"Laura ist eine Frau"
Fitnessstudio weist trans Frau ab - 1000 Euro Bußgeld
Laura H. will in einem Erlanger Frauen-Fitnessstudio trainieren und wird abgewiesen. Laura H. ist eine trans Frau und im Personalausweis als Frau anerkannt. Doch das scheint die Betreiberin des Fitnessstudios nicht zu überzeugen. Laura H. wendet sich an die Diskriminierungsbeauftragte des Bundes - und bekommt recht.
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Kerstin
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Fitnessstudio weist trans Frau ab „ 1000 Euro Bußgeld
https://www.n-tv.de/mediathek/videos/pa ... 97550.html
Ich brauche Informationen - eine Meinung bilde ich mir selbst.
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Anne-Mette
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Re: Fitnessstudio weist trans Frau ab „ 1000 Euro Bußgeld
Nun ja, so einfach ist das nicht.
Eine Antidiskriminierungsstelle verhängt kein Bußgeld.
Ob das gerichtlich durchzufechten wäre, ist die Frage.
Eine Antidiskriminierungsstelle verhängt kein Bußgeld.
Ob das gerichtlich durchzufechten wäre, ist die Frage.
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missy
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Re: Fitnessstudio weist trans Frau ab „ 1000 Euro Bußgeld
... um es ein wenig zu präzisieren:
- Die Transfrau Laura H. hat sich laut ntv an die Antidiskriminierungsbeauftragte des Bundes gewandt.
- Hier wird vorgeschlagen, dass das Fitnessstudio an Laura H. eine Entschädigung in Höhe von 1000 € zahlt.
Von Bußgeld kann nicht die Rede sein.
LG, missy
- Die Transfrau Laura H. hat sich laut ntv an die Antidiskriminierungsbeauftragte des Bundes gewandt.
- Hier wird vorgeschlagen, dass das Fitnessstudio an Laura H. eine Entschädigung in Höhe von 1000 € zahlt.
Von Bußgeld kann nicht die Rede sein.
LG, missy
Toleranz ist lernbar, zu viel Toleranz ist heilbar.
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Anne-Mette
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Re: Fitnessstudio weist trans Frau ab „ 1000 Euro Bußgeld
Moin,
es entwickelt sich zu einer etwas "wilden Geschichte".
Fragt sich, was letztendlich dahintersteckt und wie es weitergeht.
Aus einem SHZ-Beitrag (Abo):
Am 16. Mai erhält die Fitnessstudio-Inhaberin dann ein Schreiben. Darin schlägt Ataman der Inhaberin Lange vor, der "Frau (Name geschwärzt) eine angemessene Entschädigung in Höhe von 1000 Euro für die erlittene Persönlichkeitsverletzung" zu zahlen.
Am 22. Mai bekommt Lange erneut Post. Diesmal von der Kanzlei, die der Mann, der sich als Frau begreift, beauftragt hat. Die Anwälte fordern Lange auf, dem Mann Eintritt zu gewähren — oder 5000 Euro Strafe zu bezahlen. Ausserdem soll sie noch 2500 Euro Schadensersatz zahlen.
Quelle: https://www.shz.de/deutschland-welt/pol ... n-47196812
Fragt sich, was daran stimmt, was dabei herauskommt - und ob es für weitere potenzielle Nutzende eines ähnlichen Studios zum Nachteil oder zum Vorteil gereicht, dass es so eine Entwicklung genommen hat.
"Die andere Seite" rüstet auch auf:
Wegen des Rechtsstreits musste sich die Fitnessstudio-Betreiberin Lange anwaltliche Hilfe suchen. Dafür startete sie einen Spendenaufruf. Innerhalb von 24 Stunden kamen mehr als 12.000 Euro zusammen. Menschen aus ganz Deutschland haben ihr geschrieben. In einem Video bedankte Lange sich für die "Welle an Solidarität".
Gleiche Quelle
es entwickelt sich zu einer etwas "wilden Geschichte".
Fragt sich, was letztendlich dahintersteckt und wie es weitergeht.
Aus einem SHZ-Beitrag (Abo):
Am 16. Mai erhält die Fitnessstudio-Inhaberin dann ein Schreiben. Darin schlägt Ataman der Inhaberin Lange vor, der "Frau (Name geschwärzt) eine angemessene Entschädigung in Höhe von 1000 Euro für die erlittene Persönlichkeitsverletzung" zu zahlen.
Am 22. Mai bekommt Lange erneut Post. Diesmal von der Kanzlei, die der Mann, der sich als Frau begreift, beauftragt hat. Die Anwälte fordern Lange auf, dem Mann Eintritt zu gewähren — oder 5000 Euro Strafe zu bezahlen. Ausserdem soll sie noch 2500 Euro Schadensersatz zahlen.
Quelle: https://www.shz.de/deutschland-welt/pol ... n-47196812
Fragt sich, was daran stimmt, was dabei herauskommt - und ob es für weitere potenzielle Nutzende eines ähnlichen Studios zum Nachteil oder zum Vorteil gereicht, dass es so eine Entwicklung genommen hat.
"Die andere Seite" rüstet auch auf:
Wegen des Rechtsstreits musste sich die Fitnessstudio-Betreiberin Lange anwaltliche Hilfe suchen. Dafür startete sie einen Spendenaufruf. Innerhalb von 24 Stunden kamen mehr als 12.000 Euro zusammen. Menschen aus ganz Deutschland haben ihr geschrieben. In einem Video bedankte Lange sich für die "Welle an Solidarität".
Gleiche Quelle
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Nicole Fritz
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Re: Fitnessstudio weist trans Frau ab „ 1000 Euro Bußgeld
Ääääh ??? - mal abgesehen von dem Trans-Thema. - Wenn ich einen solchen Laden betreibe, habe ich doch immer noch Hausrecht. Und wenn ich dann beispielsweise nur AFD-Wähler*innen als Kund*innen zulasse, ist das doch mein gutes Recht. Das würde ich wohl nicht so machen, aber wenn ich das will, dann darf man mir das doch nicht verweigern. 
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LG Nicole
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Jaddy
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Re: Fitnessstudio weist trans Frau ab „ 1000 Euro Bußgeld
Die Autorin, Beatrice Achterberg, schreibt hauptsächlich als Politik-Redakteurin für die NZZ in Berlin, wo der Text ja auch her kam.
Ihre Themen: Gegen Muslime, gegen Zuwandernde aller Art, gegen alles, was "die Ampel" macht, egal was; gegen alles, was trans ist, gegen das Selbstbestimmungsgesetz, gegen das Cannabisgesetz - aber schau mal: Für die Abschaffung des -§218, also für die freie und legale Abtreibung in den ersten 12 Wochen. Ihre Begründung: "Weil das nur eine Frau nachfühlen kann und [sinngemäss] dass ihre selbstbestimmte Entscheidung sein muss".
Ich wünsche solchen Menschen immer die gleiche Empathie für andere, die sie für ihre eigenen Themen haben.
Ach so: Der Artikel ist an mehreren Stellen absichtlich herabsetzend für die betroffene Frau formuliert. Ohne Not. Achterberg hätte auch ohne dies ihren Punkt rüberbringen können. Und wenn es ein journalistisch guter Beitrag hätte werden sollen statt einseitiger Verunglimpfung, hätte sie auch nicht viele wichtige Details weggelassen und andere verdreht. Premium wäre gewesen, die prekäre Sicherheit von trans Personen in solch stark gegenderten Räumen wie Fitness-Studios auch wenigstens zu erwähnen.
Da die NZZ zwar häufig fragwürdige und einseitige Dinge veröffentlicht, aber ziemlich wahrscheinlich keine unfähigen Leute in wichtige Auslands-Redaktionen setzt, gehe ich mal davon aus, dass Achterberg den Artikel absichtlich nicht angemessen und fachlich gut schreiben wollte. Der qualifiziert sich also als einseitige Hetze und sie sich entsprechend.
Ihre Themen: Gegen Muslime, gegen Zuwandernde aller Art, gegen alles, was "die Ampel" macht, egal was; gegen alles, was trans ist, gegen das Selbstbestimmungsgesetz, gegen das Cannabisgesetz - aber schau mal: Für die Abschaffung des -§218, also für die freie und legale Abtreibung in den ersten 12 Wochen. Ihre Begründung: "Weil das nur eine Frau nachfühlen kann und [sinngemäss] dass ihre selbstbestimmte Entscheidung sein muss".
Ich wünsche solchen Menschen immer die gleiche Empathie für andere, die sie für ihre eigenen Themen haben.
Ach so: Der Artikel ist an mehreren Stellen absichtlich herabsetzend für die betroffene Frau formuliert. Ohne Not. Achterberg hätte auch ohne dies ihren Punkt rüberbringen können. Und wenn es ein journalistisch guter Beitrag hätte werden sollen statt einseitiger Verunglimpfung, hätte sie auch nicht viele wichtige Details weggelassen und andere verdreht. Premium wäre gewesen, die prekäre Sicherheit von trans Personen in solch stark gegenderten Räumen wie Fitness-Studios auch wenigstens zu erwähnen.
Da die NZZ zwar häufig fragwürdige und einseitige Dinge veröffentlicht, aber ziemlich wahrscheinlich keine unfähigen Leute in wichtige Auslands-Redaktionen setzt, gehe ich mal davon aus, dass Achterberg den Artikel absichtlich nicht angemessen und fachlich gut schreiben wollte. Der qualifiziert sich also als einseitige Hetze und sie sich entsprechend.
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Jaddy
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Re: Fitnessstudio weist trans Frau ab „ 1000 Euro Bußgeld
Der letzte Satz stimmt, die davor nur bedingt. Du darfst als quasi öffentlicher Laden per Hausrecht Leute abweisen, aber nicht (offiziell) wegen der Gründe, die im GG (Artikel 3) und AGG genannt sind. Funktioniert wie bei den Türwächter*innen vor der Disco. "Dein Outfit passt nicht zum Ambiente" ist zulässig, "du siehst zu ausländisch aus" nicht.Nicole Fritz hat geschrieben: Di 11. Jun 2024, 20:11 Ääääh ??? - mal abgesehen von dem Trans-Thema. - Wenn ich einen solchen Laden betreibe, habe ich doch immer noch Hausrecht. Und wenn ich dann beispielsweise nur AFD-Wähler*innen als Kund*innen zulasse, ist das doch mein gutes Recht. Das würde ich wohl nicht so machen, aber wenn ich das will, dann darf man mir das doch nicht verweigern.
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Fälle wie dieser werden noch sehr spannend, weil mehrere Bedürfnisse und auch Glaubenssätze und Fehlannahmen aufeinander treffen. Äusserst komplex und keineswegs trivial und so einseitig zu beantworten wie Achterberg das meint.
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Anne-Mette
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Re: Fitnessstudio weist trans Frau ab „ 1000 Euro Bußgeld
Im Nachhinein könnte das Gefühl entstehen, dass "nicht ganz so hoch hängen" vielleicht die bessere Lösung gewesen wäre.
Auch die Antidiskriminierungsstelle macht in der ganzen Geschichte nicht die beste Figur.
U.a. hier gibt es Informationen: https://www.queer.de/detail.php?article_id=50380
Auch die Antidiskriminierungsstelle macht in der ganzen Geschichte nicht die beste Figur.
U.a. hier gibt es Informationen: https://www.queer.de/detail.php?article_id=50380
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Re: Fitnessstudio weist trans Frau ab „ 1000 Euro Bußgeld
Das ist fast immer die bessere Lösung. Sie bedingt aber, dass die Kontrahenten die Situation auch friedlich lösen wollen. Ich habe aber den Eindruck, dass es heute vielen Mitmenschen viel mehr um den Krawall geht als um friedliche Koexistenz. Rechthabenwollen und Egoismus sind wichtiger als das Miteinander. Ist die Situation erst einmal eskaliert, wird ein Zurück immer schwieriger. Gewinner sind im vorliegenden Fall nur zweifelhafte JournalistInnen und ggfs. AnwältInnen.Anne-Mette hat geschrieben: Mo 29. Jul 2024, 15:35 Im Nachhinein könnte das Gefühl entstehen, dass "nicht ganz so hoch hängen" vielleicht die bessere Lösung gewesen wäre.
Viele Grüße
Vicky
Respekt ist nicht teilbar.
Vicky
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Anne-Mette
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Re: Fitnessstudio weist trans Frau ab „ 1000 Euro Bußgeld
Wie so ein Gerichtsverfahren "wegen 'Diskriminierung" abläuft, ist in einer anderen Sache gut nachzulesen (wenn Zugang zum Bezahl-Artikel vorhanden ist):
Die Geschäftsführerin der Sinti-Union Schleswig-Holstein, Kelly Laubinger, bekam in Neumünster nur aufgrund ihres Nachnamens kein Hotelzimmer. Sie fühlte sich diskriminiert und klagte. Das Gericht gab ihr jetzt recht, der Hotelier muss zahlen.
Quelle: https://www.shz.de/lokales/neumuenster/ ... t-47524393
Gericht: Benachteiligt wegen ihrer ethnischen Herkunft
Während der Hotelier im Prozess die Ablehnung aus diskriminierenden Gründen vehement abstritt, räumte eine Mitarbeiterin des Hotels als Zeugin ein, dass allein der Nachname Laubinger für eine Ablehnung der Buchung ausgereicht habe. Das Gericht entschied nun, dass dies ein Verstoß gegen das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) war.
Die Geschäftsführerin der Sinti-Union Schleswig-Holstein, Kelly Laubinger, bekam in Neumünster nur aufgrund ihres Nachnamens kein Hotelzimmer. Sie fühlte sich diskriminiert und klagte. Das Gericht gab ihr jetzt recht, der Hotelier muss zahlen.
Quelle: https://www.shz.de/lokales/neumuenster/ ... t-47524393
Gericht: Benachteiligt wegen ihrer ethnischen Herkunft
Während der Hotelier im Prozess die Ablehnung aus diskriminierenden Gründen vehement abstritt, räumte eine Mitarbeiterin des Hotels als Zeugin ein, dass allein der Nachname Laubinger für eine Ablehnung der Buchung ausgereicht habe. Das Gericht entschied nun, dass dies ein Verstoß gegen das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) war.
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Kerstin
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Re: Fitnessstudio weist trans Frau ab „ 1000 Euro Bußgeld
Tut Blödheit eigentlich weh??räumte eine Mitarbeiterin des Hotels als Zeugin ein, dass allein der Nachname Laubinger für eine Ablehnung der Buchung ausgereicht habe. Das Gericht entschied nun, dass dies ein Verstoß gegen das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) war.
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Anne-Mette
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Re: Fitnessstudio weist trans Frau ab „ 1000 Euro Bußgeld
Ich weiß nicht, aber wenn wir uns in unserem Gesundheits-Netzwerk mal mit "Formen des Schmerzes" beschäftigen, dann kommen wir vielleicht drauf


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Andrea aus Sachsen
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Re: Fitnessstudio weist trans Frau ab „ 1000 Euro Bußgeld
Auf die Gefahr hin, dass ich mich unbeliebt mache: Wenn ich so etwas lese, kriege ich Bauchschmerzen.Für die Antidiskriminierungsstelle des Bundes ist der pauschale Ausschluss von trans Menschen aus Frauen- und Männerräumen rechtswidrig. Bereits im vergangenen Jahr stellte sie gegenüber queer.de klar, dass trans Personen nach dem Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (AGG) der Zutritt auch dann nicht verwehrt werden darf, wenn der amtliche Geschlechtseintrag nicht geändert wurde oder keine geschlechtsangleichenden Operationen vorgenommen wurden (queer.de berichtete).
Da sollen also Menschen ohne VÄ/PÄ und ohne GaOP, die unbekleidet eindeutig als Mann erkennbar sind (den umgekehrten Fall FzM betrachte ich hier mal nicht), Zugang zu Frauenschutzräumen bekommen, nur weil sie sich irgendwie weiblich fühlen. Diskriminierung hin oder her, das geht für mich eindeutig zu weit. Da brauchen wir uns über "Gegenwind" von transfeindlichen Gruppen nicht zu wundern.
Übrigens habe ich meinen amtlichen Geschlechtseintrag auch (noch) nicht geändert und keine geschlechtsangleichende Operation vornehmen lassen. Amtlich bin ich also noch ein Mann und sehe unbekleidet auch so aus. Unter diesen Umständen würde ich nie in eine Frauensauna, -dusche oder —umkleide gehen. Das wäre für mich keine Frage, ob ich es darf, sondern vielmehr eine Frage von Respekt und Anstand. Eine VÄ/PÄ nach dem neuen Selbstbestimmungsgesetz würde für mich daran nicht das geringste ändern, denn mein äußeres Erscheinungsbild bliebe ja unverändert. Nur eine GaOP schaffte eine neue Situation, aber ob ich mich dazu durchringen kann?
Für mich wäre somit eine wichtige Voraussetzung, die oben genannten Frauenbereiche zu betreten, ein einigermaßen stimmiges Erscheinungsbild. Mir ist dabei sehr wohl bewusst, dass es nicht möglich ist, eindeutig zu definieren, was genau darunter zu verstehen ist.
Und um auf die Ausgangssituation zurückzukommen: Ich finde die Reaktion der Betreiberin des Fitnessstudios völlig in Ordnung. Sie hat von Ihrem Hausrecht Gebrauch gemacht, nicht mehr und nicht weniger. Bedenklich finde ich nur, wenn jetzt unter dem Deckmantel der Gleichbehandlung versucht wird, das Hausrecht auszuhöhlen.
Ich gehe aber davon aus, dass dieses von transfeindlichen Gruppen immer wieder beschriebene Horrorszenario von Männern in Frauenschutzräumen wenig Praxisrelevanz hat. Die meisten transsexuellen Frauen werden verantwortungsvoll und mit Fingerspitzengefühl an die Situation herangehen und eher nach praktikablen Lösungen suchen, anstatt "mit dem Kopf durch die Wand" zu wollen. Alle Beteiligten sollten aber auf solche Fälle vorbereitet sein, denn es wird immer "Idioten" geben, die alle Regeln des gegenseitigen Respekts und Anstandes über Bord werfen.
Viele Grüße
Andrea aus Sachsen
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Jaddy
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Re: Fitnessstudio weist trans Frau ab „ 1000 Euro Bußgeld
Nicht alle trans Personen _können_ juristische oder medizinische Angleichungen vornehmen. Beim amtlichen Eintrag waren bisher die Kosten und psychischen Belastungen durch die Gutachten immer wieder Thema. Das mag jetzt mit dem SBGG besser werden, aber wie wir wissen, helfen amtlicher Eintrag oder weiblicher Vorname auf dem Perso erst mal gar nichts an der Tür.
Bei medizinischen Massnahmen sind nach wie vor die Bewilligungen durch die Kassen problematisch, die notwendigen Zwangstherapien und Indikationen bei knappen Plätzen, die Verfügbarkeit von Praxen etc, wieder die Kosten, zum Beispiel für Fahten, medizinische Probleme, notwendige Zeit (bei Job, Familie o.ä), Wartezeiten, die psychische Belastung durch die Hürden, die schiere Dauer der Transition, usw.
Es ist daher mindestens unfair, quasi den vollendeten Katalog zu verlangen, bevor eine trans Person als solche akzeptiert wird.
Und um das ganze mal zu relativieren: Sehr sehr viele trans Personen gehen wie du, Andrea, erst gar nicht in explizit für Frauen gelabelte Räume. Vor und während der Transition und viele auch danach nicht. Größtenteils, weil sie die Demütigungen durch Nichtakzeptanz vermeiden wollen. Das führt dann unter anderem zu einer bekanntermassen stark erhöhten Quote an Blasenentzündungen und Nierenproblemen, weil nicht mal Toiletten aufgesucht werden und zu wenig getrunken wird, um es zu vermeiden.
Umgekehrt halten es viele trans Personen aber auch nicht mehr in der vorherigen Rolle aus. Für trans Frauen werden damit ab einem gewissen Mass an "femininen" Eigenschaften und Details reine Männerzirkel bzw für Männer gelabelte Räume durchaus gefährlich. Die Zahlen sagen ganz klar, dass trans Frauen bzgl Gewalterfahrungen noch stärker gefährdet sind als cis Frauen. Umso mehr je mehr das trans sein "erkennbar" ist - also von anderen so eingeschätzt wird. Das gleiches giltnämich auch für cis Frauen, die "zu männlich" aussehen, egal ob beabsichtigt ("butch") oder nicht.
Je nach Lebensumständen einer trans Person ist es deshalb sehr verständlich, nicht mehr in rein männliche oder auch gemischte Gyms zu gehen, sondern in einen gegen männliche Gewalt geschützten Raum. Es wäre einfacher, wenn statt pauschaler Beurteilungen Abwägungen und individuelle Umstände berücksichtigt würden. Sowohl dort vor Ort, als auch in der Diskussion darüber.
Übrigens hatte die betreffende Frau von sich aus angeboten, die Dusche nicht zu benutzen. Sie wollte einfach nur unbelästigt trainieren.
Bei medizinischen Massnahmen sind nach wie vor die Bewilligungen durch die Kassen problematisch, die notwendigen Zwangstherapien und Indikationen bei knappen Plätzen, die Verfügbarkeit von Praxen etc, wieder die Kosten, zum Beispiel für Fahten, medizinische Probleme, notwendige Zeit (bei Job, Familie o.ä), Wartezeiten, die psychische Belastung durch die Hürden, die schiere Dauer der Transition, usw.
Es ist daher mindestens unfair, quasi den vollendeten Katalog zu verlangen, bevor eine trans Person als solche akzeptiert wird.
Und um das ganze mal zu relativieren: Sehr sehr viele trans Personen gehen wie du, Andrea, erst gar nicht in explizit für Frauen gelabelte Räume. Vor und während der Transition und viele auch danach nicht. Größtenteils, weil sie die Demütigungen durch Nichtakzeptanz vermeiden wollen. Das führt dann unter anderem zu einer bekanntermassen stark erhöhten Quote an Blasenentzündungen und Nierenproblemen, weil nicht mal Toiletten aufgesucht werden und zu wenig getrunken wird, um es zu vermeiden.
Umgekehrt halten es viele trans Personen aber auch nicht mehr in der vorherigen Rolle aus. Für trans Frauen werden damit ab einem gewissen Mass an "femininen" Eigenschaften und Details reine Männerzirkel bzw für Männer gelabelte Räume durchaus gefährlich. Die Zahlen sagen ganz klar, dass trans Frauen bzgl Gewalterfahrungen noch stärker gefährdet sind als cis Frauen. Umso mehr je mehr das trans sein "erkennbar" ist - also von anderen so eingeschätzt wird. Das gleiches giltnämich auch für cis Frauen, die "zu männlich" aussehen, egal ob beabsichtigt ("butch") oder nicht.
Je nach Lebensumständen einer trans Person ist es deshalb sehr verständlich, nicht mehr in rein männliche oder auch gemischte Gyms zu gehen, sondern in einen gegen männliche Gewalt geschützten Raum. Es wäre einfacher, wenn statt pauschaler Beurteilungen Abwägungen und individuelle Umstände berücksichtigt würden. Sowohl dort vor Ort, als auch in der Diskussion darüber.
Übrigens hatte die betreffende Frau von sich aus angeboten, die Dusche nicht zu benutzen. Sie wollte einfach nur unbelästigt trainieren.
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Thea
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Re: Fitnessstudio weist trans Frau ab „ 1000 Euro Bußgeld
Andrea hat es sehr treffend beschrieben, als Transperson, CD, etc. sollte ich erst recht Toleranz gegenüber anderen praktizieren und nicht mein Recht als das Massgebende und von allen anderen zu Respektierende einfordern.
Das ist übrigens das aktuell sehr ausgeprägte Phänomen in unserer Gesellschaft, was uns in aktuelle Krise gebracht hat. Es wird viel zu sehr an sein eigenes Wohl und vermeintliches Recht gedacht und dabei nicht auf das Empfinden der Mehrheit Rücksicht genommen.
LG
Thea
Das ist übrigens das aktuell sehr ausgeprägte Phänomen in unserer Gesellschaft, was uns in aktuelle Krise gebracht hat. Es wird viel zu sehr an sein eigenes Wohl und vermeintliches Recht gedacht und dabei nicht auf das Empfinden der Mehrheit Rücksicht genommen.
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