Sabotage-Serie soll Grüne diffamieren
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Jaddy
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Sabotage„Serie soll Grüne diffamieren

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Beitrag von Jaddy »

"Auspuffrohre verklebten sie mit Bauschaum, Scheiben mit Robert-Habeck-Stickern: Was wie das Werk radikaler Klimaaktivisten aussah, soll nach SPIEGEL-Recherchen auf das Konto russischer Auftraggeber gehen." schreibt der Spiegel (ohne paywall) und Tagesschau (mit Bezug auf Spiegel)
Statt professionell ausgebildete Spione einzusetzen, heuern russische Geheimdienste für ihre Einflussoperationen zunehmend Amateure an, oft junge Leute aus dem kleinkriminellen Milieu. Gegen Geld sollen sie klandestine Aktionen in Europa durchführen: von Propaganda-Graffiti bis zur Sabotage. Als »low level agents«
bezeichnen Sicherheitsexperten dieses neue Phänomen.

Westliche Nachrichtendienste gehen davon aus, dass Moskau bereits mehrfach so vorgegangen ist. So tauchten nach dem Überfall der Hamas auf Israel in Paris Hunderte Davidsterne auf, die mithilfe von Schablonen an Mauern und Fassaden gesprüht wurden und für erhebliche Unruhe sorgten. Als Urheber vermutete man islamistische oder propalästinensische Aktivisten – bis ein Paar aus der ehemaligen Sowjetrepublik Moldau auf frischer Tat beim Sprühen ertappt wurde. Den Auftrag, so gaben die beiden zu, hätten sie von einem russlandfreundlichen Geschäftsmann bekommen.

Ein aktueller Spionageprozess in London förderte Ähnliches zutage. Eine Gruppe Bulgaren soll im Auftrag des nach Russland geflohenen Ex-Wirecard-Managers Jan Marsalek in Europa klandestine Aktionen ausgeheckt haben. Bei Hausdurchsuchungen fanden britische Fahnder auch Propagandamaterial, mit dem Habeck offenbar als Nationalsozialist verunglimpft werden sollte.

Auch in einen besonders beunruhigenden Vorfall könnten Amateur-Agenten eingebunden gewesen sein: Im Sommer entzündete sich am Leipziger Flughafen ein Brandsatz in einem Luftfracht-Paket der DHL , nur durch Zufall war die Transportmaschine noch nicht in der Luft. In Polen und Litauen nahm die Polizei Verdächtige fest, auch hier führt die Spur nach Russland.

... Nach SPIEGEL-Informationen hat einer der drei Verdächtigen, die in Schönefeld in die Polizeikontrolle geraten waren, inzwischen gegenüber Ermittlern ausgepackt. Seinen Angaben zufolge seien sie über den Messenger »Viber« von einem Russen angeschrieben worden, der ihnen detaillierte Instruktionen für die Sabotageaktionen gegeben habe. Als Arbeitsnachweis sollten sie Fotos der lahmgelegten Autos schicken; für jedes beschädigte Fahrzeug sei ihnen ein Honorar von 100 Euro versprochen worden. Ein Teil des Geldes, mehrere Tausend Euro, soll den Verdächtigen bereits überbracht worden sein – bar, in einem Briefumschlag. Zudem habe der Auftraggeber den Männern zugesichert, für etwaige Kosten aufzukommen, falls sie ertappt und bestraft würden.
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