Warum Norwegen ein neues Abtreibungsrecht bekommt | RND
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Anne-Mette
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Warum Norwegen ein neues Abtreibungsrecht bekommt | RND

Post 1 im Thema

Beitrag von Anne-Mette »

Schwangerschaftsabbruch bis zur 18. Woche

Es werden auch die gesetzlichen Regelungen in anderen Ländern mit ihren Fristen genannt.

https://www.rnd.de/gesundheit/norwegen- ... 6RRJU.html
Ulrike-Marisa
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Re: Warum Norwegen ein neues Abtreibungsrecht bekommt | RND

Post 2 im Thema

Beitrag von Ulrike-Marisa »

Moin,

die Frage für mich stellt sich mir immer wieder, warum wir in Deutschland scheinbar nicht von den Erfahrungen und Regelungen anderer Länder lernen können. Das scheint hier nahezu unmöglich zu sein, etwas zu regeln, was in anderen Ländern schon lange funktioniert oder sich bewährt hat. Überall gibt es immer wieder deutsche Sonderwege :(

Grüße, Ulrike-Marisa
Thea
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Re: Warum Norwegen ein neues Abtreibungsrecht bekommt | RND

Post 3 im Thema

Beitrag von Thea »

Hallo,

Ich denke speziell in diesem Fall hängt es immernoch mit dem traditionell geprägtem kirchlichen, hier besonders katholischen deutschen Weltbild zusammen. Schließlich hat die aktuell in Umfragen stärkste Partei das grosse C im Namen.
Ich muss allerdings sagen, dass auch ich mich als Atheist mit einem Abbruch bis zur 18 Woche schwer tue.
Es bleibt die alles entscheidende Frage, wann Leben anfängt.

LG
Thea
Jaddy
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Re: Warum Norwegen ein neues Abtreibungsrecht bekommt | RND

Post 4 im Thema

Beitrag von Jaddy »

Thea hat geschrieben: Do 12. Dez 2024, 10:35 Es bleibt die alles entscheidende Frage, wann Leben anfängt.
Das würde ich doch präzisieren wollen, weil es gerne so verkürzt wird, tw auch mit dem Zusatz "menschliches Leben", um bestimmte Assoziationen zu erwecken.

Präziser ist für mich zum Beispiel: "Ab welcher biologischen Entwicklung weisen wir einem in der Zukunft potenziell mal lebens- und empfindungsfähigen Zellsystem [mal ganz abstrakt, um alle emotionalen Reflexe raus zu nehmen] den besonderen rechtlichen Schutzstatus Mensch zu, weshalb wir den schwangeren Menschen zur Geburt verpflichten, und wie begründen wir genau diesen Zeitpunkt". Es gibt ganz verschiedene Setzungen und meiner Ansicht nach sind alle willkürlich, im Sinne von "nicht objektiv begründbar".

Ich finde auch wichtig, dass dies nicht die einzig relevante Frage ist. Die schwangere Person hat auch Rechte. Ihr Körper ist massiv belastet, das Gesundheitsrisiko hoch. Die Fragen, unter welchen Umständen das Kind gezeugt wurde, mit wem und vor allem die lebenslange emotionale Belastung einer ungewollten Schwangerschaft und Geburt, verstärkt durch gesellschaftlichen Druck, wie sie sich dann um das Kind kümmern sollen.

Heisst: Es sollte im Diskurs klar sein, dass es hier keine Objektivität gibt. Weder medizinisch noch rechtlich noch ethisch, sondern nur "gesellschaftliches Bauchgefühl". Deshalb geht es meines Erachtens nicht um eine schein-objektive Frage, "wann Leben beginnt".
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