Guten Abend meine Lieben,
pfuh - jetzt ist schon einige Zeit seit meinem letzten Beitrag vergangen und seit ich das ich letzte Mal Zeit en femme verbracht habe ist schon einiges an Wasser die Donau hinuntergeflossen.
Begonnen hat meine "CD-Pause" vor rund zwei Wochen, als ich meiner inneren Stimme folgte und nicht, wie geplant, zum Trans*/CD-Treffen fuhr. In den letzten beiden Wochen verbrachte ich keine einzige Minute in irgendeiner Form en femme und ich hatte auch gar nicht das Bedürfnis dazu. Im Forum war ich auch so gut wie gar nicht. Ich denke, ich brauche diese Pause, um auch wieder meinen maskulinen Anteilen entsprechenden Raum zu geben.
Außerdem belastet mich meine berufliche Situation derzeit ein wenig - darüber habe ich Ende Februar schon in diesem Thread berichtet. Aktuell bin ich auf der Suche bzw. auf Ackquise für einen neuen Werkvertrag als Ersatz für den, kundenseitig vorzeitig aufgelösten, Vertrag der nun Ende März ausläuft. Außerdem "schaufle" ich mir grade wieder neues Wissen rein, das derzeit in meinem beruflichen Umfeld recht gefragt ist.
In diesem Zuge ist mir aufgefallen, daß das Ausleben meiner femininen Seite im Außen - sprich mich feminin zu kleiden und ev. geschminkt und mit Perücke - sich noch bei weitem nicht so selbstverständlich anfühlt, wie ich das manchmal gerne hätte, obwohl das im Homeoffice ja sehr leicht möglich wäre, so lange keine Videokonferenzen anstehen. Das heißt, ich bin en femme mitunter mehr damit beschäftigt, "feminin zu sein" als mit meiner Arbeit. Vielleicht hängt das auch einfach mit meiner maskulinen Seite, die auch gerne wieder zum Ausdruck kommen möchte, zusammen. Jedenfalls hat das Crossdressing gefühlsmäßig in den letzten beiden Wochen nicht zu meiner Arbeitswelt gepasst.
Außerdem habe ich in den letzten Wochen mein Radfahrpensum wieder erhöht und nach langen Ausfahrten bin ich oft sehr müde und habe einfach nur mehr das Bedürfnis, mich auf der Couch zu erholen und dafür brauche ich mich nicht en femme herzurichten. In diesen Fällen ist mir das sowieso zu mühsam
Mikaela CD hat geschrieben: Fr 28. Feb 2025, 07:57
Meinen letzten Satz "man kann im Leben nicht alles haben" habe ich ganz bewusst so gewählt. Es gibt einfach Dinge im Leben, die sind nicht miteinander vereinbar. Meine weibliche Seite kollidiert mit so vielen anderen Dingen meines Lebens, die mir auch sehr wichtig sind.
Seit meiner Pause kann ich auch Deinen Weg, liebe Mika, besser verstehen und nachvollziehen.
Malvine hat geschrieben: Fr 7. Mär 2025, 21:04
es gehört auch zu unserer weiblichen Seite, seinem Bauchgefühl zu vertrauen. Und je mehr wir es praktizieren, um so sensibler werden wir mit der Zeit.
Wobei wir uns manchmal trotzdem zu unserem Glück zwingen sollten, wenn die Unsicherheit uns befällt - dann fühlt es sich aber auch anders an....
Vielen Dank für Deinen Einwand, liebe Malvine. Kommenden Freitag könnte ich wieder zum Trans*/CD-Treffen fahren und ich habe mir das auch fest vorgenommen. Ich bin gespannt, wie es sich für mich anfühlen wird - ob es notwendig sein wird, mich selbst ein wenig zu meinem Glück zu zwingen, ob ich mich mit Freude wieder "aufbrezeln" werde oder ob sich meine CD-Pause noch immer wirklich richtig anfühlt. Um das herauszufinden braucht man mitunter eine große Portion Ehrlichkeit zu sich selbst. Mittlerweile kann ich schon recht gut erfühlen, wann ich dazu neige, mich selbst zu besch....n
Die kommenden beiden Wochen werden obendrein wegen einer Wurzelspitzenresektion beim Zahnarzt nächsten Mittwoch und einer Darmspiegelung eine Woche drauf noch etwas mühsam werden. Mein Besuch des Trans*/CD-Treffens kommenden Freitag hängt somit auch ein wenig davon ab, wie es meiner linken Wange gehen wird
Es war mir nach zwei Wochen Forumsabstinenz auf jeden Fall sehr wichtig, dieses Lebenszeichen von mir zu geben, denn Ihr seid mir alle sehr ans Herz gewachsen und ich finde, zumindest diese kurze "Statusmeldung" bin ich Euch "schuldig", denn Ihr habt mir in diesen wenigen Monaten, seit ich hier sein darf, so viel wohlwollende, um nicht zu sagen liebevolle, Unterstützung zukommen lassen.
Es bleibt eine spannende Reise und ich freue mich auf alles, was da noch kommt. Desiree wird auf jeden Fall ein fixer Bestandteil meines Wesens bleiben, den ich keinesfalls wieder unterdrücken möchte.
Alles Liebe
Desiree
"Wer den Hafen nicht kennt, in den er segeln will, für den ist kein Wind der richtige." (Seneca)