Trans Frau Nora Eckert | BRIGITTE
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Anne-Mette
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Trans Frau Nora Eckert | BRIGITTE
"Wenn ich immer eine Frau hätte sein sollen, wäre ich weiblich geboren worden"
https://www.brigitte.de/liebe/persoenli ... 64322.html
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Lana
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Re: Trans Frau Nora Eckert | BRIGITTE
Endlich mal jemand, der nicht "im falschen Körper" geboren wurde.
Und wo nicht eine Operation als großes Erweckungserlebnis dargestellt wird, sondern gar nicht vorkommt.
Beides wird in Berichten oft sooo überbetont...
LGL
Und wo nicht eine Operation als großes Erweckungserlebnis dargestellt wird, sondern gar nicht vorkommt.
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Das Herz hat seine Gründe, die der Verstand nicht kennt.
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Patricia
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Re: Trans Frau Nora Eckert | BRIGITTE
Weil es sich für viele von uns so anfühlt. Ich empfinde es schon so, dass ich im falschen Körper geboren wurde, mein Verstand sagt, es sei Blödsinn, weil ich nun mal nur diesen einen Körper habe. Und dennoch fühlt es sich falsch an.
Ob ich mich der GAOP unterziehe weiß ich nicht. Ich möchte es, gleichzeitig weiß ich, dass ich erstmal andere Baustellen fertigstellen muss. Selbst wenn ich die OP hinter mir habe, werde ich nie schwanger werden können. Es ist eben nur eine kosmetische OP. OB die OP wichtig ist oder nicht, soll daher jede für sich selbst entscheiden. Ich finde es nur schwierig wenn es als das Allheilmittel dargestellt wird und ebenso schwierig wenn es als "unnütz" abgetan wird.
Leben und leben lassen.
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Jaddy
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Re: Trans Frau Nora Eckert | BRIGITTE
*murmel* ziemlich "naive" Schreibe. Und falsche Zahlen aus mangelhafter Quelle, die durchaus den Eindruck erwecken können, trans Personen könnten ja mangels Menge ignoriert werden. Tatsächlich liegt die Quote von Menschen mit Gender Inkongruenz, also mehr oder weniger trans, eher im einstelligen Prozentbereich. Das findet sogar die AWMF S3 Leitlinie(2019), S.8f.
Weshalb solche Zahlen a) schwierig zu erlangen und b) problematisch sind, erklärt ausführlich ein dgti Artikel von 2021: https://dgti.org/2021/08/12/zahlenspiele/
Weshalb solche Zahlen a) schwierig zu erlangen und b) problematisch sind, erklärt ausführlich ein dgti Artikel von 2021: https://dgti.org/2021/08/12/zahlenspiele/
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Lavendellöwin
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Re: Trans Frau Nora Eckert | BRIGITTE
Patricia hat geschrieben: Do 22. Feb 2024, 21:22 Ich empfinde es schon so, dass ich im falschen Körper geboren wurde
Hey...
naja...ja und nein. Es ist nicht der falsche Körper finde ich inzwischen, aber eben einige Merkmale daran.
Auch schon irgendwie biologische Unvollkommenheiten.
Stimmt, ich könnte keine Schwangerschaft erleben, aber Mutterschaft-das ist ja nicht das Selbe.
Wenn mir jemand damit kommt, aber es sind ja männliche Chromosomen die du hast oder was wenn
in 1000 Jahren deine Knochen ausgegraben werden, dann würden die als männlich erkannt werden,
das ändert doch nichts an meiner Person. Der Freiheit ich zu sein wie ich mich fühle.
Ich lebe jetzt, für mich, für meine Liebsten. Ich hoffe ein gutes Leben.
Und warum sollte ich nicht angleichen, was an mein Sein angeglichen werden kann?
Der Rest an mir ist schön, sogar "männliche" Attribute die immer noch durchscheinen.
Damit bin ich fein. Das bin auch ich. Ich bin "born this way", mein Weg.
Der ist nicht verhandelbar..er ist nicht falsch, nicht schlecht.
Liebe Lana,
die GaOP ist ein grosser Schritt, aber nicht der SCHRITT, es ist ein Mosaikstein beim Reinwachsen
ins Frausein, in meine Weiblichkeit.
Deswegen muss ich es tun, für mich, damit ich gut mit mir bin.
Nein, ich bin auch nicht im falschen Körper, ich muss nur ein klein wenig den Anstrich erneuern.
Ist der trocken, hat sich trans* für mich erledigt..dann bin ich da wo ich sein möchte.
Alles Liebe Marie
Fang an. Schritt für Schritt. Denn Mut wächst im Tun. Jeder kleine Schritt zählt – auch der unperfekte.
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Lana
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Re: Trans Frau Nora Eckert | BRIGITTE
Liebe Patricia,
ich wollte weder Dir noch sonst irgendjemand zu nahe treten, hatte aber gerade keine Zeit, das ausführlicher zu schreiben. Daher Danke für deine Anmerkungen, insbesondere dies:
Den Ausdruck "falscher Körper" finde ich trotzdem sehr unglücklich als "Umschreibung" eines GaOP-Wunsches.
LGL
ich wollte weder Dir noch sonst irgendjemand zu nahe treten, hatte aber gerade keine Zeit, das ausführlicher zu schreiben. Daher Danke für deine Anmerkungen, insbesondere dies:
Das kann ich voll und ganz unterschreiben.Patricia hat geschrieben: Do 22. Feb 2024, 21:22 OB die OP wichtig ist oder nicht, soll daher jede für sich selbst entscheiden. Ich finde es nur schwierig wenn es als das Allheilmittel dargestellt wird und ebenso schwierig wenn es als "unnütz" abgetan wird.
Leben und leben lassen.
Den Ausdruck "falscher Körper" finde ich trotzdem sehr unglücklich als "Umschreibung" eines GaOP-Wunsches.
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Nora_7
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Re: Trans Frau Nora Eckert | BRIGITTE
Die wirkliche Selbstbestimmung ist erreicht, wenn jeder Mensch in der gesellschaftlichen Rolle leben kann und darf, in der er/sie sich wohlfühlt und sein/ihre Fähigkeiten optimal entwickeln kann. Und das unabhängig von jeglicher Biologie.
Nora_7
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Ich kann alles tragen, wenn ich ein Mädchen bin
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Lana
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Re: Trans Frau Nora Eckert | BRIGITTE
Liebe Emmi,
Ich glaube, mir selbst ist schon einigermaßen klar, welche Bedeutung eine GaOP für die Betroffenen haben kann. Es ging mir mehr darum, dass es viele Artikel in den Medien gibt, die einen merkwürdigen Eindruck bei mir hinterlassen. Die Kombination von "falscher Körper" und GaOP als große Erlösung erscheint dann oft so, als wäre das ganze alte Leben falsch gewesen und nun endlich hat es der/die Protagonist/in endlich geschafft, dies zu überwinden und nur deshalb sei nun alles gut.
Das ist viel zu stark vereinfacht und verkürzt. Es kann bei unsicheren Menschen den Anschein erwecken, dass es das wichtigste sei, die GaOP möglichst schnell hinter sich zu bringen, um ein richtiger Mensch zu werden. Das mag ja für manche zutreffen, negiert aber die vielen anderen, bei denen es nicht so ist und wo andere Wege zu einem glücklichen Leben führen können.
Mir ging es einfach darum, diesen medialen Tunnelblick zu kritisieren, bzw. - in diesem Fall - positiv anzumerken, dass in diesem Artikel eine offenere Darstellung gewählt wurde.
Konnte wohl leicht falsch verstanden werden, tut mir leid...
LGL
Schönes BildEmmiMarie hat geschrieben: Do 22. Feb 2024, 23:19 die GaOP ist ein grosser Schritt, aber nicht der SCHRITT, es ist ein Mosaikstein beim Reinwachsen
ins Frausein, in meine Weiblichkeit.
Deswegen muss ich es tun, für mich, damit ich gut mit mir bin.
Nein, ich bin auch nicht im falschen Körper, ich muss nur ein klein wenig den Anstrich erneuern.
Ist der trocken, hat sich trans* für mich erledigt..dann bin ich da wo ich sein möchte.
Ich glaube, mir selbst ist schon einigermaßen klar, welche Bedeutung eine GaOP für die Betroffenen haben kann. Es ging mir mehr darum, dass es viele Artikel in den Medien gibt, die einen merkwürdigen Eindruck bei mir hinterlassen. Die Kombination von "falscher Körper" und GaOP als große Erlösung erscheint dann oft so, als wäre das ganze alte Leben falsch gewesen und nun endlich hat es der/die Protagonist/in endlich geschafft, dies zu überwinden und nur deshalb sei nun alles gut.
Das ist viel zu stark vereinfacht und verkürzt. Es kann bei unsicheren Menschen den Anschein erwecken, dass es das wichtigste sei, die GaOP möglichst schnell hinter sich zu bringen, um ein richtiger Mensch zu werden. Das mag ja für manche zutreffen, negiert aber die vielen anderen, bei denen es nicht so ist und wo andere Wege zu einem glücklichen Leben führen können.
Mir ging es einfach darum, diesen medialen Tunnelblick zu kritisieren, bzw. - in diesem Fall - positiv anzumerken, dass in diesem Artikel eine offenere Darstellung gewählt wurde.
Konnte wohl leicht falsch verstanden werden, tut mir leid...
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Re: Trans Frau Nora Eckert | BRIGITTE
Bei 4,6 Personen auf 100.000 macht überschlagen auf die Bevölkerung der Bundesrepublik ca. 4000 Personen (Faktor 800). Das ist schlicht irreführung und lächerlich. Zum Vergleich: in Deutschland gibt es knapp 11.000 Gemeinden. Demnach wären viele Gemeinden "transfrei". Ich schätze, 4000 Transmenschen gibt es alleine in Berlin.Jaddy hat geschrieben: Do 22. Feb 2024, 22:29 Und falsche Zahlen aus mangelhafter Quelle, die durchaus den Eindruck erwecken können, trans Personen könnten ja mangels Menge ignoriert werden.
Darüber mache ich mir auch so meine Gedanken. Aber egal wie ich es drehe, komme ich immer auf das gleiche Ergebnis: Ich kann keine Frau sein, aber es fühlen. Ich nenne das seit kurzem "Frau leben". Warum ? Wie ich es auch drehe und wende, keine OP und keine HRT kann die Dinge kompensieren, die mir die Biologie und die Erziehung angedeihen ließen. Mein Hormonhaushalt ist irgendwo in der Mitte und wenn ich eine HRT machen würde, wäre die Einnahme von Medikamenten an jedem Tag eine ständige Erinnerung. Wesentliche Dinge fehlen, wie z.B. die Möglichkeit einer Schwangerschaft oder auch nur eine Erziehung in weiblichen Bahnen.Patricia hat geschrieben: Do 22. Feb 2024, 21:22 Weil es sich für viele von uns so anfühlt. Ich empfinde es schon so, dass ich im falschen Körper geboren wurde,
Trotzdem habe ich dieses Gefühl in mir und damit muss und will ich leben. Ich habe ja keine echte Wahl ohne mich selber zu vergewaltigen. Da hilft mir kein Jammern, ich hätte den falschen Körper. Ich muss mit dem leben, was ich bin und habe. "Kosmetik" wie Marie es nennt, ist für mich keine Lösung, höchstens ein Hilfsmittel. Es gibt mehr als die zwei Schubladen, das wissen wir. Ich möchte nur als die Person akzeptiert werden, die ich bin und dazu gehört als erstes meine Selbstannahme. Es ist immer das gleiche: Jeder Jeck ist anders.
Viele Grüße
Vicky
Respekt ist nicht teilbar.
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Patricia
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Re: Trans Frau Nora Eckert | BRIGITTE
Ja, das stimmt durchaus, es erinnert mich oft genug daran. Auf der anderen Seite war die HRT für mich eine Notwendigkeit, weil ich wusste, dass mein Körper und mein Erleben nicht so ist wie es sein "sollte". Mit der HRT hat sich mein Körper verändert, hin zu einer weiblicheren Version und meine Gefühlswelt und auch andere Dinge in der Psyche haben sich massiv verändert. Für mich sehr zum Positiven.Vicky_Rose hat geschrieben: Do 22. Feb 2024, 23:53 Wie ich es auch drehe und wende, keine OP und keine HRT kann die Dinge kompensieren, die mir die Biologie und die Erziehung angedeihen ließen. Mein Hormonhaushalt ist irgendwo in der Mitte und wenn ich eine HRT machen würde, wäre die Einnahme von Medikamenten an jedem Tag eine ständige Erinnerung. Wesentliche Dinge fehlen,
Wie ich bereits in einem anderem Thema geschrieben habe ist mein genereller Gesundheitszustand seit der HRT deutlich besser geworden. Mein Diabetes Typ 2 ist derzeit mehr oder weniger "abgeheilt", Meine Cholesterinwerte, meine Blutwerte, mein Blutdruck, alles mittlerweile im gesundem Bereich. Für mich war die Transition und die HRT eine lebensrettende medizinische Maßnahme. Wie gesagt, das besagte ist auf mich selbst bezogen.
LG
Patricia
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Re: Trans Frau Nora Eckert | BRIGITTE
Genauso ist es. Die Gefahr ist ebenso groß, niemals zufrieden zu sein und immer mehr zu wollen. Auch wenn es vielleicht in den meisten Fällen so nicht vorkommen mag. Ich habe den Artikel noch nicht gelesen, aber dafür ihr Buch. Es ist wirklich sehr zu empfehlen, zumal es auch ein wertvolles Zeitdokument darstellt, das insbesondere die gesellschaftliche Entwicklung von trans Personen in den 70ern abdeckt. Nora schreibt beispielsweise, dass trans Frauen damals immer sichtbarer wurden, trans Männer aber quasi unsichtbar blieben. (Also ungefähr so wie in diesem Forum.Patricia hat geschrieben: Do 22. Feb 2024, 21:22Ich finde es nur schwierig wenn es als das Allheilmittel dargestellt wird und ebenso schwierig wenn es als "unnütz" abgetan wird.
Hier wird jetzt von Schwangerschaft gesprochen, aber etwas ganz Wesentliches wurde gar nicht erwähnt: Trans Frauen haben keine Periode, egal welche OP sie haben vornehmen lassen. Weil trans Frauen eben keine cis Frauen sind. (Aber natürlich trotzdem Frauen.) Ich rede nicht darüber, ob ich irgendwelche Operationen habe vornehmen lassen, und es geht auch keine Sau etwas an. Aber es ist auch schön, dass Menschen wie Nora Eckert so offen darüber reden und schreiben, dass sie es eben bewusst anders gemacht haben.
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Re: Trans Frau Nora Eckert | BRIGITTE
"Im falschen Körper", ja irgendwas passte von Beginn an nicht. Da man mir als kleines Kind erklärt hat, das das Teil da zwischen meinen Beinen aussagt, das ich kein Mädchen sein kann, wollte ich das Übel beseitigen. Geht leider nicht, da man dann verblutet, so sagte man mir.
Ziemlich blöde Situation, wenn man keine Lösung hat für ein Problem, das einem stark auf der Seele liegt.
Das das blöde Teil darauf hin bis ins Erwachsenealter nicht gewachsen ist, war nur eine kleine Erleichterung. Das mein Körper bis dahin eine A Linien Form und weibliche Brüste entwickelte war zwar auch bereichernd, hat aber auch riesige Probleme mitgebracht. Irgendwo dazwischen, zwar von Mädchen oft akzeptiert und deswegen auch eine weibliche Sozialisierung, aber trotzdem war ich in der Schublade Junge.
Ein Traum begleitete mich mein ganzes Leben:
Abends einschlafen, mich von meinem Körper lösen und jemand finden, der/die mit mir tauschen würde. Einen weiblichen Körper gegen meinen. Auch deswegen habe ich meinen Körper gepflegt und in Top Form gehalten solange es ging.
Am Ende wurde ich schwer krank, der Traum musste ruhen.
Solange bis ich erste Ansätze gefunden hatte um zu Gesunden.
Mein System hat mich dabei mit dem stärksten unterstützt was wohl möglich ist. Ich entwickelte einen Gehirntumor, geriet in Scheinschwangerschaft, konnte wieder laufen und beschloss an meiner wiedergefundenen Weiblichkeit festzuhalten. Während meiner Transistion fand ich auch diesen Menschen den ich in meinen Träumen immer gesucht hatte.
Er hatte davon geträumt das Geschlecht zu tauschen, ich den Körper. Aber eigendlich meinten wir beide das gleiche.
Nun ist beides so nicht machbar, aber wir gehen unseren Weg.
Ich denke oft an unseren Tausch, denn von Schminkzeug über Klamotten habe ich vieles von ihm, aus Zeiten als Er noch als Sie lebte.
Ich gesunde weiterhin, auch wenn nach 20 Jahren Krankheit vieles dagegen gesprochen hat.
Ich lebe meinen Traum,
Tira
P.S: Neben Scheinschwangerschaft hab ich auch einen weiblichen Zyklus, auch meßbar an den Progesteronwerten und teile damit das Problem von weiblichen ME/CFS Erkrankten die vor/während ihrer Tage besonders empfindlich für Überanstrengungen sind. Das Wissen hilft mir mich besser zu schützen.
Aber all das macht mich nicht zur Frau, das mußte ich erst im Kopf wieder finden und zulassen.
Ziemlich blöde Situation, wenn man keine Lösung hat für ein Problem, das einem stark auf der Seele liegt.
Das das blöde Teil darauf hin bis ins Erwachsenealter nicht gewachsen ist, war nur eine kleine Erleichterung. Das mein Körper bis dahin eine A Linien Form und weibliche Brüste entwickelte war zwar auch bereichernd, hat aber auch riesige Probleme mitgebracht. Irgendwo dazwischen, zwar von Mädchen oft akzeptiert und deswegen auch eine weibliche Sozialisierung, aber trotzdem war ich in der Schublade Junge.
Ein Traum begleitete mich mein ganzes Leben:
Abends einschlafen, mich von meinem Körper lösen und jemand finden, der/die mit mir tauschen würde. Einen weiblichen Körper gegen meinen. Auch deswegen habe ich meinen Körper gepflegt und in Top Form gehalten solange es ging.
Am Ende wurde ich schwer krank, der Traum musste ruhen.
Solange bis ich erste Ansätze gefunden hatte um zu Gesunden.
Mein System hat mich dabei mit dem stärksten unterstützt was wohl möglich ist. Ich entwickelte einen Gehirntumor, geriet in Scheinschwangerschaft, konnte wieder laufen und beschloss an meiner wiedergefundenen Weiblichkeit festzuhalten. Während meiner Transistion fand ich auch diesen Menschen den ich in meinen Träumen immer gesucht hatte.
Er hatte davon geträumt das Geschlecht zu tauschen, ich den Körper. Aber eigendlich meinten wir beide das gleiche.
Nun ist beides so nicht machbar, aber wir gehen unseren Weg.
Ich denke oft an unseren Tausch, denn von Schminkzeug über Klamotten habe ich vieles von ihm, aus Zeiten als Er noch als Sie lebte.
Ich gesunde weiterhin, auch wenn nach 20 Jahren Krankheit vieles dagegen gesprochen hat.
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P.S: Neben Scheinschwangerschaft hab ich auch einen weiblichen Zyklus, auch meßbar an den Progesteronwerten und teile damit das Problem von weiblichen ME/CFS Erkrankten die vor/während ihrer Tage besonders empfindlich für Überanstrengungen sind. Das Wissen hilft mir mich besser zu schützen.
Aber all das macht mich nicht zur Frau, das mußte ich erst im Kopf wieder finden und zulassen.
Das beste Make-up einer Frau ist Glücklich sein
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Jaddy
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Re: Trans Frau Nora Eckert | BRIGITTE
Ich habe Susanne Schumann angeschrieben und das Problem erklärt. Der kurze Absatz mit den Zahlen ist erst mal raus. Schumann schreibt: "Ich habe vor, demnächst noch einen Artikel zu schreiben, in dem ich genau auf das Thema eingehen möchte, dass es sich um ein trans Spektrum handelt und nicht um eine ganz oder gar nicht Eigenschaft, da kann ich es gut aufnehmen und ausführen
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Annette
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Re: Trans Frau Nora Eckert | BRIGITTE
Liebe TiraTira hat geschrieben: Fr 23. Feb 2024, 09:27 "Im falschen Körper", ja irgendwas passte von Beginn an nicht... Ein Traum begleitete mich mein ganzes Leben: Abends einschlafen, mich von meinem Körper lösen... Einen weiblichen Körper gegen meinen.
Wow, deine Erfahrung berührt mich sehr...
Ich weiss was es bedeutet, diesen Traum zu haben, bei mir war es auch oft so, also eher ein Wachtraum... abends einschlafen, morgens aufwachen... als Frau! Nach all den Jahren wurde mein Traum endlich erfüllt. Und genau das wünsche ich dir auch, denn wenn ich all das lese was dir widerfahren ist, so kann ich mir (ein ganz klein wenig) diesen ungeheuren Leidensweg, den du durchmachen musstest, vorstellen. Ich verstehe was du sagen willst, und das geht mir sehr nahe!
Lebe deinen Traum, und möge er in Erfüllung gehen!
Das wünsche ich dir von ganzem Herzen!
Liebe Grüsse,
Annette
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Re: Trans Frau Nora Eckert | BRIGITTE
Das ist schon alles richtig so aber für mich war bei diesen Gedanken noch nicht Schluss. Ich habe schon immer gesagt, dass die körperlichen Veränderungen das eine an der HET sind. Die seelischen sind das andere. Und diese Veränderungen waren mir schon immer wichtiger als die körperlichen. Deshalb sehe ich es so wie Patricia. Für mich war die HET eine lebensnotwendige Massnahme und mir war es egal, ob mich damit in eine medizinische Abhängigkeit begebe - vor allem nach der OP.Vicky_Rose hat geschrieben: Do 22. Feb 2024, 23:53 Wie ich es auch drehe und wende, keine OP und keine HRT kann die Dinge kompensieren, die mir die Biologie und die Erziehung angedeihen ließen. Mein Hormonhaushalt ist irgendwo in der Mitte und wenn ich eine HRT machen würde, wäre die Einnahme von Medikamenten an jedem Tag eine ständige Erinnerung. Wesentliche Dinge fehlen, wie z.B. die Möglichkeit einer Schwangerschaft oder auch nur eine Erziehung in weiblichen Bahnen.
Ich finde, die Schritte zu HET und OP sollten nur die ultima ratio sein. Und sowas sollte auch immer durch eine geeignete Fachperson begleitet und diagnostiziert sein. Wenn jemand sein trans Sein ohne jegliche Hilfsmittel bewältigen kann, ist das doch eine tolle Sache und derjenige sollte dann auch froh darüber sein. Vielfach lese/höre ich aber von der romantischen Vorstellung, was diese Schritte alles bewirken können und, dass es nichts wichtigeres für einige Personen gibt als endlich diese oder jene weibliche Veränderung haben zu wollen.
¡no lamento nada!