Alexander Kortes Buch „Hinter dem Regenbogen“
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Olivia
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Alexander Kortes Buch „Hinter dem Regenbogen“
Frankfurter Allgemeine Zeitung: In den zurückliegenden Jahren ist die Meinung, ein Mensch könne kraft seiner Worte von einem Geschlecht zum anderen wechseln fast zu einer Art Glaubensbekenntnis geworden...
https://www.msn.com/de-de/gesundheit/me ... 5259&ei=56
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Jaddy
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Re: Alexander Kortes Buch „Hinter dem Regenbogen“
Wow, so viele Unwahrheiten und Übertreibungen in einem Artikel. Das Buch mag ich mir da gar nicht erst vorstellen.
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Lavendellöwin
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Re: Alexander Kortes Buch „Hinter dem Regenbogen“
Jaddy hat geschrieben: Di 27. Mai 2025, 13:37 Wow, so viele Unwahrheiten und Übertreibungen in einem Artikel. Das Buch mag ich mir da gar nicht erst vorstellen.
Sehr richtig..
ich frage mich ob Korte denn jemals versucht hat sich wirklich einzufühlen, ob
er trans* sein (okay oldschool hier Transsexualität) verstanden hat.
Udo Rauchfleisch ist ja jetzt auch nicht grade derJüngste, denkt aber wenigstens
ein bisschen differenzierter und zeigt Gefühl in dem was er schreibt.
Einen affirmativen Ansatz zu verfolgen ist weder falsch, noch heisst das gleich alles
ohne wenn und aber zu bestätigen und nicht zu hinterfragen. Aber ja...
Kopfschüttelnd Marie
Fang an. Schritt für Schritt. Denn Mut wächst im Tun. Jeder kleine Schritt zählt – auch der unperfekte.
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Jaddy
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Re: Alexander Kortes Buch „Hinter dem Regenbogen“
Jupp.
Und falls es nicht schon klar ist: Die genannten Zahlen und Prozente sind Unfug. Ich kenne die angeblichen Studien und sie halten seriösen Wissenschaftskriterien nicht stand. Da sind sich die Fachgesellschaften einig. So richtig schlimm wird es bei den Behauptungen über Pubertätsblocker. Die sind medizinisch gut beherrschbar. Erprobt seit über 40 Jahren an cis kIndern... Das Suizidrisiko, wenn die Affirmation verweigert wird, ist dagegen in mehreren Studien und verschiedenen Ländern belegt. Insofern lügt der Artikel - und vermutlich auch Korte in seinem Buch.
Die "Lager" sind übrigens nicht gespalten in Deutschland. Der Konsens ist zugunsten der affirmativen, aber keineswegs unkritischen Therapie.
Bei den "beiden" Sondervoten weiss ich nicht, was der Artikel meint. Es gibt verschiedene Sondervoten. Die einzigen negativ herausragenden sind die drei Anmerkungen der DPG, die wir hier bereits hatten: viewtopic.php?p=401322#p401322 Traditionelle Psychoanalytik, die von längst überkommenen, normativen Modellen einer "richtigen" Entwicklung ausgeht und alles als krankhaft und behandlungsbeedürftig (nach ihren Normen) befindet, was nicht cis, hetero, binär und mono ist.
Und falls es nicht schon klar ist: Die genannten Zahlen und Prozente sind Unfug. Ich kenne die angeblichen Studien und sie halten seriösen Wissenschaftskriterien nicht stand. Da sind sich die Fachgesellschaften einig. So richtig schlimm wird es bei den Behauptungen über Pubertätsblocker. Die sind medizinisch gut beherrschbar. Erprobt seit über 40 Jahren an cis kIndern... Das Suizidrisiko, wenn die Affirmation verweigert wird, ist dagegen in mehreren Studien und verschiedenen Ländern belegt. Insofern lügt der Artikel - und vermutlich auch Korte in seinem Buch.
Die "Lager" sind übrigens nicht gespalten in Deutschland. Der Konsens ist zugunsten der affirmativen, aber keineswegs unkritischen Therapie.
Bei den "beiden" Sondervoten weiss ich nicht, was der Artikel meint. Es gibt verschiedene Sondervoten. Die einzigen negativ herausragenden sind die drei Anmerkungen der DPG, die wir hier bereits hatten: viewtopic.php?p=401322#p401322 Traditionelle Psychoanalytik, die von längst überkommenen, normativen Modellen einer "richtigen" Entwicklung ausgeht und alles als krankhaft und behandlungsbeedürftig (nach ihren Normen) befindet, was nicht cis, hetero, binär und mono ist.
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Lavendellöwin
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Re: Alexander Kortes Buch „Hinter dem Regenbogen“
Hey...
ich hab mir mal kurz die Werbetexte zum Buch angeschaut und die Testimonials
sind die ewig Gleichen also Bell, Schwarzer and so on.
Das gebundene "Werk" kostet 27 Euro und, und das hat mich fast schockiert
steht auf Platz 3 in der Sparte Psychiatrie bei Amazon, insgesamt auf der 4063 in Bücher.
Für Nische ist das recht viel..
und da sind natürlich die Rezensionen a´la
"Leider bin ich erst auf dieses Buch gestoßen als ich bereits erste Schritte in Richtung Transition unternommen hatte, diesen Weg dann aber zum Glück noch abgebrochen habe bevor ich endgültige körperliche Veränderungen vorgenommen habe. Denn auch bei mir stellte sich leider heraus, dass es verschiedene emotionale Themen und traumatischen Erfahrungen waren, die meinen Transitionswunsch von Frau zu Mann stark beeinflusst haben. Dieses Buch gibt sehr interessante Einblicke darin wie sehr sich die Dynamik bei dem Umgang mit Geschlechtsdysphorie in den vergangenen Jahren verändert hat und wie schwer es vor allem Psychotherapeut*innen mittlerweile gemacht wird den Transitionswunsch der Patient*innen sorgfältig hinterfragen zu dürfen ohne sich selbst in rechtliche Schwierigkeiten zu bringen. Dabei ist eine detaillierte Analyse des Transitionswunsches und aller möglichen Ursachen für diesen Wunsch absolut notwendig, da es sich bei den oft darauffolgenden medizinischen Schritte um irreversible Eingriffe handelt."
Also inklusive weiterer Empfehlungen für Helen Joyce, Schwarzer, Shrier..
ich lese gerne mal sowas um zu sehen wie die so ticken, aber der Preis ist wirklich zu hoch dafür.
Habt es gut, Marie
ich hab mir mal kurz die Werbetexte zum Buch angeschaut und die Testimonials
sind die ewig Gleichen also Bell, Schwarzer and so on.
Das gebundene "Werk" kostet 27 Euro und, und das hat mich fast schockiert
steht auf Platz 3 in der Sparte Psychiatrie bei Amazon, insgesamt auf der 4063 in Bücher.
Für Nische ist das recht viel..
und da sind natürlich die Rezensionen a´la
"Leider bin ich erst auf dieses Buch gestoßen als ich bereits erste Schritte in Richtung Transition unternommen hatte, diesen Weg dann aber zum Glück noch abgebrochen habe bevor ich endgültige körperliche Veränderungen vorgenommen habe. Denn auch bei mir stellte sich leider heraus, dass es verschiedene emotionale Themen und traumatischen Erfahrungen waren, die meinen Transitionswunsch von Frau zu Mann stark beeinflusst haben. Dieses Buch gibt sehr interessante Einblicke darin wie sehr sich die Dynamik bei dem Umgang mit Geschlechtsdysphorie in den vergangenen Jahren verändert hat und wie schwer es vor allem Psychotherapeut*innen mittlerweile gemacht wird den Transitionswunsch der Patient*innen sorgfältig hinterfragen zu dürfen ohne sich selbst in rechtliche Schwierigkeiten zu bringen. Dabei ist eine detaillierte Analyse des Transitionswunsches und aller möglichen Ursachen für diesen Wunsch absolut notwendig, da es sich bei den oft darauffolgenden medizinischen Schritte um irreversible Eingriffe handelt."
Also inklusive weiterer Empfehlungen für Helen Joyce, Schwarzer, Shrier..
ich lese gerne mal sowas um zu sehen wie die so ticken, aber der Preis ist wirklich zu hoch dafür.
Habt es gut, Marie
Fang an. Schritt für Schritt. Denn Mut wächst im Tun. Jeder kleine Schritt zählt – auch der unperfekte.
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Michi
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Re: Alexander Kortes Buch „Hinter dem Regenbogen“
Bei Aussagen wie: "In medizinischer Hinsicht gilt seine Kritik dem transaffirmativen Ansatz, nach dem der Wunsch des Kindes nicht hinterfragt werden darf." werde ich allerdings noch konkreter: Bullshit! Der soll erst mal die Leitlinien suchen, in denen das steht, bevor er solche Behauptungen in die Welt setzt.Jaddy hat geschrieben: Di 27. Mai 2025, 13:37 Wow, so viele Unwahrheiten und Übertreibungen in einem Artikel. Das Buch mag ich mir da gar nicht erst vorstellen.
Wenn dir jemand auf den Fuß tritt, schreist du "Aua" und erwartest eine Entschuldigung.
Mir treten andere dauernd auf die Füße und erwarten, dass ich mich dafür entschuldige, dass es mir weh tut.
Mir treten andere dauernd auf die Füße und erwarten, dass ich mich dafür entschuldige, dass es mir weh tut.