Bundestagswahl
Bundestagswahl - # 10

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Anja61
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Re: Bundestagswahl

Post 136 im Thema

Beitrag von Anja61 »

conny hat geschrieben: So 2. Mär 2025, 22:52 Bitte nicht die illegale Einwanderung, mit all den bekannten Problemen, mit den legal hier Arbeitenden verwechseln.
Ich will die Probleme gar nicht beschönigen. Diese müssen gelöst werden.

Ich wehre mich nur dagegen, dass dieser gesamte Themenkomplex maßlos aufgebauscht wird, um Stimmen zu fangen - auch von Parteien der sogenannten Mitte, die damit nur Wasser auf die Mühlen der AfD gießen.
Die Zahl illegaler Einwanderer in Deutschland ist 2024 übrigens stark zurückgegangen: https://de.statista.com/statistik/daten ... utschland/.
Auch die Anzahl der Asylantragsteller ist deutlich gesunken.

Es gibt in anderen Bereichen so eklatante Missstände - z.B. im Gesundheitswesen (danke an Heike!) - darüber und über andere Themen sollte viel öfter diskutiert, und es sollten größere Anstrengungen unternommen werden, um zu Lösungen zu kommen.


Viele Grüße
Anja
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Re: Bundestagswahl

Post 137 im Thema

Beitrag von Jaddy »

Anja61 hat geschrieben: Mo 3. Mär 2025, 15:36
conny hat geschrieben: So 2. Mär 2025, 22:52 Bitte nicht die illegale Einwanderung, mit all den bekannten Problemen, mit den legal hier Arbeitenden verwechseln.
Ich will die Probleme gar nicht beschönigen. Diese müssen gelöst werden.
Ich wehre mich nur dagegen, dass dieser gesamte Themenkomplex maßlos aufgebauscht wird ...
Es gibt in anderen Bereichen so eklatante Missstände ... darüber und über andere Themen sollte viel öfter diskutiert, und es sollten größere Anstrengungen unternommen werden, um zu Lösungen zu kommen.
Große Zustimmung, Anja!

Also zum einen ist die Wortwahl zumindest bei den demokratischen Politiker*innen inzwischen eine andere. "Irregulär" statt "illegal". Illegal ist höchstens der Grenzübertritt ohne gültige Papiere. Allerdings wäre eine EU-Aufenthaltserlaubnis (also von irgendwo) nicht mehr ganz so illegal, weil Schengen. Bei gültigen Schengenregeln (und die sind nur schwer auszuhebeln) besteht keine Pflicht, über offizielle Grenzübergänge zu gehen.

Der Punkt ist aber: Sobald eine Person ohne gültige Aufenthaltserlaubnis bei einem Aufgriff das Wort "Asyl" sagt, wird die Einreise zu einem legalen Asylverfahren. Der Grenzübertritt ist "irregulär", weil kein Visum o.ä. vorliegt.

"Illegale Einwanderung" wäre, nicht nur einzureisen, sondern "unterm Radar" in D zu leben, zu arbeiten, usw. Wer hier Asyl ersucht, darf nicht arbeiten. Das ist also eine ganz andere Sache, und meines Wissens kein nennenswert neues Problem.

Merksatz: Das, was da vor der BT-Wahl so massiv gehypt wurde und jetzt plötzlich aus den Medien verschwunden ist, ist keine "illegale Migration", denn Asyl zu ersuchen ist nicht illegal.

Zweitens sind "die Probleme" eine (sehr wahrscheinlich) absichtlich herbeigeführte oder zumindest absichtlich in kauf genommene Betreuungs- und Verwaltungskrise; https://perspective-daily.de/article/35 ... =link-user Die Verzögerungen, Restriktionen, dei mangelhafte Unterbringung und der psychische Stress soll die Leute vergrämen und die Unterfinanzierung der Betreuungen und Behörden sparen ausserdem eine Menge Geld (das durch besser Bedingungen wieder rein käme; siehe ukrainische Geflüchtete).

Das größte Problem ist eigentlich "die Stimmung in Deutschland", die arg kontrafaktisch ist. Heisst: Es werden lauter Erzählungen immer weiter gepusht, die mit der nachprüfbaren Realität nichts zu tun haben. Gefühlte Realität. Leider verbreiten auch demokratischen Politiker*innen diesen Unfug. Allen voran leider die zukünftige Kanzlerpartei. Keine Ahnung, ob sie die Sachen alle selber glauben, aber weder Inkompetenz noch absichtliche Lügen halte ich in dem Ausmass für tolerabel.

Wer sich das System mal anschauen möchte:
1. Die Anstalt vom 11.Feb.25 mit Faktencheck zu Wahlentscheidungen gegen die eigentlichen Interessen und Verschiebung des Diskurses.
2. Mit etwas viel Klamauk, aber faktisch korrekt: ZDF Magazin Royal vom 28.Feb.25 zum journalistischen Versagen.
3. Ein besonders krasses Beispiel journalistischen Versagens am Montag nach der Wahl, ausgerechnet im DLF. Es lohnt sich, das Interview im Original anzuhören. Da werden genau die Antworten gegeben, die ich mir regelmässig von allen Parteien gewünscht hätte. Inklusive des fühlbaren und gerechtfertigten Ärgers.
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