Ich wünsche Dir viel Spaß auf dem Konzert.Céline hat geschrieben: Fr 23. Mai 2025, 20:36 Heute geht’s mal wieder alleine aufs Konzert zu Liebknecht und Spark!
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Céline
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Re: Das erste Mal
Bin ich platt…..
Was für ein Abend. Leider konnte ich bei der anschließenden Party nicht bleiben da ich nach Hause musste. Längere Geschichte. Es läuft gerade alles nicht so gut. Das ist aber eine andere Geschichte. Morgen früh geht es früh raus und wieder nach München auf eine ganz besondere Messe.
Vielen lieben Dank noch Violetta
Meine Haare bekamen heute frische Farbe …Violett von Elumen. Vorher wurde diesmal aufgehellt. Jetzt bin ich wieder ziemlich auffällig. Ich halt
Bis dann
Eure Céline
Und die signierten Scheiben… stehen schon beim Plattenspieler
Was für ein Abend. Leider konnte ich bei der anschließenden Party nicht bleiben da ich nach Hause musste. Längere Geschichte. Es läuft gerade alles nicht so gut. Das ist aber eine andere Geschichte. Morgen früh geht es früh raus und wieder nach München auf eine ganz besondere Messe.
Vielen lieben Dank noch Violetta
Meine Haare bekamen heute frische Farbe …Violett von Elumen. Vorher wurde diesmal aufgehellt. Jetzt bin ich wieder ziemlich auffällig. Ich halt
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Re: Das erste Mal
Und leider ist der heutige Tag auch schon wieder vorbei.
Ich durfte einen wunderschönen Tag mit meinem Schatz verbringen und es ist schön wenn man seine Taschen nicht selbst tragen muss….
Was mir auf der heutigen Messe in München sehr aufgefallen ist. Es waren sehr viele CD, TV, Drag und TS da. Eine wirklich sehr bunte Veranstaltung und gefühlt alle 10 m traf ich jemanden den ich kannte oder die mich kannten. Leider muss die heutige anschließende Partynacht ausfallen. Meine Frau braucht mich. Aber warum folgt noch.
Ich konnte natürlich nicht gehen ohne einen Schnappschuss.
Wie immer ich..
Eure Céline
Ich durfte einen wunderschönen Tag mit meinem Schatz verbringen und es ist schön wenn man seine Taschen nicht selbst tragen muss….
Was mir auf der heutigen Messe in München sehr aufgefallen ist. Es waren sehr viele CD, TV, Drag und TS da. Eine wirklich sehr bunte Veranstaltung und gefühlt alle 10 m traf ich jemanden den ich kannte oder die mich kannten. Leider muss die heutige anschließende Partynacht ausfallen. Meine Frau braucht mich. Aber warum folgt noch.
Ich konnte natürlich nicht gehen ohne einen Schnappschuss.
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Re: Das erste Mal
Durchatmen….
Ich hätte momentan sehr viel zum schreiben wenn nicht der stetige Stress wäre.
Ich liege jetzt glücklich und zufrieden in meinem Hotelbett. Ich bin heute früh nach Hannover in unseren Hauptsitz angereist und durfte bei einer Weltweiten Veranstaltung zum Pridemonat ein paar Worte sagen und Fragen beantworten. Das diesjährige Thema ist Transidente Menschen im Betrieb.
Ich bin die Einzige von sehr vielen Mitarbeitenden die ganz offen über ihr Leben spricht und so wurde ich von unserer LGBTQ Abteilung gefragt ob ich teilnehmen möchte.Und da mir Sichtbarkeit sehr wichtig ist sagte ich natürlich zu. Und da mein Englisch alles andere als gut ist bekam ich eine Dolmetscherin. Der Tag war heute ziemlich anstrengend, gerade nach dem sehr anstrengenden Wochenende und so ging ich heute Abend trotz allem sehr glücklich in das Hotelrestaurant wo ich mir einen Tisch reserviert habe und ließ den Tag bei einem leckeren Essen und einem Glas Wein ausklingen und musste dabei an einen heutigen sehr bewegenden Post nachdenken . Ich saß da völlig „ unsichtbar“ trotz meiner Violetten Haare und weiß das ich angekommen bin.
Anbei ein Foto von Heute
Aber wie immer Ich
Céline
Ich hätte momentan sehr viel zum schreiben wenn nicht der stetige Stress wäre.
Ich liege jetzt glücklich und zufrieden in meinem Hotelbett. Ich bin heute früh nach Hannover in unseren Hauptsitz angereist und durfte bei einer Weltweiten Veranstaltung zum Pridemonat ein paar Worte sagen und Fragen beantworten. Das diesjährige Thema ist Transidente Menschen im Betrieb.
Ich bin die Einzige von sehr vielen Mitarbeitenden die ganz offen über ihr Leben spricht und so wurde ich von unserer LGBTQ Abteilung gefragt ob ich teilnehmen möchte.Und da mir Sichtbarkeit sehr wichtig ist sagte ich natürlich zu. Und da mein Englisch alles andere als gut ist bekam ich eine Dolmetscherin. Der Tag war heute ziemlich anstrengend, gerade nach dem sehr anstrengenden Wochenende und so ging ich heute Abend trotz allem sehr glücklich in das Hotelrestaurant wo ich mir einen Tisch reserviert habe und ließ den Tag bei einem leckeren Essen und einem Glas Wein ausklingen und musste dabei an einen heutigen sehr bewegenden Post nachdenken . Ich saß da völlig „ unsichtbar“ trotz meiner Violetten Haare und weiß das ich angekommen bin.
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Re: Das erste Mal
Ich auch, liebe Céline, ich könnte den ganzen Tag hier schreiben, glaube ich, hihi.Céline hat geschrieben: Di 17. Jun 2025, 22:40 Ich hätte momentan sehr viel zum schreiben wenn nicht der stetige Stress wäre.
Das ist so toll von Dir, ich würde das genauso machen, wenn mich jemand fragen würde.Céline hat geschrieben: Di 17. Jun 2025, 22:40 Ich bin heute früh nach Hannover in unseren Hauptsitz angereist und durfte bei einer Weltweiten Veranstaltung zum Pridemonat ein paar Worte sagen und Fragen beantworten. Das diesjährige Thema ist Transidente Menschen im Betrieb.
Ich bin die Einzige von sehr vielen Mitarbeitenden die ganz offen über ihr Leben spricht und so wurde ich von unserer LGBTQ Abteilung gefragt ob ich teilnehmen möchte.Und da mir Sichtbarkeit sehr wichtig ist sagte ich natürlich zu.
Absolute Pionierarbeit, wie ich oft sage.
Und das von Dir genannte Thema wäre genau mein Ding, da hätte ich mit Sicherheit auch einiges zu sagen.
Deine anderen Worte klingen recht nachdenklich aber auch schön.Céline hat geschrieben: Di 17. Jun 2025, 22:40 Der Tag war heute ziemlich anstrengend, gerade nach dem sehr anstrengenden Wochenende und so ging ich heute Abend trotz allem sehr glücklich in das Hotelrestaurant wo ich mir einen Tisch reserviert habe und ließ den Tag bei einem leckeren Essen und einem Glas Wein ausklingen und musste dabei an einen heutigen sehr bewegenden Post nachdenken . Ich saß da völlig „ unsichtbar“ trotz meiner Violetten Haare und weiß das ich angekommen bin.
Das Du glücklich bist gefällt mir.
Ich wünsche dir weiterhin alles Gute und vieeeel Glück.
auch glücklich und neugierig
Deine Violetta
🌺 Das Glück 🍀 wohnt wieder in meinem Herzen 💜🙏
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Céline
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Re: !0Jahre...Wer hätte das gedacht
Tatsächlich habe ich jetzt über 3 Monate gebraucht um diesen Post fertig zu schreiben..
Diesen Post widme ich meiner Mutter, meinem Vater die mein Glück leider nicht mehr erleben dürfen und allen Menschen die mich begleitet und unterstützt haben. An erster Stelle meiner geliebten Frau die so unendlich viel Geduld und Kraft für mich aufgebracht obwohl ich ihr so viel angetan und habe und vieles genommen habe.
Ein großes Danke auch an Alle die mich seit 10 Jahren lesen und mir fast 150000 Zugriffe auf mein Tagebuch geschenkt haben.
Natürlich auch allen Ärzten und Ärztinnen die in meinen Augen ein Wunder vollbracht haben.
Und zu guter Letzt möchte ich meiner Therapeutin danken die mich 7 lange Jahre begleitet hat und mir sehr geholfen hat.
!0 Jahre...ja 10 Jahre ist es her das ich auf meiner Suche das Forum hier gefunden. Davor? Jahrzehnte des Versteckens, Angstzustände, Traurigkeit und vor allem viel Einsamkeit. Doch muss ich ehrlich sein, Einsamkeit liebte ich. Ich konnte in Gedanken schwelgen und Träumen. So viele Wünsche und Fragen die sich nicht erfüllten und beantworteten. Meine Geschichte aus früheren Jahren lese ich hier immer wieder und erinnern mich an längst vergangene Tage. Und dann erschien da bei meiner Suche die ich mich irgendwann traute das Internet zu befragen dieses Video einer besonderen Frau die so erschien es mir meine Geschichte erzählte... eine Transidente Frau. Innerlich passierte etwas in mir was ich nicht beschreiben konnte. Da war etwas.....ich möchte sagen rief. Und da war noch etwas , Angst. Zuerst die Angst meine Frau könnte merken das ich diese Seite aufrief und dann die Angst "so zu sein". Was wenn? Mir ging es schon lange nicht mehr gut und ich ein Meister des Versteckens und Schauspiels. Und weiter?
Da war es :www.crossdresser-forum.de
Allein der Mut den Anmeldebutton zu drücken hat Tage gedauert. Aber der Initalfunke war entfacht und etwas in mir war entfacht was mir zu diesen Zeitpunkt Angst machte. Ich wollte doch nur Normal sein aber alle Gedanken öffneten anstatt dessen Dunkle Löcher. Ich wollte doch nur Franz sein, Franz der stundenweise am Wochenende zu Franzi wurde. Das hatte mir auch mein ganzes Leben gereicht wenn nicht immer öfter Gevater Traurigkeit nach meinen abendlichen Ausflügen zuhause hinter geschlossenen Jalousien hinter mir erschienen wäre und mit jedem Stückchen Franzi das am Waschbecken verschwand wurden die die Tränen jedes Mal mehr. Ich stand oft da und sank zusammen weil mir die Kraft fehlte ins Leben zurück zu kehren. Ich sagte so oft "Ich will nicht zurück, ich will und kann das nicht mehr....bitte...
Aber ich musste. Ich verfiel Zusehens und in der Arbeit verschwand ich täglich im Archiv wo ich vor Traurigkeit zusammensank und lange weinte, immer Angst Jemand kommt und sieht mich so. Niemand durfte etwas erfahren. Ich der starke Franz, der Monteur der solange auf Baustellen montiert hat. Ich weiß nicht wie viele Stunden ich im Forum gelesen habe. Im Chat irgend wann täglich zu finden. Ich bekam hier sehr viele Ratschläge. Auch einige Schlechte leider.
Bis zu diesen Zeitpunkt :18.9.2015....Mein erstes Mal. Mein Tagebuch entstand und das erste Mal in Freiheit. Hier muss ich all den Mädels hier noch einmal danken die mir geholfen haben. Durch freundliche Worte, Fragen auch manchmal unbequeme. Mädels wie Ellen, Tatjana, Jaqueline,
29.6.25 nach dem Verschwinden von 2 Stunden nachdenken und schreiben versuche ich hier weiter zu schreiben. 10 Jahre hier…was geschah mit mir?
Fortsetzung:..
Seet,Sandra und Viele mehr. Viele sind nicht mehr hier, haben Ihren Weg gefunden oder haben sich anderweitig orientiert. Einige durfte selber kennen lernen und stehe auch noch ab und zu in Kontakt. Und doch liegen 10 Jahre voller Hoffnung, Schmerzen, Tränen, Lachen, Verlusten und riesigen Ängsten hinter mir. Die Zeit verging so unglaublich schnell und es lagen so unendliche Hoffnungen in mir.
Eine Zeit in der ich so viele Facetten in mehr fand die ich so nie für möglich gehalten hätte. Und doch hat mein früheres Leben das ich im Gegensatz zu so vielen nicht verdamme und als verschwendete Lebenszeit erachte mir so vieles geschenkt. Allem voran eine so wunderbare Frau mit der ich jetzt fast 40 Jahre verheiratet bin und die mich immer begleitet hat und mich gestützt hat obwohl ich ihr so viel Schlechtes zurückgegeben habe. Heute würde ich sagen wir sind Seelenverwandt und mit einem unsichtbaren Band fest verbunden. Oder wie soll ich es sonst beschreiben wenn der als 45 Jahre als Mann lebende Partner diesen Weg geht und seine geliebte die sich nur die starke Schulter Ihres Mannes gewünscht hat und mit Ihm alt werden wollte sie stehen lässt und sich entscheidet alles Männliche entfernen zu lassen und fortan in der Rolle als Partnerin zu leben?
Ich sehe es heute völlig nüchtern das ich Ihr Ihren geliebten Mann genommen hat. Etwas das man nie vergessen sollte wenn man diesen Weg geht das man tiefe Schmerzen hinterlässt.
Und doch...die Zeit jetzt mit Ihr ist zum Teil so intensiv und echt das ich dankbar bin das sie wieder mit ihren Koffern zurück gekommen ist.
Und so durfte ich in dieser Zeit so viele Menschen in einem großen Umkreis kennen lernen. Ich wurde überall herzlich aufgenommen. Egal ob diverse Stammtische, in der BDSM Scene, Crossdresserscene Schwarzen Scene und und und. 10 Jahre und ich habe 10000 % mehr Menschen kennen gelernt als meine restliche Lebenszeit. Ich bin gewachsen, ja gereift möchte ich sagen. Vielleicht auch erwachsener obwohl ich so einige Fehler gemacht habe.
Es sind 1000 Dinge die erleben durfte. Erfahrungen die erschreckend aber auch wieder wunderschön waren.
Und es waren diese unendlich vielen ersten Male die mir so oft ein lächeln ins Gesicht zaubern.
Aber auch Abschiede. Der schlimmste Abschied war der von meinem Vater während Corona. Ich vermisse Ihn und meine Mutter so sehr und selbst jetzt nur beim schreiben muss ich weinen weil Beide noch so gerne drücken möchte und Ihnen wie ein kleiner Junge von meinem Abenteuern erzählen möchte. Ihnen strahlend erzählen wie schön alles ist und wie glücklich ich doch bin. Ihnen alles erzählen was ich erreicht habe und wie meine Träume war geworden sind.
Und so denke ich oft daran wie ich als kleiner Junge Nachts am Bett meines Vaters stand und Ihn geweckt habe um bei Sonnenaufgang pünktlich beim Angeln zu sein. Als wir beide im elterlichen Haus in der Werkstatt waren und geschreinert haben oder gemeinsam Wachholderbeeren im Wald gesucht haben um dann zusammen im Keller den Räucherofen anzuzünden und der Duft das ganze Haus erfüllt hat. Meine Mutter beim täglichen abspülen uns immer Rechenaufgaben gestellt hat oder geschimpft hat wenn wir wieder im Kinderzimmer den Plattenspieler zu laut machten. Es sind diese vielen Erinnerungen die sie mich nie vergessen lassen
Aber auch die Abschiede die so unermesslich schmerzhaft waren haben sich tief in mich eingebrannt. Ich werde denn Tag als ich meine Mutter tot auffand und schrie Mama bitte wach auf obwohl ihr Körper schon so kalt und steif war nie vergessen und bereue es bis heute das wir im Streit auseinander gegangen sind. Schmerzen die bis heute noch unendlich weh tun......Mama ich werde Dich und Papa nie wieder umarmen dürfen.
Und Beide wussten nicht das sie eine vierte Tochter hatten. Doch vielleicht hat alles so sein müssen. Heute weiß ich das alles seinen Sinn und Bedeutung hat.
Und so vergingen die letzten 10 Jahre so schnell und sinnbildlich sprang ich von dunklen Loch zu dunklen Loch. Dazwischen so viele wunderbare Höhepunkte und Erlebnisse. Ein Mensch der so ängstlich und schüchtern war, immer darauf bedacht nicht aufzufallen, ohne Selbstbewusstsein veränderte sich Schritt für Schritt. Anfangs noch geplagt von Ängsten das alle Welt auf mich schaut und auslacht. Zugegebenermaßen ist das tatsächlich öfters passiert. Bespuckt, ausgelacht, als Transe bezeichnet sind Begebenheiten die nicht schön waren aber mich stark gemacht haben...sehr stark. Heute lächle ich fast nur noch darüber wenn jemand wieder mein altes Ich sieht was ja nicht wunderlich denn Franz wird immer ein Teil von mir bleiben und das ist auch gut so. Und ich wurde immer mutiger und selbstbewusster. Was hatte ich schon zu verlieren wenn ich vor 500 Menschen alleine auf der Tanzfläche tanzte außer den wunderbaren Moment. Ich lernte es zu genießen wenn ich auf Veranstaltungen aufrecht die Locations zu betreten und zwischen den Menschen hindurch zu schreiten. Eigentlich kein Wunder wenn ich mit Absätzen öfter 1,90 bin und dann im Arm meines dann doch kleineren Freundes.
Ja... mein Freund. Das ich Ihn kennen lernen durfte ist ein wahres Geschenk. Er gab mir immer das Gefühl vollkommen zu sein. Ein Mensch der nicht locker ließ bevor er mich kennen lernen durfte. Er begleitet mich nun schon seit 4 Jahren auf diesen Teilstück meines Lebens und ich hoffe noch sehr lange. Lange wünschte ich mir einfach nur in den starken Armen von jemanden zu liegen und gehalten zu werden. Ich lernte mich einfach fallen zu lassen und Berührungen zuzulassen. Ein sehr großes Geschenk das ich Ihn kennen lernen durfte.
10 Jahre in denen sich so viele Wünsche und Träume erfüllten die mich mit Dankbarkeit erfüllen. Träume die ich mir jetzt erfülle die ich schon mit 15 gehabt habe. Ich träumte immer davon zu schauspielern und vor Publikum zu stehen. Meine Bühne habe ich mir selbst gebaut und erfüllt und ich genieße es es wenn ich ab und zu Dinge vor Menschen vorführe die hier keinen Platz haben aber eine andere Bühne ist das DJ Pult. Musik, eine andere große Leidenschaft neben Gärten, Schottland und Botanik. Ich hätte nie geglaubt das ich selbst einmal am Microphon vor teilweise über 100 Menschen spreche und einfach nur in der Musik aufgehe. Ein Traum der stetig wächst und jetzt schon Anfragen kommen ob ich nicht einmal woanders auflegen möchte. Und das Ich der als kleiner Junge vor anderen Mensch weg gerannt ist aus Angst angesprochen zu werden.
10 Jahre schreibe ich jetzt schon fast in mein Tagebuch hier. !0 Jahre Geschichten und Momente meines Lebens. Wie lange noch? Ich weiß es nicht. Der Abstand zum Forum vergrößert sich stetig. Ich schreibe nicht mehr so viel da mein ganzes Leben so alltäglich geworden ist. Ich brauche nicht mehr darüber nachzudenken Wer ich bin wenn ich morgens in den Spiegel sehe. Keine Gedanken mehr was ich tragen könnte. Ich fühle mich mich in Jeans, Blaumann oder im schicken Cluboutfit gleichermaßen wohl. Nur wenn ich weiß das wieder Hunderte Augen auf mich gerichtet sind wenn ich am Pult stehe oder ich zu Großen Veranstaltungen gehe dann muss alles Perfekt sein, Vom Outfit bis zu den Haaren.
Ja...meine Haare. ein sehr wichtiger Teil meiner Geschichte. Ich träumte immer davon lange schwarze Haare zu besitzen. Da waren Tage als meine Geheimratsecken größer wurden und ich Angst hatte meine damals kurzen zum Teil schon grauen Haare zu verlieren immer im Hinterkopf das ich ohne Haare diesen Weg nie angetreten hätte. Nie... eine Perücke wäre nie in Betracht gekommen obwohl ich aus längst vergangenen Tagen noch sehr viele in meinem Fundus habe.
Heute genieße ich es Sie ab und zu einfach zu benutzen um in eine andere "Rolle" zu schlüpfen.
Ich würde meine Haare heute als ein ganz besonderes Geschenk zu sehen das mich zu der Person macht die ich bin und wie mich alle kennen. Céline mit den Violetten langen Haaren. Immer mit dem Wissen im Blickkontakt zu geraten wenn ich beruflich oder Privat unterwegs bin. Tatsächlich kommen das ein oder andere Mal Komplimente für meinen Mut als "Mann" solche Haare zu haben. Momente in denen ich heute immer schmunzeln muss und mit meiner direkten humorvollen Art für Aufklärung sorge.
Und da waren auch 10 Jahre in denen ich meinen kompletten Körper neu kennen lernen durfte. Nicht nur die Operativen Maßnahmen. Nein all das was dazu Gehört.
Es waren die Momente als dieser unbekannte Mann mich bei einer Party als ich wieder einmal alleine in einer durchtanzten Nacht war in den Arm nahm und mit mir tanzte und mich streichelte. Ich hatte damals Gefühle die ich noch nie erlebte. Oder der Steward im Flugzeug den ich Wochenlang nicht mehr vergessen konnte. Die Nacht auf einer Parkbank mit meinem ersten Freund bei einer sternklaren Nacht als ich in seinem Schoß eingeschlafen bin. Der erste Kuss, der erste Sex.
Unzählige Begebenheiten in denen ich mein neues Körpergefühl erkunden und kennen lernen durfte. Es sind diese vielen Geschenke die ich erleben durfte. Geschenke von denen ich weiß das sie nicht alltäglich sind und die mir zeigen das ich es geschafft habe und angekommen bin. Es ist wie dieses Spiegelbild als ich vor 10 Jahren mit dieser neuen Perücke gestylt vor dem großen Spiegel stand und Céline das erste Mal gesehen habe und wusste das bin ich. Ich bin nicht perfekt und mache vieles falsch dessen werde ich mir immer bewusst sein aber...
Pläne? Ja, die gibt es immer noch. Meine Biographie in zwei Bänden und noch so ein paar andere Dinge. Dazu noch professionell auflegen… ein Traum der gerade wahr wird.Mal sehen wieviel Zeit ich noch geschenkt bekomme. Nächste Woche geht’s endlich wieder nach Schottland nachdem es mir nach vielen gesundheitlichen Problemen wieder möglich ist. Ich werde bestimmt ein wenig berichten.
Und Ihr? Glaubt an Euch und Eure Träume. Es ist so vieles möglich
Ich bin es heute tatsächlich…
Ich habe es geschafft…
Céline
Diesen Post widme ich meiner Mutter, meinem Vater die mein Glück leider nicht mehr erleben dürfen und allen Menschen die mich begleitet und unterstützt haben. An erster Stelle meiner geliebten Frau die so unendlich viel Geduld und Kraft für mich aufgebracht obwohl ich ihr so viel angetan und habe und vieles genommen habe.
Ein großes Danke auch an Alle die mich seit 10 Jahren lesen und mir fast 150000 Zugriffe auf mein Tagebuch geschenkt haben.
Natürlich auch allen Ärzten und Ärztinnen die in meinen Augen ein Wunder vollbracht haben.
Und zu guter Letzt möchte ich meiner Therapeutin danken die mich 7 lange Jahre begleitet hat und mir sehr geholfen hat.
!0 Jahre...ja 10 Jahre ist es her das ich auf meiner Suche das Forum hier gefunden. Davor? Jahrzehnte des Versteckens, Angstzustände, Traurigkeit und vor allem viel Einsamkeit. Doch muss ich ehrlich sein, Einsamkeit liebte ich. Ich konnte in Gedanken schwelgen und Träumen. So viele Wünsche und Fragen die sich nicht erfüllten und beantworteten. Meine Geschichte aus früheren Jahren lese ich hier immer wieder und erinnern mich an längst vergangene Tage. Und dann erschien da bei meiner Suche die ich mich irgendwann traute das Internet zu befragen dieses Video einer besonderen Frau die so erschien es mir meine Geschichte erzählte... eine Transidente Frau. Innerlich passierte etwas in mir was ich nicht beschreiben konnte. Da war etwas.....ich möchte sagen rief. Und da war noch etwas , Angst. Zuerst die Angst meine Frau könnte merken das ich diese Seite aufrief und dann die Angst "so zu sein". Was wenn? Mir ging es schon lange nicht mehr gut und ich ein Meister des Versteckens und Schauspiels. Und weiter?
Da war es :www.crossdresser-forum.de
Allein der Mut den Anmeldebutton zu drücken hat Tage gedauert. Aber der Initalfunke war entfacht und etwas in mir war entfacht was mir zu diesen Zeitpunkt Angst machte. Ich wollte doch nur Normal sein aber alle Gedanken öffneten anstatt dessen Dunkle Löcher. Ich wollte doch nur Franz sein, Franz der stundenweise am Wochenende zu Franzi wurde. Das hatte mir auch mein ganzes Leben gereicht wenn nicht immer öfter Gevater Traurigkeit nach meinen abendlichen Ausflügen zuhause hinter geschlossenen Jalousien hinter mir erschienen wäre und mit jedem Stückchen Franzi das am Waschbecken verschwand wurden die die Tränen jedes Mal mehr. Ich stand oft da und sank zusammen weil mir die Kraft fehlte ins Leben zurück zu kehren. Ich sagte so oft "Ich will nicht zurück, ich will und kann das nicht mehr....bitte...
Aber ich musste. Ich verfiel Zusehens und in der Arbeit verschwand ich täglich im Archiv wo ich vor Traurigkeit zusammensank und lange weinte, immer Angst Jemand kommt und sieht mich so. Niemand durfte etwas erfahren. Ich der starke Franz, der Monteur der solange auf Baustellen montiert hat. Ich weiß nicht wie viele Stunden ich im Forum gelesen habe. Im Chat irgend wann täglich zu finden. Ich bekam hier sehr viele Ratschläge. Auch einige Schlechte leider.
Bis zu diesen Zeitpunkt :18.9.2015....Mein erstes Mal. Mein Tagebuch entstand und das erste Mal in Freiheit. Hier muss ich all den Mädels hier noch einmal danken die mir geholfen haben. Durch freundliche Worte, Fragen auch manchmal unbequeme. Mädels wie Ellen, Tatjana, Jaqueline,
29.6.25 nach dem Verschwinden von 2 Stunden nachdenken und schreiben versuche ich hier weiter zu schreiben. 10 Jahre hier…was geschah mit mir?
Fortsetzung:..
Seet,Sandra und Viele mehr. Viele sind nicht mehr hier, haben Ihren Weg gefunden oder haben sich anderweitig orientiert. Einige durfte selber kennen lernen und stehe auch noch ab und zu in Kontakt. Und doch liegen 10 Jahre voller Hoffnung, Schmerzen, Tränen, Lachen, Verlusten und riesigen Ängsten hinter mir. Die Zeit verging so unglaublich schnell und es lagen so unendliche Hoffnungen in mir.
Eine Zeit in der ich so viele Facetten in mehr fand die ich so nie für möglich gehalten hätte. Und doch hat mein früheres Leben das ich im Gegensatz zu so vielen nicht verdamme und als verschwendete Lebenszeit erachte mir so vieles geschenkt. Allem voran eine so wunderbare Frau mit der ich jetzt fast 40 Jahre verheiratet bin und die mich immer begleitet hat und mich gestützt hat obwohl ich ihr so viel Schlechtes zurückgegeben habe. Heute würde ich sagen wir sind Seelenverwandt und mit einem unsichtbaren Band fest verbunden. Oder wie soll ich es sonst beschreiben wenn der als 45 Jahre als Mann lebende Partner diesen Weg geht und seine geliebte die sich nur die starke Schulter Ihres Mannes gewünscht hat und mit Ihm alt werden wollte sie stehen lässt und sich entscheidet alles Männliche entfernen zu lassen und fortan in der Rolle als Partnerin zu leben?
Ich sehe es heute völlig nüchtern das ich Ihr Ihren geliebten Mann genommen hat. Etwas das man nie vergessen sollte wenn man diesen Weg geht das man tiefe Schmerzen hinterlässt.
Und doch...die Zeit jetzt mit Ihr ist zum Teil so intensiv und echt das ich dankbar bin das sie wieder mit ihren Koffern zurück gekommen ist.
Und so durfte ich in dieser Zeit so viele Menschen in einem großen Umkreis kennen lernen. Ich wurde überall herzlich aufgenommen. Egal ob diverse Stammtische, in der BDSM Scene, Crossdresserscene Schwarzen Scene und und und. 10 Jahre und ich habe 10000 % mehr Menschen kennen gelernt als meine restliche Lebenszeit. Ich bin gewachsen, ja gereift möchte ich sagen. Vielleicht auch erwachsener obwohl ich so einige Fehler gemacht habe.
Es sind 1000 Dinge die erleben durfte. Erfahrungen die erschreckend aber auch wieder wunderschön waren.
Und es waren diese unendlich vielen ersten Male die mir so oft ein lächeln ins Gesicht zaubern.
Aber auch Abschiede. Der schlimmste Abschied war der von meinem Vater während Corona. Ich vermisse Ihn und meine Mutter so sehr und selbst jetzt nur beim schreiben muss ich weinen weil Beide noch so gerne drücken möchte und Ihnen wie ein kleiner Junge von meinem Abenteuern erzählen möchte. Ihnen strahlend erzählen wie schön alles ist und wie glücklich ich doch bin. Ihnen alles erzählen was ich erreicht habe und wie meine Träume war geworden sind.
Und so denke ich oft daran wie ich als kleiner Junge Nachts am Bett meines Vaters stand und Ihn geweckt habe um bei Sonnenaufgang pünktlich beim Angeln zu sein. Als wir beide im elterlichen Haus in der Werkstatt waren und geschreinert haben oder gemeinsam Wachholderbeeren im Wald gesucht haben um dann zusammen im Keller den Räucherofen anzuzünden und der Duft das ganze Haus erfüllt hat. Meine Mutter beim täglichen abspülen uns immer Rechenaufgaben gestellt hat oder geschimpft hat wenn wir wieder im Kinderzimmer den Plattenspieler zu laut machten. Es sind diese vielen Erinnerungen die sie mich nie vergessen lassen
Aber auch die Abschiede die so unermesslich schmerzhaft waren haben sich tief in mich eingebrannt. Ich werde denn Tag als ich meine Mutter tot auffand und schrie Mama bitte wach auf obwohl ihr Körper schon so kalt und steif war nie vergessen und bereue es bis heute das wir im Streit auseinander gegangen sind. Schmerzen die bis heute noch unendlich weh tun......Mama ich werde Dich und Papa nie wieder umarmen dürfen.
Und Beide wussten nicht das sie eine vierte Tochter hatten. Doch vielleicht hat alles so sein müssen. Heute weiß ich das alles seinen Sinn und Bedeutung hat.
Und so vergingen die letzten 10 Jahre so schnell und sinnbildlich sprang ich von dunklen Loch zu dunklen Loch. Dazwischen so viele wunderbare Höhepunkte und Erlebnisse. Ein Mensch der so ängstlich und schüchtern war, immer darauf bedacht nicht aufzufallen, ohne Selbstbewusstsein veränderte sich Schritt für Schritt. Anfangs noch geplagt von Ängsten das alle Welt auf mich schaut und auslacht. Zugegebenermaßen ist das tatsächlich öfters passiert. Bespuckt, ausgelacht, als Transe bezeichnet sind Begebenheiten die nicht schön waren aber mich stark gemacht haben...sehr stark. Heute lächle ich fast nur noch darüber wenn jemand wieder mein altes Ich sieht was ja nicht wunderlich denn Franz wird immer ein Teil von mir bleiben und das ist auch gut so. Und ich wurde immer mutiger und selbstbewusster. Was hatte ich schon zu verlieren wenn ich vor 500 Menschen alleine auf der Tanzfläche tanzte außer den wunderbaren Moment. Ich lernte es zu genießen wenn ich auf Veranstaltungen aufrecht die Locations zu betreten und zwischen den Menschen hindurch zu schreiten. Eigentlich kein Wunder wenn ich mit Absätzen öfter 1,90 bin und dann im Arm meines dann doch kleineren Freundes.
Ja... mein Freund. Das ich Ihn kennen lernen durfte ist ein wahres Geschenk. Er gab mir immer das Gefühl vollkommen zu sein. Ein Mensch der nicht locker ließ bevor er mich kennen lernen durfte. Er begleitet mich nun schon seit 4 Jahren auf diesen Teilstück meines Lebens und ich hoffe noch sehr lange. Lange wünschte ich mir einfach nur in den starken Armen von jemanden zu liegen und gehalten zu werden. Ich lernte mich einfach fallen zu lassen und Berührungen zuzulassen. Ein sehr großes Geschenk das ich Ihn kennen lernen durfte.
10 Jahre in denen sich so viele Wünsche und Träume erfüllten die mich mit Dankbarkeit erfüllen. Träume die ich mir jetzt erfülle die ich schon mit 15 gehabt habe. Ich träumte immer davon zu schauspielern und vor Publikum zu stehen. Meine Bühne habe ich mir selbst gebaut und erfüllt und ich genieße es es wenn ich ab und zu Dinge vor Menschen vorführe die hier keinen Platz haben aber eine andere Bühne ist das DJ Pult. Musik, eine andere große Leidenschaft neben Gärten, Schottland und Botanik. Ich hätte nie geglaubt das ich selbst einmal am Microphon vor teilweise über 100 Menschen spreche und einfach nur in der Musik aufgehe. Ein Traum der stetig wächst und jetzt schon Anfragen kommen ob ich nicht einmal woanders auflegen möchte. Und das Ich der als kleiner Junge vor anderen Mensch weg gerannt ist aus Angst angesprochen zu werden.
10 Jahre schreibe ich jetzt schon fast in mein Tagebuch hier. !0 Jahre Geschichten und Momente meines Lebens. Wie lange noch? Ich weiß es nicht. Der Abstand zum Forum vergrößert sich stetig. Ich schreibe nicht mehr so viel da mein ganzes Leben so alltäglich geworden ist. Ich brauche nicht mehr darüber nachzudenken Wer ich bin wenn ich morgens in den Spiegel sehe. Keine Gedanken mehr was ich tragen könnte. Ich fühle mich mich in Jeans, Blaumann oder im schicken Cluboutfit gleichermaßen wohl. Nur wenn ich weiß das wieder Hunderte Augen auf mich gerichtet sind wenn ich am Pult stehe oder ich zu Großen Veranstaltungen gehe dann muss alles Perfekt sein, Vom Outfit bis zu den Haaren.
Ja...meine Haare. ein sehr wichtiger Teil meiner Geschichte. Ich träumte immer davon lange schwarze Haare zu besitzen. Da waren Tage als meine Geheimratsecken größer wurden und ich Angst hatte meine damals kurzen zum Teil schon grauen Haare zu verlieren immer im Hinterkopf das ich ohne Haare diesen Weg nie angetreten hätte. Nie... eine Perücke wäre nie in Betracht gekommen obwohl ich aus längst vergangenen Tagen noch sehr viele in meinem Fundus habe.
Heute genieße ich es Sie ab und zu einfach zu benutzen um in eine andere "Rolle" zu schlüpfen.
Ich würde meine Haare heute als ein ganz besonderes Geschenk zu sehen das mich zu der Person macht die ich bin und wie mich alle kennen. Céline mit den Violetten langen Haaren. Immer mit dem Wissen im Blickkontakt zu geraten wenn ich beruflich oder Privat unterwegs bin. Tatsächlich kommen das ein oder andere Mal Komplimente für meinen Mut als "Mann" solche Haare zu haben. Momente in denen ich heute immer schmunzeln muss und mit meiner direkten humorvollen Art für Aufklärung sorge.
Und da waren auch 10 Jahre in denen ich meinen kompletten Körper neu kennen lernen durfte. Nicht nur die Operativen Maßnahmen. Nein all das was dazu Gehört.
Es waren die Momente als dieser unbekannte Mann mich bei einer Party als ich wieder einmal alleine in einer durchtanzten Nacht war in den Arm nahm und mit mir tanzte und mich streichelte. Ich hatte damals Gefühle die ich noch nie erlebte. Oder der Steward im Flugzeug den ich Wochenlang nicht mehr vergessen konnte. Die Nacht auf einer Parkbank mit meinem ersten Freund bei einer sternklaren Nacht als ich in seinem Schoß eingeschlafen bin. Der erste Kuss, der erste Sex.
Unzählige Begebenheiten in denen ich mein neues Körpergefühl erkunden und kennen lernen durfte. Es sind diese vielen Geschenke die ich erleben durfte. Geschenke von denen ich weiß das sie nicht alltäglich sind und die mir zeigen das ich es geschafft habe und angekommen bin. Es ist wie dieses Spiegelbild als ich vor 10 Jahren mit dieser neuen Perücke gestylt vor dem großen Spiegel stand und Céline das erste Mal gesehen habe und wusste das bin ich. Ich bin nicht perfekt und mache vieles falsch dessen werde ich mir immer bewusst sein aber...
Pläne? Ja, die gibt es immer noch. Meine Biographie in zwei Bänden und noch so ein paar andere Dinge. Dazu noch professionell auflegen… ein Traum der gerade wahr wird.Mal sehen wieviel Zeit ich noch geschenkt bekomme. Nächste Woche geht’s endlich wieder nach Schottland nachdem es mir nach vielen gesundheitlichen Problemen wieder möglich ist. Ich werde bestimmt ein wenig berichten.
Und Ihr? Glaubt an Euch und Eure Träume. Es ist so vieles möglich
Ich bin es heute tatsächlich…
Ich habe es geschafft…
Céline
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Tatjana_59
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Re: Das erste Mal
Liebe Céline,
ich sage einfach nur danke für den Rückblick auf die letzten 10 Jahre von dir.
Ich konnte und durfte dich ein Stück weit begleiten, was mich sehr freut.
Ich bin froh auch heute noch Kontakt mit dir zu haben, wenn es auch nicht mehr so häufig ist.
Geh deinen Weg weiter und genieße ihn.
Ich wünsche dir einen schönen Urlaub in Schottland.
Wir lesen/hören uns.
Ganz liebe Grüße Tatjana
ich sage einfach nur danke für den Rückblick auf die letzten 10 Jahre von dir.
Ich konnte und durfte dich ein Stück weit begleiten, was mich sehr freut.
Ich bin froh auch heute noch Kontakt mit dir zu haben, wenn es auch nicht mehr so häufig ist.
Geh deinen Weg weiter und genieße ihn.
Ich wünsche dir einen schönen Urlaub in Schottland.
Wir lesen/hören uns.
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Der Kopf denkt und gibt Rat.
Das Bauchgefühl gibt Rat.
Doch das Herz spricht, höre auf dein Herz!
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Lavendellöwin
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Re: Das erste Mal
Liebe Céline,
ob du es nun glauben magst oder nicht, du warst eine der Personen,
die mir gezeigt haben was möglich ist, wie man stark auf diesem Weg sein kann..trotz dunkler Wolken.
Und dafür bin ich dir sehr, wirklich sehr dankbar.
Und ich danke dir für die Gespräche die wir hatten und es tut mir unendlich leid, das ich dich
auch das eine oder andere Mal verletzt hab, weil ich gewisse Dinge graderaus angesprochen hab.
Wie auch immer, du bist eines der Teile die mein Puzzle vervollständigt haben..danke!
Alles Liebe Marie
ob du es nun glauben magst oder nicht, du warst eine der Personen,
die mir gezeigt haben was möglich ist, wie man stark auf diesem Weg sein kann..trotz dunkler Wolken.
Und dafür bin ich dir sehr, wirklich sehr dankbar.
Und ich danke dir für die Gespräche die wir hatten und es tut mir unendlich leid, das ich dich
auch das eine oder andere Mal verletzt hab, weil ich gewisse Dinge graderaus angesprochen hab.
Wie auch immer, du bist eines der Teile die mein Puzzle vervollständigt haben..danke!
Alles Liebe Marie
Fang an. Schritt für Schritt. Denn Mut wächst im Tun. Jeder kleine Schritt zählt – auch der unperfekte.
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Re: Das erste Mal
Meine liebe Céline,
Vielen Dank für Deine Jubiläumsgeschichte.
Ich gratuliere Dir ganz herzlich zu diesen schweren, bewegenden und auch schönen !0 Jahren.
Ich bin stolz, Dankbar und froh Dich kennen zu dürfen.
Und es ist wunderbar, Das es DICH gibt !
Auch Du hast meinen bisherigen Weg mitgeprägt, wie viele Andere hier im Forum. Das ist alles so wertvoll.
Ich könnte Deine gesamte Geschichte hier zitieren, das würde aber zu weit führen.
Du hast mir ,wieder einmal, eine große Freude damit gemacht.
So intensiv, so bewegend, so beeindruckend, so traurig, so schön, ich kann gar nicht alles aufzählen was ich fühle und denke.
Allein der Tod Deiner Mutter hat mich so traurig gemacht.
Dieses hier hat mich am Meisten bewegt:
Da kamen mir jetzt gleich wieder die Tränen, es ist so unendlich traurig
, wie schwer es für Dich war.
Ich wünsche Dir für Dein zukünftigen Leben Alles Alles Gute, viel Gesundheit und auch Kraft für die kommenden Herausforderungen .
Es ist besonders schön, daß es Dir gesundheitlich wieder besser geht.
Freut sich mit Dir





Deine Violetta
Vielen Dank für Deine Jubiläumsgeschichte.
Ich gratuliere Dir ganz herzlich zu diesen schweren, bewegenden und auch schönen !0 Jahren.
Ich bin stolz, Dankbar und froh Dich kennen zu dürfen.
Und es ist wunderbar, Das es DICH gibt !
Auch Du hast meinen bisherigen Weg mitgeprägt, wie viele Andere hier im Forum. Das ist alles so wertvoll.
Ich könnte Deine gesamte Geschichte hier zitieren, das würde aber zu weit führen.
Du hast mir ,wieder einmal, eine große Freude damit gemacht.
So intensiv, so bewegend, so beeindruckend, so traurig, so schön, ich kann gar nicht alles aufzählen was ich fühle und denke.
Allein der Tod Deiner Mutter hat mich so traurig gemacht.
Dieses hier hat mich am Meisten bewegt:
Das trifft mich tief in mein Herz.Céline hat geschrieben: Do 28. Aug 2025, 21:04 Allein der Mut den Anmeldebutton zu drücken hat Tage gedauert. Aber der Initalfunke war entfacht und etwas in mir war entfacht was mir zu diesen Zeitpunkt Angst machte. Ich wollte doch nur Normal sein aber alle Gedanken öffneten anstatt dessen Dunkle Löcher. Ich wollte doch nur Franz sein, Franz der stundenweise am Wochenende zu Franzi wurde. Das hatte mir auch mein ganzes Leben gereicht wenn nicht immer öfter Gevater Traurigkeit nach meinen abendlichen Ausflügen zuhause hinter geschlossenen Jalousien hinter mir erschienen wäre und mit jedem Stückchen Franzi das am Waschbecken verschwand wurden die die Tränen jedes Mal mehr. Ich stand oft da und sank zusammen weil mir die Kraft fehlte ins Leben zurück zu kehren. Ich sagte so oft "Ich will nicht zurück, ich will und kann das nicht mehr....bitte...
Da kamen mir jetzt gleich wieder die Tränen, es ist so unendlich traurig
Ich wünsche Dir für Dein zukünftigen Leben Alles Alles Gute, viel Gesundheit und auch Kraft für die kommenden Herausforderungen .
Es ist besonders schön, daß es Dir gesundheitlich wieder besser geht.
Freut sich mit Dir
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🌺 Das Glück 🍀 wohnt wieder in meinem Herzen 💜🙏
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Re: Träume und tiefe Trauer…
Ein völlig ungeplanter Beitrag in meinem Tagebuch. Etwas das mich oft übermannt und mit tiefer Traurigkeit erfüllt.
Etwas das schon so viele Jahre zurück liegt aber mich immer noch weinen lässt und beschäftigt.
Wir haben uns immer Kinder gewünscht und heute würde ich so einige Entscheidungen anders treffen.
Vor vielen Jahren wollten wir unseren Kinderwunsch endlich wahr werden lassen und freuten uns schon darauf das er wahr wird. Zu diesem Zeitpunkt wussten wir nicht das uns dieser Wunsch verwehrt bleiben wird.
Aus heutiger Sicht bin ich nicht unschuldig daran denn mein Egoismus und auch die Angst dafür das wenn wir Eltern würden unser Kind mein zweites Leben entdecken und verraten könnte ließ mich unseren Wunsch, damals hauptsächlich meiner Frau immer weiter in die Zukunft schieben. Immer weiter und es geschahen Dinge die im Nachhinein all das zunichte gemacht haben. Die Angst das unser Kind meiner Schwiegermutter, Familie oder Schule erzählen könnte das „ Papa“ Frauenkleider trägt war so stark das ich alles dagegen unternommen habe. Ich habe meiner Frau ihren größten Wunsch zerstört. Heute ist mir das schmerzlich bewusst.
Nach vielen Versuchen suchten wir ärztliche Hilfe auf und die einzige Hoffnung war eine künstliche Befruchtung. Ich weiß heute nicht mehr wie oft wir bei Ärzten waren und Tests und und und machten. Jeder Versuch führte nicht zur Erfüllung unseres so großen Wunsches.
Wir hatten lange so große Hoffnung und leider kam bei jeder Kontrolle und Untersuchung keine gute Nachricht. Aber das schlimmste und das was mich bis heute verfolgt und unendlich traurig macht und sehr oft weinen lässt war diese schreckliche Entscheidung die wir zu Schluss treffen mussten.
Ich weiß das Viele das ganz anders sehen und einen Zellhaufen“ nicht als lebendiges Kind betrachten. Doch auch wenn da „ nur“ mehrere Eizellen im Reagenzglas waren. Für mich waren das unsere Babys und wir mussten nachdem keine Hoffnung mehr bestand unsere Zustimmung zur „ Vernichtung“ unserer Babys erteilen. In meinem Kopf denke ich oft daran meine Kinder getötet zu haben. Gefühle die nicht in Wirte fassen und beschreiben kann, ja nicht dazu in der Lage bin. Selbst jetzt nach über 20 Jahren laufen mir die Tränen wenn ich nur daran denke. Ich habe meine Kinder nicht Leben lassen können und diese Entscheidung die die Einzige mögliche war wird mich immer verfolgen. Wie sehr habe ich mir gewünscht mit unseren Kindern so viel zu erleben. Nie werde ich mit meinen Kindern über Wiesen rennen können, auf Bäume klettern, Angeln, schwimmen und nachts zusammen Sternschnuppen anschauen.
So vieles wird uns immer verwehrt bleiben.
Und leider haben wir uns zu dieser Zeit gegen eine Adoption entschieden was ich heute auch bereue. Im Grunde haben wir einen kleinen eine mögliche Zukunft nicht gegeben.
Und etwas was ich nie für möglich gehalten hätte ist vor einigen Jahren im Krankenhaus mit mir geschehen. Etwas das schwer zu beschreiben ist. Ich habe irgendwann einmal darüber geschrieben als für eine OP im Krankenhaus war und ich aufgrund meiner TransIdentitätn und die Ärzte mich nicht zu den Männern oder Frauen legen wollten in ein Einzelzimmer auf der Geburtsstation verlegten. Dort durfte ich die Nacht zuhören als eine Frau entbunden hat. Da waren zum ersten Mal diese so unglaublich starken Gefühle und der Wunsch selbst Mutter werden zu dürfen. Meine Gefühle und Empfindungen zu beschreiben ist eigentlich unmöglich da ich selbst nicht begriffe was da mit mir geschah. Heute sehe ich es als Geschenk zumindest solch starke Empfindungen erleben zu dürfen.
Und heute? Vielleicht wären wir heute schon Großeltern und ich könnte mit unseren Enkelkinder im Garten umhertoben. Leider bleibt uns das verwehrt und meine Frau und ich werden alt ohne das uns unsere Kinder und Enkelkinder ab und zu besuchen und wenn wir beide einmal nicht mehr sind wird ein Bagger all unsere Träume und meine geliebten Bäume und unseren geliebten Garten wegschieben.
Und niemand wird sich an uns erinnern… vergessen als wären wir nie gewesen…
Ich musste mir das heute einfach noch von der Seele schreiben.
Céline
Etwas das schon so viele Jahre zurück liegt aber mich immer noch weinen lässt und beschäftigt.
Wir haben uns immer Kinder gewünscht und heute würde ich so einige Entscheidungen anders treffen.
Vor vielen Jahren wollten wir unseren Kinderwunsch endlich wahr werden lassen und freuten uns schon darauf das er wahr wird. Zu diesem Zeitpunkt wussten wir nicht das uns dieser Wunsch verwehrt bleiben wird.
Aus heutiger Sicht bin ich nicht unschuldig daran denn mein Egoismus und auch die Angst dafür das wenn wir Eltern würden unser Kind mein zweites Leben entdecken und verraten könnte ließ mich unseren Wunsch, damals hauptsächlich meiner Frau immer weiter in die Zukunft schieben. Immer weiter und es geschahen Dinge die im Nachhinein all das zunichte gemacht haben. Die Angst das unser Kind meiner Schwiegermutter, Familie oder Schule erzählen könnte das „ Papa“ Frauenkleider trägt war so stark das ich alles dagegen unternommen habe. Ich habe meiner Frau ihren größten Wunsch zerstört. Heute ist mir das schmerzlich bewusst.
Nach vielen Versuchen suchten wir ärztliche Hilfe auf und die einzige Hoffnung war eine künstliche Befruchtung. Ich weiß heute nicht mehr wie oft wir bei Ärzten waren und Tests und und und machten. Jeder Versuch führte nicht zur Erfüllung unseres so großen Wunsches.
Wir hatten lange so große Hoffnung und leider kam bei jeder Kontrolle und Untersuchung keine gute Nachricht. Aber das schlimmste und das was mich bis heute verfolgt und unendlich traurig macht und sehr oft weinen lässt war diese schreckliche Entscheidung die wir zu Schluss treffen mussten.
Ich weiß das Viele das ganz anders sehen und einen Zellhaufen“ nicht als lebendiges Kind betrachten. Doch auch wenn da „ nur“ mehrere Eizellen im Reagenzglas waren. Für mich waren das unsere Babys und wir mussten nachdem keine Hoffnung mehr bestand unsere Zustimmung zur „ Vernichtung“ unserer Babys erteilen. In meinem Kopf denke ich oft daran meine Kinder getötet zu haben. Gefühle die nicht in Wirte fassen und beschreiben kann, ja nicht dazu in der Lage bin. Selbst jetzt nach über 20 Jahren laufen mir die Tränen wenn ich nur daran denke. Ich habe meine Kinder nicht Leben lassen können und diese Entscheidung die die Einzige mögliche war wird mich immer verfolgen. Wie sehr habe ich mir gewünscht mit unseren Kindern so viel zu erleben. Nie werde ich mit meinen Kindern über Wiesen rennen können, auf Bäume klettern, Angeln, schwimmen und nachts zusammen Sternschnuppen anschauen.
So vieles wird uns immer verwehrt bleiben.
Und leider haben wir uns zu dieser Zeit gegen eine Adoption entschieden was ich heute auch bereue. Im Grunde haben wir einen kleinen eine mögliche Zukunft nicht gegeben.
Und etwas was ich nie für möglich gehalten hätte ist vor einigen Jahren im Krankenhaus mit mir geschehen. Etwas das schwer zu beschreiben ist. Ich habe irgendwann einmal darüber geschrieben als für eine OP im Krankenhaus war und ich aufgrund meiner TransIdentitätn und die Ärzte mich nicht zu den Männern oder Frauen legen wollten in ein Einzelzimmer auf der Geburtsstation verlegten. Dort durfte ich die Nacht zuhören als eine Frau entbunden hat. Da waren zum ersten Mal diese so unglaublich starken Gefühle und der Wunsch selbst Mutter werden zu dürfen. Meine Gefühle und Empfindungen zu beschreiben ist eigentlich unmöglich da ich selbst nicht begriffe was da mit mir geschah. Heute sehe ich es als Geschenk zumindest solch starke Empfindungen erleben zu dürfen.
Und heute? Vielleicht wären wir heute schon Großeltern und ich könnte mit unseren Enkelkinder im Garten umhertoben. Leider bleibt uns das verwehrt und meine Frau und ich werden alt ohne das uns unsere Kinder und Enkelkinder ab und zu besuchen und wenn wir beide einmal nicht mehr sind wird ein Bagger all unsere Träume und meine geliebten Bäume und unseren geliebten Garten wegschieben.
Und niemand wird sich an uns erinnern… vergessen als wären wir nie gewesen…
Ich musste mir das heute einfach noch von der Seele schreiben.
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Re: Das erste Mal
Guten Morgen Céline,
Und ja, einiges führt auch dazu, dass wir etwas bereuen.
Ich muss mir auch in vielen Situationen sagen: "es ist wie es ist - und du hast vielleicht in einigen Situationen nicht die richtigen Entscheidungen getroffen, weil es wohl nicht anders möglich war".
Das tut weh - und ich denke, dass es bei dir und euch besonders einschneidende Ereignisse waren.
Aber es ist "dein Leben".
Ich wünsche dir, dass du dich im Hier und Jetzt mit dem versöhnen kannst, was nicht möglich war.
Viele liebe Grüße
Anne-Mette
Da hast du - und da habt ihr viel durchgemacht.Céline hat geschrieben: So 31. Aug 2025, 23:30 Ein völlig ungeplanter Beitrag in meinem Tagebuch. Etwas das mich oft übermannt und mit tiefer Traurigkeit erfüllt.
Etwas das schon so viele Jahre zurück liegt aber mich immer noch weinen lässt und beschäftigt.
Und ja, einiges führt auch dazu, dass wir etwas bereuen.
Ich muss mir auch in vielen Situationen sagen: "es ist wie es ist - und du hast vielleicht in einigen Situationen nicht die richtigen Entscheidungen getroffen, weil es wohl nicht anders möglich war".
Das tut weh - und ich denke, dass es bei dir und euch besonders einschneidende Ereignisse waren.
Aber es ist "dein Leben".
Ich wünsche dir, dass du dich im Hier und Jetzt mit dem versöhnen kannst, was nicht möglich war.
Viele liebe Grüße
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Re: Das erste Mal
Vielen lieben Dank für Eure schönen Antworten. Ich freue mich sehr darüber. Die Vorbereitungen für Schottland laufen auf Hochtouren. Die Reiseroute für 4 Wochen ist geplant obwohl es nur 12 Tage sind. Die Geburtstags Zigarre ist im Koffer. Meine Haare wurden heute frisch gefärbt, natürlich wieder mein Lieblingsviolett. Zum Glück geht’s mir seit heute nach Wochenlangem Kränkeln wieder deutlich besser. Ich hab schon befürchtet das jetzt der Dritte Urlaub in Folge storniert werden muss.
Und… für mich absolut untypisch… meine Koffer und Fotoequipment sind tatsächlich 2 Tage vorher fertig gepackt.
Und ganz ehrlich, ich hab mich selten so auf eine Auszeit gefreut die dringend notwendig ist.
Aber natürlich wie immer ich…
Eure Céline
Und… für mich absolut untypisch… meine Koffer und Fotoequipment sind tatsächlich 2 Tage vorher fertig gepackt.
Und ganz ehrlich, ich hab mich selten so auf eine Auszeit gefreut die dringend notwendig ist.
Aber natürlich wie immer ich…
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Re: Das erste Mal
Liebe Celine
beim Nachlesen der vielen Beiträge, die ich über den Sommer "versäumt" habe, hat mich vor allem Deiner zu Deinem 10-jährigen Jubiläum sehr angesprochen, denn ich habe mich in vielem wiedererkannt. Vielen Dank, daß Du Deine Gedanken und Gefühle so offen teilst. Vieles hat mir bei Fragen und Unsicherheiten, die für mich noch ungeklärt sind, Mut gemacht.
Es gibt in Deinem Beitrag noch einige weitere Passagen, auf die ich allerdings nicht öffentlich eingehen möchte. Jedenfalls hast Du mit einigen einen tiefen Herzenswunsch von mir angesprochen.
Alles Liebe
Desiree
beim Nachlesen der vielen Beiträge, die ich über den Sommer "versäumt" habe, hat mich vor allem Deiner zu Deinem 10-jährigen Jubiläum sehr angesprochen, denn ich habe mich in vielem wiedererkannt. Vielen Dank, daß Du Deine Gedanken und Gefühle so offen teilst. Vieles hat mir bei Fragen und Unsicherheiten, die für mich noch ungeklärt sind, Mut gemacht.
So ähnliche innere Zustände haben mich ebenfalls viele Jahre begleitet - vor allem die Unsicherheit mir selbst gegenüber, ob ich "normal" sei mit meinen Wünschen und Fantasien, feminine Kleidung zu tragen - insgeheim wusste ich, daß mehr dahintersteckt, als "nur" feminine Kleidung tragen zu wollen. Wieviel mehr dahintersteckt, konnte ich für mich bis heute noch nicht komplett klären.Céline hat geschrieben: Do 28. Aug 2025, 21:04 Jahrzehnte des Versteckens, Angstzustände, Traurigkeit und vor allem viel Einsamkeit. Doch muss ich ehrlich sein, Einsamkeit liebte ich.
Oh wie ich das gut nachvollziehen kann. "Hüte Dich vor Deinen Wünschen, denn sie könnten in Erfüllung gehen" hallte es oft in meinem Kopf. Ich hatte Angst davor, daß sich mir vielleicht tatsächlich Möglichkeiten eröffnen könnten, meine femininen Anteile auch sichtbar nach außen hin ausleben zu können.Céline hat geschrieben: Do 28. Aug 2025, 21:04 Allein der Mut den Anmeldebutton zu drücken hat Tage gedauert. Aber der Initalfunke war entfacht und etwas in mir war entfacht was mir zu diesen Zeitpunkt Angst machte.
An diesem Punkt stehe ich grade an. Ich würde gerne noch soooo viel erleben - vieles spielt sich allerdings derzeit nur in meiner Fanatasie ab, weil mir noch der Mut fehlt, als Desiree in die Welt "hinauszugehen", um das auszuleben, was an Wunschträumen in mir steckt.Céline hat geschrieben: Do 28. Aug 2025, 21:04 Und so durfte ich in dieser Zeit so viele Menschen in einem großen Umkreis kennen lernen. Ich wurde überall herzlich aufgenommen. Egal ob diverse Stammtische, in der BDSM Scene, Crossdresserscene Schwarzen Scene und und und. 10 Jahre und ich habe 10000 % mehr Menschen kennen gelernt als meine restliche Lebenszeit. Ich bin gewachsen, ja gereift möchte ich sagen. Vielleicht auch erwachsener obwohl ich so einige Fehler gemacht habe.
Es sind 1000 Dinge die erleben durfte. Erfahrungen die erschreckend aber auch wieder wunderschön waren.
Das ist für mich einer DER Schlüsselsätze in Deinem Beitrag - vielen Dank, denn das gibt mir die Hoffnung, doch auch noch aus mir herauskommen zu können.Céline hat geschrieben: Do 28. Aug 2025, 21:04 Ein Mensch der so ängstlich und schüchtern war, immer darauf bedacht nicht aufzufallen, ohne Selbstbewusstsein veränderte sich Schritt für Schritt.
Es gibt in Deinem Beitrag noch einige weitere Passagen, auf die ich allerdings nicht öffentlich eingehen möchte. Jedenfalls hast Du mit einigen einen tiefen Herzenswunsch von mir angesprochen.
Danke, von ganzem Herzen, danke für diesen - Deinen - Beitrag.Céline hat geschrieben: Do 28. Aug 2025, 21:04 Und Ihr? Glaubt an Euch und Eure Träume. Es ist so vieles möglich
Ich bin es heute tatsächlich…
Ich habe es geschafft…
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"Wer den Hafen nicht kennt, in den er segeln will, für den ist kein Wind der richtige." (Seneca)
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Re: Das erste Mal
Céline hat geschrieben: Do 28. Aug 2025, 21:04 Ein Mensch der so ängstlich und schüchtern war, immer darauf bedacht nicht aufzufallen, ohne Selbstbewusstsein veränderte sich Schritt für Schritt. Anfangs noch geplagt von Ängsten das alle Welt auf mich schaut und auslacht.
Meine liebe Desiree,Desiree Maxima hat geschrieben: So 14. Sep 2025, 22:12 An diesem Punkt stehe ich grade an. Ich würde gerne noch soooo viel erleben - vieles spielt sich allerdings derzeit nur in meiner Fanatasie ab, weil mir noch der Mut fehlt, als Desiree in die Welt "hinauszugehen", um das auszuleben, was an Wunschträumen in mir steckt.
Ich bin mir ganz sicher, daß das bei Dir auch mit der Zeit wird. Du wirst bestimmt, so wie viele Andere hier, das Selbstbewußtsein entwickeln, um Dich oft ganz unbeschwert als Frau draußen zu bewegen.
Glaube an Dich und Deine Stärken und Du wirst sehen, mit der Zeit wird es immer besser.
Die Erlebnisse draußen sind es auch fast immer wert, über seinen eigenen Schatten zu springen.
glaubt an Dich und wünscht Dir alles Gute
Deine Violetta
🌺 Das Glück 🍀 wohnt wieder in meinem Herzen 💜🙏