Viele Männer haben Probleme, mit Feminität assoziiert zu werden
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Nora_7
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Viele Männer haben Probleme, mit Feminität assoziiert zu werden

Post 1 im Thema

Beitrag von Nora_7 »

Viele Männer haben Probleme, mit Feminität assoziiert zu werden:

https://www.20min.ch/story/yannik-zambo ... 0960?utm_t

Von Kind an werden Jungs darauf getrimmt, was ist männlich, und was machen/dürfen NUR Mädchen. So wird auch m.E. schon frühzeitig ein abwertendes Frauenbild gepräg: Männlich ist die höchste Stufe mit strikten Zugehörigkeisregeln, und Männer dürfen sich nicht auf die niedrigere, weibliche herunterstufen, indem sie weiblich azzoziierte Dinge tun.

Ich glaube, wenn man an diesen Ansatz - auch bei Erwachsenen - stärker weiterentwickelt, schafft man schnellere und nachhaltige Akzeptanz als mit schrillen Kostümen. Ich höre schon manchmal: Kann ich mir bei meinem Mann nicht vorstellen, sieht bei dir aber gut aus.

Liebe Grüße Nora
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Nora_7
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Re: Viele Männer haben Probleme, mit Feminität assoziiert zu werden

Post 2 im Thema

Beitrag von Nora_7 »

...und hier zeigt eine Frau umgekehrt wie es geht:
Remember when Taylor Swift did drag in a Versace shirt?

Wir brauchen mehr VIP Vorbilder.
Nora_7
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Re: Viele Männer haben Probleme, mit Feminität assoziiert zu werden

Post 3 im Thema

Beitrag von Die Conny »

Zuallererst sollten die Eltern und Erwachsenen allgemein mal Vorbild sein, vor allem für die ganz Kleinen. Dann interessieren sich die Jugendlichen auch für die "richtigen" Promis.
Ich hoffe mal, dass ich meine Kinder in die richtige Richtung habe prägen können.

Ich fürchte aber, von "schnellen" Fortschritten zu träumen ist leider zu ambitioniert. Ich persönlich wäre froh, wenn es in den nächsten Jahren keine Rückschritte gibt.
missy
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Re: Viele Männer haben Probleme, mit Feminität assoziiert zu werden

Post 4 im Thema

Beitrag von missy »

Hi Nora,
ich kann den Link zu Taylor Swift leider nicht öffnen.
Hast du vielleicht eine Idee?
LG, missy
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Lana
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Re: Viele Männer haben Probleme, mit Feminität assoziiert zu werden

Post 5 im Thema

Beitrag von Lana »

Nora_7 hat geschrieben: Fr 26. Jul 2024, 10:01 Ich glaube, wenn man an diesen Ansatz - auch bei Erwachsenen - stärker weiterentwickelt, schafft man schnellere und nachhaltige Akzeptanz als mit schrillen Kostümen. Ich höre schon manchmal: Kann ich mir bei meinem Mann nicht vorstellen, sieht bei dir aber gut aus.
Solche Sprüche kenne ich leider auch. Ich frage dann immer, warum das so ist? Meist wissen die Leute es selbst nicht genau zu sagen, aber sie spüren den Widerspruch, der in dieser Aussage steckt. Sie funktioniert also nur dann, wenn man mit zweierlei Maß misst - und wer gesteht sich das schon ein?

Allerdings verstehe ich nicht, was du mit "diesen Ansatz weiterentwickeln" meinst. Vielleicht kannst du das noch erklären?

LGL
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Nora_7
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Re: Viele Männer haben Probleme, mit Feminität assoziiert zu werden

Post 6 im Thema

Beitrag von Nora_7 »

missy hat geschrieben: Fr 26. Jul 2024, 17:40 ich kann den Link zu Taylor Swift leider nicht öffnen.
Hmm - dann haben die was geändert. Aktuell: https://edition.cnn.com/2024/07/25/styl ... index.html . Wenn der wieder nicht funktioniert einfach bei cnn.com nach "taylor swift drag" suchen.
Lana hat geschrieben: Fr 26. Jul 2024, 22:27 Allerdings verstehe ich nicht, was du mit "diesen Ansatz weiterentwickeln" meinst. Vielleicht kannst du das noch erklären?
Es geht schon um die Erziehung sich im Kindesalter. Zitat aus GNTM von einem männlichen TN: "...Diese Wimpern sehen abartig feminin aus...", also der fehlende Respekt vor dem Weiblichen, der frühzeitig in die meisten Erziehungen einfließt. Ein "richtiger" Junge darf nichts Weibliches zeigen. S.a. Elon Musk mit seiner verstoßenen Transtochter und deren Geschichte. Dazu gehört auch Offenheit gegenüber Kleidung, denn nur Frauen dürfen sich derzeit über Kleidung und Schmuck wirklich ausdrücken. Und zwar meine ich Alltagskleidung, kein Drag Queen Outfit - der gehört auf die Bühne, weniger am Sa Morgen in die FuZo. Heute Abend bei der Olympia-Eröffnung waren mehrere Männer in Röcken und Kleidern zu sehen. Wenn ich richtig sah, hatten ein Mann und eine Frau das gleiche lange, bunte Kleid an und umarten sich auf dem Laufsteg.

Nora_7
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Re: Viele Männer haben Probleme, mit Feminität assoziiert zu werden

Post 7 im Thema

Beitrag von missy »

Nora_7 hat geschrieben: Fr 26. Jul 2024, 23:46 Heute Abend bei der Olympia-Eröffnung waren mehrere Männer in Röcken und Kleidern zu sehen. Wenn ich richtig sah, hatten ein Mann und eine Frau das gleiche lange, bunte Kleid an und umarten sich auf dem Laufsteg.
Hab' ich auch so gesehen.
Insgesamt hat mir der Teil "Diversität" - da war die von dir beschriebene Szene - auch am besten gefallen.

Erfreulich fand ich, wie wenig die Kommentatoren auf diese und ähnliche Szenen reagiert haben. Aber klar: es gibt einen fetten Unterschied zwischen Bühne und Alltag. Was auf der Bühne einfach so stehen gelassen wird, ist im Alltag noch längst nicht akzeptiert.

Liebe Grüße, missy
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Re: Viele Männer haben Probleme, mit Feminität assoziiert zu werden

Post 8 im Thema

Beitrag von Nora_7 »

missy hat geschrieben: Sa 27. Jul 2024, 00:31 Erfreulich fand ich, wie wenig die Kommentatoren auf diese und ähnliche Szenen reagiert haben. Aber klar: es gibt einen fetten Unterschied zwischen Bühne und Alltag. Was auf der Bühne einfach so stehen gelassen wird, ist im Alltag noch längst nicht akzeptiert.
Wobei ich meine, dass man das kritischste in der Akzeptanz - männlich-weiblich - hätte durchaus positiv kommentieren können. Die Szene war am Ende superstark.

LG Nora
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Re: Viele Männer haben Probleme, mit Feminität assoziiert zu werden

Post 9 im Thema

Beitrag von Ninadieflocke »

Betr. Olympia-Eröffnung: Habe bei ähnlichen Anlässen noch nie einen solch proaktiv-offenen Umgang mit Diversität erlebt. Ganz toll, eine gute Botschaft an die Welt!
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Re: Viele Männer haben Probleme, mit Feminität assoziiert zu werden

Post 10 im Thema

Beitrag von missy »

Liebe Nora,
du hast natürlich vollkommen recht. Ein positiver Kommentar wäre toll gewesen.
Unsereins ist ja schon froh, wenn nichts Negatives kommt.
Nennt sich glaube ich self-fullfilling-prophecy. (Jedenfalls dann, wenn dann auch das Negative kommt.)
Alles Liebe, missy
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Re: Viele Männer haben Probleme, mit Feminität assoziiert zu werden

Post 11 im Thema

Beitrag von Nora_7 »

missy hat geschrieben: Sa 27. Jul 2024, 00:31 Was auf der Bühne einfach so stehen gelassen wird, ist im Alltag noch längst nicht akzeptiert.
Für mich das wichtigste Kriterium aus Sicht der anderen: Kann ich mich, vielleicht auch nur in meinen geheimen Träumen, mit dem gegenüber identifizieren? Würde ich vielleicht auch nur für mich das auch mal versuchen wollen, unabhängig von gesellschaftliches Codes?

LG Nora
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Re: Viele Männer haben Probleme, mit Feminität assoziiert zu werden

Post 12 im Thema

Beitrag von Jaddy »

Nora_7 hat geschrieben: Sa 27. Jul 2024, 10:40 Für mich das wichtigste Kriterium aus Sicht der anderen: Kann ich mich, vielleicht auch nur in meinen geheimen Träumen, mit dem gegenüber identifizieren? Würde ich vielleicht auch nur für mich das auch mal versuchen wollen, unabhängig von gesellschaftliches Codes?
Das wäre wohl Gold-Standard :)

Ich habe eine Analogie. Ich bin seit vielen Jahren im kink Bereich (BDSM) unterwegs, bin da vielen Menschen begegnet, deren Vorlieben ich nie teilen würde und hatte häufig auch Probleme, einiges zu sehen. Gleichzeitig habe ich mir immer Gedanken gemacht, wo ich die Grenzen der Legitimität ziehen würde. Also was ich aus welchen Gründen für nicht okay halten würde, und zwar unter Berücksichtigung des kategorischen Imperativs in dem Sinne, dass die gleichen Regeln auch auf meine Kinks angewendet würden.

Abzüglich weniger Graubereiche läuft es darauf hinaus, dass die Leute (und alle Beteiligten) damit okay sind was sie machen. Das ist Legitimation genug. Ich muss nicht verstehen, _warum_ sie das machen oder was es ihnen gibt (funfact: Die Motivationen sind fast immer ähnliche Grundbedürfnisse).

Wenn ich ihre Augen leuchten sehe, reicht das erst mal vollkommen. Es geht nicht um mich und ob ich das was ich sehe ästhetisch oder angenehm finde. Ich kann diese Leute einfach für sich lassen. Ich muss mich nicht beteiligen, sondern kann einfach mein Ding machen.

Heisst: Ich kann mich "meta-freuen" darüber, dass es ihnen gut geht, sie sich wohl fühlen.

Genauso im queeren Bereich. Wen Leute lieben, wie sie Sex haben, was sie anziehen, was sie mit ihren Körpern machen, ist vollkommen sekundär. Wenn ich die Freude und Intensität sehe, ist mir das ein Fest.

Es ist schade, dass das Wort "Schadenfreude" sogar in viele Sprachen übernommen wurde, aber "Mitfreude" irgendwie kein sonderlich verbreitetes Ding zu sein scheint.
missy
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Re: Viele Männer haben Probleme, mit Feminität assoziiert zu werden

Post 13 im Thema

Beitrag von missy »

@ Jaddy:
Abzüglich weniger Graubereiche läuft es darauf hinaus, dass die Leute (und alle Beteiligten) damit okay sind was sie machen.
Das ist die von dir zur Recht formulierte, unerlässliche Prämisse in meinen Augen.
(Ohne die könntest du falsch ausgelegt werden.)
"Mitfreude"
Ein großartiges Wort. (Auch hier wird mal wieder mit "Schadenfreude" das negative Wort übernommen.)
Wenn ich die Freude und Intensität sehe, ist mir das ein Fest.
Ich kann mich "meta-freuen" darüber, dass es ihnen gut geht, sie sich wohl fühlen.
Und das IST in meinen Augen
Gold-Standard
.
Dass du dich darüber freuen kannst, wenn es anderen gut geht, finde ich fantastisch.

Liebe Grüße
missy
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Nora_7
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Re: Viele Männer haben Probleme, mit Feminität assoziiert zu werden

Post 14 im Thema

Beitrag von Nora_7 »

Jaddy hat geschrieben: Sa 27. Jul 2024, 12:44 Abzüglich weniger Graubereiche läuft es darauf hinaus, dass die Leute (und alle Beteiligten) damit okay sind was sie machen. Das ist Legitimation genug. Ich muss nicht verstehen, _warum_ sie das machen oder was es ihnen gibt (funfact: Die Motivationen sind fast immer ähnliche Grundbedürfnisse).
Ich war als DJane in verschiedenen "Szenen" aktiv, auch Kinky und Tantra. Etliches davon würde ich für mich nicht akzeptieren, aber ich merkte, dass die Gruppen einen Riesenspaß hatten und glücklich wirkten. Das ist entscheidend. Aber man muss es nicht gleich der ganzen Welt mitteilen. Dem Anlaß entsprechende Kleidung, Shows und sexuelle Arbeitskleidung/Handlungen sind 3 ganz unterschiedliche Schuhe.

LG Nora
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