Änderung der Verordnung beschlossen: Bayern verbietet Gendern an Unis und Schulen - # 2
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Anne-Mette
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Re: Änderung der Verordnung beschlossen: Bayern verbietet Gendern an Unis und Schulen
BRIGITTE
Gender-Verbot in Bayern Die Angst der Männer wächst
https://www.brigitte.de/aktuell/gesells ... 88164.html
Gender-Verbot in Bayern Die Angst der Männer wächst
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Malvine
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Re: Änderung der Verordnung beschlossen: Bayern verbietet Gendern an Unis und Schulen
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Wer Verbote braucht, um seine Macht zu zementieren, um den ist es nicht gut bestellt. Was mich bisher immer gestört hat, waren die uneinheitlichen Schreibweisen - jeder kann beim gendern schreiben wie er es für richtig hält. Ich hätte mich gefreut, wenn es eine einheitliche Vorgabe "von oben" gegeben hätte zur einheitlichen Anwendung.
Gespannt bin ich jetzt, was die Konsequenzen bei Nichtbeachtung der Vorgabe sein wird.
LG
Malvine
Nicht das schwarze Schaf ist anders, die Weißen sind alle gleich
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Marlen
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Re: Änderung der Verordnung beschlossen: Bayern verbietet Gendern an Unis und Schulen
Alte weiße Männer, vom drohenden Machtverlust in Angst versetzt, schreiben jungen Menschen vor, wie sie gefälligst in Zukunft zu sprechen haben.
Erbärmlich!
Liebe Grüße
Marlen
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Nora_7
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Re: Änderung der Verordnung beschlossen: Bayern verbietet Gendern an Unis und Schulen
Woher nimmst du, dass die Jugend Treiber des Gendern ist? Ich sehe die Aktivitäen vorwiegend bei mittelalten bis alten Feministinnen. Für mich ist Gendern auch eine verstärkte bipolare Zuordnung. Ist das gewollt?Marlen hat geschrieben: So 24. Mär 2024, 23:13 Alte weiße Männer, vom drohenden Machtverlust in Angst versetzt, schreiben jungen Menschen vor, wie sie gefälligst in Zukunft zu sprechen haben.
Erbärmlich!
Liebe Grüße
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Anne-Mette
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Re: Änderung der Verordnung beschlossen: Bayern verbietet Gendern an Unis und Schulen
WDR
WDR-Studie: So gendern die Deutschen
Stand: 06.02.2023, 06:00 Uhr
Gendergerechte Sprache ist vielen Deutschen nicht so wichtig. Das zeigt eine repräsentative Umfrage von infratest dimap im Auftrag des WDR. Weiteres Fazit: Zwei Drittel der Befragten sind für die Doppelnennung in der Berichterstattung, andere Formen des Genderns werden hingegen weniger akzeptiert.
[...]
Dabei gab es bei den Antworten der Befragten auch kaum Unterschiede zwischen Männern und Frauen. Aber: Jüngeren Menschen ist das Thema offenbar wichtiger als älteren. Zum Vergleich: 43 Prozent der jüngeren Umfrageteilnehmer (14-29) ist das Thema Gendern wichtig, 68 Prozent der Älteren (50-59) ist das Thema weniger bis gar nicht wichtig.
Grafik dazu im WDR-Beitrag
https://www1.wdr.de/nachrichten/gender- ... p-100.html
WDR-Studie: So gendern die Deutschen
Stand: 06.02.2023, 06:00 Uhr
Gendergerechte Sprache ist vielen Deutschen nicht so wichtig. Das zeigt eine repräsentative Umfrage von infratest dimap im Auftrag des WDR. Weiteres Fazit: Zwei Drittel der Befragten sind für die Doppelnennung in der Berichterstattung, andere Formen des Genderns werden hingegen weniger akzeptiert.
[...]
Dabei gab es bei den Antworten der Befragten auch kaum Unterschiede zwischen Männern und Frauen. Aber: Jüngeren Menschen ist das Thema offenbar wichtiger als älteren. Zum Vergleich: 43 Prozent der jüngeren Umfrageteilnehmer (14-29) ist das Thema Gendern wichtig, 68 Prozent der Älteren (50-59) ist das Thema weniger bis gar nicht wichtig.
Grafik dazu im WDR-Beitrag
https://www1.wdr.de/nachrichten/gender- ... p-100.html
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Nora_7
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Re: Änderung der Verordnung beschlossen: Bayern verbietet Gendern an Unis und Schulen
So beeindruckend sind die Ergebnisse nicht, vor allem bei der gesprochenen Sprache, da nimmt die Akzeptanz sogar ab. Und ich vermisse die Aufschlüsselung nach Männern/Frauen.
Liebe Grüße Nora
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Anne-Mette
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Re: Änderung der Verordnung beschlossen: Bayern verbietet Gendern an Unis und Schulen
STATISTA
Umfrage in Deutschland zur Relevanz von geschlechtergerechter Sprache 2023
https://de.statista.com/statistik/daten ... r-sprache/
Umfrage in Deutschland zur Relevanz von geschlechtergerechter Sprache 2023
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Franziska
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Re: Änderung der Verordnung beschlossen: Bayern verbietet Gendern an Unis und Schulen
Ob jemand gendern will oder nicht, dass sollte jedem selbst überlassen werden.
Es darf aber nicht dazu kommen, dass an Schulen, Hochschulen oder Universitäten Arbeiten mit Punktabzug bewertet werden,
wie bereits geschehen, da nicht gegendert wurde. Soweit darf es aus meiner Sicht nicht kommen.
Insofern ist hier eine vorgegebene einheitliche Regelung durchaus sinnvoll.
Für viel schlimmer halte ich die in vielen Kurznachrichten, sei es SMS, WhatsApp oder auch X, enthaltenen Fehler (Tippfehler, Rechtschreibfehler) in den Texten.
In der heutigen Zeit geht anscheinend Schnelligkeit vor Richtigkeit, eine Kontrolle des Textes findet vielfach nicht mehr statt.
Diese Gleichgültigkeit bei zahlreichen Nutzern kann man nur als Trauerspiel bezeichnen. Gegenüber dem Empfänger ist es mehr als peinlich.
Es darf aber nicht dazu kommen, dass an Schulen, Hochschulen oder Universitäten Arbeiten mit Punktabzug bewertet werden,
wie bereits geschehen, da nicht gegendert wurde. Soweit darf es aus meiner Sicht nicht kommen.
Insofern ist hier eine vorgegebene einheitliche Regelung durchaus sinnvoll.
Für viel schlimmer halte ich die in vielen Kurznachrichten, sei es SMS, WhatsApp oder auch X, enthaltenen Fehler (Tippfehler, Rechtschreibfehler) in den Texten.
In der heutigen Zeit geht anscheinend Schnelligkeit vor Richtigkeit, eine Kontrolle des Textes findet vielfach nicht mehr statt.
Diese Gleichgültigkeit bei zahlreichen Nutzern kann man nur als Trauerspiel bezeichnen. Gegenüber dem Empfänger ist es mehr als peinlich.
Genieße Deine Zeit, denn du lebst nur jetzt und heute. Morgen kannst Du gestern nicht mehr nachholen.
Und später kommt früher als Du denkst.
Albert Einstein
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Nora_7
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Re: Änderung der Verordnung beschlossen: Bayern verbietet Gendern an Unis und Schulen
"Laut einer Umfrage des Marktforschungsinstituts YouGov, welche im März 2023 in Deutschland durchgeführt wurde, erachteten rund 47 Prozent der befragten Frauen geschlechtergerechte Sprache, sogenanntes Gendern, als sehr unwichtig. Unter den befragten Männern waren derweil rund 54 Prozent ebenfalls dieser Meinung. "Anne-Mette hat geschrieben: Mo 25. Mär 2024, 11:21 STATISTA
Umfrage in Deutschland zur Relevanz von geschlechtergerechter Sprache 2023
https://de.statista.com/statistik/daten ... r-sprache/
Rest hinter Bezahlschranke. Ist aber nicht wirklich beeindruckend. Weder Altersangabe, noch ob "meine Damen & Herren" einbegriffen und ausreichend ist.
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Jaddy
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Re: Änderung der Verordnung beschlossen: Bayern verbietet Gendern an Unis und Schulen
Ja, der Verfall der Sitten... "Die Jugend achtet das Alter nicht mehr, zeigt bewusst ein ungepflegtes Aussehen, sinnt auf Umsturz, zeigt keine Lernbereitschaft und ist ablehnend gegen übernommene Werte." (sumerische Tontafel, ca. 3000 v. Chr.)Franziska hat geschrieben: Mo 25. Mär 2024, 11:42 Ob jemand gendern will oder nicht, dass sollte jedem selbst überlassen werden.
Es darf aber nicht dazu kommen, dass an Schulen, Hochschulen oder Universitäten Arbeiten mit Punktabzug bewertet werden,
wie bereits geschehen, da nicht gegendert wurde. Soweit darf es aus meiner Sicht nicht kommen.
Insofern ist hier eine vorgegebene einheitliche Regelung durchaus sinnvoll.
Für viel schlimmer halte ich die in vielen Kurznachrichten, sei es SMS, WhatsApp oder auch X, enthaltenen Fehler (Tippfehler, Rechtschreibfehler) in den Texten.
In der heutigen Zeit geht anscheinend Schnelligkeit vor Richtigkeit, eine Kontrolle des Textes findet vielfach nicht mehr statt.
Diese Gleichgültigkeit bei zahlreichen Nutzern kann man nur als Trauerspiel bezeichnen. Gegenüber dem Empfänger ist es mehr als peinlich.
Doch, ich stimme Dir zu. Die scheinbare Textqualität hat massiv abgenommen. Scheinbar deshalb, weil heute viel mehr geschrieben wird, mit ganz anderen Mitteln und zu ganz anderen Zwecken. Viel Text ist vergänglich und schon nach Stunden obsolet. Form follows function.
Aber gerade bei schriftlichen Unterhaltungen in denen mehr als Kochrezepte ausgetauscht werden, finde ich Wortwahl, Stil und möglichst verständliche Rechtschreibung auch ein Qualitätsmerkmal und Zeichen von Respekt gegenüber der Zielgruppe.
"Die Sprache ist die Kleidung der Gedanken" (Samuel Johnson, 1709 - 1784) habe ich heute gelesen.
Nicht vergessen werden sollte, dass heute viel mehr Menschen schreiben (müssen), die das früher nicht getan hätten. Die wenig Übung haben, ihre Zeit nicht mit Lesen und Schreiben verbringen können, vielleicht schlechten Schulunterricht hatten oder eine Lese/Rechtschreibschwäche.
Was geschlechtergerechte Schreibung angeht: Meines Wissen gab es keine Fälle, wo in allgemeinen schulisch/universitären Arbeiten Punkte wegen "Nichtgenderns" abgezogen wurden. Der eine Fall in Kassel, der von *hüstel* "genderkritisch interessierter Seite" medial aufgeblasen wurde, stellt sich bei genauerem HInsehen ganz anders dar, s.z.B. https://www.spiegel.de/panorama/bildung ... 5f52bc9c6c
tl;dr ein Lehramts-Student im ersten Semester hatte an einer Veranstaltung zum Thema Diversität(!) teilgenommen. Unter anderem sollte Sprachsensibilität(!) gefördert werden. Teil der schriftlichen Prüfungsarbeit dafür war explizit die Verwendung geschlechtergerechter Sprache. Er benutzte aber absichtlich nur maskuline Formen. Dafür gab es Punktabzug, der aber keine Auswirkungen hatte: Es gab nämlich nur "bestanden" oder "nicht bestanden".
Sich nach einer solchen Veranstaltung raus zu reden mit "Ich habe jedoch das generische Maskulinum benutzt, "ºdie Schüler"¹, weil ich davon ausgehe, dass sich dann alle Geschlechter mitgemeint fühlen" finde ich schon dreist. Entweder die Lerninhalte nicht verstanden oder die Prüfungsvoraussetzungen, oder aber es war eine absichtliche Provokation und Selbstvermarktung. Der Mensch war bereits damals äusserst aktiv im RCDS, inzwischen Bundesvorsitzender, sass im Kreistag als Fraktionsgeschäftsführer für die CDU und so weiter: https://de.linkedin.com/in/lukas-honemann Hundert Trollpunkte mit Sternchen und Karrierebooster, würde ich sagen.
Genau das war der Fall. Beim Lernthema Diversität inkl. Sprachsensibilität kann der Nachweis, dass geschlechtergerechte Sprache verstanden wurde und reproduziert werden kann, logischerweise Bestandteil der Prüfung sein.Bislang war es laut der Gleichstellungsbeauftragten Sylke Ernst möglich, dass etwa in Hausarbeiten Punkte abgezogen werden, wenn die Geschlechtsbezeichnungen nicht stimmen — allerdings "nur unter sehr expliziten Voraussetzungen", etwa nach Absprache und bei wissenschaftlicher Relevanz für das Thema, wie Ernst sagte. Beschwerden habe es keine gegeben.
Ansonsten gab und gibt es meines Wissens keine Fälle, wo "nichtgendern" Punkte oder Noten gekostet hätten. Tatsächlich gibt es nur Sternchen-Verbote. "Ob jemand gendern will oder nicht, dass sollte jedem selbst überlassen werden." Aber eben in beide Richtungen.
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Jaddy
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Re: Änderung der Verordnung beschlossen: Bayern verbietet Gendern an Unis und Schulen
Die Umfragen sind leider alle sehr fragwürdig und zudem uneinheitlich. Kaum Angaben der befragten Gruppe, Art der Befragung und der Fragestellungen. Solange mir nicht noch zufällig was wirklich seriöses begegnet, halte ich die Frage für höchstens subjektiv beantwortbar. Da vermute ich starke Unterschiede je nach Umgebung. In meiner trans enby Blase nehme ich natürlich sehr hohe Achtsamkeit wahr. Da wird auf gendergerechte Sprache geachtet, aber auch auf Ableismen, Rassismen, Klassismen, usw. Das wird in stark cis-bin-het-* Gruppen deutlich anders sein. Je näher an der "Mehrheit", desto mehr, vermutlich auch Stadt/Land Unterschiede, einfach weil wir auf dem Land weniger Menschen treffen. Schon weil viele keinen eigenen Bezug zu den Themen haben, selber oder über Bekannte, und sich von Anforderungen ohne Erklärungen und Begründungen eher genervt fühlen.Nora_7 hat geschrieben: Mo 25. Mär 2024, 11:58 "Laut einer Umfrage des Marktforschungsinstituts YouGov, welche im März 2023 in Deutschland durchgeführt wurde, erachteten rund 47 Prozent der befragten Frauen geschlechtergerechte Sprache, sogenanntes Gendern, als sehr unwichtig. Unter den befragten Männern waren derweil rund 54 Prozent ebenfalls dieser Meinung. "
Rest hinter Bezahlschranke. Ist aber nicht wirklich beeindruckend. Weder Altersangabe, noch ob "meine Damen & Herren" einbegriffen und ausreichend ist.
Ehrlich gesagt sind solche Meinungsbilder für mich aber kein Kriterium, wie ich spreche und schreibe. Mir geht es nicht um die Menschen, die nicht betroffen sind, sondern um Fairness und Respekt für die anderen. Ist wohl so ein sozialer Gerechtigkeitsfimmel von mir. Es ist für mich nicht schwer, auf rassistisch und anders belastete Wörter zu verzichten. Ich habe genügend andere - und ich mag kreative Sprache. Ich weiss über viele Formen von Diskriminierung und dass sie betroffene Menschen mehr Energie, Nerven und auch Geld und Zeit kostet. Ich bin vergleichsweise super-privilegiert, schon deshalb kann ich es mir fast mühelos leisten, verletzende Sprache und Handlungen bewusst zu vermeiden und sogar darauf aufmerksam zu machen, wenn ich es sehe.
Meine Frage ist eigentlich umgekehrt: Warum sollte irgendwer absichtlich ausgrenzende, herabsetzende, historisch vorbelastete Sprache verwenden? "Weil si*er es kann"? Weil es keine negativen Konsequenzen hat? Weil das ein Gefühl von Stärke oder Macht erzeugt? Um Aggressionen auf Menschen abzuleiten, die sich nicht wehren können? Obwohl sie daran leiden?
Sollten wir nicht lieber integrativer sein wollen, statt trotzig abwehrend?
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Nora_7
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Re: Änderung der Verordnung beschlossen: Bayern verbietet Gendern an Unis und Schulen
Du läßt nicht locker. Meine Antwort und viel kürzer: ICH (und ich bin bei weitem nicht allein) habe keine Lust, bei jedem Schreiben, jedem Gespräch über Gender nachzudenken und meine Wortwahl umzustellen. ich selbst möchte je nach Auftreten als Mann oder Frau angesprochen werden. Mehr nicht. Daher mache ich z.B. aus "Liebe Gäste" auch nicht "Liebe Gäst_pause_Innen". Und das hat m.E. nichts mit Respekt zu tun. Mir sagte mal eine alter weißer Mann mit bunter Krawatte zum karierten Hemd, warum er jetzt Krawatte trägt. Antwort: Aus Respekt vor meinem Gegenüber. Sinnloser kann die Welt nicht sein.Jaddy hat geschrieben: Mo 25. Mär 2024, 13:41 Meine Frage ist eigentlich umgekehrt: Warum sollte irgendwer absichtlich ausgrenzende, herabsetzende, historisch vorbelastete Sprache verwenden? "Weil si*er es kann"? Weil es keine negativen Konsequenzen hat? Weil das ein Gefühl von Stärke oder Macht erzeugt? Um Aggressionen auf Menschen abzuleiten, die sich nicht wehren können? Obwohl sie daran leiden?
Liebe Grüße Nora
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Anne-Mette
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Re: Änderung der Verordnung beschlossen: Bayern verbietet Gendern an Unis und Schulen
SPIEGEL
Proteste gegen Söders Genderregeln -»Nichts spaltet die Gesellschaft so wie die Verbotspartei CSU-«
Sternchen, Unterstrich, Doppelpunkt: Gendern ist in Bayern jetzt verboten, zumindest an Schulen, Universitäten und Behörden. Queere und feministische Gruppen rufen in München zum Protest auf.
https://www.spiegel.de/panorama/gesells ... 04e6322346
Proteste gegen Söders Genderregeln -»Nichts spaltet die Gesellschaft so wie die Verbotspartei CSU-«
Sternchen, Unterstrich, Doppelpunkt: Gendern ist in Bayern jetzt verboten, zumindest an Schulen, Universitäten und Behörden. Queere und feministische Gruppen rufen in München zum Protest auf.
https://www.spiegel.de/panorama/gesells ... 04e6322346
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Jaddy
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Re: Änderung der Verordnung beschlossen: Bayern verbietet Gendern an Unis und Schulen
Das definiert das Problem sehr gut, denn ich möchte auch angesprochen werden, aber weder als Mann noch als Frau, weil für meine Person beides falsch ist. Spätestens seit der Staat offiziell mein weder-Mann-noch-Frau-sein anerkennt und meine diesbezüglichen Rechte durch Grundgesetzartikel und Antidiskriminierungsgesetze garantiert.Nora_7 hat geschrieben: Mo 25. Mär 2024, 14:03 Du läßt nicht locker. Meine Antwort und viel kürzer: ICH (und ich bin bei weitem nicht allein) habe keine Lust, bei jedem Schreiben, jedem Gespräch über Gender nachzudenken und meine Wortwahl umzustellen. ich selbst möchte je nach Auftreten als Mann oder Frau angesprochen werden. Mehr nicht.
Und nun?
Wenn Du als Nora fühlbar absichtlich nicht respektierst wirst oder in Deiner männlichen Erscheinungsform, wärest Du vermutlich auch nicht begeistert. Wenn die andere Person das offen mit "nö, hab ich keine Lust zu" begründet, ist das sicher noch ne Nummer unangenehmer. Und wenn das systematisch passiert, also in Form von "auf solche wie dich nehme ich prinzipiell keine Rücksicht, weil ist mir zu umständlich" ist das schon... ziemlich am äusseren Ende zivilisierter Umgangsformen.
Das ist meiner Ansicht nach auch keine Sache von Mehrheiten, sondern eine bewusste Einzelfallentscheidung.
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Anne-Mette
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Re: Änderung der Verordnung beschlossen: Bayern verbietet Gendern an Unis und Schulen
Moin,
nichtbinäre und andere betroffene Menschen, die z.B. durch Anschreiben oder direkte Ansprache diskriminiert werden, können begehren, dass das nicht mehr geschieht und in vielen Fällen auch klagen.
(AGG)
Es gibt übrigens eine Petition:
An: An den bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder (CSU) und die bayerische Landesregierung
Stoppt das Genderverbot!
https://weact.campact.de/petitions/stop ... 8a3064afa6
Gruß
Anne-Mette
nichtbinäre und andere betroffene Menschen, die z.B. durch Anschreiben oder direkte Ansprache diskriminiert werden, können begehren, dass das nicht mehr geschieht und in vielen Fällen auch klagen.
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Es gibt übrigens eine Petition:
An: An den bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder (CSU) und die bayerische Landesregierung
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Gruß
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