Queer sein auf dem Land
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Anne-Mette
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Queer sein auf dem Land
Ein kleiner Beitrag der Hessenschau (mit Video)
Anders sein als die anderen - das fällt in der anonymen Großstadt leichter. Vielen queeren Jugendlichen auf dem Land haben es da schwieriger und fühlen sich oft nicht zugehörig. Das ist im queeren Jugendtreff in Friedberg anders. Viele Jugendliche nehmen einen weiten Weg auf sich, um hier zu sein.
https://www.hessenschau.de/tv-sendung/q ... 94480.html
Anders sein als die anderen - das fällt in der anonymen Großstadt leichter. Vielen queeren Jugendlichen auf dem Land haben es da schwieriger und fühlen sich oft nicht zugehörig. Das ist im queeren Jugendtreff in Friedberg anders. Viele Jugendliche nehmen einen weiten Weg auf sich, um hier zu sein.
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Jutta Rambler
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Re: Queer sein auf dem Land
Eigentlich wollte ich zu dem Thema „Queer sein auf dem Land“ ein eigenes Thread aufmachen, aber dann bin ich über dieses von Anne-Mette gestolpert. Deshalb möchte ich meinen Beitrag hier ergänzen.
Queer sein auf dem Land ist nicht nur für Jugendliche schwierig zu leben, sondern auch für Erwachsene und Best Ager’s.
Sexuelle Vielfalt auf dem Land wird überwiegend versteckt gelebt.
Queere Menschen begegnen auf dem Land vielen Problemen. Ausgrenzung, Anmache und sogar Attacken. Deshalb lebe ich auch ein Doppelleben. Um mich als Frau in der Öffentlichkeit zu zeigen, begebe ich mich hauptsächlich in die Anonymität der Stadt oder auf touristische Hotspots oder Autobahnraststätten etc. Das habe ich schon in meinem beruflichen Leben gemacht. Ich war in dieser Zeit sehr viel unterwegs und habe die ganze Woche im Hotel gelebt. An den Abenden habe ich dann die Städte als Frau erkundet.
Ich bin sehr froh, dass ich während der ganzen Jahre auch ein paar Freunde und Freundinnen gefunden habe, die mich so akzeptiert und auch geschätzt haben, wie ich bin. Mit einer Handvoll dieser liebenswerten Leute treffen ich mich ab und zu heute noch. Leider viel zu selten.
Allerdings gab es da auch die andere Seite. Ich selbst bin auch schon unflätig beschimpft worden. Es sei aber gleich gesagt, dass dies Einzelfälle waren. Ich versuche, alles an mir abprallen zu lassen.
Auf jeden Fall ist meine Erfahrung, dass eine queere Lebensweise auf dem Land häufiger auf Ablehnung stößt weil es einfach nicht der Norm entspricht.
Ich würde mich freuen, wenn ihr eure Sichtweise oder sogar Erfahrung zum Leben auf dem Land hier ebenfalls kundtut. Es wäre hilfreich, wenn ich hier noch die eine oder andere Anregung bekomme.
Lieber Grüße Eure Jutta
Queer sein auf dem Land ist nicht nur für Jugendliche schwierig zu leben, sondern auch für Erwachsene und Best Ager’s.
Sexuelle Vielfalt auf dem Land wird überwiegend versteckt gelebt.
Queere Menschen begegnen auf dem Land vielen Problemen. Ausgrenzung, Anmache und sogar Attacken. Deshalb lebe ich auch ein Doppelleben. Um mich als Frau in der Öffentlichkeit zu zeigen, begebe ich mich hauptsächlich in die Anonymität der Stadt oder auf touristische Hotspots oder Autobahnraststätten etc. Das habe ich schon in meinem beruflichen Leben gemacht. Ich war in dieser Zeit sehr viel unterwegs und habe die ganze Woche im Hotel gelebt. An den Abenden habe ich dann die Städte als Frau erkundet.
Ich bin sehr froh, dass ich während der ganzen Jahre auch ein paar Freunde und Freundinnen gefunden habe, die mich so akzeptiert und auch geschätzt haben, wie ich bin. Mit einer Handvoll dieser liebenswerten Leute treffen ich mich ab und zu heute noch. Leider viel zu selten.
Allerdings gab es da auch die andere Seite. Ich selbst bin auch schon unflätig beschimpft worden. Es sei aber gleich gesagt, dass dies Einzelfälle waren. Ich versuche, alles an mir abprallen zu lassen.
Auf jeden Fall ist meine Erfahrung, dass eine queere Lebensweise auf dem Land häufiger auf Ablehnung stößt weil es einfach nicht der Norm entspricht.
Ich würde mich freuen, wenn ihr eure Sichtweise oder sogar Erfahrung zum Leben auf dem Land hier ebenfalls kundtut. Es wäre hilfreich, wenn ich hier noch die eine oder andere Anregung bekomme.
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Wer denkt, dass man Glück nicht kaufen kann, hat keine Ahnung und noch nie Damenkleidung gekauft.
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Diana.65
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Re: Queer sein auf dem Land
Hallo Jutta.
So ganz teilen kann ich deine Erfahrungen mit dem Leben auf dem Land nicht.
Ich hab bis voriges Jahr on einem Dorf mit nicht einmal 300 Einwohnern gelebt. Ich habe, nachdem ich 2018 angefangen habe, zu mir selbst zu stehen, recht schnell mit offenen Karten gespielt und gesagt, was mit mir los ist. Größtenteils bin ich auf Zustimmung gestoßen oder aber anderen es war egal. Auch in den Nachbarorten gab es kaum Probleme. Es waren ganz vereinzelt mal Personen dabei, die meinen Weg nicht verstanden oder es für abartig hielten. Aber, dank meiner Offenheit bin ich da wahrscheinlich blöden Gerüchten zuvor gekommen.
Auch in meinem jetzigen Wohnumfeld gab es bisher wenig zu meckern. Die meisten wissen es mittlerweile, dass ich nicht als Frau geboren wurde, akzeptieren es aber wie es ist.
Ich habe immer wieder, auch aus persönlichem Erleben, den Eindruck, dass Anfeindungen in der Großstadt einfacher sind, da sich da viele in der Anonymität sicherer fühlen.
Nachdenkliche Grüße, Diana.
So ganz teilen kann ich deine Erfahrungen mit dem Leben auf dem Land nicht.
Ich hab bis voriges Jahr on einem Dorf mit nicht einmal 300 Einwohnern gelebt. Ich habe, nachdem ich 2018 angefangen habe, zu mir selbst zu stehen, recht schnell mit offenen Karten gespielt und gesagt, was mit mir los ist. Größtenteils bin ich auf Zustimmung gestoßen oder aber anderen es war egal. Auch in den Nachbarorten gab es kaum Probleme. Es waren ganz vereinzelt mal Personen dabei, die meinen Weg nicht verstanden oder es für abartig hielten. Aber, dank meiner Offenheit bin ich da wahrscheinlich blöden Gerüchten zuvor gekommen.
Auch in meinem jetzigen Wohnumfeld gab es bisher wenig zu meckern. Die meisten wissen es mittlerweile, dass ich nicht als Frau geboren wurde, akzeptieren es aber wie es ist.
Ich habe immer wieder, auch aus persönlichem Erleben, den Eindruck, dass Anfeindungen in der Großstadt einfacher sind, da sich da viele in der Anonymität sicherer fühlen.
Nachdenkliche Grüße, Diana.
Ich bin und bleibe ich.
Und ... genieße mein neues Leben.
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Momo58
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Re: Queer sein auf dem Land
Queer auf dem Land ist möglich. Allerdings kommt es auf die eigene Einstellung an. Ich gehe gefahrlos durchs Dorf bzw. Kleinstadt zum Einkaufen oder ins Café. Dorffeste bei denen Alkohol die Gewaltbereitschaft erhöht besuche ich niemals am Abend oder in der Nacht. In den letzten 6 Jahren bin ich nur einmal verbal angegangen worden und zwar von einem Paketzusteller der Deutschen Post. Ich schrieb eine Beschwerde und 2 Wochen später war er kein Postzusteller mehr.
Natürlich gibt es Nachbarn, die mich nicht mögen, aber auch andere mit denen ich super gut kann.
Die größte Gefahr im ländlichen Raum sind Rechtsextremisten. Viele Menschen im ländlichen Raum fühlen sich von der Politik vernachlässigt und rennen den Rechtsextremisten in die offene Arme. Ich lebe in der Kleinstadt Sigmaringen. Laut Verfassingsschutz haben sich in Sigmaringen 3 rechtsextreme Terrorgruppen vernetzt. Sigmaringen ist eine rechtsextreme und rechtsterroristische Hochburg. Einer dieser Rechtsterroristen lebt bei uns im Haus. Seit 11 Jahren gibt es täglich Probleme. Da sind Verleumdung, üble Nachrede, mehrfache Verletzung des Post und Fernmeldegeheimnisses, illegale Fotos, ein Trittbrettfahreranschlag kurz nach dem Anschlag auf Cem Özdemirs damalige Wohnung in Berlin bis hin zu einem versuchten Mord durch ein manipuliertes Ventil am Autoreifen. OK, das ist schon krass, aber aufgeben gilt nicht. Ich habe die Antidiskriminierungsstelle des Bundes informiert und ebenfalls den Verfassungsschutz. Der Staatsschutz hat teilweise Vorermittlungen eingeleitet. Der Kampf gegen diesen Typen endet erst, wenn der Kerl einen natürlichen Tod stirbt. Verstecken gilt auch nicht. Sichtbarkeit ist mir wichtig, auch wenn ich es mit meinem Leben bezahlen müsste. Gerade jetzt, wo nicht nur die AfD, sondern auch Teile der CDU uns aus dem gesellschaftlichen Leben verdrängen wil, ist Sichtbarkeit für mich oberstes Gebot. Gut; ich kann es mir leisten, da ich weder auf Familie noch auf Beruf Rücksicht nehmen muss. Ich bin auch keine Einzelkämpferin. Ich kenne 5 weitere Aktivist*innen. Hier im ländlichen Raum ist das schon viel, da sich die meisten aus Angst vor Repressalien oder weil sie emotional noch nicht in der Lage sind sich zu outen, lieber verstecken.
In meinem Wohnort bin ich aufgrund meines flotten Fahrstils bekannt als rasende transidente Oma gegen rechts. Vor ein paar Jahren bin ich als Ersatzfrau in eine Fernsehdokumentation über Transsexualität gekommen. Das hat die Akzeptanz meiner Person noch erhöht.
Liebe Grüße
Manuela
Natürlich gibt es Nachbarn, die mich nicht mögen, aber auch andere mit denen ich super gut kann.
Die größte Gefahr im ländlichen Raum sind Rechtsextremisten. Viele Menschen im ländlichen Raum fühlen sich von der Politik vernachlässigt und rennen den Rechtsextremisten in die offene Arme. Ich lebe in der Kleinstadt Sigmaringen. Laut Verfassingsschutz haben sich in Sigmaringen 3 rechtsextreme Terrorgruppen vernetzt. Sigmaringen ist eine rechtsextreme und rechtsterroristische Hochburg. Einer dieser Rechtsterroristen lebt bei uns im Haus. Seit 11 Jahren gibt es täglich Probleme. Da sind Verleumdung, üble Nachrede, mehrfache Verletzung des Post und Fernmeldegeheimnisses, illegale Fotos, ein Trittbrettfahreranschlag kurz nach dem Anschlag auf Cem Özdemirs damalige Wohnung in Berlin bis hin zu einem versuchten Mord durch ein manipuliertes Ventil am Autoreifen. OK, das ist schon krass, aber aufgeben gilt nicht. Ich habe die Antidiskriminierungsstelle des Bundes informiert und ebenfalls den Verfassungsschutz. Der Staatsschutz hat teilweise Vorermittlungen eingeleitet. Der Kampf gegen diesen Typen endet erst, wenn der Kerl einen natürlichen Tod stirbt. Verstecken gilt auch nicht. Sichtbarkeit ist mir wichtig, auch wenn ich es mit meinem Leben bezahlen müsste. Gerade jetzt, wo nicht nur die AfD, sondern auch Teile der CDU uns aus dem gesellschaftlichen Leben verdrängen wil, ist Sichtbarkeit für mich oberstes Gebot. Gut; ich kann es mir leisten, da ich weder auf Familie noch auf Beruf Rücksicht nehmen muss. Ich bin auch keine Einzelkämpferin. Ich kenne 5 weitere Aktivist*innen. Hier im ländlichen Raum ist das schon viel, da sich die meisten aus Angst vor Repressalien oder weil sie emotional noch nicht in der Lage sind sich zu outen, lieber verstecken.
In meinem Wohnort bin ich aufgrund meines flotten Fahrstils bekannt als rasende transidente Oma gegen rechts. Vor ein paar Jahren bin ich als Ersatzfrau in eine Fernsehdokumentation über Transsexualität gekommen. Das hat die Akzeptanz meiner Person noch erhöht.
Liebe Grüße
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conny
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Re: Queer sein auf dem Land
Machst Du das an der Fahnenfrage fest oder an der Anordnung Priens, das Gendern in den Texten ihres Ministeriums mit Binnen I, * und _ nicht mehr zu verwenden? Oder woran?Momo58 hat geschrieben: Fr 4. Jul 2025, 17:46 ...Teile der CDU uns aus dem gesellschaftlichen Leben verdrängen wil,
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Momo58
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Re: Queer sein auf dem Land
Nee, ich war mal eine Wahlperiode im Kreistag und habe in der CDU Leute kennen gelernt die durchaus als rechtskonservativ bezeichnet werden können. Was die Fahnenfrage angeht gibt es Verordnungen die eingehalten werden müssen, wobei durchaus Ausnahmen gemacht werden können. Gendern ist Privatsache, Behörden sollten einheitlichen Schriftverkehr einführen.
Die Zirkusnummer von Merz ist eines Kanzlers unwürdig, ebenso seine Äußerungen mit der er vor rin paar Jahren queere Menschen in die Nähe der Pädophilie gedrückt hat. Insofern sehe ich das so, dass es in der CDU Leute gibt, die uns lieber nicht in der Gesellschaft haben wollen.
Die Zirkusnummer von Merz ist eines Kanzlers unwürdig, ebenso seine Äußerungen mit der er vor rin paar Jahren queere Menschen in die Nähe der Pädophilie gedrückt hat. Insofern sehe ich das so, dass es in der CDU Leute gibt, die uns lieber nicht in der Gesellschaft haben wollen.
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Jaddy
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Re: Queer sein auf dem Land
rambler hat geschrieben: Fr 4. Jul 2025, 15:45 Ich bin sehr froh, dass ich während der ganzen Jahre auch ein paar Freunde und Freundinnen gefunden habe, die mich so akzeptiert und auch geschätzt haben, wie ich bin. Mit einer Handvoll dieser liebenswerten Leute treffen ich mich ab und zu heute noch. Leider viel zu selten.
Allerdings gab es da auch die andere Seite. Ich selbst bin auch schon unflätig beschimpft worden. Es sei aber gleich gesagt, dass dies Einzelfälle waren. Ich versuche, alles an mir abprallen zu lassen.
Das klingt für mich sehr ähnlich, nur mit unterschiedlicher Perspektive. Einmal - Inga - auf negative Erlebnisse und (sicher nicht unbegründete) Angst, einmal auf die überwiegend positiven oder neutralen Erlebnisse.Diana.65 hat geschrieben: Fr 4. Jul 2025, 17:36 Größtenteils bin ich auf Zustimmung gestoßen oder aber anderen es war egal. Auch in den Nachbarorten gab es kaum Probleme. Es waren ganz vereinzelt mal Personen dabei, die meinen Weg nicht verstanden oder es für abartig hielten. Aber, dank meiner Offenheit bin ich da wahrscheinlich blöden Gerüchten zuvor gekommen.
Mein Ehewesen undd ich sind 2016 "aufs Land gezogen". Eher "kleine Häuschen mitten im Wald". In den abgelegen, durch 3km Luftlinie und eine Landstrassea bgetrennten Ortsteil eines Dorfes mit "denen, die sich nicht ins Dorfleben integrieren wollen"; wurde uns so gesagt
All die Leute haben meine Transition mitbekommen. Abgesehen davon, dass ich hier von eh und je crossgedresst rumgelaufen bin, was vielleicht mit dem Vollbart noch etwas auffälliger war. Natürlich weiss ich nicht, was die Leute in meiner Abwesenheit reden. Zu uns sind sie jedenfalls nett und freundlich. Keine Beschimpfungen, keine blöden Bemerkungen. Auch mit dem Hallenbad und den Behörden in der Kreisstadt habe ich durchweg sehr gute Erfahrungen gemacht. Es gab genau ein negatives Erlebnis vor >8 Jahren. Eine Gruppe Jugendliche, die auf dem Markplatz rumlungerten und mit Steinen geworfen haben.
Ich bin also sehr positiv überrascht, dass es knapp nördlich von Bremen auf dem Land gefühlt sogar besser funktioniert als in Bremen selbst. Wobei Bremen ja eine deutlich queerfreundliche Stadt ist.
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Jutta Rambler
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Re: Queer sein auf dem Land
Liebe Diana,Diana.65 hat geschrieben: Fr 4. Jul 2025, 17:36 Ich habe, nachdem ich 2018 angefangen habe, zu mir selbst zu stehen, recht schnell mit offenen Karten gespielt und gesagt, was mit mir los ist.
vielen Dank für deinen Beitrag. Da hast du bei mir natürlich meinen wunden Punkt getroffen. Hier muss ich wirklich Selbstkritik üben. Ich habe diesen Schritt nie gewagt um mich zu outen. Ich habe zwar immer den Drang mich in der Öffentlichkeit als Frau zu zeigen und auch zu kommunizieren, aber ich habe mich nie zu erkennen gegeben. Deshalb bin ich natürlich auch Teil des Problems. Das sehe ich schon.
Liebe Grüße von Jutta
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Diana.65
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Re: Queer sein auf dem Land
Hallo Jutta.
Das Thema mit dem sich nach außen öffnen ist schon recht komplex und kompliziert und mit vielen Unwägbarkeiten besetzt. Ich habe im Laufe der Zeit, bei meinen Outings, feststellen müssen, dass es einige Leute in meinem Umfeld gab, die schon kleinste Anzeichen der Veränderungen bei mir mitbekommen haben, bei denen ich nicht gedacht hatte, dass sie auffallen. Bei einigen Kollegen hab ich dann im persönlichen Gespräch Hinweise darauf bekommen, dass sich einzelne darüber ausgetauscht haben. Im Dorf wird es sicherlich ähnlich gewesen sein. Und gerade da wird ja gerne drüber geredet. Von daher denke ich, dass ein offener Umgang mit dem Thema, der Akzeptanz entgegen kommt.
Liebe Grüße, Diana.
Das Thema mit dem sich nach außen öffnen ist schon recht komplex und kompliziert und mit vielen Unwägbarkeiten besetzt. Ich habe im Laufe der Zeit, bei meinen Outings, feststellen müssen, dass es einige Leute in meinem Umfeld gab, die schon kleinste Anzeichen der Veränderungen bei mir mitbekommen haben, bei denen ich nicht gedacht hatte, dass sie auffallen. Bei einigen Kollegen hab ich dann im persönlichen Gespräch Hinweise darauf bekommen, dass sich einzelne darüber ausgetauscht haben. Im Dorf wird es sicherlich ähnlich gewesen sein. Und gerade da wird ja gerne drüber geredet. Von daher denke ich, dass ein offener Umgang mit dem Thema, der Akzeptanz entgegen kommt.
Liebe Grüße, Diana.
Ich bin und bleibe ich.
Und ... genieße mein neues Leben.
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HeikeCD
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Re: Queer sein auf dem Land
Großstädte(r) sind nicht immer liberaler und somit sicherer.
In Bremen ist es am Montagabend zu einem gewalttätigen Angriff auf eine 18-jährige Transperson gekommen.
Angriff auf Transperson in Bremen - Staatsschutz ermittelt |
https://www.ndr.de/nachrichten/niedersa ... g-256.html
In Bremen ist es am Montagabend zu einem gewalttätigen Angriff auf eine 18-jährige Transperson gekommen.
Angriff auf Transperson in Bremen - Staatsschutz ermittelt |
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Re: Queer sein auf dem Land
Liebe Manuela,Momo58 hat geschrieben: Fr 4. Jul 2025, 17:46 Einer dieser Rechtsterroristen lebt bei uns im Haus. Seit 11 Jahren gibt es täglich Probleme. Da sind Verleumdung, üble Nachrede, mehrfache Verletzung des Post und Fernmeldegeheimnisses, illegale Fotos, ein Trittbrettfahreranschlag kurz nach dem Anschlag auf Cem Özdemirs damalige Wohnung in Berlin bis hin zu einem versuchten Mord durch ein manipuliertes Ventil am Autoreifen. OK, das ist schon krass, aber aufgeben gilt nicht. Ich habe die Antidiskriminierungsstelle des Bundes informiert und ebenfalls den Verfassungsschutz. Der Staatsschutz hat teilweise Vorermittlungen eingeleitet. Der Kampf gegen diesen Typen endet erst, wenn der Kerl einen natürlichen Tod stirbt. Verstecken gilt auch nicht. Sichtbarkeit ist mir wichtig, auch wenn ich es mit meinem Leben bezahlen müsste.
Danke für Deinen aufschlussreichen Beitrag.
Ich zolle Dir meinen vollsten Respekt und ziehe meinen nicht vorhandenen Hut vor Dir.
11 Jahre, wahrscheinlich voller negativer Erfahrungen mit diesem NaziSchwein
Ich weiß nicht, ob ich das durchhalten würde.
Wohl eher nicht.
Ich lebe ja auch auf dem Land, aber ich habe in der Nachbarschaft keinerlei Probleme.
Toleriert oder Akzeptiert, heißen meine beiden Wörter dazu.
Die Einen so, die Anderen so.
Aber noch nie ist ein schlechtes Wort mir gegenüber gefallen oder schlimmeres.
Also, alles bestens für mich.
Das hat auch etwas mit meinem Glück insgesamt zu tun.
Bei einem Nachbarn war ich ja schon mal als Violetta, weil er "unbedingt die Violetta sehen" wollte.
Da hatte ich einen sehr angenehmen und entspannten Abend und konnte auch wieder etwas Pionierarbeit leisten.
Erst heute nachmittag saß ich wieder mal kurz mit ihm in meiner Garage, hab ein Bierchen mit ihm getrunken und wir haben uns nett unterhalten.
Und bei einem anderen Nachbarn, darf ich wieder Kirschen
Leider bestimmt das letzte Mal für dieses Jahr.
Hat größtenteils nette Nachbarn
Deine Violetta
Zuletzt geändert von Violetta-TransFlower am Mo 7. Jul 2025, 20:47, insgesamt 1-mal geändert.
🌺 Das Glück 🍀 wohnt wieder in meinem Herzen 💜🙏
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Re: Queer sein auf dem Land
Was auch hier nicht vor gewaltbereiten Personen schützt.Jaddy hat geschrieben: Sa 5. Jul 2025, 12:50 Wobei Bremen ja eine deutlich queerfreundliche Stadt ist.
HeikeCD hat geschrieben: So 6. Jul 2025, 14:52 In Bremen ist es am Montagabend zu einem gewalttätigen Angriff auf eine 18-jährige Transperson gekommen.
Angriff auf Transperson in Bremen - Staatsschutz ermittelt |
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Jaddy
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Re: Queer sein auf dem Land
Ja. Null ist die Quote auch in Bremen nicht und rechtsextreme oder vorgeblich religiös motivierte bzw verdrehte Gewalttäter (kein Sternchen) gibt's hier auch. Die Nachrichtenlage ist ausserdem nach oben verzerrt, weil Bremen sich seit langem darum kümmert, Hassverbrechen, nicht nur gegen queere Menschen, sensibel aufzunehmen, öffentlich zu machen und auch zu verfolgen. Das ist in Gegenden mit -hm- nicht ganz so zugewandter Politik und Exekutive durchaus anders und das Dunkelfeld entsprechend größer.
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Marcella67
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Re: Queer sein auf dem Land
Bei uns in der Nachbarschaft sollt das kein großes Problem sein. Neben an wohnt ein lesbisches Pärchen und unsere ehemalige Bäckerei wurde von einem schwulen Pärchen betrieben. Aber auf die größeren Veranstaltungen in unserer Gemeinde werde ich mich auf jeden Fall zurückhalten im FM auf zu treten. Da fahre ich dann lieber nach Köln. Da fühle ich mich dann irgendwie besser und sicherer.
LG Marcella
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Re: Queer sein auf dem Land
Beitrag vom mdr.
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