Wer kann mir helfen?
Wer kann mir helfen? - # 3

Lebensplanung, Standorte
Lina
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Re: Wer kann mir helfen?

Post 31 im Thema

Beitrag von Lina »

Dornröschen hat geschrieben:Fast schäme ich mich, solange nichts mehr geschrieben zu haben. Warum, weiß ich ehrlich selbst nicht.
Das Gespräch mit meiner Arbeitskollegin verlief recht gut. Vielleicht für mich zu überraschend. Denn in der Unterhaltung fragte sie mich plötzlich, wie ich mir meinen Weg weiter vorstelle. Komplettes Outen um dann ganz als Frau in der Verwaltung zu erscheinen? Und später evtl. eine Hormontherapie und/oder angleichende Operation? Es waren wohl diese Gedanken die mich völlig in Panik versetzten und meine Gefühlswelt komplett durcheinanderbrachten. ...
Alles Liebe!!
Chrissie
So, du hast also eine nette Kollegin, die nicht nur ein Auge für Details hat, sondern auch interesse dafür zeigt, wie es mit dir weiter geht. Da sehe ich doch nur eine liebe Kollegin, die vielleicht auch eine ganz liebe Freundin werden kann mit der man offen reden darf. Über solche Kolleginnen würde ich mich doch endlos freuen. Ich habe auch solche Freundinnen und Kolleginnen und freue mich wirklich über die.

Und was tust du? Du kriegst Bauchschmerzen und rennst nach hause und ziehst Macho-Männerkleidung an. Eh, wieso?
ChristinaF
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Re: Wer kann mir helfen?

Post 32 im Thema

Beitrag von ChristinaF »

@ Lina

Na Macho-Klamotten hatte ich noch nie an, geschweige sie jemals besessen. Warum das mit mir damals so gelaufen ist, weiß ich auch nicht, sooft ich's auch hinterfrage. Vielleicht ist es die Tatsache, dass es nach einem Outen einfach kein (leichtes) Zurück mehr gibt.
Mit der Kollegin arbeite ich ja nur zusammen. Wir verstehen uns gut, waren aber weder befreundet noch kamen wir näher zusammen. Allerdings sehe ich es auch so, dass sie mir eine Freundin werden könnte. Dies umso mehr, da ich befürchte, dass mein (eh kleiner Freundeskreis) nach meinem Outing noch kleiner, evtl. ganz verschwinden wird.
Chrissie
Lina
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Re: Wer kann mir helfen?

Post 33 im Thema

Beitrag von Lina »

Natürlich habe ich es mit Absicht etwas überspitzt ausgedrückt.

Aber du kleidest dich in einer weiblich anmutenden Art und kommunizierst damit etwas an deine Umgebungen. Eine Empfängerin nimmt diese Signale auf, die du beabsichtigt aussendest, die reagiert mit positivem Interesse für deine Person - und du freust dich nicht mal darüber. Was soll das?

Jetzt sagst du, sie sei nur eine Kollegin und keine Freundin. Aber die ist ja freundlich und interessiert sich für dein Wohlbefinden und ein Leben. Also könnte die eine werden.

Aber verhindern kann man natürlich alles Gute, was einem im Leben passiert, wenn man nur negativ genug denkt. Klar kann man das. Ich verstehe zwar nicht, warum man das tun sollte, aber muss ich natürlich auch nicht.
ChristinaF
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Re: Wer kann mir helfen?

Post 34 im Thema

Beitrag von ChristinaF »

Hallo lina,

zwischen einer Freundin und einer Kollegin finde ich,besteht ein sehr großer Unterschied. Mit erster ist man mehr/minder eng beieinander, tauscht sich aus; auch größere Geheimnisse usw. Mit einer Kollegin arbeitet man zusammen, so wie bei uns, man spricht über dies und das und ist nett zueinander.
Ob sie eine Freundin werden kann, wird die Zukunft zeigen. Ich hätte natürlich nichts dagegen.
Ach ja, wie kommst du darauf, ich denke negativ?
Chrissie
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Re: Wer kann mir helfen?

Post 35 im Thema

Beitrag von ExuserIn-2022-05-28 »

Hallö Lina,
versuch mal deine Postings mehr weiblich auszudrücken, sprich wenn es schon unbedingt negativ sein muss, dann wenigstens durch die Blume. Manchmal hilft aber auch nachfragen wenn man vielleicht nicht alles mitbekommen hat und meint deshalb gleich den Hammer raus holen zu müssen.

Kommentare wie obige oder auch in anderen Threads bringen jedenfalls einen weiter und sind eher typisch männlich.

LG Chrissie
Das Leben ist zu kurz um sich zu verleugnen.
Lina
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Re: Wer kann mir helfen?

Post 36 im Thema

Beitrag von Lina »

Was ist das denn für eine schreckliche Einstellung? Oder herrscht denn bei euch allen ein so schreckliches Arbeitsklima, dass ihr es für unmöglich hält, mit Kolleginnen auch Freundschafte zu schließen?
Bei mir ist das definitiv anders. Da gehören inzwischen sogar ein paar Kunden zu meinen liebsten Freunden.
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Re: Wer kann mir helfen?

Post 37 im Thema

Beitrag von ChristinaF »

Um das gehts doch gar nicht. Das Arbeitsklima in unserer Verwaltung ist genauso gut oder schlecht wie sicherlich woanders auch.
Ich falle jedenfalls nicht mit der Tür ins Haus und laufe zu meiner Kollegin um sie zu fragen: "Willst du meine Freundin werden?"
Solch eine Freundschaft muss langsam wachsen und gedeihen. Ganz bestimmt werde ich sie nach meinem Urlaub fragen ob sie nicht Lust auf ein Gespräch mit mir hat. Denn die neue Situation wird auch sie und, natürlich, ihre weiteren Kolleginnen treffen.
Chrissie
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Re: Wer kann mir helfen?

Post 38 im Thema

Beitrag von Lina »

Dornröschen hat geschrieben:Um das gehts doch gar nicht. Das Arbeitsklima in unserer Verwaltung ist genauso gut oder schlecht wie sicherlich woanders auch.
Ich falle jedenfalls nicht mit der Tür ins Haus und laufe zu meiner Kollegin um sie zu fragen: "Willst du meine Freundin werden?"
Solch eine Freundschaft muss langsam wachsen und gedeihen. Ganz bestimmt werde ich sie nach meinem Urlaub fragen ob sie nicht Lust auf ein Gespräch mit mir hat. Denn die neue Situation wird auch sie und, natürlich, ihre weiteren Kolleginnen treffen.
Chrissie

Oh Gott. Ich dachte mal ich hätte Kontaktschwierigkeiten. Hatte ich vielleicht auch mal, weil ich recht schüchtern war. So wie du sagst läuft es nach meiner Meinung auch nicht, aber ich weiß natürlich auch nicht, wie du normalerweise mit den Mitmenschen kommunizierst. Ich stelle mir vor, das zumindest die Möglichkeit besteht, dass man sich nett mit einer Kollegin oder Kollegen unterhält, man entdeckt, dass man sich nach und nach über immer vertraulichere Sachen unterhält und nach und nach entwickelt sich eine Freundschaft.

Was ich schrecklich finde, ist diese abrupte Trennung, sie sei eine Kollegin und keine Freundin. Ist das vielleicht die Art wie Männer mit einander Umgehen, die hier doch durchschlägt? Ist es vielleicht, dass Frauenfreundschaften überwiegend anders funktionieren als Männerfreundschaften und dass du das erst mal entdecken musst. Weiß ich auch nicht - ich war sowieso nie gut in traditionellen Männerfreundschaften. Es wundert mich nur und überrascht mich. Es scheint mir ein total formales Denken dahinter zu stecken, die zumindest bei mir nicht die Grundlage für tiefes Vertrauen bilden würde. Mir scheint nur, dass ein klarer Schritt in Richtung Vertrauen von deiner Kollegin kam, und - we ich schon erwähnt habe - scheint es mir, dass du daraus ein Problem machst. Das begreife ich überhaupt nicht.
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Re: Wer kann mir helfen?

Post 39 im Thema

Beitrag von ChristinaF »

Ich glaube, dass wir beide aneinander vorbeireden.
Ich selbst bin und war ein äußerst emotionaler Mensch. Wurde mir auch bei all meinen bisherigen Beurteilungen bestätigt. Dass ich nicht gleich der Äußerung wegen meiner Kollegin ihre Freundin wurde, ist m.E. völlig richtig. D. h. aber, wie schon gesagt nicht, dass ich mich dagegen wehren werde.
Kommt Zeit, ,......
Chrissie
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Re: Wer kann mir helfen?

Post 40 im Thema

Beitrag von ChristinaF »

@ darialena

Mit sehr vielem hast du ja recht. Es hat sich allerdings in der letzten Zeit viel neues ergeben. U.a. auch, dass ich jetzt zu meinem Frausein stehe, es akzeptiere und mich auch ungemein darüber freue. Mir ist über all dem Frohsinn auch klar, dass es sicher viele Steine auf meinem Weg noch wegzuräumen gibt. Leichtere und auch schwere.
Wichtig ist mir momentan nur, dass ich endlich das begriffen habe, was ich eigentlich möchte. Und wie der Weg auch weitergehen wird, weiß ich eines schon, dass ich dazu auch sehr viel und sehr große Unterstützung brauchen werde. Von meiner Frau, meinen bisherigen (mal sehen) Freunden und Verwandten. Dass ich mich rieeeeesig auf neue Freundinnen freuen würde, auch vielleicht von meinen Arbeitskolleginnen, wäre mir sehr wichtig.
Liebe Grüße
Chrissie
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