Nach Angriff auf Transperson: Bremen schiebt Algerier ab | buten un binnen
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Anne-Mette
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Nach Angriff auf Transperson: Bremen schiebt Algerier ab | buten un binnen
Weil der 17-Jährige schon mehrfach auffällig geworden ist, wurde er nun nach Spanien abgeschoben. Er hatte im April eine Transperson am Bremer Hauptbahnhof attackiert.
https://www.butenunbinnen.de/nachrichte ... g-100.html
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steffiSH
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Re: Nach Angriff auf Transperson: Bremen schiebt Algerier ab | buten un binnen
Generell frage ich mich ob denn eine Abschiebung der einzige richtige Weg sein kann. Ohne diesem jungen 17-jährigen mal richtig beizubringen, wie man sich in einer Gesellschaft von Menschen verhält, wird der sich nicht ändern und landet letztendlich im Knast - und das muss alles die Gesellschaft zahlen.
sum sum sum - no Latein
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Anne-Mette
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Re: Nach Angriff auf Transperson: Bremen schiebt Algerier ab | buten un binnen
Das kann ich nicht beurteilen.steffiSH hat geschrieben: Fr 24. Mai 2024, 09:47 Generell frage ich mich ob denn eine Abschiebung der einzige richtige Weg sein kann.
Allerdings scheinen bisherige "Erziehungsversuche" nicht besonders erfolgreich gewesen zu sein
Weil der 17-Jährige schon mehrfach auffällig geworden ist
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Maya
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Re: Nach Angriff auf Transperson: Bremen schiebt Algerier ab | buten un binnen
Ich kann mir nicht vorstellen, dass es viele Leute hier gibt, die es gut finden, dass der nach Spanien abgeschoben wurde.
Bewaffneter Raub, MEHRFACH auffällig, illegal eingereist, Angriff auf Transperson................
Wieso wird der nicht direkt nach Algerien zurück geschickt?
Wer will den den haben und auf seine Bevölkerung loslassen?
Der wird eh in ein paar Wochen wieder hier sein. Natürlich illegal.
Hier wird viel zu lasch mit kriminellen "Schutzsuchenden" umgegangen.
Und dann wundert man sich, dass der Rechtsradikalismus sich europaweit ausbreitet und bei uns die AFD immer mehr Zulauf bekommt.
Wann wachen die Dilettanten in Berlin endlich auf und machen mal bürgernahe Politik.
Ich habe prinzipiell nichts gegen Ausländer.
Aber ich habe etwas gegen mehrfach kriminelle Wiederholungstäter, die in unseren Ländern "Schutz" suchen.
Die brauchen wir hier nicht. Und für diese sollten vereinfachte Abschieberegeln gelten, die dann auch rigoros angewendet werden müssen.
Die Welt dreht sich weiter. Und da müssen auch mal uralte Gesetze den neuen Situationen angepasst werden.
Bewaffneter Raub, MEHRFACH auffällig, illegal eingereist, Angriff auf Transperson................
Wieso wird der nicht direkt nach Algerien zurück geschickt?
Wer will den den haben und auf seine Bevölkerung loslassen?
Der wird eh in ein paar Wochen wieder hier sein. Natürlich illegal.
Warum wird das nicht geändert für solche Kriminelle?Das Gesetz stelle bei Minderjährigen zwar "extrem hohe Anforderungen" an die Unterbringungs- und Versorgungssysteme des Ziellands.
Und wann begreift man endlich, dass diese nicht ausreichen?Klar ist, wir schöpfen alle Möglichkeiten aus, ausländische Straftäter abzuschieben.
Hier wird viel zu lasch mit kriminellen "Schutzsuchenden" umgegangen.
Und dann wundert man sich, dass der Rechtsradikalismus sich europaweit ausbreitet und bei uns die AFD immer mehr Zulauf bekommt.
Wann wachen die Dilettanten in Berlin endlich auf und machen mal bürgernahe Politik.
Ich habe prinzipiell nichts gegen Ausländer.
Aber ich habe etwas gegen mehrfach kriminelle Wiederholungstäter, die in unseren Ländern "Schutz" suchen.
Die brauchen wir hier nicht. Und für diese sollten vereinfachte Abschieberegeln gelten, die dann auch rigoros angewendet werden müssen.
Die Welt dreht sich weiter. Und da müssen auch mal uralte Gesetze den neuen Situationen angepasst werden.
Das Glück ist das einzige, das sich verdoppelt, wenn man es teilt.
Hakuna Matata
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Marlene K.
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Re: Nach Angriff auf Transperson: Bremen schiebt Algerier ab | buten un binnen
Ich weiß nichts über die Lebensgeschichte des jungen Mannes, wo er groß geworden ist, was ihn geprägt hat, wie er geworden ist was er ist. Darüber gibt der Artikel keinerlei Auskunft.Maya hat geschrieben: Fr 24. Mai 2024, 15:33 ...
Wer will den den haben und auf seine Bevölkerung loslassen?
Der wird eh in ein paar Wochen wieder hier sein. Natürlich illegal.Warum wird das nicht geändert für solche Kriminelle?Das Gesetz stelle bei Minderjährigen zwar "extrem hohe Anforderungen" an die Unterbringungs- und Versorgungssysteme des Ziellands.Und wann begreift man endlich, dass diese nicht ausreichen?Klar ist, wir schöpfen alle Möglichkeiten aus, ausländische Straftäter abzuschieben.
Hier wird viel zu lasch mit kriminellen "Schutzsuchenden" umgegangen.
Und dann wundert man sich, dass der Rechtsradikalismus sich europaweit ausbreitet und bei uns die AFD immer mehr Zulauf bekommt.
Wann wachen die Dilettanten in Berlin endlich auf und machen mal bürgernahe Politik.
Ich habe prinzipiell nichts gegen Ausländer.
Aber ich habe etwas gegen mehrfach kriminelle Wiederholungstäter,...
...
Ich frage mich nur, wie mit den Tätern, blond, deutschsprachig, die mich atackieret haben Deiner Meinung nach umgegangen werden sollte.
Wie sollen wir mit in dritter Generation hier lebenden Menschen mit türkischem Pass, die auffällig werden Deiner Meiunung nach umgehen?
Gelten Menschenrechte nur für Deutsche oder Europäer, für alle anderen nur auf Widerruf oder bei Wohlverhalten?
Meiner Meinung nach ist es nicht sinnvoll nach einer solchen kurzen Meldung nach schärferen Gesetzten und besonders nach schärferen Gesetzen gegen eine begrenzte Gruppe, hier Asylbewerber und Menschen mit anderer Nationalität rufen.
Marlene
Ich halte es mit Karl Popper im 1945 formulierten Toleranz-Paradoxon https://de.wikipedia.org/wiki/Toleranz-Paradoxon
Ich bin (nur) intolerant gegenüber der Intoleranz.
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Maxine
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Re: Nach Angriff auf Transperson: Bremen schiebt Algerier ab | buten un binnen
Ich sage hier bewusst ich glaube, da ich nicht voll in der Materie stecke, aber es gibt glaube ich ausreichend rechtliche Möglichkeiten um mit straffälligen Menschen, egal welcher Herkunft, Ethnie, politischer oder sexueller Ausrichtung etc. zu verfahren. Die Frage sollte vielmehr sein, ob unsere Gerichtsbarkeit diese Mittel immer "voll" ausschöpft oder all zu oft am unteren Bereich der Messlatte agiert. Darüber ließe sich bestimmt und und vielfältig Streiten. Wobei Vielfalt doch gerade das ist, was unser Leben bunt und schön macht. Wo wären unsere Dönerläden, Chinarestaurants oder Eisdielen ohne die Menschen, die uns diese nette Dingen, die wir alle gerne haben? Es geht nicht das eine ohne das andere.
Das bedeutet für mich aber nicht, dass ich jemanden, der gegen das Gastrecht in meinem Haus verstößt dort auch weiter dulden muss. Ein Gast, der sich in meiner Wohnung daneben benimmt, darf ich der Wohnung verweisen. Im übertragenen Sinne ist auch unser Land eine Wohnung, eine Heimstatt und jeder Gast, der sich hier nicht benimmt darf ebenfalls der "Wohnung" verwiesen werden. Die Kirschen dafür mögen hoch hängen, aber es wird gemacht. Nur davon lesen wir nichts in den Medien. Und wenn doch, dann im Rahmen eines empörten Aufschreis, weil es ja nicht angeht, dass man einen aktenkundigen Straftäter in seine Heimat abschiebt. Wir können vielleicht nicht die Welt retten, aber wir können versuchen sie ein Stück besser zumachen, daran glaube ich.
Ich glaube aber auch an das Recht auf Schutz, Schutz der Bürger durch die drei Gewalten unseres Staates. Also muss die Politik die Rahmenbedingungen schaffen um auf der einen Seiten Menschen die anderswo durch Krieg oder politischer Verfolgung etc. bedroht sind zu helfen und auf der anderen Seite unser Sozialsystem, das in erster Line den Bürgern unseres Landes helfen soll vor einer Überlastung zu schützen. Dazu gehört eben auch der Umgang mit kriminellen Flüchtlingen oder die "endlose" Aufnahme von Flüchtlingen. Darin sehe ich nichts rassistisches, sondern gesunden Selbstschutz. Was aber definitiv nicht dazu gehört ist eine Forderung danach alle Menschen mit einem Migrationshintergrund rauszuwerfen, dann wären wir wirklich ein armes Deutschland.
Das bedeutet für mich aber nicht, dass ich jemanden, der gegen das Gastrecht in meinem Haus verstößt dort auch weiter dulden muss. Ein Gast, der sich in meiner Wohnung daneben benimmt, darf ich der Wohnung verweisen. Im übertragenen Sinne ist auch unser Land eine Wohnung, eine Heimstatt und jeder Gast, der sich hier nicht benimmt darf ebenfalls der "Wohnung" verwiesen werden. Die Kirschen dafür mögen hoch hängen, aber es wird gemacht. Nur davon lesen wir nichts in den Medien. Und wenn doch, dann im Rahmen eines empörten Aufschreis, weil es ja nicht angeht, dass man einen aktenkundigen Straftäter in seine Heimat abschiebt. Wir können vielleicht nicht die Welt retten, aber wir können versuchen sie ein Stück besser zumachen, daran glaube ich.
Ich glaube aber auch an das Recht auf Schutz, Schutz der Bürger durch die drei Gewalten unseres Staates. Also muss die Politik die Rahmenbedingungen schaffen um auf der einen Seiten Menschen die anderswo durch Krieg oder politischer Verfolgung etc. bedroht sind zu helfen und auf der anderen Seite unser Sozialsystem, das in erster Line den Bürgern unseres Landes helfen soll vor einer Überlastung zu schützen. Dazu gehört eben auch der Umgang mit kriminellen Flüchtlingen oder die "endlose" Aufnahme von Flüchtlingen. Darin sehe ich nichts rassistisches, sondern gesunden Selbstschutz. Was aber definitiv nicht dazu gehört ist eine Forderung danach alle Menschen mit einem Migrationshintergrund rauszuwerfen, dann wären wir wirklich ein armes Deutschland.
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Maya
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Re: Nach Angriff auf Transperson: Bremen schiebt Algerier ab | buten un binnen
Wen interessiert das denn?Marlene K. hat geschrieben: Sa 25. Mai 2024, 10:41 Ich weiß nichts über die Lebensgeschichte des jungen Mannes, wo er groß geworden ist, was ihn geprägt hat, wie er geworden ist was er ist. Darüber gibt der Artikel keinerlei Auskunft.
Der ist mehrfach kriminell und lernt anscheinend nix dazu. Unser Staat ist dem auch nicht beigekommen.
Der ist eine potentielle Gefahr für unsere Bevölkerung!
Und deshalb gehört der raus hier. Und zwar ohne lange Revisionsanträge, Berufungen und was weiss ich sonst noch alles für Einspruchsmöglichkeiten.
Da ist doch die Lebensgeschichte nicht von Relevanz.
Die Bevölkerung ist vor solchen, offensichtlich Integrationsunwilligen Kriminellen, zu schützen.
Ich erwarte von einem "Schutzsuchenden" , dass er schnellsmöglichst unsere Sprache lernt, sich unserem Lebensstil anpasst und sich gefälligst an unsere Gesetze hält.
Wer das nicht will, hat hier nichts zu suchen.
Und zwar unabhängig von seinen Lebensumständen.
Wir können uns nicht bei jedem zuwandernden Kriminellen auch noch um die Lebensgeschichte kümmern.
Da haben wir mit gebürtigen Deutschen schon genug zu tun.
Ich möchte hier noch mal ausdrücklich darauf hinweisen, dass ich mich ausschliesslich auf hochkriminelle sogenannte "Schutzsuchende" beziehe.
Auf solche Menschen kann ich gerne verzichten und wünsche mir eine deutlich härtere Gangart.
Das dauert alles viel zu lange mit denen.
Und damit meine ich nicht den "kleinen" Ladendieb, der mal erwischt wurde und seine Lektion gelernt hat.
Muss es immer erst zum Eklat kommen?
Das ist nicht der erste Wiederholungstäter.
Ich erinnere mal an die Breidscheidplatz Geschichte mit dem Tunesier Amri.
Der war als Gefährder eingestuft, hatte eine 4 jährige Haftstrafe abgesessen, stand unter Beobachtung und sollte abgeschoben werden.
Hätte man den in Gewahrsam genommen, bis zur Abschiebung, würden jetzt noch 12 Menschen leben und 170 wären nicht verletzt worden.
https://www.bpb.de/kurz-knapp/hintergru ... chtsmarkt/
Und das ist jetzt mal nur der krasseste Fall, von den vielen anderen, die hier immer wieder mal passieren.
So langsam müssen die das mal in Berlin begreifen.
Maxine, genau das wollte ich sagen. Nur eben ein wenig "deutlicher".Maxine hat geschrieben: Sa 25. Mai 2024, 11:38 .......
Ich glaube aber auch an das Recht auf Schutz, Schutz der Bürger durch die drei Gewalten unseres Staates. Also muss die Politik die Rahmenbedingungen schaffen um auf der einen Seiten Menschen die anderswo durch Krieg oder politischer Verfolgung etc. bedroht sind zu helfen und auf der anderen Seite unser Sozialsystem, das in erster Line den Bürgern unseres Landes helfen soll vor einer Überlastung zu schützen. Dazu gehört eben auch der Umgang mit kriminellen Flüchtlingen oder die "endlose" Aufnahme von Flüchtlingen. Darin sehe ich nichts rassistisches, sondern gesunden Selbstschutz. Was aber definitiv nicht dazu gehört ist eine Forderung danach alle Menschen mit einem Migrationshintergrund rauszuwerfen, dann wären wir wirklich ein armes Deutschland.
Die paar wenigen (jedoch zu vielen) Kriminellen, deren man nicht Herr wird, schüren den Hass auf ALLE Schutzsuchenden.
Das Glück ist das einzige, das sich verdoppelt, wenn man es teilt.
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Inga
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Re: Nach Angriff auf Transperson: Bremen schiebt Algerier ab | buten un binnen
Hallo, miteinander,
interessant, was Leuten anhand so einer Kurzmeldung schon alles so durch den Kopf geht. Als ob da auf einen Knopf gedrückt worden ist.
Im Übrigen finde ich es schon bedenklich, wenn sich hier im Forum anhand einer kurzen Meldung Leute mit Scharfmachersprüchen gegenseitig hochschaukeln.
Liebe Grüße
Inga
interessant, was Leuten anhand so einer Kurzmeldung schon alles so durch den Kopf geht. Als ob da auf einen Knopf gedrückt worden ist.
Im Übrigen finde ich es schon bedenklich, wenn sich hier im Forum anhand einer kurzen Meldung Leute mit Scharfmachersprüchen gegenseitig hochschaukeln.
Liebe Grüße
Inga
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Jaddy
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Re: Nach Angriff auf Transperson: Bremen schiebt Algerier ab | buten un binnen
In der Tat. Für mich gehen vor allem drei verschiedene Dinge völlig durcheinander, bzw werden vermischt.Inga hat geschrieben: So 26. Mai 2024, 14:22 interessant, was Leuten anhand so einer Kurzmeldung schon alles so durch den Kopf geht. Als ob da auf einen Knopf gedrückt worden ist.
Im Übrigen finde ich es schon bedenklich, wenn sich hier im Forum anhand einer kurzen Meldung Leute mit Scharfmachersprüchen gegenseitig hochschaukeln.
1. Dieser Mensch ist von Heimat und Familie aus Algerien geflohen und hat in Spanien einen Asylantrag gestellt.
2. Er ist aus Spanien und der dortigen Betreuung von Asylsuchenden abgehauen nach Deutschland, spezifisch Bremen.
3. Hier in Bremen ist er kriminell auffällig geworden.
Drei getrennte Aspekte, über deren Hintergründe wir mW nicht mehr wissen, richtig? Nicht über die Geschichte in Algerien, weshalb eine gefährliche Flucht in die nicht wirklich freundliche EU besser erschien, als sich zuhause durchzuschlagen. Nicht weshalb er aus Spanien weg ist und weshalb nach Deutschland, und auch nicht, was ihn auf die Idee einer kleinkriminellen Karriere brachte. Vor allem nicht, weshalb er im März dann eine Person auf dem Hauptbahnhof angegriffen hat. Mit Pfefferspray und Beleidigungen in aller Öffentlichkeit auf irgendwen loszugehen ist ja nicht gerade unauffällig und bringt auch keinen Gewinn.
Also: Nach Europa zu flüchten und Asyl zu beantragen ist erstmal völlig legitim. Die Möglichkeit muss gegeben sein, sonst ist die ganze Idee von Asyl für Verfolgte erledigt. Will das irgendwer? Also ausser rechtsgerichteten Antidemokrat*innen? Klar ist das schwierig. Schliesslich gibt es erstens viele Menschen, die politsch verfolgt werden. Sei es wegen oppositioneller Haltung, Arbeit für Menschenrechte, "falscher" Religion, ihres ethnischen Labels, sexueller Orientierung oder geschlechtlicher Identität. Zweitens eine Menge Opfer "westlicher" Politik, bei denen wir uns auch nicht ethisch sauber aus der Affäre ziehen könnten. Anyway: Asylrecht existiert und ist sogar in die "EU-Verfassung" aka Lissabon-Vertrag eingegossen. Also. Punkt 1 eigentlich kein Thema in dem Fall.
Aus Spanien abzuhauen, well, ist laut Dublinabkommen illegal, also theoretisch eh Abschiebegrund. Ob die Dublin-Verträge legitim und fair sind und nicht nur legal, ist eine andere Diskussion. Solange sie gelten, wäre es klar ein Abschiebefall nach Spanien. Weshalb das erst nach etlichen Begegnungen mit Polizei passierte... wissen wir nicht. Punkt 2 hat also mit der Tat in der Schlagzeile auch nichts zu tun.
Bleibt Punkt 3. Mehrfach kriminell auffällig, u.a. bewaffnete Raubüberfälle, dann der Angriff mit Körperverletzung und queerfeindlichen Beleidigungen. Klare Straftaten, die auch geahndet werden müssen. Weshalb das nicht schon früher passierte... wissen wir nicht. Aber wenn ich die beiden ersten Punkte abziehe, fällt diese Person genau in das Raster derjenigen, die solche Taten begehen. Insbesondere queerfeindliche Angriffe. Nein, ich meine nicht "Ausländer". Ich meine junge Männer zwischen 15 und 35 aus sozial prekären und finanziell schlechten Verhältnissen, in der Regel mit null Perspektive. Zu den Zahlen siehe die PKS und für den queerfeindlichen Teil das Berliner Monitoring.
Ausländisch oder nicht ist keine ursächliche Eigenschaft der Täter (ohne *innen, weil >85% eben jene jungen Männer sind). Herkunft ist nicht einmal eine Korrelation. Im Berliner Monitoring entspricht die Verteilung der Staatsangehörigkeiten bzw "Migratonsgeschichte" genau dem Berliner Bevölkerungsquerschnitt.
Dieser Mensch als Täter hätte also auch genauso gut in Deutschland geboren sein können, mit großer Wahrscheinlichkeit sogar aus einer "urdeutschen" Familie. Geflüchtete und frisch Immigierte sind da nicht häufiger als andere der gleichen Gruppe.
Entscheidend ist also die Frage, wie wir insgesamt mit diesen jungen Männern umgehen wollen. Einzeln einsperren? Druck erhöhen? Oder die Perspektiven verbessern? Was senkt die Kriminalität und erhöht letztlich auch "unsere" Sicherheit"?
Ich finde es viel zu vereinfachend, sich auf einzelne Person zu konzentrieren, weil zufällig auch geflüchtet. Das verschleiert den Blick auf die eigentliche Problemgruppe und spielt gleichzeitig einer radikalen, menschenfeindlichen und von anderen Themen ablenkenden Debatte in die Hände.
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Re: Nach Angriff auf Transperson: Bremen schiebt Algerier ab | buten un binnen
Die Erfolglosigkeit kann zwei Gründe haben:Anne-Mette hat geschrieben: Fr 24. Mai 2024, 10:23Das kann ich nicht beurteilen.steffiSH hat geschrieben: Fr 24. Mai 2024, 09:47 Generell frage ich mich ob denn eine Abschiebung der einzige richtige Weg sein kann.
Allerdings scheinen bisherige "Erziehungsversuche" nicht besonders erfolgreich gewesen zu sein
Weil der 17-Jährige schon mehrfach auffällig geworden ist
die Person lässt sich nicht erziehen
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Re: Nach Angriff auf Transperson: Bremen schiebt Algerier ab | buten un binnen
Hallo, Jaddy,
ja, du führst aus, was mich eigentlich auch beschäftigt.
Der einzelne Person würden ihre transfeindlichen Angrfiffe nicht durch Abschiebung bestraft, wenn ihr Staatsangehörigkeit "deutsch" ist.
Transfeindliche Angriffe deutscher Personen müssen anders bestraft werden. Wie ist da das Strafmaß? sollte dies nicht auch für Personen anderer Staatsangehörigkeit im Zuge der Gleichbehandlung auch gelten?
Liebe Grüße
Inga
ja, du führst aus, was mich eigentlich auch beschäftigt.
Der einzelne Person würden ihre transfeindlichen Angrfiffe nicht durch Abschiebung bestraft, wenn ihr Staatsangehörigkeit "deutsch" ist.
Transfeindliche Angriffe deutscher Personen müssen anders bestraft werden. Wie ist da das Strafmaß? sollte dies nicht auch für Personen anderer Staatsangehörigkeit im Zuge der Gleichbehandlung auch gelten?
Liebe Grüße
Inga