Unisex Kleidung
Unisex Kleidung - # 2

Paula
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Re: Unisex Kleidung

Post 16 im Thema

Beitrag von Paula »

Momo58 hat geschrieben: Mo 17. Feb 2025, 15:27 So so, echte Männer tragen nunmal weder Rock noch Kleid? Ich habe echte Kerle in schottischen Kilts bei den Highlandgames Baumstämme werfen gesehen. Was die wohl drunter getragen haben? Für besonders mutige Männer gibt es Männerröcke, meist aber nur im online Shop. Selbst Nylonstrumpfhosen für Männer gibt es inzwischen zu kaufen, mit besonders starkem Höschenteil.
Sorry, hab die [ironie] [/ironie] Tags vergessen... Natürlich trägt ein echter Mann was er will und lässt sich nicht von außen drangsalieren.
Kilts sind für mich allerdings auch keine Option, da sehr speziell und auch eher derb in der Optik (Highlands halt). In der Gothic(?) Szene gibt es da wohl auch schwarze derbe Röcke mit viel Metall-Applikationen.
Männer-Röcke sind meist wie Cargohosen designed - ebenfalls keine wirkliche feine Option zum Chiq machen.
Die Nylonstrumpfhosen "für Männer" scheinen auch eher aus dem Erotik-Bedarf - teils mit Aussackung für selbigen. Ich hab noch nicht verstanden, wieso Mann das braucht - eine "Damen"strumpfhose passt bei mir genau so gut - ich frage mich nur, was schlanke Frauen mit langen Beinen tragen. "Größer" heisst dann meist auch "weiter", obwohl "länger" ja nicht unbegingt "dicker" ist...
Olivia de la Crossé
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Re: Unisex Kleidung

Post 17 im Thema

Beitrag von Olivia de la Crossé »

...dann sind doch genau wir diejenigen, die am progressivsten sind und den Absprung schon geschafft haben oder wenigstens dabei sind. Wir brechen die starren Grenzen auf zwischen den geschlechterspezifischen Zuordnungen nachdem die Frauen das schon lange getan haben. Ist das nicht unser gutes Recht?
Klar ist das - jedenfalls für viele von uns - im Alltag und vor allem im Beruf immer noch schwierig bis unmöglich. Gründe habt ihr ja schon geschrieben, alles richtig.
Aber wir sind die, die den Anfang machen und wir sind zahlreich genug, um daraus einen festen Trend zu machen und letzten Endes zu erreichen, daß Kleider und Schminke auch bei Männern etwas normales wird. Ich habe den Eindruck, daß wir z.Z. mehr Akzeptanz bei den Frauen damit finden als bei den Männern, ist ja kein Wunder, denn Frauen tragen ja auch Frauen und Männerkleidung.
Aber es wie mit allen Dingen - es wird immer Leute geben, die es vehement ablehnen.
LG Olivia
Ich kenne keinen Grund warum ich nicht Frauenkleidung anziehen sollte - ich kenne viele Gründe, warum ich es tue. Deshalb bin ich hier...
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Re: Unisex Kleidung

Post 18 im Thema

Beitrag von Malvine »

Paula hat geschrieben: Mo 17. Feb 2025, 21:21 ... eine "Damen"strumpfhose passt bei mir genau so gut...
Das Männer Strumpfhosen tragen ist jetzt nix ganz neues mehr, aber dennoch ist es für so manchen ein Unterschied, ob er eine Damen- oder eine Herrenstrumpfhose anzieht. Für manche muß da einfach die passende Bezeichnung drauf stehen, sonst stellt man sich ja mit Crossdressern auf eine Ebene....
Olivia de la Crossé hat geschrieben: Mo 17. Feb 2025, 21:52 ... Ich habe den Eindruck, daß wir z.Z. mehr Akzeptanz bei den Frauen damit finden als bei den Männern...
Am Bild der Männlichkeit wird sich mMn auch in Zukunft nicht viel ändern. Ich habe sogar noch die Befürchtung, wenn die Entwicklung so weiter geht, ein toxisches Männerbild wieder vermehrt in den Vordergrund rückt.
Nicht das schwarze Schaf ist anders, die Weißen sind alle gleich
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Re: Unisex Kleidung

Post 19 im Thema

Beitrag von Liv »

Olivia de la Crossé hat geschrieben: Mo 17. Feb 2025, 21:52 ...dann sind doch genau wir diejenigen, die am progressivsten sind und den Absprung schon geschafft haben oder wenigstens dabei sind. Wir brechen die starren Grenzen auf zwischen den geschlechterspezifischen Zuordnungen nachdem die Frauen das schon lange getan haben. Ist das nicht unser gutes Recht?
Selbstverständlich! Aber da würde ich ein bisschen differenzieren: Als Frauen begannen, sich Hosen anzuziehen und Kravatten umzubinden, wollten fast alle immer noch als Frau gelesen werden. Zumindest haben sich die wenigsten einen Bart aufgeklebt und sich eine Halbglatze rasiert. Hier im Forum gibt es jetzt eine sehr große Bandbreite an Persönlichkeiten. Manche sind im Hybridmodus unterwegs, da lasse ich deine Aussage voll und ganz zu. Vielen geht es jedoch um das "weiblich gelesen werden", und da ist die Mode nur ein Teil davon, der zudem ziemlich überschätzt wird. Unisex-Mode ist da wenig zielführend.
Olivia de la Crossé hat geschrieben: Mo 17. Feb 2025, 21:52 Ich habe den Eindruck, daß wir z.Z. mehr Akzeptanz bei den Frauen damit finden als bei den Männern, ...
Auch da würde ich ein bisschen differenzieren: Es gibt immer wieder Frauen, die mir spontan Komplimente machen, und das "ganz toll" finden. Wenn man jedoch das Gespräch in die Richtung lenkt, ob sie das bei ihrem Partner/Sohn/Vater auch gut finden würden, werden viele auffallend still. :wink:

LG
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Re: Unisex Kleidung

Post 20 im Thema

Beitrag von Alicia »

Liv hat geschrieben: Di 18. Feb 2025, 11:55 Zumindest haben sich die wenigsten einen Bart aufgeklebt und sich eine Halbglatze rasiert.
Ich vermute, in dieser Art der Manipulation des eigenen Körpers zum anderen Geschlecht hin steckt auch ein großer Anteil der Intoleranz. Wenn unsereins ein schönes Kleid anzieht, wird dieses erst perfekt, wenn eine passende Oberweite sichtbar ist. Das liegt einerseits am Schnitt, denn wenn die seitlichen Abnäher inhaltsleer am Kleid baumeln, sieht das einfach kac.. aus. Andererseits bietet die Oberweite für uns eine Chance, die leider meistens vorhandene Wampe etwas zu kaschieren.
Ist in den unisex-Oberteilen aber erst gar kein Abnäher vorgesehen, mutieren diese Teile halt zu Säcken mit der entsprechenden Optik.

Um zum Anfang, also der körperlichen Veränderung, zurückzukehren, empfinden einige Zeitgenossen das Umschnallen eines Busens wohl als Anmaßung oder Aneignung und lehnen uns deshalb als solche ab. Ich vermute darin den Hauptgrund, weniger bei Schuhen, Haaren oder Schminke.
Aber was stört's die Eiche, wenn sich die Sau dran wetzt? Solange es mir gefällt.
Eine Lebensweise zu erfinden ist nichts. Sie zu verinnerlichen, ein Anfang. Sie zu leben ist alles.
(Frei nach Otto Lilienthal)
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