Genderinklusive Sprache kann offenbar verständlich und einfach sein | Spiegel
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Anne-Mette
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Genderinklusive Sprache kann offenbar verständlich und einfach sein | Spiegel

Post 1 im Thema

Beitrag von Anne-Mette »

Studie des Leibniz-Instituts

Erschweren gendergerechte Formulierungen den Spracherwerb? Ein Team des Leibniz-Instituts für Deutsche Sprache hat umfassend Pressetexte untersucht und kommt zu einem klaren Ergebnis.


https://www.spiegel.de/kultur/genderink ... 92987b6416
Jaddy
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Re: Genderinklusive Sprache kann offenbar verständlich und einfach sein | Spiegel

Post 2 im Thema

Beitrag von Jaddy »

Gerade hatte ich auch einen Beitrag dazu auf den Tasten :)

Der Spiegel hätte noch aus der Pressemitteilung zitieren können:
In ihrer korpuslinguistischen Studie haben die Forschenden deutschsprachige Pressetexte manuell annotiert (linguistische Informationen hinzugefügt), um jene Teile zu identifizieren, die geändert werden müssten. Dabei haben sie alle Wörter miteinbezogen, die betroffen sein könnten. Das sind nicht nur die Nomen (wie "Forscher"), sondern auch alle anderen relevanten sprachlichen Elemente wie Artikel, Adjektive oder Pronomen. Im Ergebnis zeigt sich: Im Durchschnitt sind weniger als 1 % aller Token (Wörter) von genderinklusiver Sprache betroffen. "Dieser geringe Anteil wirft die Frage auf, ob genderinklusive Sprache ein wesentliches Hindernis für das Verstehen und Erlernen der deutschen Sprache darstellen kann, insbesondere wenn man berücksichtigt, dass die Interpretation von generischen Maskulina auch nicht immer eindeutig ist", so Prof. Dr. Carolin Müller-Spitzer, Leiterin der Studie. Die Ko-Autorin * Ochs(1) ergänzt: "Zudem würden gar nicht alle Änderungen hin zu einer genderinklusiven Formulierung zu einem längeren oder komplexeren Text führen, da einige Wörter im Deutschen gut neutralisiert werden können, z. B. durch Ersetzen eines Lexems wie "šLehrer"˜ durch den neutralisierenden Ausdruck "šLehrkraft"˜". Betrachtet man nur jene Wörter, die sich direkt auf Personen beziehen ("Forscher", "Studenten", "Mitarbeiter" usw.), müsste von diesen ungefähr jedes zehnte Wort verändert werden (bspw. "Forschende", "Studierende", "Belegschaft"), wenn man einen genderinklusiven Schreibstil verfolgen möchte. Betrachtet man jedoch alle Wörter, muss eben nur ca. jedes hundertste Wort umformuliert werden.
Das entspricht auch meiner Erfahrung, wenn ich nach Schemata wie der Handreichung der bremischen Verwaltung (PDF) vorgehe, wo neutrale Begriffe und Umformulierungen zuerst angewendet werden und nur wenn es gar nicht anders geht die Sternchen benutzt werden. Andere Forschungen haben gezeigt, dass viele Texte generell komplizierter als nötig formuliert sind und damit Menschen von der Nutzung ausschliessen, die Schwierigkeiten mit dieser Sprache haben.

Zu beachten bei der Studie ist noch, dass es um Pressetexte ging: "Ein Ergebnis: in den analysierten Texten der Deutschen Presse Agentur (DPA) werden zu 80% Männer erwähnt, bei der Brigitte hingegen zu 60 % Frauen, queere Personen kommen in der Textbasis der Studie nicht vor."

(1) Die Person heisst S-a-m-i-r-a Ochs, aber der Name wird offenbar automatisch ersetzt. Hallo Anne-Mette? Dein Forum hat eine eigene Meinung zu dem Namen?!
Anne-Mette
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Re: Genderinklusive Sprache kann offenbar verständlich und einfach sein | Spiegel

Post 3 im Thema

Beitrag von Anne-Mette »

Jaddy hat geschrieben: Di 8. Okt 2024, 19:43 Hallo Anne-Mette? Dein Forum hat eine eigene Meinung zu dem Namen?!
Nun habe ich nachgesehen. Es gab mal eine Forumsnutzende Person, die unter Androhung von recht schweren Sanktionen "keinesfalls im Forum etwas sehen und lesen wollte, was auf ihren Namen hinweisen würde".
Das ist, gerade wenn Personen sehr viele Beiträge verfasst haben, die dann auch noch zitiert und wieder zitiert werden, mit sehr viel Arbeit verbunden.
Ich habe einen "einfachen Weg" gewählt, werde mir aber eine andere Lösung ausdenken.
Danke für den Hinweis!
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