(hätte ich auch bei "was macht ihr heute" schreiben können
Ich hatte schon vorher ein paar Worte mit Ruby wechseln können, aber sehr spannend wurde die Lesung.
Es ging weitgehend um (berufs)politische Inhalte und die verschiedenen Strategien, mit denen Sexarbeit in Gesellschaft und Politik behandelt wird.
Bei Erwähnung mancher Namen und Organisationen fühlte ich mich bestätigt; denn AkteurInnen und Organisationen, die sich (angeblich gutmeinend) um Sexarbeitende und Sexarbeit kümmern,
tauchen auf bei "Schutz von Kindern und Jugendlichen vor der 'Translobby' " und sind gleichzeitig ExpertInnen, was das Geschlecht anderer Menschen angeht, das sie als ausschließlich geburtsgeschlechtlich-m-f-biologisch
oder nach ihrem eigenen Exppertinnen"wissen" festgelegt haben wollen.
Während der Lesung kam das auch das "Nordische Modell" zur Sprache, wobei es natürlich in besonderer Weise auf die Sicht von direkt Betroffenen, eben Sexarbeitenden ankommt und nicht, was "gutmeinende" und
sich als "Expertinnen" verstehende Einzelmenschen und Organisationen dazu durchsetzen wollen.
(Auch hier wieder deutliche Parallelen zum Umgang mit Transidentität, Transsexualität und Intergeschlechtlichkeit)
Es war ein Abend, der (mir) nichts wirklich Neues brachte (das ist keinesfalls negativ gemeint), aber trotzdem jede Minute wert war.