Umgang mit negativen Erlebnissen in der Öffentlichkeit - # 2
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ExUserIn-2026-04-08
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Re: Umgang mit negativen Erlebnissen in der Öffentlichkeit
Die Polizei gibt unter https://www.polizei-beratung.de/themen- ... ps/gewalt/ Ratschläge zur Prävention. In der Menüauswahl gibt es zusätzliche Themen.
Ich denke, viel hat mit der Ausstrahlung zu tun. Emotionale Stärke und Selbstsicherheit sind hier wichtig, wenn nicht sogar entscheidend. Wie ist meine innere Einstellung ? Sehe ich mich von vorneherein als Opfer ? Schäme ich mich für das, was ich tue ? Verhalte ich mich "duckmäuserisch" oder gehe ich mit "erhobenen Kopf" durch die Welt ? Ich denke, mit einer positiven Einstellung tue ich schon viel gegen dumme Sprüche.
Es gibt keine absolute Sicherheit für irgendjemanden. D.h. sich im Vorfeld mit möglichen Situationen zu beschäftigen, hilft mir, mich besser zu behaupten. Unsicherheit ist mMn in unserer Situation völlig normal. Das erleben andere Menschen aber auch. Damit umzugehen kann man lernen.
Ich denke, viel hat mit der Ausstrahlung zu tun. Emotionale Stärke und Selbstsicherheit sind hier wichtig, wenn nicht sogar entscheidend. Wie ist meine innere Einstellung ? Sehe ich mich von vorneherein als Opfer ? Schäme ich mich für das, was ich tue ? Verhalte ich mich "duckmäuserisch" oder gehe ich mit "erhobenen Kopf" durch die Welt ? Ich denke, mit einer positiven Einstellung tue ich schon viel gegen dumme Sprüche.
Es gibt keine absolute Sicherheit für irgendjemanden. D.h. sich im Vorfeld mit möglichen Situationen zu beschäftigen, hilft mir, mich besser zu behaupten. Unsicherheit ist mMn in unserer Situation völlig normal. Das erleben andere Menschen aber auch. Damit umzugehen kann man lernen.
Viele Grüße
Vicky
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Lavendellöwin
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Re: Umgang mit negativen Erlebnissen in der Öffentlichkeit
Ja sicher und genau das bist du liebe Vicky.Vicky_Rose hat geschrieben: Fr 24. Jan 2025, 07:20 D.h. sich im Vorfeld mit möglichen Situationen zu beschäftigen, hilft mir, mich besser zu behaupten. Unsicherheit ist mMn in unserer Situation völlig normal. Das erleben andere Menschen aber auch. Damit umzugehen kann man lernen.
Und das ist gut und das ist richtig, für deine persönliche Art und Sicht auf die Dinge.
Das ist wie so vieles, völlig individuell.
Menschen wie Violetta und auch ich, gehen auf Entdeckungsreise, forschen aber eben
in selbst erlebter Erfahrung.
Sicher hat jemand schon ähnliches erlebt (egal in welchem Bereich).
Es gibt aber Menschen, die selber spüren müssen was passieren kann, dann setzt Lernen ein.
Gehobene Zeigefinger, oder vorgefertigte Muster bremsen nur, und zwar immens.
Ich bin da ganz offen, einiges was ich hier in den letzten 7 Jahren gelesen habe war für mich
nicht gut. Manches hat mich tief in Gedanken gestürzt, meine Angststörung getriggert.
Mich zum Stolpern gebracht.
Denn ich fühle und dann mach ich, normalerweise. Egal ob Fehler oder Probleme dabei entstehen können.
Das ist nicht schlimm, das ist sogar gut, für mich zumindest.
Ich will nicht das etwas von Vornherein verhindert wird, ich möchte es erleben.
Ein das kannst du so nicht machen oder sagen ist Hemmung.
Bevor ich in die Transition gegangen bin und hier in Forum war, hatte kein Problem mit Sillies
draussen zu sein, danach hab ich jedes mal überlegt passt das zur Situation, das stand dann
über dem, was passt zu mir.
Was mich auch manchmal an der "Community" stört ist dieses Gefühl von benachteiligt sein,
wobei wir hier schon wahnsinnig privilegiert sind, normalerweise alles tun können was wir uns wünschen,
wenn man sich nicht völlig ungeschickt anstellt.
Manchmal ist das so wie nachzudenken passen Streifen und Karos zusammen, das sieht man doch,
das es nicht so ist..
manchmal hab ich den Eindruck, das es der Deutschen liebstes Steckenpferd ist zu jammern,
obwohl alles in allerbester Ordnung ist. (sorry, off-topic)
Das Leben ist draussen, nicht in Köpfen.
Alles Liebe Marie
Fang an. Schritt für Schritt. Denn Mut wächst im Tun. Jeder kleine Schritt zählt – auch der unperfekte.
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Susi T
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Re: Umgang mit negativen Erlebnissen in der Öffentlichkeit
Da hat Marie ein paar wesentliche Punkte, Danke dir dafür meine Liebe.
"Sei Du selbst, oder finde dich" dann brauchst du nicht danach suchen was weiblich/Frau ist, wenn es in dir steckt und du dich da eh nach sehnst das es raus darf. Dann kommt zu dem Selbstbewusstsein auch Natürlichkeit dazu. Das sind die weichen Faktoren die ich meine, die ich durch nachdenken oder grübeln ehr hindere, als unterstütze. Sich über einen groben Rahmen Gedanken machen ist völlig ok, aber der Rest will gelebt werden.
Meine bescheidene Meinung in wenig guten Worten verpackt.
Aber jeder Mensch ist anders und jeder muß da seinen eigenen Weg suchen und vielleicht finden.
Liebe Grüße, Tira
"Sei Du selbst, oder finde dich" dann brauchst du nicht danach suchen was weiblich/Frau ist, wenn es in dir steckt und du dich da eh nach sehnst das es raus darf. Dann kommt zu dem Selbstbewusstsein auch Natürlichkeit dazu. Das sind die weichen Faktoren die ich meine, die ich durch nachdenken oder grübeln ehr hindere, als unterstütze. Sich über einen groben Rahmen Gedanken machen ist völlig ok, aber der Rest will gelebt werden.
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ExUserIn-2026-04-08
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Re: Umgang mit negativen Erlebnissen in der Öffentlichkeit
Hallo Marie,Lavendellöwin hat geschrieben: Fr 24. Jan 2025, 11:00 Gehobene Zeigefinger, oder vorgefertigte Muster bremsen nur, und zwar immens.
ich hoffe, dass ich das so nicht vermittelt habe. Mir ging es nur darum, Möglichkeiten aufzuzeigen, wie mit unangenehmen Situationen umgegangen werden kann, nicht muss.
Viele Grüße
Vicky
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Violetta Arden
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Re: Umgang mit negativen Erlebnissen in der Öffentlichkeit
Ich kann mich zum Glück keiner nennenswerten negativen Erlebnisse in der Öffentlichkeit entsinnen. Eigentlich gab es nichts, was sich mir als negativ eingeprägt hätte. Aber ich kann mich noch sehr gut an diese Gefühle erinnern, als ich zum ersten Mal enfemme nach draußen ging. Da war Herzklopfen bis in den Hals, Magengrummeln und diese unbestimmbare Angst, entdeckt zu werden. Denn die ersten Versuche waren noch bei weitem entfernt, als Frau durchzugehen. Und natürlich zuerst in der Dunkelheit. Und ich kann auch verstehen, daß frau das nur in den vier Wänden als Stubentranse macht. Da muß man keine negativen Erlebnisse fürchten (außer man macht´s geheim und die Partnerin weiß nichts davon). Und es dauert seine Zeit bis man mit seiner Erscheinung so zufrieden ist, daß der Sprung ins Naß der Öffentlichkeit gewagt werden kann. Wobei das ja auch sehr subjektiv ist. Aber wenn man es dann wagt, sollte die Selbstsicherheit gegeben sein, also mit sich und seiner Erscheinung im Einklang sein und zu sich stehen. Schwer, das weiß ich, die Unsicherheit kommt wohl bei jeder, wenn man mal mitten unter Leuten ist und Blicke einfängt, die einem sagen, daß hinter die Fassade geschaut wurde. Aber das muß Dir dann - zumindest mit der Zeit - egal sein. Du mußt selbtsicher weitergehen, am besten ein Lächeln auf den Lippen. Es wird Dich niemand wegen Deines Aussehens auffressen. Und es hängt auch davon ab, ob frau auffallen WILL. Da gibt´s ja auch immer einige....aber die haben wohl nicht mit mangelndem Selbstbewußtsein zu kämpfen. Ich weiß, wir Part-Time-Ladies,stehen zumeist auf Nylons und Röcke und Kleider....mit viel Bein. Nun, aber auch eine so ausgestattete Bio-frau erntet wohl die gleiche Aufmerksamkeit und Reaktionen.
Wenn frau nicht zu sehr auffallen will und das Enfemmesein in der Öffentlichkeit genießen will , finde ich es notwendig, wenn man zu sich selbst sehr kritisch ist und sich fragt, ob das gewählte Outfit oder das Make-up auch dem entsprechend ist. Und wenn Du dann überwiegend mit Dir zufrieden bist, dann kann´s auch rausgehen und negative Reaktionen werden wenige vorkommen. Dass man mit tiefer Stimme auffällt, das muß man in Kauf nehmen und mit Lächeln drübergehen.
Aber wie oben gesagt - ich kann mich an keine nachhaltigen negativen Erlebnisse entsinnen - daher kann ich auch keine wirklichen Ratschläge geben.
Aber auf jeden Fall - viel Spaß draußen
Violetta
P.S. Und frau muss ja nicht unbedingt an Plätzen unterwegs sein, wo negative Reaktionen erwartbar sind.
Wenn frau nicht zu sehr auffallen will und das Enfemmesein in der Öffentlichkeit genießen will , finde ich es notwendig, wenn man zu sich selbst sehr kritisch ist und sich fragt, ob das gewählte Outfit oder das Make-up auch dem entsprechend ist. Und wenn Du dann überwiegend mit Dir zufrieden bist, dann kann´s auch rausgehen und negative Reaktionen werden wenige vorkommen. Dass man mit tiefer Stimme auffällt, das muß man in Kauf nehmen und mit Lächeln drübergehen.
Aber wie oben gesagt - ich kann mich an keine nachhaltigen negativen Erlebnisse entsinnen - daher kann ich auch keine wirklichen Ratschläge geben.
Aber auf jeden Fall - viel Spaß draußen
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P.S. Und frau muss ja nicht unbedingt an Plätzen unterwegs sein, wo negative Reaktionen erwartbar sind.
Mein weibliches Ich ist ein Teil von mir und lässt sich nicht mehr unterdrücken. Ungenützte Zeit lässt sich nie mehr zurückholen.
Lebe Dein Leben.
Mein Blog:
https://violettaarden9.blogspot.com/
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Lana
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Re: Umgang mit negativen Erlebnissen in der Öffentlichkeit
Für mich steckt der Fehler schon im Titel, in der Wertung:
Umgang mit negativen Erlebnissen in der Öffentlichkeit
Warum nicht offen formulieren:
Umgang mit Begegnungen, Umgang mit Reaktionen von anderen Menschen...
Das Ganze ist doch eine Frage der Erwartungen, die ich habe, wenn ich rausgehe. Bin ich mit dem Ziel unterwegs, möglichst perfekt die Frau zu mimen und dies gelingt irgendwie nicht, dann kann dies schon Angst erzeugen. Schließlich geschieht etwas, das ich mir unangenehm vorstelle und wofür ich womöglich keinen guten Umgang habe. Weder nach außen (anderen gegenüber) noch nach innen (mit mir selbst).
Für mich bedeutet das, dass ich mit mir selbst nicht im Reinen bin, wenn ich mein Selbstwertgefühl davon abhängig mache, dass andere mir "nicht auf die Schliche" kommen. Sonst könnte es mir ja egal sein, und ich würde diese Situation nicht negativ empfinden.
Wäre es da nicht viel einfacher, gar nicht erst davon auszugehen, dass ich unerkannt bleibe? Dann könnten meine Erwartung nicht enttäuscht werden, wenn jemand mich" durchschaut". Ich bräuchte also keine Angst davor haben, weil es bereits einkalkuliert ist.
Umgekehrt wäre es ein Grund zur Freude, wenn ich tatsächlich als das wahrgenommen werde, was ich ausdrücken möchte. Diese Situation würde also positive Gefühle auslösen.
Das ist in etwa meine Herangehensweise. Ich gehe da raus, in Kleidern, mit denen ich mich zu diesem Zeitpunkt wohlfühle. Dadurch wird mein Selbstvertrauen gestützt und ich wirke authentisch auf meine Umgebung.
Ich mache mir keine Gedanken, ob ich von anderen als Mann oder Frau oder sonstwas wahrgenommen werde. Ich bin einfach ich und erwarte nur, dass man mich als Mensch behandelt. Der Rest ist mir nicht so wichtig, schon gar nicht die Interpretation meines Geschlechtsausdrucks durch andere.
Damit lässt es sich für mich ziemlich entspannt leben. Weil positive Erfahrungen möglich werden. Allein durch die Änderung meiner Erwartungshaltung.
Außerdem ist es der einzige Weg, mich von den Einschränkungen des binären Systems zu befreien. Wenn mein Ausdruck weder weiblichen noch männlichen Stereotypen entspricht, falle ich immer auf. Allein deswegen, weil die meisten Menschen versuchen werden, mich in ihr binäres Geschlechterschema einzuordnen.
Ich kann also nur verlieren, wenn ich nicht "durchschaut" werden möchte.
Deshalb gilt auch in diesem Fall:
Zu mir stehen und das tragen, mit dem ich mich rundum wohlfühle, dann berühren mich dumme Sprüche und Getuschel kaum noch. Ich muss mir auch nicht überlegen, wie ich reagieren soll, weil es mir egal ist und meine Gedanken nicht beherrscht.
Das ist natürlich tagesformabhängig und gelingt nicht immer. Es ist jedoch eine gute Übung in Gelassenheit und Langmut, Eigenschaften, die in vielen Bereichen das Leben leichter machen.
LGL
Umgang mit negativen Erlebnissen in der Öffentlichkeit
Warum nicht offen formulieren:
Umgang mit Begegnungen, Umgang mit Reaktionen von anderen Menschen...
Das Ganze ist doch eine Frage der Erwartungen, die ich habe, wenn ich rausgehe. Bin ich mit dem Ziel unterwegs, möglichst perfekt die Frau zu mimen und dies gelingt irgendwie nicht, dann kann dies schon Angst erzeugen. Schließlich geschieht etwas, das ich mir unangenehm vorstelle und wofür ich womöglich keinen guten Umgang habe. Weder nach außen (anderen gegenüber) noch nach innen (mit mir selbst).
Für mich bedeutet das, dass ich mit mir selbst nicht im Reinen bin, wenn ich mein Selbstwertgefühl davon abhängig mache, dass andere mir "nicht auf die Schliche" kommen. Sonst könnte es mir ja egal sein, und ich würde diese Situation nicht negativ empfinden.
Wäre es da nicht viel einfacher, gar nicht erst davon auszugehen, dass ich unerkannt bleibe? Dann könnten meine Erwartung nicht enttäuscht werden, wenn jemand mich" durchschaut". Ich bräuchte also keine Angst davor haben, weil es bereits einkalkuliert ist.
Umgekehrt wäre es ein Grund zur Freude, wenn ich tatsächlich als das wahrgenommen werde, was ich ausdrücken möchte. Diese Situation würde also positive Gefühle auslösen.
Das ist in etwa meine Herangehensweise. Ich gehe da raus, in Kleidern, mit denen ich mich zu diesem Zeitpunkt wohlfühle. Dadurch wird mein Selbstvertrauen gestützt und ich wirke authentisch auf meine Umgebung.
Ich mache mir keine Gedanken, ob ich von anderen als Mann oder Frau oder sonstwas wahrgenommen werde. Ich bin einfach ich und erwarte nur, dass man mich als Mensch behandelt. Der Rest ist mir nicht so wichtig, schon gar nicht die Interpretation meines Geschlechtsausdrucks durch andere.
Damit lässt es sich für mich ziemlich entspannt leben. Weil positive Erfahrungen möglich werden. Allein durch die Änderung meiner Erwartungshaltung.
Außerdem ist es der einzige Weg, mich von den Einschränkungen des binären Systems zu befreien. Wenn mein Ausdruck weder weiblichen noch männlichen Stereotypen entspricht, falle ich immer auf. Allein deswegen, weil die meisten Menschen versuchen werden, mich in ihr binäres Geschlechterschema einzuordnen.
Ich kann also nur verlieren, wenn ich nicht "durchschaut" werden möchte.
Deshalb gilt auch in diesem Fall:
Zu mir stehen und das tragen, mit dem ich mich rundum wohlfühle, dann berühren mich dumme Sprüche und Getuschel kaum noch. Ich muss mir auch nicht überlegen, wie ich reagieren soll, weil es mir egal ist und meine Gedanken nicht beherrscht.
Das ist natürlich tagesformabhängig und gelingt nicht immer. Es ist jedoch eine gute Übung in Gelassenheit und Langmut, Eigenschaften, die in vielen Bereichen das Leben leichter machen.
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Knäckebrötchen
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Re: Umgang mit negativen Erlebnissen in der Öffentlichkeit
Hallo Lana,Lana hat geschrieben: Fr 24. Jan 2025, 18:35 Für mich steckt der Fehler schon im Titel, in der Wertung:
Umgang mit negativen Erlebnissen in der Öffentlichkeit
Warum nicht offen formulieren:
Umgang mit Begegnungen, Umgang mit Reaktionen von anderen Menschen...
ich kann Deine Intention verstehen, möchte hier aber dem Titel recht geben: die Ausgangssituation war ein sehr abwertender Kommentar bzw. das Empfinden von ausgelacht werden und das ist rein negativ. Ich würde meinen, den Umgang mit neutralen oder positiven Kommentaren bekommen die meisten von uns ganz gut ohne große Diskussion hin
@Thread:
Ich selbst darf wie Marie dankbar dafür sein, bislang von solchen Reaktionen verschont geblieben zu sein. Vielleicht haben sich Menschen hinter einem Rücken das Maul über mich zerrissen, dann habe ich es nicht mitbekommen. Offen jedenfalls nie.
Insofern kann ich auch nur Vermutungen anstellen, bzw. mich auf das berufen, was ich aus dem Kollegen- und Freundeskreis als Feedback bekomme. Und da standen von Anfang an 2 Sachen im Vordergrund:
1. ich habe mich nie aufgeregt, wenn mich jemand falsch angesprochen hat
2. ich habe sehr authentisch gewirkt, in meinem Bestreben, weiblich wahrgenommen zu werden.
Und das nimmt vielen die Frage nach dem "was ist das?" ab. Aber dazu gehört (so zumindest bei mir) das, was Vicky und Du weiter oben geschrieben haben: Selbstbewußtsein. Sich "in seiner Haut wohlfühlen". Und diese Ausstrahlung bewirkt eine Menge.
Jetzt seid ihr, oder die meisten von euch, halt in einer anderen Situation. Ich fühle mich als Frau, lebe diese Selbstwahrnehmung zu 99,9%, 24/7. Das ist was anderes, als ein Leben als Teilzeit-Frau, die sich im weitesten als Mann versteht. Für mich (in der Selbstwahrnehmung) gibt es keine Zwei- oder Mehrdeutigkeit. Und gerade heute hatte ich wieder ein Erlebnis, von dem ich emotional noch die nächsten Monate zehren kann, sollte es mir mal schlechter gehen.
Und dann kann mich auch der kleine Junge im Kino nicht aus der Fassung bringen, der mich anschaut und fragt "bist Du ein Mann oder eine Frau?". Weil ich dann ganz entspannt reagieren kann "weißt Du, das ist nicht so einfach: ich bin als Junge auf die Welt gekommen, wäre aber lieber eine Frau" - fertig. Und weil er auch schonmal lackierte Fingernägel hatte, konnten wir uns auch noch darauf einigen, dass das für Jungs wie Mädchen total okay ist (und für alle dazwischen, aber ich muss einem grob 7-jährigen auch nicht die Welt erklären, während ich mit meinen Kindern in den Kinosaal schlupfe).
Fazit: Am Ende muss auch der stylischste Fummel mit einem dicken Pelz formvollendet getragen werden.
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Re: Umgang mit negativen Erlebnissen in der Öffentlichkeit
Hallo Ihr Lieben,
wir sind doch in ganz unterschiedlichen Phasen unserer Entwicklung. Wenn ich bereits das Selbstbewusstsein hätte, einmal, zweimal. öfter, gar regelmäßig als Frau rauszugehen, dann wäre ich auch selbstbewusst genug, negative Reaktionen in der Öffentlichkeit zu ertragen und würde mich davor auch nicht fürchten. Ich würde auch in der Lage sein, dumme Bemerkungen spontan und souverän zu kontern. Soweit bin ich aber noch nicht. Momentan möchte ich erstmal in einer geschützten Umgebung (z.B. Stammtisch) als Frau ausgehen und mich ausprobieren.
Eure Empfehlungen sind schon ganz richtig, wie ich finde, aber ich benötige noch einige Schritte im Vorfeld, um sie auch praktisch umsetzen zu können.
Liebe Grüße
Anja
wir sind doch in ganz unterschiedlichen Phasen unserer Entwicklung. Wenn ich bereits das Selbstbewusstsein hätte, einmal, zweimal. öfter, gar regelmäßig als Frau rauszugehen, dann wäre ich auch selbstbewusst genug, negative Reaktionen in der Öffentlichkeit zu ertragen und würde mich davor auch nicht fürchten. Ich würde auch in der Lage sein, dumme Bemerkungen spontan und souverän zu kontern. Soweit bin ich aber noch nicht. Momentan möchte ich erstmal in einer geschützten Umgebung (z.B. Stammtisch) als Frau ausgehen und mich ausprobieren.
Eure Empfehlungen sind schon ganz richtig, wie ich finde, aber ich benötige noch einige Schritte im Vorfeld, um sie auch praktisch umsetzen zu können.
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Re: Umgang mit negativen Erlebnissen in der Öffentlichkeit
Ich habe das, was ich geschrieben habe, schon auf die Ausgangssituation bezogen. Weil es auch in genau so einer Situation viel Druck rausnimmt, wenn man sie nicht wertet.Knäckebrötchen hat geschrieben: Fr 24. Jan 2025, 20:14 die Ausgangssituation war ein sehr abwertender Kommentar bzw. das Empfinden von ausgelacht werden und das ist rein negativ. Ich würde meinen, den Umgang mit neutralen oder positiven Kommentaren bekommen die meisten von uns ganz gut ohne große Diskussion hin
Ich wollte eine Möglichkeit aufzeigen, wie man da hin kommen kann. Das ist natürlich eine Entwicklung, aber den ersten Schritt tut jede von uns selbst, egal wie groß das Selbstvertrauen ist:
Die eigene Erwartungshaltung hinterfragen und dadurch einen anderen Umgang mit potentiell schwierigen Situationen finden. Einen Umgang, der uns fördert, anstatt uns einzuschränken oder gar zu schaden.
Es ist umgekehrt, zumindest für mich. Du gehst raus, in der Überzeugung, dass du dich von Kommentaren jeglicher Art, insbesondere von negativen, nicht aus der Ruhe bringen lässt. Du fütterst insbesondere negative Einflüsse nicht damit, ihnen weitere negative Aufmerksamkeit zu geben. Du vermeidest dadurch, dich selbst zu verletzen. Das heißt einfach, sich nicht von ihnen triggern zu lassen, sondern sie anzunehmen wie nasse Haare im Regen:Anja61 hat geschrieben: Fr 24. Jan 2025, 20:43 Wenn ich bereits das Selbstbewusstsein hätte, einmal, zweimal. öfter, gar regelmäßig als Frau rauszugehen, dann wäre ich auch selbstbewusst genug, negative Reaktionen in der Öffentlichkeit zu ertragen und würde mich davor auch nicht fürchten. Ich würde auch in der Lage sein, dumme Bemerkungen spontan und souverän zu kontern.
Klar freust du dich nicht darüber, aber du weißt, dass sie bald wieder ganz von alleine trocknen werden. Du musst eigentlich gar nichts weiter tun. Im Gegenteil, je mehr du daran rummachst, umso ärger wird deine Frisur ramponiert.
Klar, du spürst die Feuchtigkeit, die Kälte. Aber du ärgerst dich nicht darüber. Weil die Haare davon nicht trocken werden.
Bald läufst du trotz pudelnasser Haare aufrecht durch die Stadt und merkst gar nicht, dass alle Anderen denken, du hättest ein unheimlich großes Selbstvertrauen.
Oder ist das alles zu esoterisch für euch?
LGL
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Re: Umgang mit negativen Erlebnissen in der Öffentlichkeit
Liebe Lana,Es ist umgekehrt, zumindest für mich. Du gehst raus, in der Überzeugung, dass du dich von Kommentaren jeglicher Art, insbesondere von negativen, nicht aus der Ruhe bringen lässt. Du fütterst insbesondere negative Einflüsse nicht damit, ihnen weitere negative Aufmerksamkeit zu geben. Du vermeidest dadurch, dich selbst zu verletzen. Das heißt einfach, sich nicht von ihnen triggern zu lassen, sondern sie anzunehmen wie nasse Haare im Regen:
Klar freust du dich nicht darüber, aber du weißt, dass sie bald wieder ganz von alleine trocknen werden. Du musst eigentlich gar nichts weiter tun. Im Gegenteil, je mehr du daran rummachst, umso ärger wird deine Frisur ramponiert.
Klar, du spürst die Feuchtigkeit, die Kälte. Aber du ärgerst dich nicht darüber. Weil die Haare davon nicht trocken werden.
Bald läufst du trotz pudelnasser Haare aufrecht durch die Stadt und merkst gar nicht, dass alle Anderen denken, du hättest ein unheimlich großes Selbstvertrauen.
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Oder ist das alles zu esoterisch für euch?
LGL
das ist alles andere als esoterisch!
Deine eigene, selbstbewusste Herangehensweise verstehe ich sehr gut. Das mit den nassen Haaren usw. ist ein schönes Bild. Was ist denn wirklich wichtig? Die Bemerkungen "der Anderen" jedenfalls nicht!
Liebe Grüße
Anja
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Re: Umgang mit negativen Erlebnissen in der Öffentlichkeit
Ja, ich hatte auch entsprechend geschrieben, dass ich das anders sehe. Meine eigene Erwartungshaltung ist sicher ein wichtiger Baustein beim Umgang mit negativen Kommentaren - wenn aus den Kommentaren aber, wie ja auch geschildert, Aggression spricht, sich vielleicht eine Gruppe von Menschen gegen dich positioniert... dann ist ein negativer Kommentar negativ. Und ja auch potentiell Ausgangspunkt einer Gefahrensituation und das hast Du nur mit deiner Einstellung nicht vollständig unter Kontrolle.Lana hat geschrieben: Fr 24. Jan 2025, 21:13 Ich habe das, was ich geschrieben habe, schon auf die Ausgangssituation bezogen. Weil es auch in genau so einer Situation viel Druck rausnimmt, wenn man sie nicht wertet.
Sich von solchen Kommentaren nicht einschüchtern zu lassen, ja, dass kannst Du mit Selbstvertrauen und einer entsprechenden Einstellung erreichen. Trotzdem wird "Sch...transe" eine Emotion auslösen. Du rennst dann halt nicht eingeschüchtert weg oder fängst an, auf der Straße zu weinen - aber du kannst doch nicht sagen, dass dich dieser verbale Angriff nicht trotzdem trifft und dich traurig oder wütend macht!
Emotionen zulassen ist vollkommen ok.
Und nasse Haare sind doof. Ich werde dann immer krank.
Und wie ich mich ärgere! Vollkommen gleichgültig, ob die Haare deswegen nicht schneller trocken werden. Aber wenn ich eine Frisur habe, dann ist die in aller Regel futsch, wenn die Haare so nass sind. Und entweder habe ich viel Zeit oder sogar auch noch Geld dafür ausgegeben, und will ja vielleicht auch noch irgendwo hin damit. Und darüber soll ich mich nicht ärgern? Oder traurig sein?Lana hat geschrieben: Fr 24. Jan 2025, 21:13 Klar freust du dich nicht darüber, aber du weißt, dass sie bald wieder ganz von alleine trocknen werden. Du musst eigentlich gar nichts weiter tun. Im Gegenteil, je mehr du daran rummachst, umso ärger wird deine Frisur ramponiert.
Klar, du spürst die Feuchtigkeit, die Kälte. Aber du ärgerst dich nicht darüber. Weil die Haare davon nicht trocken werden.
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Lana
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Re: Umgang mit negativen Erlebnissen in der Öffentlichkeit
Natürlich habe ich auch Gefühle, wenn sowas passiert. Die Frage ist doch nicht, ob die aufkommen oder nicht, sondern wie ich damit umgehe.Knäckebrötchen hat geschrieben: Sa 25. Jan 2025, 13:20 aber du kannst doch nicht sagen, dass dich dieser verbale Angriff nicht trotzdem trifft und dich traurig oder wütend macht!
Gefühle, Emotionen, Empfindungen sind nicht per se gut oder schlecht. Das kommt auf die Person, die Umstände und vieles mehr an, wie wir sie werten. Das liegt vollkommen in unserer Hand.
Beispiel Schmerz:
Intuitiv eine stark negativ konnotierte Empfindung, im SM-Zusammenhang genau das Gegenteil. Funktioniert aber nicht bei allen. Und ist nicht statisch, man kann seinen Umgang damit (auch jenseits von SM) bewußt beeinflussen.
Es kommt also darauf an, wie wir mit unseren Gefühlen umgehen. Lassen wir uns von ihnen dominieren, oder grenzen wir uns davon ab und nehmen sie einfach so an, ohne gleich zu werten, und geben uns damit die Chance, nicht davon überwältigt zu werden, sondern einen konstruktiven Umgang zu entwickeln.
Wenn das gelingt, dann freust du dich immer noch nicht über die vom Regen zerstörte Frisur, aber du akzeptierst es, weil du einsiehst, dass du eh nichts mehr ändern kannst. Wozu sollst du dir also noch den Rest vom Tag verderben lassen und womöglich deinen Mitmenschen die Laune vermiesen?
Es liegt allein in deiner Hand, wie sehr du die negativen Aspekte der Situation auslebst und dich damit selbst weiter belastest, oder ob es dir gelingt, diese Aspekte lediglich wahrzunehmen und dann ziehen zu lassen, um für das Kommende wieder offen zu sein.
Nochmal zur Klarstellung:
In der akuten Situation kommen Gefühle einfach auf. Das kann man auch nicht kontrollieren. Nimmt man dies aber bewusst wahr, hat man großen Einfluss darauf, wie man mit diesen Gefühlen umgeht. Das kann man lernen, niemandem ist das in die Wiege gelegt worden.
Ich finde es sehr hilfreich, weil ich dadurch meine Impulse besser verstehen und somit kontrollieren kann und so auch Reaktionen vermeiden kann, die ich später bedauern würde. Ich schütze mich auf diese Weise davor, mir selbst Verletzungen zuzufügen, durch eine Reaktion, die von außen getriggert wird. Ich nehme der beleidigenden Person bildlich gesprochen den Trigger aus der Hand.
(Das funktioniert natürlich nicht bei physischen Übergriffen, aber denen geht in der Regel ja etwas voraus, das hoffentlich auf diese Art und Weise unterbrochen werden kann)
LGL
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Re: Umgang mit negativen Erlebnissen in der Öffentlichkeit
Herzlichen Dank an alle Foristinnen. Ich habe viele neue Denkanstöße bekommen. Wahrscheinlich werde ich mich trotzdem über eventuelle blöde Sprüche ärgern, aber ich weiß damit umzugehen. Und ich kann hier meinen Frust ablassen.
Ich erlaube mir ein Zitat der Psychotherapeutin Julia von Jordan
Im Leben geht es nicht darum zu warten bis das Unwetter vorbei ist, sondern darum zu lernen, im Regen zu tanzen.
Ich erlaube mir ein Zitat der Psychotherapeutin Julia von Jordan
Im Leben geht es nicht darum zu warten bis das Unwetter vorbei ist, sondern darum zu lernen, im Regen zu tanzen.
Why don`t you knock it off with them negative waves? Why don`t you dig how beautiful it is out here?
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Re: Umgang mit negativen Erlebnissen in der Öffentlichkeit
Hallo ihr Lieben,
Ich war ja heute einmal wieder in der Stadt Gera unterwegs, diesmal wegen meiner neuen Perücke und dann zum shoppen.
Leider ganz Allein.
Aber Spaß gemacht hat es mir trotzdem.
Vor allem, in den ganzen Läden herumzuschlendern und dann manchen Leuten ihre Reaktionen zu beobachten, ist schon wirklich sehr interessant.
Diesmal gab's auch keine unschönen Vorfälle.
Immer nur Blicke, diese Blicke.
Aber meistens schaue ich auch zurück und beobachte die Reaktion.
Mal ein verstörter Blick, mal ein Lächeln, ist schon oft sehr unterschiedlich, aber immer interessant.
Obwohl es mir mit der neuen Perücke so vorkam, als ob weniger schauen, als vorher.
Ja, ich war auch wieder sehr auffällig gekleidet, mit meinem quietsch rosa Pulli, der ist echt gemütlich.
Wenn ich mich dann so in der Masse bewege, fällt mir wirklich die Unauffälligkeit der Meisten auf.
Die graue Masse.
Sozusagen die Auffälligkeit der Unauffälligkeit.
Da empand ich mich als kleinen Farbtupfer.
Heute gingen 2 Frauen an mir vorbei, als ich gerade mit dem Telefon beschäftigt war und eine sagte, "jetzt wird's hier aber wild".
Ich merkte, daß ich gemeint war, drehte mich um und lächelte die Frau an. Sie lächelte zurück, schön.
Am Ende des schönen Einkaufstages hatte ich noch ein sehr nettes Gespräch mit einer Verkäuferin.
Dort habe ich mir für meine kommenden Ausflüge einen großen roten Koffer gekauft, schon wieder so auffällig.
Mir hat er sofort gefallen.
müde vom Tage
Eure Violetta
Ich war ja heute einmal wieder in der Stadt Gera unterwegs, diesmal wegen meiner neuen Perücke und dann zum shoppen.
Leider ganz Allein.
Aber Spaß gemacht hat es mir trotzdem.
Vor allem, in den ganzen Läden herumzuschlendern und dann manchen Leuten ihre Reaktionen zu beobachten, ist schon wirklich sehr interessant.
Diesmal gab's auch keine unschönen Vorfälle.
Immer nur Blicke, diese Blicke.
Aber meistens schaue ich auch zurück und beobachte die Reaktion.
Mal ein verstörter Blick, mal ein Lächeln, ist schon oft sehr unterschiedlich, aber immer interessant.
Obwohl es mir mit der neuen Perücke so vorkam, als ob weniger schauen, als vorher.
Ja, ich war auch wieder sehr auffällig gekleidet, mit meinem quietsch rosa Pulli, der ist echt gemütlich.
Wenn ich mich dann so in der Masse bewege, fällt mir wirklich die Unauffälligkeit der Meisten auf.
Die graue Masse.
Sozusagen die Auffälligkeit der Unauffälligkeit.
Da empand ich mich als kleinen Farbtupfer.
Heute gingen 2 Frauen an mir vorbei, als ich gerade mit dem Telefon beschäftigt war und eine sagte, "jetzt wird's hier aber wild".
Ich merkte, daß ich gemeint war, drehte mich um und lächelte die Frau an. Sie lächelte zurück, schön.
Am Ende des schönen Einkaufstages hatte ich noch ein sehr nettes Gespräch mit einer Verkäuferin.
Dort habe ich mir für meine kommenden Ausflüge einen großen roten Koffer gekauft, schon wieder so auffällig.
Mir hat er sofort gefallen.
müde vom Tage
Eure Violetta
🌺 Das Glück 🍀 wohnt wieder in meinem Herzen 💜🙏
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Malvine
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Re: Umgang mit negativen Erlebnissen in der Öffentlichkeit
Hallo Violetta,Violetta CD hat geschrieben: So 26. Jan 2025, 00:13 ...und lächelte die Frau an. Sie lächelte zurück, schön...
damit hast du das Werkzeug schlecht hin eingesetzt. Schenke den Menschen, die dir begegnen ein Lächeln und die meisten werden dir ein Lächeln zurück geben. Damit kann man auch DIESEN BLICKEN entgegnen, den diese Personen fühlen sich dann meistens ertappt und wenden den Blick ab, was so gefühlt einem Sieg nach Punkten gleich kommt...
LG
Malvine
Nicht das schwarze Schaf ist anders, die Weißen sind alle gleich