Entschuldige bitte, aber ich glaube, dass du meinen zentralen Punkt komplett übersiehst. Ich bin auch von manchen Dingen genervt, wie übermässig viel Fussball oder Olympia und bin heilfroh, in keiner Karnevalsgegend zu wohnen. Das ist nervig, aber nicht schlimm, weil normalerweise vermeidbar. Ich habe ja Ausweichmöglichkeiten. Ich habe auch kein Problem, wenn irgendeine Religionsgemeinschaft an irgendwelchen Tagen ihren Glauben feiert. Unter sich. Anderen Raum zum ausweichen lassend.Patricia hat geschrieben: Fr 29. Mär 2024, 00:13 Ja es mag sein, dass nicht Gläubige oder Andersgläubige ein wenig eingeschränkt werden, das bestreite ich nicht.
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Es hat schon etwas mit gegenseitigem Respekt zu tun, wenn man solche Tage "duldet".
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Ja, ich möchte auch von vielen gesellschaftlichen Dingen gerne verschon bleiben.
Was ich kritisiere sind zwei Dinge:
1. Weil wir das glauben ist nicht nur Feiertag - das wäre okay - sondern wir bestimmen auch, dass alle anderen keinen Spass haben dürfen. Letzteres geht über einen normalen Feiertag hinaus.
2. Wir nehmen uns heraus, Feiertage für genau unsere Religion festzulegen, auch noch so besonders restriktive, aber alle anderen kriegen gar nichts.
Übersetzt: "Weil ich glaube, dass der Mond aus grünem Käse ist, darfst du heute nicht in die Disco". Argument by Osterhase. Das ist sowas von überhaupt nicht logisch, freiheitlich oder demokratisch legitim, dass ich mich frage, wie irgendwer das einfach so durchwinken kann.
Es ist ja auch nicht gerecht oder ausgeglichen. Stell dir mal vor, Ramadan wäre plötzlich verbindlich und sämtliche Gastronomie wäre bis Sonnenuntergang dicht und ausserhalb von Privaträumen wäre tagsüber essen und trinken verboten. Da würden etliche fragen, wieso genau irgendeine Gruppe allen anderen derart ins erlaubte Verhalten eingreifen darf. Wer fasten will: bitte sehr. Wer nicht tanzen will: bitte sehr. Aber Anders- und Nichtgläubigen normales Leben zu verbieten, also zB Party machen, wo Gläubige überhaupt nicht tangiert werden, ist schon ein starkes Stück und mir fällt absolut kein legitimer Grund ein, der das rechtfertigt. Insbesondere weil eben nicht gleiches Recht für alle (Weltanschauungen) gilt.
Ich sehe nicht, was ich dadurch gewinne, dass eine religiöse Gruppe mir an irgendwelchen Tagen verbietet, öffentlich Musik zu machen, tanzen zu gehen, bestimmte Filme im Kino zu sehen, usw.
