Blutengel - # 25
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Stephanie
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Re: Blutengel
Also doch wieder zum Flugplatz
Nachdem Angler vom Platz gefahren ist, löst sich unsere Übernachtungsgemeinschaft auf. "Danke Sandra, für den spontanen Einfall", sagt Jessi erfreut, "das war toll." "Ja das hat richtig Spaß gemacht", sagt Niklas. Alle anderen stimmen zu. "Das machen wir aber nochmal", sagt Laura. "Sowieso, wir müssen ja auch noch das Dach von der Insel ausprobieren", sage ich. "Stimmt", sagt Kristin. Wir verabschieden uns und fahren zu Sandra. "Und? Stefanie? Fahren wir dann zum Flughafen?" fragte mich Sandra mit einem Lächeln. "Dazu müsste man wissen, ob die überhaupt heute springen", antworte ich. "Warte mal", sagt Sandra und ruft per Freisprecheinrichtung im Verein an. Burkhard meldet sich. "Ich wollte zum Springen kommen", sagt Sandra, "ist heute was?" "Ja, gerne Sandra", sagt Burkhard, " kannst gerne vorbei kommen." Ich schaue sie von der Seite an und lächele. "Was denn?" fragt Sandra. "Du hast nicht "wir" gesagt, das finde ich gut", antworte ich. "Mache ich das sonst immer?" fragt Sandra. "Nicht immer, aber oft", sage ich. "Kommst Du mit?" fragt Sandra vorsichtig. "Ich mache mich erstmal frisch und dann frage ich mal vorsichtig bei meiner Tochter nach", sage ich, "aber ein wenig kennst du sie ja schon." Ich grinse Sandra an. "Ja, kleiner Vulkan, von der Energie her", sagt Sandra lächelnd. "Ha, da musst du sie mal erleben, wenn sie richtig sauer ist", sage ich, "dann wird der Vulkan ganz groß." Sandra lacht. "Wenn ich von Anfang an ein Mädchen geworden wäre, dann wäre ich genauso drauf", sage ich. "Mhm, eigentlich bist du auch so", sagt Sandra lieb.
Wir kommen bei Sandra an. Leonie ist mit Lara, eine weitere WG-Bewohnerin, grade draußen. Wir begrüßen uns und erzählen von unserer Übernachtung. "Das ist ja cool, wo muss man sich anmelden?" freut sich Leonie. "Komm einfach vorbei", sage ich. Von früheren Erzählungen kennt sie auch, was da sonst noch los ist auf dem Gelände. "Da könnte doch auch mal Philip mit seiner Knatterkiste vorbeischauen", sagt Leonie. "Auf alle Fälle", sage ich", die reparieren alles, vom Mofa bis zu Harley", sage ich noch, "ich sage Bescheid, wenn ich das nächste Mal wieder da bin." "Au ja, toll", freut sich Leonie. Sandra und ich gehen dann in ihre Wohnung und machen uns frisch. "Ich glaube, ich rufe die Kleine erst an, wenn wir auf dem Platz sind", sage ich, "ich muss das erst nochmal auf mich wirken lassen." "Meine Güte, das hat dich ja wirklich etwas mitgenommen", sagt Sandra erstaunt. "Ich habe ja schon viel nicht so schöne Sachen erlebt", sage ich, "aber das gestern war schon hart." "Gehst du dann in Zukunft mit so was anders um?" fragt Sandra. "Kommt drauf an, aber ich würde wohl eher früher zum Abbruch tendieren", sage ich. "Hast Du doch gestern zum Teil gemacht", grinst Sandra, "als du mit Dirk gesprungen bist. Das war Protest pur." Ich grinse. "Auf derrr Rrrreperbahn nachts um halb eins", singt Sandra. "Hamburger Deern", sage ich lächelnd. "Hihi", sagt Sandra.
Wir fahren zum Flugplatz und stellen das Auto ab. Vom Parkplatz aus sieht man grade eine Gruppe abspringen. Wir schauen uns an und lächeln. Dann gehen wir durch das Gebäude auf den Vor-Platz. "Hey Sandra hat Steffi mitgebracht", freut sich Peter, "wie kommts?" "Dirk von den Segelfliegern hat meine Töchtern heute Morgen beim Brötchenkaufen gesteckt, dass ich die Prüfung bestanden habe", antworte ich lächelnd, "und die kleine Lady hast du ja schon erlebt, oder? Muss man nichts mehr zu sagen." "Stimmt", lacht Peter. "Ich habe sie aber noch nicht angerufen", sage ich. "Ich gehe mich mal umziehen", sagt Sandra, "kommst Du mit?" "Spring mal ohne mich, ich habe dich noch nie von unten gesehen", sage ich, "außerdem muss ich langsam dann den kleinen Vulkan anrufen." "OK!" sagt Sandra lächelnd. "Kleiner Vulkan", lacht Karin leise, "treffend, zumindest von der Energie her. Sonst ist sie ja lieb." Ich nicke zur Antwort. Sandra hat sich umgezogen, sie trägt einen knalle pinken Overall. "Na du liebst es auch auffällig, was?" frage ich. "Ist meiner", antwortet Sandra. "Cool", sage ich. Ein Küsschen noch, dann geht sie zum Flieger. "He Sandra!" rufe ich. Sie dreht sich lächelnd um, und ich fotografiere sie. "Für die Kleine zum anfüttern", sage ich grinsend. Sandra zeigt den Daumen. Dann startet das Flugzeug. Natürlich haben sie alle Funkgeräte und unterhalten sich munter. Ich habe ebenfalls ein kleines Handgerät und kann mithören.
Das Flugzeug nähert sich der Absprungzone. Ich höre Hendriks Stimme, wie er das Kommando zu Absprung gibt. Einer nach dem anderen springt ab. Sandra ist mit ihrem Overall nicht zu übersehen. Sie macht einige Figuren. Zwischendrin hört man ihr typisches "Hihi". Jetzt haben alle ihre Schirme offen und ich gehe in die Richtung, in der ich Sandras Landung vermute. Zwischendrin schieße ich das ein oder andere Foto von ihr. Sie sieht mich natürlich auch und zielt ihre Landung dementsprechend an. Ich habe mittlerweile auf Video umgeschaltet und filme ihre Landung. Sie rauscht recht nah an mir vorbei, "Hui!" sagt sie grinsend dabei. Dann landet sie sicher und bringt den Schirm auf den Boden. "Wenn jemand richtig Spaß dabei hat, dann Du", sage ich lächelnd. "Genauso, Stefanie", antwortet Sandra lieb. Ich nehme ihren Schirm auf und trage ihn zum Sitzplatz zurück. Dort zeige ich Sandra Bilder und Video. "Das und das kannst du an deine Kleine schicken", sagt Sandra, nachdem ich es ihr gezeigt hat. "Das Video ist ja cool", sagt Sandra dann noch. Ich schicke es meiner Kleinen. Ich will grade das Handy in die Handtasche stecken, da kommt auch schon die Antwort: "Wir sind unterwegs!" "Tse!" sage ich.
"Die Zeit könntest Du ja mal nutzen um probehalber einen Schirm zu packen",, sagt Fritz, "mal sehen, wie viel noch hängengeblieben ist." Weil ich und auch ein paar andere skeptisch schauen,, sagt Fritz: "Keine Angst der kommt nicht in Umlauf, den nehmen wir hinterher gleich wieder auseinander." "Hm, na gut", sage ich und mache mich ans Werk. "Das sieht eigentlich ganz gut aus", sagt Fritz mittendrin. Helfen tut er mir nicht. "Was meinst Du?" fragt Fritz Peter. Ich habe nichts auffälliges gesehen", antwortet Peter. "Dann holen wir ihn mal wieder raus", sagt Fritz. Zwischendrin sind meine Noch-Gattin und die Kinder angekommen und schauen gespannt zu. Sandra erklärt kurz, was hier los ist. Fritz und Peter haben den Schirm wieder draußen. "Der wär sogar aufgegangen", sagt Fritz. "Das ist typisch für Steffi, die vergisst nichts", sagt meine Gattin ganz trocken. "Jepp!" stimmt Sandra zu. "Probiert hätte ich es trotzdem nicht", sage ich, "erst mache ich den Packerkurs." "So, Kind, du möchtest springen?" frage ich die Kleine. "Was?" Kind? Ey Papi, ääh Frau Papi!" beschwert sie sich. Meine Gattin lacht. "Ist ja heiß, voll erwischt", gackert sie, "die sonst so taffe K.." Meiner Tochter steht der Mund offen. "Komm mit, wir ziehen uns um, bevor noch mehr passiert", sage ich grinsend zur Kleinen. "Unglaublich!" sagt die Kleine noch.
Nachdem wir uns umgezogen haben und die Gurte locker angelegt haben, gehen wir wieder raus. Der Flieger landet grade wieder. Ich kriege den Fallschirm auf. "Ich bleibe diesmal unten und schaue zu", sagt Sandra. Ich gehe mit der Kleinen zum Flieger. Sie strahlt über das ganze Gesicht. Als wir in den Flieger steigen, kann sich Hendrik nicht zurückhalten. "Hey die kleine Lady", begrüßt er meine Tochter, "hast Du Steffi überzeugt?" "Eher überredet", sage ich grinsend. Die Kleine grinst nur. Während uns Hendrik hochschraubt, werden wir zusammengegurtet. "Wie fit bist Du denn heute?" frage ich die Kleine. "Eigentlich wie immer", antwortet sie, "warum fragst du?" "Na ja, ich muss noch zweimal Salto nachholen, von gestern", antworte ich jetzt. Da ich schon den Funk anhabe höre ich von unten ein paar Leute jubeln. "Hört sich gut an", grinst die Kleine. Peter und Manfred sitzen neben uns. "Da gehe ich aber mit euch raus", sagt Manfred lächelnd. "Rolle vorwärts mit Passagier ist aber nicht ohne", sage ich, "mit Dirk gestern habe ich auch lieber die Rolle rückwärts gemacht." "Sag mir, was ich machen soll", sagt die Kleine keck, "dann sollte es schon hinhauen." Geil", freut sich Karin, "zu cool." "Wann fängst Du hier an?" frage ich die Kleine trocken. Sie grinst nur, während die anderen im Flieger lachen. Dann sage ich der Tochter noch, was sie auf mein Kommando hin machen soll. "OK!" sagt sie.
"Wir sind gleich im Absprunggebiet", meldet sich Hendrik aus der Pilotenkanzel. Holger und Gudrun machen die Tür auf und die ersten drei springen raus. Dann springen wir beide. Den Bremsfallschirm lasse ich drinnen und sage: "Wenn ich jetzt sage, krümmst du dich ein." "OK", kommt von ihr. "Jetzt!" rufe ich, dann krümmt sie sich und fast gleichzeitig ich und gehe gleich in den ersten Salto. "Scheiße-Geil!" haut meine Tochter raus. Kurz stabilisieren, und dann sage ich: "Nochmal!" Und wieder rollen wir vorwärts. "Absolut Hammer", sagt die Kleine. Da wir ohne Bremsfallschirm nicht so ganz stabil sind, sage ich: "Los noch einen!" "Ja-ha!" ruft meine Tochter. Als wir grade aus der Rolle raus sind, ziehe ich den Hauptschirm. "Boah! Geil", kommentiert die Kleine das. Während wir langsam runterschweben, hören wir die unten gebliebenen begeistert kommentieren. "Su-pääär", hören wir Fritz. "Das sah hier oben vielleicht gut aus", sagt Manfred. "Hauptsache deine Kamera war an", frozelt Peter. Eine saubere Landung legen wir dann auch hin. Nach dem wir beide von den Gurten befreit, sind gehen wir zurück. "War ein bisschen gut, oder?" frage ich. "Das war der Oberhammer", freut sie sich, "wenn ich das meinen Freundinnen zeige"¦ ." Wir kommen bei den anderen an. Sandra hat schon einen Fallschirm auf. Als ich meine Gattin und die Große sehe, verschlägst mir fast den Atem, sie haben beide einen Springer-Kombi an. Ich staune noch über die Action hier gerade, da sagt Fritz: "Wir haben uns soweit schon aufgeteilt. Deine Gattin springt bei mir mit, die kleine springt bei Karin und du nimmst deine große Tochter." "Das ist so typisch für euch hier, immer die Leute vor vollendete Tatsachen stellen", sage ich grinsend. Zusammen gehen wir zum Flugzeug. Wir steigen und setzen uns hin.
Dann startet Hendrik. Den sonst üblichen Kampfjetstart lässt er heute aus. Ich frage in der Zwischenzeit Gattin und Tochter aus. "Was ist denn passiert, dass ihr springen wollt?" frage ich. "Was die Kleine kann, kann ich auch", antwortet die Große. "Sag"˜ nicht immer Kleine zu mir!" protestiert die Kleine. Meine Gattin lächelt geheimnisvoll und zuckt mit den Schultern. "OK", sage ich lächelnd, da ich weiß was es heißt. Sandra platzt schon wieder vor Neugier. "Was heißt das jetzt?" fragt Sandra. Meine Gattin zuckt wieder mit den Schultern. Weil ich Sandra angrinse, fragt sie mich: "Weißt du, was das heißt?" Ich zucke mit den Schultern. Meine Gattin lacht, während Sandra fassungslos von einer zur anderen schaut. Nach einiger Zeit löst meine Gattin es aber auf. "Das (zuckt mit der Schulter) heißt so viel wie(zuckt mit der Schulter)", sagt sie. Sandra fühlt sich jetzt komplett verarscht. "Das heißt so was wie "weiß ich auch nicht mehr so genau, ich lasse es mal auf mich zukommen"", sagt die Gattin jetzt. "Aha", sagt Sandra, aber ist wirklich noch nicht ganz zufrieden. "So, Zeit, das wir euch zusammen binden", sagt Peter. Wir Springer kriegen jetzt die Passagiere dran. Meine Große Tochter ist noch guter Dinge, aber meine Gattin ist jetzt etwas angespannt. "Du kannst immer noch ,Nein"˜ sagen, wenn dir das nicht behagt", sage ich. "Nee jetzt bin ich schon hier, dann mache ich das auch", sagt sie. "Typisch Mama", flaxt die Kleine. Das ist in der tat so, das sie so etwas durchzieht, statt abzubrechen, auch wenn es ihr gar nicht gefällt. "Bis zur Kante kannst du immer noch stoppen", sagt Fritz ruhig. Die Gattin nickt still. "Wenn du erst draußen bist, is"˜ umso geiler", sagt die Kleine. Ich merke aber auch, das die Große etwas angespannter ist.
Wir sind kurz vorm Absprunggebiet. Holger und Gudrun machen die Tür auf. Karin rutscht mit meiner Kleinen zu Tür, ich dahinter, dann Fritz. "Letzte Chance zum Abbruch", sagt er. Los, machen", sagt die Gattin. "Alle Kameras an?" fragt Sandra. "Jawoll!" kommt von mehreren. Dann springt Sandra, Gudrun und Holger hinterher. Karin rutscht zur Kante und lässt sich rauskippen. "Ja-ha, Juhu!" ruft meine Kleine. Ich bin nachgerutscht. Meine Große guckt runter. "Ach du Scheiße!", sagt sie. "Nicht?" frage ich. "Doch, los!" antwortet sie. Und draußen sind wir. "Boah! Geil!" kommt als nächstes von ihr. Fritz zieht nach und meine Gattin lässt ein "Huah!" los. Ich habe uns mittlerweile gedreht und schaue zur Gattin. Jetzt strahlt sie übers ganze Gesicht. Fritz kommt etwas heran, Karin und meine Kleine sind neben uns. So rauschen wir eine Weile zusammen, auch durch eine kleine Wolke. "Ja-ha!" ruft meine Kleine. "Ist ja geil", höre ich die Große. Sandra Gudrun und Holger filmen uns aus verschiedenen Blickwinkeln. Dann nehmen wir mehr Abstand ein und ziehen die Schirme. "Wupp", höre ich die Kleine. Sandra hat sich etwas weiter noch fallen lassen und ist schon gelandet. Sie filmt unsere Landungen. Wir versuchen alle in ihre Nähe zu kommen, was auch gut klappt. "Super, das ist im Kasten", sagt Sandra lächelnd. "Das war ja toll", freut sich die Große. Ich schaue die Gattin an. "Und?" frage ich keck. "Na ja, der Austieg war ja Überwindung pur, aber der Rest war toll", antwortet sie, "Ihr strahlt auch so eine Ruhe dabei aus. Aber nochmal muss ich das nicht haben." Ich grins sie an. "Ja!" sage ich knapp, weil ich das von anderen Aktivitäten kenne. Sandra staunt nur.
Wir gehen zurück. "Jetzt einen Kaffee?" fragt Karin. "Ja gerne", sagt die Gattin. "Der Kakao ist auch lecker", sagt die Kleine zu Großen, obwohl die Große auch schon mal einen Kaffee mit viel Mich trinkt. Also sitzen wir dann vorm Flughafengebäude, vor dem Vereinssitz und trinken Kaffee und Tee und Kakao. Dirk und Daniela sind auch da. Daniela hat Kuchen mit. "Wir haben heut einiges mehr an Kuchen da, weil es da wohl offensichtlich ein Absprachefehler gab", sagt Daniela. "Gut für uns", sagt Burkhard. "Schon cool hier Mami, oder?" fragt die Kleine. "Ja, aber das haben wir doch neulich schon bemerkt, als du alleine Gesprungen bist", sagt die Gattin. "Ach, sehe ich jetzt erst", sagt Daniela, als sie die Springeroveralls sieht, "seid ihr auch gesprungen?" "Ja klar alle zusammen", antwortet die Große. "Stark", sagt Daniela. Wir schauen dem nächsten Sprung zu. "Ich hätte ja Lust auf noch einen", sagt die Große, "was kostet das eigentlich?" Sandra Lächelt sie an. "Nichts", sagt Sandra dann, "ist schon geregelt." "Na dann", sage ich. "Kommst du auch mit, Mami", fragt die Kleine. Die Gattin schüttelt den Kopf. Als der Flieger wieder unten ist, gehe ich mit den Mädels dahin. Sandra bleibt auch unten und unterhält sich mit meiner Gattin. Wir sind schon wieder auf dem Weg nach oben. Karin und meine Kleine sind wieder ein Tandem, und meine Große und ich. Ich habe wieder eine Kamera dabei. Wir kommen in den Absprungbereich. Ein paar Springer sind vor und raus, dann rutschen Karin und ich zur Tür. Wir bleiben ganz kurz neben einander sitzen. Dann lässt Karin sich vorneüber rausfallen, dann ich. "Juhu!" rufen beide Mädels. Karin und ich schweben auf einander zu. "Reicht euch mal die Hände und haltet euch gut fest!", sagt Karin. Das machen sie auch und Karin und ich machen eine horizontale Drehung. Auch diesmal fallen wir durch eine Wolke. "Super!" freuen sich die Mädels. "Loslassen und Schirm ziehen", sagt Karin dann. Die Mädels lassen sich los und Karin zieht zuerst. Kurz danach zieh ich den Schirm.
"Wie ist denn eigentlich das italienische Restaurant hier im Flughafen?" fragt in der Zwischenzeit meine Gattin Sandra. "Sehr gut", antwortet Sandra, "das ist schon gehobenes Niveau, aber bezahlbar." "Dann lade ich uns alle ein", sagt die Gattin. Sandra lächelt sie lieb an.
Langsam schweben wir Vier dem Boden entgegen und landen sicher. Nachdem wir aus einander gegurtet wurden, nehmen wir die Schirme auf und gehen zurück. "Na wie war es diesmal?" fragt die Gattin. "Ich könnte das öfter machen", sagt die Große, die Kleine stimmt ihr voll und ganz zu. "Im Tandem oder auch mal alleine?" frage ich. "Alleine wär auch mal cool", sagt die Große. "Das kriegen wir bestimmt mal hin", sagt Fritz. Dann gehen wir ins Gebäude und ziehen uns um. "Jetzt habe ich aber ein Riesenhunger", sagt meine Tochter. "Na so ein Zufall", feixt meine Gattin, " hier gibt es zufälligerweise ein Restaurant." "Is"˜ mir gar nicht aufgefallen", staunt die Große. Wir verabschieden uns langsam von der netten Springerrunde und gehen zum Restaurant. Als wir durch die Tür gehen, sagt Sandra leise: "Der Herr vorne am Tresen ist der Chef." " Buonasera a tutti", begrüßt er uns freundlich. "Was heißt denn "bonnassera"?" fragt die Kleine. "Guten Abend", antworte ich. "Gut", sagt die Kleine, "Und was heißt Chef?" " Chef", antwortet Sandra. "Bonnassera Chef", sagt die Kleine dann. "Ah! Mille grazie, bambina!" freut sich der Chef. Dann erkennt er Sandra und begrüßt sie persönlich. Als wir zum Tisch geleitet werden, sage ich: "Ich habe mich schon gewundert"¦ ." Sandra bufft mich leicht an. "Stefanie!" rüffelt sie. Da meine Gattin erstaunt schaut, kläre ich sie auf. "Geh mal mit Sandra shoppen", sage ich, "in gefühlt jedem Laden wird sie persönlich angesprochen." "Steffi!" rüffelt mich Sandra und errötet leicht. "Ja OK, in fast jedem Laden", setze ich oben drauf. "Och menno", protestiert Sandra leise. Meine Gattin amüsierts.
Das Menü ist oberlecker. Antipasti, ein sehr raffiniertes Nudelgericht, zum Nachtisch Panna Cotta und zum Abschluss ein Espresso. Meine Gattin darf dann auch bezahlen, Sandra drängelt sich mal nicht vor. Weil ich jetzt erstaunt schaue, sagt meine Gattin: "Sandra hat schon eine ordentliche Spende beim Springen dagelassen." "Aha, okeeh", sage ich, " ging das nicht als Training durch?" "Teilweise", sagt Sandra. "Na gut", sage ich lächelnd. Wir verlassen das Restaurant. Jetzt gibt es noch eine ordentliche Verabschiedungsrunde. Sehen wir uns dann auf dem Hoffest?" frage ich noch. "Unbedingt, die Rutsche und die Insel müssen wir unbedingt ausprobieren", sagt die Kleine. "Auf alle Fälle", fügt die Große hinzu. Dann steigen sie ins Auto und fahren los. Wir winken noch hinterher. Dann steigen wir ins Auto und fahren zu Sandra. "Was ist eigentlich mit meiner alten Dame los?" frage ich Sandra, "vor ein paar Wochen konnte sie mir kaum aufs Fell gucken und jetzt ist sie ja regelrecht auf Kuschelkurs. Sandra lächelt mich nur an. "OK, du nun wieder", sage ich grinsend. "Du hast ja mal über sie gesagt, sie fragt eher andere zuerst, anstatt dich. Das hat sie bei mir auch Gemacht." "Na dann scheinst Du ja das richtige gesagt zu haben", sage ich. "Jetzt nicht rotwerden", sagt Sandra, "ich habe ihr gesagt, das du dich in eine wundervolle Person verwandelt hast." Unter schlagartigem rotwerden schaue ich sie an. "Ich habe dir doch gesagt, dass du nicht rotwerden sollst", flaxt Sandra. ""˜Tschuldigung hat nicht geklappt", antworte ich, "aber du weißt doch gar nicht, wie ich vorher war." "Doch, hat deine Lady mir erklärt", sagt Sandra. "Soso, aha", bemerke ich, "sie will mich aber nicht zurück, oder?" "Ha!" lacht Sandra laut los, "nee, außerdem würde ich das nicht zulassen. Du bist sowas, wie ein Sechser im Lotto für mich, mit Superzahl." Ich schaue sie lange lächelnd an und wundere mich, warum ich dieses Mal nicht durchglühe. "Das hast du aber schön gesagt", sage ich nach einiger Zeit. Wir kommen bei Sandra an. Bevor wir aussteigen, fragt sie mit liebsten Lächeln: " Was machen wir denn jetzt noch?" "Auf den Pool", antworte ich, "wer weiß, wie langen der noch steht, bis die Arbeiter kommen." "Stimmt", antwortet Sandra, "und Luftis sind auch genug zur Auswahl da." Sandra holt noch einen Rotwein und Gläser und dann kommt sie zu mir auf die Lufti.
Nachdem Angler vom Platz gefahren ist, löst sich unsere Übernachtungsgemeinschaft auf. "Danke Sandra, für den spontanen Einfall", sagt Jessi erfreut, "das war toll." "Ja das hat richtig Spaß gemacht", sagt Niklas. Alle anderen stimmen zu. "Das machen wir aber nochmal", sagt Laura. "Sowieso, wir müssen ja auch noch das Dach von der Insel ausprobieren", sage ich. "Stimmt", sagt Kristin. Wir verabschieden uns und fahren zu Sandra. "Und? Stefanie? Fahren wir dann zum Flughafen?" fragte mich Sandra mit einem Lächeln. "Dazu müsste man wissen, ob die überhaupt heute springen", antworte ich. "Warte mal", sagt Sandra und ruft per Freisprecheinrichtung im Verein an. Burkhard meldet sich. "Ich wollte zum Springen kommen", sagt Sandra, "ist heute was?" "Ja, gerne Sandra", sagt Burkhard, " kannst gerne vorbei kommen." Ich schaue sie von der Seite an und lächele. "Was denn?" fragt Sandra. "Du hast nicht "wir" gesagt, das finde ich gut", antworte ich. "Mache ich das sonst immer?" fragt Sandra. "Nicht immer, aber oft", sage ich. "Kommst Du mit?" fragt Sandra vorsichtig. "Ich mache mich erstmal frisch und dann frage ich mal vorsichtig bei meiner Tochter nach", sage ich, "aber ein wenig kennst du sie ja schon." Ich grinse Sandra an. "Ja, kleiner Vulkan, von der Energie her", sagt Sandra lächelnd. "Ha, da musst du sie mal erleben, wenn sie richtig sauer ist", sage ich, "dann wird der Vulkan ganz groß." Sandra lacht. "Wenn ich von Anfang an ein Mädchen geworden wäre, dann wäre ich genauso drauf", sage ich. "Mhm, eigentlich bist du auch so", sagt Sandra lieb.
Wir kommen bei Sandra an. Leonie ist mit Lara, eine weitere WG-Bewohnerin, grade draußen. Wir begrüßen uns und erzählen von unserer Übernachtung. "Das ist ja cool, wo muss man sich anmelden?" freut sich Leonie. "Komm einfach vorbei", sage ich. Von früheren Erzählungen kennt sie auch, was da sonst noch los ist auf dem Gelände. "Da könnte doch auch mal Philip mit seiner Knatterkiste vorbeischauen", sagt Leonie. "Auf alle Fälle", sage ich", die reparieren alles, vom Mofa bis zu Harley", sage ich noch, "ich sage Bescheid, wenn ich das nächste Mal wieder da bin." "Au ja, toll", freut sich Leonie. Sandra und ich gehen dann in ihre Wohnung und machen uns frisch. "Ich glaube, ich rufe die Kleine erst an, wenn wir auf dem Platz sind", sage ich, "ich muss das erst nochmal auf mich wirken lassen." "Meine Güte, das hat dich ja wirklich etwas mitgenommen", sagt Sandra erstaunt. "Ich habe ja schon viel nicht so schöne Sachen erlebt", sage ich, "aber das gestern war schon hart." "Gehst du dann in Zukunft mit so was anders um?" fragt Sandra. "Kommt drauf an, aber ich würde wohl eher früher zum Abbruch tendieren", sage ich. "Hast Du doch gestern zum Teil gemacht", grinst Sandra, "als du mit Dirk gesprungen bist. Das war Protest pur." Ich grinse. "Auf derrr Rrrreperbahn nachts um halb eins", singt Sandra. "Hamburger Deern", sage ich lächelnd. "Hihi", sagt Sandra.
Wir fahren zum Flugplatz und stellen das Auto ab. Vom Parkplatz aus sieht man grade eine Gruppe abspringen. Wir schauen uns an und lächeln. Dann gehen wir durch das Gebäude auf den Vor-Platz. "Hey Sandra hat Steffi mitgebracht", freut sich Peter, "wie kommts?" "Dirk von den Segelfliegern hat meine Töchtern heute Morgen beim Brötchenkaufen gesteckt, dass ich die Prüfung bestanden habe", antworte ich lächelnd, "und die kleine Lady hast du ja schon erlebt, oder? Muss man nichts mehr zu sagen." "Stimmt", lacht Peter. "Ich habe sie aber noch nicht angerufen", sage ich. "Ich gehe mich mal umziehen", sagt Sandra, "kommst Du mit?" "Spring mal ohne mich, ich habe dich noch nie von unten gesehen", sage ich, "außerdem muss ich langsam dann den kleinen Vulkan anrufen." "OK!" sagt Sandra lächelnd. "Kleiner Vulkan", lacht Karin leise, "treffend, zumindest von der Energie her. Sonst ist sie ja lieb." Ich nicke zur Antwort. Sandra hat sich umgezogen, sie trägt einen knalle pinken Overall. "Na du liebst es auch auffällig, was?" frage ich. "Ist meiner", antwortet Sandra. "Cool", sage ich. Ein Küsschen noch, dann geht sie zum Flieger. "He Sandra!" rufe ich. Sie dreht sich lächelnd um, und ich fotografiere sie. "Für die Kleine zum anfüttern", sage ich grinsend. Sandra zeigt den Daumen. Dann startet das Flugzeug. Natürlich haben sie alle Funkgeräte und unterhalten sich munter. Ich habe ebenfalls ein kleines Handgerät und kann mithören.
Das Flugzeug nähert sich der Absprungzone. Ich höre Hendriks Stimme, wie er das Kommando zu Absprung gibt. Einer nach dem anderen springt ab. Sandra ist mit ihrem Overall nicht zu übersehen. Sie macht einige Figuren. Zwischendrin hört man ihr typisches "Hihi". Jetzt haben alle ihre Schirme offen und ich gehe in die Richtung, in der ich Sandras Landung vermute. Zwischendrin schieße ich das ein oder andere Foto von ihr. Sie sieht mich natürlich auch und zielt ihre Landung dementsprechend an. Ich habe mittlerweile auf Video umgeschaltet und filme ihre Landung. Sie rauscht recht nah an mir vorbei, "Hui!" sagt sie grinsend dabei. Dann landet sie sicher und bringt den Schirm auf den Boden. "Wenn jemand richtig Spaß dabei hat, dann Du", sage ich lächelnd. "Genauso, Stefanie", antwortet Sandra lieb. Ich nehme ihren Schirm auf und trage ihn zum Sitzplatz zurück. Dort zeige ich Sandra Bilder und Video. "Das und das kannst du an deine Kleine schicken", sagt Sandra, nachdem ich es ihr gezeigt hat. "Das Video ist ja cool", sagt Sandra dann noch. Ich schicke es meiner Kleinen. Ich will grade das Handy in die Handtasche stecken, da kommt auch schon die Antwort: "Wir sind unterwegs!" "Tse!" sage ich.
"Die Zeit könntest Du ja mal nutzen um probehalber einen Schirm zu packen",, sagt Fritz, "mal sehen, wie viel noch hängengeblieben ist." Weil ich und auch ein paar andere skeptisch schauen,, sagt Fritz: "Keine Angst der kommt nicht in Umlauf, den nehmen wir hinterher gleich wieder auseinander." "Hm, na gut", sage ich und mache mich ans Werk. "Das sieht eigentlich ganz gut aus", sagt Fritz mittendrin. Helfen tut er mir nicht. "Was meinst Du?" fragt Fritz Peter. Ich habe nichts auffälliges gesehen", antwortet Peter. "Dann holen wir ihn mal wieder raus", sagt Fritz. Zwischendrin sind meine Noch-Gattin und die Kinder angekommen und schauen gespannt zu. Sandra erklärt kurz, was hier los ist. Fritz und Peter haben den Schirm wieder draußen. "Der wär sogar aufgegangen", sagt Fritz. "Das ist typisch für Steffi, die vergisst nichts", sagt meine Gattin ganz trocken. "Jepp!" stimmt Sandra zu. "Probiert hätte ich es trotzdem nicht", sage ich, "erst mache ich den Packerkurs." "So, Kind, du möchtest springen?" frage ich die Kleine. "Was?" Kind? Ey Papi, ääh Frau Papi!" beschwert sie sich. Meine Gattin lacht. "Ist ja heiß, voll erwischt", gackert sie, "die sonst so taffe K.." Meiner Tochter steht der Mund offen. "Komm mit, wir ziehen uns um, bevor noch mehr passiert", sage ich grinsend zur Kleinen. "Unglaublich!" sagt die Kleine noch.
Nachdem wir uns umgezogen haben und die Gurte locker angelegt haben, gehen wir wieder raus. Der Flieger landet grade wieder. Ich kriege den Fallschirm auf. "Ich bleibe diesmal unten und schaue zu", sagt Sandra. Ich gehe mit der Kleinen zum Flieger. Sie strahlt über das ganze Gesicht. Als wir in den Flieger steigen, kann sich Hendrik nicht zurückhalten. "Hey die kleine Lady", begrüßt er meine Tochter, "hast Du Steffi überzeugt?" "Eher überredet", sage ich grinsend. Die Kleine grinst nur. Während uns Hendrik hochschraubt, werden wir zusammengegurtet. "Wie fit bist Du denn heute?" frage ich die Kleine. "Eigentlich wie immer", antwortet sie, "warum fragst du?" "Na ja, ich muss noch zweimal Salto nachholen, von gestern", antworte ich jetzt. Da ich schon den Funk anhabe höre ich von unten ein paar Leute jubeln. "Hört sich gut an", grinst die Kleine. Peter und Manfred sitzen neben uns. "Da gehe ich aber mit euch raus", sagt Manfred lächelnd. "Rolle vorwärts mit Passagier ist aber nicht ohne", sage ich, "mit Dirk gestern habe ich auch lieber die Rolle rückwärts gemacht." "Sag mir, was ich machen soll", sagt die Kleine keck, "dann sollte es schon hinhauen." Geil", freut sich Karin, "zu cool." "Wann fängst Du hier an?" frage ich die Kleine trocken. Sie grinst nur, während die anderen im Flieger lachen. Dann sage ich der Tochter noch, was sie auf mein Kommando hin machen soll. "OK!" sagt sie.
"Wir sind gleich im Absprunggebiet", meldet sich Hendrik aus der Pilotenkanzel. Holger und Gudrun machen die Tür auf und die ersten drei springen raus. Dann springen wir beide. Den Bremsfallschirm lasse ich drinnen und sage: "Wenn ich jetzt sage, krümmst du dich ein." "OK", kommt von ihr. "Jetzt!" rufe ich, dann krümmt sie sich und fast gleichzeitig ich und gehe gleich in den ersten Salto. "Scheiße-Geil!" haut meine Tochter raus. Kurz stabilisieren, und dann sage ich: "Nochmal!" Und wieder rollen wir vorwärts. "Absolut Hammer", sagt die Kleine. Da wir ohne Bremsfallschirm nicht so ganz stabil sind, sage ich: "Los noch einen!" "Ja-ha!" ruft meine Tochter. Als wir grade aus der Rolle raus sind, ziehe ich den Hauptschirm. "Boah! Geil", kommentiert die Kleine das. Während wir langsam runterschweben, hören wir die unten gebliebenen begeistert kommentieren. "Su-pääär", hören wir Fritz. "Das sah hier oben vielleicht gut aus", sagt Manfred. "Hauptsache deine Kamera war an", frozelt Peter. Eine saubere Landung legen wir dann auch hin. Nach dem wir beide von den Gurten befreit, sind gehen wir zurück. "War ein bisschen gut, oder?" frage ich. "Das war der Oberhammer", freut sie sich, "wenn ich das meinen Freundinnen zeige"¦ ." Wir kommen bei den anderen an. Sandra hat schon einen Fallschirm auf. Als ich meine Gattin und die Große sehe, verschlägst mir fast den Atem, sie haben beide einen Springer-Kombi an. Ich staune noch über die Action hier gerade, da sagt Fritz: "Wir haben uns soweit schon aufgeteilt. Deine Gattin springt bei mir mit, die kleine springt bei Karin und du nimmst deine große Tochter." "Das ist so typisch für euch hier, immer die Leute vor vollendete Tatsachen stellen", sage ich grinsend. Zusammen gehen wir zum Flugzeug. Wir steigen und setzen uns hin.
Dann startet Hendrik. Den sonst üblichen Kampfjetstart lässt er heute aus. Ich frage in der Zwischenzeit Gattin und Tochter aus. "Was ist denn passiert, dass ihr springen wollt?" frage ich. "Was die Kleine kann, kann ich auch", antwortet die Große. "Sag"˜ nicht immer Kleine zu mir!" protestiert die Kleine. Meine Gattin lächelt geheimnisvoll und zuckt mit den Schultern. "OK", sage ich lächelnd, da ich weiß was es heißt. Sandra platzt schon wieder vor Neugier. "Was heißt das jetzt?" fragt Sandra. Meine Gattin zuckt wieder mit den Schultern. Weil ich Sandra angrinse, fragt sie mich: "Weißt du, was das heißt?" Ich zucke mit den Schultern. Meine Gattin lacht, während Sandra fassungslos von einer zur anderen schaut. Nach einiger Zeit löst meine Gattin es aber auf. "Das (zuckt mit der Schulter) heißt so viel wie(zuckt mit der Schulter)", sagt sie. Sandra fühlt sich jetzt komplett verarscht. "Das heißt so was wie "weiß ich auch nicht mehr so genau, ich lasse es mal auf mich zukommen"", sagt die Gattin jetzt. "Aha", sagt Sandra, aber ist wirklich noch nicht ganz zufrieden. "So, Zeit, das wir euch zusammen binden", sagt Peter. Wir Springer kriegen jetzt die Passagiere dran. Meine Große Tochter ist noch guter Dinge, aber meine Gattin ist jetzt etwas angespannt. "Du kannst immer noch ,Nein"˜ sagen, wenn dir das nicht behagt", sage ich. "Nee jetzt bin ich schon hier, dann mache ich das auch", sagt sie. "Typisch Mama", flaxt die Kleine. Das ist in der tat so, das sie so etwas durchzieht, statt abzubrechen, auch wenn es ihr gar nicht gefällt. "Bis zur Kante kannst du immer noch stoppen", sagt Fritz ruhig. Die Gattin nickt still. "Wenn du erst draußen bist, is"˜ umso geiler", sagt die Kleine. Ich merke aber auch, das die Große etwas angespannter ist.
Wir sind kurz vorm Absprunggebiet. Holger und Gudrun machen die Tür auf. Karin rutscht mit meiner Kleinen zu Tür, ich dahinter, dann Fritz. "Letzte Chance zum Abbruch", sagt er. Los, machen", sagt die Gattin. "Alle Kameras an?" fragt Sandra. "Jawoll!" kommt von mehreren. Dann springt Sandra, Gudrun und Holger hinterher. Karin rutscht zur Kante und lässt sich rauskippen. "Ja-ha, Juhu!" ruft meine Kleine. Ich bin nachgerutscht. Meine Große guckt runter. "Ach du Scheiße!", sagt sie. "Nicht?" frage ich. "Doch, los!" antwortet sie. Und draußen sind wir. "Boah! Geil!" kommt als nächstes von ihr. Fritz zieht nach und meine Gattin lässt ein "Huah!" los. Ich habe uns mittlerweile gedreht und schaue zur Gattin. Jetzt strahlt sie übers ganze Gesicht. Fritz kommt etwas heran, Karin und meine Kleine sind neben uns. So rauschen wir eine Weile zusammen, auch durch eine kleine Wolke. "Ja-ha!" ruft meine Kleine. "Ist ja geil", höre ich die Große. Sandra Gudrun und Holger filmen uns aus verschiedenen Blickwinkeln. Dann nehmen wir mehr Abstand ein und ziehen die Schirme. "Wupp", höre ich die Kleine. Sandra hat sich etwas weiter noch fallen lassen und ist schon gelandet. Sie filmt unsere Landungen. Wir versuchen alle in ihre Nähe zu kommen, was auch gut klappt. "Super, das ist im Kasten", sagt Sandra lächelnd. "Das war ja toll", freut sich die Große. Ich schaue die Gattin an. "Und?" frage ich keck. "Na ja, der Austieg war ja Überwindung pur, aber der Rest war toll", antwortet sie, "Ihr strahlt auch so eine Ruhe dabei aus. Aber nochmal muss ich das nicht haben." Ich grins sie an. "Ja!" sage ich knapp, weil ich das von anderen Aktivitäten kenne. Sandra staunt nur.
Wir gehen zurück. "Jetzt einen Kaffee?" fragt Karin. "Ja gerne", sagt die Gattin. "Der Kakao ist auch lecker", sagt die Kleine zu Großen, obwohl die Große auch schon mal einen Kaffee mit viel Mich trinkt. Also sitzen wir dann vorm Flughafengebäude, vor dem Vereinssitz und trinken Kaffee und Tee und Kakao. Dirk und Daniela sind auch da. Daniela hat Kuchen mit. "Wir haben heut einiges mehr an Kuchen da, weil es da wohl offensichtlich ein Absprachefehler gab", sagt Daniela. "Gut für uns", sagt Burkhard. "Schon cool hier Mami, oder?" fragt die Kleine. "Ja, aber das haben wir doch neulich schon bemerkt, als du alleine Gesprungen bist", sagt die Gattin. "Ach, sehe ich jetzt erst", sagt Daniela, als sie die Springeroveralls sieht, "seid ihr auch gesprungen?" "Ja klar alle zusammen", antwortet die Große. "Stark", sagt Daniela. Wir schauen dem nächsten Sprung zu. "Ich hätte ja Lust auf noch einen", sagt die Große, "was kostet das eigentlich?" Sandra Lächelt sie an. "Nichts", sagt Sandra dann, "ist schon geregelt." "Na dann", sage ich. "Kommst du auch mit, Mami", fragt die Kleine. Die Gattin schüttelt den Kopf. Als der Flieger wieder unten ist, gehe ich mit den Mädels dahin. Sandra bleibt auch unten und unterhält sich mit meiner Gattin. Wir sind schon wieder auf dem Weg nach oben. Karin und meine Kleine sind wieder ein Tandem, und meine Große und ich. Ich habe wieder eine Kamera dabei. Wir kommen in den Absprungbereich. Ein paar Springer sind vor und raus, dann rutschen Karin und ich zur Tür. Wir bleiben ganz kurz neben einander sitzen. Dann lässt Karin sich vorneüber rausfallen, dann ich. "Juhu!" rufen beide Mädels. Karin und ich schweben auf einander zu. "Reicht euch mal die Hände und haltet euch gut fest!", sagt Karin. Das machen sie auch und Karin und ich machen eine horizontale Drehung. Auch diesmal fallen wir durch eine Wolke. "Super!" freuen sich die Mädels. "Loslassen und Schirm ziehen", sagt Karin dann. Die Mädels lassen sich los und Karin zieht zuerst. Kurz danach zieh ich den Schirm.
"Wie ist denn eigentlich das italienische Restaurant hier im Flughafen?" fragt in der Zwischenzeit meine Gattin Sandra. "Sehr gut", antwortet Sandra, "das ist schon gehobenes Niveau, aber bezahlbar." "Dann lade ich uns alle ein", sagt die Gattin. Sandra lächelt sie lieb an.
Langsam schweben wir Vier dem Boden entgegen und landen sicher. Nachdem wir aus einander gegurtet wurden, nehmen wir die Schirme auf und gehen zurück. "Na wie war es diesmal?" fragt die Gattin. "Ich könnte das öfter machen", sagt die Große, die Kleine stimmt ihr voll und ganz zu. "Im Tandem oder auch mal alleine?" frage ich. "Alleine wär auch mal cool", sagt die Große. "Das kriegen wir bestimmt mal hin", sagt Fritz. Dann gehen wir ins Gebäude und ziehen uns um. "Jetzt habe ich aber ein Riesenhunger", sagt meine Tochter. "Na so ein Zufall", feixt meine Gattin, " hier gibt es zufälligerweise ein Restaurant." "Is"˜ mir gar nicht aufgefallen", staunt die Große. Wir verabschieden uns langsam von der netten Springerrunde und gehen zum Restaurant. Als wir durch die Tür gehen, sagt Sandra leise: "Der Herr vorne am Tresen ist der Chef." " Buonasera a tutti", begrüßt er uns freundlich. "Was heißt denn "bonnassera"?" fragt die Kleine. "Guten Abend", antworte ich. "Gut", sagt die Kleine, "Und was heißt Chef?" " Chef", antwortet Sandra. "Bonnassera Chef", sagt die Kleine dann. "Ah! Mille grazie, bambina!" freut sich der Chef. Dann erkennt er Sandra und begrüßt sie persönlich. Als wir zum Tisch geleitet werden, sage ich: "Ich habe mich schon gewundert"¦ ." Sandra bufft mich leicht an. "Stefanie!" rüffelt sie. Da meine Gattin erstaunt schaut, kläre ich sie auf. "Geh mal mit Sandra shoppen", sage ich, "in gefühlt jedem Laden wird sie persönlich angesprochen." "Steffi!" rüffelt mich Sandra und errötet leicht. "Ja OK, in fast jedem Laden", setze ich oben drauf. "Och menno", protestiert Sandra leise. Meine Gattin amüsierts.
Das Menü ist oberlecker. Antipasti, ein sehr raffiniertes Nudelgericht, zum Nachtisch Panna Cotta und zum Abschluss ein Espresso. Meine Gattin darf dann auch bezahlen, Sandra drängelt sich mal nicht vor. Weil ich jetzt erstaunt schaue, sagt meine Gattin: "Sandra hat schon eine ordentliche Spende beim Springen dagelassen." "Aha, okeeh", sage ich, " ging das nicht als Training durch?" "Teilweise", sagt Sandra. "Na gut", sage ich lächelnd. Wir verlassen das Restaurant. Jetzt gibt es noch eine ordentliche Verabschiedungsrunde. Sehen wir uns dann auf dem Hoffest?" frage ich noch. "Unbedingt, die Rutsche und die Insel müssen wir unbedingt ausprobieren", sagt die Kleine. "Auf alle Fälle", fügt die Große hinzu. Dann steigen sie ins Auto und fahren los. Wir winken noch hinterher. Dann steigen wir ins Auto und fahren zu Sandra. "Was ist eigentlich mit meiner alten Dame los?" frage ich Sandra, "vor ein paar Wochen konnte sie mir kaum aufs Fell gucken und jetzt ist sie ja regelrecht auf Kuschelkurs. Sandra lächelt mich nur an. "OK, du nun wieder", sage ich grinsend. "Du hast ja mal über sie gesagt, sie fragt eher andere zuerst, anstatt dich. Das hat sie bei mir auch Gemacht." "Na dann scheinst Du ja das richtige gesagt zu haben", sage ich. "Jetzt nicht rotwerden", sagt Sandra, "ich habe ihr gesagt, das du dich in eine wundervolle Person verwandelt hast." Unter schlagartigem rotwerden schaue ich sie an. "Ich habe dir doch gesagt, dass du nicht rotwerden sollst", flaxt Sandra. ""˜Tschuldigung hat nicht geklappt", antworte ich, "aber du weißt doch gar nicht, wie ich vorher war." "Doch, hat deine Lady mir erklärt", sagt Sandra. "Soso, aha", bemerke ich, "sie will mich aber nicht zurück, oder?" "Ha!" lacht Sandra laut los, "nee, außerdem würde ich das nicht zulassen. Du bist sowas, wie ein Sechser im Lotto für mich, mit Superzahl." Ich schaue sie lange lächelnd an und wundere mich, warum ich dieses Mal nicht durchglühe. "Das hast du aber schön gesagt", sage ich nach einiger Zeit. Wir kommen bei Sandra an. Bevor wir aussteigen, fragt sie mit liebsten Lächeln: " Was machen wir denn jetzt noch?" "Auf den Pool", antworte ich, "wer weiß, wie langen der noch steht, bis die Arbeiter kommen." "Stimmt", antwortet Sandra, "und Luftis sind auch genug zur Auswahl da." Sandra holt noch einen Rotwein und Gläser und dann kommt sie zu mir auf die Lufti.
Wäre ich schlank, würde euch das nur unnötig geil machen...
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Re: Blutengel
Huhu Stephanie vielen Dank für deine Fortsetzung 
Ich brauche Informationen - eine Meinung bilde ich mir selbst.
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Michaela53
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Re: Blutengel
Hallo Stephanie, vielen Dank für diese Fortsetzung der Geschichte. Prima, dass Du wieder etwas Zeit dafür gefunden hast. Bitte mehr davon.
Tschüß von Michaela und bleibt gesund.
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Stephanie
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Re: Blutengel
Lustige Mittagspause
Nach dem aufstehen und anschließendem Frühstück fahren wir zusammen zur Arbeit. Natürlich bringt mich Sandra wieder bis vor die Tür. Die Treppe gehe ich noch leise hoch. Vom Treppenhaus aus sehe ich einige Leute in der Kaffeeküche sitzen. Ich schließe die Tür auf und gehe schnellen Schrittes mit klackenden Absätzen in Richtung meines Schreibtisches. "Fräulein Stefanie, du übertreibst es schon wieder", sagt Ulrich grinsend. "Huch, da sitzt ja wer!" sage ich und tue überrascht. "Ja ja, Fräulein Stefanie", sagt Ulrich wieder. Ich gehe weiter zu meinem Platz, lege meine Sachen ab, fahre den Rechner hoch, dann gehe noch mal nach vorne und trink eine Tasse Kaffee mit den Kollegen zusammen. Auf die Frage, was ich am Wochenende gemacht habe, antworte ich wahrheitsgemäß. Meine Kollegen schauen mich erstaunt und zustimmend an. "Na da möchte man auch gerne mal mitspringen", sagt Andreas. "Nach dem Urlaub können wir da bestimmt noch mal drüber reden", sage ich "vorher wird das bestimmt etwas eng." Was ich vor der Nase habe, wissen Sie ja nun schon lange. Meinen Kaffee habe ich ausgetrunken und ich gehe zu meinem Platz.
Den Vormittag habe ich noch mit der Eingabe von Daten zu tun. Zwischendrin klingelt mein Privattelefon. "Könnte die Schwimmbadfirma sein", denke ich und melde mich. Etwas überrascht bin ich, als sich Hans meldet. "Hallo Stefanie, ich bin grade bei Wolfgang in der Firma", sagt Hans, "ich erreiche Sandra grade nicht, deshalb rufe ich dich an. Hast Du kurz Zeit?" " Ja klar, schieß los", antworte ich. "Also, Wolfgang hat soweit alles fertig und auch alle unterstützenden Firmen angefragt und eingeladen", sagt Hans, "er würde gerne nochmal ein Vorort Termin machen." "OK, und wann?" frage ich. "Wenn es geht heute Nachmittag?" sagt Hans. "Ab 16:00 Uhr?" frage ich wieder, "da könnte ich." "Passt", höre ich Wolfgang im Hintergrund. "Dann machen wir das so", sagt Hans. "Ich informiere dann Sandra in der Mittagspause", sage ich noch und verabschiede mich.
Kurz bevor ich die Mittagspause gehe klingelt mein Diensthandy. Diesmal ist Carsten dran. "Steffi ich hab ein neues Update für deinen Rechner das müssten wir aber nicht online, sondern hier bei mir am Platz aufspielen. Und außerdem habe ich eine Unterlage von dem Anruf neulich für dich, die kann ich dir nur so geben", sagt Carsten. "Ja ist okay", antworte ich, "wann soll ich rüber kommen? Heute wird es allerdings ein bisschen eng, da klappt das wohl nicht mehr." "Dann am besten morgen vor der Mittagspause?" fragt Carsten, "dann können wir hinterher noch zusammen was essen gehen." "Ja gerne, klasse ich bin dann da", sage ich.
Dann gehe ich mit meinen Kollegen zusammen in die Kantine. Nachdem wir unsere Speisen geholt haben gehen wir an unseren Stammplatz. Ein paar Minuten später kommt Sandra mit ihren Kolleginnen dazu. "Na du?", grinst sie mich an. " Selber na ", antworte ich, " weißt du schon die Neuigkeiten?" "Hm? Welche Neuigkeiten? "fragt Sandra. "Von deinem Vater, der hat versucht dich zu erreichen", antworte ich grinsend. Sandra holt ihr Handy raus. "Ich habe den ganzen Tag Termine, einer gleich nach dem anderen", sagt Sandra, "deshalb hab ich es lautlos. Oja, er hat es ein paarmal versucht. Dann rufe ich gleichmal zurück." "Brauchst du nicht unbedingt, er hat mich erreicht und mir alles gesagt", antworte ich und erkläre es Sandra. "Poah! Das ging ja fix", staunt Sandra, "nur, um 16:00 Uhr kann ich noch nicht, das kann heute auch locker 18:00 Uhr werden." "Ich kann dich ja würdevoll vertreten", sage ich lächelnd, "Dein Vater ist ja auch noch mit dabei." "Gerne, ihr beide schafft das auch ohne mich", sagt Sandra lachend. Nach einer Weile sagt Sandra leise zu mir: "Dreh dich mal unauffällig nach rechts, da sitzt einer in der in der nächsten Reihe am Ende vom Tisch. Der hat ein hellrosa Hemd an." Nach ein paar Augenblicken lasse ich unauffällig eine Serviette von Tisch fallen. Beim Aufheben schaue ich in die Richtung, von dem beschriebenen Typen. Der hat meine Aktion gesehen und glotzt mich an. Ich setze mich wieder richtig hin. Sandra lacht verstohlen in ihren Handrücken. Auch mein und Sandras KollegInnen sind erheitert. Ulrich sitzt links neben mir und dreht sich zu mir hin. "Du bist so eine Marke", grinst er mich an. "Ganz unauffällig", grinse ich zurück. "Jetzt ist er aber mächtig beeindruckt", sagt Ulrich, der aus den Augenwinkeln weiter beobachtet. "Das ist so ein Typ: (Jetzt benutze ich wieder ein Filmzitat) ein pegapter Redner und Chöngeist ( Monty Python, das Leben des Brian; Palastszene)", sage ich. "Stimmt", lacht Ulrich. Die anderen am Tisch grinsen auch. "Geht das bei Steffi nur so?" fragt Sybille, eine von Sandras Mitarbeiterinnen. Ich schüttele den Kopf, während meine Kollege und Sandra laut : "Dooo-ooch!" sagen. "Tse", sage ich.
Meine Kollegen gehen schon mal los. Ich blieben noch sitzen, weil Sandra und ich gleich noch unsere Runde drehen. "Sagt mal, was ist denn mit dem Typen?", frage ich und nicke leicht mit den Kopf in die Richtung. Die Mädels verdrehen alle gleichzeitig die Augen. Bianca antwortet: "Er ist seit letzter Woche bei Frank in der Abteilung und seitdem spricht er uns Frauen an, macht Komplimente, nicht unbedingt aufdringlich, aber es nervt." "OK, na ja, wenn man euch so sieht, allesamt hübsche Mädels, da kann so "˜nen Kerl schon mal was warmes in den Unterleib einschießen", sage ich. Die Mädels gackern gleich laut los. "Ups, "˜schuldigung, der Spruch war jetzt kontraproduktiv", sage ich. Die Mädels gackern weiter. "Schön Steffi", lacht Bianca. "Sie stand mal auf der anderen Seite, von da her kennt sie es", sagt Sandra lachend. Ich zucke nur mit den Schultern. Dann machen sich die Mädels auch auf den Weg. "Chefin darf noch sitzenbleiben", flaxt Bianca. Sandra schaut sie nur mit hochgezogen Augenbrauen und großen Augen an. Gibt gleich den nächsten Lachanfall. Ich erzähle Sandra noch vom Termin morgen bei Carsten und das ich mittags drübenbleibe. "Das trifft sich ja gut, Bianca gibt morgen ein Mittagessen im Büro aus", sagt Sandra, "aber sie wollte dich auch mit einladen." "Hat sie morgen Geburtstag?" frage ich. "Ja einen Runden", antwortet Sandra. "Vielleicht schaffe ich es ja noch zum Nachtisch", sage ich. In dem Moment kommt Bianca wieder rein. "Steffi, ich habe da eben ganz vergessen dich einzuladen für morgen Mittag", sagt Bianca. "Danke schön, Sandra hat eben schon ein wenig erzählt", sage ich lieb, erkläre ihr dann aber, dass ich dann aber in der IT bin und drüben in die Kantine gehe. "Aber zum Gratulieren komme ich hinterher rein", sage ich noch. "Prima", freut sich Bianca, "ich hebe dir Nachtisch auf." "Au ja gerne", sage ich. Dann verschwindet Bianca wieder.
Sandra und ich wollen dann auch grade los, da steht plötzlich "rosanes Hemd" hinter mir. "Hallo, darf ich mal kurz stören?" fragt er mit ordentlich schmalziger Stimme. Ich dreh mich im Aufstehen um und sage: "Nein, wir wollen grade los." Perplex schaut er mich an. Ich nehme mein Tablett und gehe lächelnd an ihm vorbei. "Nächstes Mal dann!", sage ich noch freundlich und ziehe eine Augenbraue hoch. Sandra und ich bringen unsere Tabletts weg. Sandra schaut noch mal zum Tisch. "Der steht da immer noch und schaut dir hinterher, bei dem hat es voll eingeschlagen", sagt Sandra grinsend. Wir gehen raus. "Das doofe für ihn ist ja, ich bin schon vergeben", feixe ich. "Das ist auch gut so", sagt Sandra. Wir gehen raus und erstmal zum Eiswagen. Sandra bezahlt grade, da kommt "rosanes Hemd" schon wieder. "Na auch ein Eis?" frage ich lieb und lecke genussvoll an meinem Eis. Sandra beobachtet mich und ist schon wieder schwer dabei sich das Lachen zu verkneifen. Der Typ will grade wieder ein Gespräch anfangen. "Ich wollte doch nur mal was fragen",, sagt er. "Wäre schön, wenn du dich erstmal vorstellst", sage ich keck und ziehe meine Zunge langsam über das Eis, "aber das hat auch Zeit bis morgen, jetzt gehen wir beiden Mädels noch eine Runde." Tatsächlich lässt er uns ziehen. Als wir aus seinem Sichtbereich raus sind, gackert Sandra los. "Stefanie, das war ja wieder eine ganz neue Seite von Dir", lacht sie, "unglaublich!" Wir setzen uns noch kurz auf eine Bank und essen unser Eis auf. Sandra beobachtet mich dabei. "Du legst dabei aber auch eine Erotik an den Tag, wenn Du dran leckst", sagt sie. Ich lächele sie an. Da fällt mir ein Spruch ein. "Den kennst Du aber bestimmt" fange ich an, " Darf ich mal lecken, ich halte auch das Eis!" Sandra prustet los. "Ha, den kannte ich noch nicht", gackert sie. Nach einer Weile hat sie sich beruhigt. "Heute Abend gibt"™s Eis auf der Badeinsel im Pool", sagt sie immer noch lachend, "das will ich sehen." Ich setze mich, leicht zu Sandra gedreht, ganz aufrecht hin und sage mit großen Augen: "Aber Gern!" Sandra schüttelt lachend den Kopf. "Ist langsam Zeit, die Pause ist um", sagt sie. Wir stehen auf und gehen zurück. Vorher gibt sie mir noch einen Kuss. "Du bist so toll, Stefanie", sagt sie lieb. Händchen haltend gehen wir zurück. "Guck mal da hinten, ist doch "rosanes Hemd", sagt Sandra. "Wenn der uns jetzt die ganze Zeit beobachtet hat, dann bröckelt eventuell seine Erwartung", feixe ich. Sandra grinst. Ich begleite sie noch zu ihrem Bürogebäude. "Ich melde mich dann, wenn ich bei dem Pooltermin bin", sage ich noch, "vielleicht hast du zwischendrin Zeit, dass wir kurz Skypen können." "Super Stefanie", freut sich Sandra. Dann Geht sie in ihr Büro hoch und ich gehe rüber zu meinem Arbeitsplatz.
Nach dem aufstehen und anschließendem Frühstück fahren wir zusammen zur Arbeit. Natürlich bringt mich Sandra wieder bis vor die Tür. Die Treppe gehe ich noch leise hoch. Vom Treppenhaus aus sehe ich einige Leute in der Kaffeeküche sitzen. Ich schließe die Tür auf und gehe schnellen Schrittes mit klackenden Absätzen in Richtung meines Schreibtisches. "Fräulein Stefanie, du übertreibst es schon wieder", sagt Ulrich grinsend. "Huch, da sitzt ja wer!" sage ich und tue überrascht. "Ja ja, Fräulein Stefanie", sagt Ulrich wieder. Ich gehe weiter zu meinem Platz, lege meine Sachen ab, fahre den Rechner hoch, dann gehe noch mal nach vorne und trink eine Tasse Kaffee mit den Kollegen zusammen. Auf die Frage, was ich am Wochenende gemacht habe, antworte ich wahrheitsgemäß. Meine Kollegen schauen mich erstaunt und zustimmend an. "Na da möchte man auch gerne mal mitspringen", sagt Andreas. "Nach dem Urlaub können wir da bestimmt noch mal drüber reden", sage ich "vorher wird das bestimmt etwas eng." Was ich vor der Nase habe, wissen Sie ja nun schon lange. Meinen Kaffee habe ich ausgetrunken und ich gehe zu meinem Platz.
Den Vormittag habe ich noch mit der Eingabe von Daten zu tun. Zwischendrin klingelt mein Privattelefon. "Könnte die Schwimmbadfirma sein", denke ich und melde mich. Etwas überrascht bin ich, als sich Hans meldet. "Hallo Stefanie, ich bin grade bei Wolfgang in der Firma", sagt Hans, "ich erreiche Sandra grade nicht, deshalb rufe ich dich an. Hast Du kurz Zeit?" " Ja klar, schieß los", antworte ich. "Also, Wolfgang hat soweit alles fertig und auch alle unterstützenden Firmen angefragt und eingeladen", sagt Hans, "er würde gerne nochmal ein Vorort Termin machen." "OK, und wann?" frage ich. "Wenn es geht heute Nachmittag?" sagt Hans. "Ab 16:00 Uhr?" frage ich wieder, "da könnte ich." "Passt", höre ich Wolfgang im Hintergrund. "Dann machen wir das so", sagt Hans. "Ich informiere dann Sandra in der Mittagspause", sage ich noch und verabschiede mich.
Kurz bevor ich die Mittagspause gehe klingelt mein Diensthandy. Diesmal ist Carsten dran. "Steffi ich hab ein neues Update für deinen Rechner das müssten wir aber nicht online, sondern hier bei mir am Platz aufspielen. Und außerdem habe ich eine Unterlage von dem Anruf neulich für dich, die kann ich dir nur so geben", sagt Carsten. "Ja ist okay", antworte ich, "wann soll ich rüber kommen? Heute wird es allerdings ein bisschen eng, da klappt das wohl nicht mehr." "Dann am besten morgen vor der Mittagspause?" fragt Carsten, "dann können wir hinterher noch zusammen was essen gehen." "Ja gerne, klasse ich bin dann da", sage ich.
Dann gehe ich mit meinen Kollegen zusammen in die Kantine. Nachdem wir unsere Speisen geholt haben gehen wir an unseren Stammplatz. Ein paar Minuten später kommt Sandra mit ihren Kolleginnen dazu. "Na du?", grinst sie mich an. " Selber na ", antworte ich, " weißt du schon die Neuigkeiten?" "Hm? Welche Neuigkeiten? "fragt Sandra. "Von deinem Vater, der hat versucht dich zu erreichen", antworte ich grinsend. Sandra holt ihr Handy raus. "Ich habe den ganzen Tag Termine, einer gleich nach dem anderen", sagt Sandra, "deshalb hab ich es lautlos. Oja, er hat es ein paarmal versucht. Dann rufe ich gleichmal zurück." "Brauchst du nicht unbedingt, er hat mich erreicht und mir alles gesagt", antworte ich und erkläre es Sandra. "Poah! Das ging ja fix", staunt Sandra, "nur, um 16:00 Uhr kann ich noch nicht, das kann heute auch locker 18:00 Uhr werden." "Ich kann dich ja würdevoll vertreten", sage ich lächelnd, "Dein Vater ist ja auch noch mit dabei." "Gerne, ihr beide schafft das auch ohne mich", sagt Sandra lachend. Nach einer Weile sagt Sandra leise zu mir: "Dreh dich mal unauffällig nach rechts, da sitzt einer in der in der nächsten Reihe am Ende vom Tisch. Der hat ein hellrosa Hemd an." Nach ein paar Augenblicken lasse ich unauffällig eine Serviette von Tisch fallen. Beim Aufheben schaue ich in die Richtung, von dem beschriebenen Typen. Der hat meine Aktion gesehen und glotzt mich an. Ich setze mich wieder richtig hin. Sandra lacht verstohlen in ihren Handrücken. Auch mein und Sandras KollegInnen sind erheitert. Ulrich sitzt links neben mir und dreht sich zu mir hin. "Du bist so eine Marke", grinst er mich an. "Ganz unauffällig", grinse ich zurück. "Jetzt ist er aber mächtig beeindruckt", sagt Ulrich, der aus den Augenwinkeln weiter beobachtet. "Das ist so ein Typ: (Jetzt benutze ich wieder ein Filmzitat) ein pegapter Redner und Chöngeist ( Monty Python, das Leben des Brian; Palastszene)", sage ich. "Stimmt", lacht Ulrich. Die anderen am Tisch grinsen auch. "Geht das bei Steffi nur so?" fragt Sybille, eine von Sandras Mitarbeiterinnen. Ich schüttele den Kopf, während meine Kollege und Sandra laut : "Dooo-ooch!" sagen. "Tse", sage ich.
Meine Kollegen gehen schon mal los. Ich blieben noch sitzen, weil Sandra und ich gleich noch unsere Runde drehen. "Sagt mal, was ist denn mit dem Typen?", frage ich und nicke leicht mit den Kopf in die Richtung. Die Mädels verdrehen alle gleichzeitig die Augen. Bianca antwortet: "Er ist seit letzter Woche bei Frank in der Abteilung und seitdem spricht er uns Frauen an, macht Komplimente, nicht unbedingt aufdringlich, aber es nervt." "OK, na ja, wenn man euch so sieht, allesamt hübsche Mädels, da kann so "˜nen Kerl schon mal was warmes in den Unterleib einschießen", sage ich. Die Mädels gackern gleich laut los. "Ups, "˜schuldigung, der Spruch war jetzt kontraproduktiv", sage ich. Die Mädels gackern weiter. "Schön Steffi", lacht Bianca. "Sie stand mal auf der anderen Seite, von da her kennt sie es", sagt Sandra lachend. Ich zucke nur mit den Schultern. Dann machen sich die Mädels auch auf den Weg. "Chefin darf noch sitzenbleiben", flaxt Bianca. Sandra schaut sie nur mit hochgezogen Augenbrauen und großen Augen an. Gibt gleich den nächsten Lachanfall. Ich erzähle Sandra noch vom Termin morgen bei Carsten und das ich mittags drübenbleibe. "Das trifft sich ja gut, Bianca gibt morgen ein Mittagessen im Büro aus", sagt Sandra, "aber sie wollte dich auch mit einladen." "Hat sie morgen Geburtstag?" frage ich. "Ja einen Runden", antwortet Sandra. "Vielleicht schaffe ich es ja noch zum Nachtisch", sage ich. In dem Moment kommt Bianca wieder rein. "Steffi, ich habe da eben ganz vergessen dich einzuladen für morgen Mittag", sagt Bianca. "Danke schön, Sandra hat eben schon ein wenig erzählt", sage ich lieb, erkläre ihr dann aber, dass ich dann aber in der IT bin und drüben in die Kantine gehe. "Aber zum Gratulieren komme ich hinterher rein", sage ich noch. "Prima", freut sich Bianca, "ich hebe dir Nachtisch auf." "Au ja gerne", sage ich. Dann verschwindet Bianca wieder.
Sandra und ich wollen dann auch grade los, da steht plötzlich "rosanes Hemd" hinter mir. "Hallo, darf ich mal kurz stören?" fragt er mit ordentlich schmalziger Stimme. Ich dreh mich im Aufstehen um und sage: "Nein, wir wollen grade los." Perplex schaut er mich an. Ich nehme mein Tablett und gehe lächelnd an ihm vorbei. "Nächstes Mal dann!", sage ich noch freundlich und ziehe eine Augenbraue hoch. Sandra und ich bringen unsere Tabletts weg. Sandra schaut noch mal zum Tisch. "Der steht da immer noch und schaut dir hinterher, bei dem hat es voll eingeschlagen", sagt Sandra grinsend. Wir gehen raus. "Das doofe für ihn ist ja, ich bin schon vergeben", feixe ich. "Das ist auch gut so", sagt Sandra. Wir gehen raus und erstmal zum Eiswagen. Sandra bezahlt grade, da kommt "rosanes Hemd" schon wieder. "Na auch ein Eis?" frage ich lieb und lecke genussvoll an meinem Eis. Sandra beobachtet mich und ist schon wieder schwer dabei sich das Lachen zu verkneifen. Der Typ will grade wieder ein Gespräch anfangen. "Ich wollte doch nur mal was fragen",, sagt er. "Wäre schön, wenn du dich erstmal vorstellst", sage ich keck und ziehe meine Zunge langsam über das Eis, "aber das hat auch Zeit bis morgen, jetzt gehen wir beiden Mädels noch eine Runde." Tatsächlich lässt er uns ziehen. Als wir aus seinem Sichtbereich raus sind, gackert Sandra los. "Stefanie, das war ja wieder eine ganz neue Seite von Dir", lacht sie, "unglaublich!" Wir setzen uns noch kurz auf eine Bank und essen unser Eis auf. Sandra beobachtet mich dabei. "Du legst dabei aber auch eine Erotik an den Tag, wenn Du dran leckst", sagt sie. Ich lächele sie an. Da fällt mir ein Spruch ein. "Den kennst Du aber bestimmt" fange ich an, " Darf ich mal lecken, ich halte auch das Eis!" Sandra prustet los. "Ha, den kannte ich noch nicht", gackert sie. Nach einer Weile hat sie sich beruhigt. "Heute Abend gibt"™s Eis auf der Badeinsel im Pool", sagt sie immer noch lachend, "das will ich sehen." Ich setze mich, leicht zu Sandra gedreht, ganz aufrecht hin und sage mit großen Augen: "Aber Gern!" Sandra schüttelt lachend den Kopf. "Ist langsam Zeit, die Pause ist um", sagt sie. Wir stehen auf und gehen zurück. Vorher gibt sie mir noch einen Kuss. "Du bist so toll, Stefanie", sagt sie lieb. Händchen haltend gehen wir zurück. "Guck mal da hinten, ist doch "rosanes Hemd", sagt Sandra. "Wenn der uns jetzt die ganze Zeit beobachtet hat, dann bröckelt eventuell seine Erwartung", feixe ich. Sandra grinst. Ich begleite sie noch zu ihrem Bürogebäude. "Ich melde mich dann, wenn ich bei dem Pooltermin bin", sage ich noch, "vielleicht hast du zwischendrin Zeit, dass wir kurz Skypen können." "Super Stefanie", freut sich Sandra. Dann Geht sie in ihr Büro hoch und ich gehe rüber zu meinem Arbeitsplatz.
Wäre ich schlank, würde euch das nur unnötig geil machen...
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Stephanie
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Re: Blutengel
Hallo ihr lieben Leute,
ich probieren seit einiger Zeit was neues aus, um an dieser Story weiterzuarbeiten. Ich bin nicht mehr so gut im Tippen auf der Tastatur, 10 Finger-System konnte ich ohnehin noch nie. Seit ich vor fast zwei Jahren Corona hatte, fällt mir das Sprechen etwas schwerer und dass wirkt sich auch auf das Schreiben aus. Deswegen dauerts auch etwas länger, bis eine neue Episode fertig ist. Allerdings habe ich noch jede Menge abwechslungsreiche Ideen für diese Story, (Stefanie kann locker noch 1 -2 Jahre am Stück aus ihrem Leben plaudern), also ans abbrechen ist gar nicht zu denken. Oben habe ich geschrieben, das ich was neues ausprobiere. Schreiben tue ich das in Word und das hat seit einiger Zeit eine Diktierfunktion. Die nutze ich recht gerne. Nur ist die, wie alle technischen Einrichtungen, nur so gut wie der Bediener, der davor sitzt. Wenn ich also irgendetwas ins Mikro nuschele, schreibt der das auch so. Das Korrekturlesen bleibt also. Obendrein kommen die ganzen Befehle noch dazu. Dann passiert u.a. so was hier: "Hallo Komma ich bin Stefanie Komma 57 Jahre alt und ziemlich lieb Punkt" Passiert also, das so was ab und zu mal durchrutscht. Das nur mal vorweg. Habt weiterhin viel Spaß beim Lesen.
Eure Steffi
ich probieren seit einiger Zeit was neues aus, um an dieser Story weiterzuarbeiten. Ich bin nicht mehr so gut im Tippen auf der Tastatur, 10 Finger-System konnte ich ohnehin noch nie. Seit ich vor fast zwei Jahren Corona hatte, fällt mir das Sprechen etwas schwerer und dass wirkt sich auch auf das Schreiben aus. Deswegen dauerts auch etwas länger, bis eine neue Episode fertig ist. Allerdings habe ich noch jede Menge abwechslungsreiche Ideen für diese Story, (Stefanie kann locker noch 1 -2 Jahre am Stück aus ihrem Leben plaudern), also ans abbrechen ist gar nicht zu denken. Oben habe ich geschrieben, das ich was neues ausprobiere. Schreiben tue ich das in Word und das hat seit einiger Zeit eine Diktierfunktion. Die nutze ich recht gerne. Nur ist die, wie alle technischen Einrichtungen, nur so gut wie der Bediener, der davor sitzt. Wenn ich also irgendetwas ins Mikro nuschele, schreibt der das auch so. Das Korrekturlesen bleibt also. Obendrein kommen die ganzen Befehle noch dazu. Dann passiert u.a. so was hier: "Hallo Komma ich bin Stefanie Komma 57 Jahre alt und ziemlich lieb Punkt" Passiert also, das so was ab und zu mal durchrutscht. Das nur mal vorweg. Habt weiterhin viel Spaß beim Lesen.
Eure Steffi
Wäre ich schlank, würde euch das nur unnötig geil machen...
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Stephanie
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Re: Blutengel
Ortstermin an Sandras Pool
Ich bin eine Weile am arbeiten, da klingelt mein Telefon. Sandra ist dran und ist maximal erheitert. "Frank war gerade bei mir und hat mir von" rosanen Hemd" erzählt ", sagt sie, "der hat sich wohl erstmal Informationen über uns holen wollen. Aber Frank hat ihn aus persönlichen Gründen nichts erzählt, außer, dass wir ein Paar sind." "OK, gut zu wissen", sage ich erheitert, "mal sehen, ob da noch was kommt. Es gibt ja noch so viele andere hübsche Frauen hier, da muss man sich doch nicht auf uns einschießen." "Stefanie, du nun wieder", lacht Sandra, "bis später dann." Ich wundere mich noch kurz über den Typen. Ja gut, in der Bank arbeiten schon überdurchschnittlich viele Frauen und als Kerl hat man schon was zu schauen, das ging mir früher auch so. Aber wir sind ja zum Arbeiten hier und nicht unbedingt auf einer Kontaktbörse. Na ja, egal, ich habe noch einiges zu tun. Dann mache ich Feierabend und fahre mit Bahn zu Sandras Wohnung. Die letzten Meter muss ich zu Fuß gehen. Zeitgleich komme ich mit Hans und Wolfgang an. "Schön sieht sie aus, wie sie so daher kommt", sagt Wolfgang lächelnd. Hans nickt dazu. "Heute ist wohl Komplimente-Tag, wie?" frage ich, " das ging schon auf der Arbeit so." "Da wird wohl was dran sein", sagt Hans dann. Wir gehen ins Haus. "Ich bräuchte dann erstmal einen Tisch, um die Unterlagen auszubreiten", sagt Wolfgang. "Nehmen wir doch den großen in der Essecke", schlage ich vor. Da gehen wir dann hin. Ich fahre meinen Laptop hoch und schaue dann, ob Sandra grade frei ist. Ich rufe sie über Skype an. Sie meldet sich. "Ich habe grade ein bisschen Luft", sagt sie. "OK, machen wir schnell die Bauplanung", sagt Wolfgang. "Ja gut", sagt Sandra, "Prokura hat mein Vater und Steffi hat das technische Knowhow, da kann dann nichts schiefgehen."
"OK", sagt Wolfgang, "das was Steffi vorbereitet hat konnten wir fast so übernehmen. Ein paar kleine Korrekturen hat Joachim dann noch gemacht." "Hat er auch noch mal die Statik nachgerechnet?" frage ich. "Ja klar", sagt Wolfgang, " bei so einer freistehenden Konstruktion ist das schon sinnvoll. Wann hast Du eigentlich deinen Techniker gemacht?" "1998 — 2002" antworte ich. "Da ist aber viel hängen geblieben", sagt Wolfgang, " dann lasst uns doch zum eigentlichen kommen." " Ja gerne", sage ich. " von der Konstruktion her würden wir unten einen Sockel einbauen wollen ", führt Wolfgang aus, " dann könnten wir unten Rohre durchführen und auch für einen Abfluss sorgen. Das würde zwar einen Mehraufwand und ein wenig höhere Kosten verursachen, hat aber auch einige Vorteile. Wir würden den Sockel 40 Zentimeter hoch bauen, dadurch dass die Beckenhöhe 1,40 m beträgt kommen wir so auf 1,80 m Höhe über Grund. Das wäre dann für die Revisionsgänge die wir um das Becken geplant haben von Vorteil." Ich nicke zustimmend und Hans guckt auch ziemlich erstaunt. Wolfgang erklärt weiter." Wenn man vom Eingang her rein schaut, dann würden wir auf der linken Seite so wie Sandra es geplant hatte eine leichte Kurve im Beckenrand von vorne bis hinten einbauen. Und dann müssten wir uns nochmal über die Treppe unterhalten", sagt Wolfgang. " Das sieht schon mal gut aus, ich habe zum Entwurf erstmal keine Fragen", sage ich," das ist auch so ziemlich das, was sich Sandra vorgestellt hat." " Nur die Treppe, würde ich nicht so bauen wie ihr es geplant habt als fester Bestandteil im Becken ", sagt Wolfgang, " eher würde ich eine Edelstahltreppe einbauen."" Na klar, das macht auch mehr Sinn", antworte ich, "dann kann man nach Bedarf auch etwas Neues einbauen." " Ja okay, das sehe ich auch so" , sagt Hans. "Das finde ich auch OK, das sieht alles sieht so richtig gut aus", sagt Sandra und dann musst sie aber auch schon wieder raus aus dem Telefonat, "Tschüss dann, bis später." " Tschüss Sandra", sagen wir gleichzeitig.
"Wir könnten diese Woche schon mit den ersten Arbeiten anfangen ", sagt Wolfgang weiter, " also das alte Becken abbauen. "" Hey, das wäre aber nicht schlecht ", freue ich mich, " das alte Becken könnte nach dem Abbau in dem großen Kellerraum gelagert werden." Hans grinst. "Da wird sich Oma Willi aber bestimmt drüber beschweren", sagt Hans," wo soll sie dann ihre morgendliche Runde mit dem Schwimmen drehen?""Ey, das ist natürlich gemein ", sage ich. "Kann ich diesen Raum mal sehen? "fragt Wolfgang. Ich führe ihn rüber, Hans folgt uns. Wolfgang staunt über den Raum. Hans und ich erklären soweit wie möglich was wir über diesen Raum wissen und wie er funktioniert. "Der ist ganz schön groß ", bemerkt Wolfgang," vielleicht passt das Becken ja hier rein. Habt ihr mal ein Maßband oder einen Zollstock dar?" Ich hole aus dem benachbarten Werkzeugkeller ein Maßband. Zusammen müssen wir den Raum aus. "Der Raum ist ja noch größer als ich es mir vorgestellt habe", sage ich erstaunt. " In der Diagonale sind es 9 Meter, mit ein bisschen Glück müsste man das Becken hier aufstellen können", sagt Wolfgang. "Das müsste auch kein Problem sein ", sagt Hans, " drüben im Haus steht es ja auch alleine, wir haben damals beim Aufbau an den langen Seiten Stützen angebaut."" Ja prima, dann sag ich unseren Arbeitern Bescheid, dass sie das entsprechend ausführen", sagt Wolfgang. Wir besprechen noch einige Kleinigkeiten, dann sind wir mit dem Termin auch so langsam fertig. Ich sage ihm dass wir die Schlüssel für den Keller und für das Poolhaus bei Oma Willi hinterlegen werden. Dann verabschiedet sich Wolfgang.
"Meine Güte, das wird ja ein ganz schönes Ding ", sage ich zu Hans. " Da geht für Sandra aber auch ein riesiger, großer Traum in Erfüllung ", sagt Hans lächelnd. "Sie ist so ein bisschen deine Lieblings Tochter, richtig?" frage ich." Ja das ist sie, sie hatte es als Kind nicht so ganz einfach ", sagt Hans, "das erkläre ich dir am besten mal in einer ruhigen Stunde." Wir gehen nochmal in das Poolhaus und drehen noch eine Runde um den alten Pool, um zu schauen wie das ungefähr wird. Dann fährt Hans nach Hause. " Tschüss Steffi", sagt er zum Abschied. Ich winke noch hinterher, bisher bis er um die Ecke gefahren ist. Dann gehe ich in die Küche und bereite eine Kleinigkeit zum Abendbrot vor. Sandra müsste auch bald nach Hause kommen. Eine Nachricht von ihr finde auf meinem Handy. "Ich bin dann in einer halben Stunde zu Hause ", schreibt Sandra. Ich schreibe zurück und Teile ihr mit, dass ich jetzt anfange Nudeln und eine leckere Sauce zu kochen. "Prima", schreibt sie zurück. Ich bin mit dem Kochen fertig und stelle schon mal Teller auf den Esstisch. Dann kommt Sandra auch schon an. An der Wohnungstür nehme ich sie in Empfang. "Aah, guten Tag die Dame", sage ich und nehme ihre Hand- und die Laptoptasche, "ich hoffe sie hatten einen entspannten Arbeitstag. Dann bitte ich sie durch die Wohnungstür. "Das Essen ist schon auf dem Tisch, ich hoffe Sie haben einen gesunden Appetit mit gebracht", sage ich und geleite sie zum Tisch. Sandra schaut mich zu gleichen Teilen erstaunt, überrascht und amüsiert an. "Stefanie, das hat schon irgendwie Stil" sagt sie, "nicht dass Du das immer machen müsstest, aber das schmeichelt mir." "Kennst Du das so nicht?" frage ich. "Na ja, von den Angestellten meiner Eltern schon, aber von einer Partnerin"¦ ", antwortet Sandra. "Ich mach das sehr gerne", sage ich, "auch wenn da ein bisschen faxen machen dabei ist." Sandra schaut mich fasziniert an. "Dafür liebe ich dich ja auch", sagt sie dann, "meine kleine Entertainerin." Ich zwinkere ihr lieb zu. Dann tue ich uns das Essen auf die Teller. "Spaghettini mit Thunfischfilet in Tomatensoße", sage ich und lege zur Deko noch ein paar Basilikum Blätter auf den Teller. "Mmmmh, das duftet schon so lecker", sagt Sandra. Beim Essen geht es auch nicht ohne erotische Flaxerei. "Du geile Nudel, ich verspeise dich jetzt", sage ich und ziehe eine Nudel durch die gespitzten Lippen in den Mund. "Steeee-faaa-niiiee!" sagt Sandra aufgeregt, "Du weißt doch was das bei mir anrichtet. Ich lächele nur. "Und dann steht ja auch noch das mit dem Eis und dem Lecken aus", sagt Sandra. "Oh ja" sage ich und mache die Augen groß. "Au weia", sagt Sandra lachend.
Ich räume den Tisch ab. Sandra hat im großen Nebenraum noch einen Karton gefunden, den wir neulich von mir mitgebracht haben. " Waren da nicht noch irgendwelche kleinen Kajak-Schlauchboote drin?" fragt Sandra. "Ja, das ist so", antworte ich. Sandra packt den Karton aus. "Huch, dieses Teil hier sieht aber nicht aus wie ein Kajak ", sagt Sandra. Sie faltet das Teil auseinander. "Schau mal Stefanie, da sieht mehr aus wie ein Badeboot. Und außerdem ist es schön Pink und schön silberfarben. Ich gehe zu ihr rüber und sage: " Hey cool, das ist der aufblasbare Cadillac, der ist versehentlich hier reingeraten." " Cadillac?" fragt Sandra. " Ja, das ist so ein Kultteil aus den 90er Jahren ", antworte ich. "Na, das Ding blase ich gleich mal auf", sagt Sandra erfreut. Sie geht mit dem Teil in das Poolhaus und fängt an es dort aufzublasen. Ich räume in der Zwischenzeit noch weiter auf und fülle den Geschirrspüler. Dann gehe ich ins Poolhaus zu Sandra. Die ist noch mitten dabei das Teil aufzublasen. " Da sind so kleine Ventile dran das dauert ja ewig ", sagt Sandra, " aber es sieht jetzt schon vielversprechend aus. "wenig später hat sie das Teil fertig aufgeblasen. "Boah, das Ding ist aber riesig", staunt sie. Sie legt das Teil aus Wasser und steigt ein. "Nee, so geht das nicht ", sagt sie und steigt wieder aus. Dann geht sie an ein kleines Schränkchen hinten in der Ecke. Heraus holt sie einen roten Bikini und zieht ihn an. Dann zieht sie den Cadillac wieder ran und steigt wieder ein. " Ja, so ist das wohl viel besser ", sagt Sandra, " ziehst du dich auch um, Stefanie?" " Ja aber mein Bikini liegt noch im Schlafzimmer den hole ich jetzt ", antworte ich. Sandra setzt sich bequem hin und schaut mich verträumt an. Ich gehe also ins Schlafzimmer. Dort zieh ich den Bikini an. Auf dem Rückweg gehe ich in die Küche und hole aus dem Gefrierschrank ein Eis in der Waffel. Davon haben wir immer einen kleinen Vorrat da.
Ich gehe wieder in das Poolhaus. Dort angekommen gebe ich Sandra das Eis und steige dann in den Cadillac. Sandra lacht und sagt: " Oho, du meinst es wohl ernst", sagt sie grinsend. " Na klar doch ", sage ich, " ich bin auch gespannt ob das so funktioniert."" Hihi", sagt Sandra. " Also, am besten du wickelst das Eis jetzt aus und beißt dann ganz genüsslich hinein oder du leckst ganz genüsslich daran", sage ich lächelnd und schau ihr dabei tief in die Augen. "Hihi ich freu mich jetzt schon ", sagt Sandra. Sandra wickelt das Eis aus und fängt genüsslich an daran zu lecken. Dabei schaut sie mich genau an. "Oha!" sage ich. Dann knie ich mich vor ihr hin, schaue sie an und frage: "Du-uhu!? Darf ich mal lecken, ich halt auch das Eis? "im nächsten Moment brechen wir in Lachen aus. Nachdem wir uns beruhigt haben gibt Sandra mir das Eis, ich halte es mit der linken Hand und ziehe mit der rechten Hand das Bikini Höschen ein bisschen nach unten. Dann gehe ich vorsichtig mit dem Kopf zwischen Ihre Beine und küsse sie dort. Sandra weiß nicht, ob sie lachen soll oder ob sie die Gefühle genießen soll. Sie macht beides. Wir haben beide unseren Spaß dabei. Aus den Augenwinkeln sehe ich Leonie und Philipp kurz ins Poolhaus kommen. "Oh Entschuldigung ", sagt Leonie und geht wieder mit Philipp hinaus. Jetzt müssen Sandra und ich wieder etwas lachen. Da wir das Ganze sowieso als Gag angesehen haben, ruft Sandra die beiden zurück. Die kommen auch wieder und lächeln etwas zurückhaltend. Natürlich klären wir die beiden auf was wir da eben gerade gemacht haben und wie das zustande gekommen ist. Jetzt müssen Sie auch grinsen. "Steffi hat heute einen ganz großen Erotik-Kasper gefrühstückt, also etwas Obacht", sagt Sandra grinsend. "Oha!" lacht Leonie, während Philipp etwas unschlüssig aussieht.
Nachdem wir uns alle ein bisschen beruhigt haben fragt Leonie:" Was ist denn das schon wieder für ein Wahnsinnsteil, was ihr da habt?" "Laut Stefanie ein Relikt aus den 90ern, total bequem und schön weich, weil man es nicht zu stark aufblasen darf", antwortet Sandra. "Kommt, steigt ein", sage ich. Innen ist nicht viel Platz, also drehen Sandra und ich uns seitwärts hin, so dass unsere Beine über die Bordwand hängen. Leonie lässt sich das nicht zweimal sagen und steigt erfreut zu uns. Sie sitzt andersherum und lässt ihre Beine über die andere Wand baumeln. "Auch nicht grade kurz dein Fahrgestell", bemerke ich. "Ach, Steffi, Dankeschön", sagt Leonie. Philipp steht noch am Rand. "Trau dich!" fordere ich ihn auf. "Nee, ist doch kein Platz mehr", versucht er sich rauszureden. "Aufrutschen", befiehlt Sandra und wir drei rücken zusammen. "Jetzt aber, nu komm aber", fordert Leonie. Zögerlich steigt Philipp ein. Eine leicht Delle ist in seiner Badehose zu sehen. "Hält das auch?" fragt er skeptisch. "Wenn du mit deiner Nudel kein Loch reinpiekst"¦", sage ich in Bezug auf die "Reaktion" in seiner Badehose. Natürlich wird er knallerot, während die Mädels losgackern. ""˜Tschuldigung", sage ich grinsend, "ist mir so rausgerutscht." "Jaja, Erotik-Kasper" grummelt Philipp. "Nimm"™s mir nicht übel, aber mir ist so was auch passiert, als ich noch auf der anderen Seite stand", sage ich, "ist schon hart, so mit drei Mädels an Bord. Da passiert das schon mal." Philipp sitzt endlich und fragt mich dann auch direkt nach meiner Verwandlung. Das lockert die Situation etwas auf. Philipp ist jetzt etwas entspannter. "Und was ist besser?" fragt er dann, "Junge oder Mädel?" "Das kann ich so genau nicht abgrenzen", antworte ich, "als Junge fehlte mir zwar was, aber verteufeln kann ich es auch nicht. Das Mädel sein ist zwar noch relativ neu und macht richtig Spaß. Ich vermische gerne beiden "Welten", "best of both worlds". "Du Di Du Dum Dum", singt Sandra, "ist von Robert Palmer." "Ihr seid so knuffig, ihr beiden", lacht Leonie. Eine Weile erzählen wir noch, dann machen sich Leonie und Philipp auf den Weg. "Könnt ihr die Tür zu machen?" fragt Sandra, "ich muss nochmal Steffi vernaschen." "Na klar", lacht Leonie, Philipp staunt, ich sage nur: "Tse!" Leonie hat grade die Tür zu gemacht, da sitzt Sandra schon auf meinem Schoß. Schnell bringt sie und auf Touren. "Das ist ja eine Wahnsinns Liebesunterlage", sagt Sandra noch leicht aus der Puste, "das macht ja Spaß." "Ja stimmt und mit Stil", sage ich, wer hat schon einen Cadillac im Pool?" "Hihi!" sagt Sandra. Wir steigen dann aus und gehen ins Haus. Leonie steht oben auf dem Balkon. "Nanu? Schon fertig?" fragt sie. "Du hast gar keine Chance", antwortet Sandra grinsend, "das Ding ist so heiß"¦ ." Man sieht es Leonie schon an und bevor sie fragen kann, sage ich grinsend: "Das Ding liegt noch auf dem Pool, versucht es doch auch mal." "Danke Steffi", sagt Leonie noch und geht schnell rein. Dann hört man sie noch rufen: "Philipp, wir gehen noch mal runter." Lächelnd gehen Sandra und ich in ihre Wohnung. "Ist doch schön, wenn man liebe Freunde glücklich machen kann", sage ich. "Stimmt", sagt Sandra.
Ich bin eine Weile am arbeiten, da klingelt mein Telefon. Sandra ist dran und ist maximal erheitert. "Frank war gerade bei mir und hat mir von" rosanen Hemd" erzählt ", sagt sie, "der hat sich wohl erstmal Informationen über uns holen wollen. Aber Frank hat ihn aus persönlichen Gründen nichts erzählt, außer, dass wir ein Paar sind." "OK, gut zu wissen", sage ich erheitert, "mal sehen, ob da noch was kommt. Es gibt ja noch so viele andere hübsche Frauen hier, da muss man sich doch nicht auf uns einschießen." "Stefanie, du nun wieder", lacht Sandra, "bis später dann." Ich wundere mich noch kurz über den Typen. Ja gut, in der Bank arbeiten schon überdurchschnittlich viele Frauen und als Kerl hat man schon was zu schauen, das ging mir früher auch so. Aber wir sind ja zum Arbeiten hier und nicht unbedingt auf einer Kontaktbörse. Na ja, egal, ich habe noch einiges zu tun. Dann mache ich Feierabend und fahre mit Bahn zu Sandras Wohnung. Die letzten Meter muss ich zu Fuß gehen. Zeitgleich komme ich mit Hans und Wolfgang an. "Schön sieht sie aus, wie sie so daher kommt", sagt Wolfgang lächelnd. Hans nickt dazu. "Heute ist wohl Komplimente-Tag, wie?" frage ich, " das ging schon auf der Arbeit so." "Da wird wohl was dran sein", sagt Hans dann. Wir gehen ins Haus. "Ich bräuchte dann erstmal einen Tisch, um die Unterlagen auszubreiten", sagt Wolfgang. "Nehmen wir doch den großen in der Essecke", schlage ich vor. Da gehen wir dann hin. Ich fahre meinen Laptop hoch und schaue dann, ob Sandra grade frei ist. Ich rufe sie über Skype an. Sie meldet sich. "Ich habe grade ein bisschen Luft", sagt sie. "OK, machen wir schnell die Bauplanung", sagt Wolfgang. "Ja gut", sagt Sandra, "Prokura hat mein Vater und Steffi hat das technische Knowhow, da kann dann nichts schiefgehen."
"OK", sagt Wolfgang, "das was Steffi vorbereitet hat konnten wir fast so übernehmen. Ein paar kleine Korrekturen hat Joachim dann noch gemacht." "Hat er auch noch mal die Statik nachgerechnet?" frage ich. "Ja klar", sagt Wolfgang, " bei so einer freistehenden Konstruktion ist das schon sinnvoll. Wann hast Du eigentlich deinen Techniker gemacht?" "1998 — 2002" antworte ich. "Da ist aber viel hängen geblieben", sagt Wolfgang, " dann lasst uns doch zum eigentlichen kommen." " Ja gerne", sage ich. " von der Konstruktion her würden wir unten einen Sockel einbauen wollen ", führt Wolfgang aus, " dann könnten wir unten Rohre durchführen und auch für einen Abfluss sorgen. Das würde zwar einen Mehraufwand und ein wenig höhere Kosten verursachen, hat aber auch einige Vorteile. Wir würden den Sockel 40 Zentimeter hoch bauen, dadurch dass die Beckenhöhe 1,40 m beträgt kommen wir so auf 1,80 m Höhe über Grund. Das wäre dann für die Revisionsgänge die wir um das Becken geplant haben von Vorteil." Ich nicke zustimmend und Hans guckt auch ziemlich erstaunt. Wolfgang erklärt weiter." Wenn man vom Eingang her rein schaut, dann würden wir auf der linken Seite so wie Sandra es geplant hatte eine leichte Kurve im Beckenrand von vorne bis hinten einbauen. Und dann müssten wir uns nochmal über die Treppe unterhalten", sagt Wolfgang. " Das sieht schon mal gut aus, ich habe zum Entwurf erstmal keine Fragen", sage ich," das ist auch so ziemlich das, was sich Sandra vorgestellt hat." " Nur die Treppe, würde ich nicht so bauen wie ihr es geplant habt als fester Bestandteil im Becken ", sagt Wolfgang, " eher würde ich eine Edelstahltreppe einbauen."" Na klar, das macht auch mehr Sinn", antworte ich, "dann kann man nach Bedarf auch etwas Neues einbauen." " Ja okay, das sehe ich auch so" , sagt Hans. "Das finde ich auch OK, das sieht alles sieht so richtig gut aus", sagt Sandra und dann musst sie aber auch schon wieder raus aus dem Telefonat, "Tschüss dann, bis später." " Tschüss Sandra", sagen wir gleichzeitig.
"Wir könnten diese Woche schon mit den ersten Arbeiten anfangen ", sagt Wolfgang weiter, " also das alte Becken abbauen. "" Hey, das wäre aber nicht schlecht ", freue ich mich, " das alte Becken könnte nach dem Abbau in dem großen Kellerraum gelagert werden." Hans grinst. "Da wird sich Oma Willi aber bestimmt drüber beschweren", sagt Hans," wo soll sie dann ihre morgendliche Runde mit dem Schwimmen drehen?""Ey, das ist natürlich gemein ", sage ich. "Kann ich diesen Raum mal sehen? "fragt Wolfgang. Ich führe ihn rüber, Hans folgt uns. Wolfgang staunt über den Raum. Hans und ich erklären soweit wie möglich was wir über diesen Raum wissen und wie er funktioniert. "Der ist ganz schön groß ", bemerkt Wolfgang," vielleicht passt das Becken ja hier rein. Habt ihr mal ein Maßband oder einen Zollstock dar?" Ich hole aus dem benachbarten Werkzeugkeller ein Maßband. Zusammen müssen wir den Raum aus. "Der Raum ist ja noch größer als ich es mir vorgestellt habe", sage ich erstaunt. " In der Diagonale sind es 9 Meter, mit ein bisschen Glück müsste man das Becken hier aufstellen können", sagt Wolfgang. "Das müsste auch kein Problem sein ", sagt Hans, " drüben im Haus steht es ja auch alleine, wir haben damals beim Aufbau an den langen Seiten Stützen angebaut."" Ja prima, dann sag ich unseren Arbeitern Bescheid, dass sie das entsprechend ausführen", sagt Wolfgang. Wir besprechen noch einige Kleinigkeiten, dann sind wir mit dem Termin auch so langsam fertig. Ich sage ihm dass wir die Schlüssel für den Keller und für das Poolhaus bei Oma Willi hinterlegen werden. Dann verabschiedet sich Wolfgang.
"Meine Güte, das wird ja ein ganz schönes Ding ", sage ich zu Hans. " Da geht für Sandra aber auch ein riesiger, großer Traum in Erfüllung ", sagt Hans lächelnd. "Sie ist so ein bisschen deine Lieblings Tochter, richtig?" frage ich." Ja das ist sie, sie hatte es als Kind nicht so ganz einfach ", sagt Hans, "das erkläre ich dir am besten mal in einer ruhigen Stunde." Wir gehen nochmal in das Poolhaus und drehen noch eine Runde um den alten Pool, um zu schauen wie das ungefähr wird. Dann fährt Hans nach Hause. " Tschüss Steffi", sagt er zum Abschied. Ich winke noch hinterher, bisher bis er um die Ecke gefahren ist. Dann gehe ich in die Küche und bereite eine Kleinigkeit zum Abendbrot vor. Sandra müsste auch bald nach Hause kommen. Eine Nachricht von ihr finde auf meinem Handy. "Ich bin dann in einer halben Stunde zu Hause ", schreibt Sandra. Ich schreibe zurück und Teile ihr mit, dass ich jetzt anfange Nudeln und eine leckere Sauce zu kochen. "Prima", schreibt sie zurück. Ich bin mit dem Kochen fertig und stelle schon mal Teller auf den Esstisch. Dann kommt Sandra auch schon an. An der Wohnungstür nehme ich sie in Empfang. "Aah, guten Tag die Dame", sage ich und nehme ihre Hand- und die Laptoptasche, "ich hoffe sie hatten einen entspannten Arbeitstag. Dann bitte ich sie durch die Wohnungstür. "Das Essen ist schon auf dem Tisch, ich hoffe Sie haben einen gesunden Appetit mit gebracht", sage ich und geleite sie zum Tisch. Sandra schaut mich zu gleichen Teilen erstaunt, überrascht und amüsiert an. "Stefanie, das hat schon irgendwie Stil" sagt sie, "nicht dass Du das immer machen müsstest, aber das schmeichelt mir." "Kennst Du das so nicht?" frage ich. "Na ja, von den Angestellten meiner Eltern schon, aber von einer Partnerin"¦ ", antwortet Sandra. "Ich mach das sehr gerne", sage ich, "auch wenn da ein bisschen faxen machen dabei ist." Sandra schaut mich fasziniert an. "Dafür liebe ich dich ja auch", sagt sie dann, "meine kleine Entertainerin." Ich zwinkere ihr lieb zu. Dann tue ich uns das Essen auf die Teller. "Spaghettini mit Thunfischfilet in Tomatensoße", sage ich und lege zur Deko noch ein paar Basilikum Blätter auf den Teller. "Mmmmh, das duftet schon so lecker", sagt Sandra. Beim Essen geht es auch nicht ohne erotische Flaxerei. "Du geile Nudel, ich verspeise dich jetzt", sage ich und ziehe eine Nudel durch die gespitzten Lippen in den Mund. "Steeee-faaa-niiiee!" sagt Sandra aufgeregt, "Du weißt doch was das bei mir anrichtet. Ich lächele nur. "Und dann steht ja auch noch das mit dem Eis und dem Lecken aus", sagt Sandra. "Oh ja" sage ich und mache die Augen groß. "Au weia", sagt Sandra lachend.
Ich räume den Tisch ab. Sandra hat im großen Nebenraum noch einen Karton gefunden, den wir neulich von mir mitgebracht haben. " Waren da nicht noch irgendwelche kleinen Kajak-Schlauchboote drin?" fragt Sandra. "Ja, das ist so", antworte ich. Sandra packt den Karton aus. "Huch, dieses Teil hier sieht aber nicht aus wie ein Kajak ", sagt Sandra. Sie faltet das Teil auseinander. "Schau mal Stefanie, da sieht mehr aus wie ein Badeboot. Und außerdem ist es schön Pink und schön silberfarben. Ich gehe zu ihr rüber und sage: " Hey cool, das ist der aufblasbare Cadillac, der ist versehentlich hier reingeraten." " Cadillac?" fragt Sandra. " Ja, das ist so ein Kultteil aus den 90er Jahren ", antworte ich. "Na, das Ding blase ich gleich mal auf", sagt Sandra erfreut. Sie geht mit dem Teil in das Poolhaus und fängt an es dort aufzublasen. Ich räume in der Zwischenzeit noch weiter auf und fülle den Geschirrspüler. Dann gehe ich ins Poolhaus zu Sandra. Die ist noch mitten dabei das Teil aufzublasen. " Da sind so kleine Ventile dran das dauert ja ewig ", sagt Sandra, " aber es sieht jetzt schon vielversprechend aus. "wenig später hat sie das Teil fertig aufgeblasen. "Boah, das Ding ist aber riesig", staunt sie. Sie legt das Teil aus Wasser und steigt ein. "Nee, so geht das nicht ", sagt sie und steigt wieder aus. Dann geht sie an ein kleines Schränkchen hinten in der Ecke. Heraus holt sie einen roten Bikini und zieht ihn an. Dann zieht sie den Cadillac wieder ran und steigt wieder ein. " Ja, so ist das wohl viel besser ", sagt Sandra, " ziehst du dich auch um, Stefanie?" " Ja aber mein Bikini liegt noch im Schlafzimmer den hole ich jetzt ", antworte ich. Sandra setzt sich bequem hin und schaut mich verträumt an. Ich gehe also ins Schlafzimmer. Dort zieh ich den Bikini an. Auf dem Rückweg gehe ich in die Küche und hole aus dem Gefrierschrank ein Eis in der Waffel. Davon haben wir immer einen kleinen Vorrat da.
Ich gehe wieder in das Poolhaus. Dort angekommen gebe ich Sandra das Eis und steige dann in den Cadillac. Sandra lacht und sagt: " Oho, du meinst es wohl ernst", sagt sie grinsend. " Na klar doch ", sage ich, " ich bin auch gespannt ob das so funktioniert."" Hihi", sagt Sandra. " Also, am besten du wickelst das Eis jetzt aus und beißt dann ganz genüsslich hinein oder du leckst ganz genüsslich daran", sage ich lächelnd und schau ihr dabei tief in die Augen. "Hihi ich freu mich jetzt schon ", sagt Sandra. Sandra wickelt das Eis aus und fängt genüsslich an daran zu lecken. Dabei schaut sie mich genau an. "Oha!" sage ich. Dann knie ich mich vor ihr hin, schaue sie an und frage: "Du-uhu!? Darf ich mal lecken, ich halt auch das Eis? "im nächsten Moment brechen wir in Lachen aus. Nachdem wir uns beruhigt haben gibt Sandra mir das Eis, ich halte es mit der linken Hand und ziehe mit der rechten Hand das Bikini Höschen ein bisschen nach unten. Dann gehe ich vorsichtig mit dem Kopf zwischen Ihre Beine und küsse sie dort. Sandra weiß nicht, ob sie lachen soll oder ob sie die Gefühle genießen soll. Sie macht beides. Wir haben beide unseren Spaß dabei. Aus den Augenwinkeln sehe ich Leonie und Philipp kurz ins Poolhaus kommen. "Oh Entschuldigung ", sagt Leonie und geht wieder mit Philipp hinaus. Jetzt müssen Sandra und ich wieder etwas lachen. Da wir das Ganze sowieso als Gag angesehen haben, ruft Sandra die beiden zurück. Die kommen auch wieder und lächeln etwas zurückhaltend. Natürlich klären wir die beiden auf was wir da eben gerade gemacht haben und wie das zustande gekommen ist. Jetzt müssen Sie auch grinsen. "Steffi hat heute einen ganz großen Erotik-Kasper gefrühstückt, also etwas Obacht", sagt Sandra grinsend. "Oha!" lacht Leonie, während Philipp etwas unschlüssig aussieht.
Nachdem wir uns alle ein bisschen beruhigt haben fragt Leonie:" Was ist denn das schon wieder für ein Wahnsinnsteil, was ihr da habt?" "Laut Stefanie ein Relikt aus den 90ern, total bequem und schön weich, weil man es nicht zu stark aufblasen darf", antwortet Sandra. "Kommt, steigt ein", sage ich. Innen ist nicht viel Platz, also drehen Sandra und ich uns seitwärts hin, so dass unsere Beine über die Bordwand hängen. Leonie lässt sich das nicht zweimal sagen und steigt erfreut zu uns. Sie sitzt andersherum und lässt ihre Beine über die andere Wand baumeln. "Auch nicht grade kurz dein Fahrgestell", bemerke ich. "Ach, Steffi, Dankeschön", sagt Leonie. Philipp steht noch am Rand. "Trau dich!" fordere ich ihn auf. "Nee, ist doch kein Platz mehr", versucht er sich rauszureden. "Aufrutschen", befiehlt Sandra und wir drei rücken zusammen. "Jetzt aber, nu komm aber", fordert Leonie. Zögerlich steigt Philipp ein. Eine leicht Delle ist in seiner Badehose zu sehen. "Hält das auch?" fragt er skeptisch. "Wenn du mit deiner Nudel kein Loch reinpiekst"¦", sage ich in Bezug auf die "Reaktion" in seiner Badehose. Natürlich wird er knallerot, während die Mädels losgackern. ""˜Tschuldigung", sage ich grinsend, "ist mir so rausgerutscht." "Jaja, Erotik-Kasper" grummelt Philipp. "Nimm"™s mir nicht übel, aber mir ist so was auch passiert, als ich noch auf der anderen Seite stand", sage ich, "ist schon hart, so mit drei Mädels an Bord. Da passiert das schon mal." Philipp sitzt endlich und fragt mich dann auch direkt nach meiner Verwandlung. Das lockert die Situation etwas auf. Philipp ist jetzt etwas entspannter. "Und was ist besser?" fragt er dann, "Junge oder Mädel?" "Das kann ich so genau nicht abgrenzen", antworte ich, "als Junge fehlte mir zwar was, aber verteufeln kann ich es auch nicht. Das Mädel sein ist zwar noch relativ neu und macht richtig Spaß. Ich vermische gerne beiden "Welten", "best of both worlds". "Du Di Du Dum Dum", singt Sandra, "ist von Robert Palmer." "Ihr seid so knuffig, ihr beiden", lacht Leonie. Eine Weile erzählen wir noch, dann machen sich Leonie und Philipp auf den Weg. "Könnt ihr die Tür zu machen?" fragt Sandra, "ich muss nochmal Steffi vernaschen." "Na klar", lacht Leonie, Philipp staunt, ich sage nur: "Tse!" Leonie hat grade die Tür zu gemacht, da sitzt Sandra schon auf meinem Schoß. Schnell bringt sie und auf Touren. "Das ist ja eine Wahnsinns Liebesunterlage", sagt Sandra noch leicht aus der Puste, "das macht ja Spaß." "Ja stimmt und mit Stil", sage ich, wer hat schon einen Cadillac im Pool?" "Hihi!" sagt Sandra. Wir steigen dann aus und gehen ins Haus. Leonie steht oben auf dem Balkon. "Nanu? Schon fertig?" fragt sie. "Du hast gar keine Chance", antwortet Sandra grinsend, "das Ding ist so heiß"¦ ." Man sieht es Leonie schon an und bevor sie fragen kann, sage ich grinsend: "Das Ding liegt noch auf dem Pool, versucht es doch auch mal." "Danke Steffi", sagt Leonie noch und geht schnell rein. Dann hört man sie noch rufen: "Philipp, wir gehen noch mal runter." Lächelnd gehen Sandra und ich in ihre Wohnung. "Ist doch schön, wenn man liebe Freunde glücklich machen kann", sage ich. "Stimmt", sagt Sandra.
Wäre ich schlank, würde euch das nur unnötig geil machen...
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Stephanie
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Re: Blutengel
Bianca gibt einen aus
Wir sitzen zusammen beim Frühstück. Nebenbei versorge ich die Katzen. "Das war schon wieder sehr schön gestern Abend ", schwärmt Sandra. "Ja das stimmt, der ganze Tag war irgendwie gut ", antworte ich. "Da hast du auch wieder recht ", sagt Sandra. Wir räumen unsere Frühstücksachen weg und machen uns auf den Weg zur Arbeit. Recht schnell sind wir da und Sandra bringt mich wieder direkt vor die Tür. Am Platz fahre ich den Rechner hoch und sehe in meinen Emails, das Carsten den Termin heute Mittag um einen Tag verschoben hat. Ich rufe noch bei Sandra an und sage ihr das. Ich kann dann ja auch mittags rüber zu ja und zu Bianca gehen, weil Bianca ja heute Geburtstag hat und einen ausgibt. Bis zum Mittag bin ich damit beschäftigt, die Halle weiter auszumessen. Mit meinen Kollegen gehe ich in Richtung Kantine, aber biege vorher in das Bürogebäude ab, wo Sandras Büro ist. Ich gehe die Treppe hoch und dann durch die Glastür in das Großraumbüro. Zuerst biege ich nach rechts in Sandras Büro ab. " Na, hast du schon Bianca was erzählt, dass ich jetzt doch komme?" frage ich Sandra. " Nein, da kam ich noch nicht zu", antwortet Sandra, " dann wird sie wohl etwas überrascht sein." Nach ein paar Minuten hört man Biancas Stimme. " Ihr könnt dann so langsam kommen, der Tisch ist gedeckt", sagt sie. Sandra und ich gehen aus ihrem Büro heraus zu Bianca rüber. Die anderen Kolleginnen sind auch schon da. " Hey Steffi das ist ja schön dass du dann doch Zeit hast hier zu sein ", freut sich Bianca. Ihr erkläre dann noch kurz warum das so ist. Dann bittet uns Bianca an den Tisch. " Das sieht aber alles lecker aus, ist das selber gemacht?" frage ich. " Teilweise, ich habe auch ein bisschen was bei unserem internen Catering bestellt ", antwortet Bianca, " greift mal ordentlich zu und lasst es euch schmecken."
Wir stehen alle zusammen um den Tisch herum und genießen die Leckereien. Nebenbei unterhalten wir uns über alles Mögliche. Einige von Sandras Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen kennen mich doch nicht so genau, deshalb fragen sie mich erstmal aus. Ich antworte natürlich auf meine Art und Weise, was bei dem ein oder anderen zu einem Schmunzeln führt. Irgendwann kommen wir auch auf den netten Herrn im rosafarbenen Hemd zu sprechen. "Weiß jemand von euch wie er eigentlich richtig heißt?" frage ich. " Ja klar ", antwortet Frank der auch von drüben rüber gekommen ist, " ist doch mein Mitarbeiter. Er heißt Richard mit Vornamen." "Huch, der Name passt ja irgendwie gar nicht ", sage ich grinsend. " Stimmt ", sagt Sibylle, eine andere Mitarbeiterin von Sandra, " Dieter oder Detlef würde besser passen." "Na ja", sage ich grinsend. " Eine Kollegin namens Sabine steht am Fenster und schaut raus. " Meint ihr den Herren da?" fragt sie, " wenn ja, dann hat er heute ein mintgrünes Hemd an." Und schwupp, sind wir Mädels natürlich alle am Fenster. "Jepp, das ist er ", sagt Bianca. Er geht unten recht ziellos umher, schaut sich immer wieder um, wie jemand der etwas sucht. " Der sucht wohl irgendwen", sage ich. Frank ist mittlerweile auch an das Fenster gekommen. " Steffi, Du musst jetzt ein bisschen stark sein ", sagt Frank grinsend. Ich schaue ihn fragend an. "Inwiefern?", frage ich. " Na ja, er war ja neulich bei mir und hat gefragt wer ihr beiden denn so seid, du und Sandra", antwortet Frank " und da hat er fallen lassen, dass er sich wohl in dich verguckt hat." " In mich?" frage ich erstaunt, " Wenn ich uns von außen sehen würde, dann würde ich mich doch eher in Sandra vergucken, blond, mit wilder Lockenmähne und ziemlich hübsch dabei." " Steffi sei doch nicht immer so bescheiden ", lacht Sybille. Sandra grinst mich auch an.
Langsam gehen wir zum Tisch mit den Leckereien zurück. Der eine Mitarbeiter, der immer so feinfühlig ist, kommt herein. "Bianca, ich wollte Ihnen zum Geburtstag gratulieren", sagt er. Bianca bedankt sich lieb und bekommt ein Mitbringsel. Sie bittet ihn an den Tisch. Natürlich ziert er sich etwas. Dann sieht er mich. "Ach Stefanie, das ist aber schön Sie hier zu treffen", freut er sich, "sie haben so einen tollen Einfluss auf unsere Sandra." "Hm, na ja", sage ich mit verschmitzten Lächeln, "hier auf der Arbeit muss ich ja auch zurückhalten." Jetzt ist er etwas irritiert. "Sie müssen sie mal draußen in freier Wildbahn erleben", sagt Sandra lachend, "sie hat es Faustdick hinter den Ohren." "Das bekommt man hier gar nicht so mit", sagt der feinfühlige Herr. "Wenn wir Mädels unter uns sind, dann sollten Sie sie mal hören", grinst Bianca, "oder wenn Steffis Kollegen mit dabei sind, dann ist immer was los." Er schaut mich erstaunt an. "Aber sonst bin ich ganz lieb", sage ich mit gespielt unschuldiger Miene. Das nimmt er mir wohl nicht so ganz ab. Ich muss dann auch wieder langsam rüber. Ich gehe zu Bianca und bedanke mich für die Einladung, dabei nehme ich sie in den Arm. "Oho, du fühlst dich aber gut an", sagt Bianca, "gute Körperspannung, was?" Ich lächele und zwinkere mit dem linken Auge. "Ui mit links gezwinkert", sagt Sandra, "das ist schon was Besonderes." Der Feinfühlige schaut wieder erstaunt. "Sandra klärt euch bestimmt gleich auf, was das heißt", sage ich und gehe in Richtung Treppenhaus los., "Na klar", sagt Sandra lächelnd. Ich stehe in der Glastür zu Treppenhaus und drehe mich noch mal um. "Danke an euch alle, dass ihr mich so lieb aufgenommen habt", sage ich in die Runde. "Gerne", "auch Danke", "Dankeschön", "das ist aber lieb", kommt aus der Runde zurück. Dann gehe ich aber los. Der feinfühlige Herr schaut mir noch lange hinterher. "Eine tolle Person", sagt er dann, "Sandra ich freue mich so für Sie." "Danke", sagt Sandra lächelnd.
Ich komme unserem Büro an. Prompt kommt von Ullrich ein Spruch: "Na hast du dich auch ordentlich vollgefuttert?" Ohne zu antworten setze ich mich auf seinen Schoß. "Kannst du mir zur Entspannung das Bäuchlein streicheln?", frage ich ihn lieb. Ullrich ist völlig überrascht, während sich Torsten, der ihm gegenübersitzt, vor Lachen ausschüttet. "Na, Ullrich, da warst du nicht drauf vorbereitet, was?" flaxt Torsten. Ullrich ist völlig durch den Wind. Ich gehe dann grinsend zu meinem Platz. Andreas lacht auch noch. "Steffi, Steffi", lacht er weiter und schüttelt den Kopf, "astrein, unser Alterspräsident Ullrich völlig baff." "Und, wie fühlt sie sich an?" fragt Tosten grinsend. Ullrich schaut ihn nur an. "Du schaust wie "˜ne Kuh, wenn es donnert", flaxt Torsten weiter. Dann kehrt doch Ruhe ein und wir gehen unserer Arbeit nach. Nach einer Weile ziemlicher Ruhe sagt Ullrich zu Torsten, dass wir es auch hören: "Um auf deine Frage zurückzukommen; wie eine 52jährige fühlt sie sich jedenfalls nicht an; boah die ist noch knackig." Dafür darf ich auch mal wieder rotwerden, was sie alle amüsiert. "Aber danke für die Einschätzung", sage ich noch. Ullrich hat dann auch sein verschmitztes Grinsen drauf. Mein Telefon klingelt, Sandra ist dran. "17:00 Uhr?" fragt sie, wegen Feierabend. "Ja, gerne", antworte ich. "Ich hole dich dann ab", sagt sie noch.
Wir sitzen zusammen beim Frühstück. Nebenbei versorge ich die Katzen. "Das war schon wieder sehr schön gestern Abend ", schwärmt Sandra. "Ja das stimmt, der ganze Tag war irgendwie gut ", antworte ich. "Da hast du auch wieder recht ", sagt Sandra. Wir räumen unsere Frühstücksachen weg und machen uns auf den Weg zur Arbeit. Recht schnell sind wir da und Sandra bringt mich wieder direkt vor die Tür. Am Platz fahre ich den Rechner hoch und sehe in meinen Emails, das Carsten den Termin heute Mittag um einen Tag verschoben hat. Ich rufe noch bei Sandra an und sage ihr das. Ich kann dann ja auch mittags rüber zu ja und zu Bianca gehen, weil Bianca ja heute Geburtstag hat und einen ausgibt. Bis zum Mittag bin ich damit beschäftigt, die Halle weiter auszumessen. Mit meinen Kollegen gehe ich in Richtung Kantine, aber biege vorher in das Bürogebäude ab, wo Sandras Büro ist. Ich gehe die Treppe hoch und dann durch die Glastür in das Großraumbüro. Zuerst biege ich nach rechts in Sandras Büro ab. " Na, hast du schon Bianca was erzählt, dass ich jetzt doch komme?" frage ich Sandra. " Nein, da kam ich noch nicht zu", antwortet Sandra, " dann wird sie wohl etwas überrascht sein." Nach ein paar Minuten hört man Biancas Stimme. " Ihr könnt dann so langsam kommen, der Tisch ist gedeckt", sagt sie. Sandra und ich gehen aus ihrem Büro heraus zu Bianca rüber. Die anderen Kolleginnen sind auch schon da. " Hey Steffi das ist ja schön dass du dann doch Zeit hast hier zu sein ", freut sich Bianca. Ihr erkläre dann noch kurz warum das so ist. Dann bittet uns Bianca an den Tisch. " Das sieht aber alles lecker aus, ist das selber gemacht?" frage ich. " Teilweise, ich habe auch ein bisschen was bei unserem internen Catering bestellt ", antwortet Bianca, " greift mal ordentlich zu und lasst es euch schmecken."
Wir stehen alle zusammen um den Tisch herum und genießen die Leckereien. Nebenbei unterhalten wir uns über alles Mögliche. Einige von Sandras Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen kennen mich doch nicht so genau, deshalb fragen sie mich erstmal aus. Ich antworte natürlich auf meine Art und Weise, was bei dem ein oder anderen zu einem Schmunzeln führt. Irgendwann kommen wir auch auf den netten Herrn im rosafarbenen Hemd zu sprechen. "Weiß jemand von euch wie er eigentlich richtig heißt?" frage ich. " Ja klar ", antwortet Frank der auch von drüben rüber gekommen ist, " ist doch mein Mitarbeiter. Er heißt Richard mit Vornamen." "Huch, der Name passt ja irgendwie gar nicht ", sage ich grinsend. " Stimmt ", sagt Sibylle, eine andere Mitarbeiterin von Sandra, " Dieter oder Detlef würde besser passen." "Na ja", sage ich grinsend. " Eine Kollegin namens Sabine steht am Fenster und schaut raus. " Meint ihr den Herren da?" fragt sie, " wenn ja, dann hat er heute ein mintgrünes Hemd an." Und schwupp, sind wir Mädels natürlich alle am Fenster. "Jepp, das ist er ", sagt Bianca. Er geht unten recht ziellos umher, schaut sich immer wieder um, wie jemand der etwas sucht. " Der sucht wohl irgendwen", sage ich. Frank ist mittlerweile auch an das Fenster gekommen. " Steffi, Du musst jetzt ein bisschen stark sein ", sagt Frank grinsend. Ich schaue ihn fragend an. "Inwiefern?", frage ich. " Na ja, er war ja neulich bei mir und hat gefragt wer ihr beiden denn so seid, du und Sandra", antwortet Frank " und da hat er fallen lassen, dass er sich wohl in dich verguckt hat." " In mich?" frage ich erstaunt, " Wenn ich uns von außen sehen würde, dann würde ich mich doch eher in Sandra vergucken, blond, mit wilder Lockenmähne und ziemlich hübsch dabei." " Steffi sei doch nicht immer so bescheiden ", lacht Sybille. Sandra grinst mich auch an.
Langsam gehen wir zum Tisch mit den Leckereien zurück. Der eine Mitarbeiter, der immer so feinfühlig ist, kommt herein. "Bianca, ich wollte Ihnen zum Geburtstag gratulieren", sagt er. Bianca bedankt sich lieb und bekommt ein Mitbringsel. Sie bittet ihn an den Tisch. Natürlich ziert er sich etwas. Dann sieht er mich. "Ach Stefanie, das ist aber schön Sie hier zu treffen", freut er sich, "sie haben so einen tollen Einfluss auf unsere Sandra." "Hm, na ja", sage ich mit verschmitzten Lächeln, "hier auf der Arbeit muss ich ja auch zurückhalten." Jetzt ist er etwas irritiert. "Sie müssen sie mal draußen in freier Wildbahn erleben", sagt Sandra lachend, "sie hat es Faustdick hinter den Ohren." "Das bekommt man hier gar nicht so mit", sagt der feinfühlige Herr. "Wenn wir Mädels unter uns sind, dann sollten Sie sie mal hören", grinst Bianca, "oder wenn Steffis Kollegen mit dabei sind, dann ist immer was los." Er schaut mich erstaunt an. "Aber sonst bin ich ganz lieb", sage ich mit gespielt unschuldiger Miene. Das nimmt er mir wohl nicht so ganz ab. Ich muss dann auch wieder langsam rüber. Ich gehe zu Bianca und bedanke mich für die Einladung, dabei nehme ich sie in den Arm. "Oho, du fühlst dich aber gut an", sagt Bianca, "gute Körperspannung, was?" Ich lächele und zwinkere mit dem linken Auge. "Ui mit links gezwinkert", sagt Sandra, "das ist schon was Besonderes." Der Feinfühlige schaut wieder erstaunt. "Sandra klärt euch bestimmt gleich auf, was das heißt", sage ich und gehe in Richtung Treppenhaus los., "Na klar", sagt Sandra lächelnd. Ich stehe in der Glastür zu Treppenhaus und drehe mich noch mal um. "Danke an euch alle, dass ihr mich so lieb aufgenommen habt", sage ich in die Runde. "Gerne", "auch Danke", "Dankeschön", "das ist aber lieb", kommt aus der Runde zurück. Dann gehe ich aber los. Der feinfühlige Herr schaut mir noch lange hinterher. "Eine tolle Person", sagt er dann, "Sandra ich freue mich so für Sie." "Danke", sagt Sandra lächelnd.
Ich komme unserem Büro an. Prompt kommt von Ullrich ein Spruch: "Na hast du dich auch ordentlich vollgefuttert?" Ohne zu antworten setze ich mich auf seinen Schoß. "Kannst du mir zur Entspannung das Bäuchlein streicheln?", frage ich ihn lieb. Ullrich ist völlig überrascht, während sich Torsten, der ihm gegenübersitzt, vor Lachen ausschüttet. "Na, Ullrich, da warst du nicht drauf vorbereitet, was?" flaxt Torsten. Ullrich ist völlig durch den Wind. Ich gehe dann grinsend zu meinem Platz. Andreas lacht auch noch. "Steffi, Steffi", lacht er weiter und schüttelt den Kopf, "astrein, unser Alterspräsident Ullrich völlig baff." "Und, wie fühlt sie sich an?" fragt Tosten grinsend. Ullrich schaut ihn nur an. "Du schaust wie "˜ne Kuh, wenn es donnert", flaxt Torsten weiter. Dann kehrt doch Ruhe ein und wir gehen unserer Arbeit nach. Nach einer Weile ziemlicher Ruhe sagt Ullrich zu Torsten, dass wir es auch hören: "Um auf deine Frage zurückzukommen; wie eine 52jährige fühlt sie sich jedenfalls nicht an; boah die ist noch knackig." Dafür darf ich auch mal wieder rotwerden, was sie alle amüsiert. "Aber danke für die Einschätzung", sage ich noch. Ullrich hat dann auch sein verschmitztes Grinsen drauf. Mein Telefon klingelt, Sandra ist dran. "17:00 Uhr?" fragt sie, wegen Feierabend. "Ja, gerne", antworte ich. "Ich hole dich dann ab", sagt sie noch.
Wäre ich schlank, würde euch das nur unnötig geil machen...
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Stephanie
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Re: Blutengel
Poolumbau startet
Kurz vor Fünf stehe ich draußen vor der Halle. Und schon kommt Sandra angerauscht. Ich steige ein und wir fahren nach Hause. "Mein Vater rief nach der Pause noch an", sagt Sandra unterwegs, "die Firma hat schon angefangen." "Ui, die sind ja fix", staune ich. "Oma Willi war ja ein bisschen pikiert", sagt Sandra, "sie konnte zwar noch ihre Runden drehen, aber sie war wohl grade fertig, da kamen die Arbeiter." "Die haben ihr quasi das Wasser unter Hintern abgelassen, was?!" feixe ich. "Stefanie!" rüffelt Sandra gespielt, um im nächsten Moment loszugackern, "phhfff, Du immer!" Wir kommen bei Sandra an und gehen gleich nach hinten. Hans und Wolfgang sind noch da. "Hallo ihr Elfen", grüßt Hans "Hallo!", grüßen wir zurück. Jetzt kommt Franzi vom Fluss hochgelaufen, direkt zu mir. Ich kraule sie ordentlich durch. "Na, Du darfst auch nicht fehlen hier, was?" frage ich sie. Franzi wirft sich auf den Rücken und lässt sich weiter Kraulen. " Wir haben das alte Becken entwässert, abgebaut und in im Raum nebenan im Keller wieder aufgebaut", sagt Wolfgang. " Meine Güte, was habt ihr denn für Pumpen? Da sind doch knapp 30 Kubikmeter drin ", staune ich. "Na ja, wir sind ja auch auf so etwas vorbereitet und haben einige Hochleistungs-Tauchpumpen reingehalten ", antwortet Wolfgang lächelnd. " Na dann", sage ich lächelnd. Franzi hat dann auch genug vom Kraulen. Gemeinsam gehen wir noch mal in das Poolhaus. " Das sieht ja jetzt noch viel größer aus, als mit Becken ", sage ich. " So können wir jetzt auch sofort starten ", sagt Wolfgang.
Dann gehen wir noch mal in den Keller und begutachten das Becken, was sie dort wieder aufgestellt haben. Aus 2 C-Schläuchen, wie die Feuerwehr verwendet, plätschert Wasser in das Becken. Auch hier staune ich wieder. "Wo gibt es denn hier so große Rohre, dass das so viel Wasser rauskommt?" frage ich. "Die Haupt-Frischwasserzuleitung zu diesem Haus hat 4 Zoll Durchmesser ", antwortet Wolfgang, "dann kommen noch zwei zweizöllige Leitungen dazu." "Okay, da kann ich mir ja gar keinen Reim drauf machen, warum das so groß ist ",staune ich weiter, "aber egal, gut für uns." Sandra steht neben uns und macht ein erstauntes Gesicht. "Na, und was sagst Du dazu?" flaxe ich sie an. "Ich muss das erstmal auf mich wirken lassen" ,antwortet Sandra immer noch staunend. "Da haste ganz schön was angerichtet", flaxe ich weiter, "weil Du länger gradeaus schwimmen willst." "Ey, oah, Stefanie", empört sie sich gespielt und boxt mich leicht in die Seite. "I-hi!" sage ich, auch Hans und Wolfgang müssen kichern. Wolfgang gibt uns noch Anweisungen, wie und wo wir das Wasser für das Becken abstellen können. Dann macht er sich auf den Weg. "Bis morgen", sagen Hans und wir beide. "Du bist morgen wieder hier?" frage ich Hans. "Ja, als Ansprechpartner, wenn ihr nicht da seid", antwortet er, "da fühlt sich Wolfgang auch wohler." "War meine Idee", sagt Sandra, "dann ist gleich einer da, der einer Entscheidung treffen oder uns anrufen kann." Ich nicke zustimmend. "Dann werde ich auch mal wieder", sagt Hans. Zusammen gehen wir zum Auto von Hans. Franz ist die ganze Zeit dicht bei mir. "Du darfst dann als erstes ins neue Becken", flaxe ich sie an. "Woff!" gibt Franzi laut, als ob sie es verstanden hat. " Genau", sage ich grinsend. Dann steigen Sie ein und fahren vom Hof. Sandra und ich gehen langsam ins Haus zurück. " Du sag mal hab ich dich eben zu dolle geboxt?" fragt Sandra, "Das so eine doofe Angewohnheit von mir." " Nöö, wieso?" frage ich, " außerdem stehe ich darauf". " Mann, Stefanie, du immer mit deinen Sprüchen ", lacht Sandra laut los. "Los schlag mich, verhau mich ", sage ich grinsend. Sandra kommt gar nicht mehr aus dem Lachen heraus. "Du bist schon was ganz Seltenes, so jemanden habe ich bisher noch nicht kennengelernt", sagt Sandra, "da kannst du auch gleich mal "I-hi" sagen. "I-hi!", sage ich dann auch prompt, worauf mich Sandra ganz lieb küsst. "Es ist auch schön, dass ich bei dir so sein darf", sage ich. Sandra hat dann auch prompt eine Träne im Auge.
"Was wir denn jetzt noch mit dem angebrochenem Abend?" fragt Sandra. " Auf das Wasser ", antworte ich, " es ist zwar noch nicht ganz voll, hat aber auch seinen Vorteil." " Und welchen?" fragt Sandra. "Man wird nicht gleich gesehen", antworte ich lächelnd. " Stimmt", sagt Sandra. Wir nehmen uns ein Einhorn, legen es auf das Wasser und ziehen unsere Badeanzüge an. "Wir müssen halt nur aufpassen, dass wir nicht reinfallen", sage ich, " ich glaube, das ist noch etwas frisch das Wasser." Wir steigen auch vorsichtig auf, um im nächsten Moment wildschmusend in den Armen zu liegen. "Hallo, ist hier wer?" hören wir Leonie sagen. "Siehste Sandra, ist gar nicht so schlecht, in so einem noch nicht vollgefüllten Becken zu chillen", sage ich, "wie ich vorhin sagte, man wird nicht gleich gesehen." "Hihi", sagt Sandra. Erstaunt schaut Leonie über den Beckenrand. Ich nehme Einhornis Kopf, der von Innen über den Beckenrand schaut, und gebe mir Einhornis Kopf Leonie ein Küsschen. Leonie ist etwas verdattert, während Sandra kichert. "Oh je, Stefanie", sagt sie. "Tach Leonie", sage ich. "Ja, hallo", erwidert sie. "Passt gut rein hier, das Becken, ne?" sage ich, "nur müssen wir mal schauen, wie wir da Wasser schnell warmkriegen. Nicht dass Horny sich die Blase verkühlt." "Pfff, hua, Stefanie!" gackert Sandra. "Tse!" sagt Leonie erheitert. Dann geht sie wieder. "Wenn du auch aufs Wasser willst lass dich nicht abhalten", sagt Sandra ihr noch hinterher. "OK, danke ", sagt Leonie, "nur schnell umziehen." "So, wir nutzen die Zeit, um dich auf Touren zu bringen", sage ich zu Sandra. "Aha, und wie?" fragt Sandra schnippisch, im nächsten Moment verdreht sie schon die Augen, weil ich sie ganz lieb da küsse, wo es ordentlich kribbelt. Als Leonie wieder kommt, sie hat Phillip mitgebracht, sind wir schon fertig. Naja, Sandra atmet noch heftig. Später, im Bett kriegt Sandra natürlich ihre Revanche.
Kurz vor Fünf stehe ich draußen vor der Halle. Und schon kommt Sandra angerauscht. Ich steige ein und wir fahren nach Hause. "Mein Vater rief nach der Pause noch an", sagt Sandra unterwegs, "die Firma hat schon angefangen." "Ui, die sind ja fix", staune ich. "Oma Willi war ja ein bisschen pikiert", sagt Sandra, "sie konnte zwar noch ihre Runden drehen, aber sie war wohl grade fertig, da kamen die Arbeiter." "Die haben ihr quasi das Wasser unter Hintern abgelassen, was?!" feixe ich. "Stefanie!" rüffelt Sandra gespielt, um im nächsten Moment loszugackern, "phhfff, Du immer!" Wir kommen bei Sandra an und gehen gleich nach hinten. Hans und Wolfgang sind noch da. "Hallo ihr Elfen", grüßt Hans "Hallo!", grüßen wir zurück. Jetzt kommt Franzi vom Fluss hochgelaufen, direkt zu mir. Ich kraule sie ordentlich durch. "Na, Du darfst auch nicht fehlen hier, was?" frage ich sie. Franzi wirft sich auf den Rücken und lässt sich weiter Kraulen. " Wir haben das alte Becken entwässert, abgebaut und in im Raum nebenan im Keller wieder aufgebaut", sagt Wolfgang. " Meine Güte, was habt ihr denn für Pumpen? Da sind doch knapp 30 Kubikmeter drin ", staune ich. "Na ja, wir sind ja auch auf so etwas vorbereitet und haben einige Hochleistungs-Tauchpumpen reingehalten ", antwortet Wolfgang lächelnd. " Na dann", sage ich lächelnd. Franzi hat dann auch genug vom Kraulen. Gemeinsam gehen wir noch mal in das Poolhaus. " Das sieht ja jetzt noch viel größer aus, als mit Becken ", sage ich. " So können wir jetzt auch sofort starten ", sagt Wolfgang.
Dann gehen wir noch mal in den Keller und begutachten das Becken, was sie dort wieder aufgestellt haben. Aus 2 C-Schläuchen, wie die Feuerwehr verwendet, plätschert Wasser in das Becken. Auch hier staune ich wieder. "Wo gibt es denn hier so große Rohre, dass das so viel Wasser rauskommt?" frage ich. "Die Haupt-Frischwasserzuleitung zu diesem Haus hat 4 Zoll Durchmesser ", antwortet Wolfgang, "dann kommen noch zwei zweizöllige Leitungen dazu." "Okay, da kann ich mir ja gar keinen Reim drauf machen, warum das so groß ist ",staune ich weiter, "aber egal, gut für uns." Sandra steht neben uns und macht ein erstauntes Gesicht. "Na, und was sagst Du dazu?" flaxe ich sie an. "Ich muss das erstmal auf mich wirken lassen" ,antwortet Sandra immer noch staunend. "Da haste ganz schön was angerichtet", flaxe ich weiter, "weil Du länger gradeaus schwimmen willst." "Ey, oah, Stefanie", empört sie sich gespielt und boxt mich leicht in die Seite. "I-hi!" sage ich, auch Hans und Wolfgang müssen kichern. Wolfgang gibt uns noch Anweisungen, wie und wo wir das Wasser für das Becken abstellen können. Dann macht er sich auf den Weg. "Bis morgen", sagen Hans und wir beide. "Du bist morgen wieder hier?" frage ich Hans. "Ja, als Ansprechpartner, wenn ihr nicht da seid", antwortet er, "da fühlt sich Wolfgang auch wohler." "War meine Idee", sagt Sandra, "dann ist gleich einer da, der einer Entscheidung treffen oder uns anrufen kann." Ich nicke zustimmend. "Dann werde ich auch mal wieder", sagt Hans. Zusammen gehen wir zum Auto von Hans. Franz ist die ganze Zeit dicht bei mir. "Du darfst dann als erstes ins neue Becken", flaxe ich sie an. "Woff!" gibt Franzi laut, als ob sie es verstanden hat. " Genau", sage ich grinsend. Dann steigen Sie ein und fahren vom Hof. Sandra und ich gehen langsam ins Haus zurück. " Du sag mal hab ich dich eben zu dolle geboxt?" fragt Sandra, "Das so eine doofe Angewohnheit von mir." " Nöö, wieso?" frage ich, " außerdem stehe ich darauf". " Mann, Stefanie, du immer mit deinen Sprüchen ", lacht Sandra laut los. "Los schlag mich, verhau mich ", sage ich grinsend. Sandra kommt gar nicht mehr aus dem Lachen heraus. "Du bist schon was ganz Seltenes, so jemanden habe ich bisher noch nicht kennengelernt", sagt Sandra, "da kannst du auch gleich mal "I-hi" sagen. "I-hi!", sage ich dann auch prompt, worauf mich Sandra ganz lieb küsst. "Es ist auch schön, dass ich bei dir so sein darf", sage ich. Sandra hat dann auch prompt eine Träne im Auge.
"Was wir denn jetzt noch mit dem angebrochenem Abend?" fragt Sandra. " Auf das Wasser ", antworte ich, " es ist zwar noch nicht ganz voll, hat aber auch seinen Vorteil." " Und welchen?" fragt Sandra. "Man wird nicht gleich gesehen", antworte ich lächelnd. " Stimmt", sagt Sandra. Wir nehmen uns ein Einhorn, legen es auf das Wasser und ziehen unsere Badeanzüge an. "Wir müssen halt nur aufpassen, dass wir nicht reinfallen", sage ich, " ich glaube, das ist noch etwas frisch das Wasser." Wir steigen auch vorsichtig auf, um im nächsten Moment wildschmusend in den Armen zu liegen. "Hallo, ist hier wer?" hören wir Leonie sagen. "Siehste Sandra, ist gar nicht so schlecht, in so einem noch nicht vollgefüllten Becken zu chillen", sage ich, "wie ich vorhin sagte, man wird nicht gleich gesehen." "Hihi", sagt Sandra. Erstaunt schaut Leonie über den Beckenrand. Ich nehme Einhornis Kopf, der von Innen über den Beckenrand schaut, und gebe mir Einhornis Kopf Leonie ein Küsschen. Leonie ist etwas verdattert, während Sandra kichert. "Oh je, Stefanie", sagt sie. "Tach Leonie", sage ich. "Ja, hallo", erwidert sie. "Passt gut rein hier, das Becken, ne?" sage ich, "nur müssen wir mal schauen, wie wir da Wasser schnell warmkriegen. Nicht dass Horny sich die Blase verkühlt." "Pfff, hua, Stefanie!" gackert Sandra. "Tse!" sagt Leonie erheitert. Dann geht sie wieder. "Wenn du auch aufs Wasser willst lass dich nicht abhalten", sagt Sandra ihr noch hinterher. "OK, danke ", sagt Leonie, "nur schnell umziehen." "So, wir nutzen die Zeit, um dich auf Touren zu bringen", sage ich zu Sandra. "Aha, und wie?" fragt Sandra schnippisch, im nächsten Moment verdreht sie schon die Augen, weil ich sie ganz lieb da küsse, wo es ordentlich kribbelt. Als Leonie wieder kommt, sie hat Phillip mitgebracht, sind wir schon fertig. Naja, Sandra atmet noch heftig. Später, im Bett kriegt Sandra natürlich ihre Revanche.
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Re: Blutengel
Termin bei Carsten
"Heute bin ich dann Mittags drüben bei Carsten", sage ich, als wir auf dem Weg zur Arbeit sind. "Ja, OK", sagt Sandra. "Und Abends ist dann noch mal finales üben mit der Truppe für Freitag auf dem Hoffest", sage ich weiter, "da würde ich dann mit dem Fahrrad hinfahren, falls es bei die länger dauert." "Ist gut", lächelt Sandra, "vielleicht komme ich später nach." Sie bringt mich, wie immer vor die Halle. "Bis später, meine Süße", sagt Sandra und gibt mir einen Kuss. Mittlerweile tun wir uns auch deswegen keinen Zwang mehr an, wenn draußen ein paar Leute zum Rauchen stehen. Wissen ja eh alle Bescheid. Der Vormittag geht schnell rum. Ich organisiere mir unseren Dienstwagen, nehme noch das Laptop mit und fahre halb Zwölf rüber. Der Dienstwagen ist ein Hybrid Golf. Die Batterie ist vollgeladen und ich fahre dann auch elektrisch. Wenn ich alleine Auto fahre mache ich ja gerne etwas mehr Blödsinn und so ein E-Auto lädt ja förmlich dazu ein. Bis zur Wache fahre ich allerdings noch gesittet. Aber draußen dann, ich tret erstmal voll aufs Gaspedal. "Huppela! Das geht aber ab", sage ich leise zu mir. Ich biege links ab. Die Straße ist jetzt zweispurig und prompt hab ich an der nächsten roten Ampel einen "Kavalier" links neben mir. "Naaa?!" fragt er. ""¦du hübscher Käfer", vervollständige ich, "oder nicht?" "Äh! Öh!" sagt der jetzt. Ich lächele ihn lieb an. "Und wieviel PVS hast Du unter Motorhaube?" frage ich immer noch so lieb schauend. "PVS?" fragt der. Potenzverstärkung!" antworte ich. "Ey, Du pass bloß auf"¦" sagt er, etwas verdattert. "I-hi!" sage ich und gebe Gas, ääh"¦ Strom, weil die Ampel grün wird. Der E-Motor ist nicht grade zimperlich und somit säge ich den Typen ab. Forsch wechsle ich die Fahrspur. Er ebenfalls. Jetzt ist er rechts neben mir. Halten müssen wir, weil eine Straßenbahn kreuzt. "Hey, Du bist ganz schön frech", versucht er das Gespräch am laufen zu halten. "Ja! Ich bin so", antworte ich. "Bist Du noch zu"¦?" mehr höre ich nicht, weil die Ampel grün wird und ich wieder voll aufs Gas-/Strompedal trete. Ein weiteres "I-hi" kann ich mir nicht verkneifen. Er versucht dran zu bleiben, aber ich muss gleich zügig nach links abbiegen. Er schafft das allerdings nicht und rauscht geradeaus weiter. "Und tschüss!", sage ich noch leise zu mir.
Ich fahre jetzt langsam auf das Tor zu. Von weitem erkenn ich schon Axel. Vor mir sind noch ein LKW, ein Kleinlaster und zwei PKW dran. Axel erkennt mich erst als ich vor dem Fenster des Wachgebäudes zu stehen komme. "Die Sonne geht auf!" sagt er, "endlich mal ein Lichtblick heute, hallo Süße." "Na Du", antworte ich, mit einem lieben Blick. "Gut siehst aus", sagt er noch. Da hinter mir grade keiner kommt, halten wir ein wenig Smalltalk. Nach ein paar Minuten muss ich aber weiter. Per Kusshändchen verabschieden wir uns. "Du bist so "˜ne Granate", lacht Axel. Nach ein paar weiteren Minuten parke ich vor Carstens Bürotrakt. Ich steige aus. Neben mir ist eine Parklücke. Da will jemand einparken, sieht mich und kriegt es dann auf Anhieb nicht hin. Ich geh langsam zum Eingang, beobachte aber noch weiter den Kollegen beim Einparken. Der wird eher noch nervöser. Da ich ihn von früher kenne, flaxe ich ihn gleich an, nachdem er es endlich geschafft hat und aussteigt. "Wenn du im Bett genauso drauf bist, dann kriegst du den nie rein", feixe ich. "Ey, sach mal, wer bist du eigentlich?" empört er sich. "Erkennst mich nicht, Harry?" frage ich naiv. Anscheinend erkennt er mich wirklich nicht, er schüttelt den Kopf. "Es fällt dir bestimmt gleich ein, wenn ich gegangen bin", sage ich. Oben im Gebäude ist ein Fenster offen und Carsten schaut heraus. Ich winke hoch. "Hallo Steffi", begrüßt er mich. Oben an der Bürotür erwartet er mich. "Ich habe das eben die ganze Zeit verfolgt", sagt Carsten grinsend, "du bist ja kein Kind von Traurigkeit, was?" "Och verstellen tue ich mich nicht, ich bin eigentlich wie immer", antworte ich. "Ja, nur das es jetzt besser rüberkommt", grinst Carsten.
Wir gehen zu seinem Platz. Ich gebe ihm mein Laptop und er schließt ein paar Kabel an. "Das dauert jetzt locker eine halbe Stunde", sagt Carsten, "wollen wir solange in die Kantine?" "Ja gerne", antworte ich. Ein paar Kollegen und sein Chef kommen auch mit. Wir holen unsere Speisen, dann setzen wir uns an einen langen Tisch. Ich schaue mich ein wenig um. "Ist schön geworden, nach dem Umbau", sage ich, "neulich habe ich ja schon ein bisschen gesehen." Ein paar Kollegen aus meiner alten Abteilung setzen sich neben uns. Torte ist dabei, Egon auch, der setzt sich aber gleich ganz hinten hin. Dann kommt besagter Harry dazu. Torte fragt mich auch gleich grinsend: "Fängst Du jetzt in der IT an?" "Ja klar", antworte ich und mache den Jux mit "ich habe zwar keine Ahnung"¦ ." "Aber sie kommt vorne an den Empfang", flaxt Carsten mit, " dann hat man gleich was zum Gucken." Ich nicke übertrieben naiv dazu. Carstens Kollegen lachen. Carstens Chef am meisten. "Ihr kennt euch schon ziemlich lange, was?" fragt er. "Schon vor der Lehre", antworte ich. Jetzt kommt von Harry eine Frage. "Wer bist du jetzt eigentlich, habe ich vorhin schon gefragt." Alle schauen ihn an. Ich lächele ihn süffisant an. "Kennst du noch Stefan Boe?" frage ich. "Ja!?!" antwortet Harry. "Ich bin die Zwillingsschwester", sage ich, "aber wir leben in einem Körper." Harry verschluckt sich heftig, steht schnell auf und geht raus. "Tse!", sage ich. "Das war zu viel für seine Weltanschauung", feixt Torte. Carsten und seine Kollegen können sich kaum einkriegen. "Oh Mann, bist du immer so?" fragt Carstens Chef. "Hm, na ja, ich gehe schon aufgeschlossen durchs Leben, da passiert das schon öfter", antworte ich und erzähle von der Fahrt hierher. "Ich habe irgendwo einen Magneten am Körper, der solche Leute anzieht", schließe ich ab. "Scheint so", lacht Torte.
Harry kommt wieder rein, isst noch hektisch seinen Teller leer und geht sofort wieder. Ich schaue hinterher und frage: "War das zu heftig?" "Nöö, wenn es die Wahrheit ist", sagt Carstens Chef, "toll das du so locker dabei bleibst." So langsam wird es Zeit ins Büro zurück zu gehen. "Mal gucken, ob dein Läppi schon fertig ist", sagt Carsten. "Außerdem haben wir noch ein schönes Geschenk für dich", sagt Carstens Chef und tut geheimnisvoll. Also gehen wir ins Büro. Aus den Augenwinkeln sehe ich Egon aufstehen und ihn in einigem Abstand hinter uns hergehen. Er schaut genau hin, wo ich hingehe. Carsten bemerkt es auch und sagt leise: " Na, noch ein Verehrer?" Ich kläre dann Carsten auf. "Ah ja, interessant", sagt er dann. Wir gehen an Carstens Schreibtisch. "Sieht gut aus", sagt Carsten dann. Er macht noch einige Überprüfungen, dann fahre ich das Laptop runter. "Seid ihr fertig?" hören wir Carstens Chef über den Flur rufen. "Ja", antworte ich. Dann kommt mal in mein Büro. Ich wundere mich etwas. "Dein Geschenk", grinst Carsten. "Hm, OK", sage ich erstaunt. Wir gehen ins Büro von Carstens Chef. "So Steffi diesen Rechner sollst du mitnehmen und damit arbeiten", sagt er, "das ist eine CAD Maschine, für das was du grade machst ist das besser als ein Laptop, hat dein Chef in Auftrag gegeben. Ich staune immer noch. "OK, was hat er denn vor?" wundere ich mich, "ich sollte das doch erst temporär machen." Während ich mich weiter wundere, klingelt mein Dienst-Handy, Chef ist dran. "Hallo Steffi, wo bist du grade?" fragt er, "kannst du dann in einer halben Stunde in der Werkleitung sein?" fragt er. "Ja schon", antworte ich verdattert. "Bis dann", sagt mein Chef. "Ich habe grade ein wenig Angst", sage ich lächelnd nachdem ich aufgelegt habe, "was ist denn hier los?" "Ich weiß es auch nicht so genau", sagt Carstens Chef, "irgend eine Umstrukturierung, habe ich gehört. Und du ganz vorne mit dabei, wegen deiner Layouts." Natürlich werde ich knallerot. "Haha, das konntest du früher schon, mit dem Rotwerden", lacht Carsten. "Grr!" sage ich nur. Zusammen trinken wir noch einen Kaffee, dann bringe ich die Sachen zum Auto. Carsten hilft mir dabei. "Vielleicht kommst du ja wieder hier rüber", sagt er, dann können wir uns öfter mal sehen." "Mal schauen, was da kommt", sage ich. Wir laden alles ins Auto. "Steffi, ich habe hier noch was von deinem letzten Anruf wegen der Telefonnummer aus Stuttgart", sagt Carsten, "das war schon etwas kniffeliger, ich musste einen guten Freund zu Rate ziehen, einen richtigen Hacker." Oha!" sage ich. Dann gibt mir Carsten einen Briefumschlag. Am besten erst zu Hause aufmachen", sagt Carsten. "Okay, danke", sage ich und stecke den Umschlag in meine Handtasche. Dann steige ich ins Auto. "Du hast aber auch Beine", bewundert sie Carsten. "Toll, oder? Mach"˜s gut dann", sage ich, "vielleicht bis demnächst. "Tschüss, Steffi", sagt Carsten noch.
Ich fahre langsam durchs Werk zur Leitung. Vorm Büro der Werkleitung suche ich mir einen Parkplatz und steige aus. Vor dem Eingang treffe ich meinen Chef, den Chef von Torsten und Ulrich, sowie Herrn Blo, Chef von der zentralen Optimierungsabteilung. "Oh oh, wenn ich euch so sehe, kommt da gleich was größeres", sage ich angespannt. Mein Chef sieht auch etwas unglücklich aus. "Ich habe schon so ein bisschen "Buschfunk" gehört", sagt mein Chef, "aber warten wir mal ab, was da gleich vom großen Chef kommt." "Nur komisch, dass er mich auch gleich mit einlädt", wundere ich mich. "Mit Dir haben sie was großes vor", sagt mein Chef und schaut zu Torsten und Ulrichs Chef. "Das wird sich noch zeigen" sagte der von der Optimierungsabteilung. "Was geht denn hier ab?" frage ich leise. Zusammen gehen wir rein. "Ihr könnt schon mal reingehen", sagt die Sekretärin, als wir im Büro ankommen und bietet uns Kaffee an. Den nehme ich gerne, kurz danach kommt auch schon der ganz große Chef. "Hallo zusammen, oh, Frau Boe, schön, dass sie auch Zeit gefunden haben", sagt er. Die andere schauen mich erstaunt an. "Ihr kennt euch?" fragt der von der Optimierungsabteilung. Ich nicke geheimnisvoll. "Als sie neulich bei Silke war, für den Mitarbeiterbericht, durfte ich diese nette Dame kennenlernen", sagt er. Ich glühe natürlich auf. "Jetzt sag"˜ nicht, du hast den Bericht nicht gelesen", flaxt mein Chef. "Um Mitarbeiterinnen buhlen und nicht wissen wer das ist, kennt man ja", haut Torstens Chef in die Kerbe mit rein. Der Werkleiter lächelt mich an. "Steht Ihnen gut die Röte, das wirkt so natürlich", sagt er dann. "Puh!" sagte ich nur.
"Zum Thema", sagt der Werkleiter, "wir wollen die Prozess- und Produktoptimierer aus der Fertigung zentral bei Herrn Blo"¦ ansiedeln, der seinerseits mir unterstellt wird." Herr Blo grinst. Mein Chef platzt gleich, ich selber finde die Vorstellung auch doof. Der Werkleiter führt weiter aus: "Freuen Sie sich nicht zu früh, Herr Blo, Frau Boe wird direkt bei mir angebunden." Herr Blo findet das jetzt nicht mehr so lustig und fragt gereizt: Warum denn das?" "Das zeige ich Ihnen", antwortet der Werkleiter und schaltet einen riesigen Flachbildschirm an. Darauf erscheint eine meiner CAD-Zeichnungen der letzten Tage. "Boah", kann ich mein Staunen nicht unterdrücken, "der hat ja ein Auflösung." Was zur Erheiterung bei allen, außer Herrn, Blo.. führt. "Die Idee ist, Frau Boe, macht das für das ganze Werk als Projekt, bekommt als Team ein, zwei, Mitarbeiter und zwei studentische Hilfskräfte", sagt der Werkleiter, " Bedarf haben wir dazu." Ich bin zugegebenermaßen etwas überwältigt und werde mal nicht rot. "Könnten Sie sich das vorstellen, Frau Boe, so ganz unverbindlich erstmal?" Ich schaue länger auf den Monitor, dann sage ich: "Vom ersten Eindruck her, ja, aber das muss ich erstmal sacken lassen." "Na klar, setzen sie sich nicht unter Druck", sagt der Werkleiter. Mein Blick fällt auf meinen und Torstens Chef, die lächeln, während Herr Blo nicht mehr ganz so gut gelaunt ist. "Das war aber so im Vorfeld nicht abgesprochen", protestiert er. "Ja gut, aber können Sie Frau Boe etwas vergleichbares bieten?" fragt der Werkleiter, zumal wir in diesem Thema erhöhten Handlungsbedarf haben." Herr Blo schaut recht ratlos in der Runde herum. "Wohl nicht"¦", sagt mein Chef süffisant. "Also, überlegen sie es sich, Frau Boe und geben sie uns Bescheid", sagt der Werkleiter und schließt den Termin ab. Wir stehen alle auf, Herr Blo geht als erster zügig raus. Als er aus der Rufweite ist, sage ich: "Eine Sache habe ich noch und zwar das Thema Workshopmoderation, das mache ich ja nun auch gerne, fällt das dann weg?" "Ich denke, du wirst viel in der Fertigung sein, Deine Zeichnungen werden ja dann auch vor Ort gebraucht, da hast du bestimmt Synergien", sagt Torstens Chef. "Stimmt auch wieder", sage ich. Dann schaue ich zu meinem Chef. "Aber deine Halle mache ich noch fertig", sage ich. "Na klar", sagt der Werkleiter, "ihre Umsetzung werden wir dann erst nach dem Urlaub machen, wenn Sie wollen natürlich nur." "Haben wir noch Zeit zum Tschüss sagen", flaxe ich.
Wir gehen aus dem Büro. "Das ist jetzt aber ziemlich überraschend gekommen", sage ich halblaut zu meinem Chef, "was denkst Du denn?" "Du wirst mir zwar fehlen, aber an deiner Stelle würde ich das machen", antwortet er. Ich zwinkere ihm zu und gehe die paar Meter zurück zum Werkleiterbüro. "Darf ich noch mal kurz stören?" frage ich. "Ja , na klar", antwortet er. "Hier, ich mache das", antworte ich. Jetzt ist er sprachlos. Mein Chef taucht hinter mir auf. "Da musst du dich dran gewöhnen, sie schiebt nichts auf die lange Bank", sagt er süffisant lächelnd. "Ok, danke für die Info und danke für die schnelle Rückmeldung, Frau Boe", sagt der große Chef, "das wird bestimmt spannend." Wir gehen die Treppe runter. "Habt ihr da eigentlich ausgeheckt?" frage ich die beiden. "Diese Umstrukturierung steht ja schon länger im Raum, das weißt du ja auch", sagt mein Chef. Ich nicke. "Ich weiß ja auch, dass Du nicht in die zentrale Optimierungsabteilung zurück wolltest", sagt mein Chef. "Deswegen habe wir das hier angeleiert, schon neulich, als wir deine Unterstützung angefragt hatten", sagt Torstens Chef, "das du gut zeichnen kannst hast du schon oft gezeigt, na ja, da haben wir mal die Köpfe zusammen gesteckt." Schön", sage ich lächelnd. "Bei dem Blo würdest du nur versauern", sagt mein Chef grinsend. Ich zwinkere ihm lieb zu. "Du bist ja nicht aus der Welt", sagt mein Chef, "und ich gönne Dir das." Dann freuen sie sich noch über meine gesunde Gesichtsfarbe.
Ich fahre zurück zu meinem Arbeitsplatz. Diesmal habe ich keinen "Kavalier" oder sonstigen Verehrer. Ich komme an der Halle an, organisiere mir einen Handwagen und bringen den neuen Rechner hoch. "Ah, da kommt die "Gesuchte"", sagt Ulrich, "was hast du denn da?" "Müsstest Du doch erkennen, eine CAD-Maschine ist das, ich steige jetzt voll ein", feixe ich. "Hier das ist bestimmt das, was der Chef neulich hat anklingen lassen", sagt Torsten. "Ach ihr mit eurem Buschfunk immer"; grinse ich sie an, "was anderes; wieso die "Gesuchte"?" Ulrich lächelt geheimnisvoll. "Dich darf man eigentlich nicht rauslassen", sagt er heimlich tuend. "Hä?" frage ich. "Hast du Facebook?" fragt Torsten. "Ja einen alten Account habe ich noch, der läuft noch auf dem alten Namen", antworte ich. "Bist du da auch in der Gruppe "Nordstadt" drin?" fragt Ulrich. "Na freilich", antworte ich. "Dann mach sie mal auf", sagt Torsten. Ich hole mein Handy und mache das. Die dritte oder vierte Mitteilung, da schau mal", sagt Torsten grinsend. Ich lese laut vor: "Hallo Unbekannte, heute um viertel vor 12 standen wir nebeneinander mit unseren Autos an der Kreuzung Schmalbachstraße. Du hast rote Haare und trägst was schwarzes mit Roten Blumen drauf, Du warst ziemlich locker und keck drauf. Wir fuhren anschließend zusammen in Richtung Innenstadt, bis zum Stadion, wo du dann scharf links abgebogen bist und ich dich leider aus den Augen verloren habe. Bitte melde dich, wenn du das liest, ich muss dich unbedingt wiedersehen." Das ganze Büro schaut mir zu. Ich schaue an mir runter. "Joa, könnte passen, schwarzes Kleid mit roten Rosen drauf", sage ich, "aber sagt mal, das haben wir doch als Teenager gemacht so was, OK, wir hatten keine Handies, aber dann haben wir an NDR Radio geschrieben, da gab es Sonntagabend so eine Sendung, wo du Leute grüßen und suchen konntes." "Ha! Die Sendung kenne ich auch noch", lacht Ulrich. "Hier, aber man muss doch über so einen Mist mal wegkommen, das kannste mit 14 bringen", sage ich. "Schreib doch mal zurück", sagt Torsten grinsend. "Ich habe aber keinen Steffi-Account bei FB", sage ich, "ist mir auch zu blöd." "Schreib doch als Stefan" sagt Andreas, der die ganze Zeit amüsiert hinter mir steht. "Ja klar, als Bruder", sage ich, "Alder, Digga, nimm die Griffel von meiner Schwester, ich schwöre, Alder, Digga"¦" "Steffi, hör auf", lacht Torsten. Das ganze Büro gackert. Ich gehe zu meinen Platz und verdrahte den neuen Rechner und fahre ihn anschließend hoch. "Ui, der kann ja was" staune ich, als ich die ersten Sachen ausprobiere. Meine ganzen Arbeiten mache ich dann hier weiter. Nach zwei Stunden mache ich Feierabend und Fahre mit der Straßenbahn zu Sandra. Unterwegs schreibe ich ihr noch eine Nachricht. Bei ihr angekommen, nehme ich mir ihr Trekkingrad und fahre zu Spedition zum üben.
"Heute bin ich dann Mittags drüben bei Carsten", sage ich, als wir auf dem Weg zur Arbeit sind. "Ja, OK", sagt Sandra. "Und Abends ist dann noch mal finales üben mit der Truppe für Freitag auf dem Hoffest", sage ich weiter, "da würde ich dann mit dem Fahrrad hinfahren, falls es bei die länger dauert." "Ist gut", lächelt Sandra, "vielleicht komme ich später nach." Sie bringt mich, wie immer vor die Halle. "Bis später, meine Süße", sagt Sandra und gibt mir einen Kuss. Mittlerweile tun wir uns auch deswegen keinen Zwang mehr an, wenn draußen ein paar Leute zum Rauchen stehen. Wissen ja eh alle Bescheid. Der Vormittag geht schnell rum. Ich organisiere mir unseren Dienstwagen, nehme noch das Laptop mit und fahre halb Zwölf rüber. Der Dienstwagen ist ein Hybrid Golf. Die Batterie ist vollgeladen und ich fahre dann auch elektrisch. Wenn ich alleine Auto fahre mache ich ja gerne etwas mehr Blödsinn und so ein E-Auto lädt ja förmlich dazu ein. Bis zur Wache fahre ich allerdings noch gesittet. Aber draußen dann, ich tret erstmal voll aufs Gaspedal. "Huppela! Das geht aber ab", sage ich leise zu mir. Ich biege links ab. Die Straße ist jetzt zweispurig und prompt hab ich an der nächsten roten Ampel einen "Kavalier" links neben mir. "Naaa?!" fragt er. ""¦du hübscher Käfer", vervollständige ich, "oder nicht?" "Äh! Öh!" sagt der jetzt. Ich lächele ihn lieb an. "Und wieviel PVS hast Du unter Motorhaube?" frage ich immer noch so lieb schauend. "PVS?" fragt der. Potenzverstärkung!" antworte ich. "Ey, Du pass bloß auf"¦" sagt er, etwas verdattert. "I-hi!" sage ich und gebe Gas, ääh"¦ Strom, weil die Ampel grün wird. Der E-Motor ist nicht grade zimperlich und somit säge ich den Typen ab. Forsch wechsle ich die Fahrspur. Er ebenfalls. Jetzt ist er rechts neben mir. Halten müssen wir, weil eine Straßenbahn kreuzt. "Hey, Du bist ganz schön frech", versucht er das Gespräch am laufen zu halten. "Ja! Ich bin so", antworte ich. "Bist Du noch zu"¦?" mehr höre ich nicht, weil die Ampel grün wird und ich wieder voll aufs Gas-/Strompedal trete. Ein weiteres "I-hi" kann ich mir nicht verkneifen. Er versucht dran zu bleiben, aber ich muss gleich zügig nach links abbiegen. Er schafft das allerdings nicht und rauscht geradeaus weiter. "Und tschüss!", sage ich noch leise zu mir.
Ich fahre jetzt langsam auf das Tor zu. Von weitem erkenn ich schon Axel. Vor mir sind noch ein LKW, ein Kleinlaster und zwei PKW dran. Axel erkennt mich erst als ich vor dem Fenster des Wachgebäudes zu stehen komme. "Die Sonne geht auf!" sagt er, "endlich mal ein Lichtblick heute, hallo Süße." "Na Du", antworte ich, mit einem lieben Blick. "Gut siehst aus", sagt er noch. Da hinter mir grade keiner kommt, halten wir ein wenig Smalltalk. Nach ein paar Minuten muss ich aber weiter. Per Kusshändchen verabschieden wir uns. "Du bist so "˜ne Granate", lacht Axel. Nach ein paar weiteren Minuten parke ich vor Carstens Bürotrakt. Ich steige aus. Neben mir ist eine Parklücke. Da will jemand einparken, sieht mich und kriegt es dann auf Anhieb nicht hin. Ich geh langsam zum Eingang, beobachte aber noch weiter den Kollegen beim Einparken. Der wird eher noch nervöser. Da ich ihn von früher kenne, flaxe ich ihn gleich an, nachdem er es endlich geschafft hat und aussteigt. "Wenn du im Bett genauso drauf bist, dann kriegst du den nie rein", feixe ich. "Ey, sach mal, wer bist du eigentlich?" empört er sich. "Erkennst mich nicht, Harry?" frage ich naiv. Anscheinend erkennt er mich wirklich nicht, er schüttelt den Kopf. "Es fällt dir bestimmt gleich ein, wenn ich gegangen bin", sage ich. Oben im Gebäude ist ein Fenster offen und Carsten schaut heraus. Ich winke hoch. "Hallo Steffi", begrüßt er mich. Oben an der Bürotür erwartet er mich. "Ich habe das eben die ganze Zeit verfolgt", sagt Carsten grinsend, "du bist ja kein Kind von Traurigkeit, was?" "Och verstellen tue ich mich nicht, ich bin eigentlich wie immer", antworte ich. "Ja, nur das es jetzt besser rüberkommt", grinst Carsten.
Wir gehen zu seinem Platz. Ich gebe ihm mein Laptop und er schließt ein paar Kabel an. "Das dauert jetzt locker eine halbe Stunde", sagt Carsten, "wollen wir solange in die Kantine?" "Ja gerne", antworte ich. Ein paar Kollegen und sein Chef kommen auch mit. Wir holen unsere Speisen, dann setzen wir uns an einen langen Tisch. Ich schaue mich ein wenig um. "Ist schön geworden, nach dem Umbau", sage ich, "neulich habe ich ja schon ein bisschen gesehen." Ein paar Kollegen aus meiner alten Abteilung setzen sich neben uns. Torte ist dabei, Egon auch, der setzt sich aber gleich ganz hinten hin. Dann kommt besagter Harry dazu. Torte fragt mich auch gleich grinsend: "Fängst Du jetzt in der IT an?" "Ja klar", antworte ich und mache den Jux mit "ich habe zwar keine Ahnung"¦ ." "Aber sie kommt vorne an den Empfang", flaxt Carsten mit, " dann hat man gleich was zum Gucken." Ich nicke übertrieben naiv dazu. Carstens Kollegen lachen. Carstens Chef am meisten. "Ihr kennt euch schon ziemlich lange, was?" fragt er. "Schon vor der Lehre", antworte ich. Jetzt kommt von Harry eine Frage. "Wer bist du jetzt eigentlich, habe ich vorhin schon gefragt." Alle schauen ihn an. Ich lächele ihn süffisant an. "Kennst du noch Stefan Boe?" frage ich. "Ja!?!" antwortet Harry. "Ich bin die Zwillingsschwester", sage ich, "aber wir leben in einem Körper." Harry verschluckt sich heftig, steht schnell auf und geht raus. "Tse!", sage ich. "Das war zu viel für seine Weltanschauung", feixt Torte. Carsten und seine Kollegen können sich kaum einkriegen. "Oh Mann, bist du immer so?" fragt Carstens Chef. "Hm, na ja, ich gehe schon aufgeschlossen durchs Leben, da passiert das schon öfter", antworte ich und erzähle von der Fahrt hierher. "Ich habe irgendwo einen Magneten am Körper, der solche Leute anzieht", schließe ich ab. "Scheint so", lacht Torte.
Harry kommt wieder rein, isst noch hektisch seinen Teller leer und geht sofort wieder. Ich schaue hinterher und frage: "War das zu heftig?" "Nöö, wenn es die Wahrheit ist", sagt Carstens Chef, "toll das du so locker dabei bleibst." So langsam wird es Zeit ins Büro zurück zu gehen. "Mal gucken, ob dein Läppi schon fertig ist", sagt Carsten. "Außerdem haben wir noch ein schönes Geschenk für dich", sagt Carstens Chef und tut geheimnisvoll. Also gehen wir ins Büro. Aus den Augenwinkeln sehe ich Egon aufstehen und ihn in einigem Abstand hinter uns hergehen. Er schaut genau hin, wo ich hingehe. Carsten bemerkt es auch und sagt leise: " Na, noch ein Verehrer?" Ich kläre dann Carsten auf. "Ah ja, interessant", sagt er dann. Wir gehen an Carstens Schreibtisch. "Sieht gut aus", sagt Carsten dann. Er macht noch einige Überprüfungen, dann fahre ich das Laptop runter. "Seid ihr fertig?" hören wir Carstens Chef über den Flur rufen. "Ja", antworte ich. Dann kommt mal in mein Büro. Ich wundere mich etwas. "Dein Geschenk", grinst Carsten. "Hm, OK", sage ich erstaunt. Wir gehen ins Büro von Carstens Chef. "So Steffi diesen Rechner sollst du mitnehmen und damit arbeiten", sagt er, "das ist eine CAD Maschine, für das was du grade machst ist das besser als ein Laptop, hat dein Chef in Auftrag gegeben. Ich staune immer noch. "OK, was hat er denn vor?" wundere ich mich, "ich sollte das doch erst temporär machen." Während ich mich weiter wundere, klingelt mein Dienst-Handy, Chef ist dran. "Hallo Steffi, wo bist du grade?" fragt er, "kannst du dann in einer halben Stunde in der Werkleitung sein?" fragt er. "Ja schon", antworte ich verdattert. "Bis dann", sagt mein Chef. "Ich habe grade ein wenig Angst", sage ich lächelnd nachdem ich aufgelegt habe, "was ist denn hier los?" "Ich weiß es auch nicht so genau", sagt Carstens Chef, "irgend eine Umstrukturierung, habe ich gehört. Und du ganz vorne mit dabei, wegen deiner Layouts." Natürlich werde ich knallerot. "Haha, das konntest du früher schon, mit dem Rotwerden", lacht Carsten. "Grr!" sage ich nur. Zusammen trinken wir noch einen Kaffee, dann bringe ich die Sachen zum Auto. Carsten hilft mir dabei. "Vielleicht kommst du ja wieder hier rüber", sagt er, dann können wir uns öfter mal sehen." "Mal schauen, was da kommt", sage ich. Wir laden alles ins Auto. "Steffi, ich habe hier noch was von deinem letzten Anruf wegen der Telefonnummer aus Stuttgart", sagt Carsten, "das war schon etwas kniffeliger, ich musste einen guten Freund zu Rate ziehen, einen richtigen Hacker." Oha!" sage ich. Dann gibt mir Carsten einen Briefumschlag. Am besten erst zu Hause aufmachen", sagt Carsten. "Okay, danke", sage ich und stecke den Umschlag in meine Handtasche. Dann steige ich ins Auto. "Du hast aber auch Beine", bewundert sie Carsten. "Toll, oder? Mach"˜s gut dann", sage ich, "vielleicht bis demnächst. "Tschüss, Steffi", sagt Carsten noch.
Ich fahre langsam durchs Werk zur Leitung. Vorm Büro der Werkleitung suche ich mir einen Parkplatz und steige aus. Vor dem Eingang treffe ich meinen Chef, den Chef von Torsten und Ulrich, sowie Herrn Blo, Chef von der zentralen Optimierungsabteilung. "Oh oh, wenn ich euch so sehe, kommt da gleich was größeres", sage ich angespannt. Mein Chef sieht auch etwas unglücklich aus. "Ich habe schon so ein bisschen "Buschfunk" gehört", sagt mein Chef, "aber warten wir mal ab, was da gleich vom großen Chef kommt." "Nur komisch, dass er mich auch gleich mit einlädt", wundere ich mich. "Mit Dir haben sie was großes vor", sagt mein Chef und schaut zu Torsten und Ulrichs Chef. "Das wird sich noch zeigen" sagte der von der Optimierungsabteilung. "Was geht denn hier ab?" frage ich leise. Zusammen gehen wir rein. "Ihr könnt schon mal reingehen", sagt die Sekretärin, als wir im Büro ankommen und bietet uns Kaffee an. Den nehme ich gerne, kurz danach kommt auch schon der ganz große Chef. "Hallo zusammen, oh, Frau Boe, schön, dass sie auch Zeit gefunden haben", sagt er. Die andere schauen mich erstaunt an. "Ihr kennt euch?" fragt der von der Optimierungsabteilung. Ich nicke geheimnisvoll. "Als sie neulich bei Silke war, für den Mitarbeiterbericht, durfte ich diese nette Dame kennenlernen", sagt er. Ich glühe natürlich auf. "Jetzt sag"˜ nicht, du hast den Bericht nicht gelesen", flaxt mein Chef. "Um Mitarbeiterinnen buhlen und nicht wissen wer das ist, kennt man ja", haut Torstens Chef in die Kerbe mit rein. Der Werkleiter lächelt mich an. "Steht Ihnen gut die Röte, das wirkt so natürlich", sagt er dann. "Puh!" sagte ich nur.
"Zum Thema", sagt der Werkleiter, "wir wollen die Prozess- und Produktoptimierer aus der Fertigung zentral bei Herrn Blo"¦ ansiedeln, der seinerseits mir unterstellt wird." Herr Blo grinst. Mein Chef platzt gleich, ich selber finde die Vorstellung auch doof. Der Werkleiter führt weiter aus: "Freuen Sie sich nicht zu früh, Herr Blo, Frau Boe wird direkt bei mir angebunden." Herr Blo findet das jetzt nicht mehr so lustig und fragt gereizt: Warum denn das?" "Das zeige ich Ihnen", antwortet der Werkleiter und schaltet einen riesigen Flachbildschirm an. Darauf erscheint eine meiner CAD-Zeichnungen der letzten Tage. "Boah", kann ich mein Staunen nicht unterdrücken, "der hat ja ein Auflösung." Was zur Erheiterung bei allen, außer Herrn, Blo.. führt. "Die Idee ist, Frau Boe, macht das für das ganze Werk als Projekt, bekommt als Team ein, zwei, Mitarbeiter und zwei studentische Hilfskräfte", sagt der Werkleiter, " Bedarf haben wir dazu." Ich bin zugegebenermaßen etwas überwältigt und werde mal nicht rot. "Könnten Sie sich das vorstellen, Frau Boe, so ganz unverbindlich erstmal?" Ich schaue länger auf den Monitor, dann sage ich: "Vom ersten Eindruck her, ja, aber das muss ich erstmal sacken lassen." "Na klar, setzen sie sich nicht unter Druck", sagt der Werkleiter. Mein Blick fällt auf meinen und Torstens Chef, die lächeln, während Herr Blo nicht mehr ganz so gut gelaunt ist. "Das war aber so im Vorfeld nicht abgesprochen", protestiert er. "Ja gut, aber können Sie Frau Boe etwas vergleichbares bieten?" fragt der Werkleiter, zumal wir in diesem Thema erhöhten Handlungsbedarf haben." Herr Blo schaut recht ratlos in der Runde herum. "Wohl nicht"¦", sagt mein Chef süffisant. "Also, überlegen sie es sich, Frau Boe und geben sie uns Bescheid", sagt der Werkleiter und schließt den Termin ab. Wir stehen alle auf, Herr Blo geht als erster zügig raus. Als er aus der Rufweite ist, sage ich: "Eine Sache habe ich noch und zwar das Thema Workshopmoderation, das mache ich ja nun auch gerne, fällt das dann weg?" "Ich denke, du wirst viel in der Fertigung sein, Deine Zeichnungen werden ja dann auch vor Ort gebraucht, da hast du bestimmt Synergien", sagt Torstens Chef. "Stimmt auch wieder", sage ich. Dann schaue ich zu meinem Chef. "Aber deine Halle mache ich noch fertig", sage ich. "Na klar", sagt der Werkleiter, "ihre Umsetzung werden wir dann erst nach dem Urlaub machen, wenn Sie wollen natürlich nur." "Haben wir noch Zeit zum Tschüss sagen", flaxe ich.
Wir gehen aus dem Büro. "Das ist jetzt aber ziemlich überraschend gekommen", sage ich halblaut zu meinem Chef, "was denkst Du denn?" "Du wirst mir zwar fehlen, aber an deiner Stelle würde ich das machen", antwortet er. Ich zwinkere ihm zu und gehe die paar Meter zurück zum Werkleiterbüro. "Darf ich noch mal kurz stören?" frage ich. "Ja , na klar", antwortet er. "Hier, ich mache das", antworte ich. Jetzt ist er sprachlos. Mein Chef taucht hinter mir auf. "Da musst du dich dran gewöhnen, sie schiebt nichts auf die lange Bank", sagt er süffisant lächelnd. "Ok, danke für die Info und danke für die schnelle Rückmeldung, Frau Boe", sagt der große Chef, "das wird bestimmt spannend." Wir gehen die Treppe runter. "Habt ihr da eigentlich ausgeheckt?" frage ich die beiden. "Diese Umstrukturierung steht ja schon länger im Raum, das weißt du ja auch", sagt mein Chef. Ich nicke. "Ich weiß ja auch, dass Du nicht in die zentrale Optimierungsabteilung zurück wolltest", sagt mein Chef. "Deswegen habe wir das hier angeleiert, schon neulich, als wir deine Unterstützung angefragt hatten", sagt Torstens Chef, "das du gut zeichnen kannst hast du schon oft gezeigt, na ja, da haben wir mal die Köpfe zusammen gesteckt." Schön", sage ich lächelnd. "Bei dem Blo würdest du nur versauern", sagt mein Chef grinsend. Ich zwinkere ihm lieb zu. "Du bist ja nicht aus der Welt", sagt mein Chef, "und ich gönne Dir das." Dann freuen sie sich noch über meine gesunde Gesichtsfarbe.
Ich fahre zurück zu meinem Arbeitsplatz. Diesmal habe ich keinen "Kavalier" oder sonstigen Verehrer. Ich komme an der Halle an, organisiere mir einen Handwagen und bringen den neuen Rechner hoch. "Ah, da kommt die "Gesuchte"", sagt Ulrich, "was hast du denn da?" "Müsstest Du doch erkennen, eine CAD-Maschine ist das, ich steige jetzt voll ein", feixe ich. "Hier das ist bestimmt das, was der Chef neulich hat anklingen lassen", sagt Torsten. "Ach ihr mit eurem Buschfunk immer"; grinse ich sie an, "was anderes; wieso die "Gesuchte"?" Ulrich lächelt geheimnisvoll. "Dich darf man eigentlich nicht rauslassen", sagt er heimlich tuend. "Hä?" frage ich. "Hast du Facebook?" fragt Torsten. "Ja einen alten Account habe ich noch, der läuft noch auf dem alten Namen", antworte ich. "Bist du da auch in der Gruppe "Nordstadt" drin?" fragt Ulrich. "Na freilich", antworte ich. "Dann mach sie mal auf", sagt Torsten. Ich hole mein Handy und mache das. Die dritte oder vierte Mitteilung, da schau mal", sagt Torsten grinsend. Ich lese laut vor: "Hallo Unbekannte, heute um viertel vor 12 standen wir nebeneinander mit unseren Autos an der Kreuzung Schmalbachstraße. Du hast rote Haare und trägst was schwarzes mit Roten Blumen drauf, Du warst ziemlich locker und keck drauf. Wir fuhren anschließend zusammen in Richtung Innenstadt, bis zum Stadion, wo du dann scharf links abgebogen bist und ich dich leider aus den Augen verloren habe. Bitte melde dich, wenn du das liest, ich muss dich unbedingt wiedersehen." Das ganze Büro schaut mir zu. Ich schaue an mir runter. "Joa, könnte passen, schwarzes Kleid mit roten Rosen drauf", sage ich, "aber sagt mal, das haben wir doch als Teenager gemacht so was, OK, wir hatten keine Handies, aber dann haben wir an NDR Radio geschrieben, da gab es Sonntagabend so eine Sendung, wo du Leute grüßen und suchen konntes." "Ha! Die Sendung kenne ich auch noch", lacht Ulrich. "Hier, aber man muss doch über so einen Mist mal wegkommen, das kannste mit 14 bringen", sage ich. "Schreib doch mal zurück", sagt Torsten grinsend. "Ich habe aber keinen Steffi-Account bei FB", sage ich, "ist mir auch zu blöd." "Schreib doch als Stefan" sagt Andreas, der die ganze Zeit amüsiert hinter mir steht. "Ja klar, als Bruder", sage ich, "Alder, Digga, nimm die Griffel von meiner Schwester, ich schwöre, Alder, Digga"¦" "Steffi, hör auf", lacht Torsten. Das ganze Büro gackert. Ich gehe zu meinen Platz und verdrahte den neuen Rechner und fahre ihn anschließend hoch. "Ui, der kann ja was" staune ich, als ich die ersten Sachen ausprobiere. Meine ganzen Arbeiten mache ich dann hier weiter. Nach zwei Stunden mache ich Feierabend und Fahre mit der Straßenbahn zu Sandra. Unterwegs schreibe ich ihr noch eine Nachricht. Bei ihr angekommen, nehme ich mir ihr Trekkingrad und fahre zu Spedition zum üben.
Wäre ich schlank, würde euch das nur unnötig geil machen...
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Stephanie
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Re: Blutengel
Üben
Ich fahre wieder mal von hinten über die Feldwege an das Gelände ran. So langsam scheinen unsere "Anti-Angler-Kampagnen" zu ziehen. Es ist keiner zu sehen und die Zäune sind, soweit ich sehen kann, intakt. Die ganze Zeit höre ich beim Näherkommen Dudelsack-Musik. Ich fahre hinter der Werkstatt lang und biege dann auf den Hof ein. Auf dem Platz "exerziert" eine Gruppe mit Dudelsäcken und Trommeln. Samantha ist mittendrin. Das klingt wahnsinnig gut, was die da machen. Ich gehe zur Werkstatt, natürlich sind hier einige draußen und schauen zu. Cordula steht mit Jessi, Antje und Kristin zusammen. Da geselle ich mich dazu. Kristin ist total überwältigt. " Na ihr", grüße ich in die Runde. "Hi Steffi", grüßen alle. "Na Kristin? Ganz dein Ding, was?" frage ich sie. "Total toll, was Samantha und Cordula da in der kurzen Zeit auf die Beine gestellt haben", antwortet Kristin begeistert. Die Gruppe ist fertig und bekommt einen riesen Beifall von uns und ein paar Spaziergängern, die draußen auf dem Weg stehen. Samantha kommt zu uns herüber. "Steffi, wo ist eigentlich dein Dudelsack?" fragt sie, "oben ist er nicht." "Den habe ich mit in unseren Übungsraum genommen", antworte ich, "vielleicht braucht man ihn mal." Ich denke dabei an ACDCs It"™s a long way to the top.. , sage ich aber nicht, noch nicht. "Ach so", sagt Samantha noch grinsend. "Du hättest ihn mir außerdem gleich umgehängt", sage ich feixend. Nach und nach trudeln auch die anderen Backpiper ein. Man hört auch ein paar englische Unterhaltungen. Bei ein paar Männern hat meine Anwesenheit außer dem wohl für Aufmerksamkeit gesorgt. Aus den Augenwinkeln sehe ich Friedel und Britta beim Übungsraum stehen. "Deswegen bin ich ja eigentlich hier", sage ich und gehe rüber. Prompt wird Samantha über meine Person ausgefragt.
"Na Steffi? Wie isses?" fragt mich Britta, "die Truppe ist ja wohl gut, oder?" "Absolut!" antworte ich. "Ich muss mal kurz was schauen", sage ich und gehe rein. Neugierig kommen Britta und Friedel hinterher. Bei meinen Equipment werde ich gleich fündig. "Haha, hier ist er", sage ich und ziehe meinen Dudelsack hervor und hole ihn aus der Tasche. "Steffi, sag"˜ nicht du kannst das?" fragt Friedel ungläubig. "Nicht doch, der ist nur Zierde", feixe ich. Ich lege ihn mir um und blase schon mal ein wenig Luft rein. Britta lächelt mich an, während Friedel noch staunend guckt. Ich gehe zur Tür. "Attention!" rufe ich lautstark über den Platz, "please set three drums." Samantha sagt irgendwas zu mehreren Personen, die sich dann auch ihre Trommeln an oder umhängen. "Oha!" sagt Friedel. Dann fangen die Trommler drüben an. "Könnte der Regimental March sein", denke ich mir, blase den Sack weiter und fange an zu spielen. Gleichzeitig gehe ich rüber. Die ganze Truppe drüben nimmt ihre Instrumente auf, formiert sich und kommt mir spielend entgegen. Samantha hat neben sich ein Platz frei gelassen. Als ich mit der Gruppe zusammentreffe, fädele ich mich neben ihr ein. Ich meine ein dickes Lächeln bei ihr zu sehen. Wir gehen Richtung großer Halle, wo Britta und Friedel stehen. Britta klatscht begeistert mit, Friedel ist immer noch am Staunen. Vor der ganzen Gruppe geht einer mit einem großen Stab und dirigiert irgendwie. Das ist der Drum Major, wie Samantha mir dann hinter sagt. Vor der Halle ist das Stück zu Ende, die Trommeln spielen noch weiter und wir marschieren auch noch. Dann machen wir eine Wende und zwar so, dass wir zwischen den anderen durchgehen. "Einfach hinter dem Vordermann hinterher gehen", sagt Samantha leise. Jetzt ruft einer von vorne rechts: "Regimentel Company March." "Kannste?" fragt Samantha noch. Ich nicke, dann müssen wir aber auch schon wieder spielen.
Wir marschieren zur Werkstatt. Mittlerweile sind auch viele Musiker von den Sets angekommen. Auch unsere Band ist komplett da. Micha, Alex und Frank schauen staunend zu, Tom kann es irgendwie gar nicht fassen, Carlos klatscht begeistert mit. Der March ist ein wenig länger, als der davor, also führt uns der Drum Major vor den Garagen lang. Eine letzte Kehre, dann stehen wir vor der Werkstatt. Von vorne rechts kommt wieder ein Befehl und wir beenden das Stück. "Das ist der Pipe Major", sagt Samantha zu mir, "quasi der musikalische Leiter." Danach kommt so etwas, wie "Rührt euch" auf Englisch und wir dürfen uns aus der Gruppe bewegen. Der Pipe Major kommt zu mir. "That was good, for the first Time", sagt er lächelnd und schüttelt meine Hand ausgiebig, "I"™m Chris, you are Stefanie, I suppose?" "Yes, that"™s it", antworte ich. Es folgt noch eine kleine Konversation, zu der sich noch mehrere Musiker einfinden. Samantha hat wohl vorher schon etwas Werbung gemacht. Jedenfalls lächelt sie mich verschmitzt an. Ich werde auch gleich eingeladen, aber ich sage auch, dass ich eigentlich zum Üben mit meinem Set hier bin. Ich verabschiede mich und will dann auch rüber. Carlos fängt mich noch kurz ab und drückt mich ganz lieb. "Super, Steffi", sagt er noch. Dann gehe ich rüber. Samantha sagt derweil zu den anderen: "Gleich hören wir bestimmt, was sie sonst noch so kann." Drüben stehen mittlerweile auch John, Gesine und Rick bei Britta und Friedel. Rick ist auch noch total erstaunt. "Na, da weiß ich ja, was wir heut noch spielen", feixt John. Gesine und Friedel nicken, Rick ist immer noch erstaunt. "Was denn?" fragt er. Die anderen grinsen. Da ich den Dudelsack noch trage, spiele ich den Dudelsackpart aus ACDCs "It"˜s a long way to the top". Das haben sie vor der Werkstatt auch gehört und prompt kommen ein paar Spieler rüber. Der eine grinst mich an. "Let"™s do it", sagt er. "Steffi, singst Du?", fragt Friedel. Ich nicke lächelnd. Mein Dudelsack habe ich weiterhin dabei.
"Fehlt nur noch die Rhythmus-Gitarre", stelle ich fest. "Kein Problem, kriege ich hin", sagt Gesine. "Oo-keeh!" sage ich staunend, bisher kannte ich sie ja nur Keyboard spielen. Sie grinst mich frech an und spielt die ersten Akkorde an. Nach und nach steigen die anderen mit ein. Unser Tor von der Garage haben wir diesmal offen gelassen. Ich fange dann auch an zu singen. Die vier Bagpiper von drüben staunen nur kurz, machen sich dann aber schon mal bereit. Ihren Einsatz bekommen sie problemlos hin. Ich steige ebenfalls mit ein. Mit fünf Bagpipes müssen wir uns schon ziemlich anstrengen, um gegen die anderen anzuspielen. Das Stück gelingt uns ganz gut, wir haben unseren Spaß dabei. "Absolute Spitze", sagt Friedel hinterher. "Ui!" sagt Britta, "wenn er so was sagt, "¦ poah, das kommt selten vor." Ich zwinkere Britta zu. Danach üben wir noch einigen andere Stücke. "Du hast so einen leicht kehligen Akzent in der Stimme", sagt John. "Ja, das sagt man mir öfter", antworte ich lächelnd, "denkst du an ein bestimmtes Lied?" "Kannst Du "Linger", von den Cranberries?" fragt John. Ich lächele ihn nur an und nehme meine Gitarre. Dann spiele ich das Intro und fange danach an zu singen: "If you, if you could return, Don"²t let it burn, don't let it fade, I"²m sure, I'm not being rude, But it's just your attitude"¦ ." Es dauert keine Minute, dann kommen schon die ersten Leute aus den benachbarten Räumen staunend rüber. Einer der Bagpiper schaut mich fasziniert an. Er fragt mich auch recht direkt: "Are you married?" Ich schüttele lächelnd den Kopf, stimmt zwar nicht ganz, ich lebe aber in Scheidung. Er fragt weiter. "A boyfriend?" Auch hier Kopfschütteln von mir. Ein Lächeln huscht über sein Gesicht, er ist aber irritiert, weil einige der anderen grinsen. "Hey then you are alone?" Nochmal schüttele ich leicht den Kopf. "Eh? What", sagt er völlig irritiert. "I have a Girlfriend", antworte ich dann. "A"¦ "¦ what?" fragt er doch ziemlich enttäuscht. "A girlfriend", wiederhole ich, " I"™m lesbian." "On no!" sagt er dann immer noch enttäuscht. "Do you think I"˜m pretty?" frage ich ihn, "I"™m pretty tall, I have too broad shoulder, a too small ass and at least ,my nose is too big." "No, I think, you"™re okay, such a Pretty woman", antwortet er mir. Ich erröte natürlich prompt, zur Erheiterung aller.
Dann geht Friedel mit seiner direkten Art langsam dazwischen und fordert so langsam ein, das wir noch ein wenig üben müssen. Ich steh hinter ihm und sage leise "Danke", dass nur er es hört. So langsam löst sich der Pulk vor unserem Tor auf. Britta ist auch noch da. "Du bist ganz schön selbstkritisch", sagt sie, "du siehst doch wirklich gut, hübsch aus." Die anderen nicken mir zu, selbst Friedel. "Puh", sage ich nur, "noch einmal tief durchatmen." "Wollen wir "Linger" mal ganz durchspielen?" fragt Rick. "Gerne", antworte ich, "und hinterher "Thank you" von Alanis Morrisette?" "Au ja", sagt Rick. Also machen wir das so. Während wir spielen schau ich beiläufig zu den Leuten rüber, die jetzt wieder vor der Werkstatt sitzen. Samantha redet mit dem Bagpiper, der mich eben ansprach. Der sieht immer noch recht enttäuscht aus. "Den hat es wohl ganz schön erwischt", sagt Friedel. "Kann ich nachvollziehen", sagt Rick grinsend. "Passt doch mit den Sprüchen auf", flaxt John ermahnend, "die Steffi platzt doch noch." "Danke", grinse ich ihn an. Gesine fängt schon mal an das Intro von "thank you zu spielen. Ich nehme meine Gitarre auf, bei "Linger" brauchte ich die nicht, und fange an zu singen. Da Gesines Keyboard und mein Gesang noch nicht so laut sind, hören wir von den Leuten drüben ein anerkennendes Raunen. Friedel grinst. Da ich das Stück öfter mal alleine singe, sitzt es auf Anhieb. Das Stück läuft super. "Ihr seid aber auch alle Vollblut-Musiker, was?" sage ich hinterher. "Wenn man da so einen Diamanten vorne stehen hat, gibt man sich schon Mühe", sagt John. "Aua, gleich platzt mir wieder der Stuck vom Gesicht", sage ich. "Nee echt Steffi, ich habe es ja am Anfang nicht kapiert", sagt Friedel, "und fast versaut, was wir mit Dir haben, ist schon groß." Bevor ich was sagen kann, sagt Britta, die Friedel mit großen Augen anschaut: "Hey, Du kannst ja Kompliment"¦ !" Wir grinsen alle, Friedel hingegen ist etwas überrascht.
Aus den Augenwinkeln sehe ich drüben Sandra, sie muss wohl grade angekommen sein. Und Tom sehe ich schnellen Schrittes über den Hof gehen. Er steuert direkt auf uns zu. Ich denke grade noch, was das jetzt soll, da steht er schon vor mir, nimmt ich in den Arm und küsst mich liebevoll. Auf dem ganzen Hof geht Gejohle los. Ich bin jetzt ziemlich verdattert, aber frage Tom: "Die Hormone..?" Der nickt nur und geht wieder rüber. Ich schaue noch verwundert hinterher, die Leute um mich herum sind erheitert. Langsam fasse ich mich. "Also, entweder wir machen das Tor runter oder brechen hier ab", sage ich grinsend, "nicht dass das noch schlimmer wird." "Inwiefern?" fragt Gesine lächelnd. "Na ja, nachher ende ich noch als Liebesunterlage unten am See, in "˜nem Schlauchboot oder so", antworte ich. Friedel lacht laut los. Gesine, John und Britta ebenso. Rick schaut etwas erheitert, aber ihm scheint was peinlich zu sein. John sieht das und fragt ihn direkt: "Kopfkino? Mit ejakulativer Reaktion?" Rick schaut etwas bedröppelt. Ich renne aus dem Tor hinter die Halle und fange da an zu lachen. Gesine und Britta folgen mir. "Oh Man", sagt Gesine. Wieder brechen wir in Lachen aus. Jetzt kommt Friedel hinterher, auch maximal erheitert. "Gut das ihr nicht vor ihm losgelacht habt, ihm ist das total peinlich", sagt Friedel. "Und John, wo ist der?" frage ich. "Der ist bei Rick und baut ihn wieder auf", antwortet Friedel. "Ich dachte, das geht gar nicht, dass einem bei Verbalerotik einer flitzen geht", staune ich, "jedenfalls klappte das bei mir nie." "Du bist ja eh ein wenig anders gestrickt", gackert Gesine, "soll jetzt aber nicht böse gemeint sein." "Is"˜ schon OK", sage ich lächelnd, "dann fehlt mir da auf der Seite auch was." Sandra kommt zu uns. "Was ist denn bei euch los?" fragt sie erheitert. "Oha! Jetzt noch blondes Gift, geh lieber nicht rein", sage ich grinsend. "Wie?" fragt Sandra verwundert. "Naja, öhm"¦", fange ich an. "Ist grade etwas schlüpfrig hier", gackert Gesine. Sandra schaut mich gespielt oberlehrerinnenhaft. "Du wieder? Kann man Dich nicht alleine rauslassen?" fragt sie mich. "Ich kann doch auch nichts dafür, dass mein Zwillingsbruder anders tickt, als die meisten Kerle hier", sage ich, mit Schmollmund, "dem ist nie was von alleine losgegangen." Und wieder lachen sie los.
Wir haben uns so langsam beruhigt und gehen wieder rein. Rick ist nicht zusehen. "Er ist auf Toilette, Schadensbegrenzung, sagt John. Ich sage lieber gar nichts, schnappe mir meine akustische Gitarre und fange an einen Blues zu improvisieren. Friedel schaut mir eine Weile zu. "Du kannst ja doch etwas rotzig spielen, nicht nur etepete klassisch", sagt er grinsend. Ich zwinkere ihm zu. Er schnappt sich seine Gitarre und spielt auf meiner Grundlage ein paar richtig geile Soli. John steigt mit den Drums ein. Irgendwann kommt Rick auch wieder. Sprüche verkneifen wir uns jetzt. Er nimmt sein Bass und jamt mit. Gesine schaut zu und swingt mit Britta und Sandra zur Musik. Nach einiger Zeit kommen wir dann zum Ende. "Das ihr so improvisieren könnt, find ich gut", sagt Friedel, "da können wir übermorgen ein bisschen gelassener sein." "Wieso?" frage ich. "Na ja, einen Ablauf kann man zwar planen, aber die Braunschweiger Musiker weichen da gerne mal ab", antwortet Friedel grinsend. "Er eingeschlossen", feixt Britta auf Friedel zeigend. Ein paar Musiker aus den Räumen nebenan haben sich auch wieder bei uns eingefunden. "Da brauchst Du bei Steffi keine Angst haben", sagt Alex, der auch da ist, "der kannste auch eine Handpuppe auf die Bühne werfen, die bindet sie sofort mit ein, frag mal Cordula, die hat das beim letzten Auftritt gefilmt." "Miss Piggy?" frage ich noch mal vorsichtshalber. "Genau", sagt Alex. Carlos ist jetzt auch bei uns. "Ich habe das auch", sagt er. Alle drängen sich um ihn und sein Smartphone und staunen, lachen. "Das ist ja geil", lacht John. "Was ist denn hier für ein Massengekuschel?" fragt Micha, der grade mit seinem Set rübergekommen ist in den Raum. "Miss Piggy und Steffi", lacht Dave, aus Alex"˜ Set, "das ist ja geil. Was bist Du denn für eine Rampensau?" "Ich hoffe, das zeigt sie übermorgen", sagt Stange grinsend. "Wenn ich darf?" frage ich lax in den Raum. ""Wir bitten darum", sagt Körnel.
"Wo wir grade alle hier sind", sagt Frank, "Carlos und ich hatten überlegt, was wir zum Abschluss übermorgen machen. "Habt ihr schon eine konkrete Idee?" fragt Friedel. "Ihr kennt doch von Mike Oldfield "Tubular Bells" oder?" fragt Frank. "Ja", sagt Dennis, Gitarrist bei Alex"˜ Set. "Auch der Part, wo die Instrument angesagt werden?" fragt Carlos. "Das ist ja eine Idee", sagt Stange. Auf einmal sind alle begeistert. "Wer soll ansagen?" fragt Dave. Als erster schaut mich Friedel an, nach und nach alle anderen. "Seid ihr euch eigentlich immer so einig?" frage ich feixend. "Wer, wenn nicht Du", sagt Britta. "Hm ,OK, sind die Bags and Drums noch da?" frage ich. "Ja, die meisten", antwortet Samantha. "Hol sie mal rüber, das üben wir jetzt", sage ich, "oder?" "Ja klar", kommt aus der Runde. Die Leute kommen rüber. "Ist das eine rein britische Truppe?" frage ich Cordula. "Nee, ganz unterschiedlich, sie sind von mehreren Gruppen gemischt" antwortet Cordula, "sind sogar aus Spanien und Italien welche dabei." "Cool", bemerke ich. Cordula er klärt dann der Gruppe, was wir machen wollen. Die sind sofort Feuer und Flamme. Ich schaue wieviel und welche Instrumente so da sind. Die Jungs und Mädes helfen mir dabei. "Ich brauche für den Hintergrund zwei Akustische, einen elektrische, einen Bass und ein Keyboard, was sich mindestens anhört wie eine Hammond-Orgel", sage ich. Frank stellt sich an die Orgel, Stange und Dennis an den Gitarren und Rick natürlich am Bass. Ich lächele ihn an. "Am besten Du bleibst dicht bei mir, damit du nicht wieder unter die Räder kommst", sage ich grinsend. "Na ja eigentlich komme ich wegen Dir unter die Räder", antwortet er locker. "Dann sehe es als Abhärtung", feixe ich weiter. "Überflüssig zu fragen, aber ihr wisst, was ihr zu tun habt?" frage ich die vier. Die nicken. "Wir haben mal fix die Instrumente zusammengetragen", sagt Britta, die das mit Samantha, Cordula und Rieke gemacht hat. Sie geben mir eine Liste. "Ui, das sind ein paar mehr als im Original", sage ich, "da sind es nur 9 mit den Bells." Die Blasinstrumente sind am Ende und ganz zum Schluss, statt den Tubular bells haben wir die pipes and drums. "Bin ich gespannt", sagt Friedel erwartungsvoll, "so was hatten wir noch nie."
"Ok, Jeder weiß was er/sie zu tun hat", frage ich zweisprachig. Nicken, Zustimmung. Ich lese nochmal die Abfolge der Instrumente vor. "Allright?" frage ich . Ein letztes Zustimmen, dann geht"˜s los. Dennis spielt das Intro. Dann steigen die andere mit ein. Eine Weile spielen sie das, dann gehe ich langsam ans Mikro. Wie im Original fange ich mit dem Piano an. "Grande Piano", sage ich mit dunkler Stimme. Taste, aus Franks Team spielt das Thema. Wegen meiner dunklen Stimme schauen mich einige erstaunt an. Das zweite Instrument ist im Original eine Reed Pipe Orgel. Weil wir die hier nicht haben, sage ich Gesines "Hammond Organ" an, natürlich mit der gleichen dunklen Stimme. Gesine steigt mit dem Thema ein. Das vorherige Instrument spielt auch weiter. Da Glockenspiel aus dem Original haben wir auch nicht, dafür sage ich ein Xylophon an, welches Rieke spielt. "Bass Guitar" macht Carlos. Er zwinkert mir zu. Danach kommen erstmal alle Gitarren. Auch hier weichen wir etwas ab. "Acoustic, distorted, overdrived, delayed Guitarst" sind dabei. Als nächstes sage ich die Blasinstrumente an. Saxophone sind zwei dabei, eins spielt Terry, den wir bei einer Paddeltour getroffen haben. Trompeten sind zwei da, eine spielt unser Alex. Jetzt kommen noch die Posaunen dazu. Das ist schon eine Fülle an Sound. Jetzt würden bei Mike Oldfield die Tubular Bells kommen. Ich schaue zu Chris, dem Pipe Major und nicke ihm zu. Er nickt zurück und weist die Leute an, das macht er nur mit Gesten. Die Piper füllen ihren Bagpipes. "At least, Pipes and Drums", sage ich ins Micro. Die legen auch gleich los. Ich bin gefühlt nicht die Einzige, der eben eine Gänsehaut über den Rücken läuft. "Boah! Ist das geil was wir hier grade machen", denke ich mir. Langsam lassen wir es ausklingen. Keiner sagt was, alle sehen ziemlich ergriffen aus. "That was good", sage ich schließlich, "what do you think?" Langsam lösen sie sich. "Das machen wir so", sagt Friedel dann, "vielleicht noch ein paar Instrumente anpassen beim Auftritt, aber sonst ist es gut." Breite Zustimmung in der Runde.
An der Werkstatt haben sich ein paar Leute eingefunden, die wohl grade Spazieren gegangen sind, auch von da kommt Applause. Chris kommt auf mich zu. "What"˜s you"™re original voice?" fragt er mich lächelnd. "Oh that"™s a secret", antworte ich jetzt mit Steffi angepasster Stimme. Chris dreht sich zu den Leuten. "Does anybody know, what her original voice is?" fragt er in die Runde. Tom schaut mich fragend an. Ich nicke ihm zu. "Baritone, a beautiful Baritone is her voice", antwortet Tom. Chris schaut mich erstaunt an. "I never met a person like you, with such a big spectrum of a voice", sagt er lächlend und kloppft mir auf die Schulter. Langsam packen alle ihre Instrumente weg. "Ja, dann bis übermorgen", verabschiedet Friedel die Runde. Ich stehe mit meinen Jungs zusammen. "Wir üben Morgen noch mal", sagt Micha. "Genau", sage ich. Wir gehen nochmal zur Werkstatt. "Das war ja geil eben", freut sich Kristin, die andere nicken zustimmend. Sandra und ich bleiben noch auf ein Getränk, dann stellen wir mein Fahrrad auf ihren Fahrradträger am Auto. Schnell noch verabschiedet, dann fahren wir zu ihr. "Das kann man eigentlich gar nicht mehr toppen", sagt Sandra. Ich schaue lächelnd sie an. "Meinste nicht?" frage ich, " Du"¦ "¦ im Bett?" "Ich gebe mein Bestes", lacht Sandra.
Ich fahre wieder mal von hinten über die Feldwege an das Gelände ran. So langsam scheinen unsere "Anti-Angler-Kampagnen" zu ziehen. Es ist keiner zu sehen und die Zäune sind, soweit ich sehen kann, intakt. Die ganze Zeit höre ich beim Näherkommen Dudelsack-Musik. Ich fahre hinter der Werkstatt lang und biege dann auf den Hof ein. Auf dem Platz "exerziert" eine Gruppe mit Dudelsäcken und Trommeln. Samantha ist mittendrin. Das klingt wahnsinnig gut, was die da machen. Ich gehe zur Werkstatt, natürlich sind hier einige draußen und schauen zu. Cordula steht mit Jessi, Antje und Kristin zusammen. Da geselle ich mich dazu. Kristin ist total überwältigt. " Na ihr", grüße ich in die Runde. "Hi Steffi", grüßen alle. "Na Kristin? Ganz dein Ding, was?" frage ich sie. "Total toll, was Samantha und Cordula da in der kurzen Zeit auf die Beine gestellt haben", antwortet Kristin begeistert. Die Gruppe ist fertig und bekommt einen riesen Beifall von uns und ein paar Spaziergängern, die draußen auf dem Weg stehen. Samantha kommt zu uns herüber. "Steffi, wo ist eigentlich dein Dudelsack?" fragt sie, "oben ist er nicht." "Den habe ich mit in unseren Übungsraum genommen", antworte ich, "vielleicht braucht man ihn mal." Ich denke dabei an ACDCs It"™s a long way to the top.. , sage ich aber nicht, noch nicht. "Ach so", sagt Samantha noch grinsend. "Du hättest ihn mir außerdem gleich umgehängt", sage ich feixend. Nach und nach trudeln auch die anderen Backpiper ein. Man hört auch ein paar englische Unterhaltungen. Bei ein paar Männern hat meine Anwesenheit außer dem wohl für Aufmerksamkeit gesorgt. Aus den Augenwinkeln sehe ich Friedel und Britta beim Übungsraum stehen. "Deswegen bin ich ja eigentlich hier", sage ich und gehe rüber. Prompt wird Samantha über meine Person ausgefragt.
"Na Steffi? Wie isses?" fragt mich Britta, "die Truppe ist ja wohl gut, oder?" "Absolut!" antworte ich. "Ich muss mal kurz was schauen", sage ich und gehe rein. Neugierig kommen Britta und Friedel hinterher. Bei meinen Equipment werde ich gleich fündig. "Haha, hier ist er", sage ich und ziehe meinen Dudelsack hervor und hole ihn aus der Tasche. "Steffi, sag"˜ nicht du kannst das?" fragt Friedel ungläubig. "Nicht doch, der ist nur Zierde", feixe ich. Ich lege ihn mir um und blase schon mal ein wenig Luft rein. Britta lächelt mich an, während Friedel noch staunend guckt. Ich gehe zur Tür. "Attention!" rufe ich lautstark über den Platz, "please set three drums." Samantha sagt irgendwas zu mehreren Personen, die sich dann auch ihre Trommeln an oder umhängen. "Oha!" sagt Friedel. Dann fangen die Trommler drüben an. "Könnte der Regimental March sein", denke ich mir, blase den Sack weiter und fange an zu spielen. Gleichzeitig gehe ich rüber. Die ganze Truppe drüben nimmt ihre Instrumente auf, formiert sich und kommt mir spielend entgegen. Samantha hat neben sich ein Platz frei gelassen. Als ich mit der Gruppe zusammentreffe, fädele ich mich neben ihr ein. Ich meine ein dickes Lächeln bei ihr zu sehen. Wir gehen Richtung großer Halle, wo Britta und Friedel stehen. Britta klatscht begeistert mit, Friedel ist immer noch am Staunen. Vor der ganzen Gruppe geht einer mit einem großen Stab und dirigiert irgendwie. Das ist der Drum Major, wie Samantha mir dann hinter sagt. Vor der Halle ist das Stück zu Ende, die Trommeln spielen noch weiter und wir marschieren auch noch. Dann machen wir eine Wende und zwar so, dass wir zwischen den anderen durchgehen. "Einfach hinter dem Vordermann hinterher gehen", sagt Samantha leise. Jetzt ruft einer von vorne rechts: "Regimentel Company March." "Kannste?" fragt Samantha noch. Ich nicke, dann müssen wir aber auch schon wieder spielen.
Wir marschieren zur Werkstatt. Mittlerweile sind auch viele Musiker von den Sets angekommen. Auch unsere Band ist komplett da. Micha, Alex und Frank schauen staunend zu, Tom kann es irgendwie gar nicht fassen, Carlos klatscht begeistert mit. Der March ist ein wenig länger, als der davor, also führt uns der Drum Major vor den Garagen lang. Eine letzte Kehre, dann stehen wir vor der Werkstatt. Von vorne rechts kommt wieder ein Befehl und wir beenden das Stück. "Das ist der Pipe Major", sagt Samantha zu mir, "quasi der musikalische Leiter." Danach kommt so etwas, wie "Rührt euch" auf Englisch und wir dürfen uns aus der Gruppe bewegen. Der Pipe Major kommt zu mir. "That was good, for the first Time", sagt er lächelnd und schüttelt meine Hand ausgiebig, "I"™m Chris, you are Stefanie, I suppose?" "Yes, that"™s it", antworte ich. Es folgt noch eine kleine Konversation, zu der sich noch mehrere Musiker einfinden. Samantha hat wohl vorher schon etwas Werbung gemacht. Jedenfalls lächelt sie mich verschmitzt an. Ich werde auch gleich eingeladen, aber ich sage auch, dass ich eigentlich zum Üben mit meinem Set hier bin. Ich verabschiede mich und will dann auch rüber. Carlos fängt mich noch kurz ab und drückt mich ganz lieb. "Super, Steffi", sagt er noch. Dann gehe ich rüber. Samantha sagt derweil zu den anderen: "Gleich hören wir bestimmt, was sie sonst noch so kann." Drüben stehen mittlerweile auch John, Gesine und Rick bei Britta und Friedel. Rick ist auch noch total erstaunt. "Na, da weiß ich ja, was wir heut noch spielen", feixt John. Gesine und Friedel nicken, Rick ist immer noch erstaunt. "Was denn?" fragt er. Die anderen grinsen. Da ich den Dudelsack noch trage, spiele ich den Dudelsackpart aus ACDCs "It"˜s a long way to the top". Das haben sie vor der Werkstatt auch gehört und prompt kommen ein paar Spieler rüber. Der eine grinst mich an. "Let"™s do it", sagt er. "Steffi, singst Du?", fragt Friedel. Ich nicke lächelnd. Mein Dudelsack habe ich weiterhin dabei.
"Fehlt nur noch die Rhythmus-Gitarre", stelle ich fest. "Kein Problem, kriege ich hin", sagt Gesine. "Oo-keeh!" sage ich staunend, bisher kannte ich sie ja nur Keyboard spielen. Sie grinst mich frech an und spielt die ersten Akkorde an. Nach und nach steigen die anderen mit ein. Unser Tor von der Garage haben wir diesmal offen gelassen. Ich fange dann auch an zu singen. Die vier Bagpiper von drüben staunen nur kurz, machen sich dann aber schon mal bereit. Ihren Einsatz bekommen sie problemlos hin. Ich steige ebenfalls mit ein. Mit fünf Bagpipes müssen wir uns schon ziemlich anstrengen, um gegen die anderen anzuspielen. Das Stück gelingt uns ganz gut, wir haben unseren Spaß dabei. "Absolute Spitze", sagt Friedel hinterher. "Ui!" sagt Britta, "wenn er so was sagt, "¦ poah, das kommt selten vor." Ich zwinkere Britta zu. Danach üben wir noch einigen andere Stücke. "Du hast so einen leicht kehligen Akzent in der Stimme", sagt John. "Ja, das sagt man mir öfter", antworte ich lächelnd, "denkst du an ein bestimmtes Lied?" "Kannst Du "Linger", von den Cranberries?" fragt John. Ich lächele ihn nur an und nehme meine Gitarre. Dann spiele ich das Intro und fange danach an zu singen: "If you, if you could return, Don"²t let it burn, don't let it fade, I"²m sure, I'm not being rude, But it's just your attitude"¦ ." Es dauert keine Minute, dann kommen schon die ersten Leute aus den benachbarten Räumen staunend rüber. Einer der Bagpiper schaut mich fasziniert an. Er fragt mich auch recht direkt: "Are you married?" Ich schüttele lächelnd den Kopf, stimmt zwar nicht ganz, ich lebe aber in Scheidung. Er fragt weiter. "A boyfriend?" Auch hier Kopfschütteln von mir. Ein Lächeln huscht über sein Gesicht, er ist aber irritiert, weil einige der anderen grinsen. "Hey then you are alone?" Nochmal schüttele ich leicht den Kopf. "Eh? What", sagt er völlig irritiert. "I have a Girlfriend", antworte ich dann. "A"¦ "¦ what?" fragt er doch ziemlich enttäuscht. "A girlfriend", wiederhole ich, " I"™m lesbian." "On no!" sagt er dann immer noch enttäuscht. "Do you think I"˜m pretty?" frage ich ihn, "I"™m pretty tall, I have too broad shoulder, a too small ass and at least ,my nose is too big." "No, I think, you"™re okay, such a Pretty woman", antwortet er mir. Ich erröte natürlich prompt, zur Erheiterung aller.
Dann geht Friedel mit seiner direkten Art langsam dazwischen und fordert so langsam ein, das wir noch ein wenig üben müssen. Ich steh hinter ihm und sage leise "Danke", dass nur er es hört. So langsam löst sich der Pulk vor unserem Tor auf. Britta ist auch noch da. "Du bist ganz schön selbstkritisch", sagt sie, "du siehst doch wirklich gut, hübsch aus." Die anderen nicken mir zu, selbst Friedel. "Puh", sage ich nur, "noch einmal tief durchatmen." "Wollen wir "Linger" mal ganz durchspielen?" fragt Rick. "Gerne", antworte ich, "und hinterher "Thank you" von Alanis Morrisette?" "Au ja", sagt Rick. Also machen wir das so. Während wir spielen schau ich beiläufig zu den Leuten rüber, die jetzt wieder vor der Werkstatt sitzen. Samantha redet mit dem Bagpiper, der mich eben ansprach. Der sieht immer noch recht enttäuscht aus. "Den hat es wohl ganz schön erwischt", sagt Friedel. "Kann ich nachvollziehen", sagt Rick grinsend. "Passt doch mit den Sprüchen auf", flaxt John ermahnend, "die Steffi platzt doch noch." "Danke", grinse ich ihn an. Gesine fängt schon mal an das Intro von "thank you zu spielen. Ich nehme meine Gitarre auf, bei "Linger" brauchte ich die nicht, und fange an zu singen. Da Gesines Keyboard und mein Gesang noch nicht so laut sind, hören wir von den Leuten drüben ein anerkennendes Raunen. Friedel grinst. Da ich das Stück öfter mal alleine singe, sitzt es auf Anhieb. Das Stück läuft super. "Ihr seid aber auch alle Vollblut-Musiker, was?" sage ich hinterher. "Wenn man da so einen Diamanten vorne stehen hat, gibt man sich schon Mühe", sagt John. "Aua, gleich platzt mir wieder der Stuck vom Gesicht", sage ich. "Nee echt Steffi, ich habe es ja am Anfang nicht kapiert", sagt Friedel, "und fast versaut, was wir mit Dir haben, ist schon groß." Bevor ich was sagen kann, sagt Britta, die Friedel mit großen Augen anschaut: "Hey, Du kannst ja Kompliment"¦ !" Wir grinsen alle, Friedel hingegen ist etwas überrascht.
Aus den Augenwinkeln sehe ich drüben Sandra, sie muss wohl grade angekommen sein. Und Tom sehe ich schnellen Schrittes über den Hof gehen. Er steuert direkt auf uns zu. Ich denke grade noch, was das jetzt soll, da steht er schon vor mir, nimmt ich in den Arm und küsst mich liebevoll. Auf dem ganzen Hof geht Gejohle los. Ich bin jetzt ziemlich verdattert, aber frage Tom: "Die Hormone..?" Der nickt nur und geht wieder rüber. Ich schaue noch verwundert hinterher, die Leute um mich herum sind erheitert. Langsam fasse ich mich. "Also, entweder wir machen das Tor runter oder brechen hier ab", sage ich grinsend, "nicht dass das noch schlimmer wird." "Inwiefern?" fragt Gesine lächelnd. "Na ja, nachher ende ich noch als Liebesunterlage unten am See, in "˜nem Schlauchboot oder so", antworte ich. Friedel lacht laut los. Gesine, John und Britta ebenso. Rick schaut etwas erheitert, aber ihm scheint was peinlich zu sein. John sieht das und fragt ihn direkt: "Kopfkino? Mit ejakulativer Reaktion?" Rick schaut etwas bedröppelt. Ich renne aus dem Tor hinter die Halle und fange da an zu lachen. Gesine und Britta folgen mir. "Oh Man", sagt Gesine. Wieder brechen wir in Lachen aus. Jetzt kommt Friedel hinterher, auch maximal erheitert. "Gut das ihr nicht vor ihm losgelacht habt, ihm ist das total peinlich", sagt Friedel. "Und John, wo ist der?" frage ich. "Der ist bei Rick und baut ihn wieder auf", antwortet Friedel. "Ich dachte, das geht gar nicht, dass einem bei Verbalerotik einer flitzen geht", staune ich, "jedenfalls klappte das bei mir nie." "Du bist ja eh ein wenig anders gestrickt", gackert Gesine, "soll jetzt aber nicht böse gemeint sein." "Is"˜ schon OK", sage ich lächelnd, "dann fehlt mir da auf der Seite auch was." Sandra kommt zu uns. "Was ist denn bei euch los?" fragt sie erheitert. "Oha! Jetzt noch blondes Gift, geh lieber nicht rein", sage ich grinsend. "Wie?" fragt Sandra verwundert. "Naja, öhm"¦", fange ich an. "Ist grade etwas schlüpfrig hier", gackert Gesine. Sandra schaut mich gespielt oberlehrerinnenhaft. "Du wieder? Kann man Dich nicht alleine rauslassen?" fragt sie mich. "Ich kann doch auch nichts dafür, dass mein Zwillingsbruder anders tickt, als die meisten Kerle hier", sage ich, mit Schmollmund, "dem ist nie was von alleine losgegangen." Und wieder lachen sie los.
Wir haben uns so langsam beruhigt und gehen wieder rein. Rick ist nicht zusehen. "Er ist auf Toilette, Schadensbegrenzung, sagt John. Ich sage lieber gar nichts, schnappe mir meine akustische Gitarre und fange an einen Blues zu improvisieren. Friedel schaut mir eine Weile zu. "Du kannst ja doch etwas rotzig spielen, nicht nur etepete klassisch", sagt er grinsend. Ich zwinkere ihm zu. Er schnappt sich seine Gitarre und spielt auf meiner Grundlage ein paar richtig geile Soli. John steigt mit den Drums ein. Irgendwann kommt Rick auch wieder. Sprüche verkneifen wir uns jetzt. Er nimmt sein Bass und jamt mit. Gesine schaut zu und swingt mit Britta und Sandra zur Musik. Nach einiger Zeit kommen wir dann zum Ende. "Das ihr so improvisieren könnt, find ich gut", sagt Friedel, "da können wir übermorgen ein bisschen gelassener sein." "Wieso?" frage ich. "Na ja, einen Ablauf kann man zwar planen, aber die Braunschweiger Musiker weichen da gerne mal ab", antwortet Friedel grinsend. "Er eingeschlossen", feixt Britta auf Friedel zeigend. Ein paar Musiker aus den Räumen nebenan haben sich auch wieder bei uns eingefunden. "Da brauchst Du bei Steffi keine Angst haben", sagt Alex, der auch da ist, "der kannste auch eine Handpuppe auf die Bühne werfen, die bindet sie sofort mit ein, frag mal Cordula, die hat das beim letzten Auftritt gefilmt." "Miss Piggy?" frage ich noch mal vorsichtshalber. "Genau", sagt Alex. Carlos ist jetzt auch bei uns. "Ich habe das auch", sagt er. Alle drängen sich um ihn und sein Smartphone und staunen, lachen. "Das ist ja geil", lacht John. "Was ist denn hier für ein Massengekuschel?" fragt Micha, der grade mit seinem Set rübergekommen ist in den Raum. "Miss Piggy und Steffi", lacht Dave, aus Alex"˜ Set, "das ist ja geil. Was bist Du denn für eine Rampensau?" "Ich hoffe, das zeigt sie übermorgen", sagt Stange grinsend. "Wenn ich darf?" frage ich lax in den Raum. ""Wir bitten darum", sagt Körnel.
"Wo wir grade alle hier sind", sagt Frank, "Carlos und ich hatten überlegt, was wir zum Abschluss übermorgen machen. "Habt ihr schon eine konkrete Idee?" fragt Friedel. "Ihr kennt doch von Mike Oldfield "Tubular Bells" oder?" fragt Frank. "Ja", sagt Dennis, Gitarrist bei Alex"˜ Set. "Auch der Part, wo die Instrument angesagt werden?" fragt Carlos. "Das ist ja eine Idee", sagt Stange. Auf einmal sind alle begeistert. "Wer soll ansagen?" fragt Dave. Als erster schaut mich Friedel an, nach und nach alle anderen. "Seid ihr euch eigentlich immer so einig?" frage ich feixend. "Wer, wenn nicht Du", sagt Britta. "Hm ,OK, sind die Bags and Drums noch da?" frage ich. "Ja, die meisten", antwortet Samantha. "Hol sie mal rüber, das üben wir jetzt", sage ich, "oder?" "Ja klar", kommt aus der Runde. Die Leute kommen rüber. "Ist das eine rein britische Truppe?" frage ich Cordula. "Nee, ganz unterschiedlich, sie sind von mehreren Gruppen gemischt" antwortet Cordula, "sind sogar aus Spanien und Italien welche dabei." "Cool", bemerke ich. Cordula er klärt dann der Gruppe, was wir machen wollen. Die sind sofort Feuer und Flamme. Ich schaue wieviel und welche Instrumente so da sind. Die Jungs und Mädes helfen mir dabei. "Ich brauche für den Hintergrund zwei Akustische, einen elektrische, einen Bass und ein Keyboard, was sich mindestens anhört wie eine Hammond-Orgel", sage ich. Frank stellt sich an die Orgel, Stange und Dennis an den Gitarren und Rick natürlich am Bass. Ich lächele ihn an. "Am besten Du bleibst dicht bei mir, damit du nicht wieder unter die Räder kommst", sage ich grinsend. "Na ja eigentlich komme ich wegen Dir unter die Räder", antwortet er locker. "Dann sehe es als Abhärtung", feixe ich weiter. "Überflüssig zu fragen, aber ihr wisst, was ihr zu tun habt?" frage ich die vier. Die nicken. "Wir haben mal fix die Instrumente zusammengetragen", sagt Britta, die das mit Samantha, Cordula und Rieke gemacht hat. Sie geben mir eine Liste. "Ui, das sind ein paar mehr als im Original", sage ich, "da sind es nur 9 mit den Bells." Die Blasinstrumente sind am Ende und ganz zum Schluss, statt den Tubular bells haben wir die pipes and drums. "Bin ich gespannt", sagt Friedel erwartungsvoll, "so was hatten wir noch nie."
"Ok, Jeder weiß was er/sie zu tun hat", frage ich zweisprachig. Nicken, Zustimmung. Ich lese nochmal die Abfolge der Instrumente vor. "Allright?" frage ich . Ein letztes Zustimmen, dann geht"˜s los. Dennis spielt das Intro. Dann steigen die andere mit ein. Eine Weile spielen sie das, dann gehe ich langsam ans Mikro. Wie im Original fange ich mit dem Piano an. "Grande Piano", sage ich mit dunkler Stimme. Taste, aus Franks Team spielt das Thema. Wegen meiner dunklen Stimme schauen mich einige erstaunt an. Das zweite Instrument ist im Original eine Reed Pipe Orgel. Weil wir die hier nicht haben, sage ich Gesines "Hammond Organ" an, natürlich mit der gleichen dunklen Stimme. Gesine steigt mit dem Thema ein. Das vorherige Instrument spielt auch weiter. Da Glockenspiel aus dem Original haben wir auch nicht, dafür sage ich ein Xylophon an, welches Rieke spielt. "Bass Guitar" macht Carlos. Er zwinkert mir zu. Danach kommen erstmal alle Gitarren. Auch hier weichen wir etwas ab. "Acoustic, distorted, overdrived, delayed Guitarst" sind dabei. Als nächstes sage ich die Blasinstrumente an. Saxophone sind zwei dabei, eins spielt Terry, den wir bei einer Paddeltour getroffen haben. Trompeten sind zwei da, eine spielt unser Alex. Jetzt kommen noch die Posaunen dazu. Das ist schon eine Fülle an Sound. Jetzt würden bei Mike Oldfield die Tubular Bells kommen. Ich schaue zu Chris, dem Pipe Major und nicke ihm zu. Er nickt zurück und weist die Leute an, das macht er nur mit Gesten. Die Piper füllen ihren Bagpipes. "At least, Pipes and Drums", sage ich ins Micro. Die legen auch gleich los. Ich bin gefühlt nicht die Einzige, der eben eine Gänsehaut über den Rücken läuft. "Boah! Ist das geil was wir hier grade machen", denke ich mir. Langsam lassen wir es ausklingen. Keiner sagt was, alle sehen ziemlich ergriffen aus. "That was good", sage ich schließlich, "what do you think?" Langsam lösen sie sich. "Das machen wir so", sagt Friedel dann, "vielleicht noch ein paar Instrumente anpassen beim Auftritt, aber sonst ist es gut." Breite Zustimmung in der Runde.
An der Werkstatt haben sich ein paar Leute eingefunden, die wohl grade Spazieren gegangen sind, auch von da kommt Applause. Chris kommt auf mich zu. "What"˜s you"™re original voice?" fragt er mich lächelnd. "Oh that"™s a secret", antworte ich jetzt mit Steffi angepasster Stimme. Chris dreht sich zu den Leuten. "Does anybody know, what her original voice is?" fragt er in die Runde. Tom schaut mich fragend an. Ich nicke ihm zu. "Baritone, a beautiful Baritone is her voice", antwortet Tom. Chris schaut mich erstaunt an. "I never met a person like you, with such a big spectrum of a voice", sagt er lächlend und kloppft mir auf die Schulter. Langsam packen alle ihre Instrumente weg. "Ja, dann bis übermorgen", verabschiedet Friedel die Runde. Ich stehe mit meinen Jungs zusammen. "Wir üben Morgen noch mal", sagt Micha. "Genau", sage ich. Wir gehen nochmal zur Werkstatt. "Das war ja geil eben", freut sich Kristin, die andere nicken zustimmend. Sandra und ich bleiben noch auf ein Getränk, dann stellen wir mein Fahrrad auf ihren Fahrradträger am Auto. Schnell noch verabschiedet, dann fahren wir zu ihr. "Das kann man eigentlich gar nicht mehr toppen", sagt Sandra. Ich schaue lächelnd sie an. "Meinste nicht?" frage ich, " Du"¦ "¦ im Bett?" "Ich gebe mein Bestes", lacht Sandra.
Wäre ich schlank, würde euch das nur unnötig geil machen...
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Stephanie
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Re: Blutengel
Nebenbei ein paar Poolplanungen
Bei Sandra angekommen, schauen wir gleich mal nach der Pool Baustelle. "Der Glaser war heute auch da", sagt Sandra, "mein Vater rief mich deshalb an." "Ah, cool", sage ich. "Zur Südseite sollen die Fensterausschnitte kleiner als jetzt werden", sagt Sandra weiter, "und an der Nordseite bleiben die Ausschnitte so, allerdings werden die Fenster unterteilt, unten Milchglas, oben Klarglas." "Klasse, damit man nicht reingucken kann", sage ich. "Genau und dann mindestens dreifach verglast, wegen Wärmeschutz", sagt Sandra. "An Isolierung sparen sie absolut nicht", sage ich dann noch, "ist auch gut so." Der Boden ist sauber gemacht worden. "Da kommt morgen eine Ausgleichsmasse drauf", sagt Sandra. Ich nicke. "Wie soll eigentlich die Wasseraufbereitung laufen? Also Erwärmung und Filterung?" frage ich, weil ich mir darum beim Zeichnen keinen Kopf gemacht habe. "Das ist interessant", antwortet Sandra, "wir haben dabei an die Photovoltaik-Anlage auf dem Dach gedacht." "Hier gibt"™s Solarzellen?" frage ich erstaunt, "die sind mir noch gar nicht aufgefallen." Sandra lacht. "Hast Du noch mehr Überraschungen?" frage ich. "Vielleicht!?" sagt sie grinsend, "jedenfalls erzeugt die Anlage am Tage mehr Strom, als wir hier alle verbrauchen. Wir speisen zwar ins Stromnetz ein, aber viel gibt"™s dafür nicht. Dann können wir den Strom auch für den Pool nehmen." "Hast Du ein Puffer dazwischen?" frage ich. "Nein, wär aber gut, ich weiß nur nicht wie", sagt Sandra, "hast du eine Idee?" "Na ja ich arbeite ja eben noch für die E-Mobilität, ich denke da an ausgediente Batterien für E-Autos", antworte ich, "für solche Zwecke reichen die völlig." "Hört sich gut an, wo kriegt man die her?" fragt Sandra. "Ich kann ja mal in der Firma fragen", antworte ich, " oder alternativ bei der usw., vielleicht wissen die auch was." Sandra lächelt. "Wir haben schon tolle Netzwerke", sagt sie begeistert. "Und ich würde mich jetzt gerne mit Dir "vernetzen"", sage ich lächelnd. Ziemlich schnell hat Sandra das Poolhaus abgeschlossen und noch viel schneller hat sie mich direkt ins Schlafzimmer gezogen. Joah! War schon gut dann.
Ich wache auf und schaue direkt in Sandras funkelnden Augen. "Na Süße", sage ich. "Auch so, du tabuloses, süßes Ding, du", sagt Sandra, "schön wie du abgegangen bist." "I-hi, das kommt davon, wenn ich andere geil mache", antworte ich feixend, "das geht auch nicht spurlos an mir vorbei." "Ich habe gestern ja noch einiges gehört, was du so abgerissen hast", lacht Sandra, "ich muss da wohl besser auf dich aufpassen." "Du kannst es ja mal versuchen", flaxe ich. Wir gehen zusammen ins Bad. Dann machen wir Frühstück, nebenbei werden die Katzen gefüttert. "Bevor ich es vergesse, ich habe ja noch ein Brief von Carsten, da kam ich gestern nicht zu, bei dem Trubel", sage ich und hole meine Handtasche. "Na da bin ich aber gespannt", sagt Sandra. "Ja, vorm allem weil Carsten sich von einem, wie er sagte, "Hacker" Hilfe geholt hat," antworte ich. Sandra macht große Augen. "Oha, was kennst du für Leute?" fragt sie mich erstaunt. "Carsten ist nur die Schnittstelle", sage ich und öffne den Brief. "Ui, handschriftlich, das ist aber selten", sage ich, "muss wohl was größeres sein." "Wieso?" fragt Sandra. "Weil es dann nicht elektronisch gespeichert ist, schlecht nachverfolgbar", sage ich. "Ok?! sagt Sandra angespannt. Zusammen lesen wir uns den Brief durch. Interessant ist, das der eigentlich Laden ein normaler Schlüsseldienst ist und den Abhördienst tarnt. "Scheint nicht ganz legal zu sein", sagt Sandra. Angespannt nicke ich ihr zu. "Meinst die könnten Sachen über dich rauskriegen, weil Du da angerufen hast?" fragt Sandra. "Du solltest dir eher Sorgen um deinen Cousin machen, "antworte ich, "auch wenn ich ihn nicht mag, der hat jetzt ein Problem." Sandra schaut mich sorgenvoll an. "Das Ding hat er aber selbst verbockt", sage ich, "da musst du abwarten, was passiert, aber"¦ "¦ warne mich bitte vor, wenn er hierherkommen will, reine Vorsichtsmaßnahme, für ihn."
Natürlich fahren wir dann wieder zusammen zur Arbeit. Das Fahrrad haben wir noch hinten auf dem Träger, weil wir heute wieder unterschiedlich lang arbeiten. Sandra ist immer noch etwas angespannt. "Darf ich dich vielleicht etwas ablenken?" fragte ich. "Ja gerne", antwortet Sandra. "Also, ich war gestern nach der IT noch mit meinem Chef und zwei anderen beim ganz großen Chef", fange ich an und erkläre ihr dann alles. Wir sind mittlerweile am Fahrradunterstand angekommen. Ich bin dann auch fertig mit meiner Erklärung. Sandra schaut mich erst erstaunt an, dann lächelt sie mich an. " Das ist ja ein cooles Angebot, nimmst du das an?" fragt sie mich. "Habe ich gleich gemacht", lächele ich zurück, "aber dann ziehe ich auch wieder rüber. Dann sehen wir uns Mittags kaum noch." "Pah, dann komme ich Mittags öfter mal rüber, bin lange nicht mehr in der großen Kantine gewesen", sagt sie grinsend. "Da freue ich mich aber drauf", sage ich, "das geht aber erst irgendwann nach dem Urlaub los. Ich mache erst noch die angefangene Halle zu Ende und euren Workshop mache ich auch noch mit." "Klasse, Stefanie", freut sich Sandra. Das Fahrrad laden wir am Fahrradunterstand ab, ich schließe es noch an, dann bringt mich Sandra wieder rein. Der Arbeitstag läuft recht ruhig. Meine Mess-Aktionen sind mittlerweile Routine geworden. Mittags geht"™s wie üblich in die Kantine. Sandra hat auch wieder ihre Lockerheit zurück, sie flaxt mit ihren Kolleginnen rum. Meine Kollegen bleiben nicht verschont. "Fräulein Stefanie", empört sich Ulrich, "die wird ja immer frecher." "Ja, das ist eben so", sage ich gespielt teilnahmslos. "Du könntest mir ruhig mal helfen", empört sich Ulrich weiter. Ich mache" Dudu" mit dem Zeigefinger, was bei den Mädels zur Erheiterung führt. "Ulrich?! Klappt nicht", sage ich dann. "Ach, ihr steckt doch eh unter einer Decke", sagte Ulrich. Ich mache die Augen groß, die Umsitzenden schauen jetzt erwartungsvoll. Nach einiger Zeit nicke ich und sag : " Ja! Und nicht nur unter der Decke!" Jetzt bricht Gekicher bei allen Leuten bei uns herum aus. Sandras Kollege Frank sitzt heut auch in unserer Nähe. "Herrlich, dieser trockene Humor", kichert er.
"Der tut doch auch nur so, oder?" fragt Sandra bei unserer üblichen Spazierrunde mit Eis in Bezug auf Ulrich. "Na klar, du müsstest ihn mal erleben, wenn er drüben im Büro austeilt", sage ich grinsend. Ich bringe Sandra noch vor ihr Bürogebäude, dann gehe ich rüber und messe die Halle weiter. Ich bin schon gut vorangekommen, die Boden Fläche ist fertig. An einigen Stellen bin ich auch schon in die Höhe gegangen. Vielleicht kriege ich es vorm Urlaub vom Raum her fertig noch fertig. Thomas kann mir die Layouts der Maschine geben, die könnte ich nach dem Urlaub bearbeiten. Jedenfalls habe ich schon eine gute Grundlage. Ich räume langsam meine Sachen weg und mache dann auch Feierabend. Mit dem Fahrrad geht es auch gleich wieder direkt zum Übungsraum.
Bei Sandra angekommen, schauen wir gleich mal nach der Pool Baustelle. "Der Glaser war heute auch da", sagt Sandra, "mein Vater rief mich deshalb an." "Ah, cool", sage ich. "Zur Südseite sollen die Fensterausschnitte kleiner als jetzt werden", sagt Sandra weiter, "und an der Nordseite bleiben die Ausschnitte so, allerdings werden die Fenster unterteilt, unten Milchglas, oben Klarglas." "Klasse, damit man nicht reingucken kann", sage ich. "Genau und dann mindestens dreifach verglast, wegen Wärmeschutz", sagt Sandra. "An Isolierung sparen sie absolut nicht", sage ich dann noch, "ist auch gut so." Der Boden ist sauber gemacht worden. "Da kommt morgen eine Ausgleichsmasse drauf", sagt Sandra. Ich nicke. "Wie soll eigentlich die Wasseraufbereitung laufen? Also Erwärmung und Filterung?" frage ich, weil ich mir darum beim Zeichnen keinen Kopf gemacht habe. "Das ist interessant", antwortet Sandra, "wir haben dabei an die Photovoltaik-Anlage auf dem Dach gedacht." "Hier gibt"™s Solarzellen?" frage ich erstaunt, "die sind mir noch gar nicht aufgefallen." Sandra lacht. "Hast Du noch mehr Überraschungen?" frage ich. "Vielleicht!?" sagt sie grinsend, "jedenfalls erzeugt die Anlage am Tage mehr Strom, als wir hier alle verbrauchen. Wir speisen zwar ins Stromnetz ein, aber viel gibt"™s dafür nicht. Dann können wir den Strom auch für den Pool nehmen." "Hast Du ein Puffer dazwischen?" frage ich. "Nein, wär aber gut, ich weiß nur nicht wie", sagt Sandra, "hast du eine Idee?" "Na ja ich arbeite ja eben noch für die E-Mobilität, ich denke da an ausgediente Batterien für E-Autos", antworte ich, "für solche Zwecke reichen die völlig." "Hört sich gut an, wo kriegt man die her?" fragt Sandra. "Ich kann ja mal in der Firma fragen", antworte ich, " oder alternativ bei der usw., vielleicht wissen die auch was." Sandra lächelt. "Wir haben schon tolle Netzwerke", sagt sie begeistert. "Und ich würde mich jetzt gerne mit Dir "vernetzen"", sage ich lächelnd. Ziemlich schnell hat Sandra das Poolhaus abgeschlossen und noch viel schneller hat sie mich direkt ins Schlafzimmer gezogen. Joah! War schon gut dann.
Ich wache auf und schaue direkt in Sandras funkelnden Augen. "Na Süße", sage ich. "Auch so, du tabuloses, süßes Ding, du", sagt Sandra, "schön wie du abgegangen bist." "I-hi, das kommt davon, wenn ich andere geil mache", antworte ich feixend, "das geht auch nicht spurlos an mir vorbei." "Ich habe gestern ja noch einiges gehört, was du so abgerissen hast", lacht Sandra, "ich muss da wohl besser auf dich aufpassen." "Du kannst es ja mal versuchen", flaxe ich. Wir gehen zusammen ins Bad. Dann machen wir Frühstück, nebenbei werden die Katzen gefüttert. "Bevor ich es vergesse, ich habe ja noch ein Brief von Carsten, da kam ich gestern nicht zu, bei dem Trubel", sage ich und hole meine Handtasche. "Na da bin ich aber gespannt", sagt Sandra. "Ja, vorm allem weil Carsten sich von einem, wie er sagte, "Hacker" Hilfe geholt hat," antworte ich. Sandra macht große Augen. "Oha, was kennst du für Leute?" fragt sie mich erstaunt. "Carsten ist nur die Schnittstelle", sage ich und öffne den Brief. "Ui, handschriftlich, das ist aber selten", sage ich, "muss wohl was größeres sein." "Wieso?" fragt Sandra. "Weil es dann nicht elektronisch gespeichert ist, schlecht nachverfolgbar", sage ich. "Ok?! sagt Sandra angespannt. Zusammen lesen wir uns den Brief durch. Interessant ist, das der eigentlich Laden ein normaler Schlüsseldienst ist und den Abhördienst tarnt. "Scheint nicht ganz legal zu sein", sagt Sandra. Angespannt nicke ich ihr zu. "Meinst die könnten Sachen über dich rauskriegen, weil Du da angerufen hast?" fragt Sandra. "Du solltest dir eher Sorgen um deinen Cousin machen, "antworte ich, "auch wenn ich ihn nicht mag, der hat jetzt ein Problem." Sandra schaut mich sorgenvoll an. "Das Ding hat er aber selbst verbockt", sage ich, "da musst du abwarten, was passiert, aber"¦ "¦ warne mich bitte vor, wenn er hierherkommen will, reine Vorsichtsmaßnahme, für ihn."
Natürlich fahren wir dann wieder zusammen zur Arbeit. Das Fahrrad haben wir noch hinten auf dem Träger, weil wir heute wieder unterschiedlich lang arbeiten. Sandra ist immer noch etwas angespannt. "Darf ich dich vielleicht etwas ablenken?" fragte ich. "Ja gerne", antwortet Sandra. "Also, ich war gestern nach der IT noch mit meinem Chef und zwei anderen beim ganz großen Chef", fange ich an und erkläre ihr dann alles. Wir sind mittlerweile am Fahrradunterstand angekommen. Ich bin dann auch fertig mit meiner Erklärung. Sandra schaut mich erst erstaunt an, dann lächelt sie mich an. " Das ist ja ein cooles Angebot, nimmst du das an?" fragt sie mich. "Habe ich gleich gemacht", lächele ich zurück, "aber dann ziehe ich auch wieder rüber. Dann sehen wir uns Mittags kaum noch." "Pah, dann komme ich Mittags öfter mal rüber, bin lange nicht mehr in der großen Kantine gewesen", sagt sie grinsend. "Da freue ich mich aber drauf", sage ich, "das geht aber erst irgendwann nach dem Urlaub los. Ich mache erst noch die angefangene Halle zu Ende und euren Workshop mache ich auch noch mit." "Klasse, Stefanie", freut sich Sandra. Das Fahrrad laden wir am Fahrradunterstand ab, ich schließe es noch an, dann bringt mich Sandra wieder rein. Der Arbeitstag läuft recht ruhig. Meine Mess-Aktionen sind mittlerweile Routine geworden. Mittags geht"™s wie üblich in die Kantine. Sandra hat auch wieder ihre Lockerheit zurück, sie flaxt mit ihren Kolleginnen rum. Meine Kollegen bleiben nicht verschont. "Fräulein Stefanie", empört sich Ulrich, "die wird ja immer frecher." "Ja, das ist eben so", sage ich gespielt teilnahmslos. "Du könntest mir ruhig mal helfen", empört sich Ulrich weiter. Ich mache" Dudu" mit dem Zeigefinger, was bei den Mädels zur Erheiterung führt. "Ulrich?! Klappt nicht", sage ich dann. "Ach, ihr steckt doch eh unter einer Decke", sagte Ulrich. Ich mache die Augen groß, die Umsitzenden schauen jetzt erwartungsvoll. Nach einiger Zeit nicke ich und sag : " Ja! Und nicht nur unter der Decke!" Jetzt bricht Gekicher bei allen Leuten bei uns herum aus. Sandras Kollege Frank sitzt heut auch in unserer Nähe. "Herrlich, dieser trockene Humor", kichert er.
"Der tut doch auch nur so, oder?" fragt Sandra bei unserer üblichen Spazierrunde mit Eis in Bezug auf Ulrich. "Na klar, du müsstest ihn mal erleben, wenn er drüben im Büro austeilt", sage ich grinsend. Ich bringe Sandra noch vor ihr Bürogebäude, dann gehe ich rüber und messe die Halle weiter. Ich bin schon gut vorangekommen, die Boden Fläche ist fertig. An einigen Stellen bin ich auch schon in die Höhe gegangen. Vielleicht kriege ich es vorm Urlaub vom Raum her fertig noch fertig. Thomas kann mir die Layouts der Maschine geben, die könnte ich nach dem Urlaub bearbeiten. Jedenfalls habe ich schon eine gute Grundlage. Ich räume langsam meine Sachen weg und mache dann auch Feierabend. Mit dem Fahrrad geht es auch gleich wieder direkt zum Übungsraum.
Wäre ich schlank, würde euch das nur unnötig geil machen...
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Kerstin
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Re: Blutengel
Huhu Stephanie.
Vielen Dank für deine Fortsetzung. Ich nur jetzt gespannt was das mit dem abhören Ding noch wird.
Vielen Dank für deine Fortsetzung. Ich nur jetzt gespannt was das mit dem abhören Ding noch wird.
Ich brauche Informationen - eine Meinung bilde ich mir selbst.
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Stephanie
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Re: Blutengel
Üben mit den Jungs
Beim Näherkommen höre ich wieder Musik. Weil ich etwas früher da bin, fahre ich gleich zum Speditionsgebäude. Allerdings muss ich mich schon ein bissschen durchschlängeln. Die Bühnen werden gerade aufgebaut und die ersten Verkaufsstände auch. Ich steige dann doch ab und schiebe mein Rad. Ein paar Musiker der verschiedenen Sets räumen grade ihre Instrumente hin und her. Tom und Frank sind auch dabei. "Hey Steffi, kannst gleich mal mit anfassen", sagt Frank, "wir räumen unser Equipment wieder in unseren Raum." Ich schnappe mir ein paar Sachen und helfe gleich mit. Die Musiker, die in unserem Raum waren, kommen uns auf dem Hof entgegen. Körnel ist auch dabei. "Du kannst auch nicht ohne Kleid, was?" flaxt er mich an. "Jahrelang mit Hosen rumgelaufen, da darf ich das mal", rufe ich ihm hinterher. "Jau!" sagt Körnel. Tom ist die ganze Zeit hinter mir. "Alles gut bei Dir", frage ich. J-ja", stottert er, "wieso fragst du"?" "Du siehst schon wieder so verträumt aus", antworte ich. "Hm, naja"¦", sagt er noch. Kurz bevor wir ins Treppenhaus gehen, sagt Tom: "Die letzten Tage warst du ziemlich abgefahren drauf, ich meine das jetzt nicht abwertend." "Wie meinst du das denn dann?" frage ich. "Na ja, ziemlich locker und frech und ein bisschen frivol "¦ und "¦ ganz schön sexy", antwortet Tom leise und verlegen. "Oh, störte dich das irgendwie?" "Nee, gar nicht", antwortet er wieder, jetzt fehlen ihm anscheinend die Worte, aber er wird knusprig rot. "Du, ich lerne grade eine neue Seite von mir kennen", sage ich noch, um ihn aus der Verlegenheit zu holen, "und es macht auch ein bisschen Spaß." Tom nickt nur. Wir gehen hoch in unserem Raum und legen unsere Sachen ab. Dann helfe ich noch den anderen Musikern beim Tragen.
Als ich grade unten raus bin, fragt Micha Tom: "Und hast Du sie gefragt?" "Was denn gefragt?" fragt Carlos rein. "Na ja, es geht das Gerücht um, das ein paar andere Bands Steffi auch haben wollen", antwortet Micha. "Das würde wiederum unserem Tom das Herz brechen", sagt Alex. "So dolle verliebt?" fragt Carlos, "na ja, OK ich war ja im JB nicht dabei, um das zu beurteilen." Tom glüht wieder auf. " Um dich zu beruhigen, mein Gutester", sagt Carlos und legt eine Hand auf Toms Schulter, "ich habe zwischendrin mal mit ihr reden können, sie kennt das auch und ist auch schon angesprochen worden. Sie sagt selber, dass sie zwar mit den alteingesessenen mithalten kann, aber auf Dauer ist das nicht ihr Ding. Erfahrung braucht sie noch einen Menge und die kann sie bei uns kriegen, sagt sie selber auch. Und ganz wichtig, "¦ hat mir P., ihre Noch Gattin gesagt; Steffi ist eine ganz Treue, nicht nur in der Liebe, auch in Freundschaften, die geht nicht so schnell von uns weg." Tom beruhigt das ein wenig. "Sage mal Carlos, steckst du mit Steffi unter einer Decke?" flaxt Micha. "Ach fällt dir das auch schon auf, Blitzmerker?" antwortet Frank grinsend, "seit wir uns her oben eingerichtet haben, ist das so." "Die Beiden sind das dritte Zweier-Team, nach Micha und Tom und Frank und mir", sagt Alex. "Endlich habe ich auch mal eine Teampartnerin" flaxt Carlos. "Und eine ziemlich gute, wie sie sich an deinen Basslinien orientiert, ist schon groß", sagt Frank. "Tja"¦", sagt Carlos nur.
Als ich wieder in den Raum komme, merke ich eine gewisse Entspannung. Ich weiß zwar nicht was sie eben besprochen haben, aber es schien gut zu sein; ich frag auch nicht weiter. Außerdem grinsen sie sich einen, weil ich mir alle Gitarren, die ich drüben gespielt habe auf einmal umgehängt habe. Also, vier trage ich am Körper, zwei in den Händen. "Ganz schön schwer, so viele Eierschneider auf einmal", flaxe ich. Carlos hilft mir die Gitarren abzulegen. "Du wolltest doch nur nicht zweimal gehen, was?" fragt er. "Einmal muss ich noch, die Verstärker holen", antworte ich. "Ich helfe Dir", sagt Frank. Zusammen gehen wir noch mal rüber. Unterwegs erzählt er mir, was sie eben grade geredet haben und Tom seine Befürchtungen. "Nee, ist schon richtig, irgendwo hin wechseln habe ich nun wirklich nicht vor", sage ich, "aber Tom hats ja wohl schwerer erwischt, als ich dachte, und ich nehme ihn ja auch noch dauernd hoch." "Er braucht das aber auch ein bisschen", lacht Frank. "Und ich dacht, er kommt drüber weg, seitdem er Antje kennt", sage ich. "Das geht auch so lange gut, bis du mit deinen Flausen loslegst", grinst Frank. "Muss ich wohl mal einen Gang zurück schalten", sage ich nachdenklich, was Frank sofort kontert. "Bloß nicht", lacht er, "das macht dich ja aus, dieses Unbekümmerte, mit einem ordentlichen Schlag Erotik. Um dich mal zu zitieren; du bist eben so." Ich schaue Frank lange an. "Oookeeeh!" sage ich dann. "Wir sind alle mehr oder weniger in dich verliebt, jeder auf seine Weise", sagt Frank dann noch. Ich sage nur wieder "Oookeeeh!" "Wenn du wieder den Erotikkasper rauslässt, dann hat später zu Hause mein Lukas auch noch was davon", sagt Frank und verdreht die Augen. Ich muss darauf kichern. "Das ist bei Alex auch nicht anders, der nimmt dann Roger ordentlich ran", sagt Frank, "und unsere beiden Heten haben so was auch schon durchblicken lassen." "Danke für diese Einblicke" sage ich lieb, "kriege ich mal eine Rückmeldung, was sich so anrichte." "Bleib so", sagt Frank, worauf ich ihn ordentlich drücke.
Zusammen tragen wir mein Verstärker und die Effektgeräte rüber. Carlos, Alex, Frank und ich bauen unser Equipment auf. Da Tom und Micha die ganze Zeit in unserem Raum waren, haben sie entsprechend weniger zu tun. Sie bauen für Alex eine Pedal Steel Guitar auf. "Wozu brauchst du die denn?" frage ich. "Das erste Stück, was wir spielen, ist doch begin the begin", sagt Alex, "und es gibt Live-Versionen, da spielt ein Gastmusiker eben auch so eine Gitarre." "Cool, und du kannst das auch?" frage ich. "Na ja, geht so, aber da ich ja auch singe, ist es ein wenig schwierig", antwortet Alex. "Er steht ja hinter mir, und ich sehe ihn somit nicht, aber ich merke, dass er schon wieder grinst", sage ich und drehe mich zu Carlos um. "Tatsächlich", sage ich dann. Carlos grinst immer noch. "Du kannst das doch bestimmt, meine herzallerliebste, süße Flügelfrau", grinst Carlos immer noch. Statt zu antworten drehe ich mich jetzt zu Tom. Der holt grade tief Luft. "Bumm!" sage ich jetzt. "Hast Du hinten Augen, dass du das mitkriegst?" fragt Micha. Ich mache eine lange Pause. "Nein Menschenkenntnisse, Carlos und ich haben die gleiche "Wellenlänge" und auch den gleichen Humor, deshalb auch so ein gutes Zweierteam", sage ich, "und Tom ist schwer verknallt, den bringt so `n Spruch sofort auf Drehzahl." "Pfff!" sagt Tom und bläst die Luft wieder ab. "Bist übrigens in guter Gesellschaft", flaxt jetzt Alex, "der Rick ist übrigens auch hoffnungslos verknallt." Tom steht auf und geht ins Treppenhaus. "Antje, bist du irgendwo?" ruft er und geht die Treppe runter. Dann hört man ihn nicht mehr. "Fies", sage ich grinsend zu Alex, "und ich dachte, ich bin schon gemein."
"Erklär mal, was du vorhast", sage ich zu Alex. "Vielleicht kann Frank mal das Original abfahren", sagt Alex. "Na klar", sagt Frank und lässt das Lied durch laufen. "Hörst"˜ es Steffi?" fragt Frank. "Ja, so ganz unterschwellig, habe ich ehrlicherweise nie so drauf geachtet", antworte ich. "Willst du es mal versuchen?" fragt Frank weiter. Ich nicke und setze mich an das Instrument. "Jetzt kommt wieder so ein Kapitel, "wie bringt sich Steffi das bei"", feixt Carlos. Ich zwinkre ihm zu. Frank stellt mir ein Laptop hin. "Unglaublich, der hat es in seiner Kiste", flaxe ich. Ich versuche mich einzufuchsen. Ich spiele auch sonst gerne mal auf der normalen Gitarre mit der Bottleneck-Spielweise, deshalb fällt es mir nicht so schwer. Recht schnell habe ich mich eingefuchst. "Ich glaube, wir können es mal versuchen", sage ich nach ein paar weiteren Minuten. "Fehlt nur noch unser Drama!" sagt Carlos grinsend. "Wahrscheinlich muss Antje ihn grade runterkühlen", flaxt Alex. "Hoffentlich nimmt sie dieses Mal Eiswasser", sage ich grinsend. Kurz danach kommen sie beide auch rein. Antje hat ihr verschmitztes Lächeln drauf. Tom versucht sich nichts anmerken zu lassen. Carlos möchte ihn wohl wieder hochnehmen und schaut zu mir. Ich schüttele unmerklich den Kopf. Tom hat trotzdem irgendwas bemerkt. "Passt bloß auf!!!" sagt er leicht genervt. "Kann losgehen?" fragt Alex in die Runde. "Jau", sage ich. Tom klackt den Takt an und los geht es. Alex fängt an zu singen. Ich schaue fast die ganze Zeit konzentriert auf mein Instrument. Ein paar Mal schaue ich kurz hoch. Tom schaut wohl die ganze Zeit zu mir, während Antje sich einen grinst. Mal sehen, ob ich sie nachher mal alleine sprechen kann.
"Ich, dann glaube ein zwei Mal noch, dann sitzt es", sage ich. "Na dann los", sagt Carlos. Als wir mit dem Durchlauf fertig sind, sage ich: "Ich glaube, das kann so bleiben." Alex und Micha nicken. Carlos sagt trocken: "Jau!" "Dann haben wir es doch", sage ich, "oder wollt ihr noch eins üben?" Die Stücke, die Du singts, sitzen?" fragt mich Alex. "Ja", antworte ich selbstbewusst. "Kriegen wir noch irgendwo einen Cowboyhut her, so auf die Schnelle?" fragt Tom, schon wieder mit verklärtem Blick. "Wieso?" fragt Frank. "Wegen "Man on the Moon"", antworte ich rein, "oder?" Tom nickt. "Ich hole noch mal Eiswasser", sagt Antje grinsend und steht auf. Wir fangen an zu kichern, während Tom erstaunt schaut. Antje hört man vom Flur noch sagen: "Er läuft doch schon wieder heiß." "Ey da!" sagt Tom und rennt hinterher. Ich stütze mich auf Carlos' Schulter ab. "Ich kann nicht mehr, das halt ich auf Dauer nicht aus", gackere ich. Auch die Jungs sind maximal erheitert. "Ob ich jetzt noch was spielen kann, nach der Comedyeinlage", gackert Frank. Wieder prusten wir los. Nach einigen Minuten frage ich: "Habt ihr das früher, also vor meiner Zeit, auch schon so hingekriegt?" "Nicht so extrem, aber Ja", antwortet Carlos. "Na dann bin ich ja etwas beruhigt", antworte ich lächelnd. Antje kommt wieder rein und grinst. "Tom kommt gleich", sagt sie. Ich nutze die Gunst der Stunde und frage Antje: "Stört dich das gar nicht, dass er mich so fixiert?" "Nöö", antwortet sie lächelnd, " ich nutze das auf meiner Weise aus. Keine Angst, Steffi." "OK, cool, so hatte ich dich erst gar nicht eingeschätzt", antworte ich lächelnd. Antje zwinkert mich frech an. Tom kommt auch wieder rein, schaut in die Runde und sagt dann: "Puh!!!" Das ist dann für mich zu viel, ich beiß mir zwar auf die Lippen, aber bevor ich platze renne ich raus. Ich reiße noch die Tür zu, um dann im Treppenhaus loszulachen. Unten stehen Harald und Jessi, sowie Marc, Kristin, Kalle und Jürgen. "Was ist denn bei euch heute los?" fragt Kalle. "Umlaufend Kopfkino, mit Tom als Hauptdarsteller", antworte ich gackernd. "Soso, aha", ist die Antwort.
Ich beruhige mich so langsam und gehe wieder rein. Alle grinsen mich an, außer Tom, der schaut etwas bedröppelt. "Um auf die Sache mit dem Cowboyhut zurückzukommen, ich habe einen, von Sandra beim Shoppen geschenkt bekommen", sage ich noch. "Steffi, macht es dir was aus, wenn wir hier abbrechen?" fragt Micha immer noch erheitert, "ich kriege nichts mehr hin hier." "Macht mir nichts aus", antworte ich und versuche ernst zu bleiben. "Wir könnten uns Samstagvormittag noch mal treffen", sagt Alex, "für den allerletzten Schliff." Wir anderen nicken. "Bis dahin entspanne ich dich", sagt Antje grinsend zu Tom, "ich habe noch genug Eiswasser." "ANTJE! Hör auf jetzt!" rufe ich und platze fast wieder vor Lachen. "Manno!" sagt Tom. Antje grinst. Ich schalte meine Verstärker aus. Machen die andere auch und Frank fährt die Gesangsanlage runter. Da Tom nichts zum Ausschalten hat, zieht Antje ihn gleich zur Tür. Hastig ruft er noch: "Tschüss!" und weg sind sie. Wir anderen gehen auch runter. Carlos, Frank und ich bleiben noch auf ein Kaltgetränk sitzen. Die Firma, die die Bühnen aufbaut ist auch fast fertig. Die ersten Arbeiter kommen zu uns und freuen sich über die kalten Getränke. Niklas fliegt mit seinen Drohnen über den Platz und filmt. "Wo ich dich grade sehe", sage ich, "hast du noch was wegen des Fesselballons rausbekommen? Die Idee hattest Du doch neulich." "Hätten wir kriegen können", antwortet Niklas, " aber es gab zu viele Auflagen von verschiedenen Ämtern. Das wäre zu kurzfristig gewesen und ganz schön teuer wars auch." "Und vielleicht wäre es auch zu viel Action hier", sagt Kalle. "Das stimmt", sage ich, "wir haben doch einige Attraktionen." "Genau", stimmen mehrere zu.
Die Bühnenbauer sind fertig und finden sich bei uns ein. "Langt zu", sagt, "heute ist es noch umsonst." Einer der Bauarbeiter fragt mich: "Bist Du eine von den Musiker bzw. -innen?" Ich nicke. "Ich war neulich schon mal zur Info hier, da hörte ich eine ziemlich starke Stimme, das warst bestimmt du." "Steffi ist, glaube ich, die Einzige Sängerin hier", sagt Frank, oder singt Gesine auch?" "Im Background", antworte ich. "Boah! Tolle Stimme", sagt der Arbeiter. "Danke", sag ich lieb. Die Gesangsanlagen kommen morgen", sagt Frank, " ich habe mir den ganzen Tag freigenommen und bin dann die ganze Zeit dabei." "Super", sage ich, "ich mache auch eher Feierabend machen." Ich nehme mir noch ein alkoholfreies Hefe und trink es genüsslich aus. Dann verabschiede ich mich und radele nach Hause. Mein Handy habe ich in der Halterung am Lenker und ein Headset habe ich am Kopf. Ich rufe Sandra an. "Hi, Stefanie", begrüßt sie mich. "Ich bin auf dem Rückweg", sage ich. "Oh schön, dann kannst du gleich mal das Kleid anziehen, ich mach grade die letzten Stiche" sagt sie. Ich wundere mich. Die letzten Stiche?" frage ich, "Hab ich das überhaupt schon mal anprobiert?" "Ha! Ich konnte viel vom "Schützenfestkleid" übernehmen, da habe ich schon viel aufgeschrieben", antwortet Sandra, "und deine Figur hat sich auch nicht verändert." "Ich seh"˜ schon, ich habe es hier mit einem Profi zu tun", sage ich lieb. "süße Steffi", sagt Sandra.
Beim Näherkommen höre ich wieder Musik. Weil ich etwas früher da bin, fahre ich gleich zum Speditionsgebäude. Allerdings muss ich mich schon ein bissschen durchschlängeln. Die Bühnen werden gerade aufgebaut und die ersten Verkaufsstände auch. Ich steige dann doch ab und schiebe mein Rad. Ein paar Musiker der verschiedenen Sets räumen grade ihre Instrumente hin und her. Tom und Frank sind auch dabei. "Hey Steffi, kannst gleich mal mit anfassen", sagt Frank, "wir räumen unser Equipment wieder in unseren Raum." Ich schnappe mir ein paar Sachen und helfe gleich mit. Die Musiker, die in unserem Raum waren, kommen uns auf dem Hof entgegen. Körnel ist auch dabei. "Du kannst auch nicht ohne Kleid, was?" flaxt er mich an. "Jahrelang mit Hosen rumgelaufen, da darf ich das mal", rufe ich ihm hinterher. "Jau!" sagt Körnel. Tom ist die ganze Zeit hinter mir. "Alles gut bei Dir", frage ich. J-ja", stottert er, "wieso fragst du"?" "Du siehst schon wieder so verträumt aus", antworte ich. "Hm, naja"¦", sagt er noch. Kurz bevor wir ins Treppenhaus gehen, sagt Tom: "Die letzten Tage warst du ziemlich abgefahren drauf, ich meine das jetzt nicht abwertend." "Wie meinst du das denn dann?" frage ich. "Na ja, ziemlich locker und frech und ein bisschen frivol "¦ und "¦ ganz schön sexy", antwortet Tom leise und verlegen. "Oh, störte dich das irgendwie?" "Nee, gar nicht", antwortet er wieder, jetzt fehlen ihm anscheinend die Worte, aber er wird knusprig rot. "Du, ich lerne grade eine neue Seite von mir kennen", sage ich noch, um ihn aus der Verlegenheit zu holen, "und es macht auch ein bisschen Spaß." Tom nickt nur. Wir gehen hoch in unserem Raum und legen unsere Sachen ab. Dann helfe ich noch den anderen Musikern beim Tragen.
Als ich grade unten raus bin, fragt Micha Tom: "Und hast Du sie gefragt?" "Was denn gefragt?" fragt Carlos rein. "Na ja, es geht das Gerücht um, das ein paar andere Bands Steffi auch haben wollen", antwortet Micha. "Das würde wiederum unserem Tom das Herz brechen", sagt Alex. "So dolle verliebt?" fragt Carlos, "na ja, OK ich war ja im JB nicht dabei, um das zu beurteilen." Tom glüht wieder auf. " Um dich zu beruhigen, mein Gutester", sagt Carlos und legt eine Hand auf Toms Schulter, "ich habe zwischendrin mal mit ihr reden können, sie kennt das auch und ist auch schon angesprochen worden. Sie sagt selber, dass sie zwar mit den alteingesessenen mithalten kann, aber auf Dauer ist das nicht ihr Ding. Erfahrung braucht sie noch einen Menge und die kann sie bei uns kriegen, sagt sie selber auch. Und ganz wichtig, "¦ hat mir P., ihre Noch Gattin gesagt; Steffi ist eine ganz Treue, nicht nur in der Liebe, auch in Freundschaften, die geht nicht so schnell von uns weg." Tom beruhigt das ein wenig. "Sage mal Carlos, steckst du mit Steffi unter einer Decke?" flaxt Micha. "Ach fällt dir das auch schon auf, Blitzmerker?" antwortet Frank grinsend, "seit wir uns her oben eingerichtet haben, ist das so." "Die Beiden sind das dritte Zweier-Team, nach Micha und Tom und Frank und mir", sagt Alex. "Endlich habe ich auch mal eine Teampartnerin" flaxt Carlos. "Und eine ziemlich gute, wie sie sich an deinen Basslinien orientiert, ist schon groß", sagt Frank. "Tja"¦", sagt Carlos nur.
Als ich wieder in den Raum komme, merke ich eine gewisse Entspannung. Ich weiß zwar nicht was sie eben besprochen haben, aber es schien gut zu sein; ich frag auch nicht weiter. Außerdem grinsen sie sich einen, weil ich mir alle Gitarren, die ich drüben gespielt habe auf einmal umgehängt habe. Also, vier trage ich am Körper, zwei in den Händen. "Ganz schön schwer, so viele Eierschneider auf einmal", flaxe ich. Carlos hilft mir die Gitarren abzulegen. "Du wolltest doch nur nicht zweimal gehen, was?" fragt er. "Einmal muss ich noch, die Verstärker holen", antworte ich. "Ich helfe Dir", sagt Frank. Zusammen gehen wir noch mal rüber. Unterwegs erzählt er mir, was sie eben grade geredet haben und Tom seine Befürchtungen. "Nee, ist schon richtig, irgendwo hin wechseln habe ich nun wirklich nicht vor", sage ich, "aber Tom hats ja wohl schwerer erwischt, als ich dachte, und ich nehme ihn ja auch noch dauernd hoch." "Er braucht das aber auch ein bisschen", lacht Frank. "Und ich dacht, er kommt drüber weg, seitdem er Antje kennt", sage ich. "Das geht auch so lange gut, bis du mit deinen Flausen loslegst", grinst Frank. "Muss ich wohl mal einen Gang zurück schalten", sage ich nachdenklich, was Frank sofort kontert. "Bloß nicht", lacht er, "das macht dich ja aus, dieses Unbekümmerte, mit einem ordentlichen Schlag Erotik. Um dich mal zu zitieren; du bist eben so." Ich schaue Frank lange an. "Oookeeeh!" sage ich dann. "Wir sind alle mehr oder weniger in dich verliebt, jeder auf seine Weise", sagt Frank dann noch. Ich sage nur wieder "Oookeeeh!" "Wenn du wieder den Erotikkasper rauslässt, dann hat später zu Hause mein Lukas auch noch was davon", sagt Frank und verdreht die Augen. Ich muss darauf kichern. "Das ist bei Alex auch nicht anders, der nimmt dann Roger ordentlich ran", sagt Frank, "und unsere beiden Heten haben so was auch schon durchblicken lassen." "Danke für diese Einblicke" sage ich lieb, "kriege ich mal eine Rückmeldung, was sich so anrichte." "Bleib so", sagt Frank, worauf ich ihn ordentlich drücke.
Zusammen tragen wir mein Verstärker und die Effektgeräte rüber. Carlos, Alex, Frank und ich bauen unser Equipment auf. Da Tom und Micha die ganze Zeit in unserem Raum waren, haben sie entsprechend weniger zu tun. Sie bauen für Alex eine Pedal Steel Guitar auf. "Wozu brauchst du die denn?" frage ich. "Das erste Stück, was wir spielen, ist doch begin the begin", sagt Alex, "und es gibt Live-Versionen, da spielt ein Gastmusiker eben auch so eine Gitarre." "Cool, und du kannst das auch?" frage ich. "Na ja, geht so, aber da ich ja auch singe, ist es ein wenig schwierig", antwortet Alex. "Er steht ja hinter mir, und ich sehe ihn somit nicht, aber ich merke, dass er schon wieder grinst", sage ich und drehe mich zu Carlos um. "Tatsächlich", sage ich dann. Carlos grinst immer noch. "Du kannst das doch bestimmt, meine herzallerliebste, süße Flügelfrau", grinst Carlos immer noch. Statt zu antworten drehe ich mich jetzt zu Tom. Der holt grade tief Luft. "Bumm!" sage ich jetzt. "Hast Du hinten Augen, dass du das mitkriegst?" fragt Micha. Ich mache eine lange Pause. "Nein Menschenkenntnisse, Carlos und ich haben die gleiche "Wellenlänge" und auch den gleichen Humor, deshalb auch so ein gutes Zweierteam", sage ich, "und Tom ist schwer verknallt, den bringt so `n Spruch sofort auf Drehzahl." "Pfff!" sagt Tom und bläst die Luft wieder ab. "Bist übrigens in guter Gesellschaft", flaxt jetzt Alex, "der Rick ist übrigens auch hoffnungslos verknallt." Tom steht auf und geht ins Treppenhaus. "Antje, bist du irgendwo?" ruft er und geht die Treppe runter. Dann hört man ihn nicht mehr. "Fies", sage ich grinsend zu Alex, "und ich dachte, ich bin schon gemein."
"Erklär mal, was du vorhast", sage ich zu Alex. "Vielleicht kann Frank mal das Original abfahren", sagt Alex. "Na klar", sagt Frank und lässt das Lied durch laufen. "Hörst"˜ es Steffi?" fragt Frank. "Ja, so ganz unterschwellig, habe ich ehrlicherweise nie so drauf geachtet", antworte ich. "Willst du es mal versuchen?" fragt Frank weiter. Ich nicke und setze mich an das Instrument. "Jetzt kommt wieder so ein Kapitel, "wie bringt sich Steffi das bei"", feixt Carlos. Ich zwinkre ihm zu. Frank stellt mir ein Laptop hin. "Unglaublich, der hat es in seiner Kiste", flaxe ich. Ich versuche mich einzufuchsen. Ich spiele auch sonst gerne mal auf der normalen Gitarre mit der Bottleneck-Spielweise, deshalb fällt es mir nicht so schwer. Recht schnell habe ich mich eingefuchst. "Ich glaube, wir können es mal versuchen", sage ich nach ein paar weiteren Minuten. "Fehlt nur noch unser Drama!" sagt Carlos grinsend. "Wahrscheinlich muss Antje ihn grade runterkühlen", flaxt Alex. "Hoffentlich nimmt sie dieses Mal Eiswasser", sage ich grinsend. Kurz danach kommen sie beide auch rein. Antje hat ihr verschmitztes Lächeln drauf. Tom versucht sich nichts anmerken zu lassen. Carlos möchte ihn wohl wieder hochnehmen und schaut zu mir. Ich schüttele unmerklich den Kopf. Tom hat trotzdem irgendwas bemerkt. "Passt bloß auf!!!" sagt er leicht genervt. "Kann losgehen?" fragt Alex in die Runde. "Jau", sage ich. Tom klackt den Takt an und los geht es. Alex fängt an zu singen. Ich schaue fast die ganze Zeit konzentriert auf mein Instrument. Ein paar Mal schaue ich kurz hoch. Tom schaut wohl die ganze Zeit zu mir, während Antje sich einen grinst. Mal sehen, ob ich sie nachher mal alleine sprechen kann.
"Ich, dann glaube ein zwei Mal noch, dann sitzt es", sage ich. "Na dann los", sagt Carlos. Als wir mit dem Durchlauf fertig sind, sage ich: "Ich glaube, das kann so bleiben." Alex und Micha nicken. Carlos sagt trocken: "Jau!" "Dann haben wir es doch", sage ich, "oder wollt ihr noch eins üben?" Die Stücke, die Du singts, sitzen?" fragt mich Alex. "Ja", antworte ich selbstbewusst. "Kriegen wir noch irgendwo einen Cowboyhut her, so auf die Schnelle?" fragt Tom, schon wieder mit verklärtem Blick. "Wieso?" fragt Frank. "Wegen "Man on the Moon"", antworte ich rein, "oder?" Tom nickt. "Ich hole noch mal Eiswasser", sagt Antje grinsend und steht auf. Wir fangen an zu kichern, während Tom erstaunt schaut. Antje hört man vom Flur noch sagen: "Er läuft doch schon wieder heiß." "Ey da!" sagt Tom und rennt hinterher. Ich stütze mich auf Carlos' Schulter ab. "Ich kann nicht mehr, das halt ich auf Dauer nicht aus", gackere ich. Auch die Jungs sind maximal erheitert. "Ob ich jetzt noch was spielen kann, nach der Comedyeinlage", gackert Frank. Wieder prusten wir los. Nach einigen Minuten frage ich: "Habt ihr das früher, also vor meiner Zeit, auch schon so hingekriegt?" "Nicht so extrem, aber Ja", antwortet Carlos. "Na dann bin ich ja etwas beruhigt", antworte ich lächelnd. Antje kommt wieder rein und grinst. "Tom kommt gleich", sagt sie. Ich nutze die Gunst der Stunde und frage Antje: "Stört dich das gar nicht, dass er mich so fixiert?" "Nöö", antwortet sie lächelnd, " ich nutze das auf meiner Weise aus. Keine Angst, Steffi." "OK, cool, so hatte ich dich erst gar nicht eingeschätzt", antworte ich lächelnd. Antje zwinkert mich frech an. Tom kommt auch wieder rein, schaut in die Runde und sagt dann: "Puh!!!" Das ist dann für mich zu viel, ich beiß mir zwar auf die Lippen, aber bevor ich platze renne ich raus. Ich reiße noch die Tür zu, um dann im Treppenhaus loszulachen. Unten stehen Harald und Jessi, sowie Marc, Kristin, Kalle und Jürgen. "Was ist denn bei euch heute los?" fragt Kalle. "Umlaufend Kopfkino, mit Tom als Hauptdarsteller", antworte ich gackernd. "Soso, aha", ist die Antwort.
Ich beruhige mich so langsam und gehe wieder rein. Alle grinsen mich an, außer Tom, der schaut etwas bedröppelt. "Um auf die Sache mit dem Cowboyhut zurückzukommen, ich habe einen, von Sandra beim Shoppen geschenkt bekommen", sage ich noch. "Steffi, macht es dir was aus, wenn wir hier abbrechen?" fragt Micha immer noch erheitert, "ich kriege nichts mehr hin hier." "Macht mir nichts aus", antworte ich und versuche ernst zu bleiben. "Wir könnten uns Samstagvormittag noch mal treffen", sagt Alex, "für den allerletzten Schliff." Wir anderen nicken. "Bis dahin entspanne ich dich", sagt Antje grinsend zu Tom, "ich habe noch genug Eiswasser." "ANTJE! Hör auf jetzt!" rufe ich und platze fast wieder vor Lachen. "Manno!" sagt Tom. Antje grinst. Ich schalte meine Verstärker aus. Machen die andere auch und Frank fährt die Gesangsanlage runter. Da Tom nichts zum Ausschalten hat, zieht Antje ihn gleich zur Tür. Hastig ruft er noch: "Tschüss!" und weg sind sie. Wir anderen gehen auch runter. Carlos, Frank und ich bleiben noch auf ein Kaltgetränk sitzen. Die Firma, die die Bühnen aufbaut ist auch fast fertig. Die ersten Arbeiter kommen zu uns und freuen sich über die kalten Getränke. Niklas fliegt mit seinen Drohnen über den Platz und filmt. "Wo ich dich grade sehe", sage ich, "hast du noch was wegen des Fesselballons rausbekommen? Die Idee hattest Du doch neulich." "Hätten wir kriegen können", antwortet Niklas, " aber es gab zu viele Auflagen von verschiedenen Ämtern. Das wäre zu kurzfristig gewesen und ganz schön teuer wars auch." "Und vielleicht wäre es auch zu viel Action hier", sagt Kalle. "Das stimmt", sage ich, "wir haben doch einige Attraktionen." "Genau", stimmen mehrere zu.
Die Bühnenbauer sind fertig und finden sich bei uns ein. "Langt zu", sagt, "heute ist es noch umsonst." Einer der Bauarbeiter fragt mich: "Bist Du eine von den Musiker bzw. -innen?" Ich nicke. "Ich war neulich schon mal zur Info hier, da hörte ich eine ziemlich starke Stimme, das warst bestimmt du." "Steffi ist, glaube ich, die Einzige Sängerin hier", sagt Frank, oder singt Gesine auch?" "Im Background", antworte ich. "Boah! Tolle Stimme", sagt der Arbeiter. "Danke", sag ich lieb. Die Gesangsanlagen kommen morgen", sagt Frank, " ich habe mir den ganzen Tag freigenommen und bin dann die ganze Zeit dabei." "Super", sage ich, "ich mache auch eher Feierabend machen." Ich nehme mir noch ein alkoholfreies Hefe und trink es genüsslich aus. Dann verabschiede ich mich und radele nach Hause. Mein Handy habe ich in der Halterung am Lenker und ein Headset habe ich am Kopf. Ich rufe Sandra an. "Hi, Stefanie", begrüßt sie mich. "Ich bin auf dem Rückweg", sage ich. "Oh schön, dann kannst du gleich mal das Kleid anziehen, ich mach grade die letzten Stiche" sagt sie. Ich wundere mich. Die letzten Stiche?" frage ich, "Hab ich das überhaupt schon mal anprobiert?" "Ha! Ich konnte viel vom "Schützenfestkleid" übernehmen, da habe ich schon viel aufgeschrieben", antwortet Sandra, "und deine Figur hat sich auch nicht verändert." "Ich seh"˜ schon, ich habe es hier mit einem Profi zu tun", sage ich lieb. "süße Steffi", sagt Sandra.
Wäre ich schlank, würde euch das nur unnötig geil machen...
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Stephanie
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Re: Blutengel
Vor dem Auftritt
Ich komme bald bei Sandra an. Das Fahrrad kommt in den Schuppen und ich gehe ins Haus zu Sandra. Als ich bei ihr ankomme, gibt es erstmal einen langen Kuss. "So schön", sagt Sandra. Dann gibt sie mir das Kleid. Vor ihr ziehe ich mich gleich um. Das Oberteil liegt schön eng an. Ich such die Träger. Sandra lacht sich kringelig. "Kannst lange suchen, Stefanie, da gibt es keine", lacht Sandra. "Wie? Das muss ich sehen", sage ich und gehe zum großen Spiegel. " Boah! Wie geil ist das denn?" frage ich. "Was denn?" fragt Sandra beim hinterherkommen. "Na ja, einmal das Kleid, das ist der Hammer und dann diese Frau, die es anhat", antworte ich. "Oh ja, das steht dir", sagt Sandra, "und die Frau da im Spiegel, ist wirklich bezaubernd." "Niedlich", sage ich noch und bestaune mich weiter. "Das ist immer so süß, wenn du dich so lange im Spiegel bewunderst", sagt Sandra. Ich schaue mich noch ein bisschen an, dann ziehe ich an einigen Stellen. "Hält das auch, auch wenn ich ein wenig rumfetze auf der Bühne?" frage ich, "nicht das irgendwann die Dickies rausspringen." "Du nun wieder", lacht Sandra, "ich zeige dir mal, was ich zur Sicherheit eingebaut habe." Sandra kommt heran. "Vorne sind erstmal Stäbchen drin, damit nichts runterrutscht", erläutert Sandra, "dann habe ich, wie beim Schützenfestkleid einen halterlosen BH eingenäht." Sandra zieht vorne am Kleid. "Da rutscht nichts", sagt sie, der BH saugt sich fast fest." "Das fühlt sich übrigens saugeil an, so ein wenig schubbert es ja noch, grade wenn man den Oberkörper dreht", sage ich begeistert. Sandra staunt kurz, dann gibt sie mir einen festen Kuss. "So und hinten wird das Kleid mit einem Reißverschluss zu gemacht, der ist seinerseits mit elastischen Bändern festgemacht", sagt Sandra und schaut noch mal rings rum, "das kann so bleiben, ein paar Nähte muss ich noch versäubern." Der Reißverschluss endet unter den Schulterblättern. "Das ist ja vielleicht ein tolles Kleid", lobe ich Sandra. "Danke", sagt sie lieb. Farblich ist es ähnlich dem Kleid, was ich auf dem Schützenfest anhatte, nur hier sind die verschiedenen Blautöne etwas verwaschen beim Übergang in eine andere Farbe, sehr raffiniert.
Ich gehe schon mal ins Bett und warte da auf Sandra. "So, fertig", höre ich Sandra, "willste noch mal probieren?" Ich antworte nicht. "Stefanie?" höre ich Sandra. "Stefanie?" jetzt schon etwas näher. "Steffi?" vor der Schlafzimmertür. Sie macht die Tür auf und sieht mich frech grinsen. "Wie jetzt?" fragt sie lächelnd. "Na ja, das nähen war bestimmt etwas anstrengend und du hast vielleicht den Wunsch jetzt im Bett auf dem Rücken liegend von meinem Zwillingsbruder geliebt zu werden", sage ich mit treuem Augenaufschlag. Sandra lächelt und zieht sich ganz langsam aus. Dann kommt sie ins Bett und legt sich hin. "Ich wär so weit", haucht sie. Ich rolle rüber und mich lege auf sie. Sie spreizt die Beine. "Ganz langsam, ich möchte jeden Millimeter spüren", sagt Sandra genießerisch. Begleitet von leisen Kieksern rutsche ich in sie hinein. Genau so ruhig machen wir weiter, steigern uns rein, bis wir glücklich auf einander schmusen. "Woher wusstest du das" fragt mich Sandra, "kannst du Gedanken lesen?" "Heute ganz besonders", antworte ich, "das ging schon beim Üben los." Dann erzähle ich was noch so los war. Sandra lacht sich kringelig. "Stimmt schon was Du mal sagtest, "sie wussten gar nicht, auf wen sie sich da einlassen"", sagt Sandra. "Is"˜ doch bei dir ähnlich, oder", feixe ich. "Na ja ich hatte schon Gelegenheit, dich länger zu beobachten und es mit meinen Wünschen zu kombinieren", antworte Sandra. "Und ist es so eingetroffen?" frage ich provokativ und grinse. "Ich glaube schon", antwortet Sandra und zwinkert mir zu. Ich schaue sie an und lächele. "Zweite Runde? Vielleicht etwas flotter?" frage ich. "Ja", haucht Sandra und legt sich auf den Rücken. Langsam rolle ich auf sie drauf. "Bitte am Anfang noch mal so langsam, wie vorhin", sagt Sandra leise. Langsam gleite ich in sie hinein, und steigere danach die Geschwindigkeit. "Jaaa-aa-aah, genauso", stöhnt Sandra.
Vom Weckerpiepen werden wir wach. Naja, es ist kein Wecker in dem Sinne, sondern mein Handy. Und es piept auch nicht, es ertönt ein Grillenzirpen. Sandra stützt ihren Kopf auf und schaut mich lächelnd an. "Das ist so typisch Stefanie", lacht sie mich, "immer für einen Spaß zu haben und wenn er im Detail liegt." Im Badezimmer geht es dann auch hocherotisch weiter. Neugierig schauen die Katzen rein. Ich bin zuerst fertig und gehe in die Küche. Wenig später kommt Sandra hinterher. "Du bist immer eher fertig, als ich, wie machst du das? fragt sie mich. "Kleiner Arsch ist schnell gewaschen", sage ich grinsend und strecke das bisschen Hintern raus. Sandra lacht und kneift ordentlich rein. "Ooaah, geil", sage ich, "nochmal!" Statt es nochmal zu machen dreht sie mich um, küsst mich mit ihrem Wahnsinnskuss und fährt mit der Hand unter meinen Rock zwischen die Beine. Während ich fast die Beherrschung verliere, sagt sie trocken: "Find ich gut, dass du keine Strumpfhose trägst." Und lässt den Finger weiter kreisen. Nachdem ich hinterher halbwegs verschnauft habe, frage ich sie: "Wirst du auch noch ruhiger, je länger so eine Partnerschaft dauert?" "Ruhiger? Wie meinst du das?" fragt sie grinsend dagegen. "OK, keine weiteren Fragen, euer Ehren", sage ich. Nach einer Weile fragt Sandra: "Meinst du mit "ruhiger" so eine langweilige Partnerschaft," sagt Sandra dann, "mit Krimi im Bett lesen und Gurkenmaske im Gesicht? Nee, mit mir nicht! Ha!" Ich lächele sie an. "Geil!", sage ich noch.
Dann gehen wir zum Auto und fahren zur Arbeit. "Ich mache Mittags Feierabend, komme aber noch in die Kantine", sage ich, " ich fahre dann mit der Bahn zu Dir und dann wieder mit dem Rad zur Werkstatt. "Ich schaffe es erst um 15:00 Uhr", sagt Sandra, "dein Outfit für heute liegt auf dem Bett." "OK, danke", sage ich und lächele sie lieb an. Sandra bringt mich vor die Halle. "Bis nachher, meine Süße", verabschiedet sie mich, mit funkelnden Augen. Oben sind sie fast alle wieder in der Kaffee Ecke. "Na, heute ist der große Auftritt, was?!" fragt Ulrich. "Kommst Du denn auch?" frage ich dagegen. "Ja, klar oder hast du was dagegen?" fragt er. "Eher Sorgen", antworte ich, "dass Deine Arterien, das auch aushalten." "Ey Stefanie, pass bloß auf", sagt Ulrich, "rennst du da nackt rum oder wie?" "Nee, aber fast", sage ich grinsend. "Macht Mal Fotos", sagt Kollegin Chris, "ich kann heute Abend leider nicht." "Wie? Ihr wollt sonst alle kommen?" frage ich. Mit einem Kaffee bewaffnet gehe ich zu meinem Platz und starte meinen Rechner. Die Halle habe ich von der Fläche her fertig, teilweise gehe ich jetzt schon in die Höhe, also die Maschinen und Anlagen zeichnen ich rein. Ich bin ja schneller voran gekommen als ich ursprünglich geplant hatte, kann aber auch auf Daten Von Thorsten und Ulrich zurückgreifen. Die sind aktueller, als die beiden zugeben wollen. Gegen Mittag fahr ich dann den Rechner runter. Andreas sieht das und stutzt. "Halber freier Tag heute", sage ich grinsend. Dann hören wir Ulrich von vorne: "Sammeln, Mittag essen!" "Nicht schlecht, für einen, der nicht gedient hat", sagt Andreas. Wir beide gehen nach vorne. Ich bau mich vor Ulrich auf, führe die Hand zum Gruß zum Kopf. "Hinterer Bürobereich vollständig angetreten und abmarschbereit", melde ich. Ulrich ist mal wieder etwas erstaunt, während alle anderen kichern. "Ich glaube heute ist sie zu gut drauf, als dass du sie hochnehmen kannst", sagt Torsten zu Ulrich, als wir zur Kantine rüber gehen. Ich lächele sie an und sage: "Bei Sandra wär ich auch vorsichtig, heute." Ulrich beherzigt den Tipp dann auch. Nach dem Essen verabschiede ich mich dann. "Bis heut Abend dann", sage ich. "Ja bis dann", sagen einige. Sandra bekommt noch schnell ein Küsschen, den gehe ich zu Haltestelle.
Zu Hause bei Sandra füttere ich noch schnell die Katzen. Dann verstaue ich mein Outfit in einem Korb und gehe zum Fahrrad. Den Korb kann ich vorne am Lenker einhängen und los geht"™s. Ich fahre wieder hinten durch die Felder und höre von weitem einen Spielmannszug. Das wundert mich kurz, aber andererseits hatte ich ja kaum was von der Planung die Samantha und Co. gemacht haben mitbekommen. Mit Ausnahme die Bags and Pipes Gruppe vielleicht. Ich komme auf den Hof und treffe gleich Samantha, Britta und Rieke. Der Spielmannzug spielt und marschiert über den Platz. "Wir hatten einfach mal angefragt, ob die Nachmittags zu den Kaffeetafeln Lust auf eine musikalische Untermalung haben", sagt Britta, "von Jessi hatten wir die Info, dass zum Kaffee auch gerne mal Leutchen vom älteren Semester hier reinschauen." "Klasse, das finde ich gut", antworte ich, "und woher kennt ihr die Truppe?" "ich habe da früher mal mitgespielt", antwortet Rieke, "mittlerweile läuft meine große Tochter mit." "Cool, kannst du sie mal zeigen?" frage ich. "Na klar, da vorne, zweite Reihe links außen, mit der Piccolo Querflöte", sagt Rieke. "Niedlich, die sieht ja genauso hübsch aus wie du", lobe ich sie. "Danke, Steffi", sagt Rieke leicht verlegen. Die Gruppe ist fertig und macht erstmal eine Pause. Riekes Tochter kommt zu uns. "Hallo", grüßt sie und dann zielstrebig zu mir: "Du musst Steffi sein, der Beschreibung nach kannst das nur du sein." Sie reicht mir die Hand und sagt: "Ich bin Michelle." "Hi", grüße ich zurück und nehme die Geste an, dann sage ich lächelnd zu Rieke: " Die kannst du nicht verleugnen, sie ist genauso so forsch, wie du." "Da ist was dran", sagt Rieke grinsend.
Jetzt kommt der Tambourmajor dazu. "Ihr habt ja auch ordentlich Blech-Bläser dabei", sage ich, "hi, ich bin Steffi." "Habe ich mir schon so gedacht, ich bin Simon", antwortet er, während ich erstaunt zu Britta, Samantha und Rieke schaue. "Na ja, ein bisschen geplaudert habe wir schon über dich", sagt Britta lächelnd. "Tse!" sage ich nur. "Um auf deine Frage zurückzukommen, Steffi, wir sind eigentlich ein je Spielmannzug und ein Fanfarenzug", sagt Simon, "aber wir kombinieren sehr gerne und oft." "Ah ja, cool", sage ich und habe schon wieder ein Hintergrundgedanken. In der Zwischenzeit ist Friedel zu uns gestoßen. Auch er ist begeistert. "Ich hatte da grade während ihr spieltet eine Idee", sage ich und mache eine Pause. "Oarr, das kann sie gut", grinst Friedel, "auf die Folter spannen, das habe ich in der recht kurzen Zeit, in der ich sie kenne, gleich gelernt." Nu"˜ sach schon, Steffi", fordert Samantha. Simon schaut staunend von einem zum anderen. "Diese eine Live Version von Fleetwood Macs Tusk, wo mittendrin die Brass-Band reinkommt?" frage ich lächelnd. Simon und Michelle lächeln. "Ist sowas denn vorgesehen?" fragt Simon. "Ich habe hier gelernt, das die Braunschweiger Musiker gerne mal vom geplanten Konzept abweichen", sage ich. Friedel grinst und nickt.
Frank ist schon seit geraumer Zeit mit anderen dabei die Soundanlage aufzubauen." Können die Musiker, die jetzt schon da sind zum Überprüfen mal einige Instrumente anspielen", fragt er über Mikro. Ich drehe mich um und schaue zu den mittleren Bühnen. Mit einem breiten Grinsen schaut m mich Frank an. "War ja klar", sage ich grinsend zurück. Ich gehe über eine kleine Treppe auf die linke Bühne. Wir sind dann später auf der rechten, mit unserem Set. Auf der Bühne steht eine schwarze Fender Telecaster, die hänge ich mir um. Unten, in einigem Abstand zur Bühne, sind die Mischpulte aufgebaut. Frank hat ein Walkie Talkie dabei, mit dem sich die Leute am Mischpult mit ihm unterhalten. Jetzt knarzt das Ding grade. "Ja, ich frage sie mal, sie heißt ja auch Hookline-Steffi", sagt Frank grinsend. "Hä, was?! frage ich verdattert. Körnel taucht auch grade auf. Mit ihm habe ich in den 80"™ern viel gejamt, wenn wir nicht grade in unseren jeweiligen Schülerbands spielten. Wo ich ihn grade sehe, fällt mir spontan ein Stück ein, welches zur Bitte der Leute am Mischpult passt. Ich fange an, "Age of Consent" von New Order zu spielen. Auf Körnels Gesicht macht sich ein breites Grinsen breit. Die Leute vom Mischpult zeigen Frank den Daumen. Ich grinse Frank an, während ich durchgehend das Intro spiele. Nach einiger Zeit zeigt einer vom Mischpult den Daumen. "Haben sie im Kasten", sagt Frank neben mir. Jetzt setzt ein Schlagzeug ein. "Tom ist das aber nicht", denke ich mir und sehe ihn dann unten mit Antje neben den Mischpulten stehen. Da ich grade erstaunt bis gespannt schaue, müssen die beiden kichern. Ich dreh mich um und sehe eine Frau am Schlagzeug, die mich lieb anlächelt und einen Kussmund in meine Richtung macht. Jetzt bin ich erst recht am Staunen, weil bis jetzt dachte ich, Gesine und ich wären die einzigen Mädels. Sie kann auch nur in 2. Set sein, das wo Frank und Carlos auch spielen , weil die Drummer aus den anderen Sets kenne ich ja. Aber Frank und Co. hatten die ersten beiden Übungstermine noch keinen Schlagzeuger*in. Wunder mich nur, dass ich das nicht mit bekomme habe, die waren doch neben uns am Üben. Na ja, alle anderen amüsieren sich jedenfalls über mein Staunen. Körnel steht nebenbei neben mir und Carl Bassist vom 4. Set kommt auch grade hoch, während Kata und ich weiter spielen. Körnel und Carl steigen mit ein, Frank geht ans Keyboard. "Mal sehen, was das jetzt wird", denke ich mir, kommen wir doch aus vier verschieden Sets. Aber es läuft Recht gut, Carl singt dann auch.
"Das war gut", sagt einer von den Mischpulten, "wir haben schon eine Grundeinstellung drin, da brauchen wir nur noch ein paar kleine Änderungen einbringen, das geht im Betrieb." Ich wundere mich ein weiteres Mal, brauch man doch eigentlich etwas länger für einen Soundcheck. "Da steckt doch bestimmt unser Digi-Fuchs dahinter", sage ich grinsend zu Frank, dass man es auch übers Mikro hört. Frank lächelt mich an. "Jepp!" sagte er knapp. Auf der anderen Bühne wird auch noch mal kurz gecheckt und dann für gut befunden. "Na dann sind wir doch gut fertig geworden", sagt der eine Mischer, "rechtzeitig vor der Kaffeetafel, damit den älteren Herrschaften nicht das Geweih wegfliegt." Ich muss dann laut losprusten. Dann verlasse ich auch die Bühne. "Komm mal bitte her, Steffi", sagt Friedel zu mir, "ich muss Dich mal drücken." Britta schaut ihn erstaunt an. Friedel drückt mich. "Das war echt super, wie du gleich auch mit anderen Musikern klarkommst", sagt er erfreut, "da kann eigentlich nichts schieflaufen heute, wenn wieder einer oder mehrere anfangen zu improvisieren." "Okeeh!" sage ich. "Och, spontan improvisieren kann Steffi", sagt Frank. "Und wir beide müssen uns mal unterhalten", sagt Britta lächelnd zu Friedel, "erlebst Du hier grade einen 2. Frühling?"
Wir stehen noch locker zusammen, da erscheint Sandra. "Oh, der Rauschegold-Engel ist da", sage ich erfreut, worauf Sandra erstmal rot wird. "Menno, Stefanie", kommentiert sie es und grüßt dann in die Runde. Sandra lässt sich einiges erklären, während den Leuten, die uns noch nicht zusammengesehen haben, erzähle, wir zueinander stehen. "Och schade", sagt einer von den Mischpulten und klingt etwas enttäuscht. "So ganz reinrassig lesbisch sind wir nun auch nicht", sagt Sandra, um ihn zu beruhigen, "Stefanie ist so eine Art "inbetween"." Ich erkläre dann auch noch mal genauer. "Soso", wundert sich der Mischer, ""¦ und "¦ äh..hm!" "Geht beides, falls du das fragen wolltest", sage ich grinsend. Ein bisschen ertappt fühlt er sich jetzt ja. "So, dann haben wir noch etwas Pause bis zu Auftritt um sechs", sage ich. "Ich würde sagen wir treffen uns um halb sechs mit allen Musikern nochmal", sagt Friedel. "Wir sagen allen anderen noch Bescheid", sagt Britta. "Gehen wir rutschen?" fragt Sandra erwartungsvoll. "Ein paarmal geht wohl, bis ich mich aufbrezeln muss", antworte ich lächelnd. Umziehen tun wir uns diesmal im Büro von dem großen Speditionsgebäude; damit wir nicht über den Platz müssen. Neben der Rutsche ist zwar auch eine Möglichkeit zum Umziehen, aber hier ist anonymer. Außerdem kann es Sandra sich nicht verkneifen, mich anzufassen. Ich beiß ihr dafür leicht in den Nacken. "Mhh, Stefanie", sagt Sandra. Dieses Mal tragen wir beiden jeder ein roten Badeanzug. So gehen wir dann hinten aus dem Gebäude.
Ich komme bald bei Sandra an. Das Fahrrad kommt in den Schuppen und ich gehe ins Haus zu Sandra. Als ich bei ihr ankomme, gibt es erstmal einen langen Kuss. "So schön", sagt Sandra. Dann gibt sie mir das Kleid. Vor ihr ziehe ich mich gleich um. Das Oberteil liegt schön eng an. Ich such die Träger. Sandra lacht sich kringelig. "Kannst lange suchen, Stefanie, da gibt es keine", lacht Sandra. "Wie? Das muss ich sehen", sage ich und gehe zum großen Spiegel. " Boah! Wie geil ist das denn?" frage ich. "Was denn?" fragt Sandra beim hinterherkommen. "Na ja, einmal das Kleid, das ist der Hammer und dann diese Frau, die es anhat", antworte ich. "Oh ja, das steht dir", sagt Sandra, "und die Frau da im Spiegel, ist wirklich bezaubernd." "Niedlich", sage ich noch und bestaune mich weiter. "Das ist immer so süß, wenn du dich so lange im Spiegel bewunderst", sagt Sandra. Ich schaue mich noch ein bisschen an, dann ziehe ich an einigen Stellen. "Hält das auch, auch wenn ich ein wenig rumfetze auf der Bühne?" frage ich, "nicht das irgendwann die Dickies rausspringen." "Du nun wieder", lacht Sandra, "ich zeige dir mal, was ich zur Sicherheit eingebaut habe." Sandra kommt heran. "Vorne sind erstmal Stäbchen drin, damit nichts runterrutscht", erläutert Sandra, "dann habe ich, wie beim Schützenfestkleid einen halterlosen BH eingenäht." Sandra zieht vorne am Kleid. "Da rutscht nichts", sagt sie, der BH saugt sich fast fest." "Das fühlt sich übrigens saugeil an, so ein wenig schubbert es ja noch, grade wenn man den Oberkörper dreht", sage ich begeistert. Sandra staunt kurz, dann gibt sie mir einen festen Kuss. "So und hinten wird das Kleid mit einem Reißverschluss zu gemacht, der ist seinerseits mit elastischen Bändern festgemacht", sagt Sandra und schaut noch mal rings rum, "das kann so bleiben, ein paar Nähte muss ich noch versäubern." Der Reißverschluss endet unter den Schulterblättern. "Das ist ja vielleicht ein tolles Kleid", lobe ich Sandra. "Danke", sagt sie lieb. Farblich ist es ähnlich dem Kleid, was ich auf dem Schützenfest anhatte, nur hier sind die verschiedenen Blautöne etwas verwaschen beim Übergang in eine andere Farbe, sehr raffiniert.
Ich gehe schon mal ins Bett und warte da auf Sandra. "So, fertig", höre ich Sandra, "willste noch mal probieren?" Ich antworte nicht. "Stefanie?" höre ich Sandra. "Stefanie?" jetzt schon etwas näher. "Steffi?" vor der Schlafzimmertür. Sie macht die Tür auf und sieht mich frech grinsen. "Wie jetzt?" fragt sie lächelnd. "Na ja, das nähen war bestimmt etwas anstrengend und du hast vielleicht den Wunsch jetzt im Bett auf dem Rücken liegend von meinem Zwillingsbruder geliebt zu werden", sage ich mit treuem Augenaufschlag. Sandra lächelt und zieht sich ganz langsam aus. Dann kommt sie ins Bett und legt sich hin. "Ich wär so weit", haucht sie. Ich rolle rüber und mich lege auf sie. Sie spreizt die Beine. "Ganz langsam, ich möchte jeden Millimeter spüren", sagt Sandra genießerisch. Begleitet von leisen Kieksern rutsche ich in sie hinein. Genau so ruhig machen wir weiter, steigern uns rein, bis wir glücklich auf einander schmusen. "Woher wusstest du das" fragt mich Sandra, "kannst du Gedanken lesen?" "Heute ganz besonders", antworte ich, "das ging schon beim Üben los." Dann erzähle ich was noch so los war. Sandra lacht sich kringelig. "Stimmt schon was Du mal sagtest, "sie wussten gar nicht, auf wen sie sich da einlassen"", sagt Sandra. "Is"˜ doch bei dir ähnlich, oder", feixe ich. "Na ja ich hatte schon Gelegenheit, dich länger zu beobachten und es mit meinen Wünschen zu kombinieren", antworte Sandra. "Und ist es so eingetroffen?" frage ich provokativ und grinse. "Ich glaube schon", antwortet Sandra und zwinkert mir zu. Ich schaue sie an und lächele. "Zweite Runde? Vielleicht etwas flotter?" frage ich. "Ja", haucht Sandra und legt sich auf den Rücken. Langsam rolle ich auf sie drauf. "Bitte am Anfang noch mal so langsam, wie vorhin", sagt Sandra leise. Langsam gleite ich in sie hinein, und steigere danach die Geschwindigkeit. "Jaaa-aa-aah, genauso", stöhnt Sandra.
Vom Weckerpiepen werden wir wach. Naja, es ist kein Wecker in dem Sinne, sondern mein Handy. Und es piept auch nicht, es ertönt ein Grillenzirpen. Sandra stützt ihren Kopf auf und schaut mich lächelnd an. "Das ist so typisch Stefanie", lacht sie mich, "immer für einen Spaß zu haben und wenn er im Detail liegt." Im Badezimmer geht es dann auch hocherotisch weiter. Neugierig schauen die Katzen rein. Ich bin zuerst fertig und gehe in die Küche. Wenig später kommt Sandra hinterher. "Du bist immer eher fertig, als ich, wie machst du das? fragt sie mich. "Kleiner Arsch ist schnell gewaschen", sage ich grinsend und strecke das bisschen Hintern raus. Sandra lacht und kneift ordentlich rein. "Ooaah, geil", sage ich, "nochmal!" Statt es nochmal zu machen dreht sie mich um, küsst mich mit ihrem Wahnsinnskuss und fährt mit der Hand unter meinen Rock zwischen die Beine. Während ich fast die Beherrschung verliere, sagt sie trocken: "Find ich gut, dass du keine Strumpfhose trägst." Und lässt den Finger weiter kreisen. Nachdem ich hinterher halbwegs verschnauft habe, frage ich sie: "Wirst du auch noch ruhiger, je länger so eine Partnerschaft dauert?" "Ruhiger? Wie meinst du das?" fragt sie grinsend dagegen. "OK, keine weiteren Fragen, euer Ehren", sage ich. Nach einer Weile fragt Sandra: "Meinst du mit "ruhiger" so eine langweilige Partnerschaft," sagt Sandra dann, "mit Krimi im Bett lesen und Gurkenmaske im Gesicht? Nee, mit mir nicht! Ha!" Ich lächele sie an. "Geil!", sage ich noch.
Dann gehen wir zum Auto und fahren zur Arbeit. "Ich mache Mittags Feierabend, komme aber noch in die Kantine", sage ich, " ich fahre dann mit der Bahn zu Dir und dann wieder mit dem Rad zur Werkstatt. "Ich schaffe es erst um 15:00 Uhr", sagt Sandra, "dein Outfit für heute liegt auf dem Bett." "OK, danke", sage ich und lächele sie lieb an. Sandra bringt mich vor die Halle. "Bis nachher, meine Süße", verabschiedet sie mich, mit funkelnden Augen. Oben sind sie fast alle wieder in der Kaffee Ecke. "Na, heute ist der große Auftritt, was?!" fragt Ulrich. "Kommst Du denn auch?" frage ich dagegen. "Ja, klar oder hast du was dagegen?" fragt er. "Eher Sorgen", antworte ich, "dass Deine Arterien, das auch aushalten." "Ey Stefanie, pass bloß auf", sagt Ulrich, "rennst du da nackt rum oder wie?" "Nee, aber fast", sage ich grinsend. "Macht Mal Fotos", sagt Kollegin Chris, "ich kann heute Abend leider nicht." "Wie? Ihr wollt sonst alle kommen?" frage ich. Mit einem Kaffee bewaffnet gehe ich zu meinem Platz und starte meinen Rechner. Die Halle habe ich von der Fläche her fertig, teilweise gehe ich jetzt schon in die Höhe, also die Maschinen und Anlagen zeichnen ich rein. Ich bin ja schneller voran gekommen als ich ursprünglich geplant hatte, kann aber auch auf Daten Von Thorsten und Ulrich zurückgreifen. Die sind aktueller, als die beiden zugeben wollen. Gegen Mittag fahr ich dann den Rechner runter. Andreas sieht das und stutzt. "Halber freier Tag heute", sage ich grinsend. Dann hören wir Ulrich von vorne: "Sammeln, Mittag essen!" "Nicht schlecht, für einen, der nicht gedient hat", sagt Andreas. Wir beide gehen nach vorne. Ich bau mich vor Ulrich auf, führe die Hand zum Gruß zum Kopf. "Hinterer Bürobereich vollständig angetreten und abmarschbereit", melde ich. Ulrich ist mal wieder etwas erstaunt, während alle anderen kichern. "Ich glaube heute ist sie zu gut drauf, als dass du sie hochnehmen kannst", sagt Torsten zu Ulrich, als wir zur Kantine rüber gehen. Ich lächele sie an und sage: "Bei Sandra wär ich auch vorsichtig, heute." Ulrich beherzigt den Tipp dann auch. Nach dem Essen verabschiede ich mich dann. "Bis heut Abend dann", sage ich. "Ja bis dann", sagen einige. Sandra bekommt noch schnell ein Küsschen, den gehe ich zu Haltestelle.
Zu Hause bei Sandra füttere ich noch schnell die Katzen. Dann verstaue ich mein Outfit in einem Korb und gehe zum Fahrrad. Den Korb kann ich vorne am Lenker einhängen und los geht"™s. Ich fahre wieder hinten durch die Felder und höre von weitem einen Spielmannszug. Das wundert mich kurz, aber andererseits hatte ich ja kaum was von der Planung die Samantha und Co. gemacht haben mitbekommen. Mit Ausnahme die Bags and Pipes Gruppe vielleicht. Ich komme auf den Hof und treffe gleich Samantha, Britta und Rieke. Der Spielmannzug spielt und marschiert über den Platz. "Wir hatten einfach mal angefragt, ob die Nachmittags zu den Kaffeetafeln Lust auf eine musikalische Untermalung haben", sagt Britta, "von Jessi hatten wir die Info, dass zum Kaffee auch gerne mal Leutchen vom älteren Semester hier reinschauen." "Klasse, das finde ich gut", antworte ich, "und woher kennt ihr die Truppe?" "ich habe da früher mal mitgespielt", antwortet Rieke, "mittlerweile läuft meine große Tochter mit." "Cool, kannst du sie mal zeigen?" frage ich. "Na klar, da vorne, zweite Reihe links außen, mit der Piccolo Querflöte", sagt Rieke. "Niedlich, die sieht ja genauso hübsch aus wie du", lobe ich sie. "Danke, Steffi", sagt Rieke leicht verlegen. Die Gruppe ist fertig und macht erstmal eine Pause. Riekes Tochter kommt zu uns. "Hallo", grüßt sie und dann zielstrebig zu mir: "Du musst Steffi sein, der Beschreibung nach kannst das nur du sein." Sie reicht mir die Hand und sagt: "Ich bin Michelle." "Hi", grüße ich zurück und nehme die Geste an, dann sage ich lächelnd zu Rieke: " Die kannst du nicht verleugnen, sie ist genauso so forsch, wie du." "Da ist was dran", sagt Rieke grinsend.
Jetzt kommt der Tambourmajor dazu. "Ihr habt ja auch ordentlich Blech-Bläser dabei", sage ich, "hi, ich bin Steffi." "Habe ich mir schon so gedacht, ich bin Simon", antwortet er, während ich erstaunt zu Britta, Samantha und Rieke schaue. "Na ja, ein bisschen geplaudert habe wir schon über dich", sagt Britta lächelnd. "Tse!" sage ich nur. "Um auf deine Frage zurückzukommen, Steffi, wir sind eigentlich ein je Spielmannzug und ein Fanfarenzug", sagt Simon, "aber wir kombinieren sehr gerne und oft." "Ah ja, cool", sage ich und habe schon wieder ein Hintergrundgedanken. In der Zwischenzeit ist Friedel zu uns gestoßen. Auch er ist begeistert. "Ich hatte da grade während ihr spieltet eine Idee", sage ich und mache eine Pause. "Oarr, das kann sie gut", grinst Friedel, "auf die Folter spannen, das habe ich in der recht kurzen Zeit, in der ich sie kenne, gleich gelernt." Nu"˜ sach schon, Steffi", fordert Samantha. Simon schaut staunend von einem zum anderen. "Diese eine Live Version von Fleetwood Macs Tusk, wo mittendrin die Brass-Band reinkommt?" frage ich lächelnd. Simon und Michelle lächeln. "Ist sowas denn vorgesehen?" fragt Simon. "Ich habe hier gelernt, das die Braunschweiger Musiker gerne mal vom geplanten Konzept abweichen", sage ich. Friedel grinst und nickt.
Frank ist schon seit geraumer Zeit mit anderen dabei die Soundanlage aufzubauen." Können die Musiker, die jetzt schon da sind zum Überprüfen mal einige Instrumente anspielen", fragt er über Mikro. Ich drehe mich um und schaue zu den mittleren Bühnen. Mit einem breiten Grinsen schaut m mich Frank an. "War ja klar", sage ich grinsend zurück. Ich gehe über eine kleine Treppe auf die linke Bühne. Wir sind dann später auf der rechten, mit unserem Set. Auf der Bühne steht eine schwarze Fender Telecaster, die hänge ich mir um. Unten, in einigem Abstand zur Bühne, sind die Mischpulte aufgebaut. Frank hat ein Walkie Talkie dabei, mit dem sich die Leute am Mischpult mit ihm unterhalten. Jetzt knarzt das Ding grade. "Ja, ich frage sie mal, sie heißt ja auch Hookline-Steffi", sagt Frank grinsend. "Hä, was?! frage ich verdattert. Körnel taucht auch grade auf. Mit ihm habe ich in den 80"™ern viel gejamt, wenn wir nicht grade in unseren jeweiligen Schülerbands spielten. Wo ich ihn grade sehe, fällt mir spontan ein Stück ein, welches zur Bitte der Leute am Mischpult passt. Ich fange an, "Age of Consent" von New Order zu spielen. Auf Körnels Gesicht macht sich ein breites Grinsen breit. Die Leute vom Mischpult zeigen Frank den Daumen. Ich grinse Frank an, während ich durchgehend das Intro spiele. Nach einiger Zeit zeigt einer vom Mischpult den Daumen. "Haben sie im Kasten", sagt Frank neben mir. Jetzt setzt ein Schlagzeug ein. "Tom ist das aber nicht", denke ich mir und sehe ihn dann unten mit Antje neben den Mischpulten stehen. Da ich grade erstaunt bis gespannt schaue, müssen die beiden kichern. Ich dreh mich um und sehe eine Frau am Schlagzeug, die mich lieb anlächelt und einen Kussmund in meine Richtung macht. Jetzt bin ich erst recht am Staunen, weil bis jetzt dachte ich, Gesine und ich wären die einzigen Mädels. Sie kann auch nur in 2. Set sein, das wo Frank und Carlos auch spielen , weil die Drummer aus den anderen Sets kenne ich ja. Aber Frank und Co. hatten die ersten beiden Übungstermine noch keinen Schlagzeuger*in. Wunder mich nur, dass ich das nicht mit bekomme habe, die waren doch neben uns am Üben. Na ja, alle anderen amüsieren sich jedenfalls über mein Staunen. Körnel steht nebenbei neben mir und Carl Bassist vom 4. Set kommt auch grade hoch, während Kata und ich weiter spielen. Körnel und Carl steigen mit ein, Frank geht ans Keyboard. "Mal sehen, was das jetzt wird", denke ich mir, kommen wir doch aus vier verschieden Sets. Aber es läuft Recht gut, Carl singt dann auch.
"Das war gut", sagt einer von den Mischpulten, "wir haben schon eine Grundeinstellung drin, da brauchen wir nur noch ein paar kleine Änderungen einbringen, das geht im Betrieb." Ich wundere mich ein weiteres Mal, brauch man doch eigentlich etwas länger für einen Soundcheck. "Da steckt doch bestimmt unser Digi-Fuchs dahinter", sage ich grinsend zu Frank, dass man es auch übers Mikro hört. Frank lächelt mich an. "Jepp!" sagte er knapp. Auf der anderen Bühne wird auch noch mal kurz gecheckt und dann für gut befunden. "Na dann sind wir doch gut fertig geworden", sagt der eine Mischer, "rechtzeitig vor der Kaffeetafel, damit den älteren Herrschaften nicht das Geweih wegfliegt." Ich muss dann laut losprusten. Dann verlasse ich auch die Bühne. "Komm mal bitte her, Steffi", sagt Friedel zu mir, "ich muss Dich mal drücken." Britta schaut ihn erstaunt an. Friedel drückt mich. "Das war echt super, wie du gleich auch mit anderen Musikern klarkommst", sagt er erfreut, "da kann eigentlich nichts schieflaufen heute, wenn wieder einer oder mehrere anfangen zu improvisieren." "Okeeh!" sage ich. "Och, spontan improvisieren kann Steffi", sagt Frank. "Und wir beide müssen uns mal unterhalten", sagt Britta lächelnd zu Friedel, "erlebst Du hier grade einen 2. Frühling?"
Wir stehen noch locker zusammen, da erscheint Sandra. "Oh, der Rauschegold-Engel ist da", sage ich erfreut, worauf Sandra erstmal rot wird. "Menno, Stefanie", kommentiert sie es und grüßt dann in die Runde. Sandra lässt sich einiges erklären, während den Leuten, die uns noch nicht zusammengesehen haben, erzähle, wir zueinander stehen. "Och schade", sagt einer von den Mischpulten und klingt etwas enttäuscht. "So ganz reinrassig lesbisch sind wir nun auch nicht", sagt Sandra, um ihn zu beruhigen, "Stefanie ist so eine Art "inbetween"." Ich erkläre dann auch noch mal genauer. "Soso", wundert sich der Mischer, ""¦ und "¦ äh..hm!" "Geht beides, falls du das fragen wolltest", sage ich grinsend. Ein bisschen ertappt fühlt er sich jetzt ja. "So, dann haben wir noch etwas Pause bis zu Auftritt um sechs", sage ich. "Ich würde sagen wir treffen uns um halb sechs mit allen Musikern nochmal", sagt Friedel. "Wir sagen allen anderen noch Bescheid", sagt Britta. "Gehen wir rutschen?" fragt Sandra erwartungsvoll. "Ein paarmal geht wohl, bis ich mich aufbrezeln muss", antworte ich lächelnd. Umziehen tun wir uns diesmal im Büro von dem großen Speditionsgebäude; damit wir nicht über den Platz müssen. Neben der Rutsche ist zwar auch eine Möglichkeit zum Umziehen, aber hier ist anonymer. Außerdem kann es Sandra sich nicht verkneifen, mich anzufassen. Ich beiß ihr dafür leicht in den Nacken. "Mhh, Stefanie", sagt Sandra. Dieses Mal tragen wir beiden jeder ein roten Badeanzug. So gehen wir dann hinten aus dem Gebäude.
Wäre ich schlank, würde euch das nur unnötig geil machen...