Der Kampf der ausgeschlossenen Transgender-Schwimmerin Lia Thomas | DerStandard
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Anne-Mette
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Der Kampf der ausgeschlossenen Transgender„Schwimmerin Lia Thomas | DerStandard

Post 1 im Thema

Beitrag von Anne-Mette »

Die US-Amerikanerin rief den Sportgerichtshof an. Fachleute sehen Fairness im Frauensport gefährdet, weil eine männliche Pubertät einen "permanenten Vorteil" bringe

https://www.derstandard.de/story/300000 ... lia-thomas
SylviaM
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Re: Der Kampf der ausgeschlossenen Transgender„Schwimmerin Lia Thomas | DerStandard

Post 2 im Thema

Beitrag von SylviaM »

Der Auftritt von Lia Thomas hatte damals für Fuore gesorgt weil sie alle Konkurrentinnen in Grund und Boden geschwommen hat.
Wettbewerbsvorteile lassen sich also nicht absprechen und ich persönlich finde es nicht mehr gut, dass wenn diese durch Operationen und Einnahmen von Mitteln erreicht werden, auch wenn hier die Motivation eine andere ist
Wer weiß wohin sich einige Länder dran treiben lassen würden
Daher wäre ich auch eher für Ausschlüsse im Sinne der Fairness
Warum das auch bei Dart und Schach der Fall ist erschließt sich mir nicht, offenbar geht der Unterschied zwischen M und W weit über die Hormone aus
Viele Grüße
Syl
Jaddy
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Re: Der Kampf der ausgeschlossenen Transgender„Schwimmerin Lia Thomas | DerStandard

Post 3 im Thema

Beitrag von Jaddy »

SylviaM hat geschrieben: Mi 10. Apr 2024, 11:34 Der Auftritt von Lia Thomas hatte damals für Fuore gesorgt weil sie alle Konkurrentinnen in Grund und Boden geschwommen hat.
Das "in Grund und Boden geschwommen" ist aus meiner Sicht etwas übertrieben:
By 2021, she had met the NCAA hormone therapy requirements to swim on the women's team. [da war sie 21/22, also durchaus noch im körperlichen Wachstum]

Thomas lost muscle mass and strength through testosterone suppression and hormone replacement therapy. Her time for the 500 freestyle is over 15 seconds slower than her personal bests before medically transitioning. Thomas's event progression peaked in 2019 for distance swimming, with a drop in times during the 2021—22 season. Her event progression for sprint swimming reflected a dip at the start of 2021—22 season before returning to near-lifetime bests in the 100 free and a lifetime personal best in the 50 free in 2021.

In the 2018—2019 season she was, when competing in the men's team, ranked 554th in the 200 freestyle, 65th in the 500 freestyle, and 32nd in the 1650 freestyle. In the 2021—2022 season, those ranks are now, when competing in the women's team, fifth in the 200 freestyle, first in the 500 freestyle, and eighth in the 1650 freestyle. According to an archived page of the swimming data website Swimcloud, Thomas was ranked 89th among male college swimmers for that season.

In a race during January 2022 at a meet against UPenn's Ivy League rival Yale, Thomas finished in 6th place in the 100m freestyle race, losing to four cisgender women and Iszac Henig, a transgender man, who transitioned without hormone therapy.

In March 2022, Thomas became the first openly transgender athlete to win an NCAA Division I national championship in any sport after winning the women's 500-yard freestyle with a time of 4:33.24; Olympic silver medalist Emma Weyant was second with a time 1.75 seconds behind Thomas. Thomas did not break any records at the NCAA event, while Kate Douglass broke 18 NCAA records. Thomas was 9.18 seconds short of Katie Ledecky's NCAA record of 4:24.06. In the preliminaries for the 200 freestyle, Thomas finished second. In the final for the 200 freestyle, Thomas placed fifth with a time of 1:43.50. In the preliminaries for the 100 freestyle, Thomas finished tenth. In the finals for the 100 freestyle, Thomas placed eighth out of eight competitors in 48.18 seconds, finishing last.

The March 2022 NCAA championship was Thomas's last college swimming event. By the conclusion of Thomas's swimming career at UPenn in 2022, her rank had moved from 65th on the men's team to 1st on the women's team in the 500-yard freestyle, and 554th on the men's team to fifth on the women's team in the 200-yard freestyle. According to the swimming data website Swimcloud, Thomas was ranked 36th among female college swimmers in the United States for the 2021—2022 season, and 46th among women swimmers nationally.
(https://en.wikipedia.org/wiki/Lia_Thomas)

Zum einen wird also eine trans Frau nicht automatisch alles gewinnen. Die Rekorde stellen andere auf. Zum anderen muss hier sehr stark das US College-Sport-System beachtet werden. Da steckt eine Menge Geld drin, eher vergleichbar mit unserer Spitzenförderung, aber mit Betonung der wirtschaftlichen Verwertung der Sportler*innen - und das heisst bevozugt der Jungs/Männer.

Siehe vor allem hier: Jungs werden (nicht nur in USA) stärker auf Sport sozialisiert, stärker gefördert (Familie, Verein, Sponsoren), usw. Heisst, dass Mädchen/Frauen strukturell benachteiligt werden, unabhängig von körperlichen Dingen. Eindeutige medizinische Erkenntnisse gibt es hingegen immer noch nicht. Alles widersprüchlich.
SylviaM
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Re: Der Kampf der ausgeschlossenen Transgender„Schwimmerin Lia Thomas | DerStandard

Post 4 im Thema

Beitrag von SylviaM »

Was hat denn jetzt die strukturelle Benachteiligung von Mädchen und Frauen in dem Kontext für eine Bedeutung?
Jaddy
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Re: Der Kampf der ausgeschlossenen Transgender„Schwimmerin Lia Thomas | DerStandard

Post 5 im Thema

Beitrag von Jaddy »

SylviaM hat geschrieben: Mi 10. Apr 2024, 12:19 Was hat denn jetzt die strukturelle Benachteiligung von Mädchen und Frauen in dem Kontext für eine Bedeutung?
Es geht um die Benachteiligung von Mädchen und Frauen bzw eher um die Bevorzugung von Jungs und Männern bei der Förderung im Sport.

Zum Beispiel werden Jungs von ihren Familien her eher auf Kraft/Ausdauer-Sport hin gefördert. Auch im Schulsport. "Mädchensport" sieht anders aus als "Jungssport". Anders gesagt: Es werden schon tendenziell mehr Jungs als Mädchen in Richtung (Schwimm)sport gehen und dann auch noch eher familär im Hinblick auf Leistungsport unterstützt.

Verbände und Vereine fördern eher Jungs/Männer mit Trainingszeit, Räumen, Lehrpersonen, individueller Unterstützung und letztlich mit Geld (für diese Dinge). Krassestes Beispiel: Fussball. Es gibt quasi überall EInstiegs- und Aufsteigsmöglichkeiten für Jungs ab 5 oder so, aber mögliche Spitzenfussballerinnen haben häufig nicht mal eine Gruppe in den Vereinen in der Nähe plus keine Aufmerksamkeit, keine Entdeckung und keine Förderung.

In den USA ist das besonders intensiv, weil Wettbewerbe von Jungs/Männern medial sehr im Fokus sind und die Colleges für Spitzenleistungen Sponsor*innen, Spenden und gut betuchte Förder*innen bekommen. Diese Rankings, die ich zitiert habe, sind nationale Hochschulsport-Ranglisten, die in landesweiten Medien berichtet werden. Bei uns werden die höchstens in Sportzeitschriften hinten irgendwo berichtet. Aber auch bei uns geht es um (Werbe)geld und das fliesst nur für populäre Sportarten.

Heisst: Wer als Junge aufwächst, hat eine bessere Ausgangsposition und bekommt mehr Unterstützung, weil ein passender Verein in der Nähe ist, gute Lehrpersonen, Ausstattung, Zeiten und Räume, etc und hat deshalb bessere Chancen, sich zu entwickeln, als als Mädchen.

Das zeigt die kanadische Studie auf.
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