Hahaha ... liebe Kerstin ... ich finde da eigentlich nichts ketzerisches dran !?
Ich glaube schon, dass sich dieses "Frau sein funktioniert" in erster Linie an Crossdresser richtet ... wobei ich da eigentlich keinerlei Unterschiede machen möchte ...
Den Unterschied im "praktische Ausprobieren" sehe ich darin, dass eine Stubentranse ja nie vor der Problematik der "Außenwelt" steht ... sondern in ihrer kleinen heilen Welt, so fraulich vorsichhin transeln kann, wie sie es mag ...!?
Sollte man allerdings beschließen vor die Tür zu gehen ... dann beginnt ja fast überall auch die Phase der Interaktion; sei es schon bei einem Spaziergang, da wirkt man irgendwie auf andere Menschen ... ins Cafe zu gehen, oder auch zu Kulturevents sind da ja nur Steigerungen von; oder auch, wenn man mal mit "normalen" Menschen reden müsste.
Erst in solchen Momenten wirkt man ja auch auf andere ... und man könnte dann sagen, oder feststellen, ob man "so" als Frau auch draußen auch funktioniert ...!?
Was du beschreibst mit dem Alltag, oder der Arbeit ... oder Kleinkram, sehe ich eigentlich als "Rückschritt", bzw. da teilt sich das System ... und betrifft ja in erster Linie nur Frauen, die ihr Leben dann ganz 24/7 als Frau erleben wollen ...
Ich denke, dass es nicht sehr kompliziert sein dürfte den Alltag in Frauenkleidung zu bewältigen, auch die Arbeit ... von mir aus auch in unsexy Arbeitskleidung ... Ich denke, dass da eher der ganze Bürokratismus, und die Akzeptanz "Frau zu sein/werden" das komplizierte ist !? Eben sein ganzes sozialisiertes Männerleben umzukrempeln.
Ist dies geschehen ... dann lebt man doch eigentlich genauso weiter wie jeder andere Mensch auch, oder nicht?!
Ich finde eigentlich, dass Alltag als Frau ziemlich langweilig ist (genauso wie als Mann!) ... und verstehe auch, warum sich dann 95% der Bios eher praktisch legere kleiden ... und sich nicht, wie für ein Event, aufbrezeln ...
Ich denke also, dass hier die meisten Transfrauen ihren Alltag auch als Frau bewätigen ... einfach so

Yoko