Trans Frau Nora Eckert | BRIGITTE
Trans Frau Nora Eckert | BRIGITTE - # 2

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ExUserIn-2026-04-08
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Re: Trans Frau Nora Eckert | BRIGITTE

Post 16 im Thema

Beitrag von ExUserIn-2026-04-08 »

Aria hat geschrieben: Fr 23. Feb 2024, 19:26 Die seelischen sind das andere. Und diese Veränderungen waren mir schon immer wichtiger als die körperlichen.
Das glaube ich auch. Wobei ich unter "seelisch" eher die emotionalen meine. Das spukt irgendwo im Hinterstübchen. Ich weiß, es ist widersprüchlich ...
Viele Grüße
Vicky

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Re: Trans Frau Nora Eckert | BRIGITTE

Post 17 im Thema

Beitrag von Aria »

Vicky_Rose hat geschrieben: Fr 23. Feb 2024, 20:53
Aria hat geschrieben: Fr 23. Feb 2024, 19:26 Die seelischen sind das andere. Und diese Veränderungen waren mir schon immer wichtiger als die körperlichen.
Das glaube ich auch. Wobei ich unter "seelisch" eher die emotionalen meine. Das spukt irgendwo im Hinterstübchen. Ich weiß, es ist widersprüchlich ...
Das verstehe ich nicht. Kannst du erklären was du mit emotionalen Veränderungen meinst?
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ExUserIn-2026-04-08
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Re: Trans Frau Nora Eckert | BRIGITTE

Post 18 im Thema

Beitrag von ExUserIn-2026-04-08 »

Aria hat geschrieben: Sa 24. Feb 2024, 11:53 was du mit emotionalen Veränderungen meinst?
Hi Aria,

unter seelisch verstehe ich den Teil meiner Persönlichkeit, der fest in mir verankert ist und höchstens langsam Veränderungen erfährt. Es ist quasi intrinsisch und Hormone wirken hier nur begrenzt bis gar nicht. Emotional sie die Gefühle, die spontan in mir in einer Situation entstehen. Von denen glaube ich, dass sie durch Hormone verändert werden. Oder anders gesagt, ich trage eine seelische Komponente von Weiblichkeit in mir. Es ist eine Art "Hardware". Was ich dabei fühle, ist etwas anderes. Das kann recht vielfältig sein, z.B: Zufriedenheit, Verunsicherung, Freude, Selbstbewusstsein etc.

Ich hoffe, es ist etwas klarer geworden, was ich meine. HAt sich denn Dein Selbstverständnis für Weiblichkeit durch die HET verändert ? Und wenn ja, wie ?
Viele Grüße
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Marlene K.
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Re: Trans Frau Nora Eckert | BRIGITTE

Post 19 im Thema

Beitrag von Marlene K. »

Ich habe diese tolle Frau Nora Eckert jetzt schon mehrfach erleben dürfen. Sie fasziniert mich zunehmend. Dafür bin ich sehr dankbar.
Marlene

Ich halte es mit Karl Popper im 1945 formulierten Toleranz-Paradoxon https://de.wikipedia.org/wiki/Toleranz-Paradoxon

Ich bin (nur) intolerant gegenüber der Intoleranz.
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Re: Trans Frau Nora Eckert | BRIGITTE

Post 20 im Thema

Beitrag von Aria »

Vicky_Rose hat geschrieben: Sa 24. Feb 2024, 17:02 Ich hoffe, es ist etwas klarer geworden, was ich meine. HAt sich denn Dein Selbstverständnis für Weiblichkeit durch die HET verändert ? Und wenn ja, wie ?
Hm ja, nein....verstehe nicht wirklich, was du mir damit sagen willst. Ich kann dir aber sagen, was ich mit seelischer Veränderung meine. Mir wurde plötzlich -aber noch lange vor der HET - klar, dass ich eine innere Schwere mit mir herumtrage und ich mein Leben eigentlich nur um die eine Frage kreiste: Wer bin ich?!
Einen leisen Verdacht hatte ich schon immer, war aber immer zu abgelenkt bzw. habe mich betäubt, um der Sache auf den Grund zu gehen. Als ich endlich beschlossen habe nachzuforschen, war mir schon klar, dass ich ein Identitätsproblem haben musste, denn ich fühlte mich einfach unvollständig. Ich existierte, lebt aber nicht. Zu dieser Erkenntnis kam ich ganz allein. Was ich aber nicht schaffte, war, mir da raus zu helfen. Also ging ich in Therapie, mit dem Ziel, meinem Identitätsproblem auf den Grund zu gehen.

Nach einigen Sitzungen wusste ich, was Sache war. Ich wusste, dass ich schon immer eine weibliche Seele hatte, die aber unter jeder Menge Schutt vergraben war. Ich sah förmlich die Frau unter einem Berg von Geröll hervor graben und Licht sehen. Dennoch wusste ich, dass mir die Erkenntnis meiner Weiblichkeit alleine, nicht helfen würde mich dauerhaft besser zu fühlen. Es begann eine furchtbare Zeit, in der es einen regelrechten Kampf zwischen meinen männlichen und weiblichen Dämonen gab. Für den männlichen war es total verrückt, dass ich das, was ich 40 Jahre hatte, aufgeben sollte für etwas, das mich an den Rand der Gesellschaft bringt und obendrein nie zu 100% zu dem werden lässt, was ich denke zu sein. Auf der anderen Seite stand der weiblich Dämon, der mir meine Vergangenheit vor Augen hielt und mich fragte, ob ich wirklich so weiterleben möchte wie bisher. Es war wie eine Weggabelung vor der ich, bildlich gesehen, stand. Bequem, sicher, grau und leblos auf der einen Seite. Unbequem, unsicher, bunt und lebhaft auf der anderen Seite. Rational gegen emotional. Wie sollte ich mich entscheiden?!

Wofür ich mich entschieden habe, ist mittlerweile klar. Es war aber keine leichte Entscheidung. Diese Entscheidung hat ungefähr ein 1/2 - 3/4 Jahr gebraucht. Lange, wenn man es so nüchtern betrachtet. Aber der männliche Dämon war einfach unglaublich stark und das Gefühl in Sicherheit zu sein kann einem jegliche Abenteuerlust vermiesen. Aus diesem Grund sagte ich mir - wie übrigens bei jedem weiteren Schritt - ich schaue mal, wie es wird, wenn es soweit ist. Und als es soweit war, hat es ca. 3 Monate gebraucht, bis ich merkte, dass ich durch die HET zu einer vollständigen Person wurde. Vorher hatte nur die Hülle existiert. Jetzt kam beides zusammen: Hülle und Seele.

Deine Frage nach meinem Selbstverständnis für meine Weiblichkeit lässt sich nicht so einfach beantworten. Das, was ich oben geschrieben habe, empfinde ich wie eine Art Geburt. Da ist zwar ein wenig Selbstverständnis vorhanden - andernfalls hätte es diese ja gar nicht gegeben - aber sie entwickel sich seit dem immer weiter, und es wird niemals aufhören. Denn wir haben eine Vergangenheit, die wir nicht abstreifen können. Und wir haben eine Zukunft, die immer weit hinter denen anstehen wird, die schon ihr ganzes Leben mit ihrer Identität zurecht kommen. Das ist es halt, was trans* Menschen ewig mit sich herum tragen. Die einem mehr als die anderen. Jüngere wahrscheinlich etwas weniger als ältere. Aber im Grunde begleitet alle das selbe Gefühl. Dennoch würde ich nie mehr tauschen und mein altes Leben haben wollen.
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Re: Trans Frau Nora Eckert | BRIGITTE

Post 21 im Thema

Beitrag von Jaddy »

Ich hatte einmal ein Gespräch mit mehren Menschen, trans männlich, trans weiblich, nicht-binär, über HET. Wir alle kamen überein, dass ganz unabhängig auf was wir umgestellt haben, es sich anfühlte, als ob das Gehirn "endlich mit dem richtigen Treibstoff läuft".
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Re: Trans Frau Nora Eckert | BRIGITTE

Post 22 im Thema

Beitrag von Patricia »

Ich habe sehr lange die Bürde mit mir herumgetragen, zu wissen, dass ich ein anderer Mensch bin als der, den die Leute wahrnehmen. Ich habe das aus Liebe getan. Das hat dazu geführt, dass ich mich über die Jahre Stück für Stück selbst zerstört habe. Ich habe versucht, meine Seele mit Essen und Konsum zu betäuben, denn auch in mir war eine Schwere und gleichzeitig eine große Leere. Irgendwann begann ich mich zu fragen, wozu ich eigentlich da bin. Also habe ich versucht, mir durch Essen und Konsum kurze Glücksmomente zu verschaffen, um weitermachen zu können. Dabei habe ich meine körperliche Gesundheit Stück für Stück zerstört.
Es ist schwer zu beschreiben, wie es vor der Transition und vor dem HET war. Aber es gibt definitiv einige Dinge, die sich für mich durch Transition und die anschließende HET verändert haben. Als ich damals in den Spiegel schaute, fühlte ich einen sehr starken Hass auf den Mann, den ich im Spiegel sah, ich wollte ihn packen und blutig schlagen für das, was er mir angetan hatte. Ich hasste ihn so sehr. Diese Erinnerung schmerzt mich noch heute.
Meine Emotionen fühlten sich ohne HET völlig unvollständig und vor allem fremd an. Die Emotionen, die ich als erstrebenswert empfand, waren zwar in Ansätzen da, aber irgendwie nur in Ansätzen, irgendwie einfach unterentwickelt. Dafür waren die Emotionen da, die ich nicht für wünschenswert halte. Hass, Wut und andere negative Gefühle. Mein Sexualleben war schwierig, weil ich immer das Gefühl hatte, dass es irgendwie falsch ist. Es war, wie meine Gefühle, nicht meins. Es ist schwer zu beschreiben. Sagen wir es so: Ein Orgasmus war körperlich sehr angenehm, aber einfach total unbefriedigend.
Jetzt bin ich seit viereinhalb Jahren in der Transition, seit fast 34 Monaten in der HET und vieles hat sich verändert.
Ich mag die Person, die ich im Spiegel sehe. Ich mag diese Person sogar sehr. Ich nehme sie oft als weiblich wahr. Mein Gefühlsleben ist so, wie ich es mir immer gewünscht habe. Es fühlt sich fantastisch an. Ich weiß nicht, ob ich es beschreiben kann, aber die Emotionen fühlen sich einfach richtig an. Ich fühle jetzt oft einen inneren Frieden. Mein sexuelles Erleben hat sich verändert. Es ist jetzt auch emotional befriedigend. Ich frage mich viel weniger, wer ich bin, denn das spielt für mich keine so große Rolle mehr, weil ich endlich MEIN Leben lebe und nicht das Leben eines anderen. Es fällt mir schwer zu sagen, dass ich zu 100 % eine Frau bin, weil es sich anfühlt, als würde ich mir etwas nehmen, was mir nicht gehört, aber ich zähle mich definitiv zu den Frauen. Ja, ich weiß, das ist ein bisschen verwirrend, aber so kennt ihr mich. Aber ich nehme es sehr gerne an, vor allem von Frauen, wenn man mir sagt, dass ich eine Frau bin.
Außerdem habe ich mich seit der HET sehr entwickelt und verändert. Und die Veränderungen gehen weiter.
Wie ich schon in einem anderen Thread geschrieben habe, hat sich mein Gesundheitszustand seitdem massiv verbessert. Sowohl psychisch als auch physisch. Mein Diabetes Typ 2 ist mittlerweile mehr oder weniger "ausgeheilt" Ich nehme zwar immer noch Medikamente, aber die Zuckerwerte sind in einem absolut gesunden Bereich und das schon seit fast drei Jahren. Mein Blutdruck ist seitdem niedriger geworden, ich konnte die Medikamente reduzieren.
Bei der Arbeit wird mir oft gesagt, dass ich strahle, während die Leute in meinem früheren Leben Angst hatten, mich anzusprechen. Mir geht es psychisch so gut wie seit mindestens 10-15 Jahren nicht mehr.
Ich bin ehrlich, ich habe Angst vor der Operation und das ist neben meinem Übergewicht das, was mich im Moment von der Entscheidung abhält. Wenn ich wüsste, dass alles gut geht, hätte ich mich schon längst für die Operation entschieden. Auf der anderen Seite kann niemand außer mir und eventuell meiner Liebsten sehen, was ich da unten habe und vor allem interessiert es niemanden. Und doch, neben einigen verbliebenen männlichen Eigenschaften, behindert mich das bei vielen Dingen. Ich möchte so gerne ins Schwimmbad gehen, aber ich kann nicht. Ich möchte mich niemandem so präsentieren, weil mein Körper leider nicht dem entspricht, wie ich mich sehe oder sehen möchte.

Das heißt natürlich nicht, dass die Operation und die HET für jede Transfrau ein absolutes Muss ist. Auf keinen Fall. Ich sehe es so wie Aria, sowohl die HET als auch die GAOP sind ultima ratio und wenn jemand auch ohne beides gut zurechtkommt, dann freut mich das sehr. Die beiden allein machen niemanden zur Frau. Im Umkehrschluss, eine Frau kann in meinen Augen auch eine Person sein die sich weder in der HET befindet, noch operiert wurde.

Ich denke wichtig ist es an dieser Stelle sich Zeit zu lassen und wirklich herauszufinden was man benötigt um zu sich selbst zu finden. Ich fand das Forum und meine lange Therapie dazu sehr hilfreich. Auch fand ich es sehr hilfreich jeden meiner Schritte zu hinterfragen und nicht von einem Ding zum nächsten zu eilen und sich zu versprechen, dass alles gut wird, wenn ich am Ende des Weges angekommen bin. Zu oft habe ich von Transfrauen gelesen die alle möglichen Eingriffe haben vornehmen lassen und am Ende nur noch enttäuscht waren, weil sich für sie nicht genug verändert hat.

So, aber jetzt habe ich Euch genug mit meinem blabla gelangweilt,.

P.S. in der Zeit, in der ich meine Wall of Text verfasst habe, hat Jaddy es mal wieder so wunderbar niedergeschrieben. Ja, mein Gehirn läuft endlich mit dem richtigen Treibstoff.
Jaddy hat geschrieben: So 25. Feb 2024, 12:35 Ich hatte einmal ein Gespräch mit mehren Menschen, trans männlich, trans weiblich, nicht-binär, über HET. Wir alle kamen überein, dass ganz unabhängig auf was wir umgestellt haben, es sich anfühlte, als ob das Gehirn "endlich mit dem richtigen Treibstoff läuft".
P.P.S Kleine Korrektur. Frau sollte rechnen können. Anfang Mai werden es 4 Jahre HET, also sind es mehr als 45 Monate und nicht wie angegenen 34 Monate...tztztz. Ich glaube ich brauche Nachhilfe in Mathe. Gott sei Dank hatte Miri Mathe auf Lehramt gelernt... (ki)
LG
Patricia
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Re: Trans Frau Nora Eckert | BRIGITTE

Post 23 im Thema

Beitrag von ExUserIn-2026-04-08 »

Danke für Eure wertvollen Beiträge. Ich denke, es ist sinnvoll, sich vor einer HET Gedanken darüber zu machen, was man erreichen will. Ich denke, körperliche Veränderungen, insbesondere bei älteren Menschen steht nicht im Vordergrund, sondern es ist ein anderes Fühlen und Wahrnehmen.

Aria, Deine Ausführungen habe ich verstanden. bis auf
Aria hat geschrieben: So 25. Feb 2024, 12:20 Ich wusste, dass ich schon immer eine weibliche Seele hatte,
und
Aria hat geschrieben: So 25. Feb 2024, 12:20 Und als es soweit war, hat es ca. 3 Monate gebraucht, bis ich merkte, dass ich durch die HET zu einer vollständigen Person wurde. Vorher hatte nur die Hülle existiert. Jetzt kam beides zusammen: Hülle und Seele.
Du sprichst beide Male von Seele. Einmal hast Du sie, einmal hast Du sie durch die HET erreicht. Ich verstehe diesen (scheinbaren ?) Widerspruch nicht. Kannst Du bitte noch etwas dazu schreiben ?
Viele Grüße
Vicky

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Re: Trans Frau Nora Eckert | BRIGITTE

Post 24 im Thema

Beitrag von Sophia69 »

Nora_7 hat geschrieben: Do 22. Feb 2024, 23:40 Die wirkliche Selbstbestimmung ist erreicht, wenn jeder Mensch in der gesellschaftlichen Rolle leben kann und darf, in der er/sie sich wohlfühlt und sein/ihre Fähigkeiten optimal entwickeln kann. Und das unabhängig von jeglicher Biologie.
Dem stimme ich absolut zu! Aber darf ich denn zu dem nicht den Wunsch oder viel mehr auch den Traum in mir tragen "am liebsten als cis Frau geboren worden zu sein?" Und was ist dann mit meinem Körper? Falsch darf er offensichtlich nicht sein! Er ist richtig und wenn ich mir keine Eingriffe, in welcher Form auch immer wünsche, dann herzlichen Glückwunsch! Wird HET und GaOP angestrebt dann wird es eher kompliziert, mein Körper ist dann immer noch richtig, benötigt aber einer gewissen Nachjustierung? Aber NEIN, bin ich im falschen Körper geboren, bin ich hier im Forum offensichtlich falsch! Denn falsch ist sooooo negativ und darf einfach nicht vorkommen! Wir sind einfach alle nur ein wenig spezielle :lol: .
Ich habe einfach nur das Bedürfnis mich ein wenig lustig über Wortklaubereien, tiefenpsychologischen Ansätzen, Besserwissereien etc. zu machen.
Und nebenbei bin und bleibe ich eine Frau, die ihren Traum wohl ewig und gerne weiter träumt: "Wie schön es doch gewesen wäre, wenn ich als Mädchen das Licht der Welt erblickt hätte".

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Re: Trans Frau Nora Eckert | BRIGITTE

Post 25 im Thema

Beitrag von Nora_7 »

@Sophie69: Da hast du absolut Recht. Wenn ich genügend Möglichheiten habe, als meinem Wunschbild entspreched wirkende Frau aufzutreten, dann kann ich damit leben. Alles weitere wäre für MICH keine Lösung, die meinem Drang nach Perfektionismus befriedigen könnte. Für andere sieht es eben anders aus, mit vielen Zwischenstufen. Mein wichtigstes Kriterium ist sich wohlzufühlen.

Liebe Grüße Nora
Schönheit ist weiblich, und ich bin auch gerne schön.
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Re: Trans Frau Nora Eckert | BRIGITTE

Post 26 im Thema

Beitrag von Lana »

Liebe Sophia,
Sophia69 hat geschrieben: So 25. Feb 2024, 19:18 Und was ist dann mit meinem Körper? Falsch darf er offensichtlich nicht sein!
Natürlich darf sich dein Körper für dich falsch anfühlen. Aber er muss es nicht, selbst wenn du trans* bist. Ein "falscher Körper" ist keine Voraussetzung dafür.

Es ist eher wie ein Spektrum:
mit Menschen wie Nora am einen Ende, und denen im "falschen Körper" am anderen.

LGL
Das Herz hat seine Gründe, die der Verstand nicht kennt.
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Re: Trans Frau Nora Eckert | BRIGITTE

Post 27 im Thema

Beitrag von Lavendellöwin »

Sophia69 hat geschrieben: So 25. Feb 2024, 19:18 Ich habe einfach nur das Bedürfnis mich ein wenig lustig über Wortklaubereien, tiefenpsychologischen Ansätzen, Besserwissereien etc. zu machen.
Und nebenbei bin und bleibe ich eine Frau, die ihren Traum wohl ewig und gerne weiter träumt: "Wie schön es doch gewesen wäre, wenn ich als Mädchen das Licht der Welt erblickt hätte".
Hey..

natürlich darf so ein Traum sein..warum auch nicht.

Trotzdem haben doch alle verschiedene Strategien, Ansätze, Denkweisen, whatever, mit dem Gegebenen umzugehen.
Und da ist es einfach nicht so schön, dich darüber lustig zu machen. Tut mir wirklich leid.

Das ist genauso, wenn ich zu dir sagen würde, wenn du keine Massnahmen anstrebst bist du keine Frau
oder wenn du immer noch mit einer Frau schläfst und den männlichen Part dabei lebst auch nicht.
Trotz aller Umdeuterei von Genitalien..

Willst du das hören? Ich denke nein...sorry, aber bei sowas werde ich langsam wirklich zur "Spassbremse"
Fang an. Schritt für Schritt. Denn Mut wächst im Tun. Jeder kleine Schritt zählt – auch der unperfekte.
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Re: Trans Frau Nora Eckert | BRIGITTE

Post 28 im Thema

Beitrag von Sophia69 »

EmmiMarie hat geschrieben: Mo 26. Feb 2024, 07:41 Das ist genauso, wenn ich zu dir sagen würde, wenn du keine Massnahmen anstrebst bist du keine Frau
oder wenn du immer noch mit einer Frau schläfst und den männlichen Part dabei lebst auch nicht.
Trotz aller Umdeuterei von Genitalien..

Willst du das hören? Ich denke nein...sorry, aber bei sowas werde ich langsam wirklich zur "Spassbremse"
Hallo EmmiMarie,
für mich hast du damit genau den Nagel auf den Kopf getroffen. Genau darum geht es mir nämlich, dass eine jede Ihre Ansicht als die einzig wahre, oft hier allen anderen "verkaufen will" und alle anderen Meinungen oder Ansichten mehr oder weniger bekämpft werden müssen. Da hört für mich der Spaß auf! Und dann mache ich mir eben einen Spaß daraus. Dies mag sicherlich nicht richtig sein, somit entschuldige ich mich hier bei den jenigen, die sich angegriffen fühlen.

Liebe Grüße
Sophia
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Re: Trans Frau Nora Eckert | BRIGITTE

Post 29 im Thema

Beitrag von Aria »

Vicky_Rose hat geschrieben: So 25. Feb 2024, 18:45 Du sprichst beide Male von Seele. Einmal hast Du sie, einmal hast Du sie durch die HET erreicht. Ich verstehe diesen (scheinbaren ?) Widerspruch nicht. Kannst Du bitte noch etwas dazu schreiben ?
Sie war schon immer da, Vicky. Aber sie war einfach nicht präsent. Sie war nicht lebendig. Begraben von den ganzen äusseren Einflüssen, über all die Jahre.
Du sagst, dass man sich vor der HET Gedanken machen soll, was man erreichen will. Für mich war es in allererster Linie: Ruhe im Kopf. Zufriedenheit, Ausgeglichenheit. Ich finde es skurril, wenn jemand von sich sagt, dass sein grösster Wunsch ein pralles Dekolletee ist. Ich wusste, dass ich diesen Körper nicht mehr haben mochte, hatte aber keine Ahnung davon, was ich bekommen werde. Bei all meinen Angleichung hatte ich niemals eine Vorstellung im Kopf, wie etwas zu sein hat, ich wusste immer, dass der Status Quo falsch ist.
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Re: Trans Frau Nora Eckert | BRIGITTE

Post 30 im Thema

Beitrag von Aria »

Sophia69 hat geschrieben: Mo 26. Feb 2024, 08:00 Genau darum geht es mir nämlich, dass eine jede Ihre Ansicht als die einzig wahre, oft hier allen anderen "verkaufen will" und alle anderen Meinungen oder Ansichten mehr oder weniger bekämpft werden müssen. Da hört für mich der Spaß auf! Und dann mache ich mir eben einen Spaß daraus.
Wer macht das denn und wo? Kannst du das Kind bitte mal beim Namen nennen? Ich finde es nämlich ein wenig eigenartig, wenn in ein Thema reingekrätscht und sich in Nebensätzen darüber lustig gemacht wird. Entweder man trägt etwas sinnvolles zur Diskussion bei oder man lässt es bleiben.
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