Gestern war Nikolaus und ich hatte schon vor Wochen eine Einladung zum Kaffeetrinken in meinem Briefkasten gefunden.
Es war noch mein alter Name drauf, der natürlich schon lange zur Änderung Anstand, aber ich war noch nicht zu gekommen und auch diesmal lief mir die Zeit davon, weil einfach andere Dinge wichtiger waren.
So war für mich klar, das ich den Termin nicht wahrnehme, aber für die Zukunft wollte ich dann doch noch die Änderung vornehmen.
Am Montag schaffte ich es das erste Mal seid meiner Erkrankung 2001 beim VDK persönlich vorzusprechen, die Einladung für den Freitag in der Tasche um leicht nachzuweisen, das ich Mitglied beim VDK bin.
Die junge Frau die sich für mich Zeit genommen hatte war sehr freundlich und konnte meine Lage gut nachvollziehen.
Früher hatte mein Ort einen eigenen Ortsverband, aber dieser war einem weiter entfernten Ort zugeordnet worden und damit war man im Einzugsgebiet meines neuen Wohnorts bei meinem Freund, an dem niemand was von meiner Vergangenheit weiß. Das ich das nicht ohne Not ändern will und deswegen so kurzfristig kein Risiko mit der Teilnahme eingehen möchte, war nachvollziehbar.
Aber anstatt meinen Wunsch nur die Namensänderung vorzunehmen und auf die Ehrung zum 20zigsten Jubiläum zu verzichten, setzte sie alles in Bewegung um das kaum Mögliche möglich zu machen. Mein alter Name wurde vollständig gelöscht und der neue eingetragen, damit keine Verwechslung möglich war.
So gab's doch noch ein gemütliches Kaffeetrinken und Abendessen mit zwischenzeitlicher Ehrung meiner langjährigen Mitgliedschaft. Bilder wurden gemacht, nette Unterhaltungen geführt und viel gelacht.
So häufig wurde ich glaub noch nie als Frau xxx angesprochen, da normalerweise in meinem Umfeld sich geduzt wird.
Außerdem war ich zu irgendeinem Zeitpunkt mitten in den Gesprächen drin, als erste aus dem übernommen Ortsverband vor Ort nach 3 Jahren und jüngste 20jährige.
Ein bisschen Normalität und für mich aus vielerlei Hinsicht besonders. Viele Jahre war ich so krank, das 10jährige ohne meine Teilnahme weil ich viel zu krank war. Selbst den Kontakt zum VDK könnte ich nicht mehr herbei führen, weil ich zu krank war, obwohl ich Hilfe dringend benötige.
So standen mir dann doch mal leicht die Tränen in den Augen, als mir so manches bewusst wurde.
Frau xxx die zwar am Abend vor Erschöpfung dringend eine Auszeit brauchte als sie wieder bei ihrem Schatz war, die aber auch glücklich ist vieles geschafft zu haben.
Mit auf dem Bild meine überaus wichtige Anstecknadel zum Zeichen meiner 20 Jährigen Mitgliedschaft

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