Keine Erweiterung der Führerscheinklasse B auf 7,5 Tonner
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Anne-Mette
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Keine Erweiterung der Führerscheinklasse B auf 7,5 Tonner

Post 1 im Thema

Beitrag von Anne-Mette »

Ich weiß, das ist auch nicht unbedingt und in erster Linie ein "Crossdresser-Thema", aber auch hier im Forum dürfte es trotzdem interessant sein.
Schließlich erlebten/erleben wir einige Umzüge - und auch beim täglichen Bauen und Wirtschaften kann das Thema eine Rolle spielen.


Aus dem Bundestag
Verkehr/Antwort

Die Erweiterung der Führerscheinklasse B auf Fahrzeuge bis 7,5 Tonnen ist laut Bundesregierung derzeit aus EU-rechtlichen Gründen nicht möglich. Sie werde auch nach dem aktuellen Stand der Verhandlungen zur neuen 4. EU-Führerscheinrichtlinie voraussichtlich nicht möglich werden, heißt es in der Antwort der Regierung (20/10074) auf eine Kleine Anfrage der CDU/CSU-Fraktion (20/9938).

Dem Vorschlag zur Erweiterung der Führerscheinklasse B auf 4,25 Tonnen für Fahrzeuge mit alternativem Antrieb, sofern die Fahrerlaubnis der Klasse B schon zwei Jahre besteht, hätten die EU-Mitgliedstaaten mit der Allgemeinen Ausrichtung am 4. Dezember 2023 indes mehrheitlich zugestimmt, schreibt die Bundesregierung. Sie begrüße grundsätzlich die die Fahrerlaubnisklasse B betreffenden Sonderregelungen für Fahrzeuge mit alternativen Antrieben, um technisch bedingte Gewichtsnachteile auszugleichen, sowie die Sonderregelungen für Wohnmobile und Krankenwagen, heißt es weiter. Wünschenswert wäre aus Regierungssicht eine Regelung auch für Fahrzeuge von Feuerwehr, Polizei und Katastrophenschutz.

Mit Blick auf die Einführung des digitalen Führerscheins teilt die Bundesregierung mit, dass derzeit auf mehreren Ebenen, sowohl national wie auch auf EU-Ebene, an dessen Einführung gearbeitet werde. Ein konkretes Datum für die Einführung des digitalen Führerscheins in Deutschland stehe noch nicht fest, "da der Vorschlag für eine neue 4. EU-Führerscheinrichtlinie sowie die damit zusammenhängenden delegierten Rechtsakte Rahmenbedingungen, technische Details und Umsetzungsfristen für den digitalen Führerschein enthalten werden". Die Einführung bedürfe insbesondere einer Änderung des Straßenverkehrsgesetzes und der Fahrerlaubnis-Verordnung (FeV), schreibt die Regierung.
Lina
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Re: Keine Erweiterung der Führerscheinklasse B auf 7,5 Tonner

Post 2 im Thema

Beitrag von Lina »

Na ja, ich finde es schon verrückt, was man alles fahren durfte mit dem alten PKW-Schein. Man macht die Prüfung in einem VW Polo und durfte dann gleich einen 7,5 T LKW fahren. Ich habe meinen Führerschein in Dänemark gemacht. Da msuss die Prüfung zumindest ein einem Full-Size Auto abgelegt werden und man durfte damals auch nur bis 3,5 T Gesamtgewicht fahren. Ich habe den später in Hamburg umgetauscht und durfte plötzlich 7,5 T fahren. Angenommen ich hätte mich wieder in DK niedergelassen, hätte ich ihn da umtauschen müssen, und da sie damals keine 7,5 T Klasse hatten, wäre es dann gleich ein LKW Führerschein geworden.
Und was Motorräder betrifft: Ich habe ebenfalls in Dänemark die Prüfung gemacht - auf einer 85 cc Vespa! Da gab es nur eine Klasse Motorrad. Also darf ich mit dem deutschen Führerschein alle Klassen Motorräder fahren.

Etwas crazy war das schon! Da wollen wir wohl nicht wieder hin?
TanjaTV
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Re: Keine Erweiterung der Führerscheinklasse B auf 7,5 Tonner

Post 3 im Thema

Beitrag von TanjaTV »

Für das Handwerk und den kleinen Händler an der Ecke wäre ein Führerschein bis 7,5 Tonnen der einfach
zu bekommen wäre nicht schlecht. Ohne LKW-Fahrer wird sich die EU bald ins abseits befördern und seinen eigenen abstieg besiegeln.
Einen Sonderreglung ist bei nicht Grenzübertritten auch möglich und könnte selbst vom Landratsämtern für einzelne Landkreise ausstellt werden trauen tut sich das aber keiner.
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Re: Keine Erweiterung der Führerscheinklasse B auf 7,5 Tonner

Post 4 im Thema

Beitrag von conny »

Lina hat geschrieben: Di 23. Jan 2024, 20:13 Na ja, ich finde es schon verrückt, was man alles fahren durfte mit dem alten PKW-Schein. Man macht die Prüfung in einem VW Polo und durfte dann gleich einen 7,5 T LKW fahren.
Diese Regelung gab es bei uns Jahrzehntelang. Ergab sich daraus ein größeres Problem? Anscheinend nicht, bis die EU eines daraus machte.
Juliane
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Re: Keine Erweiterung der Führerscheinklasse B auf 7,5 Tonner

Post 5 im Thema

Beitrag von Juliane »

Ja, das ist schon alles ein wenig merkwürdig, mit den Regelungen und Ausnahmen.

Ich habe seinerzeit beim Bund verschiedene Führerscheine gemacht. Beim Umschreiben auf zivil bekam
ich anfangs nur den PKW umgeschrieben. Ich war noch nicht 21 :oops: . Fürs Vaterland durfte ich alles
mögliche fahren, sogar Panzer, privat nicht mal einen LKW.

Den LKW Führerschein habe ich mir seinerzeit an meinem Geburtstag umschreiben lassen und nur zweimal
überhaupt benutzt. Um einen großen Umzuglaster zu fahren nämlich.

Beim umschreiben vom grauen Lappen auf die Karte, habe ich dann auf den LKW Führerschein verzichtet!
Die diversen Überprüfungen wie Sehtest usw. wollte ich nicht regelmäßig machen. Obwohl ich sie für
Berufskraftfahrer sinnvoll finde.
Und den 7,5-tonner habe ich für den Firmenumzug dann damals häufiger gefahren. Inzwischen würde mir da
die Übung fehlen.
Aber den Kran-Schein habe ich immer noch und auch den für Flurförderfahrzeuge, sprich 20-Tonnen-Gabelstapler.
Den wollte damals, als ich in Rente ging und die Firma verließ, niemand zurückhaben.
Die mich kennen mögen mich. Die mich nicht mögen können mich. Frei nach Konrad Adenauer
Blossom
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Re: Keine Erweiterung der Führerscheinklasse B auf 7,5 Tonner

Post 6 im Thema

Beitrag von Blossom »

So langsam frage ich mich, was Menschen ohne eine Smartphone machen ... Für jeden Mist benötigt es mittlerweile eine App ... Mal ganz abgesehen davon, dass all das gehackt oder durch Stromausfall nutzlos ist.

Persönlich bin ich in Vielem immer noch für Papier ... Erst kürzlich ist uns das Intranet abgestürzt und man kam an keine Bewohnerakte mehr dran, konnte keine Lebensmittel bestellen etc ... Das ist insbesondere für neue Mitarbeiter/innen problematisch, die u.U. weder Krankengeschichte noch Notfallmedikamente kennen ... und da gäbe es noch sehr viel, wo es dann im Getriebe nicht mehr läuft.

Ich nutze ein Smartphone nur, um im Notfall erreichbar zu sein. Meine wöchentliche Nutzungsdauer liegt bei höchstens 5 Minuten ... Ich brauche weder einen mit einer Krankenkasse vernetzte Schrittzähler-App, noch ein digitales Rezept (Lebensgefährtin hatte damit aktuell massive Probleme), Personalausweis oder Führerschein ... Abgesehen vom CO2-Absdruck den all dieser "Mist" an Serverleistungmit sich bringt, hat es keinen zu interessieren, ob mein Blutdruck beim Toilettengang steigt (um es mal überspitzt auszudrücken).
Jeder hat in seinem Leben Menschen um sich, die schwul, lesbisch, transgender oder bisexuell sind.
Sie wollen es vielleicht nicht zugeben, aber ich garantiere, sie kennen jemanden.
Billie Jean King (*1943)
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Re: Keine Erweiterung der Führerscheinklasse B auf 7,5 Tonner

Post 7 im Thema

Beitrag von Christiane »

Moin.
Ich bin froh, als ich damals nicht auf den 7,5t verzichtet habe, als wir in die Schweiz gezogen sind.
O.k., die regelmäßigen Untersuchungen zur Fahrtauglichkeit haben schon manches Mal genervt. Auch, weil man die Untersuchung selbst zahlen musste.
Allerdings hatte ich dann immer gleich eine Überprüfung der Optik dabei. So hätte ich extra zum Optiker/Augenarzt gehen müssen.
Auch hat meine Firma in den vergangenen Jahren ziemlich oft davon profitiert. Ich weiß gar nicht, wie oft ich mit unserem Firmenlieferwagen, oder dem Firmen LKW losgezogen bin,
weil wieder mal Not am Mann und kein Fahrer greifbar war und wir eine Expressreparatur oder Anderes hatten. Ja, auch so was habe ich als techn. Einkäufer gemacht.
Und so einige Umzüge von Kollegen habe ich auch gefahren, weil alle nur noch den kleinen Schein hatten.
Auch hätte ich meinen Umzug nach Kiel ohne ihn nicht selbst fahren können. Und da war ich schon heilfroh, lag doch das günstigste Angebot von einer Spedition bei 8.500,-- Euronen.
So konnte ich das für knapp 2.000,-- EUR machen.
Ich werde jetzt auch beim Umschreiben auf den deutschen Führerschein nicht darauf verzichten. Die Pflichtuntersuchungen nehme ich da gerne in Kauf.
Wer weiß, ob ich nicht noch mal in die Verlegenheit komme, so was fahren zu müssen, oder plötzlich meine Liebe zu einem Monsterwohnmobil entdecke ( :lol: ).
Das ich es noch drauf habe, habe ich ja mit meiner 1100 km Tour von Meggen (Luzern) über Münster nach Kiel und die vielen Fahrten in der Innerschweiz wohl bewiesen.
Und da bin ich nicht nur Autobahn gefahren. Da war alles dabei, was mit einem 7,5tonner so richtig "Spaß" macht. :mrgreen:
Und, vielleicht mache ich ja noch eine zweite Karriere als Fahrer. :wink:
Den Sitzkomfort und den komfortablen Überblick fand ich immer Klasse.

Wenn ich aber mittlerweile das Verkehrsaufkommen ansehe, macht es vielleicht schon Sinn mit den neuen Klassen.
Wir "Alten" konnten uns die Fahrpraxis noch erarbeiten, als deutlich weniger Verkehr unterwegs war. Da ist man halt "reingewachsen".
LG
Christiane
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Re: Keine Erweiterung der Führerscheinklasse B auf 7,5 Tonner

Post 8 im Thema

Beitrag von Maya »

Christiane hat geschrieben: Mi 24. Jan 2024, 07:55 Ich bin froh, als ich damals nicht auf den 7,5t verzichtet habe, als wir in die Schweiz gezogen sind.
O.k., die regelmäßigen Untersuchungen zur Fahrtauglichkeit haben schon manches Mal genervt. Auch, weil man die Untersuchung selbst zahlen musste.
OK, Christiane.
Ich weiss jetzt nicht, ob ich Dich richtig verstanden habe.
Zum PKW Führerschein der alten Klasse-3 in D gilt folgendes.

Durch den Besitzstandsschutz darfst Du mit dem ALTEN Klasse 3 , LKW bis 7,5t fahren.
Als Gespann, also mit Anhänger, sogar bis 12t
Eine Gesundheitsprüfung muss dazu nicht gemacht werden. Auch nicht nach dem 50. Lebensjahr.

Du darfst mit diesem Führerschein sogar Gespanne mit bis zu 18,75t fahren, unterliegst aber dann den Bestimmungen für LKWs und musst dazu alle 5 Jahre die Gesundheitsprüfung machen.

Also da bei Umschreibung haargenau aufpassen.
Hinterher nochmal was ändern gibt gewaltigen Stress, wie immer bei unseren Behörden.
Unbedingt den alten Führerschein entwertet aushändigen lassen , oder vorher gute Kopien anfertigen.

LG

Maya
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Re: Keine Erweiterung der Führerscheinklasse B auf 7,5 Tonner

Post 9 im Thema

Beitrag von Jaddy »

Um das mal ein bisschen ins Forenthema zu ziehen: Ich hatte gestern eine 5-Sterne Begegnung mit der Führerscheinstelle unseres Landkreises. Anlass: Grauen Lappen von 1985 tauschen gegen neuen.

Online Terminvergabe - OHNE ANREDE! Vorabinfo, Erinnerung per Mail gestern: Perfekt.

Kaum Leute im Wartebereich. Aufruf sogar vor der Zeit.

Aber jetzt kommt's:
* Ich reiche meinen grauen Führerschein mit fast 40 Jahre altem Bild rüber
* den Perso mit fast 10 Jahre altem Bild pre-Transition
* den dgti-Ergänzungsausweis mit relativ aktuellem Bild von 2021
und ein neues Passbild.

Person gegenüber stutzt nicht eine Sekunde!
Keine Nachfrage, keine Erklärung nötig, es funktioniert einfach!
Einzige Frage: "Aber der Name ist geblieben?" - "Ja".

Ich möchte jetzt schon feiern, wie toll ich diese Normalität finde!

Und der restliche Prozess auch perfekt organisiert. Zwei Unterschriften, alter Lappen noch zwei Monate gültig gestempelt, bezahlen draussen am Automaten und in 3-4 Wochen kommt die neue Karte. Insgesamt war ich keine 10 Minuten da.

Leute, so kann es auch gehen. Sogar die Daten aus Bremen waren rechtzeitig da.

Wenn ihr mal funktionierende Verwaltung sehen wollt, kommt auf ein generisches Heissgetränk vorbei.

Im Detail liessen sich sicher noch Dinger verbessern. Barrierefreiheit kann ich schlecht einschätzen und wie die Terminvergabe ohne Online geht weiss ich nicht, aber das ist so gar kein Vergleich mit dem was ich in Bremen erlebt habe oder aus Berlin höre.

Ach so, ja; ich hab mir vorher auch angeschaut, welche Codes ich auf der Karte haben kann und will. Ich hab alle mitgenommen, auch wenn ich in den knapp 40 Jahren wohl nur drei mal einen 7,5 Tonner gefahren hab. Großen PKW mit Anhänger häufig. Schön dass ich darf; gut dass ich nicht muss :) Im Zweifel würde ich immer mindestens Einweisung und Übungsstunden nehmen, bevor ich ein 12t Gespann lenken würde.
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Re: Keine Erweiterung der Führerscheinklasse B auf 7,5 Tonner

Post 10 im Thema

Beitrag von Magdalena »

Hallo,

vor zwei Jahr wurde mir mein alter DDR-Führerschein umgeschrieben. Und nach meiner Personenstandsänderung noch einmal.
Ich darf eine Fahrzeug bis 7,5 Tonnen bewegen. Mit Einschränkung ist auch eine Zugmaschine und motorisierte Zweirad möglich.
Natürlich fast alles mit Anhänger. Blos gut, ich muss es nicht. Mein PKW reicht mir.

Viele liebe Grüße von Magdalena
Lebe jeden Tag.
Christiane
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Re: Keine Erweiterung der Führerscheinklasse B auf 7,5 Tonner

Post 11 im Thema

Beitrag von Christiane »

Maya hat geschrieben: Mi 24. Jan 2024, 12:30
Christiane hat geschrieben: Mi 24. Jan 2024, 07:55 Ich bin froh, als ich damals nicht auf den 7,5t verzichtet habe, als wir in die Schweiz gezogen sind.
O.k., die regelmäßigen Untersuchungen zur Fahrtauglichkeit haben schon manches Mal genervt. Auch, weil man die Untersuchung selbst zahlen musste.
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Hallo Maya,

In der Schweiz musst Du, egal ob alter Besitzstand, oder neu gemacht für alles über 3,8t zur regelmäßigen Verkehrstauglichkeitsuntersuchung.
So hat man mir das zumindest damals auf der dortigen Zulassungsstelle erklärt. Und - die Aufforderung zur Untersuchung kam auch immer von dort.
Die musste ich dann einsenden und dann war wieder zwei Jahre Ruhe.
Natürlich schau ich den Brüdern hier beim umschreiben gaaaanz genau auf die Finger.
Ich hab da nämlich schon ziemlich wilde Geschichten gehört.

Ein Gespann mit 12t würde ich nicht mehr führen.
Das wäre mir dann auch ne Nummer zu groß. Wobei, dann wäre das Klischee wieder erfüllt (kleine Männer brauchen große Autos) :lol:
LG
Christiane
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Re: Keine Erweiterung der Führerscheinklasse B auf 7,5 Tonner

Post 12 im Thema

Beitrag von Maya »

Ah, OK, jetzt ist es klarer.
Wow, in der Schweiz sogar alle 2 Jahre zur Gesundheitsprüfung. :shock:
Hier ja nur alle 5Jahre.
Und ja, die wilden Geschichten die Du von Umschreibungen gehört hast sind alle wahr.
Die lassen gerne mal was weg. Und hinterher hast du dann die A-Karte. :evil:

Aha, kleine Männer brauchen grosse Autos? :o
Und was brauchen dann grosse Männer?....................... :roll: :mrgreen:

LG

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Re: Keine Erweiterung der Führerscheinklasse B auf 7,5 Tonner

Post 13 im Thema

Beitrag von Christiane »

Maya hat geschrieben: Mi 24. Jan 2024, 20:19 Aha, kleine Männer brauchen grosse Autos? :o
Und was brauchen dann grosse Männer?....................... :roll: :mrgreen:
:lol:
Hmmm, jetzt hast Du mich echt ins grübeln gebracht.
Große Männer.... .
U50 - keine Ahnung
Ü50 bestimmt ein Cabrio. :mrgreen: :lol: (Wieder so ein Klischee :roll: )

Aber, ist Dir noch nie aufgefallen, dass oft aus den dicksten Autos die kleinsten Männer aussteigen?

LG
Christiane
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Re: Keine Erweiterung der Führerscheinklasse B auf 7,5 Tonner

Post 14 im Thema

Beitrag von Juliane »

Christiane hat geschrieben: Do 25. Jan 2024, 07:17
Aber, ist Dir noch nie aufgefallen, dass oft aus den dicksten Autos die kleinsten Männer aussteigen?

LG
Christiane

Und diese dicken Karren haben auch sehr oft die dicksten Auspuffrohre. Ein Schelm, wer böses dabei denkt :lol: :mrgreen:

LG. Juliane
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Re: Keine Erweiterung der Führerscheinklasse B auf 7,5 Tonner

Post 15 im Thema

Beitrag von Jaddy »

Juliane hat geschrieben: Do 25. Jan 2024, 08:42
Christiane hat geschrieben: Do 25. Jan 2024, 07:17 Aber, ist Dir noch nie aufgefallen, dass oft aus den dicksten Autos die kleinsten Männer aussteigen?
Und diese dicken Karren haben auch sehr oft die dicksten Auspuffrohre. Ein Schelm, wer böses dabei denkt :lol: :mrgreen:
Ob klein, ob groß (die "Karren"), für die Verknüpfung von (fossil angetriebenen!) Autos und Männlichkeitsgefühlen gibt es bereits einen Begriff und soziologische Forschung:
Petromaskulinität (von Petroleum = Öl, und Maskulinität = Männlichkeit) beschreibt die Verknüpfung von weißer, hegemonialer Männlichkeit mit einem Festhalten an fossilen Brennstoffen, Klimawandeilleugnung und Autoritarismus. Der Begriff stammt von Cara Daggett, die ihn 2018 verwendete, um die meist männlich geprägten, autoritären Gegenbewegungen zum Klimaschutz zu erklären.
(Wiki: Petromaskulinität)
... haben sich fossile Brennstoffsysteme und die moderne patriarchale Geschlechterordnung in einer engen Wechselbeziehung herausgebildet. Fossile Brennstoffsysteme wurden unter der Regie und nach den Bedürfnissen privilegierter weißer Männer gestaltet. Diese materielle Verfügungsgewalt hat sich als kulturelles Vorrecht etabliert. Massig Öl, Kohle und Gas zu verbrennen sind machtvolle Handlungen, die in ihrer tradierten Symbolik männliche Dominanz zum Ausdruck bringen.

Fossilismus lässt sich demzufolge weder auf den Profithunger fossiler Konzerne noch auf die Absicherung von Jobs oder Energieversorgung reduzieren. Fossile Energieträger sind weit mehr als nur Brennstoffe im fossilen Kapitalismus. Sie sind auch kulturelle Bedeutungsträger und Rohstoffe für Identitäten— allen voran männliche. Und diese petromaskulinen Identitäten formen sich je nach Klassenposition und raumzeitlichem Kontext unterschiedlich aus.

Werden diese männlichen Privilegien infrage gestellt, sei es durch Klimaschutzbestrebungen oder feministische Bewegungen, nimmt die Verschränkung von Fossilismus und Patriarchat zunehmend die Form eines reaktionären Hypermaskulinismus an. Ob vom starken Mann verordnet oder vom kleinen performt, das mutwillige Verbrennen fossiler Energieträger kann unter diesen Umständen -»zu einer bewusst gewaltsamen Erfahrung werden, zu einer neuerlichen Bekräftigung weißer maskuliner Macht auf einem widerspenstigen Planeten, der als einer gewaltsamen, autoritären Ordnung zusehends bedürfend wahrgenommen wird-« (Daggett 2023, 27).

Mit dem Konzept der Petromaskulinität will Cara Daggett also eine bestimmte historische Konstellation begreiflich machen, nämlich den Aufstieg der autoritären Rechten in den USA. Auch hierzulande ist es rechten Kräften in den vergangenen Jahren gelungen, gesellschaftliche Umbrüche als Krise der Männlichkeit zu deuten und in ein Verlangen nach männlicher Resouveränisierung zu kanalisieren (vgl. Sauer in diesem Heft). Vor dem Hintergrund des kaum mehr wegzuleugnenden klimapolitischen Handlungsnotstands greift der autoritäre Populismus der Rechten neuerdings auch vermehrt anti-ökologische Haltungen in Teilen der Arbeiter- und Mittelklasse auf und lässt damit seine kapitalfreundliche Politik als Anliegen der -»einfachen Leute-« erscheinen. Das senkt die Hemmschwellen für klimachauvinistischen Trotz und petromaskulinistische Gebärden.

Wenig lässt sich aus dieser soziologischen Vogelperspektive allerdings darüber erfahren, wie petromaskuline Männer ihre kulturellen Kampfhandlungen selbst einordnen. Dies ist wichtig, um nachvollziehen zu können, welche spezifischen Dispositionen, Krisenerfahrungen und Gefühlslagen entsprechende Identifikations- und Politikangebote bedingen.
("Petromaskuline Gefühlswelten")
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