Queer im Sportverein, Schwimmen gegen den Strom | RBB
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Anne-Mette
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Queer im Sportverein, Schwimmen gegen den Strom | RBB
Sport ist gesund und gut für die Psyche - eigentlich. Viele queere Menschen aber erleben Anfeindungen beim Sport. Was können Vereine tun, um sie besser zu miteinzubeziehen?
https://www.rbb24.de/sport/beitrag/2024 ... strom.html
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ExUserIn-2026-01-22
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Re: Queer im Sportverein, Schwimmen gegen den Strom | RBB
Danke für den Link und den Beitrag habe ich mir direkt durchgelesen, da die Überschrift deines Titels "Queer im Sportverein..." auch so auf mich zutrifft - wobei ich Sportverein mit Ballettkurs und Turnverein tausche.
Einiges aus dem Artikel kann ich bejahen, manches (für mich) nicht. Interessant, oder eher logisch, ist, daß im Zusammenhang mit "Queer" auch immer gleich die Toiletten/Dusch- und Umkleidesituation gennannt und angesprochen wird. Ja, sie ist in diesem Zusammenhang immer kompliziert, dennoch finde ich "Hinweise" wie diesem (aus dem Artikel) "...Für manche queere Menschen kommen noch Hindernisse hinzu. In vielen Turnhallen oder Sportplätzen fehlen Umkleidekabinen für die, die sich weder als Frau noch als Mann identifizieren." gleich schon wieder zu viel gewollt. Allein schon als Trans*-Person im Sportverein, Tanz/Ballett, Gymnastik, Yogakurs oder wo auch immer die Möglichkeit zu haben sich zwischen m/w zwecks Duschen/Umkleiden entscheiden zu können, bzw. dies von den Teilnehmenden und Vereinsinhabern zur Verfügung gestellt zu bekommen ist doch schon viel Wert. Aber gleich noch dies zu fordern wie in meinem zitierten Satz geht für mein Verständnis schon wieder zu weit - wie sollen das Vereine EXTRA noch zur Verfügung stellen? Warum kann man von Trans*-Seite aus nicht mal zurückstecken und mit dem zufrieden sein, was einen in Vereinen angeboten wird? Hier sollte ein Entgegenkommen möglich sein und nicht darauf pochen - "hey, ich sehe mich weder männlich noch weiblich, ich möchte meine Extraumkleide!"
Wieso sollte immer die "andere Seite" Zugeständisse machen - können nicht mal auch WIR sagen "das ist gut genug für uns!"?
Gerade wenn ich mit unserer RSG-Truppe unterwegs bei Tunieren bin, werde ich als Trans* unter all den Mädchen auch "nur" geduldet - da es sonst hier nicht mal Jungs gibt. Da wird sich eben gleichseitig arrangiert und ich beklage mich dabei nicht, daß mir hier kein roter Teppich für mich ausgelegt wird. Beim Ballett und den Auftritten hingegen ist es viel entspannter...
Jennifer
Einiges aus dem Artikel kann ich bejahen, manches (für mich) nicht. Interessant, oder eher logisch, ist, daß im Zusammenhang mit "Queer" auch immer gleich die Toiletten/Dusch- und Umkleidesituation gennannt und angesprochen wird. Ja, sie ist in diesem Zusammenhang immer kompliziert, dennoch finde ich "Hinweise" wie diesem (aus dem Artikel) "...Für manche queere Menschen kommen noch Hindernisse hinzu. In vielen Turnhallen oder Sportplätzen fehlen Umkleidekabinen für die, die sich weder als Frau noch als Mann identifizieren." gleich schon wieder zu viel gewollt. Allein schon als Trans*-Person im Sportverein, Tanz/Ballett, Gymnastik, Yogakurs oder wo auch immer die Möglichkeit zu haben sich zwischen m/w zwecks Duschen/Umkleiden entscheiden zu können, bzw. dies von den Teilnehmenden und Vereinsinhabern zur Verfügung gestellt zu bekommen ist doch schon viel Wert. Aber gleich noch dies zu fordern wie in meinem zitierten Satz geht für mein Verständnis schon wieder zu weit - wie sollen das Vereine EXTRA noch zur Verfügung stellen? Warum kann man von Trans*-Seite aus nicht mal zurückstecken und mit dem zufrieden sein, was einen in Vereinen angeboten wird? Hier sollte ein Entgegenkommen möglich sein und nicht darauf pochen - "hey, ich sehe mich weder männlich noch weiblich, ich möchte meine Extraumkleide!"
Wieso sollte immer die "andere Seite" Zugeständisse machen - können nicht mal auch WIR sagen "das ist gut genug für uns!"?
Gerade wenn ich mit unserer RSG-Truppe unterwegs bei Tunieren bin, werde ich als Trans* unter all den Mädchen auch "nur" geduldet - da es sonst hier nicht mal Jungs gibt. Da wird sich eben gleichseitig arrangiert und ich beklage mich dabei nicht, daß mir hier kein roter Teppich für mich ausgelegt wird. Beim Ballett und den Auftritten hingegen ist es viel entspannter...
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Aktueller Beziehungsstatus: Jennifer ist verliebt !-!-!
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Re: Queer im Sportverein, Schwimmen gegen den Strom | RBB
Manchmal kann es so einfach sein.
Letztes Jahr hat sich vor dem Training ein Judoka als transgender erklärt und gebeten zukünftig mit männlichem Vornamen und er angesprochen zu werden. Die Reaktion? Applaus und Respekt.
Seit dem ist der Deadname nicht mehr gefallen und falls doch mal jemandem sie raus rutscht folgt direkt eine Entschuldigung. Auch wenn beim Judo laufend enger Körperkontakt vorkommt, gibt es im Training keinerlei Schwierigkeiten. Jeder macht was er soll und man hilft sich ggf. gegenseitig.
Vor der folgenden Gürtelprüfung wurden die beiden externen Prüfer kurz informiert da die Papiere alle noch auf dem alten Namen lauten. Auch hier keinerlei Diskussion und die beiden haben sich alle Mühe gegeben dem Wunsch nachzukommen.
Das Thema Umkleide, WC ist auch keines. Er nutzt die Umkleide in der er sich wohl fühlt und keine hat ein Problem damit.
Die Forderung nach zusätzlichen Räumen, ist doch ziemlich weltfremd. Die meisten Sportvereine, "¦ nutzen bestehende Hallen und die sind i.d.R. schon viele Jahrzehnte alt. Wo sollen da dann jetzt zusätzliche Räumlichkeiten herkommen? Solange sich alle Beteiligten benehmen kann man doch miteinander reden und ggf. eine für jede(n) akzeptable Lösung finden.
Shoshana
Letztes Jahr hat sich vor dem Training ein Judoka als transgender erklärt und gebeten zukünftig mit männlichem Vornamen und er angesprochen zu werden. Die Reaktion? Applaus und Respekt.
Seit dem ist der Deadname nicht mehr gefallen und falls doch mal jemandem sie raus rutscht folgt direkt eine Entschuldigung. Auch wenn beim Judo laufend enger Körperkontakt vorkommt, gibt es im Training keinerlei Schwierigkeiten. Jeder macht was er soll und man hilft sich ggf. gegenseitig.
Vor der folgenden Gürtelprüfung wurden die beiden externen Prüfer kurz informiert da die Papiere alle noch auf dem alten Namen lauten. Auch hier keinerlei Diskussion und die beiden haben sich alle Mühe gegeben dem Wunsch nachzukommen.
Das Thema Umkleide, WC ist auch keines. Er nutzt die Umkleide in der er sich wohl fühlt und keine hat ein Problem damit.
Die Forderung nach zusätzlichen Räumen, ist doch ziemlich weltfremd. Die meisten Sportvereine, "¦ nutzen bestehende Hallen und die sind i.d.R. schon viele Jahrzehnte alt. Wo sollen da dann jetzt zusätzliche Räumlichkeiten herkommen? Solange sich alle Beteiligten benehmen kann man doch miteinander reden und ggf. eine für jede(n) akzeptable Lösung finden.
Shoshana
Care about what other people think and you will always be their prisoner. - Lao Tzu