Trans-Jugendliche: Experten klären über Geschlechtsangleichung auf
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Anne-Mette
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Trans„Jugendliche: Experten klären über Geschlechtsangleichung auf
SCHWÄBISCHE
In Blaubeuren erklärten Experten, was es mit dem Thema auf sich hat und wie Eltern ihre Kinder begleiten können.
"Wir erleben einen regelrechten Hype", konstatiert Dr. med. Alexander Korte, leitender Oberarzt der Abteilung "Kinder-und Jugendlichenpsychiatrie" der Ludwig-Maximilian-Universität München.
https://www.schwaebische.de/regional/ul ... en-2381822
Ich hätte mir andere/weitere "Experten" (d/m/w) gewünscht, z.B. Vertretende aus Selbsthilfegruppen, jemand von der dgti...
In Blaubeuren erklärten Experten, was es mit dem Thema auf sich hat und wie Eltern ihre Kinder begleiten können.
"Wir erleben einen regelrechten Hype", konstatiert Dr. med. Alexander Korte, leitender Oberarzt der Abteilung "Kinder-und Jugendlichenpsychiatrie" der Ludwig-Maximilian-Universität München.
https://www.schwaebische.de/regional/ul ... en-2381822
Ich hätte mir andere/weitere "Experten" (d/m/w) gewünscht, z.B. Vertretende aus Selbsthilfegruppen, jemand von der dgti...
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Jaddy
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Re: Trans„Jugendliche: Experten klären über Geschlechtsangleichung auf
Ja. Offenbar waren da ausschliesslich "kritische" Leute versammelt. Keine Betroffene und keine Praktiker*innen. Das ist weniger Beratung, als klares "auf keinen Fall!". Es fehlt jegliche journalistische Einordnung, dass zB der Fachkonsens völlig anders aussieht und die Zahlen tw grundfalsch und die Aussagen vollkommen einseitig sind.
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Anne-Mette
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Re: Trans„Jugendliche: Experten klären über Geschlechtsangleichung auf
Insofern sind es für mich auch keine "Experten", die den Anforderungen genügen, die ich an eine "aufklärende Informationsveranstaltung" stelle.Jaddy hat geschrieben: Mi 27. Mär 2024, 14:15 Offenbar waren da ausschliesslich "kritische" Leute versammelt.
Wahre "Experten" sind in der Lage, das Thema vielschichtig zu betrachten und zu erläutern.
Wenn keine Vertretenden von Gegenpositionen anwesend sind, die zu Wort kommen können, dann ist es keine "Aufklärung über Geschlechtsangleichung".
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Vesta
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Re: Trans„Jugendliche: Experten klären über Geschlechtsangleichung auf
So verkehrt ist der Artikel nicht. Den Hype gibt es wirklich. Zumindest wenn man das Wort "Hype" nicht zu ernst nimmt.
Mein Psych meinte, er habe als Patientin ein Mädchen aus der 9. Klasse, die sagte, in ihrer Klasse hätten noch zwei, drei Mädchen so etwas. Na das ist doch *das* Argument. "Mia braucht unbedingt eine OP, weil Lena und Maria auch eine wollen." Damit ist jeder MDK sofort überzeugt.
Gerade Mädchen haben in der Pubertät Probleme, sich selbst und ihre Rolle (die keine stereotype zu sein braucht) zu finden und anzunehmen. Der Gedanke, mal im anderen Geschlecht zu sein, ist attraktiv. Ich hatte neulich in der Buchhandlung ein Buch für diese Altersgruppe in der Hand. Wenn ich den Klappentext recht in Erinnerung habe, ging es da um "Changers", die ein Jahr als Mädchen und dann ein Jahr als Junge leben. Für 14-jährige Mädchen ist das hochinteressant. Aufklärung über Transsexualität fällt dann auf den völlig falschen Boden.
Daher ist es wichtig, dass den Jugendlichen Alternativen angeboten werden. Vorbilder (starke Frauen!), Rollenbilder (nein, nicht mit 20 Mutter und Hausfrau), Selbstverwirklichung, Selbsterkenntnis. Es darf nicht nur Aufklärung über Transsexualität geben, sondern beide Seiten müssen sichtbar sein. Da sind die Medien, insbesondere aber nicht nur die sozialen Medien, oft kontraproduktiv. "Mia heißt jetzt Markus und ist glücklich" ist halt viel interessanter als "Mia wollte mal ein Junge werden, aber das war's dann doch nicht".
Bei der Entwicklung drohen die wenigen echt transsexuellen Jugendlichen unterzugehen. Früher war der Besuch beim Psychologen eine große Hemmschwelle, die nur überschritten hatte, wer es ernst meinte, aber wenn heute ein Besuch beim Psychologen cool ist ... . Die Psychologen müssen viel mehr aufpassen, nicht die Falschen zu medizinischen Maßnahmen zu schicken.
Hier im Forum ist diese Entwicklung nicht sichtbar. Die Jugendlichen aus diesen Altersgruppen sind hier nicht angemeldet. Das Forum ist halt nicht auf Tiktok und Insta präsent.
Mein Psych meinte, er habe als Patientin ein Mädchen aus der 9. Klasse, die sagte, in ihrer Klasse hätten noch zwei, drei Mädchen so etwas. Na das ist doch *das* Argument. "Mia braucht unbedingt eine OP, weil Lena und Maria auch eine wollen." Damit ist jeder MDK sofort überzeugt.
Gerade Mädchen haben in der Pubertät Probleme, sich selbst und ihre Rolle (die keine stereotype zu sein braucht) zu finden und anzunehmen. Der Gedanke, mal im anderen Geschlecht zu sein, ist attraktiv. Ich hatte neulich in der Buchhandlung ein Buch für diese Altersgruppe in der Hand. Wenn ich den Klappentext recht in Erinnerung habe, ging es da um "Changers", die ein Jahr als Mädchen und dann ein Jahr als Junge leben. Für 14-jährige Mädchen ist das hochinteressant. Aufklärung über Transsexualität fällt dann auf den völlig falschen Boden.
Daher ist es wichtig, dass den Jugendlichen Alternativen angeboten werden. Vorbilder (starke Frauen!), Rollenbilder (nein, nicht mit 20 Mutter und Hausfrau), Selbstverwirklichung, Selbsterkenntnis. Es darf nicht nur Aufklärung über Transsexualität geben, sondern beide Seiten müssen sichtbar sein. Da sind die Medien, insbesondere aber nicht nur die sozialen Medien, oft kontraproduktiv. "Mia heißt jetzt Markus und ist glücklich" ist halt viel interessanter als "Mia wollte mal ein Junge werden, aber das war's dann doch nicht".
Bei der Entwicklung drohen die wenigen echt transsexuellen Jugendlichen unterzugehen. Früher war der Besuch beim Psychologen eine große Hemmschwelle, die nur überschritten hatte, wer es ernst meinte, aber wenn heute ein Besuch beim Psychologen cool ist ... . Die Psychologen müssen viel mehr aufpassen, nicht die Falschen zu medizinischen Maßnahmen zu schicken.
Hier im Forum ist diese Entwicklung nicht sichtbar. Die Jugendlichen aus diesen Altersgruppen sind hier nicht angemeldet. Das Forum ist halt nicht auf Tiktok und Insta präsent.
Ja, da hast du recht. Leider, denn damit ist es kein guter Artikel. Die Überlegung, wie geht man mit denen um, die tatsächlich transsexuell sind, und für die Pubertätsblocker eine große Erleichterung im Leben sein werden, , gehört da mit rein, und wenn es nur in einem Satz ist.
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Anne-Mette
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Re: Trans„Jugendliche: Experten klären über Geschlechtsangleichung auf
Moin,
wie ist das zu verstehen?
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Jaddy
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Re: Trans„Jugendliche: Experten klären über Geschlechtsangleichung auf
Deshalb finde ich das Transskript der Präsentation so interessant, weil daraus hervorgeht, dass bei Kindern und Jugendlicher nicht der gleiche Prozess wie bei Erwachsenen stattfindet bzw stattfinden kann.Vesta hat geschrieben: Mi 27. Mär 2024, 19:37 Bei der Entwicklung drohen die wenigen echt transsexuellen Jugendlichen unterzugehen. Früher war der Besuch beim Psychologen eine große Hemmschwelle, die nur überschritten hatte, wer es ernst meinte, aber wenn heute ein Besuch beim Psychologen cool ist ... . Die Psychologen müssen viel mehr aufpassen, nicht die Falschen zu medizinischen Maßnahmen zu schicken.
Die 0,2 bis 0,8% liegen auch niedriger als wenn Erwachsene einbezogen werden. Der Haupt-Coming-Out Altersbereich liegt bei Mitte / Ende 20 bis Mitte 30. Da gleicht sich auch das Geschlechterverhältnis aus.