Outing vor den Kindern - # 3
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Daniela79
Re: Outing vor den Kindern
Hallo muc.muc
ich kann deine Einstellung auch ganz gut verstehen. Habe selbst mit meiner Freundin ziemlich lange über das Thema diskutiert. Sicher braucht ein Kind jemanden zum reden, das ist klar. Zur Zeit bin ich bei meinem Sohn noch der Ansprechpartner, was hoffentlich auch nicht so schnell endet. In dem Alter erzählt er mir ja noch alles. Falls er mal mit jmd. anderem reden möchte, so kann er es in meinem Fall z.B. mit der Patentante und oder Patenonkel tun. Meine Eltern wissen nebenbei gesagt auch nicht Bescheid, sollte er dennoch dort mal was sagen so ist es halt auch eine Art Outing, womit ich leben muss. Das meine Eltern nichts wissen ist aber wohl eher dem Verhältnis zwischen mir und meinen Eltern (welches nicht umbedingt schlecht ist, eher etwas verschlossen) geschuldet.
Zu der Frage ob man(n) sich nur outet um "freie Bahn" zu haben kann ich nur sagen, das Kinder es früher oder später eh mitbekommen und ist man dann nicht viel mehr in Erklärungsnot? Kinder sind nunmal neugierig und spätestens wenn sie z.B. eine Perücke oder so finden stellen sie sich Fragen. Da sie dies ja aber eher zufällig (oder gar unerlaubt) gefunden haben sind die Eltern wohl die letzten Ansprechpartner. Was ist da wohl besser?
Zum Thema "freie Bahn", da ist bestimmt auch was dran, das finde ich aber auch nicht wirklich schlimm. Klar könnt ich zur Zeit noch die Aktivitäten komplett in die Abendstunden verlegen, aber wie du schon sagst was ist mit 12 Jahren oder 14 J.? Dann hieße das praktisch komplett zu verzichten. Das habe ich schon versucht, das geht auf Dauer nicht gut. Klar jetzt könnte man wieder sagen das Kind geht aber vor und so ist es ja auch, aber sich dabei komplett vergessen geht auch nicht. Und mit einem unglücklichen Vater ist das Kind auch nicht glücklich. Das hört sich gerade so an als nutze ich jede freie Minute zu Hause, das tue ich aber nicht. Höchstens 1-2x im Monat, in der Regel eher seltener (habe aus anderen Gründen nicht so häufig die Möglichkeit).
Ich schreibe nur wie ich das sehe und will dich nicht überzeugen oder so, letztendlich ist es eh eure Entscheidung und die mus wie CPG bereits sagte ganz individuell getroffen werden.
LG Daniela
ich kann deine Einstellung auch ganz gut verstehen. Habe selbst mit meiner Freundin ziemlich lange über das Thema diskutiert. Sicher braucht ein Kind jemanden zum reden, das ist klar. Zur Zeit bin ich bei meinem Sohn noch der Ansprechpartner, was hoffentlich auch nicht so schnell endet. In dem Alter erzählt er mir ja noch alles. Falls er mal mit jmd. anderem reden möchte, so kann er es in meinem Fall z.B. mit der Patentante und oder Patenonkel tun. Meine Eltern wissen nebenbei gesagt auch nicht Bescheid, sollte er dennoch dort mal was sagen so ist es halt auch eine Art Outing, womit ich leben muss. Das meine Eltern nichts wissen ist aber wohl eher dem Verhältnis zwischen mir und meinen Eltern (welches nicht umbedingt schlecht ist, eher etwas verschlossen) geschuldet.
Zu der Frage ob man(n) sich nur outet um "freie Bahn" zu haben kann ich nur sagen, das Kinder es früher oder später eh mitbekommen und ist man dann nicht viel mehr in Erklärungsnot? Kinder sind nunmal neugierig und spätestens wenn sie z.B. eine Perücke oder so finden stellen sie sich Fragen. Da sie dies ja aber eher zufällig (oder gar unerlaubt) gefunden haben sind die Eltern wohl die letzten Ansprechpartner. Was ist da wohl besser?
Zum Thema "freie Bahn", da ist bestimmt auch was dran, das finde ich aber auch nicht wirklich schlimm. Klar könnt ich zur Zeit noch die Aktivitäten komplett in die Abendstunden verlegen, aber wie du schon sagst was ist mit 12 Jahren oder 14 J.? Dann hieße das praktisch komplett zu verzichten. Das habe ich schon versucht, das geht auf Dauer nicht gut. Klar jetzt könnte man wieder sagen das Kind geht aber vor und so ist es ja auch, aber sich dabei komplett vergessen geht auch nicht. Und mit einem unglücklichen Vater ist das Kind auch nicht glücklich. Das hört sich gerade so an als nutze ich jede freie Minute zu Hause, das tue ich aber nicht. Höchstens 1-2x im Monat, in der Regel eher seltener (habe aus anderen Gründen nicht so häufig die Möglichkeit).
Ich schreibe nur wie ich das sehe und will dich nicht überzeugen oder so, letztendlich ist es eh eure Entscheidung und die mus wie CPG bereits sagte ganz individuell getroffen werden.
LG Daniela
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Bianca D.
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Re: Outing vor den Kindern
Moin,muc.muc hat geschrieben:Kann ich meinem Kind etwas anvertrauen, das ich meinen Eltern nicht zu erzählen wage? Ist das erwachsen?
Ich denke schon, daß ihr es eurem Sohn erzählen solltet.Kinder sind in der Hinsicht recht einfach gestrickt und machen sich weniger Gedanken,als man denkt.Aus Erfahrung mit der damals
10-jährigen Tochter meines besten Freundes,die den Beginn meiner Transition von Anfang an erlebt hat,kann ich nur sagen,daß das völlig problemlos abgelaufen ist.Klar,es kommen Fragen,
warum und wieso,aber die haben mein Freund und ich in Gesprächen klären können.Heute bin ich sowas wie die große Schwester.Ebenso problemlos ging es bei meinem eigenen Kind,dem ich
mit 13 Jahren alles erzählt habe.Und dabei zählte nicht der Eindruck von dir mit der freien Bahn.Die habe ich sowieso,da mein Sohn ja nur in den Ferien da ist.Mir ging es darum,daß wir zwei
unbedingtes Vertrauen zueinander haben können und auch er mit seinen Sorgen und Problemen zu mir kommen kann.Letztlich hat sich auch daß ausgezahlt,er akzeptiert mich so,wie ich bin
und für ihn bin und bleibe ich der Papa.
LG Bianca
Ick wees nüscht,kann nüscht,hab aba jede Menge Potenzial
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Anne-Mette
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Re: Outing vor den Kindern
Moin,
ohne erneut eine Schubladen-Diskussion anzuzetteln: Es kommt natürlich darauf an, "was man ist und welche Bedürfnisse man hat".
Wenn ich lediglich das Bedürfnis hätte, mich gelegentlich/selten mal "als Frau" zu geben, mich anzuziehen und zu schminken, dann würde ich es den Kindern u.U. vielleicht nicht gesagt haben.
Bei mir ist es allerdings anders. Ich fühle mich zwar nicht als "graue Maus", aber doch "zwischen schwarz und weiß".
So bin ich dann auch heute - gleich bei unserem Einkauf und später bei meiner Mutter so gekleidet, wie ich es möchte. Die Kinder haben selbst etwas vor; aber selbst wenn wir sie besuchen sollten (die auswärtigen) oder unser Großer Besuch mitbringen sollte, dann ist es selbstverständlich, dass ich so bin wie ich bin.
Es ist auch nie der Wunsch an mich herangetragen worden: "heute kommt .... - könntest Du bitte....".
Alles, was über ein "gelegentlich/selten" hinausgeht, ist sehr "gefährlich".
Selbst wenn man Tagesfreizeit hat, weil man z.B. Schichtarbeit verrichtet, dann hat man auch nicht unbedingt seine Ruhe. Kinder kommen immer mal ganz unverhofft früher aus der Schule, weil wieder mal Unterricht ausgefallen ist - oder sie wegen Krankheit nach Hause geschickt werden.
Gruß
CPG
ohne erneut eine Schubladen-Diskussion anzuzetteln: Es kommt natürlich darauf an, "was man ist und welche Bedürfnisse man hat".
Wenn ich lediglich das Bedürfnis hätte, mich gelegentlich/selten mal "als Frau" zu geben, mich anzuziehen und zu schminken, dann würde ich es den Kindern u.U. vielleicht nicht gesagt haben.
Bei mir ist es allerdings anders. Ich fühle mich zwar nicht als "graue Maus", aber doch "zwischen schwarz und weiß".
So bin ich dann auch heute - gleich bei unserem Einkauf und später bei meiner Mutter so gekleidet, wie ich es möchte. Die Kinder haben selbst etwas vor; aber selbst wenn wir sie besuchen sollten (die auswärtigen) oder unser Großer Besuch mitbringen sollte, dann ist es selbstverständlich, dass ich so bin wie ich bin.
Es ist auch nie der Wunsch an mich herangetragen worden: "heute kommt .... - könntest Du bitte....".
Alles, was über ein "gelegentlich/selten" hinausgeht, ist sehr "gefährlich".
Selbst wenn man Tagesfreizeit hat, weil man z.B. Schichtarbeit verrichtet, dann hat man auch nicht unbedingt seine Ruhe. Kinder kommen immer mal ganz unverhofft früher aus der Schule, weil wieder mal Unterricht ausgefallen ist - oder sie wegen Krankheit nach Hause geschickt werden.
Gruß
CPG
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Regina
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Re: Outing vor den Kindern
Hallo Muc Muc,
deine Frage:
Sicher spielt die "freie Bahn" bei jedem Outing eine wesentliche Rolle. So hat es irgendwann jeder von uns satt sich verstecken zu müssen. Man möchte endlich frei sein und sich frei bewegen können. Das sind sicher egoistische Beweggründe.
Ich habe es meine Kindern vergleichsweise spät erzählt. Die kleine war 17 die große 21 Jahre alt. Beide frugen mich: warum hast Du das nicht früher erzählt? Das ist doch nichts schlimmes.
Für mich gab es natürlich immer gute Gründe warum es jetzt nicht geht:
- Sie sind noch zu klein
- Jetzt in der Pubertät habe sie genug mit sich selbst zu tun
- Sie haben gerade selbst soviel Probleme, da will ich nicht auch noch mit meinem Sch... kommen.
usw.
Heute denke ich, ich hätte es ihnen viel früher sagen können. Das heißt ja auch den eigenen Kindern Vertrauen entgegen zu bringen. Sie erst zu nhemen und sie teilhaben zu lassen. Ich habe zwischenzeitlich auch andere Kinder von Crossdressern kennen gelernt. Kaum einer hat Probleme mit der Leidenschaft des Vaters.
Sicher, genau wissen kann man es nie. Aber seine eigenen Kinder sollte man doch einschätzen können.
Liebe Grüße,
Regina
deine Frage:
kann ich sehr gut verstehen.muc.muc hat geschrieben: ... geht es wirklich um das Outing vor den KINDERN oder um Eure "freie Bahn"?
Sicher spielt die "freie Bahn" bei jedem Outing eine wesentliche Rolle. So hat es irgendwann jeder von uns satt sich verstecken zu müssen. Man möchte endlich frei sein und sich frei bewegen können. Das sind sicher egoistische Beweggründe.
Ich habe es meine Kindern vergleichsweise spät erzählt. Die kleine war 17 die große 21 Jahre alt. Beide frugen mich: warum hast Du das nicht früher erzählt? Das ist doch nichts schlimmes.
Für mich gab es natürlich immer gute Gründe warum es jetzt nicht geht:
- Sie sind noch zu klein
- Jetzt in der Pubertät habe sie genug mit sich selbst zu tun
- Sie haben gerade selbst soviel Probleme, da will ich nicht auch noch mit meinem Sch... kommen.
usw.
Heute denke ich, ich hätte es ihnen viel früher sagen können. Das heißt ja auch den eigenen Kindern Vertrauen entgegen zu bringen. Sie erst zu nhemen und sie teilhaben zu lassen. Ich habe zwischenzeitlich auch andere Kinder von Crossdressern kennen gelernt. Kaum einer hat Probleme mit der Leidenschaft des Vaters.
Sicher, genau wissen kann man es nie. Aber seine eigenen Kinder sollte man doch einschätzen können.
Liebe Grüße,
Regina
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Anne-Mette
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Re: Outing vor den Kindern
Moin,
... und Kinder sind ebenso unterschiedlich wie Erwachsene. Einige kommen mit Patchwork-Familien, mit zwei Müttern oder zwei Vätern oder einem Vater "der anders ist" wesentlich besser zurecht als andere.
Es kommt natürlich auch auf das Gesprächsklima in der Familien an und was an Offenheit gefragt - oder überhaupt möglich ist.
Für uns ist es relativ normal, so wie wir sind - für weite Teile sind "wir" nocht nicht selbstverständlich.
Selbst wenn unsere Kinder uns verstehen, müssen sie doch eine gewisse Stärke haben, wenn sie deswegen in der Schule angesprochen - oder sogar gemobbt werden. Kinder können grausam sein!
Gruß
CPG
Wie sehr man sich in die Pflicht nehmen lässt, muss jeder selbst enscheiden.Meine Frage: Warum ist es immer noch Dikussionspflichtig,
... und Kinder sind ebenso unterschiedlich wie Erwachsene. Einige kommen mit Patchwork-Familien, mit zwei Müttern oder zwei Vätern oder einem Vater "der anders ist" wesentlich besser zurecht als andere.
Es kommt natürlich auch auf das Gesprächsklima in der Familien an und was an Offenheit gefragt - oder überhaupt möglich ist.
Für uns ist es relativ normal, so wie wir sind - für weite Teile sind "wir" nocht nicht selbstverständlich.
Selbst wenn unsere Kinder uns verstehen, müssen sie doch eine gewisse Stärke haben, wenn sie deswegen in der Schule angesprochen - oder sogar gemobbt werden. Kinder können grausam sein!
Gruß
CPG
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Sieglinde
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Re: Outing vor den Kindern
Halo,
meine Kinder sind ,6 Jahre, w, und 8 Jahre,m.
Ich halte, nicht nur meine, Kinder für " sehr helle " und ich vermute das sie schon stark den Verdacht haben das der Papa öfters mal ungwöhnlich oder außerordentlich gekleidet ist.
Mein Töchterchen scheint etwas toleranter zu sein, muss sich ja auch nicht wie der Sohn mit seinem Alten identifizieren.
Habe mir aber fest vorgenommen mit meinen Kindern in den nächsten Tagen über meinen Neigungen zu sprechen.
Die Extravaganzen zu verstecken und dann doch irgendwie geoutet zu werden erscheint nicht gerade vorbildlich.
Man wünscht den Kindern ja auch ein starkes Selbstbewusstsein uind ein ,späteres, Ausleben ihrer Neigungen, ob hetero, schwul oder lesbisch.
meine Kinder sind ,6 Jahre, w, und 8 Jahre,m.
Ich halte, nicht nur meine, Kinder für " sehr helle " und ich vermute das sie schon stark den Verdacht haben das der Papa öfters mal ungwöhnlich oder außerordentlich gekleidet ist.
Mein Töchterchen scheint etwas toleranter zu sein, muss sich ja auch nicht wie der Sohn mit seinem Alten identifizieren.
Habe mir aber fest vorgenommen mit meinen Kindern in den nächsten Tagen über meinen Neigungen zu sprechen.
Die Extravaganzen zu verstecken und dann doch irgendwie geoutet zu werden erscheint nicht gerade vorbildlich.
Man wünscht den Kindern ja auch ein starkes Selbstbewusstsein uind ein ,späteres, Ausleben ihrer Neigungen, ob hetero, schwul oder lesbisch.
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Sieglinde
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Re: Outing vor den Kindern
Habe mich meinem Sohn im Gespräch offenbart. Er kannte Cher schon von Photos.
Meine Frau hat noch etwas Bedenken, ist aber auf dem besten Weg.
Volle Takelage kennen die Kids mich nur von Karneval oder Travestie.
Aber ich verstecke mich im Nachthemd nicht mehr, lackierte Fußnägel gibt es sowieso
und der Rest kommt auch noch bald.
Meine Frau hat noch etwas Bedenken, ist aber auf dem besten Weg.
Volle Takelage kennen die Kids mich nur von Karneval oder Travestie.
Aber ich verstecke mich im Nachthemd nicht mehr, lackierte Fußnägel gibt es sowieso
und der Rest kommt auch noch bald.
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andrea79
Re: Outing vor den Kindern
Hi,
Ich habe 3 Kinder aber ich weiß, dass diese es nicht so einfach verstehen würden. Der kleinste würde damit gross werden aber die anderen beiden hätten wohl ein Problem damit.
Somit werde ich mich erstmal zurückhalten und abwarten, bis die Kinder gross genug sind, um mit so einer Situation klar zu kommen.
LG Andrea
Ich habe 3 Kinder aber ich weiß, dass diese es nicht so einfach verstehen würden. Der kleinste würde damit gross werden aber die anderen beiden hätten wohl ein Problem damit.
Somit werde ich mich erstmal zurückhalten und abwarten, bis die Kinder gross genug sind, um mit so einer Situation klar zu kommen.
LG Andrea
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Sieglinde
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Re: Outing vor den Kindern
In der Pubertät, oder kurz vorher ist es bestimmt, und ganz besonders für Jungs,
eine besondere Belastung mit einem Crossdressendem Vater konfrontiert zu werden.
Es aber von klein auf zu wissen ist dann selbstverständlicher.
Meine Horrorvorstellung wäre eher ein pubertierendes Kind das die heimlichen Neigungen bei seinem Vater plötzlich entdeckt und verstört wird.
eine besondere Belastung mit einem Crossdressendem Vater konfrontiert zu werden.
Es aber von klein auf zu wissen ist dann selbstverständlicher.
Meine Horrorvorstellung wäre eher ein pubertierendes Kind das die heimlichen Neigungen bei seinem Vater plötzlich entdeckt und verstört wird.
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Dana
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Re: Outing vor den Kindern
Moin Moin Muc.Muc
Eine Interessante Frage über die auch schon einmal nachgedacht habe.
Tja, wie hätte ich reagiert wenn sich mein Vater mir gegenüber als CD geoutet hätte? Es ist natürlich nicht leicht die Frage zu beantworten, also bleib ich mal bei Vemutungen.
Ich wurde ziemlich frei erzogen und es gab bei uns Zuhause eigentlich keine Tabuthemen. Es wurde über alle gesprochen und vor allem viel mehr als es Heute in den meisten Familien üblich ist. ich hatte ein sehr gutes Vertrauensverhältnis zu meinen Eltern. Ich glaube das meine Eltern mir die Gründe für so ein Verhalten sehr gut hätten erklären können. Der Schock darüber die Vaterfigur zu verlieren wäre wohl dennoch nicht ausgeblieben. Aber ich glaube das ich das ebenso verkraftet und verarbeitet hätte wie andere schwierige Situationen in meinem Leben wie z.B. Todesfälle in der Familie oder meine Krebserkrankung. Wie gesagt ich kann es aber nur vermuten.
Für Mich ist die Familie das Zentrum meines Lebens, sie gibt mir Halt und Kraft in allen Situationen. So hab ich es gelernt und so hab ich es weitergegeben an meine Kinder. Vielleicht hatte ich es genau darum so leicht mich meiner Familie anzuvertrauen.
Eine Interessante Frage über die auch schon einmal nachgedacht habe.
Tja, wie hätte ich reagiert wenn sich mein Vater mir gegenüber als CD geoutet hätte? Es ist natürlich nicht leicht die Frage zu beantworten, also bleib ich mal bei Vemutungen.
Ich wurde ziemlich frei erzogen und es gab bei uns Zuhause eigentlich keine Tabuthemen. Es wurde über alle gesprochen und vor allem viel mehr als es Heute in den meisten Familien üblich ist. ich hatte ein sehr gutes Vertrauensverhältnis zu meinen Eltern. Ich glaube das meine Eltern mir die Gründe für so ein Verhalten sehr gut hätten erklären können. Der Schock darüber die Vaterfigur zu verlieren wäre wohl dennoch nicht ausgeblieben. Aber ich glaube das ich das ebenso verkraftet und verarbeitet hätte wie andere schwierige Situationen in meinem Leben wie z.B. Todesfälle in der Familie oder meine Krebserkrankung. Wie gesagt ich kann es aber nur vermuten.
Für Mich ist die Familie das Zentrum meines Lebens, sie gibt mir Halt und Kraft in allen Situationen. So hab ich es gelernt und so hab ich es weitergegeben an meine Kinder. Vielleicht hatte ich es genau darum so leicht mich meiner Familie anzuvertrauen.
--- Ich bin nur verantwortlich für das was ich schreibe, nicht für das was Andere verstehen! ---
Liebe Grüße
Dana
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Jamie
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Re: Outing vor den Kindern
So, da bin ich wieder. "Alles" ausgestanden, d.h. das Thema ist durch.
Meine Grosse hat es, zwar etwas schmunzelnd, zur Kenntnis genommen und akzeptiert.
Hat mich auch schon`n paar mal in Damenunterwäsche gesehen und gar nicht dumm getan.
Für den Jungen ist es nach wie vor schwul und "bäh", aber er sagt nix. Gut.
Nun zum eigentlichen Thema. Meine Frau und ich trennen uns (ich ziehe in ne eigene
Whg.) in Kürze und ich will das Frausein dann endlich "richtig ausleben".
Ich würde gern in der Endkonsequenz richtige Brüste und auch die anderen Rundungen
einer Frau haben wollen. Aber KEINE Geschlechtsumwandlung chirurgischer Art.
Da geht ja bekannterweise nur mit Hormonen etwas. Wie ist da der Werdegang?
Kann ich zu meiner Ärztin gehen und das als Wunsch äußern und dann geht`s
weiter? Und wie würde es weiter gehen? Zahlt da die Kasse und was?
Ich danke euch von ganzem Herzen für konstruktive Ratschläge, eure
eigenen Erfahrungen, etc.
Meine Grosse hat es, zwar etwas schmunzelnd, zur Kenntnis genommen und akzeptiert.
Hat mich auch schon`n paar mal in Damenunterwäsche gesehen und gar nicht dumm getan.
Für den Jungen ist es nach wie vor schwul und "bäh", aber er sagt nix. Gut.
Nun zum eigentlichen Thema. Meine Frau und ich trennen uns (ich ziehe in ne eigene
Whg.) in Kürze und ich will das Frausein dann endlich "richtig ausleben".
Ich würde gern in der Endkonsequenz richtige Brüste und auch die anderen Rundungen
einer Frau haben wollen. Aber KEINE Geschlechtsumwandlung chirurgischer Art.
Da geht ja bekannterweise nur mit Hormonen etwas. Wie ist da der Werdegang?
Kann ich zu meiner Ärztin gehen und das als Wunsch äußern und dann geht`s
weiter? Und wie würde es weiter gehen? Zahlt da die Kasse und was?
Ich danke euch von ganzem Herzen für konstruktive Ratschläge, eure
eigenen Erfahrungen, etc.
Liebe Grüße - Jamie
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Bianca D.
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Re: Outing vor den Kindern
Moin,
Auf legalem Weg geht es nur über einen Psychologen,der dir TS attestiert.Mit diesem Attest/Befund zum Endokrinologen,der dir dann die entsprechenden Hormone verschreibt.Du bekommst zum
einen Testosteronblocker (damit ist es mit körperlicher Liebe nach ein paar Woche vorbei) und zum anderen Östrogene,die dir die weiblichen Rundungen verschaffen.Diesen Weg muß jede/r TS
gehen.Und denke daran,auch dieser Schritt mit seine Folgen für Körper und Geist birgt gesundheitliche Risiken und ist irgendwann nicht mehr rückgängig zu machen.
Zu den Kosten: Da TS eine anerkannte Krankheit nach dem ICD 10 ist,bezahlt die Kasse auch die Kosten für Psychotherapie und Medikamente.
Gruß Bianca
Auf legalem Weg geht es nur über einen Psychologen,der dir TS attestiert.Mit diesem Attest/Befund zum Endokrinologen,der dir dann die entsprechenden Hormone verschreibt.Du bekommst zum
einen Testosteronblocker (damit ist es mit körperlicher Liebe nach ein paar Woche vorbei) und zum anderen Östrogene,die dir die weiblichen Rundungen verschaffen.Diesen Weg muß jede/r TS
gehen.Und denke daran,auch dieser Schritt mit seine Folgen für Körper und Geist birgt gesundheitliche Risiken und ist irgendwann nicht mehr rückgängig zu machen.
Das eine hat mit dem anderen nichts zu tun!Du mußt dich ja nicht operieren lassen,es gibt genug Transfrauen oder auch Transmänner,die keine geschlechtsangleichende OP haben.Aber KEINE Geschlechtsumwandlung chirurgischer Art.Da geht ja bekannterweise nur mit Hormonen etwas.
Zu den Kosten: Da TS eine anerkannte Krankheit nach dem ICD 10 ist,bezahlt die Kasse auch die Kosten für Psychotherapie und Medikamente.
Gruß Bianca
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Jamie
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Re: Outing vor den Kindern
Danke Bianca,
und wie lange dauert die Behandlung in etwa? Hat jemand echte Erfahrungen?
Versucht der Psychologe evtl. einem das auszureden oder als Unsinn
einzustufen? Bin ich dann zum "Schluss" rechtlich eine Frau?
So standesamtlich, meine ich.
und wie lange dauert die Behandlung in etwa? Hat jemand echte Erfahrungen?
Versucht der Psychologe evtl. einem das auszureden oder als Unsinn
einzustufen? Bin ich dann zum "Schluss" rechtlich eine Frau?
So standesamtlich, meine ich.
Liebe Grüße - Jamie
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Re: Outing vor den Kindern
bitte bleibt bei dem thema dieses fadens und eröffnet bei bedarf einen neuen.
danke und lg
conny
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Vanessa_T
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Re: Outing vor den Kindern
Ich erlaube mir, den Faden mal wieder aufzunehmen.
Wie immer gibt es auch hier ganz gewiß keine Standardlösung und wie immer muß jede/r für sich entscheiden, was das Beste ist. Nur sollte man/frau m.E. auch wirklich kritisch in sich gehen und möglichst objektiv beurteilen, um wen es bei dem Outing tatsächlich geht und für wen es wichtig ist. Meistens, denke ich, sind das doch nicht die Kinder sondern der/die Betreffende selbst. Wenn man/frau sich das eingesteht und wenn es dann trotzdem unumgänglich erscheint - OK (Am schlimmsten ist sicherlich das Schockerlebnis eines völlig unvorbereiteten Auffliegens gegenüber Sohn oder Tochter). Wenn es nicht unumgänglich ist, dann glaube ich ganz ehrlich, daß Kinder ohne Outing besser fahren. Meine Frau und ich jedenfalls haben uns entschlossen, den Nachwuchs (1 Tochter, 5 Jahre) außen vor zu halten. Vielleicht sieht das in 3 oder 4 Jahren wieder anders aus, aber jetzt bleibt es erst einmal so.
LG, Vanessa.
Wie immer gibt es auch hier ganz gewiß keine Standardlösung und wie immer muß jede/r für sich entscheiden, was das Beste ist. Nur sollte man/frau m.E. auch wirklich kritisch in sich gehen und möglichst objektiv beurteilen, um wen es bei dem Outing tatsächlich geht und für wen es wichtig ist. Meistens, denke ich, sind das doch nicht die Kinder sondern der/die Betreffende selbst. Wenn man/frau sich das eingesteht und wenn es dann trotzdem unumgänglich erscheint - OK (Am schlimmsten ist sicherlich das Schockerlebnis eines völlig unvorbereiteten Auffliegens gegenüber Sohn oder Tochter). Wenn es nicht unumgänglich ist, dann glaube ich ganz ehrlich, daß Kinder ohne Outing besser fahren. Meine Frau und ich jedenfalls haben uns entschlossen, den Nachwuchs (1 Tochter, 5 Jahre) außen vor zu halten. Vielleicht sieht das in 3 oder 4 Jahren wieder anders aus, aber jetzt bleibt es erst einmal so.
LG, Vanessa.
"An den Scheidewegen des Lebens stehen keine Wegweiser".
Charlie Chaplin
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