Gender disappointment: Wenn Eltern sich ein Baby des anderen Geschlechts gewünscht haben
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Crossdresser, Transgender DWT... Plauderecke - was sonst nirgendwo passt
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Anne-Mette
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Gender disappointment: Wenn Eltern sich ein Baby des anderen Geschlechts gewünscht haben

Post 1 im Thema

Beitrag von Anne-Mette »

"Hauptsache, das Baby ist gesund" lautet die Einstellung vieler Eltern. Das Geschlecht des Kindes ist für sie nicht wichtig. Manche hingegen haben sehr konkrete Wünsche, was das angeht, wünschen sich unbedingt einen Jungen oder unbedingt ein Mädchen. Dann ist die Enttäuschung groß, wenn es anders kommt. Was "Gender disappointment" genau bedeutet und ob und wie das Gefühl überwunden werden kann.

https://www.familie.de/schwangerschaft/ ... G1M4W83VWD

Ja, das gibt es eben auch - nicht nur aus persönlichen sondern auch aus "kulturellen Gründen".
In einigen Ländern wird weiter gemacht, bis "endlich" der erhoffte Sohn vorgewiesen werden kann, um die "Ehre der Familie" aufzuwerden.
andrea8847
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Re: Gender disappointment: Wenn Eltern sich ein Baby des anderen Geschlechts gewünscht haben

Post 2 im Thema

Beitrag von andrea8847 »

Ich habe schon sehr früh gemerkt, dass meine Mutter sich ein Mädchen gewünscht hatte. Ich akräzeptiere zunehmend meinen Prozess und würde trotzdem gerne mehr über die Auswirkungen dieses Wunsches auf meine Entwicklung wissen..... (nurse)
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manchmal_melissa
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Re: Gender disappointment: Wenn Eltern sich ein Baby des anderen Geschlechts gewünscht haben

Post 3 im Thema

Beitrag von manchmal_melissa »

Da geht es mir ganz ähnlich, ich bin gespannt ob es einen Zusammenhang zwischen Geschlechtswunsch der Eltern und der Identität des Kindes gibt. Meine Mutter hat sich auch sehr ein Mädchen gewünscht. Von einer anderen Bekannten weiß ich, dass sie unbedingt ein Junge werden sollte. Sie ist zwar nicht trans, aber sehr maskulin in ihrem Auftreten. Vielleicht ist das auch Zufall, aber mein Bauchgefühl sagt mir etwas anderes"¦

Liebe Grüße,
Melissa
Juliane
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Re: Gender disappointment: Wenn Eltern sich ein Baby des anderen Geschlechts gewünscht haben

Post 4 im Thema

Beitrag von Juliane »

Warum nur kommt mir das sooo bekannt vor?

Meine Oma war ganz fest davon überzeugt, dass ich ein Mädchen werden würde. Nachdem ihre älteste
Tochter ihr bereits zwei Jungen, als Enkel geschenkt hatte, sollte meine Mutter, als zweite Tochter, ihr nun
unbedingt eine Enkeltochter schenken.
Selbst der Name stand schon fest, Ingrid hätte ich heißen sollen. Und einige, aus dem Dunstkreis meiner
Oma, wussten auch bereits an diversen Anzeichen meiner Mutter, wie morgendliches Erbrechen, spitzer
Bauch und weiteren Ammenmärchen, dass da ein kleines Mädchen unterwegs war.

Die Enttäuschung war dann scheinbar groß und ich kann mich dunkel daran erinnern, diese Geschichten um
die erste Enkeltochter, als Kleinkind noch gehört zu haben.

Nun, mit gut 40 Jahren Verspätung, hat es dann ja wenigstens zu einer Teilzeit-Enkeltochter gereicht :lol: .

Eventuell haben ja diese Erzählungen auch etwas in mir bewirkt, obwohl ich mich viele Jahre als Freak gefühlt
habe. Denn bereits mit ungefähr 6 oder 7 Jahren habe ich große Lust empfunden, als ich erstmals Nylonstrümpfe
an meinen Beinen spürte. Und schon mit 10 oder 11 Jahren habe ich mich, bei passender Gelegenheit, aber immer
nur heimlich, in Klamotten von meiner Mutter gekleidet und fand mich dann endlich richtig angezogen.

Und dieses total angenehme Gefühl habe ich heute noch (smili) , wenn ich als Juliane gedresst und draußen unterwegs bin.

Liebe Grüße, Juliane
Die mich kennen mögen mich. Die mich nicht mögen können mich. Frei nach Konrad Adenauer
Maya
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Re: Gender disappointment: Wenn Eltern sich ein Baby des anderen Geschlechts gewünscht haben

Post 5 im Thema

Beitrag von Maya »

manchmal_melissa hat geschrieben: Di 2. Jan 2024, 12:50 Da geht es mir ganz ähnlich, ich bin gespannt ob es einen Zusammenhang zwischen Geschlechtswunsch der Eltern und der Identität des Kindes gibt. Meine Mutter hat sich auch sehr ein Mädchen gewünscht....................................
Vielleicht ist das auch Zufall, aber mein Bauchgefühl sagt mir etwas anderes"¦

Liebe Grüße,
Melissa
Das könnte ja noch ein sehr interessanter Thread hier werden. :roll:

War bei mir auch so.
Meine Eltern wollten einen Jungen und ein Mädchen.
Nachdem zuerst mein älterer Bruder zur Welt kam, sollte ich eine Susanne werden.
Pustekuchen, ich war dann auch wieder ein Junge.
Sie wollten eigentlich nur 2 Kinder.
Aber nachdem das dann mit mir ja nicht geklappt hat, wollten sie es ein letztes Mal probieren.
Und siehe da, 2,5 Jahre nach mir, wurde meine Schwester Silke geboren. Der für mich geplante Name Susanne, wurde verworfen.
Neues Kind; neuer Name. Also alles gut.

Ich kann mich zu keinem Zeitpunkt daran erinnern, mich jemals ungewünscht gefühlt zu haben.
Wir wurden alle immer gleich behandelt. Ist jedenfalls das, was ich wahrgenommen habe.
Auch habe ich keine Ahnung, ob das was damit zu tun hat, dass ich heute viel lieber Frauenklamotten trage.
Prinzipiell jedoch, war ich schon immer Frauen hingezogen. (Das meine ich jetzt nicht sexuell :D )
In der Grundschule wurde ich jeden morgen von 5 Mädchen auf dem Weg zur Schule abgeholt.
Und heute habe ich mehrere Frauen in meinem Bekanntenkreis, die mich offen als Frauenversteher bezeichnen und von denen ich Dinge weiss, die nicht mal ihre Ehemänner wissen. Und ich habe absolut keine Ahnung, warum das so ist. :roll: :?:
Allerdings anders, als im verlinkten Beitrag, war ich ein Mamakind und meine Schwester ein Papakind.

LG

Maya
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Re: Gender disappointment: Wenn Eltern sich ein Baby des anderen Geschlechts gewünscht haben

Post 6 im Thema

Beitrag von Regina »

Vor einiger Zeit gab es dazu einen Beitrag im TV. Dabei ging es vor allem um Bildung und Schulkarriere von Kindern. Hier sieht es ja wohl so aus, dass vor allem Jungen Schwierigkeiten haben. Die möglichen Gründe dafür sind ein anderes Thema.
Es war jedoch so, dass viele der zukünftigen Mütter lieber ein Mädchen wollten.
Zitat einer Frau: "Hoffentlich ist kein Schniepel dran."

Hier bei uns in D sind die Jungen zurzeit die Verlierer in der Gesellschaft.

Liebe Grüße,
Regina
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andrea8847
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Re: Gender disappointment: Wenn Eltern sich ein Baby des anderen Geschlechts gewünscht haben

Post 7 im Thema

Beitrag von andrea8847 »

https://www.scinexx.de/dossierartikel/w ... utterleib/

Ein weiterer Artikel zu diesem Thema. Das hat keinen Anspruch auf Repräsentatitvität und die Fragestellung an sich muss auch keinen Einfluss auf heutige Prozesse haben. Ich persönlich wüsste allerdings schon gerne mehr über mich und meine Wurzeln.
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Re: Gender disappointment: Wenn Eltern sich ein Baby des anderen Geschlechts gewünscht haben

Post 8 im Thema

Beitrag von Steffi Verena »

... meine Mutter hat sich auch ein Mädchen gewünscht, hat sie mir mal erzählt. Vielleicht ist das auch Mosaik-Stück(chen) zu meinem Wesen und weil ich ohne Vater groß geworden bin. Von meiner weiblichen Seite hat sie nie was erfahren oder bemerkt, denke ich. Aber ungewollt habe ich mich nie gefühlt.
LG
Verena
Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar. (Antoine de Saint-Exupéry)
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Re: Gender disappointment: Wenn Eltern sich ein Baby des anderen Geschlechts gewünscht haben

Post 9 im Thema

Beitrag von Lea Michele »

Da kann ich mich Andrea und Melissa nur anschließen,
da sich meine Eltern und meine Oma unbedingt ein Mädchen wünschten!
Ich glaube das meine Familie einiges (weibliche Sozialisierung) dazu beitragen hat, das ich mich so fühle wie ich bin, als Frau.
Wurde von meiner Familie immer geliebt und ich war glücklich!

Hoffe auch mehr über diese Zusammenhänge zuerfahren!

Gruß Lea Michele (he) (ki) (he)
Auf dem Weg endlich so zu sein wie ich mich fühle❣️
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Re: Gender disappointment: Wenn Eltern sich ein Baby des anderen Geschlechts gewünscht haben

Post 10 im Thema

Beitrag von conny »

Es soll Gott sei Dank auch (Groß-)Eltern geben, die sich nur eines wünschen: ein gesundes (Enkel-)Kind.
Franziska
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Re: Gender disappointment: Wenn Eltern sich ein Baby des anderen Geschlechts gewünscht haben

Post 11 im Thema

Beitrag von Franziska »

Liebe Conny,

da kann ich Dir voll und ganz zustimmen.

Ich habe selbst drei Enkelkinder (zwei Jungs, ein Mädchen) und ich bin froh und dankbar,
dass die drei gesund in ihr Leben starten konnten.

Wir hatten jetzt in der "erweiterten" Familie einen Fall, dass nach zwei Mädchen jetzt ein Junge kommen sollte.
Der Vater ganz begeistert, die Mutter am Boden, sie wollte doch keinen Jungen. Und diese innerer Ablehnung hat sich
inzwischen auch auf die älteste Tochter übertragen.
Das sind Reaktionen, die kann ich nicht nachvollziehen. Einfach nur traurig.
Genieße Deine Zeit, denn du lebst nur jetzt und heute. Morgen kannst Du gestern nicht mehr nachholen.
Und später kommt früher als Du denkst.
Albert Einstein
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