Keine Kerle in Kleidern mehr
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Olivia
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Keine Kerle in Kleidern mehr
WELT: Das US-Verteidigungsministerium hat angekündigt, alle Angehörigen der Streitkräfte zu entlassen, die sich als transgeschlechtlich bekennen. Außerdem soll eine Suche nach jenen beginnen, die noch nicht offen dazu stehen, beispielsweise durch das Studium von Krankenakten
https://www.msn.com/de-de/nachrichten/w ... 5d6f&ei=38
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ChristinaF
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Re: Keine Kerle in Kleidern mehr
Ich finde es erschütternd wie in den USA mit Menschenrechten umgegangen wird.
LG Christina
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Alicia
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Re: Keine Kerle in Kleidern mehr
Da bleibt einem die Spucke weg.Olivia hat geschrieben: Fr 9. Mai 2025, 06:22 Außerdem soll eine Suche nach jenen beginnen, die noch nicht offen dazu stehen, beispielsweise durch das Studium von Krankenakten
Ohne Worte, Alicia.
Eine Lebensweise zu erfinden ist nichts. Sie zu verinnerlichen, ein Anfang. Sie zu leben ist alles.
(Frei nach Otto Lilienthal)
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Juliane
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Re: Keine Kerle in Kleidern mehr
Um es einmal kurz und knapp mit ASTERIX zu sagen:
"Die spinnen, die Amis."
Juliane
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Die mich kennen mögen mich. Die mich nicht mögen können mich. Frei nach Konrad Adenauer
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Jaddy
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Re: Keine Kerle in Kleidern mehr
Und habt ihr alle schon der ePA widersprochen?Olivia hat geschrieben: Fr 9. Mai 2025, 06:22 Außerdem soll eine Suche nach jenen beginnen, die noch nicht offen dazu stehen, beispielsweise durch das Studium von Krankenakten
Übrigens Auslöschung:
https://www.arte.tv/de/videos/121271-04 ... nen-augen/ (11 Min.)Mit offenen Augen: Gelöschte Archivbilder; Trumps Feldzug gegen die Gleichberechtigung
Nach seiner Rückkehr ins Weiße Haus hatte Donald Trump angeordnet, alle Hinweise auf Minderheiten aus den Bundesarchiven zu entfernen. Digitale Zensur "made in America".
Im Februar 2025 löschte das Pentagon das Foto von Cristina Fuentes Montenegro, einer der ersten Frauen, die das Diplom der US-Marineinfanterie erhielten. Die Entfernung des Bildes ist Teil einer ideologischen Offensive der Trump-Regierung gegen Diversität und „Wokismus“. Sebastian Majstorovic, Mitbegründer des Data Rescue Project, der sich für die Erhaltung dieser Dokumente einsetzt, erläutert, was es mit dieser versuchten Neuschreibung der Geschichte auf sich hat. Arno Gisinger, Experte für Fotografiegeschichte, analysiert die für autoritäre Regime typische Auslöschungspraxis.
Siehe auch "Kontrolle der Vergangenheit"
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Lavendellöwin
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Re: Keine Kerle in Kleidern mehr
Da haben sie nicht mit der Wayback Machine gerechnet..
was man da so finden kann ist spannend..sry etwas offtopic
https://web.archive.org/
Fang an. Schritt für Schritt. Denn Mut wächst im Tun. Jeder kleine Schritt zählt – auch der unperfekte.
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Manuelaw
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Re: Keine Kerle in Kleidern mehr
Wie bescheuert müssen die Amerikanischen Bürger:innen sein, um so einen Trottel als Präsidenten zu wählen. 
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HeikeCD
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Re: Keine Kerle in Kleidern mehr
Die Frage ist eigentlich falsch gestellt, was ist vorher schiefgelaufen das so einer zum Präsidenten gewählt werden konnte?Manuelaw hat geschrieben: Fr 9. Mai 2025, 16:01 Wie bescheuert müssen die Amerikanischen Bürger:innen sein, um so einen Trottel als Präsidenten zu wählen.![]()
"Es ist nicht die Zeit in deinem Leben, es ist das Leben in deiner Zeit." Bruce Springsteen
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Jaddy
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Re: Keine Kerle in Kleidern mehr
Naja, wieso wählen Leute solche Blender, Polit-Clowns und schlichtweg betrügerische, kleptokratische Autokraten? Trump, Putin, Berlusconi, Orban, Farage und Johnson?HeikeCD hat geschrieben: Fr 9. Mai 2025, 16:08Die Frage ist eigentlich falsch gestellt, was ist vorher schiefgelaufen das so einer zum Präsidenten gewählt werden konnte?Manuelaw hat geschrieben: Fr 9. Mai 2025, 16:01 Wie bescheuert müssen die Amerikanischen Bürger:innen sein, um so einen Trottel als Präsidenten zu wählen.![]()
Weil das was sie sagen nett klingt und Wunschdenken vielen lieber ist, als die komplizierte Wirklichkeit. Hatten und haben wir auch: "Die Wiederverinigung wird uns nichts kosten". "Blühende Landschaften". "Die Rente ist sicher". "Atomkraft ist billig und sicher". "Klimawandel gibts nicht". "Covid ist harmlos". "Migration ist an allem schuld". "Die Schuldenbremse kann bleiben, das sparen wir beim Bürgergeld ein". usw.
Nichts davon hält einfacher Dreisatz-Rechnung mit seriösen Daten stand und die Versprechungen zerschellen regelmässig an der Realität, aber es wäre doch so schön, wenn sie wahr wären. Wenn es einfache Lösungen gäbe, wo wir uns nicht verändern müssten. Wenn wir die Schuld anderen geben können, die wir einfach einknasten oder rauswerfen oder verprügeln können, wodurch dann für uns alles so bleiben kann - oder besser noch "so einfach und gut wie früher" werden könnte (was nur in der Erinnerung gut war) Ich habe den Verdacht, dass viele Menschen eigentlich sogar mehr oder weniger bewusst wissen, dass diese einfachen Konzepte nicht funktionieren werden, und trotzdem (oder gerade deswegen) die Leute mit den falschen Versprechungen wählen.
Bei Trump (und in UK) kommt erwiesenermassen hinzu, dass ihre Wahlklientel tief in einer medialen Blase mit klarer Agenda steckt (UK: Murdoch). Vor allem die Fernsehsender in den USA sind noch heftiger in offensichtlichen Lügen-Kampagnen engagiert als bei uns die Springer-Medien. Gefruchtet haben laut Analysen vor allem die (Falsch)Erzählungen über steigende Kriminalität (vor allem von Immigrenten und nicht-weissen Minderheiten; alles gelogen), abschmierende Wirtschaft und "Masseneinwanderung". Alles. Komplett. Gelogen. Kommt bekannt vor? Ja, bei uns auch.
Unsere "konservative" Presse hat es immerhin geschafft, dass zu Energie und Verkehr, Wirtschaft, Kriminalität, vor allem aber zu "Migration" vollkommen faktenwidrige Behauptungen - bzw blanker Unfug - immer noch allgemeines Gedankengut sind. Sogar bis in die Parteispitzen demokratischer Parteien. Wobei ich nicht weiss, ob Merz, Klingbeil, Dobrindt, Linnemann, Söder tatsächlich alles glauben, was sie sagen und was sie jetzt veranstalten. Ich traue ihnen mühelos zu, gegen besseres Wissen reine Symbolpolitik zu machen, um Tatkraft und Entschlossenheit zu demonstrieren bei Themen, die eigentlich keine sind - bzw an ganz anderen Stellen kranken, was aber nicht so gute Presse und Zustimmung beim WELT/BILD Wahlvok gibt.
Der Knackpunkt kommt in der Regel, wenn der ganze Unfug logischerweise nicht die eigentlichen Probleme löst. Die Preise steigen weiter, weder mehr bezahlbare Wohnungen noch bessere Rente / Gesundheitsversorgung stellt sich ein, Bildungs- und Fortbildungsstrukturen brechen weg, Sozialleistungen werden weiter abgebaut, Jobs werden schwieriger zu finden und die Löcher im Haushalt größer. Autoritäre Regime reagieren dann mit mehr Härte und Unterdrückung von Opposition und neuen Sündenböcken.
Wir werden das auch bei uns zu spüren bekommen. Schon bevor die Konzepte der 1980er/90er wieder - absehbar - scheitern werden und die eine halbe Billion in Waffen versenkt ist und die andere halbe Billion in sinnlosem Beton, weil beides sorgfältig als Subventionen nach Landesproporz und lokalen Wahlgeschenken an "die richtigen (regierungsloyalen) Firmen" verteilt wird, wird sich diese Regierung Ablenkungsthemen suchen, um die schlechten Nachrichten in der Aufmerksamkeit nach unten zu drücken.
Vielleicht bespielen sie "Migration" noch etwas, bis ihnen die Erfolge der originalen Themeninhaber zu gefährlich werden. Möglicherweise gehen sie tatsächlich auf Langzeitarbeitslose und schwer vermittelbare los, was die Leute in den tatsächlich vernachlässigten, strukturschwachen Gebieten entweder nach ganz rechts oder ganz linsk treiben wird. Oder sie springen auch verstärkt auf den "Anti-Woke"-Zug auf und behaupten, diese ganze Gleichstellung und Inklusion sei schuld und würde die "hart arbeitende" (weisse, "deutsche", männliche, nichtbehinderte, cis-hetero) Bevölkerung an ihrem Glück hindern. Egal wie: Erstens werden die Ablenkungsthemen vor allem bei Springer gesetzt, zweitens wird jedes davon der afd in die Hände spielen.
Die Mechanismen sind eigentlich lange bekannt und funktionieren, solange die Mehrheitsverhältnisse so sind wie im Bild oben.
Du hast keine ausreichende Berechtigung, um die Dateianhänge dieses Beitrags anzusehen.
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MelanieD
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Re: Keine Kerle in Kleidern mehr
Nicht alle. 49.7% waren für Trump, 48.2% für Harris. Da aber indirekt gewählt wird und in fast allen Bundesstaaten "the winner takes it all" gilt, sieht das Endergebnis klarer aus, als es tatsächlich ist.Manuelaw hat geschrieben: Fr 9. Mai 2025, 16:01 Wie bescheuert müssen die Amerikanischen Bürger:innen sein, um so einen Trottel als Präsidenten zu wählen.![]()
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Lina
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Re: Keine Kerle in Kleidern mehr
Wenn das, was man mir vor einigen Tagen in einem FB-Thread berichtet hat stimmt, ist die ignoranz der USAmierikaner sogar erklärbar. Ich habe jedoch Probleme zu glauben, dass es stimmt, aber hier ist es: Im allgemeinen Schulsystem sind die Fächer Geographie, Geschichte und Social Studies NICHT obligatorisch - und wenn man eines davon wählt, dann nur eines davon. Ob social studies überhaupt generell verfügbar war, weiß ich nicht mal.MelanieD hat geschrieben: Sa 10. Mai 2025, 12:24Nicht alle. 49.7% waren für Trump, 48.2% für Harris. Da aber indirekt gewählt wird und in fast allen Bundesstaaten "the winner takes it all" gilt, sieht das Endergebnis klarer aus, als es tatsächlich ist.Manuelaw hat geschrieben: Fr 9. Mai 2025, 16:01 Wie bescheuert müssen die Amerikanischen Bürger:innen sein, um so einen Trottel als Präsidenten zu wählen.![]()
Man kann also Geschichte auf dem Lehrplan haben, ohne eine Ahnung davon zu haben, wo welche Länder sind, oder über welche Reichtümer sie verfügen. Oder man kann Geographie lernen ohne jeglichen Ahnung von der internationalen Politik weder heute noch früher. Und man muss offenbar auch keine Ahnung haben, wie die Gesellschaft sonst funktioniert, die Teilung der Gewalt, Gerichtszuständigkeiten etc.
Wenn das stimmt, ist es natürlich katastrophal. So kommen natürlich solche Aussagen zu wie von der Pressesprecherin von Trump, dass "es ja nicht sein kann, dass eine untergeordnete Gerichtsinstanz Durchführungsverordnungen des Präsidenten annullieren könne. Sie kapiert ganz offensichtlich nicht, dass wenn die Durchführungsverordnung illegal ist und der Gesetzesbruch in der Zuständigkeit eines bestimmten Gerichts liegt, dann ist ein Gerichtsurteil ein Gerichtsurteil. Es wird auch nicht auf der Stelle in Frage gestellt - wahrscheinlich kapieren viele Journalisten es auch nicht - weil sie simple einfache Dinge, die in fast jedem europäischen Land selbstverständlich sind, nicht gelernt haben.
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HeikeCD
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Re: Keine Kerle in Kleidern mehr
Das dürfte stimmen. Schweden hat damals aus Vietnam desertierten US-Soldaten Asyl gewährt. Die Amerikaner damals dachten tatsächlich Schweden liegt gleich nebenan von Vietnam. Viel z.B an geografischen Feinheiten dürfte sich nicht geändert haben.Lina hat geschrieben: Fr 16. Mai 2025, 18:11 Im allgemeinen Schulsystem sind die Fächer Geographie, Geschichte und Social Studies NICHT obligatorisch - und wenn man eines davon wählt, dann nur eines davon. Ob social studies überhaupt generell verfügbar war, weiß ich nicht mal.
O-Ton Trump: "Belgien ist eine wunderschöne Stadt."
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Lina
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Re: Keine Kerle in Kleidern mehr
Dad ist ja schrecklich.
Dann sind sie genauso arm drain in Geschichte und Gesellschaftsthemen. Man muss wohl annehmen,dass viele dann nicht mal kapieren wie brisant es ist, wenn ein Staatschef die Gerichte nicht respektiert oder die Medien unter Druck setzen.
Was ich aber am wenigsten verstehe ist, dass so wenige trotz schlechter Bildung nicht stoppen und nachdenken: Wie sollte beispielsweise Schweden überhaupt in der Nähe von Vietnam sein. Sehen die ganzen Olssons und Larsson aus Minnesota annähernd aus wie die ganzen Nguyens aus dem asiatischen Restaurants? Da müsste man doch stutzig werden und Mal die Weltkarte in einem Taschenkalender anschauen.
Dann sind sie genauso arm drain in Geschichte und Gesellschaftsthemen. Man muss wohl annehmen,dass viele dann nicht mal kapieren wie brisant es ist, wenn ein Staatschef die Gerichte nicht respektiert oder die Medien unter Druck setzen.
Was ich aber am wenigsten verstehe ist, dass so wenige trotz schlechter Bildung nicht stoppen und nachdenken: Wie sollte beispielsweise Schweden überhaupt in der Nähe von Vietnam sein. Sehen die ganzen Olssons und Larsson aus Minnesota annähernd aus wie die ganzen Nguyens aus dem asiatischen Restaurants? Da müsste man doch stutzig werden und Mal die Weltkarte in einem Taschenkalender anschauen.
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Re: Keine Kerle in Kleidern mehr
Komplexe Frage, einfache Antwort, das über die sozialen Medien und schon übernehmen sehr viele die Meinung. Es erschreckt mich immer wieder aber das ist leider der Trend in dieser Welt, also auch in Deutschland. Die AFD wäre sonst nicht so stark. Ist meine persönliche Meinung....Lina hat geschrieben: Sa 17. Mai 2025, 16:48
Was ich aber am wenigsten verstehe ist, dass so wenige trotz schlechter Bildung nicht stoppen und nachdenken....
Zuletzt geändert von Mira. am Sa 17. Mai 2025, 18:32, insgesamt 1-mal geändert.
Ohne meine Frau wäre ich irgendwas aber nicht das was ich bin oder auch sein kann.
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Jaddy
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Re: Keine Kerle in Kleidern mehr
Die Anekdoten über die Unkenntnisse von US-Amerikaner*innen sind vielfältig. Als ich vor vielen jahren mit drei Freundys drüben im Wohnmobil unterwegs war, kam einmal tatsächlich die Frage, ob wir die ganze Strecke von Deutschland mit dem Camper gefahren seien... Meinen Bruder haben sie im Austauschjahr gefragt, wann wir denn Hitlers Geburtstag feiern und ob der Kaiser noch lebt. Ich erinnere auch an die Hysterie, dass Saddam Hussein angeblich die USA mit seinen "Massenvernichtungswaffen" angreifen würde ("innerhalb von 45 Minuten"), die er erstens nicht hatte, aber zweitens selbst die US-Armee keine Flugzeuge besitzt, die ohne Auftanken (in Ramstein...) bis in den Irak kommen. Selbst etliche College-Absolventys haben das aber geglaubt.
Andererseits... Wer noch nicht da war, kann diese in-sich-Abgeschlossenheit des Landes und der Menschen mE nicht nachvollziehen. Dieses Land hat alle Klimazonen, alle Geländeformen, alles von zig-kilometerweite Wildnis bis ungeheure Großstadt - und einfach sehr sehr viel Platz. Wir kennen Städte wie Denver, Las Vegas, Phoenix oder Tucson. Die haben aber jeweils ne Einwohnerzahl wie Hannover oder Stuttgart und drum im Umkreis von 100km ist nichts. Gar nichts. Nur Landschaft. Wunderschöne allerdings. Als Denver Clan gedreht wurde, gab es genau eine Perspektive aus dem Hubschrauber, um diese Stadt nach Stadt aussehen zu lassen.
Die meisten US-Bürger*innen haben keinen Reisepass und nie die Landesgrenze überquert. Weil es einfach nicht nötig ist. Du hast alles im Land und zwar mit der gleichen Sprache, der gleichen Währung, einigermassen vergleichbarer Lebensweise und den gleichen Produkten. Was sonstwo auf der Welt passiert muss dich nicht kümmern, weil es dich eh nicht wirklich betrifft. Also tatsächlich nicht. Die meisten Strukturen und Systeme laufen US-intern und US-Firmen kümmern sich um die Versorgung mit den (Billig)-Produkten aus dem Ausland. Du kannst dein ganzes Leben in einem verträumten Winkel im Landesinneren verbringen und nie erfahren, was in Asien, Europa oder Afrika passiert. Ich meine: Die meisten von uns hier haben ja auch keine Ahnung, was in den vielen Ländern Afrikas passiert, wo 1,4 Milliarden Menschen leben.
Du brauchst dieses Aussenwissen nicht. Unsere USA-Reise mit dem Wohnmobil war im Sommer 1989. Von Mitte Juli bis Ende Oktober. Wir haben nichts mitgekriegt von dem was in Europa damals passiert ist. Ich vermute, dass das in vielen Gegenden der USA heute noch genauso wäre - Ukraine? Pandemie? Naturkatastrophen? Wer nicht aktiv internationale Nachrichten sucht, erfährt nichts. Und warum auch. Ändert ja am eigenen Leben nichts. Bei uns war es so, dass wir bei den ehemaligen Gasteltern von einem von uns landeten und die deutsche Wurzeln hatten. Auf dem Tisch lag eine L.A.Times mit der Headline "Honnecker Resigned" - und wir sind aus allen Wolken gefallen. Wären wir vier Wochen später gekommen, wären wir in einer komplett andere Republik gelandet. Die meisten US-Leute interessieren sich mehr für die Baseball-Ergebnisse.
Ich tue mich etwas schwer, mich darüber lustig zu machen. Die Leute haben einfach andere Prioritäten und Hobbies, als sich mit Dingen in fernen Ländern zu befassen, die sie nicht tangieren. Und mal ehrlich: Wer kann aus dem Kopf genau sagen, wo Timbuktu oder Baku liegen und in welchen Ländern? Heisst: Wir machen das auch. Jedenfalls gilt das für die Mehrheit der Leute. Was ich tragisch finde ist die Unkenntnis, die Wissen(schaft)sfeindlichkeit, geradezu die Zurückweisung von Wissen und Wissenden bei den jetzigen Regierenden. Angefangen bei Trump, aber unsere Leute tun sich da manchmal auch nicht viel. Eigentlich ist das aber auch nur die konsequente Fortsetzung dessen, was ich hier auch hier in D häufig höre; wenn sich Menschen fast schon damit brüsten, dass sie ja in der Schule in Mathe, Chemie, Physik nie gut waren. Ha ha, was für ein Schenkelklopfer. Wir machen genau das gleiche, wie die Leute in den USA.
Carl Sagan, ein wunderbarer Wissenschaftserklärer, schrieb 1995(!) in "The Demon Haunted World":
Andererseits... Wer noch nicht da war, kann diese in-sich-Abgeschlossenheit des Landes und der Menschen mE nicht nachvollziehen. Dieses Land hat alle Klimazonen, alle Geländeformen, alles von zig-kilometerweite Wildnis bis ungeheure Großstadt - und einfach sehr sehr viel Platz. Wir kennen Städte wie Denver, Las Vegas, Phoenix oder Tucson. Die haben aber jeweils ne Einwohnerzahl wie Hannover oder Stuttgart und drum im Umkreis von 100km ist nichts. Gar nichts. Nur Landschaft. Wunderschöne allerdings. Als Denver Clan gedreht wurde, gab es genau eine Perspektive aus dem Hubschrauber, um diese Stadt nach Stadt aussehen zu lassen.
Die meisten US-Bürger*innen haben keinen Reisepass und nie die Landesgrenze überquert. Weil es einfach nicht nötig ist. Du hast alles im Land und zwar mit der gleichen Sprache, der gleichen Währung, einigermassen vergleichbarer Lebensweise und den gleichen Produkten. Was sonstwo auf der Welt passiert muss dich nicht kümmern, weil es dich eh nicht wirklich betrifft. Also tatsächlich nicht. Die meisten Strukturen und Systeme laufen US-intern und US-Firmen kümmern sich um die Versorgung mit den (Billig)-Produkten aus dem Ausland. Du kannst dein ganzes Leben in einem verträumten Winkel im Landesinneren verbringen und nie erfahren, was in Asien, Europa oder Afrika passiert. Ich meine: Die meisten von uns hier haben ja auch keine Ahnung, was in den vielen Ländern Afrikas passiert, wo 1,4 Milliarden Menschen leben.
Du brauchst dieses Aussenwissen nicht. Unsere USA-Reise mit dem Wohnmobil war im Sommer 1989. Von Mitte Juli bis Ende Oktober. Wir haben nichts mitgekriegt von dem was in Europa damals passiert ist. Ich vermute, dass das in vielen Gegenden der USA heute noch genauso wäre - Ukraine? Pandemie? Naturkatastrophen? Wer nicht aktiv internationale Nachrichten sucht, erfährt nichts. Und warum auch. Ändert ja am eigenen Leben nichts. Bei uns war es so, dass wir bei den ehemaligen Gasteltern von einem von uns landeten und die deutsche Wurzeln hatten. Auf dem Tisch lag eine L.A.Times mit der Headline "Honnecker Resigned" - und wir sind aus allen Wolken gefallen. Wären wir vier Wochen später gekommen, wären wir in einer komplett andere Republik gelandet. Die meisten US-Leute interessieren sich mehr für die Baseball-Ergebnisse.
Ich tue mich etwas schwer, mich darüber lustig zu machen. Die Leute haben einfach andere Prioritäten und Hobbies, als sich mit Dingen in fernen Ländern zu befassen, die sie nicht tangieren. Und mal ehrlich: Wer kann aus dem Kopf genau sagen, wo Timbuktu oder Baku liegen und in welchen Ländern? Heisst: Wir machen das auch. Jedenfalls gilt das für die Mehrheit der Leute. Was ich tragisch finde ist die Unkenntnis, die Wissen(schaft)sfeindlichkeit, geradezu die Zurückweisung von Wissen und Wissenden bei den jetzigen Regierenden. Angefangen bei Trump, aber unsere Leute tun sich da manchmal auch nicht viel. Eigentlich ist das aber auch nur die konsequente Fortsetzung dessen, was ich hier auch hier in D häufig höre; wenn sich Menschen fast schon damit brüsten, dass sie ja in der Schule in Mathe, Chemie, Physik nie gut waren. Ha ha, was für ein Schenkelklopfer. Wir machen genau das gleiche, wie die Leute in den USA.
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Wir hier in Europa sind da höchstens um Nuancen besser. All das, was Trump & Co da drüben propagieren, der "christlich" gefärbte Nationalismus und die Feindlichkeit gegenüber aller DIversität und Wissen(schaft), gibt es hier auch und es gewinnt an Macht, weil sehr sehr viele Menschen lieber das wählen und glauben, was sich gut anfühlt, statt das was nachweislich wahr ist.Ich habe eine Vorahnung von einem Amerika in der Zeit meiner Kinder oder Enkelkinder - wenn die Vereinigten Staaten eine Dienstleistungs- und Informationswirtschaft sind; wenn fast alle verarbeitenden Industrien in andere Länder abgewandert sind; wenn sich gewaltige technologische Macht in den Händen einiger weniger befinden und niemand, der das öffentliche Interesse vertritt, die Probleme auch nur begreifen kann; wenn die Menschen nicht mehr in der Lage sind, ihre eigene Agenda zu bestimmen oder die Machthaber sachkundig zu hinterfragen; wenn wir uns an unsere Kristalle klammern und nervös unsere Horoskope konsultieren, wenn unsere kritischen Fähigkeiten nachlassen und wir nicht mehr in der Lage sind, zwischen dem, was sich gut anfühlt, und dem, was wahr ist, zu unterscheiden, gleiten wir fast unbemerkt zurück in Aberglauben und Dunkelheit.
Die Verdummung der Amerikaner zeigt sich am deutlichsten in dem langsamen Verfall der substanziellen Inhalte in den enorm einflussreichen Medien, in den 30-Sekunden-Soundbites (die inzwischen auf 10 Sekunden oder weniger geschrumpft sind), in der Programmgestaltung auf dem kleinsten gemeinsamen Nenner, in den leichtgläubigen Präsentationen von Pseudowissenschaft und Aberglauben, vor allem aber in einer Art Feier der Unwissenheit. Während ich diese Zeilen schreibe, ist der Film Dumm und Dümmer die Nummer eins der Videokassettenverleihe in Amerika. Beavis und Butthead ist nach wie vor beliebt (und einflussreich) bei jungen Fernsehzuschauern. Die einfache Lektion ist, dass Studium und Lernen - nicht nur in der Wissenschaft, sondern in allen Bereichen - vermeidbar, ja sogar unerwünscht sind.
Wir haben eine globale Zivilisation geschaffen, in der die meisten entscheidenden Elemente - Verkehr, Kommunikation und alle anderen Industriezweige, Landwirtschaft, Medizin, Bildung, Unterhaltung, Umweltschutz und sogar die wichtigste demokratische Institution, das Wahlrecht - in hohem Maße von Wissenschaft und Technologie abhängen. Außerdem haben wir die Dinge so geregelt, dass fast niemand Wissenschaft und Technologie versteht. Dies ist ein Rezept für eine Katastrophe. Vielleicht kommen wir noch eine Weile damit durch, aber früher oder später wird uns diese brennbare Mischung aus Unwissenheit und Macht um die Ohren fliegen.