Depression: Das können Betroffene selbst tun | Spektrum
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Anne-Mette
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Depression: Das können Betroffene selbst tun | Spektrum

Post 1 im Thema

Beitrag von Anne-Mette »

Bei vielen Erkrankungen können Patientinnen und Patienten neben einer Therapie selbst etwas tun, um ihre Symptome abzumildern. Das gilt auch bei einer Depression. Welche Maßnahmen sinnvoll sind — und worauf man lieber verzichten sollte.

https://www.spektrum.de/news/selbsthilf ... un/2200910
ExUserIn-2026-04-08
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Re: Depression: Das können Betroffene selbst tun | Spektrum

Post 2 im Thema

Beitrag von ExUserIn-2026-04-08 »

Der erste wichtige Schritt — der durchaus ebenfalls Bestandteil der Selbsthilfe ist — sollte immer darin bestehen, sich professionelle Unterstützung zu suchen
Für mich klingt das wie blabla. Es ist zwar nicht falsch aber unrealistisch. Ich habe das vor 15 Jahren versucht und hätte bei allen psychologischen Praxen Wartezeiten von mindestens 6 Monaten gehabt. Geht das heute besser ? Ich fürchte nicht. Ich denke, es muss viel mehr auch in eine Erstversorgung investiert werden, die erlaubt, dass Menschen zunächst eine Anlaufstelle haben und ernst genommen werden. Dann kann man die nächsten Schritte planen.
Viele Grüße
Vicky

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Anne-Mette
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Re: Depression: Das können Betroffene selbst tun | Spektrum

Post 3 im Thema

Beitrag von Anne-Mette »

Moin,

ich sah den Artikel eher als Anlass, sich noch einmal mit dem Thema auseinanderzusetzen.
Es mangelt an Fachkräften. Nun soll hier in Schleswig-Holstein erst einmal eine Bestandsaufnahme erfolgen.
Dabei ist das Thema schon viele Jahre bekannt.
Selbst wenn ich einen Menschen motivieren kann, nach langer Zeit eine fachliche Beratung in Behandlung in Anspruch zu nehmen, dann ist noch nicht viel gewonnen, weil es so wenig Einrichtungen
und frei praktizierende Fachmenschen gibt.
Es muss mehr Druck kommen, um endlich für eine bessere Lage zu sorgen.
Allerdings ist es wie in einigen anderen Fällen so, dass die Betroffenen häufig nicht in der Lage sind, sich für ihre Belange einzusetzen und diesen Druck zu machen; denn manche/viele dieser Menschen kämpfen "um das tägliche Überleben".
ExUserIn-2026-04-08
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Re: Depression: Das können Betroffene selbst tun | Spektrum

Post 4 im Thema

Beitrag von ExUserIn-2026-04-08 »

Ich sehe das auch so und mir geht es auch darum, dass mehr für Betroffene getan werden kann. In meinem Bekanntenkreis gibt es auch von Depression betroffene Menschen, die deshalb ihren Beruf nicht mehr ausüben können. Ich musste erst einmal verstehen, dass diese Menschen nicht in der Lage sind, sich selber aus dem Sumpf zu ziehen. ICh weiß, dass die Erfahrungen, die persönlich mit dem Thema gemacht habe, nur entfernt diese Dimension hatte. Aber ganz ehrlich, es hat mir gereicht. Ich hatte das Glück, mich selber zu retten, aber ich habe verstanden, dass es Momente gibt, die so schlimm sind, seinem Leben ein Ende zu machen. Ich nenne es "dunkle Wolken". Es fühlte sich ziemlich nach einer Depression an, auch wenn manche meinten, es sei eine "depressive Verstimmung". Es ist egal, wie man das nennt, es fühlt sich ziemlich mies an. Ich erinnere mich, wie der Selbstmord von Robert Enke, Torwart bei Hannover 96 mich erst auf den Gedanken brachte, ich könnte unter Depressionen leiden. Das war mir vorher gar nicht klar.

Vielleicht brauchen wir mehr als nur Fachleute. Vielleicht ist es auch eine Möglichkeit, Ansprechpartner oder mehr SHGs zu etablieren, um schon einmal die Menschen aufzufangen, die in einer akuten Krise stecken. Manchen kann durch den Austausch persönlicher Erfahrungen geholfen werden, einen eigenen Weg zu finden. Ich denke, so könnten wir als solidarische Gemeinschaft auch die Fachleute entlasten, damit sie sich den wirklich schwierigen Fällen widmen könnten. Wir hatten hier im Forum schon einmal das Thema. Vielleicht kann man das im Forum noch einmal prominenter zeigen. Mein Vorschlag wäre, es nicht nur Depressionen zu nennen, sondern vielleicht "Lebenskrisen/Depressionen", um einen besseren Einstieg in die Thematik zu bekommen. Lebenskrisen sind nicht nur bedrohlich, sondern auch das Tor zu einem anderen und hoffentlich besseren Leben.
Viele Grüße
Vicky

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Anne-Mette
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Re: Depression: Das können Betroffene selbst tun | Spektrum

Post 5 im Thema

Beitrag von Anne-Mette »

Vicky_Rose hat geschrieben: So 4. Feb 2024, 11:08 Möglichkeit, Ansprechpartner oder mehr SHGs zu etablieren,
Ich glaube, es gibt fast überall Selbsthilfeeinrichtungen. Wichtig ist, sie bekannt zu machen. Deshalb bin ich sehr für Vernetzungen, auch wenn sie sich in manchen Fällen von "unseren Themen" entfernen.
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Re: Depression: Das können Betroffene selbst tun | Spektrum

Post 6 im Thema

Beitrag von Patricia »

Ja, es ist weiterhin sehr schwer einen Therapieplatz zu bekommen, das stimmt. Jedoch sollten man sich davon nicht abschrecken lassen und gar nichts tun, denn besser wird es dadurch in der Regel nicht. Also auf jeden Fall irgendwie versuchen einen Therapieplatz zu ergattern.
Oft verschreiben die Ärzte (evtl. die eig. Hausärztin) dann auch Antidepressiva, das kann helfen, kann aber auch über einen längeren Zeitverlauf gesehen durchaus schädlich sein. Vermutlich kommt es da eher auf den Einzelfall an. Mir hat es damals zuerst scheinbar geholfen, aber nur insofern, dass es mir half die Ursachen der Erkrankung noch tiefer zu vergraben. Und wenn man je nach Betrachtungsweise etwas Pech oder Glück hat, kann die Tablette nach einiger Zeit Ihre Wirkung verlieren, dann sitzt man eventuell tief in der Patsche "¦

Die Selbsthilfe ist jedoch ein wesentlicher Teil des Heilungsprozesses. Das kann ich aus meiner Erfahrung nur so bestätigen. Ja, es mag extrem schwer sein die Motivation und den Antrieb dazu zu finden, jedoch können die Medikamente uns den notwendigen Schub geben. Und selbst dann, wenn man einen Therapieplatz hat, kann eine Besserung oft nur dann erreicht werden, wenn man selbst jede Menge Arbeit in den Heilungsprozess einsteckt. Der Therapeut ist nur jemand, der uns begleitet und hier und da ein wenig lenkt. Die Arbeit muss von uns selbst erledigt werden. Viel zu oft habe ich jedoch Betroffene erlebt, welche das nicht verstanden haben.

Oft ist es einfach nötig sich mit sich selbst sehr intensiv zu beschäftigen, um zu verstehen, was die Ursachen der Erkrankung sind. Dabei meine ich nicht das ständige Nachdenken darüber, wie wenig man auf die Reihe bekommt oder wie wertlos man ist, oder das ständige Vergleichen mit anderen. Nein, bei dem Prozess ist es wichtig gütig, verständnisvoll und wertschätzend mit sich selbst umzugehen. Doch genau das ist das, was den Betroffenen schwer fällt. Das ist dann oft der Punkt, an dem die Therapie uns hlft.

Bitte versteht mich nicht falsch, ich will hier nicht das Thema Depressionen oder Therapie kleinreden, im Gegenteil. Eine Depression ist eine durchaus schwerwiegende Erkrankung und benötigt eine Behandlung und eine therapeutische Begleitung. Die Heilung jedoch ist im Wesentlichem harte Arbeit an sich selbst, die Selbsthilfe eben.

Ich war selbst jahrelang depressiv und mittlerweile stehe ich wieder voll im Berufsleben und stehe relativ kurz vor dem Ende der Therapie. Meine Therapeutin sieht eigentlich keinen Behandlungsbedarf mehr bei mir. Während meiner Erkrankung hatte ich das Glück, während meiner Reha mit vielen anderen Erkrankten zusammenarbeiten. Das hat mir einen einzigartigen Einblick verschafft, für den ich sehr dankbar bin. Das hat mir auch sehr dabei geholfen wieder gesund zu werden.

Ja, ich sehe mich heute nicht mehr als depressiv an, das bedeutet jedoch nicht, dass es nur noch gute Tage gibt, ganz und gar nicht. Ich habe immer noch etliche besch** Tage. Aber ich weiss mittlerweile, wie ich da alleine rauskomme und verstehe die Zusammenhänge zwischen schlechten Tagen und Depressionen. Ich weiß, was ich tun kann, um zu verhindern, dass sich eine Depression wieder einschleicht.

Ohne die Selbsthilfe, die ich mir selbst habe zukommen lassen, wäre ich definitiv nicht so weit.

Daher gebt Euch bitte nicht auf und versucht wieder gesund zu werden.

Ebenso finde ich es sehr wichtig, dass der Staat an der Stelle nachbessert. Das Problem der fehlenden Therapieplätze sind nicht die fehlenden Psychologen, sondern ganz oft unser Gesundheitssystem, welches nicht zulässt, dass mehr Pschologen eine Zulassung als Therapeuten bekommen.

LG
Patricia
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Re: Depression: Das können Betroffene selbst tun | Spektrum

Post 7 im Thema

Beitrag von NB-Sabine »

Viele wissen auch nicht, dass es fast überall Psychiatrische Institutsambulanzen (PIA) gibt, wo man relativ kurzfristig einzelne Termine bekommen kann, die wie ein Arztbesuch über die Krankenkassenkarte abgerechnet werden. In vielen Orten gibt es auch Psychologische Beratungsstellen, die man kostenlos bzw. auf Spendenbasis aufsuchen kann.

Dort sind zwar keine Therapien möglich, aber es sind eben kurzfristig verfügbare Angebote.

Auf meinen Platz in der Psychiatrischen Tagesklinik habe ich fast 20 Wochen gewartet. In der Zwischenzeit habe ich Termine bei einer Psychologische Beratungsstelle und einzelne probatorische Sitzungen bei Psychiatern und Psychotherapeuten wahrgenommen. Das war zwar kein Ersatz für eine Therapie, hat aber die Wartezeit erträglicher gemacht.

Ich stelle in Gesprächen immer wieder fest, dass viele nicht mal von diesen Möglichkeiten wissen.
Jede(r) ist anders bzw. einzigartig... ;)
Anne-Mette
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Re: Depression: Das können Betroffene selbst tun | Spektrum

Post 8 im Thema

Beitrag von Anne-Mette »

NB-Sabine hat geschrieben: So 4. Feb 2024, 12:32 Ich stelle in Gesprächen immer wieder fest, dass viele nicht mal von diesen Möglichkeiten wissen.
Insofern finde ich gut und wichtig, dass wir diese Themen hier diskutieren.
Andrea aus Sachsen
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Re: Depression: Das können Betroffene selbst tun | Spektrum

Post 9 im Thema

Beitrag von Andrea aus Sachsen »

.
Patricia hat geschrieben: So 4. Feb 2024, 12:17 Und selbst dann, wenn man einen Therapieplatz hat, kann eine Besserung oft nur dann erreicht werden, wenn man selbst jede Menge Arbeit in den Heilungsprozess einsteckt. Der Therapeut ist nur jemand, der uns begleitet und hier und da ein wenig lenkt. Die Arbeit muss von uns selbst erledigt werden.
Das erinnert mich stark am meine Therapie im vergangenen Jahr. Meine Probleme wurden bis ins kleinste Detail analysiert. Ich weiß nun ziemlich genau, was mir fehlt (anankastische Persönlichkeitsstörung).
Doch Lösungsansätze konnte ich aus den Gesprächen nicht entnehmen. Mir ist schon klar, dass Psychotherapie keine Patentrezepte liefern kann, aber Aussagen wie "Finde die Lösung selbst!", halte ich, insbesondere nach langer vergeblicher Suche, für völlig fehl am Platz. Auf derartige Therapien kann ich gern verzichten.
Tipps wie "Versuche es doch mal so oder so!" dürften da hilfreicher sein. Sie müssen zwar nicht zwangsläufig zum Erfolg führen, aber die Betroffenen kämen so erst mal ins Handeln.
Viele Grüße
Andrea aus Sachsen
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Re: Depression: Das können Betroffene selbst tun | Spektrum

Post 10 im Thema

Beitrag von Patricia »

Andrea aus Sachsen hat geschrieben: So 4. Feb 2024, 16:14 Mir ist schon klar, dass Psychotherapie keine Patentrezepte liefern kann, aber Aussagen wie "Finde die Lösung selbst!", halte ich, insbesondere nach langer vergeblicher Suche, für völlig fehl am Platz.
Liebe Andrea,

ja, der Therapeut sollte schon Vorschläge liefern können, gemeinsam mit uns erarbeiten was wir tun können und wie wir die damit verbundenen Schwierigkeiten und Probleme umschiffen oder lösen können. Uns Perspektiven vermitteln die wir nicht erkennen und so uns auf den Weg der Heilung führen. Das sollte die Therapie definitiv leisten.
Die eigentliche Arbeit, welche bei Depressionen oft daraus besteht unsere Verhaltensweisen zu verändern, eigene Grenzen zu erkennen und durchzusetzen, den wertschätzenden Umgang mit sich selbst zu erlernen, können nur wir selbst erledigen.

Ich beziehe mich in meiner Aussage nur auf Depressionen und das, wie ich heute meinen langen Weg zum einigermaßen gesundem Ich aus der Perspektive der Zeit sehe.

LG
Patricia
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Re: Depression: Das können Betroffene selbst tun | Spektrum

Post 11 im Thema

Beitrag von Lavendellöwin »

Patricia hat geschrieben: So 4. Feb 2024, 18:22 Die eigentliche Arbeit, welche bei Depressionen oft daraus besteht unsere Verhaltensweisen zu verändern, eigene Grenzen zu erkennen und durchzusetzen, den wertschätzenden Umgang mit sich selbst zu erlernen, können nur wir selbst erledigen.

Ich beziehe mich in meiner Aussage nur auf Depressionen und das, wie ich heute meinen langen Weg zum einigermaßen gesundem Ich aus der Perspektive der Zeit sehe.
Wie wahr...

ich kann immer nur wieder sagen, das mir meine 2 Monate in der Klinik den Hintern gerettet haben, aber und das haben
mir viele meiner Betreuer dort gesagt, wenn ich aus der Klinik komme bin ich nicht gesund und es ist noch ein weiter Weg.

Das war eine schwere depressive Phase mit einer massiven Angststörung on top. Und somatoforme Schmerzen.
Mir war aber klar nach den 3 Tagen im ZfP auf der geschlossenen Station und suizidalem Verhalten das ich dort nicht wieder landen
möchte. Nicht ganz 2 Monate später hatte ich meinen Klinikaufenthalt, weil ich ambulant nicht stabilisiert werden konnte.

Zum Glück haben wir hier unten in Freiburg eine grosse Dichte an Fachpersonen, da ist es mit den Terminen nicht ganz so eng.

In der Klinik haben mir der Zusammenhalt der festen Gruppe, die Gespräche ausserhalb der Therapien viel Auftrieb gegeben.
Und mir wurde eine Struktur wieder gegeben die ich vollkommen verloren hatte, ich war extrem verlangsamt in allen Belangen.
Da in mir war aber eine kleine Flamme die den Wind von aussen brauchte um wieder grösser zu werden.
Den Wind habe ich dort bekommen..das sehe ich immer noch als grosses Glück.

Inzwischen reicht mir die Rezidivprophylaxe tatsächkich ganz gut und ich kann immer noch zu jeder Tages und Nachtzeit
meine Therapeutin anrufen und anschreiben. Und ich habe mich wieder kennengelernt. Den Umgang mit mir, wie auch Patricia sagt.

Im Mai werde ich nach 2 Jahren entfristet und wechsle davor in den quasi "höheren Dienst" bei uns zwischen dem First Level/Support
und den Entwicklern. Auch hier habe ich megaviel Vertrauen bekommen, konnte mit meinem weiblichen Namen starten, obwohl die VÄ/PÄ noch nicht
ganz durch bei war den Auswahlgesprächen. Das alles hätte ich mir 2021 nicht mehr zugetraut, da hatte ich den Kampf überhaupt
bis um 12 gefrühstückt zu haben, Teller abwaschen nicht eingerechnet.

Wie auch immer, das Leben wartet draussen, zu warten bis es über die Schwelle der Haustür kommt ist kein Ansatz.

Alles Liebe Marie (flo)
Fang an. Schritt für Schritt. Denn Mut wächst im Tun. Jeder kleine Schritt zählt – auch der unperfekte.
Anne-Mette
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Post 12 im Thema

Beitrag von Anne-Mette »

Nun geht es um Formen der Therapie. Auch hier rate ich zu einem vorsichtigen Umgang mit den Informationen. Sie ersetzen keine fachliche Beratung.

Welche Psychotherapie passt zu mir?

Psychotherapie ist nicht gleich Psychotherapie: Vier Verfahren sind bei Depressionen offiziell anerkannt. Was sie unterscheidet und wie man das richtige für sich findet.


https://www.spektrum.de/news/depression ... ir/2203058
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Re: Depression: Das können Betroffene selbst tun | Spektrum

Post 13 im Thema

Beitrag von NB-Sabine »

Ich fand es sehr belastend mit meiner Depression noch nach der passenden Therapieform und einem geeigneten Therapeuten suchen zu müssen.

Im Gegenzug habe ich es als sehr erleichternd empfunden, dass ich in der Tagesklinik dann unterschiedlichste Therapieangebote nutzen konnte, ohne mich für die eine oder andere Therapieform entscheiden zu müssen.
Jede(r) ist anders bzw. einzigartig... ;)
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