Transgender-Frauen von den meisten LTA-Turnieren für Frauen ausgeschlossen | tennisaktuell
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Anne-Mette
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Transgender-Frauen von den meisten LTA-Turnieren für Frauen ausgeschlossen | tennisaktuell

Post 1 im Thema

Beitrag von Anne-Mette »

Die Lawn Tennis Association (LTA) hat die Teilnahme von Transgender-Frauen in der Frauenkategorie bei den meisten Turnieren in Großbritannien verboten.



https://tennisaktuell.de/wta/transgende ... eschlossen
sbsr
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Re: Transgender-Frauen von den meisten LTA-Turnieren für Frauen ausgeschlossen | tennisaktuell

Post 2 im Thema

Beitrag von sbsr »

Möge es Schelte hageln, ich finde das richtig. Hormonspiegel hin oder her, es gibt körperliche Unterschiede, deren Auswirkung auf die jeweilige Sportart niemand wirklich fundiert bewerten kann.

Sport, insbesondere Profi-Sport, ist für mich deshalb ein Bereich, in dem wir damit leben müssen, aufgrund unserer (sry für den Ausdruck) "Behinderung" "angeborenen körperlichen Abweichung" nicht überall mitspielen zu dürfen. Menschen mit Beinprothese sind in der Leichtathletik ebenso von regulären Wettkämpfen ausgeschlossen. Ja, ich finde das vergleichbar.

Immerhin wäre die Möglichkeit, als Trans*frau bei den Männern anzutreten.

Edit: mir ist vorhin kein besserer Begriff eingefallen, nun geändert in angeborene körperliche Abweichung.
Zuletzt geändert von sbsr am Mo 16. Dez 2024, 15:13, insgesamt 1-mal geändert.
LG, Svenja

Erinnerungen sind das einzige Paradies, aus dem wir nicht vertrieben werden können.
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Re: Transgender-Frauen von den meisten LTA-Turnieren für Frauen ausgeschlossen | tennisaktuell

Post 3 im Thema

Beitrag von Lavendellöwin »

Hmm...

naja ich kommentiere das jetzt nicht Svenja, wenn du dich als "behindert" wahr nimmst, ist das schon Strafe genug.

Grade im Tennis gibt es ein Beispiel aus den 1970ern, nämlich Renee Richards und so gross war ihr Erfolg nun wirklich nicht.

https://de.wikipedia.org/wiki/Ren%C3%A9 ... res%201977.

Habt es gut, Marie (flo)
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Re: Transgender-Frauen von den meisten LTA-Turnieren für Frauen ausgeschlossen | tennisaktuell

Post 4 im Thema

Beitrag von Jaddy »

Die Meinung "unfairer Vorteil" mag eins haben, faktisch stimmen tut sie nicht. Mindestens nicht pauschal, mindestens nicht seriös nachweisbar (ja, es gab da Studien zu).

Und generell ist der nachweisbare Vorteil ein anderer, als körperlich.

Zum immer noch gültigen Stand der Erkenntnisse: https://cces.ca/transgender-women-athle ... fic-review (Komplette Studie, Executive Summary und Empfehlungen für Verbände)
Key Biomedical Findings
  • Biological data are severely limited, and often methodologically flawed.
  • There is limited evidence regarding the impact of testosterone suppression (through, for example, gender-affirming hormone therapy or surgical gonad removal) on transgender women athletes"™ performance.
  • Available evidence indicates trans women who have undergone testosterone suppression have no clear biological advantages over cis women in elite sport.
Key Sociocultural Findings
  • Biomedical studies are overvalued in sports policies in comparison to social sciences studies.
  • Policies that impact trans women"™s participation in elite sport are the continuation of a long history of exclusion of women from competitive sport — an exclusion that resulted in the introduction of a "˜women"™s"™ category of sport in the first place.
  • Many trans "inclusion" sport policies use arbitrary bounds that are not evidence based.
  • Cissexism, transphobia, transmisogyny and overlapping systems of oppression need to be recognized and addressed for trans women to participate in elite sport.
Auf deutsch zusammengefasst:
  1. Die Studien zu körperlichen Vorteilen sind häufig methodisch mangelhaft. Was seriös verfügbar ist deutet darauf hin, dass trans Frauen bei [längerer] Testosteron-Absenkung keine klaren körperlichen Vorteile gegenüber cis Frauen haben.
  2. Biomechanische Studien werden in der Sportpolitik überbewertet gegenüber soziokulturellen. Viele Regeln bzgl trans Frauen sind willkürlich und nicht wissenschaftlich basiert.
Conclusion [aus dem Executive Summary (PDF)]
There is no firm basis available in evidence to indicate that trans women have a consistent and measurable overall performance benefit after 12 months of testosterone suppression. While an advantage in terms of Lean Body Mass (LBM), Cross Section Area (CSA) and strength may persist statistically after 12 months, there is no evidence that this translates to any performance advantage as compared to elite cis-women athletes of similar size and height. This is contrasted with other changes, such as hemoglobin (HG), which normalize within the cis women range within four months of starting testosterone suppression. For pre-suppression trans women it is currently unknown when during the first 12 months of suppression that any advantage may persist. The duration of any such advantage is likely highly dependent on the individual's pre-suppression LBM which, in turn varies, greatly and is highly impacted by societal factors and individual circumstance
Übersetzt: "Es gibt keine stichhaltigen Beweise dafür, dass trans Frauen nach 12 Monaten Testosteronunterdrückung einen konsistenten und messbaren Leistungsvorteil haben. Obwohl ein Vorteil in Bezug auf Lean Body Mass (LBM), Cross Section Area (CSA) und Kraft statistisch nach 12 Monaten bestehen bleiben kann, gibt es keine Beweise dafür, dass dies zu einem Leistungsvorteil gegenüber cis-weiblichen Spitzensportlerinnen ähnlicher Größe und Körpergröße führt. Dies steht im Gegensatz zu anderen Veränderungen wie Hämoglobin (HG), die sich innerhalb von vier Monaten nach Beginn der Testosteronunterdrückung im Bereich der Cis-Frauen normalisieren. Bei Transfrauen vor der Absenkung ist derzeit nicht bekannt, wann während der ersten 12 Monate der Unterdrückung ein Vorteil bestehen bleiben könnte. Die Dauer eines solchen Vorteils hängt wahrscheinlich stark von der LBM der Einzelnen vor der Absenkung ab, die wiederum stark variiert und stark von gesellschaftlichen Faktoren und individuellen Umständen beeinflusst wird."


Was aber auch dabei raus kam, der viel wichtigere andere Punkt, den ich oben erwähnte: "Frauensport" wird generell benachteiligt. Von Anfang an, in Geld, Zeit, Material, Fachkräften. D.h. der tatsächlich unfaire Vorteil von trans Frauen im Elitesport (darum geht's!) ist je nach Wechselalter, dass sie in frühen Jahren von der besseren Unterstützung für Jungs und Männer profitieren konnten.

Wie gesagt: Meinungen kann man haben. Bauchgefühle auch. Nur stimmen sie eben häufig faktisch nicht.
Alicia
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Re: Transgender-Frauen von den meisten LTA-Turnieren für Frauen ausgeschlossen | tennisaktuell

Post 5 im Thema

Beitrag von Alicia »

Naja, ich versuch's mal ohne wissenschaftliche Studien, eher aus dem Bauch heraus.
Es gibt Sportarten, da sind die Geschlechter nur schwer zu vergleichen, gerade wenn es um körperlichen Einsatz geht. Da wird es kaum eine trans Person schaffen, in der neuen Rolle mit den cis-Sportlern mitzuhalten oder ist entsprechend überlegen (siehe Boxdiskussion im Sommer). Hormone können gar nicht so viel Muskelwachstum (oder Schrumpfung) verursachen, wie es im Spitzensport nötig wäre.
Bei den Sportarten, in denen es eher um Geschicklichkeit und Hirnarbeit geht, finde ich es überhaupt sinnlos, nach Geschlechtern zu trennen. Darts gehört für mich eindeutig in die zweite Kategorie, ebenso wie Billard, Schach und alle anderen Brett- und Kartenspiele. Darts kann mit oder ohne Wampe, mit oder ohne Oberweite, hochgewachsen oder klein gut und auf höchstem Niveau gespielt werden. Hier geht es um eine ganz bestimmte Armbewegung, die von guten Spielern bis zur Besinnungslosigkeit trainiert wird. Und da kommt es nun wirklich nicht auf's Geschlecht an.

Sportliche Grüße, Alicia.
Eine Lebensweise zu erfinden ist nichts. Sie zu verinnerlichen, ein Anfang. Sie zu leben ist alles.
(Frei nach Otto Lilienthal)
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Re: Transgender-Frauen von den meisten LTA-Turnieren für Frauen ausgeschlossen | tennisaktuell

Post 6 im Thema

Beitrag von Susi T »

Jepp Jaddy,
Habt ihr mal in den Breitensport geschaut wie extrem dort Menschen benachteiligt werden?
Für Kinder gilt in der Regel das Alter um es in verschiedenen Gruppen starten zu lassen, für mich hieß das kein geförderter Sport wärend meiner Kindheit möglich. Ich war viel zu klein und schmächtig, keine leistungsfähige Muselatur im Vergleich zu Jungs in meinem Alter. Niemand hätte geglaubt das ich in der zugewiesenen Altersgruppe hingehöre, wenn er mich mit denen zusammen gesehen hätte, trotzdem gab es keine Alternative.
Ich bin erst mit 7 eingeschult worden, war kleiner und leichter als jedes Kind in meiner Klasse, den Mädchen eingeschlossen. Sollte aber beim Fußballtraining zu den Jungs aus der nächst höheren Klasse, warum? Weil's so ist in Deutschland, ohne Probleme hätte man mich wenigstens zum Training bei gleichgroßen mitmachen können, für Spiele hätte man mich eh nie ausgewählt(andere Sportarten soweit es gab, kaum besser). Mit Mädchen allgemein doch genauso, da gibt's kaum Möglichkeiten auf dem Land und fast alle Gelder fließen in der Sportförderung der Jungs. Mädchen ihrer Größe entsprechend mitspielen lassen? Fehlanzeige, könnte ja dazu führen daß sie dem Sohn es schwer machen zu gewinnen.
Das gibt es nur für besonders Talentierte und das auch oft mit Problemen.
Das dann das Trans Thema aufgemacht wird wundert mich nicht, genauso unsinnig wie die Benachrichtigung von Frauen allgemein, aber da sind wir nunmal stark.
Das beste Make-up einer Frau ist Glücklich sein
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Re: Transgender-Frauen von den meisten LTA-Turnieren für Frauen ausgeschlossen | tennisaktuell

Post 7 im Thema

Beitrag von Violetta Arden »

....und das finde ich richtig und fair gegenüber den CIS-Frauen. Mag es auch die ein oder andere "zierliche" Transfrau geben, die meisten haben aber körperlich einen nicht zu rechtfertigenden Vorteil. Überall kann man als Transfrau nicht alle Rechte einfordern....das gilt für mich für die meisten Leistungssportarten.
Violetta
Mein weibliches Ich ist ein Teil von mir und lässt sich nicht mehr unterdrücken. Ungenützte Zeit lässt sich nie mehr zurückholen.
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https://violettaarden9.blogspot.com/
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