Offener Brief gegen Fehlinformationen im Deutschen Ärzteblatt
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Jaddy
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Offener Brief gegen Fehlinformationen im Deutschen Ärzteblatt

Post 1 im Thema

Beitrag von Jaddy »

Transgesundheit.de veröffentlicht einen langen offenen Brief mit vielen Anhängen und Referenzen "gegen wiederholt verbreitete, gravierende Fehlinformationen im Deutschen Ärzteblatt, der auflagenstärksten medizinischen Fachzeitschrift Deutschlands", rund um die Behandlung transgeschlechtlicher Menschen.

Aufgelistet werden zahlreiche Artikel unter den Punkten
  • Generelles Außerachtlassen / Verschweigen der Positionierung führender medizinischer Fachgesellschaften zum Thema
  • Außerachtlassen oder Falschdarstellung einschlägiger Behandlungsleitlinien bzw. Leitlinienempfehlungen im Themenfeld
  • Falschzitationen und fehlende Zitationen (inkl. Angabe ungeeigneter oder falsch wiedergegebener Quellen)
  • Invertierte Darstellung des Konsens unter Expert*innen
  • Umdeutung unwissenschaftlicher, politisch motivierter Einschränkungen der medizinischen Versorgung transgeschlechtlicher Personen
  • Kolportieren einer hochgradig fehlinformierenden, oben benannte Hassgruppierungen referenzierenden, oben benannte Fachgesellschaftspositionierungen sowie Behandlungsleitlinien im Feld ignorierenden Kritikschrift, die sich gegen eine nach AWMF-Regularien erstellte S2k-Behandlungsleitlinie richtet
  • Fokussierung auf und irreführende Darstellungen von Nebenwirkungen und Bedauern; Untertreibung des Nutzens von Behandlungsmaßnahmen sowie Verschweigen der hohen Zufriedenheitsraten
  • Nahelegen eines durch Peers und / oder Medien verursachten "Trends" unter Jugendlichen, sich als transgeschlechtlich zu identifizieren — trotz fehlender wissenschaftlicher Evidenz für damit in Zusammenhang stehende Konstrukte wie "rapid-onset gender dysphoria" ("ROGD") und "soziale Ansteckung"
  • Sensationalistische und irreführende Rhetorik sowie irreführende Präsentation von Daten
Gefordert werden
  • eine umfangreiche Aufarbeitung
  • geeignete Maßnahmen zur Richtigstellung und Schadensbegrenzung
  • Implementierung von Maßnahmen, die geeignet sind, die Verbreitung unwissenschaftlicher Narrative über transgeschlechtliche Menschen sowie über deren leitliniengerechte Behandlung künftig zu verhindern
Das alles adressiert an
  • die Vorstandsmitglieder der Bundesärztekammer
  • die Vorstandsmitglieder der Bundespsychotherapeutenkammer
  • die Vorstandsmitglieder der Kassenärztlichen Bundesvereinigung
  • den Bundesgesundheitsminister
  • die Redaktionsleitung des Deutschen Ärzteblatts
Erstunterzeichnende sind 40 Personen, darunter viele bekannte Namen wie Güldenring, Kost, Nieder, Rauchfleisch, Schaff, Prüll.

Auch Menschen ausserhalb des Gesundheitssystems können mitzeichnen.
missy
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Re: Offener Brief gegen Fehlinformationen im Deutschen Ärzteblatt

Post 2 im Thema

Beitrag von missy »

Zu vielen der aufgelisteten Themen kann ich nichts sagen.
Ich bin kein Arzt, Ärztin leider schon gar nicht.
Ich lese das Deutsche Ärzteblatt nicht, ich war auch bisher nicht auf transgesundheit.de.
Zu einem kann ich aber etwas beitragen:
Jaddy hat geschrieben: Mo 26. Aug 2024, 22:07 Nahelegen eines durch Peers und / oder Medien verursachten "Trends" unter Jugendlichen, sich als transgeschlechtlich zu identifizieren
Das sehe ich ganz genau so.
Trans war bis vor ca. 3 Jahren kein Thema unter Jugendlichen. Nahezu Null.
Und seitdem hat es sich erstaunlich massiv verändert.
Mädchen sind jetzt Jungen und umgekehrt.
(Ob sie es wirklich schon sind, da hege ich meine Zweifel.)
Aber sie möchten so angesprochen werden. (Ohne irgendeine Form von Passing.)

Trotzdem finde ich folgendes richtig:
Jaddy hat geschrieben: Mo 26. Aug 2024, 22:07 Gefordert werden
- eine umfangreiche Aufarbeitung
- geeignete Maßnahmen zur Richtigstellung und Schadensbegrenzung
- Implementierung von Maßnahmen, die geeignet sind, die Verbreitung unwissenschaftlicher Narrative ... zu verhindern
LG, missy
Toleranz ist lernbar, zu viel Toleranz ist heilbar.
Lily
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Re: Offener Brief gegen Fehlinformationen im Deutschen Ärzteblatt

Post 3 im Thema

Beitrag von Lily »

missy hat geschrieben: Mo 26. Aug 2024, 23:41
Das sehe ich ganz genau so.
Trans war bis vor ca. 3 Jahren kein Thema unter Jugendlichen. Nahezu Null.
Und seitdem hat es sich erstaunlich massiv verändert.
Mädchen sind jetzt Jungen und umgekehrt.
(Ob sie es wirklich schon sind, da hege ich meine Zweifel.)
Aber sie möchten so angesprochen werden. (Ohne irgendeine Form von Passing.)
Also ich bin Arzt und habe den Artikel im Ärzteblatt noch gar nicht gesehen. Ich habe zu dem obigen Statement aber eine andere (wissenschaftlich nicht begründete) Meinung.
Ich habe eher das Gefühl, dass wir in einer Zeit leben, in dem junge Menschen die starren Fesseln zuvor implementierter gesellschaftlicher Normen sprengen und leben können, wie sie sich eben fühlen. Ichvhabe 20 Jahre gebraucht um Lily kennenzulernen und sie meiner Frau vorzustellen. Warum? Wegen einem erzkonservativen Elternhaus und einem grauen Umfeld. Ich bin fest davon überzeugt, dass in jedem Menschen zwei Geschlechter miteinander konkurrieren und die befreiten Jugendlichen lassen ihren Empfindungen einfach freien Lauf. Wie toll so frei Leben zu können.

Aber nochmal, persönliche Meinung
ExUserIn-2026-04-08
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Re: Offener Brief gegen Fehlinformationen im Deutschen Ärzteblatt

Post 4 im Thema

Beitrag von ExUserIn-2026-04-08 »

Lily hat geschrieben: Di 27. Aug 2024, 06:57 in dem junge Menschen die starren Fesseln zuvor implementierter gesellschaftlicher Normen sprengen
Da war doch mal was ? Ach ja, die 68er haben die Konventionen sexuellen Verhaltens über Bord gekippt. Vieles hat sich seit dem unaufgeregter gestaltet. Aids war dann der Rückschritt und hat sich auch wieder beruhigt. Und jetzt ist es trans. Hoffen wir das beste.
Viele Grüße
Vicky

Respekt ist nicht teilbar.
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