Helen meldet sich zurück, leider ohne nennenswerte Fortschritte
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Helen67
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Helen meldet sich zurück, leider ohne nennenswerte Fortschritte
Hallo zusammen,
nach über 6 Monaten melde ich mich wieder zurück.
So schnell wie es anfangs mit meinem Outing usw. voranging, so schleppend läuft es jetzt.
Leider hat sich die Meinung meiner Frau bezüglich meiner Situation nicht verändert, es ist für sie nach wie vor eine "Spinnereri" von mir.
Gut, die Haare lasse ich wachsen, haben auch eine eine vernünftige Länge erreicht, versuche die Frisur so gut es geht auf weiblich zu trimmen.
Meine Kleidung wird auch immer femininer...
Aber Psychotherapie oder gar HRT - Fehlanzeige bzw. derzeit unmöglich, ohne die Ehe zu gefährden.
Irgendwie befinde ich mich in einer Dauerschleife, es geht einfach nicht voran.
Einzig mein berufliches und privates Umfeld sieht die kleinen Veränderungen, aber ohne HRT wird's wohl nichts.
Die Kleidung alleine und längere Haare bringen's halt nicht.
Ich sehe mich eigentlich nicht als Crossdresser, also ab und zu mal in die weibliche Rolle schlüpfen, aber ansonsten ganz Mann.
Vielmehr verabscheue ich alles männliche an mir und es wird immer schlimmer, wie lebendig begraben.
Irgendwie weiß ich nicht mehr weiter...
Liebe Grüße
Helen
nach über 6 Monaten melde ich mich wieder zurück.
So schnell wie es anfangs mit meinem Outing usw. voranging, so schleppend läuft es jetzt.
Leider hat sich die Meinung meiner Frau bezüglich meiner Situation nicht verändert, es ist für sie nach wie vor eine "Spinnereri" von mir.
Gut, die Haare lasse ich wachsen, haben auch eine eine vernünftige Länge erreicht, versuche die Frisur so gut es geht auf weiblich zu trimmen.
Meine Kleidung wird auch immer femininer...
Aber Psychotherapie oder gar HRT - Fehlanzeige bzw. derzeit unmöglich, ohne die Ehe zu gefährden.
Irgendwie befinde ich mich in einer Dauerschleife, es geht einfach nicht voran.
Einzig mein berufliches und privates Umfeld sieht die kleinen Veränderungen, aber ohne HRT wird's wohl nichts.
Die Kleidung alleine und längere Haare bringen's halt nicht.
Ich sehe mich eigentlich nicht als Crossdresser, also ab und zu mal in die weibliche Rolle schlüpfen, aber ansonsten ganz Mann.
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Liebe Grüße
Helen
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Maike
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Re: Helen meldet sich zurück, leider ohne nennenswerte Fortschritte
Liebe Helen,
das hört sich leider überhaupt nicht gut an und ist auf Dauer sicherlich keine tragfähige Situation. Aus eigener Erfahrung kann ich Dir nur empfehlen, sich zeitnah eine externe (professionelle) Hilfe zu nehmen (Psychotherapie, evtl. vorab Anlaufstelle oder SHG für Transidentität).
Eine Transidentität ist dauerhaft nicht zu verdrängen, ohne erhebliche gesundheitliche Konsequenzen. Die (Verlust-)Ängste Deiner Frau sind sicherlich verständlich. Möglicherweise kann eine Psychotherapie zur Erkenntnis führen, dass Du den Weg einer Transition gehen wirst und dass Dich Deine Frau dabei nicht begleiten kann - vor diesem Ergebnis hat sie sicherlich Angst und versucht dies als "Spinnerei" zu verdrängen. Aber sie kann auch dazu führen, dass Ihr gemeinsam einen für Euch tragfähigen Weg findet. Beispiele für beide Varianten gibt es viele.
Bleibt miteinander im Gespräch und teilt Eure Gefühle, Ängste, Sorgen. Es ist schwer - aber aus meiner Erfahrung die einzige Option!
LG Maike
das hört sich leider überhaupt nicht gut an und ist auf Dauer sicherlich keine tragfähige Situation. Aus eigener Erfahrung kann ich Dir nur empfehlen, sich zeitnah eine externe (professionelle) Hilfe zu nehmen (Psychotherapie, evtl. vorab Anlaufstelle oder SHG für Transidentität).
Eine Transidentität ist dauerhaft nicht zu verdrängen, ohne erhebliche gesundheitliche Konsequenzen. Die (Verlust-)Ängste Deiner Frau sind sicherlich verständlich. Möglicherweise kann eine Psychotherapie zur Erkenntnis führen, dass Du den Weg einer Transition gehen wirst und dass Dich Deine Frau dabei nicht begleiten kann - vor diesem Ergebnis hat sie sicherlich Angst und versucht dies als "Spinnerei" zu verdrängen. Aber sie kann auch dazu führen, dass Ihr gemeinsam einen für Euch tragfähigen Weg findet. Beispiele für beide Varianten gibt es viele.
Bleibt miteinander im Gespräch und teilt Eure Gefühle, Ängste, Sorgen. Es ist schwer - aber aus meiner Erfahrung die einzige Option!
LG Maike
Es ist wie es ist. Aber es wird, was du daraus machst!
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Nicole Fritz
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Re: Helen meldet sich zurück, leider ohne nennenswerte Fortschritte
Hallo Helen,Helen67 hat geschrieben: Sa 17. Feb 2024, 12:40 Aber Psychotherapie oder gar HRT - Fehlanzeige bzw. derzeit unmöglich, ohne die Ehe zu gefährden.
wenn die Ehe wichtiger ist als die geschlechtliche Dysphorie, tippe ich auf nicht binär. Bei mir wurde das Bedürfnis mich irgendwie in einer weiblichen Rolle zu präsentieren immer weniger. Die Haare habe ich wachsen lassen. Seit etwa vier Jahren färbe ich sie aber nicht mehr (das Profilbild ist von 2020). Auch mit Fingernägel lackieren oder Schmuck ist es vorbei. Sonst meistens: Männer-Klamotten - nein danke! Dazu lasse ich dann auch schon mal zum luftigen Sommerkleid einen Stoppelbart stehen.
Interessant ist da vielleicht, dass mich letztlich ein Taxifahrer als Frau ansprach, obwohl ich eigentlich (so dachte ich jedenfalls ??) im Mann-Modus unterwegs war. Erst bei meiner Stimme wurde er stutzig.
'Helen' sagt für mich auch irgendwie alles: Nicht er, nicht sie, wie bei mir Niko - 'Nikolaus', 'Nicole' oder 'das Nikolauseum'.
Liebe Grüße
Nicole
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Malvine
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Re: Helen meldet sich zurück, leider ohne nennenswerte Fortschritte
Wenn ich deine Beschreibung für mich einordne, dann wird deine Ehe evtl. daran zerbrechen, dass du keine Psychotherapie in Anspruch nimmst. Wenn du vor die Hunde gehst, wird deine Familie genau so darunter leiden.Helen67 hat geschrieben: Sa 17. Feb 2024, 12:40 Aber Psychotherapie oder gar HRT - Fehlanzeige bzw. derzeit unmöglich, ohne die Ehe zu gefährden.
Wie schaut es denn mit Selbsthilfegruppen in deiner Nähe aus? Hast du dich schon mal auf die Suche nach weiterer Unterstützung gemacht?
Ich wünsche dir auf jeden Fall alles Gute für deinen weiteren Weg!
Malvine
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Susette
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Re: Helen meldet sich zurück, leider ohne nennenswerte Fortschritte
Immerhin eine gute Sache kann ich daraus schliessen: Du weisst schon, was Du willst oder brauchst!Helen67 hat geschrieben: Sa 17. Feb 2024, 12:40 Ich sehe mich eigentlich nicht als Crossdresser, also ab und zu mal in die weibliche Rolle schlüpfen, aber ansonsten ganz Mann.
Vielmehr verabscheue ich alles männliche an mir und es wird immer schlimmer, wie lebendig begraben.
Irgendwie weiß ich nicht mehr weiter...
Nun müssen aber Gepräche her. Mit Deiner Frau und (wie schon oben erwähnt) mit professionellen Beratungsstellen.
Weiss Deine Frau, wie sehr Du aktuell leidest? Wahrscheinlich nicht.
Hier gilt es allen Mut zusammenzunehmen und auch dem Umfeld klarmachen, was in Dir geschieht.
Oder kannst Du es aushalten, zwischen Angst um Deine Ehe und innerem Unwohlsein einen Drahtseilakt zu vollziehen?
Immerhin hat Deine Frau die längeren Haare akzeptiert, selbst weiblich frisiert... das ist bei vielen bestimmt auch nicht immer gut gegangen.
Vielleicht kannste darauf aufbauen. Mach ihr klar, dass es keine Modeerscheinung ist bei Dir.
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Helen67
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Re: Helen meldet sich zurück, leider ohne nennenswerte Fortschritte
Ich bin mit meiner Frau ja nicht erst seit gestern zusammen, 36 Jahre, davon 26 Jahre Ehe.Nicole Fritz hat geschrieben: So 18. Feb 2024, 21:22 wenn die Ehe wichtiger ist als die geschlechtliche Dysphorie, tippe ich auf nicht binär.
Das geht nicht spurlos vorüber.
Was meinen Namen angeht, Helen gefällt mir einfach, hat zwar auch Bezug zu meinem männlichen Vornamen, hat aber auch durchaus praktische Gründe.Nicole Fritz hat geschrieben: So 18. Feb 2024, 21:22 'Helen' sagt für mich auch irgendwie alles: Nicht er, nicht sie
Meine männliche Seite mag ich so gar nicht, es ist halt eingefahren und schwer abzulegen, würde am liebsten alles männliche sofort loswerden.
Vor einem knappen Jahr outete ich mich ihr gegenüber, was ihr zunächst wohl den Boden unter den Füßen wegzog, auch wenn's erst mal nicht danach aussah.Maike hat geschrieben: So 18. Feb 2024, 18:42 Aus eigener Erfahrung kann ich Dir nur empfehlen, sich zeitnah eine externe (professionelle) Hilfe zu nehmen (Psychotherapie, evtl. vorab Anlaufstelle oder SHG für Transidentität).
Erst mit einem Termin beim Psychologen (der dann eben nicht stattfand) lief das ganze aus dem Ruder.
Sie hat da leider wenig Verständnis und tut das ganze immer noch als "Spinnerei" oder "Phase" ab, selbst nach einem aufklärenden Gespräch mit unserem Hausarzt.
Ich denke nicht, dass sie das weiß, obwohl die Anzeichen eindeutig sind.Susette hat geschrieben: Mo 19. Feb 2024, 16:09 Weiss Deine Frau, wie sehr Du aktuell leidest? Wahrscheinlich nicht.
Wie in anderen Situationen fresse ich Probleme meist in mich hinein, bis es eben kracht, so bin ich nun mal - leider.
Und das ist eben ihre andere Seite.Susette hat geschrieben: Mo 19. Feb 2024, 16:09 Immerhin hat Deine Frau die längeren Haare akzeptiert, selbst weiblich frisiert... das ist bei vielen bestimmt auch nicht immer gut gegangen.
...eine neue Haarfarbe muss her, sie bringt mir Schminkzeug und Klamotten mit...
Irgendwie werde ich daraus nicht schlau.
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Anne-Mette
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Re: Helen meldet sich zurück, leider ohne nennenswerte Fortschritte
Moin,
Ohne ins Gespräch zu kommen, wird sich nicht viel tun.
VORSICHTIG mit deiner Frau, aber auch mit dir selbst umgehen.
Herzliche Grüße
Anne-Mette
sicherlich steckt ihr beide in einer Phase, die von vielen Unsicherheiten begleitet wird.Helen67 hat geschrieben: Mo 19. Feb 2024, 17:14 Wie in anderen Situationen fresse ich Probleme meist in mich hinein, bis es eben kracht, so bin ich nun mal - leider.
Ohne ins Gespräch zu kommen, wird sich nicht viel tun.
VORSICHTIG mit deiner Frau, aber auch mit dir selbst umgehen.
Herzliche Grüße
Anne-Mette
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Momo58
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Re: Helen meldet sich zurück, leider ohne nennenswerte Fortschritte
Hej Helen,
Ich hab dich gelesen und irgendwie kam mir die "wenn, dann, sonst-Formel" von Excel in den Sinn. Wenn du weiterhin Frau sein willst, dann ist das für mich Spinnerei, also lass das, sonst lasse ich mich scheiden.
Es ist sicher meine eigene Geschichte, warum ich es nicht ertragen kann, dich weiterhin so leiden zu sehen. Wie lange wirst du das aushalten? Wann bricht du zusammen?
Wenn Gespräche nichts mehr bringen, ist handeln angesagt. Womit ich wieder bei einer Excel-Formel gelandet bin, "entweder oder" liefert als Ergebnis falsch oder wahr. Was fühlt dich für dich falsch, was richtig an? Was sind deine Bedürfnisse? Welche davon kannst du umsetzen? Wenn sie dich als transsexuell nicht ertragen kann, warum soll die sich dann selbst quälen? Wenn du so weiter machst wie bisher, quälst du dich auch selbst. Wenn es keinen gemeinsamen Weg gibt, ist das einerseits schade andererseits kann ein getrennter Weg für euch beide ein Neuanfang, ein Befreiungsschlag sein.
Liebe Grüße
Manuela
Ich hab dich gelesen und irgendwie kam mir die "wenn, dann, sonst-Formel" von Excel in den Sinn. Wenn du weiterhin Frau sein willst, dann ist das für mich Spinnerei, also lass das, sonst lasse ich mich scheiden.
Es ist sicher meine eigene Geschichte, warum ich es nicht ertragen kann, dich weiterhin so leiden zu sehen. Wie lange wirst du das aushalten? Wann bricht du zusammen?
Wenn Gespräche nichts mehr bringen, ist handeln angesagt. Womit ich wieder bei einer Excel-Formel gelandet bin, "entweder oder" liefert als Ergebnis falsch oder wahr. Was fühlt dich für dich falsch, was richtig an? Was sind deine Bedürfnisse? Welche davon kannst du umsetzen? Wenn sie dich als transsexuell nicht ertragen kann, warum soll die sich dann selbst quälen? Wenn du so weiter machst wie bisher, quälst du dich auch selbst. Wenn es keinen gemeinsamen Weg gibt, ist das einerseits schade andererseits kann ein getrennter Weg für euch beide ein Neuanfang, ein Befreiungsschlag sein.
Liebe Grüße
Manuela
Wir alle sind nur ein unbedeutendes Staubkorn im Universum
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Annette
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Re: Helen meldet sich zurück, leider ohne nennenswerte Fortschritte
HalloHelen67 hat geschrieben: Sa 17. Feb 2024, 12:40 Vielmehr verabscheue ich alles männliche an mir und es wird immer schlimmer, wie lebendig begraben.
Irgendwie weiß ich nicht mehr weiter...
Ja, das scheint echt schwer, denn du steckst da zwischen den Fronten. Ich bin auch nicht in der Position, dich zu beraten, lediglich kann ich dir mitteilen, wie dies bei mir gewesen ist. Nach meinem Outing war klar:
Entweder weiterhin ein Leben in Frust und Verzweiflung, was ich jedoch nicht mehr ausgehalten hätte,
oder die Transition beginnen (mit allen Aspekten) und endlich frei sein.
Ich habe mich damals für die Transition entschieden, und diejenigen, die nicht "mitgehen" wollten, tja... ihr Problem.- Selbst meine Familie hätte ich dafür aufgegeben! Meine eigene "Frau" hasst mich nun (wegen der HET und GaOP), doch was solls... ich bin endlich ich selbst!
Für intolerante Blindgänger ist in meinem Leben kein Platz mehr. Ich an deiner Stelle würde keine Rücksicht gegenüber Intoleranz nehmen und sofort aufhören, mich ständig zu "verbiegen". Es ist dein Leben, und niemand sonst als du selbst hat das Recht, darüber zu verfügen!
Viel Glück
Annette
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Malvine
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Re: Helen meldet sich zurück, leider ohne nennenswerte Fortschritte
ehrlich gemeinter Glückwunsch, dass du für dich diese Einsicht in dein eigenes Verhalten hast - oft reagieren wir aus Automatismen heraus und wissen nicht warum. Du hast jetzt den Vorteil, dass du dein Verhalten verstehst und somit die Möglichkeit hast dein Verhalten zu ändern.Helen67 hat geschrieben: Mo 19. Feb 2024, 17:14 fresse ich Probleme meist in mich hinein, bis es eben kracht, so bin ich nun mal - leider.
Ich weiß selber, wie schwer es ist aus diesem eingefahrenen Verhaltensmuster heraus zu kommen und über seinen eigene Schatten zu springen. Dies geht immer nur in ganz kleinen Schritten - aber es kann klappen!
LG
Malvine
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Helen67
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Re: Helen meldet sich zurück, leider ohne nennenswerte Fortschritte
Die Torschlusspanik, ich werde ja nicht jünger.Malvine hat geschrieben: Mo 19. Feb 2024, 19:22 Dies geht immer nur in ganz kleinen Schritten - aber es kann klappen!
Mit Neid blicke ich auf diejenigen, die in jungen Jahren schon mit ihrer Transition begonnen haben.
Da ist jede/jeder anders gestrickt, ich tue mir unheimlich schwer, jemandem wehzutun, noch schwerer bei einem geliebten Menschen.Annette hat geschrieben: Mo 19. Feb 2024, 19:06 Selbst meine Familie hätte ich dafür aufgegeben! Meine eigene "Frau" hasst mich nun (wegen der HET und GaOP), doch was solls... ich bin endlich ich selbst!
Ob man das in eine Formel packen kann? ich weiß nicht, zu menschlich das ganze...Momo58 hat geschrieben: Mo 19. Feb 2024, 18:55 kam mir die "wenn, dann, sonst-Formel" von Excel in den Sinn. Wenn du weiterhin Frau sein willst, dann ist das für mich Spinnerei, also lass das, sonst lasse ich mich scheiden.
Jedenfalls wird es immer schwerer Mann zu sein, im Kopf ist meine weibliche Seite schon zu stark.
Einzig hier könnte man sagen: "... Die Software ist mit der Hardware nicht kompatibel..."
Liebe Grüße
Helen
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Susette
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Re: Helen meldet sich zurück, leider ohne nennenswerte Fortschritte
Kannst Du uns denn ein paar Beispiele nennen, wie solche Gespräche zwischen Dir und Deiner Frau so ablaufen?
Wenn sie es doch schonmal etwas toleriert und Dich etwas machen lässt in der Richtung: Möchte sie davon nichts mitbekommen und legt Dir das Schminkzeug etc. nur hin?
Da wären ein paar Hintergrundinfos evtl. hilfreich. Weil auch wir können nur so viel dazu sagen wie wir auch an Input von Dir bekommen.
Natürlich nur, wenn Du das auch mit uns hier im öffentlichen Raum teilen möchtest.
Auch ne Option: pn an eine von uns. Hab da nämlich auch genauere Fragen die mir im Kopf rumschwirren, welche ich hier nicht fragen würde.
Wenn sie es doch schonmal etwas toleriert und Dich etwas machen lässt in der Richtung: Möchte sie davon nichts mitbekommen und legt Dir das Schminkzeug etc. nur hin?
Da wären ein paar Hintergrundinfos evtl. hilfreich. Weil auch wir können nur so viel dazu sagen wie wir auch an Input von Dir bekommen.
Natürlich nur, wenn Du das auch mit uns hier im öffentlichen Raum teilen möchtest.
Auch ne Option: pn an eine von uns. Hab da nämlich auch genauere Fragen die mir im Kopf rumschwirren, welche ich hier nicht fragen würde.
Zuletzt geändert von Susette am Di 20. Feb 2024, 20:15, insgesamt 1-mal geändert.
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Helga
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Re: Helen meldet sich zurück, leider ohne nennenswerte Fortschritte
.Helen67 hat geschrieben: Sa 17. Feb 2024, 12:40 Einzig mein berufliches und privates Umfeld sieht die kleinen Veränderungen, aber ohne HRT wird's wohl nichts.
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Liebe Helen,
ich frage mal ganz unumwunden: Was erwartest du von der HRT? Sicher, es kursieren die tollsten Geschichten darüber, welche körperlichen Veränderungen die HRT bewirken kann. Die Betonung liegt aber auf "kann", sicher ist davon garnichts. Eine HRT führt nicht unbedingt dazu von anderen weiblicher wahrgenommen zu werden, sie würde sicherlich dazu führen, dass du dich selber weiblicher wahrnimmst.
Es ist mir bewusst, dass ich in diesem Thread gerade etwas gegen den Trend schreibe, aber: Im Jahr 2024 sollten wir eigentlich soweit sein einzusehen, dass ein "Weiterkommen" im "Trans"- Bereich nicht zwangsläufig "HRT", "Transition", "GOAP" etc. bedeutet. Weiterkommen heisst sich mit den eigenen Bedürfnissen, Wünschen und Neigungen auseinanderzusetzen. Es heisst hierbei alles auszublenden, was uns in den 1970er Jahren als Geschlechterklischees in die Köpfe getragen wurde, es heißt aber auch das auszublenden, was uns von anderen als "Ideallösung" angeboten wird. Weiterkommen heißt sich selbst zu akzeptieren mit all den Schwächen und Unzulänglichkeiten, den Verstößen gegen das gelernte Weltbild, und der scheinbaren Ambivalenz der Persönlichkeit, die sich nach Abzug altmodischer Festlegungen was ein Mann zu tun oder eine Frau zu lassen hat, sehr schnell in Wohlgefallen auflöst. Würdest du als einziger Mensch auf einer einsamen Insel eine HRT brauchen? Vermutlich nicht. Warum brauchst du sie hier? Um den Erwartungen anderer Menschen gerecht zu werden?
Was in deinem Kopf vorgeht ist völlig unabhängig davon, wie dein Körper ausgestattet ist, so etwas wie "Kompatibilität" ist weder beabsichtigt, noch erforderlich. Körperliche Merkmale spielen nur in einer einzigen Situation eine Rolle, nämlich dann, wenn wir beabsichtigen uns fortzupflanzen. Ansonsten sind sie völlig nebensächlich. Mein Penis hindert mich nicht daran Abendkleider zu tragen. Meine tiefe Stimme hindert mich nicht daran einen liebevollen Umgang zu pflegen. Mein Bartwuchs hindert mich nicht daran eine gute Mutter zu sein. Was auch immer die weibliche Seite in denem Kopf ausmacht, nichts hindert dich daran diese auszuleben. Unsere angelernten Geschlechter- Rollen- Bilder sind leider fast allesamt völlig falsch und hindern uns nur daran unsere Persönlichkeit in ihrer gesamten Bandbreite auszuleben. Die Bandbreite einer jeden Persönlichkeit, egal wie die körperliche Ausstattung ist, macht macht Eigenschaften aus, die sowohl männlichen als auch weiblichen Klischeees zugerechnet werden können. Bei vielen, die in die in die Transition gegangen sind, habe ich leider den Eindruck, dass einfach nur das "Leitklischee" gewechselt wurde. Während sie vorher versuchten nach dem männlichen Klischee zu leben und hiermit nicht klarkamen, versuchen sie nach der Transition nach dem weiblichen Klischee zu leben, was auch nicht immer klappt.Helen67 hat geschrieben: Di 20. Feb 2024, 17:48 Jedenfalls wird es immer schwerer Mann zu sein, im Kopf ist meine weibliche Seite schon zu stark.
Eine Psychotherapie kann helfen, muss sie aber nicht, dies ist sehr stark von den therapeutisch tätigen Personen abhängig. Gerade bei Praxen mit "Trans- Erfahrung" wird leider viel zu schnell und viel zu oft der Weg in die Transition empfohlen.
Liebe Grüße
Helga
Was bin ich?- Zunächst einmal bin ich ein Mensch!
Meistens bin ich ein Mann.
Wenn mir danach ist bin ich eine Frau.
Ich muss mich nicht festlegen.
Meistens bin ich ein Mann.
Wenn mir danach ist bin ich eine Frau.
Ich muss mich nicht festlegen.
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Anne-Mette
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Re: Helen meldet sich zurück, leider ohne nennenswerte Fortschritte
Guten Abend,
Wenn die Angaben in deinem Profil stimmen und du nicht ernsthafte Belege dafür bringen kannst, solltest du solche Äußerungen unterlassen!
Gruß
Anne-Mette
Diese Behauptung ist weder dienlich noch bewiesen, sondern schädlich.Helga hat geschrieben: Di 20. Feb 2024, 21:30 Eine Psychotherapie kann helfen, muss sie aber nicht, dies ist sehr stark von den therapeutisch tätigen Personen abhängig. Gerade bei Praxen mit "Trans- Erfahrung" wird leider viel zu schnell und viel zu oft der Weg in die Transition empfohlen.
Wenn die Angaben in deinem Profil stimmen und du nicht ernsthafte Belege dafür bringen kannst, solltest du solche Äußerungen unterlassen!
Gruß
Anne-Mette
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Nicole Fritz
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Re: Helen meldet sich zurück, leider ohne nennenswerte Fortschritte
Hallo Helga,Helga hat geschrieben: Di 20. Feb 2024, 21:30 Eine Psychotherapie kann helfen, muss sie aber nicht, dies ist sehr stark von den therapeutisch tätigen Personen abhängig. Gerade bei Praxen mit "Trans- Erfahrung" wird leider viel zu schnell und viel zu oft der Weg in die Transition empfohlen.
dann mache ich mich jetzt mal wieder zur Zielscheibe. Genau das ist mein Eindruck dabei. Ich brach meine psychologische Betreuung ab, da ich diesem Psychiater keine kostenlose Weiterbildung zum Thema Trans*:_? zukommen lassen wollte. Solche Leute verdienen mehr als genug Geld. Also sollen sie das gefälligst selbst bezahlen, und nicht von meiner Krankenkasse erpressen. In einer Selbsthilfegruppe ging es immer nur in Richtung Transition. Meine nicht binäre Sichtweise wurde nur geduldet, aber nicht auf irgend eine Weise wirklich ernst genommen.
LG Nicole