"Kommt einem Todesurteil gleich" DJV appelliert: Julian Assange nicht an die USA ausliefern
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Anne-Mette
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"Kommt einem Todesurteil gleich" DJV appelliert: Julian Assange nicht an die USA ausliefern

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Beitrag von Anne-Mette »

Anne-Mette
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Re: "Kommt einem Todesurteil gleich" DJV appelliert: Julian Assange nicht an die USA ausliefern

Post 2 im Thema

Beitrag von Anne-Mette »

SPIEGEL

WikiLeaks-Gründer Julian Assange darf Berufung gegen Urteil einlegen
175 Jahre Haft würden WikiLeaks-Gründer Julian Assange in den USA drohen. Nun entschied ein Londoner Gericht: Der Whistleblower kann gegen seine Auslieferung in Berufung gehen.


https://www.spiegel.de/ausland/wikileak ... dfe20ed840
Anne-Mette
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Re: "Kommt einem Todesurteil gleich" DJV appelliert: Julian Assange nicht an die USA ausliefern

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Beitrag von Anne-Mette »

shz

Urteil in London: Julian Assange wird nicht unmittelbar an USA ausgeliefert


https://www.shz.de/deutschland-welt/pol ... t-46716505
Anne-Mette
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Re: "Kommt einem Todesurteil gleich" DJV appelliert: Julian Assange nicht an die USA ausliefern

Post 4 im Thema

Beitrag von Anne-Mette »

Spiegel

Nach Forderung aus Australien USA erwägen Ende der Strafverfolgung von Julian Assange


https://www.spiegel.de/ausland/julian-a ... 688c5e7aab
Blossom
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Re: "Kommt einem Todesurteil gleich" DJV appelliert: Julian Assange nicht an die USA ausliefern

Post 5 im Thema

Beitrag von Blossom »

Wie auch immer das Ende ausgeht ... Der Typ war sich der Konsequenzen zuvor bewusst. Für mich hat er einen Verrat begangen, der verfolgt gehört. Seine Beweggründe sind für mich dabei nicht relevant. Während meiner Militärzeit sind mir auch viele Unterlagen in die Hände gekommen, die mit Sicherheitsstufen versehen waren ... Mir hat nicht jeder Inhalt gefallen, einiges wäre sicher auch für die Presse interessant gewesen ... auch habe ich nicht hinter allem gestanden. Aber ich habe einen Eid abgelegt, an den ich mich auch heute noch gebunden sehe. Das mögen andere anders sehen ... für mich hat er einen Geheimnisverrat begangen. Er hätte auch schlicht seinen Abschied nehmen können, als er feststellte, nicht mehr hinter dem zu stehen, wozu er sich aus eigenen Stücken verpflichtet hatte.
Jeder hat in seinem Leben Menschen um sich, die schwul, lesbisch, transgender oder bisexuell sind.
Sie wollen es vielleicht nicht zugeben, aber ich garantiere, sie kennen jemanden.
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Re: "Kommt einem Todesurteil gleich" DJV appelliert: Julian Assange nicht an die USA ausliefern

Post 6 im Thema

Beitrag von Vesta »

Blossom hat geschrieben: Do 11. Apr 2024, 14:23[...] Für mich hat er einen Verrat begangen, der verfolgt gehört. [...] Während meiner Militärzeit [...] Aber ich habe einen Eid abgelegt,[...] Er hätte auch schlicht seinen Abschied nehmen können, als er feststellte, nicht mehr hinter dem zu stehen, wozu er sich aus eigenen Stücken verpflichtet hatte.
Sorry, sachlich falsch.

Assange ist Australier und war es immer, er hat nie beim US-Militär gedient, er hat keinen Eid abgelegt, er hatte keinen offiziellen Zugang zu geheimen Dokumenten und er hat damit keinen Geheimnisverrat begangen.

Assange hat nur Dokumente veröffentlicht, die andere ihm zugespielt haben.
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Re: "Kommt einem Todesurteil gleich" DJV appelliert: Julian Assange nicht an die USA ausliefern

Post 7 im Thema

Beitrag von Blossom »

Vesta hat geschrieben: Do 11. Apr 2024, 15:09 Sorry, sachlich falsch.

Alles gut, hast recht ... Ich hatte ihn als Amerikaner auf dem Schirm ... mein Fehler.
Jeder hat in seinem Leben Menschen um sich, die schwul, lesbisch, transgender oder bisexuell sind.
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Re: "Kommt einem Todesurteil gleich" DJV appelliert: Julian Assange nicht an die USA ausliefern

Post 8 im Thema

Beitrag von Patricia »

Ich denke die US-Behörden möchten an Assange ein Exempel statuieren. Damit niemand in Zukunft es wagt derart brisante Informationen zu veröffentlichen. Anders kann ich es mir nicht erklären, dass Chelasea M. begnadigt wurde während Assange 175 Jahre Haft drohen.

Persönlich finde/fand ich Assange nie besonders sympathisch und ich verstehe auch, dass die Veröffentlichung der Dokumente Menschenleben gefährdet hat. Und zugleich hat es Menschenrechtsverletzungen und Kriegsverbrechen seitens der USA ans Tageslicht gebracht. Wir brauchen in der Tat deutlich mehr Menschen auf dieser Welt vom Format Assange, Manning oder Snowden.

Bitte versteht mich nicht falsch, ich bin nicht gegen Soldaten oder Armeen die dazu da sind unsere Freiheit zu verteidigen. Im Gegenteil. Ich bin der Meinung, dass jede Nation das Recht besitzt sich gegen Aggressoren von Außen zu verteidigen.

Kriegsverbrechen und Menschenrechtsverletzungen sind dennoch zu ahnden.

LG
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Re: "Kommt einem Todesurteil gleich" DJV appelliert: Julian Assange nicht an die USA ausliefern

Post 9 im Thema

Beitrag von Lana »

Blossom hat geschrieben: Do 11. Apr 2024, 14:23 Aber ich habe einen Eid abgelegt, an den ich mich auch heute noch gebunden sehe.
Dein Eid beinhaltet *nicht* die Deckung oder Vertuschung von Kriegsverbrechen. Er verpflichtet dich vielmehr dazu, bei deren Aufklärung mitzuwirken, sobald du Kenntnis davon erhältst.

Zum Fall Assange:
Deine Behauptung mit dem Eid würde bereits aufgeklärt. Vermutlich verwechselst du Assange mit Snowden oder Manning.

Praktisch sämtliche Anschuldigungen gegen Assange wurden von seinen Anwälten widerlegt. Sie beruhen auf Verdrehung von Tatsachen und aktiven Falschbehauptungen der USA, die bisher keine gerichtsfesten Beweise vorlegen konnten. Das betrifft vor allem die Behauptung, dass Menschenleben durch die Veröffentlichung der Dokumente gefährdet gewesen seien. Dafür gibt es keine Belege. Nicht mal ein Einzelfall.

Zudem hat Assange die Dokumente nicht veröffentlicht, sondern diversen Medienvertretern ein passwortgeschützten Zugang gegeben. Darunter Mitarbeiter der britischen Zeitung The Guardian. Dieser Mensch hat die Zugangsdaten in einem Buch veröffentlicht, so dass jeder freien Zugriff auf sensible Daten haben konnte. Assange hatte bis zu diesem Zeitpunkt nur einzelne Dokumente veröffentlicht, die zuvor auf Sicherheitsaspekte geprüft wurden. In Zweifelsfällen wurden Namen geschwärzt. Erst als die Daten durch das Verhalten des Guardian-Mitarbeiters öffentlich zugänglich gemacht wurden, hat Assange das Verfahren zur Veröffentlichung geändert und alle betroffenen Dokumente frei in Netz gestellt.

Das ist ein Ergebnis der bisherigen Gerichtstermine in London. Dass die Vergewaltigungsvorwürfe in Schweden auf Falschaussagen beruhten dürfte sich inzwischen rumgesprochen haben.

Es bleibt der "Geheimnisverrat". Dieser Vorwurf ist absurd, weil Assange lediglich geheime Daten zugänglich gemacht hat, die andere ihm zugespielt haben. Verrat haben diese begangen, nicht Assange. Ebensowenig war er durch eine Rechtsvorschrift zur Geheimhaltung dieser Daten verpflichtet.

Er kann nicht gegen etwas verstoßen haben, das für ihn gar nicht gilt (nämlich US-Recht). Oder willst du ernsthaft darüber diskutieren, ob US-Gesetze weltweite Gültigkeit haben sollen, umbeachtlich der Staatsangehörigkeit der beschuldigen Person? Das würde jegliche Rechtssicherheit auf nationalstaatlicher Ebene untergraben und ist vollkommen inakzeptabel.

LGL
Das Herz hat seine Gründe, die der Verstand nicht kennt.
Blaise Pascal
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Re: "Kommt einem Todesurteil gleich" DJV appelliert: Julian Assange nicht an die USA ausliefern

Post 10 im Thema

Beitrag von Blossom »

Lana hat geschrieben: Do 11. Apr 2024, 23:07 Deine Behauptung mit dem Eid würde bereits aufgeklärt. Vermutlich verwechselst du Assange mit Snowden oder Manning.
Ja, habe ich doch längst eingeräumt. Ich hatte Manning im Kopf. Der Fehler wurde mir bewusst, als die erste Rückmeldung kam.

Und ja, ich würde zur Aufklärung eines Verbrechens beitragen - das beinhaltet aber nicht, auch an die Öffentlichkeit gehen zu müssen.
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Re: "Kommt einem Todesurteil gleich" DJV appelliert: Julian Assange nicht an die USA ausliefern

Post 11 im Thema

Beitrag von Vesta »

Blossom hat geschrieben: Do 11. Apr 2024, 23:16 das beinhaltet aber nicht, auch an die Öffentlichkeit gehen zu müssen
Im Falle von Chelsea Mannings (übrigens eine von uns :wink: ) und Edward Snowden möglicherweise schon. Wenn die Meldung an Vorgesetzte oder die Polizei mit großen Risiken verbunden ist, weil Vertuschung und Abwehrmaßnahmen mit persönlichen Konsequenzen zu erwarten sind, dann kann der Gang an die Öffentlichkeit als Ultima Ratio angebracht sein. Ich bin den beiden jedenfalls dankbar, dass sie es gemacht haben.
Lana hat geschrieben: Do 11. Apr 2024, 23:07 Das betrifft vor allem die Behauptung, dass Menschenleben durch die Veröffentlichung der Dokumente gefährdet gewesen seien. Dafür gibt es keine Belege. Nicht mal ein Einzelfall.
Belege wird es auch nicht geben, weil die Geheimdienste dadurch diese Menschen oder deren Kontaktpersonen erst recht gefährden würden, oder weil der Geheimdienst seine Methoden vor Ort offenlegen müsste.

Wer als Wistleblower, egal ob bei Geheimdiensten, beim Staat oder in der Wirtschaft, an die Öffentlichkeit geht, nimmt große Verantwortung auf sich. Und wer dieser Verantwortung gerecht wird, verdient Respekt.
Anne-Mette
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Re: "Kommt einem Todesurteil gleich" DJV appelliert: Julian Assange nicht an die USA ausliefern

Post 12 im Thema

Beitrag von Anne-Mette »

TAGESSCHAU

WikiLeaks-Gründer Assange auf dem Weg in die Freiheit

Mehr als zehn Jahre dauerte der Rechtsstreit um eine Auslieferung von Julian Assange an - nun darf er wohl in seine Heimat Australien zurückkehren. Hintergrund ist ein Deal mit den USA, der ein Schuldbekenntnis des WikiLeaks-Gründers vorsieht.

https://www.tagesschau.de/ausland/assange-312.html
Anne-Mette
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Erstes Foto von Julian Assange und seiner Familie seit seiner Heimkehr


https://www.shz.de/deutschland-welt/pol ... d-47472495
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